DE3638700A1 - Vorrichtung zum ueben des schiessens mit einer handfeuerwaffe mit einem schusssimulator - Google Patents
Vorrichtung zum ueben des schiessens mit einer handfeuerwaffe mit einem schusssimulatorInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F41—WEAPONS
- F41A—FUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
- F41A21/00—Barrels; Gun tubes; Muzzle attachments; Barrel mounting means
- F41A21/26—Barrels; Gun tubes; Muzzle attachments; Barrel mounting means specially adapted for recoil reinforcement, e.g. for training purposes
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Üben des Schießens
mit einer Handfeuerwaffe, die mit einem Gasdruck-Selbtlader,
der eine Mündungsverschlußeinrichtung umfaßt, und einem Schuß
simulator ausgerüstet ist, der zur Abgabe eines Signals beim
Eingang eines Treffers eingerichtet ist.
Es ist bekannt, den für das Nachladen nötigen Gasladedruck bei
Verwendung von Platzpatronen durch eine Mündungsverschlußein
richtung zu erzeugen, die so gestaltet ist, daß sie als
pneumatische Drossel wirkt.
Es ist ferner bekannt, Handfeuerwaffen mit Schußsimulatoren
auszurüsten, die beispielsweise mittels eines Laserstrahls den
Schußkanal nachbilden. Die Empfangsanlage der Teilnehmer ist
zur Abgabe eines akustischen Signals ausgebildet, wenn sie den
Eingang eines Treffers registriert hat. Dieses Signal soll die
Übungsteilnehmer von der weiteren Beteiligung abhalten, was
jedoch oftmals nicht befolgt wird. Zwar sind die bekannten
Schußsimulatoren so eingerichtet, daß ihre Aktivfunktion bei
Eingang eines Treffers abgeschaltet wird; der Schütze vermag
aber dennoch, mit seiner Waffe weiterhin Platzpatronen
verfeuernd, an der Übung teilzunehmen. Die Desaktivierung des
Gewehrs ist deshalb für die Verhinderung fortgesetzter
Teilnahme wünschenswert.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine
Vorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, die die
Handfeuerwaffe nach dem Eingang eines Treffers desaktiviert.
Die erfindungsgemäße Lösung besteht darin, daß die Mündungs
verschlußeinrichtung umschaltbar ist aus der geschlossenen
Aktivstellung in eine nicht geschlossene Inaktivstellung und
daß eine von dem Schußsimulator auslösbare Umschalteinrichtung
vorgesehen ist.
Wenn die Empfangseinrichtung den Eingang eines simulierten
Treffers registriert, wird die Mündungsverschlußeinrichtung
geöffnet. Damit wird die Mündungsverschlußeinrichtung auf
freien Durchgang des Gasdrucks geschaltet und eine weitere
automatische Nachladung ausgeschlossen. Die automatische
Schußfolge wird damit unterbrochen.
Die Mündungsverschlußeinrichtung kann beispielsweise einen
veränderlichen Hahn oder Schieber enthalten, der von der
Aktivstellung, in der der Gasdurchgang gedrosselt ist, auf die
Inaktivstellung umgeschaltet werden kann, in der der Gasdruck
einen freien Durchgang vorfindet.
Zur Betätigung kann ein Motor vorgesehen sein, der beispiels
weise als elektrischer Drehmotor oder Elektromagnet ausge
bildet ist. Der Motor kann unmittelbar die Umschaltbewegung
hervorrufen. Statt dessen kann er auch lediglich eine
Arretiereinrichtung lösen, die im Aktivzustand der Umschaltung
im Wege steht; danach kann die Umschaltung erfolgen,
beispielsweise durch eine gespannte Feder oder durch den
Gasdruck eines weiteren Schusses.
Danach können mit dem automatischen Gewehr nur noch Einmal
schüsse abgegeben werden, wenn der Lademechanismus zuvor
manuell nachgespannt wurde.
Damit die Mündungsverschlußeinrichtung nicht unbefugt manuell
wieder eingeschaltet werden kann, kann sie mit einem Schloß
versehen sein, das mechanischer oder elektrischer Natur sein
kann und beispielsweise die Verwendung eines Schlüssels, einer
Zahlenkombination oder eines besonderen Codes voraussetzt.
Dadurch kann die Reaktivierung der Waffe dem Übungsleiter
vorbehalten werden.
Die Erfindung wird im folgenden näher unter Bezugnahme auf die
Zeichnung erläutert, die Ausführungsbeispiele der Mündungsver
schlußeinrichtung veranschaulicht. Darin zeigt
Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine erste
Ausführungsform mit Hahn und
Fig. 2 eine zweite Ausführungsform mit Schieber.
Auf das Rohr 1 der Waffe ist die Mündungsverschlußeinrichtung
2 fest aufgesetzt, die einen aus den Bohrungen 3 und 4 sich
zusammensetzenden Druckentlastungskanal enthält, der im
aktivierten Zustand durch ein Verschlußorgan gedrosselt ist,
während er im desaktivierten Zustand offen ist.
Im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 wird das Verschlußorgan
von einem Hahnküken 5 gebildet, das einen Steuerausschnitt 6
enthält. Das Küken wird in der dargestellten Aktivstellung, in
der die Bohrungen 3 und 4 nur gedrosselt miteinander verbunden
sind, durch den Eingriff des Raststifts 7 unter dem Einfluß
der Feder 8 in der Rastvertiefung 9 des Kükens festgehalten.
Der Raststift 7 ist durch einen Elektromagneten 10 kurzzeitig
zurückziehbar. Das Küken steht unter der Krafteinwirkung einer
durch Pfeil 11 angedeuteten Feder, die ihn in Pfeilrichtung
verdrehen möchte in die Inaktivstellung, in der der Steuer
ausschnitt 6 die Bohrungen 3 und 4 verbindet.
Mittels eines nicht dargestellten Schlosses kann das Küken 5
in die dargestellte Aktivstellung gedreht werden, wobei die
Feder 11 gespannt wird. Wenn bei der Empfangseinrichtung des
nicht dargestellten Schußsimulators ein Treffersignal eingeht,
sendet diese ein elektrisches Signal aus, das den Elektro
magneten 10 kurzzeitig aktiviert. Dadurch wird der Raststift 7
zurückgezogen und das Küken 5 in die Inaktivstellung verdreht,
in der der Mündungsverschluß nicht mehr wirksam ist.
In der Ausführung gemäß Fig. 2 wird das Verschlußorgan von
einem Schieber 12 gebildet, der in der Bohrung 13 längsver
schiebbar ist. Er enthält ein Gewinde 14, in das die Gewinde
spindel 15 eingreift, die von dem Motor 16 über ein Getriebe
17 antreibbar ist.
Wenn ein Treffersignal eingeht, wird der Motor 16 in solchem
Drehsinn aktiviert, daß der Schieber 12 aus der Verschluß
stellung zurückgezogen wird. Zur Aktivierung kann der Motor 16
im umgekehrten Sinne betätigt weden, ggf. über eine kodier
bare Sicherungseinrichtung.
Es ist in Fig. 2 ohne weiteres erkennbar, daß der Gasdruck im
Rohr 1 den Schieber 12 in der Zeichnung nach rechts zu ver
schieben sucht. Diese Erscheinung kann zur Umschaltung genutzt
werden, indem statt der Spindel 15 eine Arretierung vorgesehen
ist, die beim Eintreffen eines Schusses vom Schußsimulator
gelöst wird, so daß bei einem folgenden Schuß der Schieber 12
in die Inaktivstellung überführt und dadurch der
Mündungsverschluß aufgehoben wird.
Claims (4)
1. Vorrichtung zum Üben des Schießens mit einer Handfeuerwaffe
mit einem Gasdruckselbstlader, der eine Mündungsverschluß
einrichtung umfaßt, und einem Schußsimulator, der zur
Abgabe eines Signals beim Eingang eines Treffers ein
gerichtet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Mündungsver
schlußeinrichtung (2) umschaltbar ist aus der geschlossenen
Aktivstellung in eine nicht geschlossene Inaktivstellung
und eine von dem Schußsimulator auslösbare Umschaltein
richtung vorgesehen ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Mündungsverschlußeinrichtung (2) einen vom Schuß
simulator betätigbaren Umschaltmotor (10, 16) umfaßt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Mündungsverschlußeinrichtung (2) eine vom Schuß
simulator lösbare Arretiereinrichtung (7) umfaßt und für
die Umschaltung ein Kraftspeicher (11) oder der Gasdruck
eines weiteren Schusses vorgesehen ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Mündungsverschlußeinrichtung (2)
nur nach Lösung eines Schlosses in die Aktivstellung
schaltbar ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863638700 DE3638700A1 (de) | 1986-11-13 | 1986-11-13 | Vorrichtung zum ueben des schiessens mit einer handfeuerwaffe mit einem schusssimulator |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863638700 DE3638700A1 (de) | 1986-11-13 | 1986-11-13 | Vorrichtung zum ueben des schiessens mit einer handfeuerwaffe mit einem schusssimulator |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3638700A1 true DE3638700A1 (de) | 1988-05-26 |
| DE3638700C2 DE3638700C2 (de) | 1993-04-15 |
Family
ID=6313823
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19863638700 Granted DE3638700A1 (de) | 1986-11-13 | 1986-11-13 | Vorrichtung zum ueben des schiessens mit einer handfeuerwaffe mit einem schusssimulator |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3638700A1 (de) |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3452453A (en) * | 1966-05-05 | 1969-07-01 | Saab Ab | Gunnery practice apparatus employing laser beams |
| DE3530368A1 (de) * | 1984-08-28 | 1986-03-13 | The Commonwealth Of Australia, Canberra | Pistole |
-
1986
- 1986-11-13 DE DE19863638700 patent/DE3638700A1/de active Granted
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3452453A (en) * | 1966-05-05 | 1969-07-01 | Saab Ab | Gunnery practice apparatus employing laser beams |
| DE3530368A1 (de) * | 1984-08-28 | 1986-03-13 | The Commonwealth Of Australia, Canberra | Pistole |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3638700C2 (de) | 1993-04-15 |
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