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DE3622001A1 - Gewindeausbildung von befestigungsbohrungen in moebelbeschlaegen aus metallblech - Google Patents

Gewindeausbildung von befestigungsbohrungen in moebelbeschlaegen aus metallblech

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DE3622001A1
DE3622001A1 DE19863622001 DE3622001A DE3622001A1 DE 3622001 A1 DE3622001 A1 DE 3622001A1 DE 19863622001 DE19863622001 DE 19863622001 DE 3622001 A DE3622001 A DE 3622001A DE 3622001 A1 DE3622001 A1 DE 3622001A1
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furniture
screw
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Jun Karl Lautenschlaeger
Gerhard Lautenschlaeger
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Karl Lautenschlaeger GmbH and Co KG Moebelbeschlafabrik
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Karl Lautenschlaeger GmbH and Co KG Moebelbeschlafabrik
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    • F16B37/00Nuts or like thread-engaging members
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
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    • E05DHINGES OR SUSPENSION DEVICES FOR DOORS, WINDOWS OR WINGS
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    • A47FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
    • A47BTABLES; DESKS; OFFICE FURNITURE; CABINETS; DRAWERS; GENERAL DETAILS OF FURNITURE
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E05LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
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Description

Die Erfindung betrifft die Gewindeausbildung von Befestigungsbohrungen in im Stanz-Preßverfahren aus dünnem Blech hergestellten Möbelbeschlägen, die mittels je einer durch die jeweilige Befestigungsbohrung hindurch in eine Bohrung in einer Möbelwandung eingeschraubte Befestigungs­ schraube am Möbelstück befestigbar sind, wobei der Schaft der verwendeten Befestigungsschraube an seinem kopfseitigen Ende einen gewindelosen Abschnitt mit einem gegenüber dem Gewinde-Außendurchmesser verringerten Durchmesser hat.
Die Herstellung von Möbelbeschlägen im Stanz-Preßverfahren aus Metallblech ermöglicht deren preisgünstige Produktion in Großserie, wobei solche Blech-Beschläge gegenüber im Spritzgußverfahren aus Kunststoffen oder im Druckgußverfah­ ren aus Metall, z.B. Zinkdruckguß, hergestellten Beschlägen eine erhöhte Beanspruchbarkeit und somit erhöhte Lebens­ dauer haben, und zumindest im Vergleich zu den Metallbe­ schlägen aus Zinkdruckguß (Zamak) auch deutlich preisgün­ stiger herstellbar sind. Als Beispiele für Möbelbeschläge, die aufgrund der vorstehend erwähnten Vorteile in zunehmen­ dem Maße aus Blech ausgestanzt und in Form gepreßt werden, seien hier nur Montageplatten für Möbelscharniere erwähnt, welche mittels Befestigungsschrauben auf einer Wand des Korpus eines Möbelstücks montiert werden, und auf denen dann der heute meist als langgestreckter Tragarm ausgebil­ dete und überwiegend ebenfalls im Stanz-Preßverfahren aus Blech hergestellte Korpus-Anschlagteil eines zugehörigen Scharniers in wenigstens zwei Koordinatenrichtungen ver­ stellbar befestigbar ist. Weitere für die Herstellung aus Blech in Frage kommende Beschlagteile sind beispielsweise Teile von Verbindungsbeschlägen, Fachbodenträgern und der­ gleichen. Bei der industriellen Montage von Beschlägen - z.B. der erwähnten Montageplatten - an Möbelwänden durch Verschraubung ist es zweckmäßig, die Befestigungsschrauben in den Beschlägen so vorzumontieren, daß der Beschlag zusammen mit der vormontierten und nur leicht angedrehten Befestigungsschraube an der Befestigungsstelle der Möbel­ wand angesetzt und die Schrauben dann mit motorisch ange­ triebenen Schraubwerkzeugen in die zugeordneten Vor­ bohrungen in der Möbelwand eingedreht werden können. Die Schrauben werden dabei direkt in die mit gegenüber dem Gewinde-Außendurchmesser des Gewindeschafts mit Untermaß bemessenen Bohrungen in der Möbelwand eingeschraubt und bilden dabei ihr Gegengewinde durch die in die Bohrungswan­ dung eindringenden Gewindegänge des Schraubenschafts selbst. Um eine hinreichende Beanspruchbarkeit der Schraub­ verbindung zu erhalten, werden Schrauben mit relativ grobem Gewinde verwendet, wofür in jüngerer Zeit zunehmend soge­ nannte "Euro-Schrauben" als Befestigungsschrauben Verwen­ dung finden, deren Gewindeschaft ein relativ grobes Spitz­ gewinde aufweist, welches sich einerseits mit vergleichs­ weise geringer Drehkraft in Bohrungen in Holzwerkstoffen eindrehen läßt, dabei durch die vergleichsweise große Ein­ dringtiefe der Gewindegänge in die Bohrungswandung jedoch hochbelastbar ist und auch eine mehrfache Montage und De­ montage von Beschlägen erlaubt. In Beschlägen aus dünnem Blech stellt allerdings die Vormontage der Befestigungs­ schrauben in den Befestigungsbohrungen, welche in den relativ dickwandigen Kunststoff- oder Druckguß-Beschlägen keine Schwierigkeit bereitet, ein Problem dar, weil zur sicheren Vormontage der Befestigungsschrauben die Befesti­ gungsbohrung mit wenigstens einem Gewindegang versehen sein muß, in welchen das Gewinde der Befestigungsschraube möglichst spielfrei einschraubbar sein muß. Nun wird aber die Materialstärke der verwendeten Bleche so gering wie möglich gehalten, so daß die Erzeugung eines sich auch nur über 270° erstreckenden Gewindegangs innerhalb der Blech­ stärke nicht möglich ist. Häufig ist die Materialstärke der Bleche sogar geringer als der zwischen zwei aufeinanderfol­ genden Gewindegängen der Befestigungsschraube gemessene lichte Abstand, so daß sich dann überhaupt kein spielfrei in das Gewinde der Befestigungsschraube eingreifender Gewindegang bilden läßt. Die an sich mögliche Ausbildung des Gewindes in einer gesondert hergestellten und nachträg­ lich am Beschlag befestigten Anschweißmutter oder auch in einem beim Stanz-Preßvorgang aus dem Material der Bohrung tiefgezogenen, die Bohrung umgebenden zylindrischen Ansatz, in den das Gewinde dann in einem zweiten gesonderten Arbeitsgang eingeschnitten wird, verbietet sich aber aus Kostengründen und darüberhinaus bei aus Metallblech hergestellten Beschlägen mit niedriger Bauhöhe auch deshalb, weil die Anschweißmutter bzw. der Ansatz von der beschlag-Unterseite vortreten und dadurch sein flaches Aufliegen auf der zugeordneten Möbelwandung verhindern würde.
Der Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, Befestigungsbohrungen in Möbelbeschlägen niedriger Bauhöhe aus dünnem Metallblech so auszubilden, daß die üblichen Befestigungsschrauben mit grobem Gewinde in der erforderlichen Weise in korrekter Ausrichtung zur Befestigungsbohrung spielfrei in dieser vormontierbar sind.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe bei einer Gewindeausbil­ dung der eingangs erwähnten Art dadurch gelöst, daß die Befestigungsbohrung einen lichten Durchlaß-Querschnitt aufweist, der kleiner als der Außendurchmesser der Gewinde­ gänge der zugehörigen Befestigungsschraube ist, und daß ein den lichten Durchlaß-Querschnitt umgebender ringförmiger Materialabschnitt zu einem sich über mehr als 180°, vor­ zugsweise mehr als 270°, maximal jedoch 360°, erstrecken­ den Gewindegang mit einer der Steigung des Befestigungs­ schraubengewindes entsprechenden Steigung umgeformt ist, wobei ein Teil des den Gewindegang bildenden Material­ abschnitts entlang einer kreisbogenförmigen Begrenzungs­ linie vom umgebenden Material des Beschlages freigestanzt ist.
Die zur Erzeugung eines Gewindegangs mit hinreichender Erstreckung in Umfangsrichtung fehlende Materialstärke des Beschlagteils wird also dadurch ausgeglichen, daß der Gewindegang zumindest über einen Teil seiner Erstreckung von einem freigestanzten und in die der Steigung des Gewindes der Befestigungsschraube entsprechende Lage gebogene Materialabschnitt gebildet wird. Dadurch wird der Schaft der Befestigungsschraube in hinreichendem Maße umgriffen, um die Befestigungsschraube sicher vormontieren zu können. Andererseits ist der freigestanzte Materialab­ schnitt aber federnd verformbar, so daß er das feste Aufschrauben des Beschlagteils auf die Oberfläche einer Wandung nicht verhindert, selbst wenn er ursprünglich von der Unterseite des Beschlagteils vorsteht. Sobald die Befestigungsschraube nämlich bis an den gewindelosen Abschnitt im Bereich des Kopfes eingeschraubt ist, kann sich der freigestanzte Materialabschnitt federnd in die Ebene des Beschlages zurückverformen, wenn der Beschlag durch den Kopf der Befestigungsschraube fest auf den Untergrund auf­ gepreßt wird.
Wenn der Möbelbeschlag aus einem Blech hergestellt ist, dessen Materialstärke gleich oder geringfügig größer ist als der im Bereich des mittleren Gewindedurchmessers gemessene lichte Abstand zweier aufeinanderfolgender Gewindegänge der Befestigungsschraube kann der den Gewinde­ gang bildende kreisförmig begrenzte Materialabschnitt mit einer der Steigung des Gewindes der Befestigungsschraube entsprechenden Steigung über seine gesamte Länge stetig durchlaufen.
Wenn der Möbelbeschlag andererseits aus einem Blech herge­ stellt ist, dessen Materialstärke geringer ist, als der im Bereich des mittleren Gewindedurchmessers gemessene lichte Abstand zweier aufeinanderfolgender Gewindegänge der Befestigungsschraube, wird die Ausgestaltung vorzugsweise so getroffen, daß der den Gewindegang bildende kreisbogen­ förmig begrenzte Materialabschnitt in einer Reihe von in Umfangsrichtung aufeinanderfolgende Stufenabschnitte unter­ teilt ist, von denen jeder relativ zum vorausgehenden und dem gegebenenfalls folgenden Stufenabschnitt um ein solches Maß in Richtung der Gewindebohrung-Längsachse stufenförmig versetzt ist, daß die gesamte, im Übergangsbereich zweier Stufenabschnitte gemessene Höhe zwischen der Ober- und Unterseite des Gewindegangs etwa gleich dem im Bereich des mittleren Gewindedurchmessers gemessenen lichten Abstand zweier aufeinanderfolgender Gewindegänge der Befestigungs­ schraube ist. Durch die stufenförmige Ausbildung des im Beschlag gebildeten und teilweise freigestanzten Gewinde­ gangs wird also erreicht, daß der Zwischenraum zwischen zwei Gewindegängen der Befestigungsschraube im Bereich der Stufen ausgefüllt wird und die vormontierte Befestigungs­ schraube somit spielfrei montierbar ist.
Alternativ zu der vorerwähnten Ausgestaltung besteht auch die Möglichkeit, den den Gewindegang bildenden kreisförmig begrenzten Materialabschnitt in sich mehrfach gewellt auszubilden, wobei die gesamte, zwischen der Oberseite eines Wellenberges und der Unterseite des benachbarten Wellentales gemessene Höhe etwa gleich dem im Bereich des mittleren Gewindedurchmessers gemessenen lichten Abstand zweier aufeinanderfolgender Gewindegänge der Befestigungs­ schraube ist. Sowohl die letzterwähnte gewellte, als auch die vorstehend erwähnte stufenförmige Ausbildung des teil­ weise freigestanzten Gewindegangs erfordert keinen geson­ derten Arbeitsschritt, sondern kann - durch entsprechende Ausgestaltung der Stanz-Preßform - bei der normalen Her­ stellung des Beschlagteils gleichzeitig erzeugt werden.
Die Erfindung ist in der folgenden Beschreibung zweier Aus­ führungsbeispiele in Verbindung mit der Zeichnung näher erläutert, und zwar zeigt:
Fig. 1 eine Schnittansicht durch einen Teilab­ schnitt eines mit einer Befestigungs­ schraube auf einer Möbelwand befestigten, im Stanz-Preßverfahren aus Blech herge­ stellten Möbelbeschlages;
Fig. 2 eine in der Schnittführung der Fig. 1 entsprechende Schnittansicht durch den Tei­ labschnitt des Beschlages mit der in der vormontierten Stellung dargestellten Befe­ stigungsschraube;
Fig. 3 eine Draufsicht auf den Teilabschnitt des Beschlages ohne Befestigungsschraube, gesehen in Richtung des Pfeils 3 in Fig. 2;
Fig. 4 eine Schnittansicht, gesehen in Richtung der Pfeile 4-4 in Fig. 3;
Fig. 5 eine Schnittansicht, gesehen in Richtung der Pfeile 5-5 in Fig. 3;
Fig. 6 eine der Fig. 1 in der Schnittführung entsprechende Schnittansicht durch einen Teilabschnitt eines mit einer Befestigungs­ schraube auf einer Möbelwand befestigten, im Stanz-Preßverfahren aus Blech geringerer Materialstärke hergestellten Möbel­ beschlages;
Fig. 7 eine in der Schnittführung der Fig. 6 entsprechende Schnittansicht durch den Tei­ labschnitt des Beschlages mit in der vor­ montierten Stellung dargestellter Befesti­ gungsschraube;
Fig. 8 eine Draufsicht auf den Teilabschnitt des Beschlagteils ohne Befestigungsschraube, gesehen in Richtung des Pfeils 8 in Fig. 7;
Fig. 9 eine Schnittansicht, gesehen in Richtung der Pfeile 9-9 in Fig. 8; und
Fig. 10 eine Schnittansicht, gesehen in Richtung der Pfeile 10-10 in Fig. 8.
In Fig. 1 ist die Befestigung eines im Stanz-Preßverfahren aus Stahlblech hergestellten Möbelbeschlages 10 mittels einer Befestigungsschraube 12 auf einer Möbelwand 14 veranschaulicht, wobei vom Beschlag 10 nur ein Teil­ abschnitt gezeigt ist, der beispielsweise einer der seit­ lichen Flügelansätze einer als Flügelplatte ausgebildeten Montageplatte für Möbelscharniere sein möge. Die Montage­ platte insgesamt weist dann also noch einen (nicht gezeigten) zweiten spiegelsymmetrisch zum dargestellten Teilabschnitt ausgebildeten Flügelansatz auf, der mit einer zweiten - ebenfalls nicht dargestellten - Befestigungs­ schraube 12 mit der Möbelwand 14 verschraubbar ist.
In Fig. 2 ist der Teilabschnitt des Beschlagteils 10 und die Befestigungsschraube 12 zusätzlich ohne die zugehörige Möbelwand 14 und in nur teilweise eingeschraubtem Zustand der Befestigungsschraube 12 gezeigt. Die dargestellte Befestigungsschraube ist eine sogenannte "Euro-Schraube" mit Senkkopf 16, welche einen Schraubenschaft 18 mit relativ grobem eingängigem Spitzgewinde 20 aufweist, welches in einigem Abstand unterhalb des Senkkopfs 16 endet, so daß zwischen dem Senkkopf 16 und dem Gewinde 20 ein glatter Schaftabschnitt 18′ verbleibt, dessen Durch­ messer kleiner als der über die Spitzen der Gewindegänge des Gewindes 20 gemessene Gewinde-Außendurchmesser ist. Die Befestigungsschraube 12 wird durch eine beim Stanz-Preß­ vorgang des Beschlages 10 gleichzeitig erzeugte und nach­ stehend in Verbindung mit den Fig. 3 bis 5 noch näher erläuterte angesenkte Befestigungsbohrung 22 im Beschlag 10 hindurch in eine glatte Bohrung 24 in der Möbelwand 14 ein­ geschraubt. Unter der angenommenen Voraussetzung, daß der Beschlag 10 eine Flügelplatte ist, ist dann die Bohrung 24 also eine Bohrung, aus der bei modernen Schranksystemen in den Schrank-Seitenwänden ohnehin vorgesehenen, zur Aufnahme von Fachbodenträgen dienenden, türflügelnahen senkrechten Bohrungsreihe. Das schließt natürlich nicht aus, daß auch speziell für die Befestigung des Beschlages 10 gesonderte Bohrungen 24 vorgesehen werden. Es ist ersichtlich, daß die Bohrung 24 einen gegenüber dem Gewinde-Außendurchmesser des Schraubenschafts 18 mit Untermaß bemessenen Durchmesser hat, so daß sich das Gewinde 20 beim erstmaligen Ein­ schrauben der Befestigungsschraube 12 in die Bohrung 24 das komplementäre Gegengewinde selbst schneidet.
Der eigentliche lichte Durchlaß-Querschnitt der Befesti­ gungsbohrung 22 des Beschlages 10 ist kleiner als der Gewinde-Außendurchmesser der Befestigungsschraube 12 und größer als der Kerndurchmesser des Gewindeschafts 18 bemessen, wobei beim Stanz-Preßvorgang ein den lichten Durchlaß-Querschnitt der Befestigungsbohrung 22 umgebender ringförmiger Materialabschnitt 26 zu einem sich im dar­ gestellten Fall (Fig. 3) über etwa 315° erstreckenden Gewindegang mit einer der Steigung des Gewindes 20 der Befestigungsschraube 12 entsprechenden Steigung umgeformt ist. Zu diesem Zweck ist der Materialabschnitt 26 über einen Teil seiner Erstreckung entlang einer kreisbogen­ förmigen Begrenzungslinie vom umgebenden Material des Beschlages 10 freigestanzt und in die durch die Gewinde­ steigung vorgegebene Schräge gebogen. Insbesondere in Fig. 5 ist erkennbar, daß das freigestanzte, gegenüber dem umgebenden Material herausgebogene freie Ende des ring­ förmigen Materialabschnitts 26 dabei über die eigentliche Auflagefläche 28 des Beschlages 10 auf der Oberfläche der Möbelwand 14 vortritt und somit das feste Aufschrauben des Beschlages 10 bis zur Anlage der Auflagefläche 28 auf der Möbelwand 14 zu verhindern scheint. Tatsächlich ist dies jedoch nicht der Fall, weil das freigeschnittene Ende des ringförmigen Materialabschnitts 26 hinreichend federt, um sich nach der Anlage auf der Oberfläche der Möbelwand 14 und beim Übertritt vom Gewinde 20 auf den gewindelosen Schaftabschnitt 18′ durch das weitere Anschrauben der Befestigungsschraube 12 elastisch zurückbiegen zu lassen. Der ursprünglich über die Auflagefläche 28 vortretende Teil des ringförmigen Materialabschnitts 26 wird also beim festen Anziehen der Befestigungsschraube 12 in die in Fig. 1 veranschaulichte Lage hinter der Auflagefläche 28 zurück­ verformt.
Im Falle des in den Fig. 1 bis 5 dargestellten Aus­ führungsbeispiels hat das für die Herstellung des Beschlages 10 verwendete Blechmaterial eine Materialstärke, welche gerade etwa dem mittleren lichten Abstand zwischen zwei in Höhenrichtung aufeinanderfolgenden Gewindegängen der Befestigungsschraube 12 entspricht. Sollte die Blech­ stärke des verwendeten Blechs etwas größer sein, muß der ringförmige Materialabschnitt 26 beim Stanz-Preßvorgang zusätzlich etwas zusammengepreßt werden, damit er zwischen die Gewindegänge des Gewindes 20 der Befestigungsschraube 12 paßt.
Ist der Beschlag 10 jedoch aus Blech mit einer Material­ stärke hergestellt, die deutlich geringer als der mittlere lichte Abstand zwischen aufeinanderfolgenden Gewindegängen des Gewindes 20 ist, hätte der in der vorstehend beschrie­ benen Weise ausgebildete ringförmige Materialabschnitt 26 zwischen den Gewindegängen einer vormontierten Befesti­ gungsschraube 12 Spiel, so daß diese Befestigungsschraube nicht starr in der rechtwinklig zum Beschlag 10 aus­ gerichteten Stellung gehalten wäre. Bei der Montage der Beschläge in der Großserienherstellung mit automatischen Werkzeugen könnte es deshalb sein, daß die Schraube gegen­ über der eigentlich erforderlichen senkrechten Stellung versetzt ist und ein automatisches Schraubwerkzeug nicht korrekt am Senkkopf 16 angesetzt wird. Für solche Fälle ist die in den Fig. 6 bis 10 dargestellte Modifikation des zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiels entwickelt worden, bei welchem nach dem gleichen Grundprinzip ein zusätz­ licher, von einem ringförmigen Materialabschnitt 26 gebil­ deter Gewindegang zur Vormontage einer Befestigungsschraube 12 dient, wobei der ringförmige Materialabschnitt 26 ledig­ lich zusätzlich so verformt ist, daß eine vormontierte Befestigungsschraube 12 spielfrei gehalten wird.
Zur Vermeidung unnötiger Wiederholungen wird nachstehend nur die zusätzliche Verformung des ringförmigen Material­ abschnitts 26 beschrieben, während im übrigen auf die vorausgehende Beschreibung zum Ausführungsbeispiel gemäß den Fig. 1 bis 5 verwiesen werden kann, zumal gleichen Teilen beider Ausführungsbeispiele in der Zeichnung auch gleiche Bezugszeichen zugeordnet sind.
Die spielfreie Halterung des Gewindeschafts 18 der in der Befestigungsbohrung 22 vormontierten Befestigungsschraube 12 wird einfach dadurch erreicht, daß der den Gewindegang bildende kreisförmig begrenzte Materialabschnitt 26 in einer Reihe von in Umfangsrichtung aufeinanderfolgende Stufenabschnitte 26 a unterteilt ist, von denen jeder relativ zum vorausgehenden und dem gegebenenfalls folgenden Stufenabschnitt 26 a um ein solches Maß in Richtung der Gewinde-Längsachse stufenförmig versetzt ist, daß die jeweils im Übergangsbereich zweier Stufenabschnitte gemessene Gesamthöhe zwischen der Ober- und der Unterseite des Gewindegangs etwa gleich dem mittleren lichten Abstand zweier aufeinanderfolgender Gewindegänge der Befestigungs­ schraube 12 ist.
Wie in der Zeichnung erkennbar ist, ist die Steigung jedes Stufenabschnitts 26 a dadurch etwas größer als die Steigung des Gewindes 20 der Befestigungsschraube, so daß jeder Stufenabschnitt 26 a sich an seinen gegenüberliegenden Enden auf gegenüberliegenden Seiten zwischen den Gängen des Gewindes 20 der Befestigungsschraube anlegt. Durch die Vielzahl der aufeinanderfolgenden Stufenabschnitte 26 a entstehen genügend Abstützpunkte des Materialabschnitts 26 an den Gewindegängen des Gewindes 20, um eine spielfreie Vormontage der Befestigungsschraube 12 in der Befestigungs­ bohrung 22 zu ermöglichen.
Eine Alternative zu dem vorstehend in Verbindung mit den Fig. 6 bis 10 beschriebenen Ausführungsbeispiel besteht darin, daß der den Gewindegang bildende, kreisförmig begrenzte und teilweise freigestanzte Materialabschnitt 26 nicht in aufeinanderfolgend stufenförmig zueinander versetzte Stufenabschnitte unterteilt wird, sondern daß der Materialabschnitt in sich mehrfach gewellt ist, wobei die zwischen der Oberseite eines Wellenberges und der Unter­ seite des benachbarten Wellentales gemessene Gesamthöhe etwa gleich dem mittleren lichten Abstand zweier aufein­ anderfolgender Gewindegänge der Befestigungsschraube ist. Dabei empfiehlt es sich dann, wie auch bei dem zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiel mit Stufenabschnitten die Erstreckung des kreisförmig begrenzten Materialabschnitts in Umfangsrichtung möglichst groß zu machen, um eine möglichst große Anzahl von Stufen bzw. Wellen an den Gewindegängen der Befestigungsschraube 12 zum Tragen zu bringen. Der kreisbogenförmig begrenzte Materialabschnitt 26 ist daher bei dem in den Fig. 6 bis 10 gezeigten Ausführungs­ beispiel auch mit einer Erstreckung von 360° (Fig. 8) dar­ gestellt.

Claims (4)

1. Gewindeausbildung von Befestigungsbohrungen in im Stanz- Preßverfahren aus dünnem Blech hergestellten Möbelbeschlägen, die mittels je einer durch die jeweilige Befestigungsbohrung hindurch in eine Bohrung in einer Möbelwandung eingeschraubte Befestigungsschraube am Möbel­ stück befestigbar sind, wobei der Schaft der verwendeten Befestigungsschraube an seinem kopfseitigen Ende einen gewindelosen Abschnitt mit einem gegenüber dem Gewinde- Außendurchmesser verringerten Durchmesser hat, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsbohrung (22) einen lichten Durchlaß-Querschnitt aufweist, der kleiner als der Außendurchmesser der Gewindegänge der zugehörigen Befestigungsschraube (12) ist, und daß ein den lichten Durchlaß-Querschnitt umgebender ringförmiger Material­ abschnitt (26) zu einem sich über mehr als 180°, vorzugs­ weise mehr als 270°, maximal jedoch 360°, erstreckenden Gewindegang mit einer der Steigung des Befestigungs­ schraubengewindes (20) entsprechenden Steigung umgeformt ist, wobei ein Teil des den Gewindegang bildenden Material­ abschnitts (26) entlang einer kreisbogenförmigen Begren­ zungslinie vom umgebenden Material des Beschlages (10) freigestanzt ist.
2. Gewindeausbildung einer Befestigungsbohrung nach Anspruch 1 in einem Möbelbeschlag aus Blech, dessen Materialstärke gleich oder geringfügig größer ist als der im Bereich des mittleren Gewindedurchmessers gemessene lichte Abstand zweier aufeinanderfolgender Gewindegänge der Befestigungsschraube, dadurch gekennzeichnet, daß der den Gewindegang bildende kreisbogenförmig begrenzte Material­ abschnitt (26) mit einer der Steigung des Gewindes (20) der Befestigungsschraube (10) entsprechenden Steigung über seine gesamte Länge stetig durchläuft.
3. Gewindeausbildung einer Befestigungsbohrung nach Anspruch 1 in einem Möbelbeschlag aus Blech, dessen Materialstärke geringer ist als der im Bereich des mittleren Gewindedurchmessers gemessene lichte Abstand zweier aufeinanderfolgender Gewindegänge der Befestigungs­ schraube, dadurch gekennzeichnet, daß der den Gewindegang bildende kreisbogenförmig begrenzte Materialabschnitt (26) in eine Reihe von in Umfangsrichtung aufeinanderfolgende Stufenabschnitte (26) unterteilt ist, von denen jeder relativ zum vorausgehenden und dem gegebenenfalls folgenden Stufenabschnitt (26 a) um ein solches Maß in Richtung der Gewindebohrungs-Längsachse stufenförmig versetzt ist, daß die gesamte, im Übergangsbereich zweier Stufenabschnitte (26 a) gemessene Höhe zwischen der Ober- und Unterseite des Gewindegangs etwa gleich dem im Bereich des mittleren Gewindedurchmessers gemessenen lichten Abstand zweier auf­ einanderfolgender Gewindegänge der Befestigungsschraube (12) ist.
4. Gewindeausbildung einer Befestigungsbohrung nach Anspruch 1 in einem Möbelbeschlag aus Blech, dessen Materialstärke geringer ist als der im Berich des mittleren Gewindedurchmessers gemessene lichte Abstand zweier auf­ einanderfolgender Gewindegänge der Befestigungsschraube, dadurch gekennzeichnet, daß der den Gewindegang bildende kreisbogenförmig begrenzte Materialabschnitt (26) in sich mehrfach gewellt ist, wobei die gesamte, zwischen der Ober­ seite eines Wellenberges und der Unterseite des benach­ barten Wellentales gemessene Höhe etwa gleich dem im Bereich des mittleren Gewindedurchmessers gemessenen lichten Abstand zweier aufeinanderfolgender Gewindegänge der Befestigungsschraube (10) ist.
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