DE3625676A1 - Axial-ueberlastelement - Google Patents
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Axial-Überlastele
ment zur Begrenzung von Zug- und/oder Druckkräften gemäß
Oberbegriff des Anspruches 1.
Aufgrund der ständig sich erweiternden Möglichkeiten der
Mikroelektronik ist man im Maschinen- und Vorrichtungsbau
in der Vergangenheit immer stärker dazu übergegangen, auch
komplizierte Bewegungen von Vorrichtungsteilen durch die
Mikroelektronik steuern zu lassen. Allerdings liegt es in
der Natur einer Steuerung von komplizierten Bewegungen
durch die Mikroelektronik und entsprechende Antriebe, daß
die Zahl der möglichen Fehlerquellen und somit der Störun
gen zunimmt. Von daher ist es erklärlich, daß vielfach
wieder zu kurvengetriebenen Antrieben zurückgekehrt wird,
die robuste und wenig störanfällige Antriebe darstellen.
Ähnliches gilt sinngemäß auch für Kurbeltriebe, Zuführ
oder Transporteinrichtungen und sonstige Linearantriebe.
Allerdings bedarf es auch bei solchen Antrieben ge
wisser Sicherheitsmaßnahmen, um diese Antriebe
vor Überlastung zu schützen, falls es zu unvorhergesehenen
Störfällen kommt.
Es ist daher die der vorliegenden Erfindung zugrundelie
gende Aufgabe, ein auf Zug- bzw. Druck belastbares Axial-
Überlastelement vorzusehen, welches einen robusten und
platzsparenden Aufbau besitzt, dessen Überlast-Auslöse
punkt in weiten Grenzen einstellbar ist und das bei Bedarf
hoch belastbar ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des
Anspruches 1 gelöst.
Verschiedene Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfin
dung werden unter Bezugnahme auf die Zeichnun
gen beschrieben. Darin zeigt:
Fig. 1 in der Mitte das Axial-Überlastelement in einer
Grundversion, wobei rechts und links davon zwei
anschraubbare Verlängerungsstücke angedeutet
sind;
Fig. 2 das gleiche Axial-Überlastelement in einer
Einbausituation mit einer Befestigungshülse;
Fig. 3 das gleiche Axial-Überlastelement in einer
Einbausituation mit einer Befestigungsplatte;
und
Fig. 4 das erfindungsgemäße Überlastelement als
langgestreckte Druck- oder Zugstange für einen
kurvengesteuerten Antrieb oder für sonstige
Antriebszwecke.
In Fig. 1 ist in der Mitte ein erstes Ausführungsbeispiel
der Erfindung gezeigt. Das Überlastelement weist ein
zentrales inneres Teil in Form eines stabförmigen Zug
/Druckbolzens 2 auf, der einen Abschnitt 4 reduzierten
Durchmessers aufweist, wobei der Übergang zwischen den
unterschiedlichen Durchmessern in Form zweier schräger
Umfangsschultern 6, 6 A ausgebildet ist, die
unterschiedliche Neigung haben können, um eine gleiche
Auslösekraft bei Zug- bzw. Druckbelastung des
Überlastelementes zu erzielen. Auf dem kleinen
Durchmesser des Abschnittes 4 ist in der in den Zeichnun
gen dargestellten, nicht ausgerasteten Stellung des Über
lastelementes ein aus mehreren Segmenten bestehender
Druckring 12 angeordnet, der einen polygonalen Querschnitt
aufweist und mit seinen Seitenflächen an den schrägen
Umfangsschultern 6, 6 A des Zug/Druckbolzens anliegt. Mit
seiner inneren Umfangsfläche liegt der Druckring 12 am
Abschnitt 4 reduzierten Durchmesser an. In der gezeichne
ten Verriegelungsstellung liegen die Segmente des Druck
ringes 12 außerdem an einer schräg zur Rotationsachse
verlaufenden Stirnfläche eines festliegenden Stützringes
10 an, welcher im becherförmigen Gehäuse 3 des Über
lastelementes an dessen "Bodenwandung" anliegend ange
ordnet ist. Auf der vom Stützring 10 abgewandten Seite des
Druckringes 12 liegt eine Druckscheibe 14 an, deren dem
Druckring 12 zugewandte Stirnfläche ebenfalls schräg zur
Rotationsachse verläuft. Die Neigung der Stirnflächen von
Stützring 10 und Druckring 12 ist derart, daß die Druck
übertragungskörper des Druckringes 12 radial einwärts
beaufschlagt werden. Die Druckscheibe 14 wird in axialer
Richtung von geeigneten Federn 8, beispielsweise Teller
federn, beaufschlagt, welche um den Zug/Druckbolzen herum
angeordnet sind und sich an einer in das offene Ende des
becherförmigen Gehäuses 3 eingeschraubten Nachstellmutter
7 abstützen, durch die die Federvorspannung in weiten
Grenzen einstellbar ist. Der an den schrägen Umfangsschul
tern 6, 6 A anliegende Druckring ist in Umfangsrichtung
mehrfach unterteilt, damit die einzelnen Segmente beim
Ausrasten des Überlastelementes, nämlich, wenn der Zug
/Druckbolzen 2 sich gegenüber der gezeichneten Stellung
aufgrund einer Überlast nach rechts oder links verschiebt,
an einer der schrägen Schultern 6, 6 A zum größeren Durch
messer des Zug/Druckbolzens wandern können. Zum Erreichen
der ausgerasteten Stellung verschieben sich also die
Segmente des Druckringes 12 an einer der erwähnten Um
fangsschultern 6, 6 A radial nach außen und legen sich dann
mit der radial einwärts gerichteten Umfangsfläche am
größeren Durchmesser des Zug-/Druckbolzens 2 an, d.h.,
dieser ist dann nicht mehr in axialer Richtung festgelegt
- wenn man von unvermeidlichen Reibungskräften absieht.
Das Wiedereinrasten des Überlastelementes geschieht in
einfacher Weise dadurch, daß der Zug/Druckbolzen in
seine Ausgangsstellung zurückgedrückt wird, wobei der
segmentierte Druckring 12 wieder in den Abschnitt 4 redu
zierten Durchmessers einfällt. Dies bedeutet, daß die
Segmente des Druckringes wieder radial einwärts an der
einen schrägen Umfangsschulter 6 bzw. 6 A bis zum Abschnitt
4 kleineren Durchmessers des Druckbolzens zurückwandern
und ihre in der Fig. 1 dargestellte Position einnehmen.
Das Überlastelement ist somit wieder für die Übertragung
von Zug- und Druckkräften bis zur eingestellten Grenze
betriebsbereit, da alle Elemente wieder im Eingriff sind.
Die Segmente des Druckringes 12 bilden in der in der Fig.
1 gezeigten eingerasteten Stellung einen im wesentlichen
durchgehenden Ring, wobei jedoch zum Beispiel radiale
Trennebenen vorgesehen sind, damit seine Teile beim Aus
rasten des Überlastelementes auf den größeren Durchmesser
des Zug/Druckbolzens wandern können. Die Trennebenen
liegen vorzugsweise in verschiedenen Radialebenen der
Rotationsachse des Ringes. Die nach innen und außen
weisenden Umfangsflächen des Ringes verlaufen konzentrisch
zur Rotationsachse, während die an den schrägen Umfangs
schultern 6, 6 A des Zug/Druckbolzens 2 anliegenden Flä
chen die gleiche Neigung zur Symmetrieachse haben wie die
genannten schrägen Schultern. Die an der Druckscheibe 14
bzw. an dem Stützring 10 anliegenden Flächen des segmen
tierten Druckringes 12 bzw. der einzelnen Segmente haben
ebenfalls die gleiche Winkelausrichtung zur Symmetrieachse
des Überlastelementes wie die wirksamen Flächen der Druck
scheibe 14 bzw. des Stützringes 10.
Wie eingangs schon angedeutet wurde, haben die Umfangs
schultern 6, 6 A vorzugsweise unterschiedliche Neigungen
gegenüber der Längsachse, um eine gleiche Auslösekraft bei
Druck- bzw. Zugbelastung zu erreichen: Wenn das Überlast
element der in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform auf Zug
beansprucht wird, so verläuft der Kraftfluß über die
schräge Schulter 6, d.h. der Druckring 12 bzw. seine
Segmente (Druckübertragungskörper) werden direkt entgegen
der Wirkrichtung der Druckfedern 8 beaufschlagt, die die
Segmente des Druckringes 12 mit Hilfe der Druckscheibe 14
in dem Abschnitt 4 reduzierten Durchmessers zu halten
suchen. Wenn das Überlastelement dagegen auf Druck be
lastet wird, verläuft der Kraftfluß über die Schulter 6 A,
d.h. die Segmente des Druckringes 12 wirken nur indirekt
über die schräge Stirnfläche des Stützringes 10 entgegen
der Wirkrichtung der Druckfedern 8, so daß der dabei
entstehende Reibungsverlust durch die erhöhte Keilwirkung
einer weniger starken Neigung der schrägen Schulter 6 A
ausgeglichen wird.
Von besonderem Vorteil für das Auslöseverhalten ist es,
wenn das Überlastelement so angelegt wird, daß die Seg
mente (Druckübertragungskörper) des Druckringes 12 nach
- Erreichen der Überlast-Auslösekraft mit abnehmender Kraft
in Richtung auf den Abschnitt 4 reduzierten Durchmessers
gedrückt werden. Dies kann auf verschiedene Weisen er
reicht werden: So ist es möglich, als Druckfedern 8
spezielle Tellerfedern zu verwenden, deren Federkennlinie
einen fallenden Bereich aufweisen und diese Federn so
vorzuspannen, daß der Überlast-Auslösebereich am Anfang
des fallenden Bereiches liegt. Bei Federn mit stetig
ansteigender Kennlinie kann man als Alternative den schrä
gen Schultern 6, 6 A einen (im Schnitt) gekrümmten Verlauf
geben, d.h. mit zunehmendem Abstand von Abschnitt 4 redu
zierten Durchmessers eine flachere Neigung der Schultern
vorsehen.
Es liegt auf der Hand, daß an Stelle eines segmentierten
Druckringes 12 auch eine Kugelreihe oder sonstige Druck
übertragungskörper auf dem Abschnitt 4 reduzierten Durch
messers des Zug/Druckbolzens 2 angeordnet werden kann.
Allerdings sind hierbei dann die einstellbaren Bela
stungsgrenzen etwas niedriger, da z.B. die Kugeln nur eine
Punktberührung erzeugen können, während der beschriebene
Druckring mit polygonalem Querschnitt mindestens für eine
linienförmige Berührung und im eingerasteten Zustand sogar
für eine flächige Kraftübertragung sorgt.
Das so weit beschriebene Axial-Überlastelement gemäß Fig.
1 (Mitte) läßt sich nach Art eines Baukastenprinzips in
verschiedener Weise einbauen. So zeigt die Fig. 1 rechts
und links vom eigentlichen Basiselement zwei Verlänge
rungsstücke 20, 22, die in entsprechende Gewindelöcher in
den Stirnflächen des Zug/Druckbolzens einschraubbar sind.
In Fig. 2 ist das Basisteil des Überlastelementes ge
strichelt dargestellt, wobei das Gehäuse des Überlast
elementes mit Hilfe einer Befestigungshülse mit einem
anderen Bauteil verbindbar ist. In Fig. 3 ist zu dem
gleichen Zweck eine Befestigungsplatte 24 vorgesehen.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen
Überlastelementes ist in Fig. 4 gezeigt. Der Zug/Druck
bolzen des Überlastelementes weist eine erhebliche Länge
auf und ist außer in dem eigentlichen Überlastelement auch
in dem hülsenartigen Gehäuseabschnitt ähnlich der Befe
stigungshülse 26 in Fig. 2 teleskopartig geführt. An
beiden stirnseitigen Enden dieses stabförmigen Überlast
elementes ist ein Gewindezapfen vorgesehen, um das Über
lastelement in geeigneter Weise mit einer Vorrichtung wie
einem kurvengesteuerten Antrieb oder sonstigen Bauteilen
zu verbinden.
Die Konstruktion bzw. Funktion des Rastmechanismus ist
identisch mit derjenigen, die in Verbindung mit der Fig. 1
beschrieben wurde. Es wird daher an dieser Stelle hierauf
nicht näher eingegangen. Allerdings ist in Fig. 4 zu
sätzlich ein berührungsfreier Endschalter 18 gezeigt, mit
dem ein Auslösen des Überlastelementes abgefühlt werden
kann, um daraufhin beispielsweise den Motor eines kur
vengesteuerten Antriebes stillzusetzen. Bei einer auf
tretenden Überlast verschiebt sich die federbeaufschlagte
Druckscheibe entgegen der Kraft der Feder 8 axial in
Richtung auf die Nachstellmutter, da die Segmente des
Druckringes oder die sonstigen Druckübertragungskörper
radial nach außen gedrückt werden. Diese Verschiebung der
Druckscheibe wird dann also durch den berührungsfreien
Endschalter abgefühlt.
Es liegt auf der Hand, daß die Federdruckbeaufschlagung
nicht notwendigerweise in axialer Richtung geschehen muß.
Es sind Fälle denkbar, in denen die Federdruckbeaufschla
gung beispielsweise auch radial erfolgen kann. Weiterhin
ist es möglich, nur eine Umfangsschulter 6 oder 6 A vorzu
sehen, so daß der Zug/Druckbolzen zwei durchgehend unter
schiedliche Durchmesser aufweist. In diesem Fall ist das
Überlastelement natürlich nur in einer Richtung belastbar.
Die Hauptbestandteile des voranstehend beschriebenen und
in den Zeichnungen gezeigten Ausführungsbeispieles eines
Überlastelementes sind rotationssymmetrisch zur Längsachse
ausgebildet, doch ist es ohne weiteres denkbar, das
Überlastelement und seine Hauptbestandteile mit einem
rechteckigen, quadratischen oder sonstigen Querschnitt zu
versehen, ohne seine grundsätzliche Wirkungsweise zu
verändern.
Claims (7)
1. Überlastelement zur Begrenzung von Zug- und/oder
Druckkräften zweier bei Überlast gegeneinander verschieb
licher Abschnitte, die in der kraftübertragenden Stellung
gegeneinander verrastet sind, wobei der eine Abschnitt als
Zug/Druckstange (2) und der andere Abschnitt als ein die
Zug/Druckstange aufnehmendes Gehäuse (3) ausgebildet sind
und ein einstellbar federnd vorgespannter Riegelmechanis
mus die beiden Abschnitte zueinander fixiert, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Regelmechanismus mindestens einen
von der Federanordnung (8) einwärts in Richtung auf die
Stange (2) beaufschlagten Druckübertragungskörper (12) von
polygonalem Querschnitt aufweist, der im eingerasteten
Zustand des Überlastelementes an mindestens einer quer zur
Kraftverlaufsrichtung angeordneten schrägen Schulter/Stufe
(6 bzw. 6 A), die ein äußeres Niveau und ein weiter ein
wärts liegendes Niveau verbindet, und an dem einwärts
gelegenen Niveau anliegt.
2. Überlastelement nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch
einen auf dem äußeren Niveau der Zug/Druckstange (2)
angeordneten Stützkörper (10), dessen an dem Druckübertra
gungskörper (12) anliegende axiale Stirnfläche zu diesem
hin geneigt ist, und durch einen auf der anderen Seite des
Druckkörpers (12) angeordneten, in axialer Richtung feder
beaufschlagten Druckkörper (14), dessen an dem Drucküber
tragungskörper anliegende axiale Stirnfläche ebenfalls zu
diesen hin geneigt ist.
3. Überlastelement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die den Druck aufnehmenden Seitenflä
chen des Druckübertragungskörpers (12) plan zu den anlie
genden Flächen der mindestens einen Umfangsschulter (6,
6 A) des Stützkörpers (10) und des Druckkörpers (14) ver
laufen.
4. Überlastelement nach einem der voranstehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Überlastelement
rotationssymmetrisch zu seiner Längsachse ausgebildet ist.
5. Überlastelement nach einem der voranstehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß die Umfangsschultern (6,
6 A) unterschiedliche Neigung gegenüber der Längsachse
haben.
6. Überlastelement nach einem der voranstehenden
Ansprüche, dadurch gekenzeichnet, daß die schrägen
Schultern (6, 6 A) eine gekrümmte Oberfläche aufweisen.
7. Überlastelement nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die den Druckkörper (14) in
axialer Richtung bzw. den (die) Druckübertragungskörper
(12) einwärts beaufschlagenden Federn (8), beispielsweise
spezielle Tellerfedern, derart vorgespannt sind, daß der
Überlast-Auslösepunkt des Überlastelementes im fallenden
Bereich der Federkennlinie liegt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863625676 DE3625676A1 (de) | 1986-07-29 | 1986-07-29 | Axial-ueberlastelement |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863625676 DE3625676A1 (de) | 1986-07-29 | 1986-07-29 | Axial-ueberlastelement |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3625676A1 true DE3625676A1 (de) | 1988-02-11 |
Family
ID=6306246
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19863625676 Withdrawn DE3625676A1 (de) | 1986-07-29 | 1986-07-29 | Axial-ueberlastelement |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3625676A1 (de) |
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1986
- 1986-07-29 DE DE19863625676 patent/DE3625676A1/de not_active Withdrawn
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