DE3634030A1 - Antennenanordnung fuer ein kernspin-resonanzgeraet fuer mindestens zwei betriebsfrequenzen - Google Patents
Antennenanordnung fuer ein kernspin-resonanzgeraet fuer mindestens zwei betriebsfrequenzenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Antennenanordnung für ein Kern
spin-Resonanzgerät für mindestens zwei Betriebsfrequenzen,
wobei die Antennenanordnung durch Blindwiderstände auf die der
jeweiligen Betriebsfrequenz entsprechende Resonanzfrequenz ab
geglichen wird.
Eine derartige Antennenanordnung ist beispielsweise bekannt
aus M.D. Schnall et al: "New double-tuned probe for concurrent
1H and 31P NMR", Journal of Magnetic Resonance, 65 (1985),
Seiten 122 bis 129.
Insbesondere bei Spektroskopie-Experimenten mit magnetischer
Resonanz möchte man ein gegebenes Probenvolumen oft nach
mehreren Kerntypen (z.B. Phosphor und Protonen) untersuchen.
Aber auch bei bildgebenden Verfahren könnte man mehrere Kern
typen auswerten. Dazu muß die Antennenanordnung zur Anregung
der Kernspins und zum Auslesen des entstehenden Kernresonanz-
Signals auf die Resonanzfrequenz des jeweiligen Kerntyps abge
stimmt werden. Als Antenne wird in der Spektroskopie meist eine
Oberflächenspule mit Abstimm- und Anpaßschaltung verwendet.
Die Umstellung auf eine andere Frequenz geschah bisher meist
durch Austausch des gesamten Proben-Resonanzkreises, d.h. der
Oberflächenspule samt Abstimm- und Anpaßschaltung. Dies bringt
jedoch im praktischen Betrieb Nachteile mit sich: einmal ist
kein rascher Wechsel möglich, so daß z.B. für einen Patienten
im Magneten eine zusätzliche Wartezeit erforderlich ist, zum
anderen ist nicht sichergestellt, daß nach dem Wechsel wieder
genau dieselbe Stelle des Meßvolumens untersucht wird.
In der oben genannten Literaturstelle wird daher eine Schal
tung vorgestellt, bei der durch Hinzufügen von Blindwiderstän
den zur Oberflächenspule diese für mehrere Betriebsfrequenzen
gleichzeitig verwendet werden kann. Diese Anordnung hat den
Nachteil, daß sie in der Berechnung sehr aufwendig ist. Außer
dem beeinflussen sich alle Abgleichelemente, d.h. Abstimm-
und Transformationselemente, gegenseitig. Je Betriebsfrequenz
ist mindestens ein Abstimm- und ein Transformationselement
notwendig. Bei Variation eines Abgleichelementes ändern sich
Betrag und Phase der Eingangsimpedanz bei allen Frequenzen.
Es ist daher sehr zeitraubend und erfordert komplizierte Meß
techniken, eine solche Anordnung optimal abzustimmen.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Antennenanordnung
der eingangs genannten Art so auszuführen, daß sie auf min
destens zwei Betriebsfrequenzen abgeglichen werden kann, wo
bei eine Beeinflussung der jeweils anderen Betriebsfrequenz
nicht auftritt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch folgende Merkmale
gelöst:.
- a) eine Anschlußklemme für die erste Betriebsfrequenz wird mit einem ersten Anschluß der Antenne verbunden,
- b) eine Anschlußklemme für die zweite Betriebsfrequenz wird mit einem zweiten Anschluß der Antenne verbunden,
- c) der erste Anschluß der Antenne ist über einen auf die zwei te Betriebsfrequenz abgestimmten Serienschwingkreis mit einem beiden Betriebsfrequenzen gemeinsam zugeordneten Be zugspunkt verbunden,
- d) der zweite Anschluß der Antenne ist über einen auf die erste Betriebsfrequenz abgestimmten Serienschwingkreis mit dem beiden Betriebsfrequenzen gemeinsam zugeordneten Be zugspunkt verbunden.
Diese Antenne läßt sich für jede Frequenz separat abstimmen,
wobei eine Beeinflussung der Parameter untereinander nicht
auftritt.
Zur Abstimmung der Antennenanordnung auf Resonanz kann zwi
schen jedem Anschluß der Antenne und dem Bezugspotential je
weils ein Abstimmkondensator angeordnet sein, mit dem die An
tennenanordnung auf die entsprechende Betriebsfrequenz ein
stellbar ist. Vorteilhafterweise ist zwischen jede Anschluß
klemme und den entsprechenden Anschluß der Antenne ein ab
stimmbarer Anpaßkondensator eingefügt, mit dem die Antennen
anordnung an die Leitungsimpedanz einer Zuleitung angepaßt
werden kann. Auch die Abstimmung dieses Anpaßkondensators
zur Transformation der Wellenwiderstände kann für jede Be
triebsfrequenz unabhängig voneinander vorgenommen werden.
Durch Zuschaltung weiterer Blindwiderstände zur Antenne kann
diese auf mehr als zwei Betriebsfrequenzen abstimmbar sein.
Für diese zusätzlichen Betriebsfrequenzen ergibt sich aller
dings wieder das Problem der gegenseitigen Beeinflussung bei
der Abstimmung.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand
der Fig. näher erläutert. Die Fig. zeigt eine Antenne 1 in Form
einer Spule, deren beide Anschlüsse über je einen Serienreso
nanzkreis 4 bzw. 5 mit Bezugspotential verbunden sind. Jeder
Serienresonanzkreis 4, 5 enthält die Reihenschaltung einer Spu
le 4 b bzw. 5 b und eines Kondensators 4 a bzw. 5 a. Außerdem ist
jeder Anschluß der Spule 1 über je einen einstellbaren Ab
stimmkondensator 6 bzw. 7 mit Bezugspotential verbunden. Der
erste Anschluß der Spule 1 ist schließlich über einen Anpaß
kondensator 8 mit einer Anschlußklemme 2 und der zweite An
schluß der Spule 1 über einen Anpaßkondensator 9 mit einer
Anschlußklemme 3 verbunden. Der Serienresonanzkreis 4 ist auf
die Frequenz f 2, der Serienresonanzkreis 5 auf die Frequenz
f 1 abgestimmt.
Für die Betriebsfrequenz f 1 ist die Anschlußklemme 2 vorge
sehen. Mit dem Anpaßkondensator 8 wird der Eingangswiderstand
der Antennenanordnung an den Wellenwiderstand der Zuleitung
angepaßt. Mit dem Abstimmkondensator 6 wird die Antennenan
ordnung auf die Resonanzfrequenz f 1 eingestellt. Beim Betrieb
mit der Frequenz f 1 stellt der Serienresonanzkreis 5 einen
Kurzschluß dar, so daß das untere Ende der Spule 1 auf
Bezugspotential gelegt ist. Damit sind der Abstimmkondensator
7 und der Anpaßkondensator 9 kurzgeschlossen und somit für
die Frequenz f 1 unwirksam.
Die Anschlußklemme 3 ist für die Betriebsfrequenz f 2 vorge
sehen. Dabei wird der Wellenwiderstand der Zuleitung mit dem
Anpaßkondensator 9 an den Eingangswiderstand der Antennenanord
nung angepaßt und die Spule mit dem Abstimmkondensator 7 auf
die Resonanzfrequenz 2 abgestimmt. Der Serienresonanzkreis 4
ist auf die Resonanzfrequenz f 2 eingestellt. Damit wird mit
dem Serienresonanzkreis 4 bei der Frequenz f 2 das obere Ende
der Spule 1 an Bezugspotential gelegt, so daß in diesem Falle
der Abstimmkondensator 6 und der Anpaßkondensator 8 kurzge
schlossen sind und dadurch für die Frequenz f 2 wirkungslos
werden.
Da bei jeder Betriebsfrequenz die Abstimmelemente für die je
weils andere Betriebsfrequenz kurzgeschlossen werden, läßt
sich die Spule 1 für jede Frequenz separat abstimmen und an
passen, wobei eine Beeinflussung der Parameter untereinander
nicht auftritt. Damit wird der Abgleich der Spule 1 wesentlich
vereinfacht.
Beim Betrieb mit der Frequenz f 1 liegt parallel zum Abstimm
kondensator 6 der auf die Frequenz f 2 abgestimmte Serienreso
nanzkreis 4. Falls die Frequenz f 2 größer als f 1 ist, wirkt
der Serienresonanzkreis für die Frequenz f 1 kapazitiv. Er
kann also einen an dieser Stelle ohnehin erforderlichen Fest
kondensator ersetzen, wenn sein L/C-Verhältnis entsprechend
gewählt wird.
Bei der Betriebsfrequenz f 2 liegt parallel zum Abstimmkonden
sator 7 der Serienresonanzkreis 5. Wenn man wieder davon aus
geht, daß f 1 kleiner als f 2 ist, stellt der Serienresonanz
kreis 5 eine Induktivität dar, die parallel zur Spule 1 er
scheint. Aufgrund der resultierenden verringerten Induktivi
tät kann der Abstimmkondensator 7 eine etwas höhere Kapazität
aufweisen, was bei hohen Frequenzen erwünscht ist.
Ein weiterer Vorteil dieser Schaltung liegt darin, daß beide
Frequenzen f 1, f 2 an separaten Anschlußklemmen 2, 3 eingespeist
bzw. abgenommen werden können. So lassen sich auf die jewei
lige Frequenz f 1, f 2 optimierte Vorverstärker und Duplexer an
die Anschlußklemmen 2, 3 direkt anschließen. Frequenzweichen
oder zusätzliche Filter sind dabei nicht erforderlich.
Die beschriebene Anordnung läßt sich sowohl für die Spektro
skopie als auch für die Bildgebung einsetzen. Sie ist nicht
nur für Oberflächenspulen, sondern auch für Kopf- und Ganz
körper-Antennen anwendbar.
Eine Erweiterung auf mehr als zwei Betriebsfrequenzen ist
dadurch möglich, daß man parallel zu den Serienschwingkreisen
4, 5 weitere Blindwiderstände schaltet. Dann sind allerdings
nicht mehr alle Abstimmelemente voneinander entkoppelt.
Claims (4)
1. Antennenanordnung für ein Kernspin-Resonanzgerät für min
destens zwei Betriebsfrequenzen (f 1, f 2), wobei die Antennenan
ordnung durch Blindwiderstände (6, 7) auf die der jeweiligen
Betriebsfrequenz (f 1, f 2) entsprechende Resonanzfrequenz ab
geglichen wird, gekennzeichnet durch
folgende Merkmale:
- a) eine Anschlußklemme (2) für die erste Betriebsfrequenz (f 1) wird mit einem ersten Anschluß der Antenne (1) verbunden,
- b) eine Anschlußklemme (3) für die zweite Betriebsfrequenz (f 2) wird mit einem zweiten Anschluß der Antenne (1) ver bunden,
- c) der erste Anschluß der Antenne (1) ist über einen auf die zweite Betriebsfrequenz abgestimmten Serienschwingkreis (4) mit einem beiden Betriebsfrequenzen gemeinsam zuge ordneten Bezugspunkt verbunden,
- d) der zweite Anschluß der Antenne (1) ist über einen auf die erste Betriebsfrequenz (f 1) abgestimmten Serienschwingkreis (5) mit dem beiden Betriebsfrequenzen gemeinsam zugeordne ten Bezugspunkt verbunden.
2. Antennenanordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen jedem Anschluß der Antenne (1) und dem Bezugs
potential jeweils ein Abstimmkondensator (6, 7) angeordnet ist,
mit dem die Antennenanordnung auf die entsprechende Betriebs
frequenz einstellbar ist.
3. Antennenanordnung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen jede Anschlußklemme (2, 3) und den entsprechenden
Anschluß der Antenne (1) ein abstimmbarer Anpaßkondensator
(8, 9) eingefügt ist, mit dem die Antennenanordnung an die Lei
tungsimpedanz einer Zuleitung angepaßt werden kann.
4. Antennenanordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß sie durch Zuschaltung weiterer Blindwiderstände zur An
tenne (1) auf mehr als zwei Betriebsfrequenzen abstimmbar ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863634030 DE3634030A1 (de) | 1986-10-06 | 1986-10-06 | Antennenanordnung fuer ein kernspin-resonanzgeraet fuer mindestens zwei betriebsfrequenzen |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE19863634030 DE3634030A1 (de) | 1986-10-06 | 1986-10-06 | Antennenanordnung fuer ein kernspin-resonanzgeraet fuer mindestens zwei betriebsfrequenzen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE3634030A1 true DE3634030A1 (de) | 1988-04-14 |
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ID=6311171
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19863634030 Withdrawn DE3634030A1 (de) | 1986-10-06 | 1986-10-06 | Antennenanordnung fuer ein kernspin-resonanzgeraet fuer mindestens zwei betriebsfrequenzen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3634030A1 (de) |
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1986
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