DE3632045C1 - Vorrichtung zur Verbindung zweier Werkzeugteile - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Verbindung
zweier Werkzeugteile, insbesondere von Werkzeugmaschinen, mit einem an dem einen
Werkzeugteil vorgesehenen, zylindrischen Paßzapfen, der
von einer senkrecht zur Paßzapfenachse verlaufenden Ringfläche
umgeben ist, und mit einer im anderen Werkzeugteil
zur Aufnahme des Paßzapfens vorgesehenen Paßbohrung, die
von einer ringförmigen Stirnfläche umgeben ist, wobei der
Paßzapfen eine Querbohrung mit einem darin radial verschiebbaren
Spannbolzen aufweist, der an seinen beiden
Enden sich verjüngende, rotationssymmetrische Ansätze
trägt, welche in kegelförmige Vertiefungen von zwei
einander diametral gegenüberliegend im anderen Werkzeugteil
angeordneten Spannstücken eingreifen, mit einer relativen Spannbewegung zwischen Spannbolzen und wenigstens einem
der Spannstücke in Achsrichtung des Spannbolzens relativ
zu diesem beweglich ist, und wobei ferner der Abstand der
Achsen der kegelförmigen Vertiefungen von der Stirnfläche
etwas größer ist als der Abstand der Achse der Querbohrung
von der Ringfläche, so daß in Spannstellung die Mantelfläche
jedes Ansatzes in einseitiger Anlage an der
zugehörigen kegelförmigen Vertiefungen ist.
Bei einer derartigen bekannten Vorrichtung (DE-PS 31 08 439)
sind die beiden Ansätze am Spannbolzen kegelförmig ausgebildet.
Die Spannstücke sind als Schrauben ausgebildet und
in entsprechenden Innengewinden des anderen Werkzeugteiles
radial verschraubbar. Zum Lösen und Anspannen dieser Verbindungsvorrichtung
müssen beide Schrauben relativ weit
radial nach außen bzw. innen geschraubt werden, was eine
entsprechend große Anzahl von Umdrehungen erfordert. Um
die Handhabung zu vereinfachen, wird deshalb diese bekannte
Vorrichtung zur Verbindung zweier Werkzeugteile so ausgeführt,
daß der Spannbolzen nur an seinem einen Ende einen
Kegel aufweist und an seinem anderen Ende eine kegelförmige
Vertiefung. Mit dieser kegelförmigen Vertiefung wirkt
eine Spannschraube zusammen, die mit einem Kegel in die
kegelförmige Vertiefung des Spannbolzens eingreift. Eine
zweite Spannschraube, die nur als Widerlager dient und
in deren kegelförmige Vertiefung der kegelförmige Ansatz
des Spannbolzens eingreift, ist so in das andere Werkzeugteil
eingeschraubt, daß sie in die Querbohrung nicht hineinragt.
Infolgedessen ist zum Lösen und Spannen dieser Vorrichtung
nur die Betätigung der mit der kegelförmigen Spitze
versehenen Spannschraube erforderlich. Da sich jedoch der
Spannbolzen beim Spannen und Lösen der Verbindung mit
seinem kegelförmigen Ansatz jeweils in die kegelförmige Vertiefung
der gegenüberliegend angeordneten ruhenden Spannschraube
hinein- bzw. herausverschieben muß, ist die zum
Spannen und Lösen erforderliche radiale Verstellung der betätigten
Spannschraube doppelt so groß als bei der zuerst
beschriebenen Ausführungsform und dementsprechend sind auch
mehr Umdrehungen der Spannschraube erforderlich, was eine
entsprechend lange Zeit in Anspruch nimmt.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung
zum Verbinden zweier Werkzeugteile der eingangs
erwähnten Art zu schaffen, bei der die zum Spannen und
Lösen erforderliche Relativbewegung zwischen Spannstück
und Spannbolzen verkürzt und damit auch eine kürzere Betätigungszeit
erzielt wird.
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß
die Ansätze des Spannbolzens eine halbkugelartige Mantelfläche
aufweisen, deren Krümmungsradius sowie der Spitzenwinkel
der kegelförmigen Vertiefungen so bemessen sind,
daß sich die halbkugelartige Mantelfläche und die kegelförmige
Vertiefung an einem Kraftangriffspunkt berühren,
der in radialem Abstand von den freien Enden der Ansätze
und der Spannstücke liegt und daß die Wirkungslinien der
in den beiden Kraftangriffspunkten angreifenden Kräfte
unter einem Winkel von etwa 30-60°, vorzugsweise etwa
45° zur Achse der Querbohrung verlaufen.
Die halbkugelartig ausgebildeten Ansätze haben, insbesondere,
wenn in vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung
jeder Ansatz an seinem äußeren Ende eine senkrecht zur
Spannbolzenachse verlaufende Abflachung aufweist, eine
verhältnismäßig geringe Höhe in axialer Richtung des Spannbolzens.
Infolge dieser geringen Höhe ist der relative
Verstellweg zwischen Spannbolzen und Spannstück, der zum
Spannen und Lösen der Verbindungsvorrichtung erforderlich
ist, stark verkürzt. Es konnte erreicht werden, daß dieser
relative Verstellweg gegenüber der eingangs beschriebenen
praktischen Ausführungsform der bekannten Vorrichtung auf
die Hälfte verkürzt wird. Hierdurch wird auch die zum
Spannen und Lösen erforderliche Betätigungszeit auf die
Hälfte verkürzt. Dies hat besonders große Auswirkungen
bei dem Einsatz der erfindungsgemäßen Vorrichtung in
Kombination mit automatischen Werkzeugwechseleinrichtungen.
Hinzu kommt der weitere Vorteil, daß der Kraftangriffspunkt,
an welchem sich die halbkugelartige Mantelfläche und die
Kegelfläche berühren, in Abstand sowohl vom freien Ende des
halbkugelartigen Ansatzes als auch vom freien Ende des jeweiligen
Spannstückes liegt. Es werden auf diese Weise
Druckbelastungen am radial inneren Ende des Spannstückes
und damit Kantendrücke vermieden, die zu Verformungen des
Spannstückes führen könnten. Außerdem kann auch noch die
Länge des zylindrischen Teiles des Spannbolzens etwas
vergrößert werden, was bei hohen Reaktionskräften von
Vorteil ist.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung besteht darin,
daß der Spannbolzen aus zwei voneinander getrennten Spannbolzenteilen
besteht, die an ihren einanderzugekehrten
inneren Enden entgegengesetzt geneigte Schrägflächen aufweisen
und daß zwischen den inneren Enden ein mit seinen
Keilflächen an den Schrägflächen anliegender Spannkeil vorgesehen
ist, der in Richtung der Achse der Paßbohrung verstellbar
ist.
Bei dieser Ausführungsform wirken sich die kurzen relativen
Verstellwege zwischen den Spannbolzenteilen und den außenliegenden,
ruhend angeordneten Spannstücken besonders vorteilhaft
aus, denn der zwischen beiden Spannbolzenteilen
liegende Spannkeil kann verhältnismäßig klein ausgebildet
werden und damit haben die Spannbolzenteile eine größere
Führungslänge.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind
in den übrigen Unteransprüchen gekennzeichnet.
Die Erfindung ist in folgendem anhand eines in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert.
Es zeigt
Fig. 1 einen Axialschnitt eines ersten Ausführungsbeispieles,
Fig. 2 einen Axialschnitt eines zweiten Ausführungsbeispieles.
Das eine Werkzeugteil 1 weist einen zylindrischen Paßzapfen
2 auf, der von einer senkrecht zur Zapfenachse A verlaufenden
Ringfläche 3 umgeben ist. In dem anderen Werkzeugteil
4 ist zur Aufnahme des Paßzapfens 2 eine Paßbohrung 5 vorgesehen.
Bei dem Werkzeugteil 4 kann es sich auch um einen
mit der Werkzeugmaschinenspindel fest verbundenen bzw. verbindbaren
Flansch handeln. Der Paßzapfen 2 weist eine Querbohrung
6 auf, in welcher ein Spannbolzen 7 radial verschiebbar
ist. Der Spannbolzen 7 ist an seinen beiden Enden mit
Ansätzen 8 versehen, die jeweils eine halbkugelartige Mantelfläche
8 a aufweisen. Vorzugsweise ist jeder Ansatz 8
an seinem äußeren Ende mit einer senkrecht zur Spannbolzenachse
A 2 verlaufenden Abflachung 8 b versehen.
In dem anderen Werkzeugteil 4 sind zwei Spannstücke 9, 10 angeordnet, die bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel als
Spannschrauben ausgebildet sind. Hierbei dient die Spannschraube
9 als Betätigungsschraube zum Lösen und Spannen
der Verbindungsvorrichtung, während die Spannschraube 10
fest in das andere Werkzeugteil 4 eingeschraubt ist. Die
radiale Verstellung des Spannstückes 9 könnte auch dadurch
erfolgen, daß das Spannstück 9 in einer Radialbohrung des
Werkzeugteiles 4 verschiebbar gelagert ist und von außen
ein Betätigungsglied auf das Spannstück 9 einwirkt. Das
andere Spannstück 10 könnte dann ebenfalls verschiebbar
im Werkzeugteil 4 gelagert sein oder auch stationär, beispielsweise
in einer Sackbohrung des Werkzeugteiles 4 angeordnet
sein.
Die beiden Spannstücke 9, 10 weisen je eine kegelförmige
Vertiefung 11 auf, wobei der Spitzenwinkel der kegelförmigen
Vertiefung zwischen 60 und 120° liegen kann und vorzugsweise
etwa 90° beträgt.
Die Paßbohrung 5 ist von einer ringförmigen Stirnfläche 12
konzentrisch umgeben, wobei auch diese ringförmige Stirnfläche
12 senkrecht zur Achse A der Paßbohrung 5 bzw. des
Paßzapfens 2 angeordnet ist. Weiterhin ist aus Fig. 1 zu
entnehmen, daß die Achsen A 1 der beiden Spannstücke 9, 10
einen Abstand a 1 von der Stirnfläche 12 aufweisen, der etwas
größer ist als der Abstand a 2 der Achse A 2 der Querbohrung
6 bzw. des Spannbolzens 7. Auf diese Weise wird erreicht,
daß in der in Fig. 1 dargestellten Spannstellung die Mantelfläche
8 a jedes Ansatzes 8 in einseitiger Anlage an der zugehörigen
kegelförmigen Vertiefung 11 ist. Der Berührungspunkt
P oder das Berührungsfeld sind in folgendem mit
Kraftangriffspunkt P bezeichnet, da an diesem Punkt die
Spannkräfte von den Spannstücken 9, 10 auf die Ansätze 8
des Spannbolzens 7 übertragen werden.
Erfindungsgemäß ist vorgesehen, daß die Kraftangriffspunkte
P in radialem Abstand r 1 von den freien Enden (Abflachungen)
8 b der Ansätze und auch in radialem Abstand r 2 von inneren
freien Enden 9 a bzw. 10 a der Spannstücke 9 bzw. 10 angeordnet
sind. Hierdurch wird eine Berührung und Kraftübertragung
an der Kante zwischen der kegelförmigen Vertiefung
11 und der Endfläche 9 a genauso vermieden, wie eine
Kraftübertragung an der Kante zwischen der Mantelfläche
8 a und der Abflachung 8 b. Es werden damit unzulässige
Flächenpressungen und Kantendrücke an den genannten Kanten
vermieden. Die Kraftübertragung erfolgt dort, wo die
Spannstücke 9, 10 bereits eine verhältnismäßig große
Wandstärke aufweisen. Ferner soll der Krümmungsradius R
der halbkugelartigen Mantelfläche 8 a und auch der Spitzenwinkel
α der kegelförmigen Vertiefung 11 so bemessen sein,
daß die Wirkungslinien W der in den beiden Kraftangriffspunkten
P angreifenden Kräfte K, unter einem Winkel β
von etwa 30-60°, vorzugsweise etwa 45° zur Achse A 2 der
Querbohrung 6 verlaufen.
Prinzipiell könnte die halbkugelartige Mantelfläche 8 a
der Ansätze 8 durch eine exakte Halbkugel gebildet werden,
deren Krümmungsmittelpunkt auf der Achse A 2 des Spannbolzens
7 liegt. Um jedoch den Krümmungsradius R der halbkugelartigen
Mantelfläche 8 a zu vergrößern und damit die Flächenpressung
zwischen der Mantelfläche 8 a und der Vertiefung 11 zu verringern,
ist es zweckmäßig, wenn der Krümmungsradius R
etwa 0,8 mal so groß ist, wie der Durchmesser D des Spannbolzens
7, wobei sich der Krümmungsmittelpunkt M der halbkugelartigen
Mantelfläche 8 a von der Spannbolzenachse A 2
in einem Abstand a 3 von etwa 1/3 des Durchmessers D des
Spannbolzens befindet. Der Krümmungsradius R kann jedoch
auch etwas größer ausgeführt werden, so daß er etwa so
groß ist wie der Durchmesser D des Spannbolzens 7.
Wenn die beiden Werkzeugteile 1, 4 voneinander gelöst
werden sollen, dann wird die Spannschraube 9 so weit nach
links aus dem Werkzeugteil 4 herausgedreht, daß sie mit
ihrem inneren Ende 9 a nicht mehr in die Paßbohrung 5 hineinragt.
Zieht man den Paßzapfen 2 des Werkzeugteiles 1 aus
der Paßbohrung 5 heraus, dann wird der Spannbolzen durch
die kegelförmige Vertiefung 11 der rechten Spannschraube
10 in der Querbohrung 6 nach links verschoben, bis er
die strichpunktierte Lage einnimmt. Nach dem Einsetzen
eines anderen Werkzeugteiles 1 wird die linke Spannschraube
9 in das Werkzeugteil 4 hineingeschraubt, wobei sich zunächst
ihre Vertiefung 11 an den in strichpunktierter
Stellung befindlichen linken Ansatz 8 des Spannbolzens 7
anlegt und diesen dann beim weiteren Hineinschrauben der
Spannschraube 9 nach rechts verschiebt, bis der rechte Ansatz
8 an der kegelförmigen Vertiefung 11 der rechte Spannschraube
10 am Kraftangriffspunkt P zur Anlage kommt. Durch
den axialen Versatz der beiden Achsen A 1 und A 2 ist die
oben erwähnte einseitige Anlage der halbkugelartigen Mantelflächen
8 a an den Vertiefungen 11 gewährleistet. Durch die
in Richtung der Paßzapfenachse A wirkenden Kraftkomponenten
der Kräfte P wird die Ringfläche 3 des ersten Werkzeugteiles
1 fest an die Stirnfläche 12 des zweiten Werkzeugteiles 4
angepreßt.
Bei dem in Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel sind
Teile gleicher Funktion mit den gleichen Bezugszeichen
bezeichnet, wie bei dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel.
Obige Beschreibung trifft insofern auf das in
Fig. 2 dargestellte Ausführungsbeispiel sinngemäß zu. Im
Gegensatz zu dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel,
bei dem das Spannen und Lösen der Verbindung radial
von außen erfolgt, ist bei dem in Fig. 2 dargestellten
Ausführungsbeispiel eine zentrale Betätigungseinrichtung
vorgesehen. Der Spannbolzen besteht in diesem Fall aus
zwei identischen Spannbolzenteilen 7′, von denen jedes
an seinem äußeren Ende den Ansatz 8 trägt, der in seiner
Ausgestaltung dem Ansatz 8 des vorhergehend beschriebenen
Ausführungsbeispiels entspricht. Die Spannstücke 10 sind
in diesem Fall als fest in das zweite Werkzeugteil 4 eingeschraubte
Schrauben ausgebildet.
Jedes der beiden Spannbolzenteile 7′ weist an seinem inneren
Ende 7 a eine Schrägfläche 14 auf, wobei die beiden Schrägflächen
entgegengesetzt zueinander geneigt sind. Der
Neigungswinkel γ jeder Schrägfläche 14 gegenüber der
Paßzapfenachse A beträgt zweckmäßig etwa 30°. Jede Schrägfläche
bildet eine Begrenzungsfläche einer am inneren Ende
jedes Spannbolzenteiles 7′ eingearbeiteten Quernut 15.
Zwischen den inneren Enden 7 a der Spannbolzenteile 7′ ist
ein Spannkeil 16 angeordnet, der mittels der Betätigungsstange
17 in Richtung der Achse A der Paßbohrung 5 bzw.
des Paßzapfens 2 verstellbar ist. Die mit den Schrägflächen
14 zusammenwirkenden Keilflächen 16 a des Spannkeiles 16
sind im gleichen Winkel γ gegenüber der Achse A geneigt.
Wird auf die Betätigungsstange 17 eine in Richtung B
wirkende Zugkraft ausgeübt, was beispielsweise durch eine
in einer Werkzeugmaschinenspindel angeordnete Zugstange
erfolgen kann, dann werden die Spannbolzenteile 7′ unter
Wirkung der Keilflächen 16 a und der Schrägflächen 14 radial
nach außen gedrückt. Bei Berührung der Ansätze 8 an den
Vertiefungen 11 wird wiederum die Ringfläche 3 des Werkzeugteiles
1 an die Stirnfläche 12 des Werkzeugteiles 4
angepreßt. Die Querstifte 17, welche in Nuten 18 der Spannbolzenteile
7′ eingreifen, begrenzen den Verschiebeweg der
Spannbolzenteile 7′ nach außen, so daß die Spannbolzenteile
7′ nicht aus der Querbohrung 6 herausfallen können,
wenn das Werkzeugteil 1 von dem Werkzeugteil 4 entfernt wird.
Außerdem verhindern die Querstifte 17′ eine Verdrehung der
Spannbolzenteile 7′.
Claims (6)
1. Vorrichtung zur Verbindung zweier Werkzeugteile insbesondere von
Werkzeugmaschinen, mit einem an dem einen Werkzeugteil vorgesehenen,
zylindrischen Paßzapfen, der von einer senkrecht zur
Zapfenachse verlaufenden Ringfläche umgeben ist und mit
einer im anderen Werkzeugteil zur Aufnahme des Paßzapfens
vorgesehenen Paßbohrung, die von einer ringförmigen
Stirnfläche umgeben ist, wobei der Paßzapfen eine Querbohrung
mit einem darin radial verschiebbaren Spannbolzen
aufweist, der an seinen beiden Enden sich verjüngende,
rotationssymmetrische Ansätze trägt, welche in
kegelförmige Vertiefungen von zwei aneinander diametral
gegenüberliegend im anderen Werkzeugteil angeordneten
Spannstücken eingreifen, mit einer relativen Spannbewegung zwischen Spannbolzen und wenigstens einem
der Spannstücke in Achsrichtung des Spannbolzens,
und wobei ferner der Abstand
(a 1) der Achsen (A 1) der kegelförmigen Vertiefungen
von der Stirnfläche etwas größer ist als der
Abstand (a 2) der Achse (A 2) der Querbohrung von der
Ringfläche, so daß in Spannstellung die Mantelfläche
jedes Ansatzes in einseitiger Anlage an der zugehörigen
kegelförmigen Vertiefung ist, dadurch gekennzeichnet,
daß die Ansätze (8) des Spannbolzens (7, 7′)
eine halbkugelartige Mantelfläche (8 a) aufweisen, deren
Krümmungsradius (R) sowie der Spitzenwinkel (α) der
kegelförmigen Vertiefungen (11) so bemessen sind, daß
sich die halbkugelartige Mantelfläche (8 a) und die
kegelförmige Vertiefung (11) an einem Kraftangriffspunkt
(P) berühren, der in radialem Abstand (r 1, r 2) von den
freien Enden (8 b, 9 a, 10 a) der Ansätze (8) und der
Spannstücke (9, 10) liegt, und daß die Wirkungslinien
(W) der in den beiden Kraftangriffspunkten (P) angreifenden
Kräfte (K) unter einem Winkel (β ) von etwa
30-60°, vorzugsweise etwa 45°, zur Achse (A 2) der
Querbohrung (6) verlaufen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß jeder Ansatz (8) an seinem Ende eine senkrecht
zur Spannbolzenachse (A 2) verlaufende Abflachung
(8 b) aufweist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Krümmungsradius (R) der Mantellinie
der Mantelfläche (8 a) etwa so groß ist wie der Durchmesser
(D) des Spannbolzens (7, 7′) und der Krümmungsmittelpunkt
(M) der Mantellinie in Abstand (a 3) von der
Spannbolzenachse (A 2) liegt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der Krümmungsradius (R) etwa 0,8 mal so groß ist
wie der Durchmesser (D) des Spannbolzens (7, 7′) und
der Abstand (a 3) des Krümmungsmittelpunktes (M) von
der Spannbolzenachse (A 2) etwa 1/3 des Durchmessers
(D) des Spannbolzens (7, 7′) beträgt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet,
daß der Spitzenwinkel (α) der kegelförmigen
Vertiefung (11) etwa 90° beträgt.
6. Anwendung der Ausbildung des Spannbolzens und der Spannstücke
nach mindestens einem der Ansprüche 1-5 bei
einer bekannten Vorrichtung, bei der der Spannbolzen
aus zwei voneinander getrennten Spannbolzenteilen (7′)
besteht, die an ihren einander zugekehrten inneren Enden
(7 a) entgegengesetzt geneigte Schrägflächen (14) aufweisen,
wobei zwischen den inneren Enden (7 a) ein mit
seinen Keilfläche (16 a) an den Schrägflächen (14) anliegender
Spannkeil (16) vorgesehen ist, der in Richtung
der Achse (A) der Paßbohrung (5) verstellbar ist.
Priority Applications (9)
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Family Applications (1)
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