DE3628170A1 - Verstellbare praeparathalterung fuer ein korpuskularstrahlenmikroskop - Google Patents
Verstellbare praeparathalterung fuer ein korpuskularstrahlenmikroskopInfo
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Description
Die Entwicklung von Korpuskularstrahlenmikroskopen, insbesondere von
Elektronenmikroskopen, hat in den letzten Jahren hinsichtlich der
Vereinfachung der Bedienung und der Automatisierung der verschiedenen
Steuerungsfunktionen große Fortschritte gemacht. Die Präparathalte
rungsvorrichtungen, die im allgemeinen eine Verstellung des Präparats
in zwei in der Präparatebene liegenden Richtungen sowie häufig auch
eine sogenannte euzentrische Drehung um eine senkrecht durch die Achse
des Strahlenganges des Gerätes gehende Drehachse ermöglichen müssen,
sind hinter dieser Entwicklung jedoch erheblich zurückgeblieben.
Bei vielen Elektronenmikroskopen ist die verstellbare Präparathalterung
als Goniometer ausgebildet, welches einen von der Seite des Mikroskops
her einführbaren Goniometerstab enthält. Die Verstellung des Präparats
in der einen Richtung der X-Richtung, wird durch die Verschiebung des
Goniometerstabes längs seiner Achse bewirkt, während die Verschiebung
in der anderen, der Y-Richtung senkrecht zur Längsachse des Stabes
erfolgt. Durch die Y-Bewegung kann der zu beobachtende Präparatbereich
in die Achse des Strahlenganges des Elektronenmikroskopes gebracht
werden, so daß er beim Kippen des Goniometerstabes nicht auswandert.
Der vorliegenden Erfindung liegt in erster Linie die Aufgabe zugrunde,
eine verstellbare Präparathalterung für ein Korpuskularstrahlenmikros
kop, insbesondere ein Elektronenmikroskop, zu vereinfachen, ihre Genau
igkeit und zeitliche Konstanz zu verbessern und eine Automatisierung
der Verstellvorgänge auf einfachere Weise als bisher zu ermöglichen.
Diese Aufgabe wird durch die in den Patentansprüchen gekennzeichnete
und im folgenden erläuterte Erfindung gelöst.
Die erfindungsgemäße verstellbare Präparathalterungseinrichtung für
ein Korpuskularstrahlen- (d. h. Ionen- oder Elektronen-) Mikroskop
ist einfach, genau sowie hinsichtlich der Steuerung gut zu automati
sieren und in bestehende, insbesondere digitale Steuereinrichtungen
zu integrieren.
Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung, die im übrigen
auch bei anderen als der erfindungsgemäßen verstellbaren Präparat
halterungseinrichtung Anwendung finden kann, erfolgt die Verstellung
in Kombination mit einer elektrischen Verschiebung sowie einer
Korrelation des erzeugten teilchenoptischen Bildes. Dies ermöglicht
eine besonders exakte Verstellung, die außerdem auch besonders gut
automatisierbar ist, so daß die Bedienung des Mikroskops dadurch
erheblich erleichtert wird.
Im folgenden werden Ausführungsbeispiele der Erfindung unter Bezug
nahme auf die Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Draufsicht auf einen Goniometerstab, der mit einer ver
stellbaren Präparathalterungseinrichtung gemäß einer Ausfüh
rungsform der Erfindung ausgerüstet ist;
Fig. 2 einen Axialschnitt in Richtung der Pfeile II-II der Fig. 1,;
Fig. 3 eine vergrößerte Darstellung eines Aktuatorelements, wie es
bei der Einrichtung gemäß Fig. 1 und 2 vorzugsweise verwendet
wird;
Fig. 4 eine Draufsicht auf einen Teil eines Goniometerstabes mit
einer verstellbaren Präparathalterungseinrichtung gemäß einer
zweiten Ausführungsform der Erfindung;
Fig. 5 eine Draufsicht auf das vordere Ende eines Goniometerstabs mit
einer verstellbaren Präparathalterungseinrichtung gemäß einer
dritten Ausführungsform der Erfindung;
Fig. 6 und 7 Diagramme zur Erläuterung einer bevorzugten Betriebswei
se der Einrichtung gemäß Fig. 5.
Die in den Fig. 1 und 2 dargestellte verstellbare Präparathalte
rungseinrichtung ist auf einem Goniometerstab (10) eines nicht darge
stellten Goniometers mit Seiteneinführung montiert. Der Goniometer
stab hat ein Loch (10 a) zum Durchtritt des Korpuskularstrahles des
Mikroskops. Derartige Goniometer sind bekannt, so daß sich eine
nähere Erläuterung erübrigt. Erwähnt sei nur, daß die bei diesen
Goniometern vorhandenen, umständlichen Präzisions-Verstellvorrich
tungen für den Goniometerstab entfallen können, so daß eine einfache
drehbare Lagerung des Goniometerstabs, gegebenenfalls mit der
Möglichkeit einer Grobjustierung in Längs- und Quer-Richtung genügt.
Ein wesentlicher Unterschied zu den bekannten Goniometer-Präparathal
terungseinrichtungen besteht darin, daß das Präparat bei der
erfindungsgemäßen Einrichtung nicht fest mit dem Goniometerstab
verbunden, sondern bezüglich des Goniometerstabes gesteuert beweglich
ist. Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 1 und 2 weist der
Goniometerstab eine ebene Auflage-Fläche (12) auf, auf der ein
dünnes, hier rechteckiges Präparatplättchen (14) kraftschlüssig
gehaltert ist, z.B. durch Federfinger (16), die auf den Rand des
Präparatplättchens drücken. Die Längsachse (18) des Goniometerstabs
(10), um den dieser gegebenenfalls gekippt werden kann, verläuft in
der Ebene der Fläche (12) oder in einem geringen Abstand oberhalb von
dieser, so daß die Längsachse (18) des Goniometerstabes durch das im
Präparatplättchen (14) enthaltene Präparat geht.
Das Präparatplättchen kann ein dünnes Metallnetz oder eine Kohlefolie
als Trägerstruktur enthalten und gegebenenfalls zur Erhöhung der
mechanischen Festigkeit rahmenartig verstärkt sein.
Die von den Federfingern (16) auf das Präparatplättchen (14)
ausgeübte Kraft soll möglichst klein sein und im wesentlichen gerade
ausreichen, eine unbeabsichtigte Verschiebung des Präparatplättchens
auf der Fläche (12) zu verhindern. Die Fläche (12) und/oder der
Rahmen des Präparathalterungsplättchens können mit einer reibungs
armen Oberfläche, z.B. aus Titancarbid, versehen sein, wie es für
Lager, die unter Weltraumbedingungen arbeiten müssen, bekannt ist.
Zur gesteuerten Verschiebung des Präparatplättchens (14) gegen die
von den Federfingern (16) erzeugte Reibungskraft sind zwei Aktuator
elemente (20) und (22) vorgesehen. Eine bevorzugte Ausführungsform
der Aktuatorelemente wird noch unter Bezugnahme auf die Fig. 3
erläutert werden. Im Augenblick genügt es zu sagen, daß das vordere,
mit einer nadelartigen Spitze versehene Ende (20 a) bzw. (22 a) der
Aktuatorelemente (20) bzw. (22) in allen drei (auf den Goniometerstab
bezogenen) Raumrichtungen, also der X- und der Y-Richtung, die
parallel zur Auflagefläche (12) verlaufen sowie der senkrecht hierzu
verlaufenden Z-Richtung gesteuert beweglich ist. Der Bewegungshub
braucht jeweils nur im Mikrometerbereich liegen.
Im Ruhezustand befinden sich die spitz zulaufenden vorderen Enden
(20 a, 22 a) der Aktuatorelemente (20) bzw. (22) in geringem Abstand
oberhalb des Präparatplättchens (14). Wenn das Präparat nun bei
spielsweise in X-Richtung verschoben werden soll, so werden zuerst
die Vorderenden der beiden Aktuatorelemente in Z-Richtung bewegt,
bis sie fest am Präparatplättchen (14) angreifen. Nun werden die am
Präparatplättchen (14) angreifenden Enden (20 a, 22 a) der Aktuatorele
mente (20) bzw. (22) gegensinnig in X-Richtung bewegt, z.B. indem
das eine Aktuatorelement verlängert und das andere entsprechend ver
kürzt wird. Nach einem solchen Bewegungshub, durch den das Präparat
plättchen (14) gegen die Kraft der Federfinger (16) um eine kleine
Strecke in X-Richtung verschoben wird, werden die Aktuatorelemente
wieder vom Präparatplättchen (14) abgehoben und in ihren Ruhezustand
gebracht. Falls die X-Verschiebung noch nicht ausreicht, können die
obigen Vorgänge beliebig oft wiederholt werden. Die Verstellvor
richtung arbeitet also ähnlich wie ein Sperrklinkenantrieb, die Arre
tierung des verstellten Elements erfolgt jedoch nicht durch eine
Sperrklinke, sondern kraftschlüssig durch Reibung infolge der
Andruckkraft der Federfinger (16).
Für eine Verschiebung des Präparatplättchens in Y-Richtung werden die
vorderen Enden (20 a, 22 a) der Aktuatorelemente (20) bzw. (22) wieder
in Eingriff mit dem Präparatplättchen (14) gebracht und dann werden
die vorderen Enden gleichsinnig in seitlicher Richtung (Fig. 1) be
wegt, so daß das Präparatplättchen (14) parallel zur Y-Richtung
verschoben wird.
Fig. 3 zeigt eine piezoelektrisch arbeitende Ausführungsform eines
Aktuatorelements. An dem dem vorderen Ende (20 a) abgewandten Ende
(20 b) ist das in Fig. 3 dargestellte Aktuatorelement (20) über einen
Halterungsblock (24) am Goniometerstab (10) befestigt. Anschließend
an das befestigte Ende (20 b) hat das langgestreckte, stabartige
Aktuatorelement (20) einen ersten flachen piezoelektrischen Teil
(26), dessen Ebene in der Längsrichtung des Elements (20) und
senkrecht zur Auflage-Fläche (12) verläuft und dessen entgegenge
setzte Seiten mit Elektroden versehen sind, von denen nur eine
Elektrode (28) in Fig. 3 sichtbar ist. Der piezoelektrische Teil (26)
ist so ausgebildet, daß er sich beim Anlegen einer Spannungsdifferenz
zwischen die Elektroden so biegt, daß das Ende (20 a) in Y-Richtung
schwenkt. Auf den flachen piezoelektrischen Teil (26) folgt ein
zweiter flacher piezoelektrischer Teil (30), dessen Ebene senkrecht
zur Ebene des Teiles (26) und parallel zur Ebene der Fläche (12)
verläuft. Der piezoelektrische Teil (30) hat zwei Elektroden (32)
und gestattet es, das Ende (20 a) des Aktuatorelements in Z-Richtung,
also auf das Präparatplättchen (16) hin zu bewegen. Schließlich
enthält das Aktuatorelement (20) noch einen rohrförmigen Teil (34),
der innen und außen mit einer Elektrode (36) bzw. (38) versehen ist
und als elektrostriktives Element arbeitet. Beim Anlegen einer
Spannung entsprechender Polarität zwischen Elektroden (36) und (38)
verlängert oder verkürzt sich der rohrförmige Teil (34), so daß das
Ende (20 a) in entsprechender Weise in X-Richtung verschoben wird.
Das beschriebene Aktuatorelement läßt sich selbstverständlich in der
verschiedensten Weise abwandeln. So kann z. B. am vorderen Ende statt
einer Spitze auch eine rauhe Fläche zum Angriff am Präparatplättchen
vorgesehen sein, was vor allem dann zweckmäßig sein wird, wenn die
Oberfläche des Präparatplättchens (16) verhältnismäßig uneben ist.
Anstatt piezoelektrischer oder elektrostriktiver Elemente können auch
entsprechende magnetostriktive Elemente verwendet werden. Der Betrieb
des Elektronenmikroskops wird durch die dabei entstehenden Magnetfel
der nicht gestört, da die Aktuatorelemente ja wieder ausgeschaltet
werden, nachdem die gewünschte Verschiebung erreicht ist.
Die Tatsache, daß die Aktuatorelemente nur während einer Verschiebung
im Eingriff mit dem Präparat sind, hat im übrigen den großen Vorteil,
daß die Verstelleinrichtung keine unbeabsichtigten Verschiebungen des
Präparats bewirken kann.
Fig. 4 zeigt eine Ausführungsform der vorliegenden Präparathalte
rungseinrichtung, die ein Verdrehen des Präparats erlaubt. Der
hauptsächliche Unterschied zu Fig. 1 und 2 besteht hier darin, daß
das Präparatplättchen (114) kreisförmig ist und vorzugsweise einen
etwas breiteren, gegebenenfalls mechanisch verstärkten Rand (114 a)
aufweist. Die Federfinger (116) sind mit Winkelabständen von 90 Grad
symmetrisch um die Mitte des Präparatplättchens angeordnet, durch die
auch die Strahlengangachse des Gerätes geht. Die Aktuatorelemente
(120, 122) entsprechen den Aktuatorelementen (20) bzw. (22) in Fig. 2
und können so ausgebildet sein, wie es in Fig. 3 dargestellt ist.
Hinsichtlich der Steuerung ist außer der Verschiebung in X-Richtung
und Y-Richtung noch eine dritte Möglichkeit vorgesehen, nämlich die
diametral am Präparatplättchen (114) angreifenden Enden der Aktuator
elemente (120, 122) in Y-Richtung gegensinnig zu schwenken, wie es
beispielsweise durch die Pfeile in Fig. 4 angedeutet ist. Dies
bewirkt offensichtlich eine entsprechende Drehung des Präparatplätt
chens (14). Zur Herstellung von Aufnahmen des Präparats unter
verschiedenen Winkeln zur Z-Achse des Goniometers (senkrecht zur
Fläche (12)) wird der Goniometerstab um einen gewünschten Winkel
gekippt und dann wird das Präparat für die verschiedenen Aufnahmen
schrittweise durch die Aktuatorelemente (120, 122) gedreht.
Bei den Ausführungsformen gemäß Fig. 1 und 2 sowie Fig. 4 ist der
maximale Kippwinkel des Goniometerstabes durch die Abmessungen der
für den Elektronenstrahl vorgesehenen Bohrung (10 a) des Goniometer
stabes begrenzt. Diese Begrenzung entfällt bei der in Fig. 5 darge
stellten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Einrichtung. Die Ein
richtung gemäß Fig. 5 enthält einen verkürzten Goniometerstab (210),
der etwas vor der Achse des Strahlenganges des Gerätes endet. Der
Goniometerstab (210) bildet eine Anlage-Fläche (212) entsprechend der
Fläche (12) in Fig. 1 und 2, auf der ein kreisförmiges Präparatplätt
chen (214) durch drei Federfinger (216) so gehaltert ist, daß es über
mehr als die Hälfte seines Durchmessers frei vorspringt und die Achse
des Strahlenganges des Elektronenmikroskops durch seine Mitte geht.
Die Einrichtung gemäß Fig. 5 enthält zwei parallel nebeneinander
angeordnete Aktuatorelemente (220, 222), deren vordere Enden (220 a,
222 a) so positioniert sind, daß sie an einem Randbereich des
kreisförmigen Präparatplättchens (214) anzugreifen vermögen. Durch
gegensinnige Bewegung der am Präparatplättchen (214) angreifenden
Enden der Aktuatorelemente läßt sich offensichtlich eine Drehung des
Präparatplättchens bewirken. Wie leicht einzusehen ist, fällt der
Mittelpunkt einer auf diese Weise bewirkten Drehung jedoch nicht mit
dem Mittelpunkt (0) des Präparatplättchens (214) zusammen. Wie Fig. 6
zeigt, liegt der Mittelpunkt (252) der Drehung des Präparatplättchens
(214), der durch eine gegensinnige X-Bewegung der am Präparatplätt
chen (214) angreifenden Aktuatorelement-Enden (220 a, 222 a) in der
Mitte zwischen den Angriffspunkten dieser Enden, so daß also der
Mittelpunkt (0) des Präparatplättchens (214) längs eines Kreisbogens
(254) um (252) schwenkt. Wie Fig. 7 zeigt, läßt sich diese
unerwünschte Schwenkbewegung jedoch leicht kompensieren, indem man
eine zusätzliche Korrektur-Verstellung
Delta x R =r cos β und Delta y R =r sin β ausführt,
wobei β der Schwenkwinkel um den Drehpunkt (252) und r der Abstand zwischen (252) und dem still zu haltenden Mittelpunkt 0 des Präparatplättchens 214 ist. Der Winkel β ist mit guter Näherung gleich arc sin 2x/d, wobei d der Abstand der Angriffspunkte der Enden (220 a, 222 a) voneinander und x der Betrag der die Drehung bewirkenden X-Verschiebung bedeuten.
Delta x R =r cos β und Delta y R =r sin β ausführt,
wobei β der Schwenkwinkel um den Drehpunkt (252) und r der Abstand zwischen (252) und dem still zu haltenden Mittelpunkt 0 des Präparatplättchens 214 ist. Der Winkel β ist mit guter Näherung gleich arc sin 2x/d, wobei d der Abstand der Angriffspunkte der Enden (220 a, 222 a) voneinander und x der Betrag der die Drehung bewirkenden X-Verschiebung bedeuten.
Bei der Einrichtung gemäß Fig. 5 kann die Ebene des Präparatplätt
chens durch entsprechendes Drehen des Goniometerstabes (214) um einen
sehr großen Winkel, gegebenenfalls bis 80 Grad und darüber, bezüglich
der Geräteachse gekippt werden, ohne daß die Gefahr einer Abschattie
rung des Elektronenstrahls auftritt.
Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung werden die
oben beschriebenen Verstellvorgänge vorzugsweise durch Korrelation
kontrolliert und gegebenenfalls gesteuert. Dies geschieht dadurch,
daß man bei einer Verstellung des Präparats ein vor Beginn der Ver
stellung aufgenommenes Bild mit einem während der Verstellung oder
nach einem Verstellungsschritt erzeugten Bild korreliert, wobei man
sich beispielsweise eines optischen Korrelators bedienen kann, wie er
in der DE-OS 33 25 855 beschrieben ist.
Die Belastung des Präparats durch die Korpuskularstrahlung kann
dadurch klein gehalten werden, daß man die Korrelation nicht mit dem
zu untersuchenden Teil des Präparats durchführt, sondern mit einem
anderen Präparatteil oder sogar mit der Trägerfolie. Es ist dabei
möglich, mit wesentlich geringerer Vergrößerung zu arbeiten als bei
der eigentlichen Aufnahme des interessierenden Präparatteils, und man
kann dann bei der Korrelation, die zum Zwecke der Verstellung des
Präparats durchgeführt wird, eine relativ grobkörnige Kohlefolie oder
einen Präparatträger, der ein relativ grobporiges Netz mit sta
tistisch verteilten Poren aufweist, verwenden. Die endgültige
Feinkorrelation des aufgenommenen Bildes wird dann bei der Bildverar
beitung im Computer in bekannter Weise durchgeführt.
Bei Kohlefolien, wie sie als Präparatträger in der Elektronenmikros
kopie üblich sind, zeigt sich bei Vergrößerungen im Bereich von
80 000 bis 200 000 schon eine ausreichende Körnigkeit aufgrund derer
die Korrelation gut durchgeführt werden kann. Bei Präparatträgern in
Form eines Netzes mit mehr oder weniger statistisch verteilten,
großen Poren, kann die Korrelation gegebenenfalls schon bei Vergröße
rungen von 500- bis 1000-fach durchgeführt werden.
Bei einer Verschiebung in X-Richtung verschiebe sich beispielsweise
das Maximum der entstehenden Korrelationsfunktion von links nach
rechts. Man kann nun mit der Korrelationsfunktion leicht eine Strecke
definieren, die einer gewünschten schrittweise entsprechen soll. Dies
kann z. B. folgendermaßen geschehen: Man verschiebt das vom
Elektronenmikroskop erzeugte Bild in bekannter Weise elektrisch, bis
das Korrelationsmaximum z. B. den linken Rand des Korrelationsbe
reichs erreicht. Dann wird ein Signal gegeben und die Verschiebung
abgeschaltet. Nun wird die X-Verschiebung der vorliegenden Verstell
vorrichtung so lange betätigt, bis das Korrelationsmaximum den
rechten Rand erreicht. Nach Abschalten der Verstellvorrichtung wird
das Bild elektrisch nun wieder verstellt, bis sich das Korrelations
maximum wieder am linken Rand befindet und anschließend wird wieder
die vorliegende Verstellvorrichtung in Betrieb genommen. Man kann
jederzeit, also von einem Verstellschritt zum anderen, das Bild
beliebig elektronisch verschieben und betrachten, was sehr wesentlich
ist. Es ergibt sich dadurch im Prinzip eine praktisch kontinuierliche
Bildverschiebung, wobei der Betrachter gar nicht zu wissen braucht,
wann sich das Bild elektronisch und wann mechanisch verschiebt. Durch
Korrelation lassen sich auch die unvermeidlichen Ungenauigkeiten der
Verstellung kompensieren, indem man die Aktuatorelemente so steuert,
daß sich die Korrelationsfunktion bei einer Verstellung nur in der
gewünschten Weise ändert.
Die Kontrolle der Verstellung des Präparats über die Korrelations
funktion ist besonders bei einer Verdrehung des Präparats wichtig,
wie sie anhand der Fig. 4 und 5 erläutert wurde. Auswanderungen des
Drehzentrums lassen sich durch eine Gegensteuerung mit Hilfe der
Korrelationsfunktion ohne Schwierigkeiten vermeiden.
Es ist einleuchtend, daß eine Verstellung des Präparatträgers in
mehreren Koordinatenrichtungen gleichzeitig erfolgen kann. Z. B.
können Verschiebungen in X- und/oder Y-Richtung und/oder Verdrehungen
kombiniert werden.
Claims (15)
1. Verstellbare Präparathalterungseinrichtung für ein
Korpuskularstrahlenmikroskop mit einem Träger und einer Vorrichtung
zum Bewegen eines ein Präparat enthaltenden Präparatplättchens bezüg
lich des Trägers, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (10) eine
Auflagefläche (12) für das Präparatplättchen (14) aufweist und mit
einer Vorrichtung (16) zur kraftschlüssigen Halterung des
Präparatplättchens (14) auf dieser Fläche (12) versehen ist, und daß
die Bewegungsvorrichtung zwei Aktuatorelemente (20, 22) enthält, die
jeweils einen zur Kopplung mit dem Präparatplättchen (14) dienenden
Teil (20 a, 22 a) aufweisen, der von einer Stellung im Abstand vom
Präparatplättchen in Eingriff mit dem Präparatplättchen und außerdem
zum Bewegen des Präparatplättchens auf der Auflagefläche in minde
stens einer zur Auflagefläche (12) parallelen Richtung (X, Y)
bewegbar ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kopp
lungsteil (20 a, 22 a) in zwei verschiedenen, vorzugsweise im
wesentlichen senkrecht zueinander verlaufenden und zur Auflagefläche
parallelen Richtungen (X, Y) bewegbar ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Aktuatorelemente (20, 22) stabförmig sind, an einem ersten Ende (20 b)
mit dem Träger (10) verbunden sind, mit einem zweiten Ende (20 a,
22 a), an dem sich die Kopplungsvorrichtung befindet, sich über einen
zur Auflage des Präparatplättchens dienenden Bereich der Auflageflä
che (12) erstrecken und je eine Vorrichtung (26, 30) zum Bewegen des
zweiten Endes senkrecht bzw. parallel zur Ebene der Auflagefläche
(12) sowie eine Vorrichtung (34) zum Bewegen des zweiten Endes in
Längsrichtung des betreffenden Aktuatorelements aufweisen (Fig. 3).
4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Bewegungsvorrichtungen (26, 30, 34) piezoelektrische Vorrichtungen
sind.
5. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Bewegungsvorrichtungen magnetische Vorrichtungen sind.
6. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß der Träger (10) im wesentlichen die Form eines
für eine seitliche Einführung in das Korpuskularstrahlenmikroskopes
ausgelegten Goniometerstabes hat und daß die Auflagefläche (12) im
wesentlichen durch die Achse (18) des Goniometerstabes geht.
7. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß das Präparatplättchen (114, 214) rund ist und daß
die Aktuatorelemente (120, 122; 220, 222) zur Drehung des
Präparatplättchens (114, 214) gegensinnig verstellbar sind.
8. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Ak
tuatorelemente (120, 122) an diametral gegenüberliegenden Seiten des
Präparatplättchens (114) angreifen und in entgegengesetzten Rich
tungen seitlich schwenkbar sind (Fig. 4).
9. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der
Träger (210) ein verkürzter Goniometerstab ist, der im Abstand vor
der Achse des Strahlenganges des Mikroskops endet; daß das Präparat
plättchen (214) im wesentlichen kreisförmig ist; daß die Vorrichtung
(216) zur kraftschlüssigen Halterung des Präparatplättchens (214)
dieses so zu haltern gestattet, daß mehr als die Hälfte seines
Durchmessers vom Ende des Trägers (210) so weit vorspringt, daß die
Strahlengang-Achse durch einen mittleren Bereich des Präparatplätt
chens (214) geht; und daß die Aktuatorelemente (220, 222) parallel
nebeneinander am Träger angeordnet sind und sich über beabstandete
Teile des Randes des Präparatplättchens (214) erstrecken (Fig. 5).
10. Einrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die am
Rand des Präparatplättchens (214) angreifenden Enden (220 a, 222 a) der
Aktuatorelemente (220, 222) in ihrer Längsrichtung gegensinnig
verstellbar und außerdem in Abhängigkeit vom Betrag der gegensinnigen
Verstellung (x) in Längsrichtung (X-Richtung) gleichsinnig sowie in
einer zur Auflagefläche parallelen und zur Längsrichtung senkrechten
Richtung (Y-Richtung) verstellbar sind.
11. Verfahren zum Betrieb einer verstellbaren Präparathalterungsein
richtung, insbesondere nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Kontrolle und/oder Steuerung der
Verstellung durch Korrelation eines Referenz-Korpuskularstrahlenbil
des mit mindestens einem während oder nach der Verstellung aufgenom
menen Korpuskularstrahlenbild erfolgt.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß das
Korpuskularstrahlenbild im Mikroskop elektrisch derart verschoben
wird, daß das Maximum der Korrelationsfunktion an eine Grenze eines
vorgegebenen Korrelationsbereiches zu liegen kommt und daß dann die
Verstellvorrichtung so lange betätigt wird, bis das Korrelationsma
ximum die entgegengesetzte Grenze des betreffenden Bereiches er
reicht.
13. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß
die zur Steuerung der Verstellung des Präparates dienende Korrelation
mit einem außerhalb des zu untersuchenden Präparatbereiches liegenden
Bereich der Präparat-Präparatträgeranordnung durchgeführt wird.
14. Verfahren nach Anspruch 11, 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet,
daß die zur Steuerung der Präparatverstellung dienende Korrelation
mit kleinerer Vergrößerung als sie bei der Aufnahme des interessie
renden Präparatbereiches verwendet wird, erfolgt.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekenn
zeichnet, daß ein relativ grob strukturierter Präparatträger, wie
eine grobkörnige Kohlefolie oder eine Netzstruktur mit statistisch
verteilten Poren, verwendet wird.
Priority Applications (6)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863628170 DE3628170A1 (de) | 1986-08-20 | 1986-08-20 | Verstellbare praeparathalterung fuer ein korpuskularstrahlenmikroskop |
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| EP87201561A EP0260734B1 (de) | 1986-08-20 | 1987-08-18 | Justierbarer Präparathalter in einem Bestrahlungsgerät |
| DE8787201561T DE3767817D1 (de) | 1986-08-20 | 1987-08-18 | Justierbarer praeparathalter in einem bestrahlungsgeraet. |
| KR870009088A KR880003209A (ko) | 1986-08-20 | 1987-08-20 | 조정식 프리페어레이션 설치 장치 및 그 조작법 |
| JP62205294A JPS63119146A (ja) | 1986-08-20 | 1987-08-20 | 放射線ビ−ム装置の調整できる試料マウンティング装置と方法 |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863628170 DE3628170A1 (de) | 1986-08-20 | 1986-08-20 | Verstellbare praeparathalterung fuer ein korpuskularstrahlenmikroskop |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3628170A1 true DE3628170A1 (de) | 1988-02-25 |
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Family Applications (2)
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