DE3632249A1 - Pruefvorrichtung - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung
zur Überprüfung von Werkstücken, wobei eine Sonde
benutzt wird, die das Werkstück überquert.
Bekannte Vorrichtungen dieser Art haben den Nach
teil, daß Wellungen oder Krümmungen in der zu über
fahrenden Werkstückoberfläche die Sonde in schwingende
Bewegung derart versetzen, daß die Sonde eine Lage
einnimmt, in der sie nicht mehr senkrecht auf der zu
überfahrenden Oberfläche steht. Wenn die Sonde eine
Ultraschallsonde ist, dann werden Druckimpulse durch
die Werkstückoberfläche unter einem bestimmten Winkel
abgestrahlt. Wenn die Sonde eine Profilnachführsonde
ist, dann reflektiert sie nicht direkt das wirkliche
Profil der Oberfläche, die behandelt werden soll, und
in beiden Fällen kann einem vorgewählten Gittermuster
von lnspektionspunkten relativ zu einer Bezugslinie
durch den Sondenbrennpunkt oder einem Berührungspunkt
nicht gefolgt werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Prüfvorrich
tungen dieser Art, welche eine Sonde benutzen, zu ver
bessern.
Die Erfindung geht aus von einer Vorrichtung, die im
Betrieb eine Sonde trägt und über eine Werkstückober
fläche derart bewegt wird, daß das Werkstück durch die
Sonde zugänglich wird, wobei eine Wiege von einem Wiege
trägerkopf getragen wird und die Wiege so angeordnet
ist, daß eine einstellbare Lage der Sonde ermöglicht
wird.
Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch
gelöst, daß der Kopf derart bogenförmig relativ
hierzu in wenigstens einer Ebene um eine Achse
beweglich ist, die den Fühlpunkt der Sonde aufweist,
wenn eine Sonde betriebsmäßig daran angeordnet ist.
Nachstehend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung
anhand der Zeichnung beschrieben. In der Zeichnung
zeigen:
Fig. 1 eine schematische Ansicht einer
Vorrichtung mit einer erfindungsgemäß
angeordneten Wiege;
Fig. 2 eine Teilansicht der Fig. 1 in größerem
Maßstab;
Fig. 3
und 4 perspektivische Teilansichten der
Vorrichtung nach Fig. 1 und 2;
Fig. 5 eine Darstellung der Vorrichtung nach
Fig. 1 im Betrieb.
Im folgenden wird auf Fig. 1 Bezug genommen. Eine
Ultraschall-Prüfvorrichtung 10 weist einen festen
Aufbau 12 in Form eines Ständers auf, der auf der
Oberseite eines Tisches 14 ruht. Der Ständer 12 be
sitzt einen invertierten Kreuzschlitten 16, der einen
Support 18 führt, und zwar derart, daß der Support 18
gemäß Fig. 1 nach links und rechts bewegt werden kann.
Der Support 18 trägt einen Kopf 20 und die Aufhängung
erfolgt über Spindeln 22 und 24, die beide im Support
18 durch geeignete Mittel gehaltert sind, so daß sich
der Kopf 20 frei in Vertikalrichtung relativ zum
Sattel 18 bewegen kann, ohne herauszufallen.
Der Supportkopf 20 trägt eine Wiege 26 an einem Ende,
und die Wiege 26 trägt ihrerseits eine Ultraschallsonde
28. Die Wiege 26 ist innerhalb des Supportkopfes 20
um eine Achse 21 drehbar, wie dies weiter unten im
einzelnen beschrieben wird.
Die Wiege 26 und der Supportkopf 20 werden über einem
Werkstück 30 angeordnet, welches von einer Aufspann
vorrichtung 32 getragen wird, die einen Teil der Vor
richtung 10 bildet.
Im folgenden wird auf Fig. 2 Bezug genommen. Die Sonde
28 paßt in ein Loch im Boden der Wiege 26 im Gleitsitz
ein und kann so an jeder Stelle längs der Achse des
Loches angeordnet werden. Die Wiege 26 besitzt eine
Reihe von in einem Bogenschlitz 34 in der äußeren Ober
fläche jeder Seitenwand 36 gefangene Kugeln 42 und ein
Fortsatz 38 des Kopfes 20 besitzt eine Seitenwand 40,
die an der Seitenwand 36 der Wiege 26 anliegt, wie aus
Fig. 3 ersichtlich, und jeder Teil ist mit einer bogen
förmigen V-Nut 34 ausgestattet, die mit einer jeweiligen
bogenförmigen Reihe von gefangenen Kugeln 42 in Verbin
dung steht, wie dies aus Fig. 4 ersichtlich ist.
Der Fortsatz 38 ist mit dem Kopf 20 über das Gewinde
44 einer Gewindewelle 46 verbunden, die im Kopf ge
halten ist. Die Welle 46 wird durch Lager 47 im
Kopf 20 getragen und ist demgemäß um ihre Achse 21
drehbar. Die Wiege 26 kann daher um die gleiche
Achse gedreht werden.
Die Wiege 26 ist mit einer Dreipunkt-Abstützung
versehen, über die das Werkstück 30 berührt wird,
und die aus in geeigneter Weise angeordneten örtlichen
Vorsprüngen 48 gebildet werden. Dies ist aus Fig. 4
ersichtlich.
Bei dem erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel ist
die Sonde 28 eine Ultraschallsonde und der Hauptzweck
besteht darin, diese so anzuordnen, daß ihr Brennpunkt
mit der Unterseite 50 des Werkstücks 30 zusammenfällt.
Ein zweiter Zweck besteht darin zu gewährleisten, daß
dann wenn die Wiege 26 während der Verschiebung des
Werkzeugs schwingt, diese Sonde 28 um ihren Brennpunkt
gedreht wird, so daß der Brennpunkt auf einem vorbe
stimmten Pfad verbleibt und nicht aus diesem Pfad
oszillierend auswandert. Dies wird dadurch erreicht,
daß sowohl die gemeinsame Achse der Radien, um die
die Kreisbogenschlitze 34 geschlagen sind, als auch
die Achse 21 durch den Brennpunkt p der Sonde 28
hindurchlaufen. Daraus folgt, daß eine spezielle
räumliche Beziehung zwischen der Achse der Radien des
Bogens der Schlitze 34, der Sonde 28 und der Ober
fläche bestehen muß, auf der die Sonde fokussiert
wird, und es müssen die Lager 48 bestimmte Proportionen
haben. Dies wird dadurch erreicht, daß die Wiege
in geeigneter Weise für ein gegebenes Werkstück
oder eine Gruppe von Werkstücken, die abgetastet
werden sollen, ausgebildet wird.
Die Wiege 26 ist gemäß dem Ausführungsbeispiel so
ausgebildet, daß das Lager der Ultraschallsonde 28
bewirkt, daß der Brennpunkt P der Sonde 28 auf die
innere Oberfläche des Werkstücks 30 auftrifft, welches
im Ausführungsbeispiel von einer hohlen, tonlinien
förmigen Schaufel gebildet wird, damit eine Ultra
schallprüfung des Materials des Werkstücks 30 er
folgen kann, und nunmehr wird auf Fig. 5 Bezug ge
nommen, die dies deutlich veranschaulicht.
Im Betrieb ruht die Wiege 26 auf der Schaufel 30,
und wenn die Sonde 28 auf die gewünschte Stelle der
Schaufel 30 fokussiert ist, wird die Wiege 26 ver
anlaßt, die äußere Oberfläche der Schaufel 30 zu
überqueren, indem eine geeignete Kraft auf den Kopf
20 ausgeübt wird, der die Wiege trägt, und zwar er
folgt die Bewegung in Richtung des Pfeiles 60 gemäß
Fig. 5. Der Kopf 20 mit dem Support 18 bewegt sich
demgemäß längs der Schlittenführung 16 (Fig. 1) auf
einer geraden Linie.
Die äußere Oberfläche der Schaufel 30 ist konvex, was
in Kombination mit der Horizontalbewegung der Wiege
26 und des Kopfes 20 aus der Stellung A über die
Stellung B nach der Stellung C eine resultierende
Vertikalkraft auf die Wiege 26 ausübt. Die Wiege 26
und der Kopf 20 werden demgemäß angehoben und fallen
demgemäß ab, wodurch die Spindeln 22, 24 veranlaßt
werden, durch den Support 18 hindurchzugleiten.
Gleichzeitig bewegt sich die Wiege 26 körperlich re
lativ zum Supportkopf 20 auf einem Pfad, der durch
das Zusammenwirken zwischen den Kugeln 42 und den
bogenförmigen Nuten 34 bestimmt ist, d.h. auf einem
kreisbogenförmigen Pfad, dessen Radius der gleiche
ist wie der Radius der bogenförmigen Nuten 34, und
der seinen Mittelpunkt auf der Achse der Radien hier
von hat. Die Sonde 28, die an der Wiege 26 festge
legt ist, bewegt sich demgemäß auf dem gleichen bogen
förmigen Pfad. Der Brennpunkt P der Sonde 28 folgt
jedoch nur der Linie der inneren Oberfläche der
Schaufel 20, weil der Brennpunkt mit der Achse zu
sammenfällt, um die die bogenförmigen Schlitze 34
geschlagen sind, und zwar ohne jede Abweichung aus
seiner Stellung relativ zum Kopf 20. Der Kopf 20
kann so von einem Punkt nach einem anderen über die
äußere Oberfläche der Schaufel bewegt werden, und
der Brennpunkt P bewegt sich effektiv in identischer
Weise. Wenn Wellungen auf der von der Wiege 26 zu über
fahrenden Oberfläche angeordnet sind, wird eine seit
liche Belastung erzeugt und die Wiege 26 kann sich um
die Achse 28 bewegen, die durch den Brennpunkt F hin
durchläuft, wodurch gewährleistet wird, daß der Brenn
punkt P immer unter der Oberfläche, wie oben beschrie
ben, verbleibt.
Die Erfindung wurde vorstehend in Verbindung mit der
Benutzung einer Ultraschallsonde beschrieben. Die
Erfindung ist jedoch auch anwendbar wenn es er
wünscht ist, eine Spur auf einer Oberfläche mit
einer Kontaktsonde zu überfahren (nicht dargestellt),
wobei das Anheben und Abfallen des Kopfes in geeig
neter Weise reproduziert und in ein ablesbares Sig
nal verwandelt werden kann, wenn die Kontaktsonde
der Krümmung der Werkstückoberfläche folgt. Statt
dessen kann auch ein geeigneter, nicht dargestellter
Wandler benutzt werden. Außerdem gewährleistet die
bogenförmige Bewegung der Wiege 26 um den Berührungs
punkt der Sonde (nicht dargestellt), daß die Sonden
lage normal zur abzutastenden Oberfläche verbleibt.
So kann eine genaue Größe der Versetzung der Sonde
(nicht dargestellt) aufgezeichnet werden.
Claims (6)
1. Prüfvorrichtung, die im Betrieb eine Sonde
trägt, welche über eine Werkstückoberfläche
derart geführt wird, daß das Werkstück durch
die Sonde zugänglich wird, mit einer Wiege
und einem Wiegeträgerkopf, wobei die Wiege
so angeordnet ist, daß die Sonde demgegenüber
einstellbar ist,
dadurch gekennzeichnet, daß die Wiege (26)
weiter in Verbindung mit dem Kopf (20) so an
geordnet ist, daß sie bogenförmig relativ hier
zu in wenigstens einer Ebene um eine Achse be
weglich ist, die den Fühlpunkt der Sonde (28)
enthält, wenn die Sonde (28) im Betrieb be
findlich ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Wiege (26) ein
erstes Paar von Seitenwänden (36) aufweist, die
jeweils mit Führungseingriffsmitteln (42) auf
einer äußeren Oberfläche versehen sind, und daß
der Wiegenträgerkopf (20) ein weiteres Paar von
Seitenwänden (40) aufweist, die an dem
ersten Paar von Seitenwänden (36) anliegen
und eine bogenförmige Führung (34) auf jeder
inneren Oberfläche aufweisen, wobei die
bogenförmige Führung (34) mit den Führungs
eingriffsmitteln (42) so zusammenwirkt, daß
eine bogenförmige Bewegung der Wiege (26)
zustande kommt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Führungs
eingriffsmittel (42) aus einer bogenförmigen
Reihenanordnung von gefangenen, drehbaren Kugeln
bestehen und die Führungen zusammenwirkende
Nuten (34) aufweisen.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die weiteren Seiten
wände (40) mit dem Trägerkopf (20) über eine
Welle (46) verbunden sind, mit der die Wiege
(26) relativ zu dem übrigen Teil des Träger
kopfes (20) in einer Ebene normal zur Ebene
der Bogenbewegung der Wiege (26) drehbar ist,
und daß die Drehachse der Welle (46) durch den
Fühlpunkt P der Sonde (28) hindurchläuft.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Sonde aus einer
Ultraschallsonde (an sich bekannt) besteht, und
daß der Brennpunkt dieser Ultraschallsonde den
Fühlpunkt P bildet.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Sonde (28)
eine Berührungssonde ist, und daß der Be
rührungspunkt mit dem Werkstück der Fühlpunkt
P ist.
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