DE3638962A1 - Buchse fuer einen mehrpoligen steckverbinder zum direkten loeten auf oder in eine leiterplatte - Google Patents
Buchse fuer einen mehrpoligen steckverbinder zum direkten loeten auf oder in eine leiterplatteInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Buchse, welche die Merkmale des Ober
begriffs des Anspruches 1 aufweist.
Bei den bekannten Buchsen dieser Art ist das Anschlußbild der An
schlußfahnen, also die Lage der einzelnen Anschlußfahnen relativ
zu den Kontaktkörpern, durch die konstruktive Gestaltung der iso
lierenden Teile vorgegeben. Damit ist auch die Zuordnung eines
Kontaktkörpers zu einer bestimmten Position im Anschlußbild auf
der Leiterplatte festgelegt. Andere Zuordnungen bedingen deshalb
ebenso wie unterschiedliche Polzahlen oder eine andere Anordnung
der Kontakte im Kontaktträger unterschiedliche Isolierteile. Dies
bedeutet nicht nur bei der Fertigung geringere Stückzahlen, son
dern auch wegen der unterschiedlichen Werkzeuge höhere Werkzeug
kosten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Buchse der ein
gangs genannten Art zu schaffen, welche frei von diesen Nachtei
len ist, also Abwandlungen ermöglicht. Diese Aufgabe löst eine
Buchse mit den Merkmalen des Anspruches 1.
Dadurch, daß die Zuordnung der Kontaktfahnen zu den Klemmkanälen
der Klemmleiste frei wählbar ist, lassen sich ohne eine Verände
rung der Isolierteile alle ausführbaren, unterschiedlichen An
schlußbilder der Kontaktfahnen realisieren. Hierzu brauchen bei
der Montage nur die Kontaktfahnen in die gewünschten Klemmkanäle
eingelegt und dann durch Klemmung festgelegt zu werden. Da die
Kontaktkörper vorzugsweise schwimmend in den Kammern des Kontakt
trägers angeordnet sind, ist außerdem die Bestückung der Kammern
frei wählbar, so daß ebenfalls ohne Änderung der Isolierteile
auch unterschiedliche Polzahlen und unterschiedliche Anordnungen
der Kontaktkörper im Kontaktträger ohne weiteres auszuführen
sind.
Damit die Kontaktfahnen an den in der Regel nicht vermeidbaren
Kreuzungsstellen voneinander isoliert sind, kann man Isolier
schläuche in den sich kreuzenden Abschnitten vorsehen. Sehr vor
teilhaft ist auch eine Isolierung der sich kreuzenden Kontaktfah
nen gegeneinander durch isolierende Folienplättchen gemäß An
spruch 3.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform besteht die Klemmleiste aus
zwei gegeneinander spannbaren Teilen, da eine solche Ausbildung
der Klemmleiste die Festlegung aller Kontaktfahnen sehr einfach
gestaltet.
Sofern jeder Klemmkanal eine quer zur Kanallängsrichtung verlau
fende Nut im einen Teil und einen auf diese Nut ausgerichteten
Vorsprung im anderen Teil aufweist, erfahren die Kontaktfahnen
beim Schließen der Klemmleiste eine Deformation in Form einer
Querrinne
wodurch sie gegen eine Längsverschiebung zuverlässig ge
sichert sind.
Die beiden Teile der Klemmleiste sind vorteilhafterweise an einem
Buchsengehäuse bzw. einer deren eines Ende verschließenden Ab
deckung angeordnet. Dabei ist eine Lage der Klemmleiste gemäß An
spruch 5 in vielen Fällen sehr vorteilhaft, da sie das Verbinden
der Kontaktfahnen mit der Leiterplatte erleichtert.
Um nicht nur das Anschlußbild der Kontaktfahnen beliebig wählen
zu können, sondern auch die Zuordnung der Winkelstellung des Kon
taktträgers zum Buchsengehäuse, ist bei einer bevorzugten Ausfüh
rungsform der Kontaktträger in unterschiedlichen Winkelstellungen
bezüglich des Buchsengehäuses in dieses einsetzbar, wobei zusam
menwirkende Sperrelemente den Kontaktträger in der gewählten Win
kelstellung sichern.
Im folgenden ist die Erfindung anhand eines in der Zeichnung dar
gestellten Ausführungsbeispiels im einzelnen erläutert.
Es zeigen
Fig. 1 eine Draufsicht auf die Frontseite des Ausfüh
rungsbeispiels,
Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II-II der Fig.
1,
Fig. 3 eine Draufsicht auf die Rückseite bei abgenom
mener Abdeckung,
Fig. 4 eine perspektivisch dargestellte Ansicht eines
Kontaktkörpers mit angeformter Kontaktfahne.
Eine Buchse für einen mehrpoligen Steckverbinder zum direkten
Löten auf oder in eine Leiterplatte weist einen zylindrischen
Kontaktträger 1 auf, bei dem es sich wie bei den übrigen Isolier
teilen um ein Kunststoffspritzteil handelt. Der Kontaktträger 1
ist mit parallel zu seiner Längsachse liegenden Kammern 2 ver
sehen, die schwimmend je eine federnde Kontaktbuchse 3 aufnehmen,
an deren hinteres Ende sich einstückig eine Kontaktfahne 4 an
schließt. Die Kammern 2 verengen sich am rückwärtigen, durch eine
Platte 1′ gebildeten Ende des Kontaktträgers 1 zu einem Schlitz
für die Durchführung der Kontaktfahne.
Ein im Ausführungsbeispiel eine quadratische Außenkontur aufwei
sendes Buchsengehäuse 5 bildet einen zylindrischen Innenraum 6
zur Aufnahme des Kontaktträgers 1. In den Innenraum 6 ragt eine
angeformte Kodiernase 7, die in eine der Längsnuten 8 eingreift,
die außen am Kontaktträger 1 vorgesehen sind und im Ausführungs
beispiel um jeweils 22,5° gegeneinander in Umfangsrichtung ver
setzt angeordnet sind. Der Kontaktträger 1 kann hierdurch in
unterschiedlichen Winkelstellungen in das Buchsengehäuse 5 einge
setzt und in diesem festgelegt werden.
Die eine der vier geradlinigen Randzonen, welche das rückseitige,
über die Platte 1′ überstehende Ende des Buchsengehäuses 5 bil
den, ist als ein erster, kammförmiger Teil 9′ einer als Ganzes
mit 9 bezeichneten Klemmleiste ausgebildet, die, wie Fig. 3
zeigt, im Abstand von je einer Durchgangsbohrung 10 endet. Einen
zweiten Teil 9′′ der Klemmleiste 9, der gegen den ersten Teil 9′
andrückbar ist, bildet ein geradliniger Abschnitt des hochge
stellten Randes einer ebenfalls als Spritzteil ausgebildeten Ab
deckung 11, welche das rückwärtige Ende des Buchsengehäuses 5
verschließt, wobei, wie Fig. 2 zeigt, zwischen der Innenseite der
Abdeckung 11 und der ihr zugekehrten Endfläche des Kontaktträgers
1 ein ausreichend großer Abstand zur Unterbringung der Kontakt
fahnen 4 vorhanden ist. Die Abdeckung 11 hat eine an das Buchsen
gehäuse 5 angepaßte Außenkontur und ist mit letzterem im Ausfüh
rungsbeispiel mittels nicht dargestellter Schrauben verbunden,
welche die Durchgangsbohrungen 10 sowie zwei entsprechende Durch
gangsbohrungen auf der der Klemmleiste 9 gegenüber liegenden Sei
te durchdringen und in das Buchsengehäuse 5 eingreifen. Die Ab
deckung 11 könnte aber auch mit dem Buchsengehäuse verklebt oder
verschweißt sein.
Die geradlinige, sich quer zur Längsrichtung des Buchsengehäuses
5 an einer von dessen vier Seiten erstreckende Klemmleiste 9 hat
eine der Zahl der Kammern 2 entsprechende Anzahl von nebeneinan
der angeordneten Klemmkanälen 12, in die wahlweise je eine der
Kontaktfahnen 4 so eingelegt wird, daß der freie Endabschnit nach
außen übersteht. Ist der Überstand zu groß, dann wird die Kon
taktfahne 4 entsprechend abgeschnitten.
In der dem zweiten Teil 9′′ zugewandten Anlagefläche ist der erste
Teil 9′ mit einer in Längsrichtung der Klemmleiste 9 verlaufenden
Nut 13 versehen, auf die ein korrespondierender Vorsprung 14 des
zweiten Teils 9′′ausgerichtet ist. Beim Zusammenspannen der bei
den Teile 9′ und 9′′ werden deshalb die Kontaktfahnen 4 entspre
chend verformt, wodurch sie gegen eine Längsverschiebung gesi
chert sind.
Wie Fig 2 zeigt, sind die Kontaktfahnen 4 nach dem Austritt aus
dem Kontaktkörper 1 zur Klemmleiste 9 hin abgebogen und wie Fig.
3 zeigt, zum zugeordneten Klemmkanal 12 hin geführt. Da hierbei,
wie ebenfalls Fig. 3 zeigt, ein kreuzender Verlauf der Kontakt
fahnen 4 nicht vermeidbar ist, sind Isolierfolienplättchen 15
vorgesehen, zwischen denen die abgebogenen Abschnitte der Kon
taktfahnen 4 liegen. Die Isolierfolienplättchen 15 haben in der
gleichen Anordnung wie die Kammern 2 im Kontaktträger 1 Durch
trittsöffnungen für die Kontaktfahnen 4. Daher wird von den aus
dem Kontaktträger 1 austretenden Kontaktfahnen 4 zunächst nur
eine einzige abgebogen und zu ihrem Klemmkanal 12 hin geführt.
Danach wird ein erstes Isolierfolienplättchen 15 aufgelegt, das
von allen noch nicht abgebogenen Kontaktfahnen 4 durchdrungen
wird. Nun wird die zweite Kontaktfahne 4 abgebogen und zu ihrem
Klemmkanal 12 geführt. Das nächste Isolierfolienplättchen 15 wird
wiederum von den noch nicht abgebogenen Kontaktfahnen durchdrun
gen. Danach wird die dritte Kontaktfahne abgebogen usw. Der über
die Klemmleiste 9 überstehende Abschnitt der Kontaktfahnen 4
wird, je nachdem, ob die Kontaktfahnen durch Löcher der Leiter
platte durchzustecken und auf der Unterseite zu verlöten oder auf
der Oberseite der Leiterplatte angelötet werden sollen, auf die
erforderliche Länge geschnitten und in die erforderliche Form ge
bogen, wie dies in Fig. 1 mit ausgezogenen und strichpunktierten
Linien dargestellt ist.
An das Buchsengehäuse 5 sind Bolzen 16 oder dergleichen zur
Fixierung auf der Leiterplatte angeformt.
Alle in der vorstehenden Beschreibung erwähnten sowie auch die
nur allein aus der Zeichnung entnehmbaren Merkmale sind als wei
tere Ausgestaltungen Bestandteile der Erfindung, auch wenn sie
nicht besonders hervorgehoben und insbesondere nicht in den An
sprüchen erwähnt sind.
Claims (9)
1. Buchse für einen mehrpoligen Steckverbinder zum di
rekten Löten auf oder in eine Leiterplatte, deren Kontaktkörper
in Kammern eines isolierenden Kontaktträgers angeordnet sind und
angeformte, über die Buchse überstehende Kontaktfahnen haben, ge
kennzeichnet durch eine im Abstand von der die Austrittsöffnungen
für die Kontaktfahnen (4) aufweisenden Seite des Kontaktträgers
(1) angeordnete Klemmleiste (9) aus elektrisch isolierendem Ma
terial mit einer der Zahl der Kammern (2) entsprechenden Anzahl
von separaten Klemmstellen (12), in denen die Kontaktfahnen (4)
zwischen ihrem freien Ende und dem mit dem Kontaktkörper (3) ver
bundenen Ende in einer frei wählbaren Anordnung zu den Kammern
(2) festgelegt sind.
2. Buchse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Kontaktfahnen (4) in dem Anschnitt zwischen der Klemmstelle
und der Austrittsstelle aus dem Kontaktträger (1) gegeneinander
mittels Schläuchen isoliert sind.
3. Buchse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Kontaktfahnen (4) in dem Abschnitt zwischen der Klemmstelle
und der Austrittsstelle aus dem Kontaktträger (1) gegeneinander
durch Isolierfolienplättchen (15) isoliert sind, die parallel zu
der die Austrittsöffnungen für die Kontaktfahnen (4) aufweisenden
Seite des Kontaktträgers (1) liegen, zwischen sich einen abgebo
genen Abschnitt wenigstens einer der Kontaktfahnen (4) aufnehmen
und mit Durchtrittsöffnungen für die Kontaktfahnen (4) versehen
sind.
4. Buchse nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Klemmleiste (9) aus zwei gegeneinander
spannbaren Teilen (9′, 9′′) besteht.
5. Buchse nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
wenigstens der eine Teil der Klemmleiste (9) eine kammartige Form
zur Bildung von Klemmkanälen (12) aufweist.
6. Buchse nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeich
net, daß jede Klemmstelle eine quer zur Längsrichtung der Kon
taktfahne (4) verlaufende Nut (13) im einen Teil (9′) und einen
auf diese Nut (13) ausgerichteten Vorsprung (14) im anderen Teil
(9′′) aufweist.
7. Buchse nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch ge
kennzeichnet, daß der eine Teil (9′) der Klemmleiste (9) an ein
Buchsengehäuse (5), in dem der Kontaktträger (1) axial unver
schiebbar angeordnet ist und der andere Teil (9′′) an eine Ab
deckung (11) angeformt ist, welche mit dem Buchsengehäuse (5) an
dessen Rückseite verbunden ist.
8. Buchse nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
die Klemmkanäle (12) der Klemmleiste (9) rechtwinkelig zur Buch
senlängsachse verlaufend in einer Reihe nebeneinander liegend
seitlich am Buchsengehäuse (5) vorgesehen sind.
9. Buchse nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Buchsengehäuse (5) und der in unterschied
lichen Winkelstellungen bezüglich des Buchsengehäuses (5) in die
ses einsetzbare Kontaktträger (1) zusammenwirkende Sperrelemente
(7, 8) aufweisen, welche in den wählbaren Winkelstellungen in
formschlüssigem Eingriff miteinander stehen.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3638962A DE3638962C2 (de) | 1986-11-14 | 1986-11-14 | Buchse für einen mehrpoligen Steckverbinder zum direkten Löten auf oder in eine Leiterplatte |
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| Publication Number | Publication Date |
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| DE3638962A1 true DE3638962A1 (de) | 1988-05-26 |
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ID=6313959
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE3638962A Expired - Fee Related DE3638962C2 (de) | 1986-11-14 | 1986-11-14 | Buchse für einen mehrpoligen Steckverbinder zum direkten Löten auf oder in eine Leiterplatte |
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| Country | Link |
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| DE (1) | DE3638962C2 (de) |
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