DE3630759A1 - Kachelofen - Google Patents
KachelofenInfo
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Classifications
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- F24—HEATING; RANGES; VENTILATING
- F24B—DOMESTIC STOVES OR RANGES FOR SOLID FUELS; IMPLEMENTS FOR USE IN CONNECTION WITH STOVES OR RANGES
- F24B9/00—Stoves, ranges or flue-gas ducts, with additional provisions for heating water
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Description
Die Erfindung betrifft einen Kachelofen gemäß dem Ober
begriff des Anspruchs 1.
Es sind Kachelöfen bekannt, die Brauchwasserwärmetauscher
enthalten. Dabei wird üblicherweise heißes Rauchgas durch
den Wärmetauscher oder an diesem vorbeigeleitet, wodurch
sich das im Wärmetauscher enthaltene Brauchwasser erwärmt.
Normalerweise kann der Weg des Rauchgases bzw. die Menge
des Rauchgases, die für das Erhitzen des Brauchwassers
herangezogen wird, mit einer Klappe gesteuert werden. Um
eine Überhitzung im Brauchwasserwärmetauscher zu vermeiden,
sind Sicherheitseinrichtungen, insbesondere eine thermische
Ablaufsicherung eingebaut. Kurz vor einer Überhitzung wird
damit kaltes Leitungswasser durch den Wärmetauscher gelei
tet, was unerwünscht einen hohen Wasserverbrauch zur Folge
haben kann und ersichtlich zu einer schlechten Ausnützung
des Brennstoffs führt. Weiter sind Kachelöfen mit Wärme
tauschern für Heizkreisläufe bekannt.
Weiter sind bei Kachelöfen sogenannte Nachschaltheizkästen
bekannt, die im wesentlichen aus einer Anzahl von Wärme
speicherplatten mit dazwischen liegenden Durchströmgängen be
stehen, durch die das aus dem Feuerraum kommende Rauchgas ge
leitet wird. Diese Nachschaltheizkästen sind üblicherweise
unmittelbar neben dem Kachelofeneinsatz angebracht, wodurch
das an dessen Oberseite austretende Rauchgas in den Nach
schaltheizkästen nach unten geführt wird und erst nach Durch
strömen der Nachschaltheizkästen wieder nach oben in Richtung
auf den Kamineintritt gelangt.
Bei einer Kachelofenausführung mit Brauchwasserwärmetauscher
und Nachschaltheizkasten werden zu Beginn des Feuerungsvor
gangs die noch nicht sehr heißen und mengenmäßig geringen
Rauchgase sowohl im Wärmetauscher als auch im Nachschaltheiz
kasten soweit abgekühlt, daß zum einen der Nachschaltheizka
sten als Kondensatfalle wirkt und dort Wasser aus dem Rauch
gas ausfällt, sich sammelt und herausläuft. Zum anderen ist
die Rauchgastemperatur auch für den Kamin zu gering, so daß
auch in diesem Kondensat ausfällt. Eine Verbesserung ist da
durch erreichbar, daß man mit einer handverstellbaren
Klappe den Rauchgasweg zum Wasserwärmetauscher beim An
heizvorgang absperrt, vermeiden läßt sich jedoch die Kon
densatbildung im Nachschaltheizkasten üblicherweise dadurch
nicht. Wird ein üblicher Kachelofen dagegen voll beheizt,
liegen die Rauchgastemperaturen am Kamineintritt meist rela
tiv hoch bei beispielsweise ca. 350°C oder mehr. Dadurch
wird sehr viel Heizenergie unerwünscht über den Kamin abge
führt.
Aufgabe der Erfindung ist es demgegenüber, einen gattungsge
mäßen Kachelofen so weiterzubilden, daß eine gute Wärmeaus
nützung des Brennstoffs in Verbindung mit einem Schutz des
Kamins sowie einer Verminderung des Kondensatausfalls in den
Ofenteilen erreicht wird.
Diese Aufgabe wird mit den kennzeichnenden Merkmalen des An
spruchs 1 gelöst.
Gemäß Anspruch 1 ist zwischen dem Brennraum und dem Wärme
tauscherraum eine Verbindungsöffnung mit einer Rauchgasregel
klappe, mit der im geöffneten Zustand zumindest ein Großteil
eines direkten Rauchgasweges vorbei an einem Wasserwärme
tauscher freigegeben wird. Im geschlossenen Zustand dagegen
ist dieser Weg zumindest weitgehend verschlossen und das
Rauchgas wird durch den Wasserwärmetauscher geleitet
und dort abgekühlt. Diese Rauchgasregelklappe wird von einem
Stellmotor eines Regelkreises betätigt. Der Regelkreis ent
hält einen Temperaturregler mit einem Temperaturfühler als
Ist-Wertgeber, der im Rauchgasrohr vor dem Kamin angebracht
ist. Dieser Temperaturfühler mißt somit die Abgastemperatur
am Kamin.
Der Soll-Wert der Regelung wird so eingestellt, daß je nach
Bauart, Höhe, usw. des Kamins die Abgastemperatur nicht unter
einen Wert abfällt, der zu einer Schädigung des Kamins durch
Versottung führen kann. Als Stellglied wirkt dabei die Rauch
gasregelklappe, die bei zu geringer Abgastemperatur mehr den
direkten Rauchgasweg zum Kamin freigibt und bei höherer Ab
gastemperatur das Rauchgas durch den Wärmetauscher leitet.
Damit ist sichergestellt, daß eine hohe Wärmeenergieaus
nutzung des Brennstoffs erreicht wird, ohne daß eine Schädi
gung des Kamins durch zu geringe Abgastemperaturen auftritt.
Weiter wird damit erreicht, daß schnell und möglichst viel
Wärmeenergie für den Wärmetauscher zur Verfügung steht. Dies
ist besonders dann erforderlich, wenn der Wärmetauscher an
einen Heizkreislauf, z. B. eine Fußbodenheizung, ange
schlossen ist und vom Wärmetauscher dadurch kontinuierlich
Energie entnommen wird. Bei entsprechender Regelung und Di
mensionierung des Wärmetauschers und des angeschlossenen
Heizkreislaufs in Verbindung mit der erfindungsgemäßen Abgas
regelung läßt sich ersichtlich eine hohe Energieausnützung
des Brennstoffs erreichen, da nahezu die gesamte Energie bis
an die Grenze einer Kaminbeschädigung durch zu geringe Abgas
temperaturen ausnützbar ist. Ob mehr die Wärmeleistung des
Kachelofens oder des Wärmetauschers verwendet werden soll,
kann durch das Verhältnis der Bauteildimensionierungen be
stimmt werden.
Es hat sich gezeigt, daß bei der vorstehend beschriebenen An
ordnung die zweckmäßige Verwendung eines Nachschaltheizka
stens nur mit Hilfe eines weiteren Bauteils, das als Anheiz
kasten bezeichnet wird, möglich ist. Trotzdem beim Anheizen
über die Regelung der direkte Rauchgasweg freigegeben wird,
fällt im Nachschaltheizkasten eine erhebliche Menge Kondensat
aus. Dies wird mit Hilfe des Anheizkastens vermieden, der
eine Klappe enthält, mit der der Weg über den Nachschaltheiz
kasten abgesperrt und ein direkter Weg in das Rauchgasrohr
zum Kamin freigegeben wird. Damit wird zusätzlich eine ge
wünscht schnelle Aufheizung im Wärmetauscher erreicht, da der
Temperaturfühler bereits früh nach dem Anheizvorgang eine re
lativ hohe Temperatur erreicht und die Regelklappe frühzeitig
den direkten Rauchgasweg schließt und das Rauchgas über den
Wärmetauscher leitet. Erst wenn der Anheizvorgang beendet ist
und der Kachelofen warm ist, wird die Klappe im Anheizkasten
umgelegt, wodurch Rauchgas mit bereits hoher Temperatur durch
den Nachschaltheizkasten geleitet wird, so daß dort keine
Kondensatbildung mehr auftritt.
Mit Anspruch 2 wird eine konkrete, räumliche Ausbildung und
Anordnung des Wärmetauschers angegeben, die zu einer kompak
ten, funktionsfähigen und vorteilhaften Konstruktion führt.
Dabei wird vorgeschlagen, die Verbindungsöffnung zwischen
Brennraum und Wärmetauscherraum am hinteren, oberen Bereich
des Brennraums vorzusehen. Der Wärmetauscher soll waagrecht
liegende, in Längsrichtung, d. h. von der Verbindungsöffnung
wegweisend Rauchgasröhren enthalten, durch die das Rauchgas
geleitet und abgekühlt wird. Dabei soll Rauchgas durch unten
liegende Röhren, von der Regelklappe geleitet, eintreten, in
einem Umlenkraum umgelenkt werden und durch obere Rauchgas
röhren wieder in Richtung auf den Kamin gelenkt werden. Dies
wird zweckmäßig dadurch erreicht, daß die Rauchgasregelklappe
in der offenen Stellung die Verbindungsöffnung freigibt und
dabei einen unteren Bereich der Rauchgasröhren abdeckt und in
der geschlossenen Stellung die Verbindungsöffnung schließt
und einen unteren Bereich der Rauchgasröhren freigibt. Die
oberen Rauchgasröhren sind dabei immer in Richtung auf den
Rauchgasaustritt zum Kamin offen. Die Regelklappe kann ent
sprechend der Regelungsstellwerte auch jede Zwischenstellung
einnehmen, wodurch der Rauchgasstrom mengenmäßig zwischen dem
direkten Weg und dem Weg über den Wärmetauscher aufgeteilt
wird.
Um die vorstehend bezeichnete Abdeckung und Freigabe der
Rauchgaswege zu erhalten, besteht eine vorteilhafte Ausbil
dung und Anlenkung der Rauchgasregelklappe nach Anspruch 3
dadurch, daß diese an einer oberen Längsseite eine Drehachse
enthält, die an etwa einem mittleren Bereich des Rauchgas
wärmetauschers angebracht ist. Damit wird durch das Klappen
gewicht eine zweckmäßige Rückstellkraft erzeugt und bei ent
sprechender Auslegung der Regelbauteile ist zusätzlich eine
vergrößerte Sicherheit dadurch zu erreichen, daß beispiels
weise bei einem Stromausfall die Klappe in ihre senkrechte,
offene Stellung fällt, d. h. den Weg durch den Wärmetauscher
schließt. Dadurch kann der Wärmetauscher z. B. auch in Ver
bindung mit anderen Sicherheitseinrichtungen vor Überhitzung
geschützt werden.
Gemäß Anspruch 4 ist ein Stellgestänge vorgesehen, in das mit
Hilfe einer Handbetätigung eingegriffen werden kann. Insbe
sondere soll das Gestänge vom Stellmotor abtrennbar sein, wo
durch von Hand die Regelung, z. B. bei Störfällen, abge
koppelt werden kann.
Mit Anspruch 5 wird vorgeschlagen, den Anheizkasten relativ
hoch über dem Nachschaltheizkasten anzubringen, so daß die
Abgase dadurch nicht gezwungen werden, während der Anheizphase
einen ungünstigen Weg nach unten zu durchlaufen.
Mit der vorgeschlagenen Anordnung und Ausführung des Wärme
tauschers kann nach Anspruch 6 eine leicht zugängliche Putz
öffnung an der Frontseite des Ofens angebracht werden, die
zugleich die vordere Abdeckung des Rauchgasumlenkraums dar
stellt.
Nach Anspruch 7 soll die Rauchgas-Sollwerttemperatur am Reg
ler so eingestellt werden, daß gerade keine Versottung des
Kamins eintritt, wodurch eine optimale Energieausnutzung des
Brennstoffs erzielt wird.
Nach Anspruch 8 ist für den Wärmetauscher eine an sich be
kannte, thermische Ablaufsicherung vorzusehen, die jedoch bei
entsprechender Dimensionierung der einzelnen Bauteile nur in
Ausnahmefällen ansprechen wird.
Anhand eines Ausführungsbeispiels wird die Erfindung mit wei
teren Merkmalen, Einzelheiten und Vorteilen näher erläutert.
Es zeigen
Fig. 1 einen schematischen Längsschnitt durch einen Kachel
ofen,
Fig. 2 einen schematischen Querschnitt durch einen Kachelofen
entlang der Linie A-A aus Fig. 1,
Fig. 3 eine Ausführung eines Gestänges für einen Stellantrieb
und eine Handbetätigung.
In Fig. 1 ist ein Kachelofen 1 dargestellt, mit einem Ofenge
häuse 2, das einen unteren Brennraum 3 und einen oberen Wär
metauscherraum 4 umschließt, wobei beide Räume durch eine
Zwischenplatte 5 abgeteilt sind, mit einer Verbindungsöffnung
6 an der oberen Rückseite des Brennraums 3. Im Wärmetauscher
raum 4 ist ein Wärmetauscher 7 angebracht, mit dem ein (nicht
weiter dargestellter) Heizkreislauf betrieben wird, von dem
die Anschlüsse für Heizungsvorlauf 8 und Heizungsrücklauf 9
angedeutet sind. Durch den Wärmetauscher 7 führen eine Viel
zahl waagrechter Rauchgasrohre 10 (strichliert eingezeich
net), die an der Frontseite zu einem Umlenkraum 11 offen
sind. Dieser Raum wird von einem abnehmbaren Deckel 12 be
grenzt, der beim Entfernen eine Putzöffnung für die Rohre 10
freigibt. Vor dem Deckel 12 ist ein durch eine Tür 13 ver
schließbarer Warmhaltekasten 14 angeordnet. Mit einer darun
ter liegenden Feuerungstür 15 ist der Brennraum 3 verschließ
bar.
An der Oberseite des Wärmetauschers 7 ist durch eine Rohr
schlange 16 eine thermische Ablaufsicherung bzw. ein Wärme
tauscher für Brauchwasser zur direkten Ladung eines Boilers
angedeutet. Weiter ist in diesem Bereich eine Tauchhülse 17
eingezeichnet, in der Einrichtungen für die Temperaturanzei
ge, für Sicherheitsvorrichtungen, etc. angebracht werden
können.
Oberhalb der Verbindungsöffnung 6 zwischen der Gehäusewand
und der Rückseite des Wärmetauschers 7 ist ein direkter
Rauchgasweg 18 über ein Rauchgasrohrstück 19 zu einem Anheiz
kasten 20 gebildet. Vom Anheizkasten 20 führt ein direkter
Weg sowohl in das endseitige Rauchgasrohr 21 und von dort zum
Kaminanschluß 22 und ein direkter Weg zu einem Nachschalt
heizkasten 23, der seinerseits (nach hinten in die Zeichen
ebene versetzt) mit dem Rauchgasrohr 21 verbunden ist. lm An
heizkasten 20 ist eine (schematisch dargestellte) handbetä
tigbare Klappe 24 angebracht, mit der entweder der Rauchgas
weg vom Rohr 19 direkt zum Rohr 21 freigegeben wird oder die
ser Weg abgesperrt wird und der Rauchgasweg in den Nach
schaltheizkasten 23 gesteuert wird.
Das Ofengehäuse 2 ist in einem gewissen Abstand mit Wärme
speicherplatten 25 umgeben.
Oberhalb der Verbindungsöffnung 6 ist eine Rauchgasregel
klappe 26 um eine an ihrer oberen Längsseite liegenden Dreh
achse schwenkbar angeordnet, wobei die Drehachse 27 in einem
mittleren Bereich an der Rückseite des Wärmetauschers 7
liegt.
Die Rauchgasregelklappe 26 ist über ein Gestänge 28 mit einem
Stellmotor 29 und über ein zweites Gestänge 30 mit einem
Handbetätigungsgriff 31 verbunden. Der genaue Aufbau des Ge
stänges ist anhand der Fig. 3 näher erläutert.
Der Stellmotor 29 ist Teil eines Regelkreises, der weiter
einen Temperaturregler 32 und einen Rauchgastemperaturfühler
33 enthält. Der Temperaturfühler 33 ist in der Nähe des
Kaminanschlusses 22 eingesetzt.
Im Querschnitt der Fig. 2 ist wieder das Ofengehäuse 2, der
Brennraum 3 und der Wärmetauscherraum 4 mit der Zwischen
platte 5 zu erkennen. Weiter ist die Anordnung der Rauchgas
röhren 10 des Wärmetauschers 7 zu ersehen. Mit der einge
zeichneten Drehachse 27 ist angedeutet, daß sich die Rauch
gasregelklappe 26 über die ganze Ofenbreite hin erstreckt.
Auch an den Seiten sind im Abstand zu dem Ofengehäuse 2
Wärmespeicherplatten 25 angeordnet, wobei das Gestänge 28 in
diesem Zwischenraum verläuft.
In Fig. 3 ist die konkrete Ausführung der Gestänge 28, 30 und
ihre gegenseitige Verbindung sowie Verbindung mit der Rauch
gasregelklappe 26 im einzelnen dargestellt. Die Rauchgasre
gelklappe 26 bildet dabei mit einem, vom Gehäuse nach außen
gezogenen Gestängeteil 34 einen Winkelhebel, der um einen
festen Drehpunkt 35 schwenkbar ist. Das Gestängeteil 34 ist
mit einer beidseitig drehbar gelagerten Verbindungsstange 36
mit einem weiteren Winkelhebel 37 verbunden, der um einen am
Ofengehäuse festen Lagerpunkt 38 drehbar ist. Der untere
Schenkel 39 des Winkelhebels 37 ist mit einer waagrechten
Schubstange 40 drehbar verbunden, die nach vorne durch das
Ofengehäuse 2 führt und in einem Handbetätigungsgriff 41 en
det. Durch ein Zwischenstück 42 ist der rechte Schubstangen
teil bzw. ein Vorsprung 43 auf der Schubstange 40 verdrehbar.
Über die Schubstange 40 ist ein Rohr 44 geschoben, das einer
seits am Vorsprung 43 anliegt und andererseits über eine
Rückstellfeder 45 am Ofengehäuse 2 abgestützt ist. Am Rohr 44
ist gelenkig eine Verbindungsstange 46 angebracht, die ande
rerseits mit einem drehbar gelagerten Winkelhebel 47 verbun
den ist, dessen oberer Schenkel 48 drehbar Verbindung mit dem
zum Stellmotor 29 führenden Gestänge 28 hat.
An der Vorderseite des Rohrs 44 ist ein Längsschlitz 49 ange
bracht, der so breit ist, daß darin der Vorsprung 43 frei
verschiebbar ist.
Der vorstehend beschriebene Kachelofen sowie die Betätigungs
gestänge haben folgende Funktion:
Beim Anheizen des Kachelofens 1 wird die Klappe 24 des An
heizkastens so eingestellt, daß ein direkter Rauchgasweg vom
Rauchgasrohr 19 zum Rauchgasrohr 21 bzw. zum Kaminanschluß 22
freigegeben wird.
Am Temperaturregler 32 wird (einmalig) eine Soll-Werttempera
tur eingestellt, die je nach Gegebenheiten des Kamins so ge
wählt wird, daß sie gerade über einer möglichen Versottungs
temperatur liegt. Beim Anheizen wird vom Rauchgastemperatur
fühler 33 eine tiefere Temperatur als Ist-Wert an den Regler
32 gemeldet, so daß dieser die Rauchgasregelklappe 26 öffnet,
d. h. sie in eine Stellung senkrecht nach unten fährt. Da
durch wird der direkte Rauchgasweg 18 freigegeben und der
untere Bereich der Rauchgasrohre 10 des Wärmetauschers 7 ab
gedeckt. Damit geht praktisch kein Rauchgas durch den Wärme
tauscher 7, sondern es gelangt über den Anheizkasten 20 auf
schnellstem Wege zum Kamin. Dadurch wird vermieden, daß im
Nachschaltheizkasten 23 bzw. im Kamin bei lang anhaltender,
zu niedriger Abgastemperatur Kondensat ausfällt.
Schon bald nach dem Anheizen wird daher am Kamineintritt 22
vom Temperaturfühler 33 eine relativ hohe Abgastemperatur im
Bereich des eingestellten Temperatur-Sollwerts ermittelt wer
den. Dadurch wird die Abgasregelklappe 26 allmählich ge
schlossen, wodurch ständig mehr Rauchgas durch den Wärmetau
scher 7 geführt wird. Es wird somit ohne Schaden für den
Kamin eine schnelle Aufheizung des Wärmetauschers 7 und opti
male Ausnützung des Brennstoffs erhalten. Das Rauchgas tritt
dabei durch die unteren Rohre 10 des Wärmetauschers hindurch
und wird über den Raum 11 durch die oberen Rohre 10 wieder
zum Rohr 19 geleitet. Wenn der Ofen warm und durchgeheizt
ist, kann die Klappe 24 im Anheizkasten 20 umgelegt werden,
wodurch das dann relativ warme Rauchgas auch ohne Beeinträch
tigung des Ofenzugs und ohne Gefahr, daß Kondensat ausfällt,
durch den Nachschaltheizkasten 23 gelenkt werden kann.
Für eine Verstellung der Rauchgasregelklappe 26 durch den
Stellmotor 29 ist der Handgriff 41 so gedreht, daß der Vor
sprung 23 gegenüber dem Längsschlitz 49 verdreht liegt. Bei
einer senkrechten Bewegung am Gestänge 28 wird diese über den
Winkelhebel 47 und die Verbindungsstange 46 auf das Rohr 44
in eine waagrechte Bewegung übertragen, die über den Vor
sprung 43 und die nachfolgende Winkelhebelanordnung zu einer
Verstellung der Rauchgasregelklappe 26 führt. Die Rückstel
lung der Klappe erfolgt durch deren nach unten drängendes Ge
wicht.
Soll die Regelung außer Kraft gesetzt werden, wird einfach
der Handgriff 41 so verdreht, daß der Vorsprung 43 in den Be
reich des Längsschlitzes 49 gelangt. Damit macht die Klappe
den direkten Rauchgasweg 18 ganz auf. Bewegungen des Rohres
44 werden nicht mehr auf die Schubstange 40 übertragen, da
der Vorsprung 43 nicht mehr als Abstützung dient, sondern im
Längsschlitz 49 frei verschiebbar ist.
Claims (8)
1. Kachelofen mit
einem Brennraum,
einem über dem Brennraum in einem Wärmetauscherraum an gebrachten Wasserwärmetauscher, mit einer Verbindungs öffnung zwischen beiden Räumen,
einem Nachschaltheizkasten und
einem Rauchgasrohr in dem Kamin,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen dem Brennraum (3) und dem Wärmetauscherraum (4) in der Verbindungsöffnung (6) eine Rauchgasregel klappe (26) angebracht ist, die im geöffneten Zustand zumindest einen Großteil eines direkten Rauchgasweges (18) vorbei am Wärmetauscher (7) freigibt und im ge schlossenen Zustand diesen Weg zumindest weitgehend schließt und das Rauchgas durch den Wärmetauscher (7) lei tet,
daß die Rauchgasregelklappe (26) über einen Stellmotor (29) mit einem Temperaturregler (32) verbunden ist, der seinerseits mit einem Temperaturfühler (33) im Rauchgas rohr (21) vor dem Kamin als Istwertgeber verbunden ist, wobei die Regelung so arbeitet, daß bei tieferer Tempera tur als der eingestellten Rauchgas-Sollwert-Temperatur die Rauchgasregelklappe (26) öffnet und mehr den direkten Rauchgasweg (18) freigibt,
daß zwischen dem Rauchgasrohr (21), dem Nachschaltheizka sten (23) und dem Wärmetauscherraum (4) ein Anheizkasten (20) vorgesehen ist, der eine handbetätigbare Klappe (24) enthält, mit der ein erster Rauchgasweg direkt in das Rauchgasrohr (21) und ein zweiter Rauchgasweg über den Nachschaltheizkasten (23) in das Rauchgasrohr (21) um steuerbar ist.
einem Brennraum,
einem über dem Brennraum in einem Wärmetauscherraum an gebrachten Wasserwärmetauscher, mit einer Verbindungs öffnung zwischen beiden Räumen,
einem Nachschaltheizkasten und
einem Rauchgasrohr in dem Kamin,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen dem Brennraum (3) und dem Wärmetauscherraum (4) in der Verbindungsöffnung (6) eine Rauchgasregel klappe (26) angebracht ist, die im geöffneten Zustand zumindest einen Großteil eines direkten Rauchgasweges (18) vorbei am Wärmetauscher (7) freigibt und im ge schlossenen Zustand diesen Weg zumindest weitgehend schließt und das Rauchgas durch den Wärmetauscher (7) lei tet,
daß die Rauchgasregelklappe (26) über einen Stellmotor (29) mit einem Temperaturregler (32) verbunden ist, der seinerseits mit einem Temperaturfühler (33) im Rauchgas rohr (21) vor dem Kamin als Istwertgeber verbunden ist, wobei die Regelung so arbeitet, daß bei tieferer Tempera tur als der eingestellten Rauchgas-Sollwert-Temperatur die Rauchgasregelklappe (26) öffnet und mehr den direkten Rauchgasweg (18) freigibt,
daß zwischen dem Rauchgasrohr (21), dem Nachschaltheizka sten (23) und dem Wärmetauscherraum (4) ein Anheizkasten (20) vorgesehen ist, der eine handbetätigbare Klappe (24) enthält, mit der ein erster Rauchgasweg direkt in das Rauchgasrohr (21) und ein zweiter Rauchgasweg über den Nachschaltheizkasten (23) in das Rauchgasrohr (21) um steuerbar ist.
2. Kachelofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Verbindungsöffnung (6) am hinteren, oberen Bereich des
Brennraums (3) liegt,
daß der Wärmetauscher (7) um die Breite der Verbindungs öffnung (6) nach vorne gesetzt ist, so daß oberhalb der Verbindungsöffnung (6) ein freier Rauchgasabzugsweg (18) entsteht,
daß der Wärmetauscher etwa waagrecht liegende, in Längs richtung verlaufende Rauchgasröhren (10) enthält und ein Umlenkraum (11) vor dem Wärmetauscher (7) im Wärmetau scherraum (4) zur Verfügung steht, und
daß die Rauchgasregelklappe (26) so angebracht ist, daß sie in der offenen Stellung einen unteren Bereich der Rauchgasröhren (10) abdeckt und den direkten Rauchgasweg (18) freigibt und in einer geschlossenen Stellung den direkten Weg (18) absperrt und den Rauchgasdurchtritt durch die unteren Rauchgasröhren (10) freigibt.
daß der Wärmetauscher (7) um die Breite der Verbindungs öffnung (6) nach vorne gesetzt ist, so daß oberhalb der Verbindungsöffnung (6) ein freier Rauchgasabzugsweg (18) entsteht,
daß der Wärmetauscher etwa waagrecht liegende, in Längs richtung verlaufende Rauchgasröhren (10) enthält und ein Umlenkraum (11) vor dem Wärmetauscher (7) im Wärmetau scherraum (4) zur Verfügung steht, und
daß die Rauchgasregelklappe (26) so angebracht ist, daß sie in der offenen Stellung einen unteren Bereich der Rauchgasröhren (10) abdeckt und den direkten Rauchgasweg (18) freigibt und in einer geschlossenen Stellung den direkten Weg (18) absperrt und den Rauchgasdurchtritt durch die unteren Rauchgasröhren (10) freigibt.
3. Kachelofen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Rauchgasregelklappe (26) an einer oberen Längsseite
eine Drehachse (27) enthält, die an etwa einem mittleren
Bereich des Wärmetauschers (7) angebracht ist.
4. Kachelofen nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß zwischen dem Stellmotor (29) und der
Rauchgasregelklappe (26) ein Gestänge (28) liegt, das mit
Hilfe eines weiteren handbetätigten Gestänges (30) ent
koppelbar ist, wobei dann die Handbetätigung direkt auf
die Rauchgasregelklappe (26) wirkt.
5. Kachelofen nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Rauchgasaustritt (19) aus dem Wärme
tauscherraum (4) an dessen oberen Bereich liegt,
daß in dieser Höhe auch der Anheizkasten (20) liegt, und
daß der Nachschaltheizkasten (23) darunter liegt.
daß in dieser Höhe auch der Anheizkasten (20) liegt, und
daß der Nachschaltheizkasten (23) darunter liegt.
6. Kachelofen nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch ge
kennzeichnet, daß vor dem Wärmetauscher (7) in Richtung
der Rauchgasröhren (10) eine Putzöffnung (12) vorgesehen
ist.
7. Kachelofen nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Rauchgastemperatur vor dem Kaminein
tritt auf Werte geregelt wird, die größer als die Tempera
tur sind, bei der der Kamin versottet.
8. Kachelofen nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch ge
kennzeichnet, daß für den Wärmetauscher (7) eine ther
mische Ablaufsicherung vorgesehen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863630759 DE3630759A1 (de) | 1986-09-10 | 1986-09-10 | Kachelofen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863630759 DE3630759A1 (de) | 1986-09-10 | 1986-09-10 | Kachelofen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3630759A1 true DE3630759A1 (de) | 1988-03-24 |
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ID=6309270
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
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|---|---|
| DE (1) | DE3630759A1 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2703759A1 (fr) * | 1993-04-08 | 1994-10-14 | Moreau Bernard | Système de chauffage à foyer fermé avec chambre d'expansion de sécurité à régulation synchronisée. |
| DE4329726A1 (de) * | 1993-09-03 | 1995-03-09 | Alexander Suetsch | Kachelgrundofen |
| DE29704555U1 (de) * | 1997-03-13 | 1997-09-25 | Farfurak, Vitalij, 68519 Viernheim | Vorrichtung zur Nutzung von Abwärme |
| EP2228603A3 (de) * | 2009-03-12 | 2013-12-11 | Global Mind Network GmbH | Verfahren zur Regelung der Leistung eines Festbrennstoffofens und Ofen mit einer entsprechenden Leistungsregelung |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3500161A1 (de) * | 1984-01-17 | 1985-07-18 | Alfred 8311 Unterhausbach Pollner | Kachelofen |
| DE3500157A1 (de) * | 1984-01-17 | 1985-07-18 | Alfred 8311 Unterhausbach Pollner | Kachelofeneinsatz mit rauchgasregister |
-
1986
- 1986-09-10 DE DE19863630759 patent/DE3630759A1/de active Granted
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3500161A1 (de) * | 1984-01-17 | 1985-07-18 | Alfred 8311 Unterhausbach Pollner | Kachelofen |
| DE3500157A1 (de) * | 1984-01-17 | 1985-07-18 | Alfred 8311 Unterhausbach Pollner | Kachelofeneinsatz mit rauchgasregister |
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| DE29704555U1 (de) * | 1997-03-13 | 1997-09-25 | Farfurak, Vitalij, 68519 Viernheim | Vorrichtung zur Nutzung von Abwärme |
| EP2228603A3 (de) * | 2009-03-12 | 2013-12-11 | Global Mind Network GmbH | Verfahren zur Regelung der Leistung eines Festbrennstoffofens und Ofen mit einer entsprechenden Leistungsregelung |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3630759C2 (de) | 1989-02-16 |
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