DE3628087A1 - Verfahren und vorrichtung zum schuetzen einer magnetometeranordnung vor dem einfluss von in der naehe erzeugten magnetischen feldern - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zum schuetzen einer magnetometeranordnung vor dem einfluss von in der naehe erzeugten magnetischen feldernInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung
zum Schützen einer Magnetometeranordnung vor den Einflüssen
von in der Nähe fließenden elektrischen Strömen.
Die Verwendung von Magnetometern zum Messen der Anteile des
Erdmagnetfeldes ist bekannt. Eine besonders wichtige Anwen
dung finden Magnetometer beim Aufzeichnen der Position und
Richtung von Bohrlöchern im Erdboden. Dazu wird eine Gruppe
von wenigstens drei Magnetometern in einer Sonde zusammen
gebaut, um das Erdmagnetfeld in drei zueinander senkrechten
Richtungen zu messen. Während normalerweise derartige Anord
nungen völlig ausreichend sind, treten dann Schwierigkeiten
auf, wenn eine Energieversorgung in der Sonde über die Magne
tometer hinaus benötigt wird, was es erforderlich macht,
Stromleitungsdrähte vorzusehen, die in unmittelbarer Nähe der
Magnetometer verlaufen. Der durch diese Drähte fließende Strom
erzeugt ein Magnetfeld, das die Ausgangssignale der Magneto
meter beeinflußt. Bisherige Versuche das Auftreten eines der
artigen Fehlers zu vermeiden, schließen die Verwendung von
abgeschirmten Kabeln oder Koaxialkabel ein. Diese Kabel sind
jedoch mit einer Vielzahl von Schwierigkeiten einschließlich
der räumlichen Anordnung des abgeschirmten Drahtes oder Kabels
in der Sonde und Erdungsproblemen verbunden, was zu einem
teilweise unausgeglichenen Strom durch die Segmente der Kabel
führt.
Durch die Erfindung werden die Schwierigkeiten der bekannten
Anordnung dadurch überwunden, daß ein langgestrecktes durch
gehend zylindrisches Element aus einem gleichmäßig starken
leitenden Material vorgesehen ist, in dem die Magnetometer
anordnung aufgenommen ist und das seinerseits in einem Druck
gehäuse einer Sonde elektrisch isoliert angebracht ist. Der
leitende Zylinder leitet den Strom gleichförmig an den Magne
tometern vorbei, so daß im wesentlichen keine störenden Mag
netfelder im Zylinder erzeugt werden. Für die erfindungsge
mäße Ausbildung ist es wichtig, daß zwischen der Innen- und
der Außenwand des leitenden Zylinders eine Konzentrizität be
steht, d. h. daß der Zylinder über seine gesamte Länge eine
gleichmäßige Stärke hat. Der leitende Zylinder ist durchgehend
ausgebildet, d. h. er weist keine Mündungen oder andere Öffnun
gen in der Wand auf und kann offen enden oder gleichmäßig an
einem Ende oder beiden Enden konisch oder halbkreisförmig ver
jüngt ausgebildet sein. Der leitende Zylinder ist mit einer
elektrischen Anschlußeinrichtung versehen, die einen elektri
schen Strom gleichförmig an den Zylinder legt und vom Zylinder
aufnimmt. Die Magnetometeranordnung sollte im Zylinder in
einem Abstand vom nächstgelegenen offenen Ende des Zylinders
angeordnet sein, der wenigstens das Dreifache des Zylinder
durchmessers beträgt.
Im folgenden wird anhand der zugehörigen Zeichnung ein beson
ders bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung näher be
schrieben. Es zeigen
Fig. 1 in einer teilweise geschnittenen perspektivischen
Ansicht eine bekannte Sonde,
Fig. 2 in einer teilweise geschnittenen perspektivischen
Ansicht eine Sonde gemäß eines Ausführungsbeispiels
der Erfindung und
Fig. 3 eine Querschnittsansicht durch die in Fig. 2
dargestellte Sonde.
Zur Erläuterung der erfindungsgemäßen Ausbildung wird zu
nächst die bekannte Anordnung beschrieben, um die Schwierig
keiten darzustellen, die gemäß der Erfindung überwunden wer
den sollen. Bekannte Anordnungen bestehen im allgemeinen aus
einer Gruppe von Magnetometern 10, 12, 14, die in einem Druck
gehäuse 16 senkrecht zueinander so angeordnet sind, daß sie
das Magnetfeld in drei Ebenen anzeigen. Während das normaler
weise keine besonderen Schwierigkeiten bereitet, treten dann
Probleme auf, wenn ein Strom von einer Energiequelle, beispiels
weise von Batterien auf einer Seite der Magnetometer zu elek
tronischen Einrichtungen auf der gegenüberliegenden Seite der
Magnetometer geleitet werden muß. Das erfolgte bisher dadurch,
daß ein Kabel 18 an der Außenseite des Druckgehäuses 16 ange
ordnet wird, das von der nicht dargestellten Energiequelle
zu den gleichfalls nicht dargestellten elektronischen Einrich
tungen führt. Natürlich bewirkt ein einzelner Draht, daß ein
Magnetfeld erzeugt wird, wenn Strom über ihn geleitet wird.
Wenn das Kabel ein Koaxialkabel oder ein anderes abgeschirmtes
Kabel ist, kann jedoch dieses Feld zum Verschwinden gebracht
werden, wenn der Rückstrom vollständig entlang der Rückfüh
rungsabschirmung fließt. Aufgrund der asymmetrischen Anordnung
des Drahtes und der Rückführungsabschirmung bezüglich der Mag
netometer und Erdungsproblemen, die zu Mehrfachrückleitungs
wegen bei der bekannten Anordnung führen können, bestand bis
her immer die Möglichkeit, daß unausgeglichene oder unsymmetri
sche Drahtsegmente auftreten, die ein Magnetfeld erzeugen,
das ausreicht, um in den Magnetometern zu Fehler zu führen.
Gemäß der Erfindung wird diese Schwierigkeit dadurch vermie
den, daß ein langgestrecktes durchgehendes zylindrisches Ele
ment 20 aus einem gleichmäßig starken leitenden Material vor
gesehen ist, das die Gruppe von Magnetometern 22, 24, 26 um
schließt und in einem Druckgehäuse 28 über isolierende Ab
standseinrichtungen 30 angeordnet ist. Das Druckgehäuse 28
liefert den Rückleitungsweg. Das zylindrische Element 20
ist an beiden Enden mit einer Vielzahl von elektrischen An
schlüssen 32, 34 versehen, die über Drähte 36, 38 mit An
schlußkästen 40, 42 verbunden sind. Die Drähte 36, 38 bilden
einen konischen Käfig, der koaxial vom jeweiligen Ende des
Elementes 20 ausgeht. Die Anschlüsse sind vorzugsweise gleich
mäßig an den jeweiligen Enden des zylindrischen Elementes 20
beabstandet. Es sei daran erinnert, daß das zylindrische Ele
ment 20 durchgehend ist, d. h. keine Löcher oder Öffnungen
aufweist, eine gleichmäßige Stärke hat, d. h. konzentrische
Innen- und Außenwandflächen hat und keine inneren Blasen oder
Oberflächenfehler aufweist, was einzeln oder in Kombination
zur Erzeugung eines internen magnetischen Feldes beim Fließen
eines Stromes durch das zylindrische Element führen könnte.
Es versteht sich, daß der entlang des zylindrischen Elementes
bei der erfindungsgemäßen Anordnung fließende Strom gleich
mäßig um die Magnetometer herum verteilt ist, so daß kein
magnetisches Feld in dem Hohlraum erzeugt wird, der von dem
leitenden Element begrenzt wird.
Es sei darauf hingewiesen, daß das zylindrische Element 20
wesentlich länger als die Magnetometeranordnung ist.
Vorzugsweise liegen die Magnetometer im Element 20 in einem
Abstand von beiden offenen Enden der wenigstens das Dreifa
che des Durchmessers des Zylinders beträgt. Das zylindrische
Element 20 ist mit einer Vielzahl von elektrischen Anschlüs
sen versehen, um eine gleichmäßige Verteilung des Stromes im
Element insbesondere in der unmittelbaren Umgebung der Magne
tometer sicherzustellen. Die Zuleitungen zu den Anschlüssen
sind gleichmäßig bezüglich der Achse des zylindrischen Ele
mentes verteilt.
Während das Element 20 bei dem dargestellten bevorzugten
Ausführungsbeispiel ein offen endender Zylinder ist, können
eines oder beide Enden des Elementes entweder halbkreis
förmig oder konisch verjüngt ausgebildet sein, und kann dazu
ein elektrischer Anschluß verwandt werden, der koaxial mit
dem zylindrischen Element verläuft.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Magneto
meter jeweils als kurze Zylinder dargestellt, die auf einer
jeweiligen Achse ausgerichtet sind. Bei der in Fig. 3 dar
gestellten Schnittansicht ist die Magnetometeranordnung
schematisch in Form eines Blockes dargestellt, um zu zeigen,
daß die Magnetometer nicht koaxial im zylindrischen Element
angebracht werden müssen. Das Element 20 ist in einem Druck
gehäuse 28 angebracht, das beispielsweise aus Edelstahl mit
einer Stärke von etwa 2,5 cm besteht. Isolierende Zentrie
rungseinrichtungen 30 halten das Element 20 im Druckgehäuse
28.
Das zylindrische Element 20 besteht vorzugsweise aus einem
nicht magnetischen Material wie beispielsweise Aluminium,
Kupfer, Messing oder Titan und hat ausreichende Abmessungen,
um die Magnetometeranordnung darin in einem Abstand vom offe
nen Ende aufzunehmen, der wenigstens gleich dem Dreifachen
des Durchmessers des Zylinders ist. Es ist gleichfalls bevor
zugt, daß das Druckgehäuse aus nicht magnetischen Materialien
besteht.
Das oben beschriebene Ausführungsbeispiel der Erfindung eignet
sich besonders bei Brunnenbohrungen. Es ist jedoch möglich,
die erfindungsgemäße Anordnung in jedem Fall dann zu verwenden,
wenn eine Nichtgleichförmigkeit in den Wänden eines Zylinders
beispielsweise einer Rohrleitung oder im Kühlrohr eines Dampf
generators festgestellt werden soll. In diesem Fall wird das
zylindrische Element 20, das die Gruppe von Magnetometern ent
hält, in einem geeigneten Transportmechanismus beispielsweise
in einem Seilbahnwagen angeordnet und durch den zu prüfen
den Zylinder gezogen oder getrieben, während am Zylinder ein
Strom liegt. Der im Zylinder fließende Strom bewirkt, daß
immer dann ein Magnetfeld erzeugt wird, wenn eine Nichtgleich
förmigkeit auftritt, was leicht durch die Magnetometer fest
gestellt werden kann.
Claims (10)
1. Vorrichtung zum Schützen einer Anordnung von wenig
stens einem Magnetometer vor Magnetfeldern, die durch elek
trische Ströme in der unmittelbaren Nähe der Anordnung er
zeugt werden, gekennzeichnet durch ein lang
gestrecktes durchgehendes zylindrisches Element (20) aus ei
nem gleichmäßig starken leitenden Material, das eine wesent
lich größere Länge als die Magnetometeranordnung (22-26) hat,
Einrichtungen zum Anbringen der Magnetometeranordnung (22-26)
im zylindrischen Element (20) und Einrichtungen zum Leiten
eines elektrischen Stromes durch das zylindrische Element
(20) derart, daß der durch das zylindrische Element (20)
fließende Strom ein Magnetfeld erzeugt, das im zylindrischen
Element (20) im wesentlichen gleich Null ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Einrichtungen zum Leiten eines elek
trischen Stromes durch das zylindrische Element (20) eine Viel
zahl von elektrischen Anschlüssen (32, 34) umfassen, die gleich
mäßig um die gegenüberliegenden Enden des zylindrischen Ele
mentes (20) herum verteilt sind, um den Strom darüber im we
sentlichen gleichförmig anzulegen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß wenigstens ein Ende des zylindrischen
Elementes (20) bis zum Verschluß gleichförmig verjüngt aus
gebildet ist und die Einrichtungen zum Leiten des elektri
schen Stromes koaxial am geschlossenen Ende angebracht sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß die gleichförmige Verjüngung konisch ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß die gleichförmige Verjüngung halbkreis
förmig ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß das zylindrische Element (20) konzentri
sche Innen- und Außenflächen hat.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Innen- und Außenflächen des zylin
drischen Elementes (20) frei von Oberflächenfehlern sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß das zylindrische Element (20) frei von
inneren Fehlern ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß das zylindrische Element (20) eine Länge
hat, die ausreicht, damit die Magnetometeranordnung (22-26)
um eine Strecke vom offenen Ende zurückgezogen angeordnet wer
den kann, die wenigstens das Dreifache des Durchmessers
des zylindrischen Elementes (20) beträgt.
10. Verfahren zum Schützen einer Magnetometeranordnung vor
dem Einfluß von magnetischen Feldern, die durch benachbarte
elektrische Ströme erzeugt werden, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Magnetometeranordnung im Inneren
eines langgestreckten Zylinders aus einem gleichmäßig star
ken leitenden Material angeordnet wird, der Zylinder im
Inneren eines Druckgehäuses angebracht wird und ein elektri
scher Strom in eine erste Richtung durch den Zylinder ge
leitet wird, wobei der Strom in einer zweiten Richtung durch
das Druckgehäuse zurückfließt, so daß das durch den Strom
im Zylinder erzeugte Feld in der Nähe der Magnetometeranord
nung im wesentlichen gleich Null ist.
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