DE3621247A1 - Vorrichtung an einem kraftfahrzeug - Google Patents
Vorrichtung an einem kraftfahrzeugInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung an einem Kraftfahrzeug mit
einer Bremse und einer Bremsbetätigung, einem Antriebsaggregat mit
einer Antriebsquelle und einem automatischen Getriebe, einem
Leistungssteuerglied für die Antriebsquelle und einer Wählhebelein
richtung gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Bei Kraftfahrzeugen mit automatischen Getrieben und ohne Kupplungs
pedal ergibt sich insbesondere für ungeübte Personen oder für Perso
nen, die den Umgang mit einem Kraftfahrzeug mit Schaltgetriebe und
Kupplungspedal gewohnt sind, der unheimlich anmutende Effekt, daß
dieses Fahrzeug unmittelbar nach Einlegen der Fahrstufe sofort vor
wärts oder rückwärts kriecht bzw. losfährt. Besonders zu beobachten
ist dies bei Kraftfahrzeugen mit hydrodynamischem Drehmomentwandler
zwischen Brennkraftmaschine und Getriebe und gegebenenfalls bei zu
hoch eingestellter Leerlaufdrehzahl bzw. bei hoher Warmlaufdrehzahl.
Wird hier bei beengten Raumverhältnissen (z. B. in einer engen Garage
oder eingeparkt zwischen zwei Fahrzeugen) eine Fahrstufe eingelegt
und ist dabei die Bedienungsperson nicht voll konzentriert, so wird
diese durch das abrupte, unerwartete Anfahren des Kraftfahrzeuges
überrascht und kann gegebenenfalls in eine Streßsituation geraten,
die ein Fehlverhalten nicht ausschließt. In der Betriebsanleitung
solcher Kraftfahrzeuge wird deshalb auch empfohlen, vor dem Einlegen
einer Fahrstufe die Betriebsbremse des Kraftfahrzeuges (Fußbremse)
zu betätigen.
Durch die DE-OS 32 38 196 ist darüberhinaus eine Vorrichtung be
kannt geworden, bei der ein Stellglied für die Bremsanlage des Kraft
fahrzeuges automatisch betätigt wird, wenn die Fahrgeschwindigkeit
unterhalb eines nahe bei Null liegenden Grenzwertes liegt und das
Bremspedal und das Gaspedal nicht betätigt sind. Die automatische
Bremsung soll wieder aufgehoben werden, wenn das Gaspedal und/oder
das Bremspedal betätigt werden. Abgesehen von dem hohen technischen
Aufwand durch das Eingreifen (automatische Bremsung) in die Bremsan
lage des Kraftfahrzeuges kann die vorherbeschriebene Situation nicht
beseitigt werden, weil im Moment der Betätigung des Gaspedales das
Kraftfahrzeug trotzdem aufgrund des automatischen Lösens der Bremse
abrupt anfährt.
Aufgabe der Erfindung ist es, mit relativ einfachen Mitteln eine
Streßsituation bzw. ein abruptes Anfahren beim Einlegen einer Gang
stufe aus der Neutralstellung des Getriebes heraus und ohne Zutun der
Bedienungsperson zu vermeiden.
Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen des Patentanspruches 1 gelöst.
Erfindungsgemäß sind Mittel vorgesehen, die auf die Antriebsquelle
unmittelbar oder auf das Leistungssteuerglied, beispielsweise das
Gaspedal oder dessen Gestänge, einwirken und die mit der Bremsbetäti
gung und der Wähleinrichtung des automatischen Getriebes verbunden
sind. Die Mittel sind so ausgelegt, daß beim Einlegen einer Fahrstel
lung aus der Neutralstellung oder der Parkstellung des Getriebes her
aus die Leistungsabgabe der Brennkraftmaschine unterbunden ist, wenn
die Bremse des Kraftfahrzeuges nicht betätigt ist. Unterbindung der
Leistungsabgabe bedeutet, daß die Brennkraftmaschine entweder still
gesetzt oder deren Leerlaufstellung blockiert ist. Sobald die Bremse
des Kraftfahrzeuges, insbesondere die Fußbremse, betätigt wird, wer
den die Mittel desaktiviert und das Kraftfahrzeug kann entsprechend
in Gang gesetzt bzw. beschleunigt werden. Durch diese erfindungsge
mäße Maßnahme wird die Bedienungsperson gezwungen, vor dem Anfahren
des Kraftfahrzeuges bzw. beim Einlegen der Fahrstufe die Bremse zu
betätigen, so daß ein unkontrolliertes Anfahren ausgeschlossen ist.
Das Kraftfahrzeug kann nunmehr, sofern das Antriebs- bzw. Kriechmo
ment hoch genug ist, durch Variieren des Bremsdruckes mit dem Brems
betätigungsglied bzw. Bremspedal erforderlichenfalls zentimetergenau
gefahren bzw. rangiert werden. Erst wenn das vorliegende Kriechmoment
nicht ausreicht, wird die Bedienungsperson den Fuß vom Bremspedal zum
Gaspedal überwechseln und nunmehr beschleunigen.
Die Mittel zum Unterbinden der Leistungsabgabe können entsprechend
den Merkmalen der Patentansprüche 2 bis 4 entweder durch ein Ventil
zum Unterbrechen der Kraftstoffzufuhr, durch eine das Leistungs
steuerglied an einer geeigneten Stelle blockierende Sperre oder bei
einer drosselgesteuerten Brennkraftmaschine als Antriebsquelle durch
eine zweite Drosselklappe im Ansaugtrakt gebildet sein. Die letztere
Möglichkeit ist insbesondere dann interessant, wenn das Kraftfahrzeug
bereits eine zweite Drosselklappe als Bauteil einer Antriebsschlupf
regelung aufweist. In diesem Falle kann ohne größeren, zusätzlichen
Aufwand durch Vorsehen einer entsprechenden, logischen Verknüpfungs
schaltung in der Regelelektronik der Antriebsschlupfregelung die er
findungsgemäße Wirkung erzielt werden.
Insbesondere beim Einlegen einer Fahrstufe aus der Neutralstellung
des automatischen Getriebes heraus kann es vorteilhaft sein, wenn die
Mittel zur Unterbindung der Leistungsabgabe der Antriebsquelle auch
durch die Handbremse desaktivierbar sind. Gegebenenfalls können auch
beide Bremsen (Fußbremse und Handbremse) in die erfindungsgemäße
Steuerung mit einbezogen sein, so daß jedenfalls das Kraftfahrzeug
beim Einlegen einer Fahrstufe gebremst ist.
Durch die Merkmale des Patentanspruches 6 ist sichergestellt, daß bei
fahrendem Kraftfahrzeug und gegebenenfalls unbeabsichtigtem Schalten
der Wähleinrichtung in die Neutralstellung und nachfolgendem Wieder
einschalten einer Vorwärts-Fahrstellung nicht erst gebremst werden
muß, um eine sofortige Leistungsabgabe der Brennkraftmaschine bzw.
eine sofortige Wiederbeschleunigung zu ermöglichen.
Ferner kann gemäß den Ansprüchen 7 und 8 eine Drehzahlerfassungsein
richtung vorgesehen sein, die bei einer niedrigen Drehzahl der An
triebsquelle, bei der kaum ein Kriechmoment zu erwarten ist, unabhän
gig von der Betätigung der Bremse die Mittel zum Unterbinden der Lei
stungsabgabe desaktiviert oder die bei zu hoher Drehzahl der Antriebs
quelle, gegebenenfalls aufgrund eines Defektes in der Leistungssteue
rung die Antriebsquelle bei nicht betätigter Bremse stillsetzt (z. B.
durch Unterbrechen der Kraftstoffzufuhr oder bei fremdgezündeter Brenn
kraftmaschine der Zündung).
Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung sind im folgenden näher be
schrieben. Die Zeichnung zeigt in
Fig. 1 in schematischer Darstellung eine Vorrichtung an einem Kraft
fahrzeug mit einer Fug- und einer Bandbremse, einer Wählein
richtung für das automatische Getriebe und einem Gaspedal als
Leistungssteuerungsglied, und in
Fig. 2 einen Abschnitt eines Saugrohres einer Brennkraftmaschine als
Antriebsquelle mit einer zweiten Drosselklappe zum Unterbinden
der Leistungsabgabe.
Fig. 3 Ein Ablaufschema einer elektronischen Steuerung einer Vorrich
tung gemäß Fig. 1.
In der Fig. 1 ist mit (10) ein Antriebsaggregat bezeichnet, welches
sich aus einer Brennkraftmaschine (12) als Antriebsquelle und einem
automatischen Getriebe (14) zusammensetzt. Das automatische Getriebe
kann bekannter Bauart sein, beispielsweise mit einem hydrodynamischen
Drehmomentwandler und mit mehreren Planetensätzen, die durch Lamellen
kupplungen und Bremsen hydraulisch geschaltet werden. Zur Aktivierung
dieser Schaltung ist eine Wähleinrichtung (16) vorgesehen, die über ein
Gestänge (18) mit dem automatischen Getriebe (14) verbunden ist. Der
Wählhebel (20) der Wähleinrichtung (16) kann in die Stellungen N = Neu
tral, P=Parkstellung sowie R für Rückwärts-Fahrbetrieb und D, 3, 2
als Vorwärts-Fahrstellungen geschaltet werden. In den Stellungen P und
N ist der Kraftfluß von der Brennkraftmaschine (12) zu den angetriebe
nen Rädern des Kraftfahrzeuges (nicht dargestellt) unterbrochen.
Als Teil einer hydraulischen Betriebsbremse des Kraftfahrzeuges ist
ein Bremspedal (22) gezeigt, welches an einer Konsole (24) schwenkbar
gelagert ist. Die Konsole (24) ist an der nur angedeuteten Stirnwand
(26) des Kraftfahrzeuges befestigt. Mit dem Bremspedal (22) über ein
Gestänge (28) ist ein hydraulischer Hauptbremszylinder (30) verbun
den, über den in bekannter Weise ein hydraulischer Druck in den nicht
dargestellten Radbremsen des Kraftfahrzeuges erzeugt werden kann.
Zusätzlich ist das Kraftfahrzeug mit einer mechanischen Handbremse
ausgerüstet, die einen am Boden (31) des Kraftfahrzeuges schwenkbar
angeordneten Handbremshebel (32) umfaßt. Der Handbremshebel (32)
wirkt in bekannter Weise über Seilzüge (33) auf unabhängig von der
hydraulischen Bremse wirkende Elemente der Radbremsen.
Das ebenfalls am Boden (31) des Kraftfahrzeuges schwenkbar angeord
nete Leistungssteuerglied bzw. Gaspedal (34) ist über einen Umlenk
hebel (36) und ein nur teilweise dargestelltes Gestänge (38) mit
einer Drosselklappe (40) verbunden, welche Drosselklappe (40) in
einem Saugrohrabschnitt (42) eines Saugrohres (44) schwenkbar ange
ordnet ist. Mittels der Drosselklappe (40) wird der Durchsatz an
Verbrennungsluft entsprechend der gewünschten Leistung der Brenn
kraftmaschine gesteuert. Die Kraftstoffzufuhr zur Brennkraftmaschine
erfolgt über eine nicht dargestellte Einspritzeinrichtung, deren Ein
spritzdüsen (46) den Kraftstoff in das Saugrohr (44) einspritzen.
An dem Umlenkhebel (36) ist eine elektromagnetische Sperre (48) an
geordnet, die sich aus einem am Boden (3 ) des Kraftfahrzeuges be
festigten Gehäuse (50) mit einer nicht dargestellten, elektrischen
Wicklung und einem verschieblichen Ankerteil (52) zusammensetzt. Eine
in der Sperre vorgesehene Feder hält das Ankerteil (52) im
spannungslosen Zustand in einer den Umlenkhebel (36) bzw. das Gas
pedal (34) freigebenden Stellung.
Die Sperre (48) ist mit einem elektronischen Steuergerät (56) verbun
den, welches über eine Leitung (58) bei eingeschalteter Zündung mit
der Spannung des Bordnetzes des Kraftfahrzeuges verbunden ist. Ferner
ist sowohl an dem Bremspedal (22) als auch an dem Handbremshebel (32)
ein elektrischer Schalter (60, 62) vorgesehen, welcher über eine Leitung
(64, 66) jeweils ein Signal an das Steuergerät (56) abgibt, wenn die
Fußbremse oder die Handbremse des Kraftfahrzeuges betätigt sind. Ein
weiterer elektrischer Schalter (68) ist an der Wähleinrichtung (16)
vorgesehen, der über eine Leitung (70) ein die jeweilige Stellung des
Wählhebels (20) anzeigendes Signal abgibt.
Am Antriebsaggregat (10) sind ferner ein Drehzahlsensor (72) und ein
Geschwindigkeitssensor (74) angeordnet, die über entsprechende Lei
tungen (76, 78) analog der Drehzahl der Brennkraftmaschine oder der Ge
schwindigkeit des Kraftfahrzeuges Signale an das elektronische Steuer
gerät (56) abgeben. Das elektronische Steuergerät (56) steuert nach
Maßgabe der eingegebenen Daten über die Leitung (80) sowohl die Sperre
(48) als auch über eine weitere Leitung (82) ein Absperrventil (84),
welches in die zu den Einspritzdüsen (6) führenden Kraftstoffleitungen
(86) eingeschaltet ist. Das Ventil (84) ist ebenfalls elektromagnetisch
betätigt.
Das elektronische Steuergerät (56) enthält eine logische Verknüpfungs
schaltung mit einem Mikroprozessor und steuert die Sperre (48) und das
Kraftstoff-Absperrventil (84) nach folgendem Schema (Fig. 3):
Nach dem Starten des Kraftfahrzeuges und beim Schalten des Wählhebels
(20) beispielsweise aus der Stellung P heraus in die Stellung D wird
die Logik des Steuergerätes (56) in Funktion gesetzt und zunächst
über den Schalter (60) am Bremspedal (22) abgefragt, ob die Fußbremse
betätigt ist. Ist dies der Fall, so wird das Steuergerät (56) zu
rückgesetzt; d. h. es wird weder die Sperre (48) noch das den Kraft
stoff absperrende Ventil (84) betätigt.
Ist die Fußbremse nicht betätigt, so wird ferner über den Drehzahl
sensor (72) die Drehzahl der Brennkraftmaschine (12) abgefragt. Liegt
diese unter 1000 min , so ist nur mit einem geringen Antriebs- bzw.
Kriechmoment des Kraftfahrzeuges zu rechnen; das Steuergerät (56)
wird wiederum in den Ausgangszustand zurückgesetzt. Liegt die Dreh
zahl n höher als 3500 min-1, so ist von einem Defekt in der Leistungs
steuerung der Brennkraftmaschine auszugehen und das Steuergerät (56)
steuert das Ventil (84) zur Unterbrechung der Kraftstoffzufuhr an,
so daß die Brennkraftmaschine stillgesetzt wird. Mit dem erneuten
Starten des Kraftfahrzeuges beginnt der bisher beschriebene Programm
ablauf von neuem.
Ferner wird über den Geschwindigkeitssensor (74) abgefragt, ob das
Kraftfahrzeug sich im Fahrzustand mit einer Geschwindigkeit<5 km/h
befindet. Ist dies der Fall, so wird ebenfalls das Steuergerät (56)
in den Ausgangszustand zurückgesetzt.
Liegt die Drehzahl n der Brennkraftmaschine zwischen 1000 min-1 und
3500 min-1 und ist die Fußbremse (22) bzw. die Handbremse (32) nicht
betätigt, so wird über das Steuergerät (56) die Sperre (48) aktiviert
und damit das Leistungssteuerglied bzw. das Gaspedal (34) blockiert.
Dabei wird die Sperre (48) unter Spannung gesetzt, wobei das Anker
teil (52) auf der Zeichnung nach rechts verschoben wird und den Mit
nehmerhebel (36) blockiert. Eine Leistungsabgabe der Brennkraftma
schine ist somit unterbunden, weil die Bedienungsperson das Gaspedal
(34) nicht betätigen kann. Sobald das Bremspedal (22) bzw. gegebenen
falls die Handbremse (32 betätigt wird, wird die Sperre (48) durch
das Steuergerät (56) wieder desaktiviert und das Steuergerät (56) in
den Ausgangszustand zurückgesetzt.
Nach dem Zurücksetzen des Steuergerätes (56) verbleibt dieses in
dessen Ausgangszustand, bis entweder der Wählhebel (20) wieder in
eine der Stellungen N = Neutral oder P = Parkstellung geschaltet
wird oder bis die Brennkraftmaschine erneut gestartet wird.
Die im vorstehenden beschriebene Logik kann im Rahmen der Erfindung
auch wesentlich vereinfacht werden. Beispielsweise kann unabhängig
von der Drehzahl der Brennkraftmaschine (12) oder der Geschwindig
keit des Kraftfahrzeuges nur die Betriebsbremse bzw. die Fußbremse
herangezogen werden. In diesem Falle wäre eine Leistungsabgabe der
Brennkraftmaschine (12) nur möglich, wenn nach dem Starten des Kraft
fahrzeuges oder nach dem Schalten des Wählhebels (20) aus der Stel
lung N bzw. P die Fußbremse (22) betätigt ist. Zur Unterbindung der
Leistungsabgabe kann gegebenenfalls auch nur die Sperre (48) am Gas
pedal (34) oder das die Kraftstoffzufuhr absperrende Ventil (84) ver
wendet sein.
Die Fig. 2 zeigt eine weitere, bevorzugte Alternative zur Unterbin
dung der Leistungsabgabe der Brennkraftmaschine (12). Dabei ist in
dem Saugrohr (42′) der Brennkraftmaschine eine zweite Drosselklappe
(90) vorgesehen, die durch ein elektromagnetisches Betätigungsglied
(92) von einer geöffneten Stellung (durchgezogene Linien) in eine
geschlossene Stellung (gestrichelte Linien) verstellbar ist. Die
Drosselklappe (90) kann dabei wahlweise in eine vollständig ge
schlossene Stellung geschwenkt werden, bei der die Brennkraftma
schine (12) stillgesetzt ist, oder aber in eine die Brennkraftma
schine in den Leerlaufbetrieb versetzende Stellung geschwenkt wer
den. Das elektromagnetische Betätigungsglied (92), welches sich aus
einem Gehäuse (94) mit einer elektrischen Wicklung (96) und einem
verschiebbaren Ankerteil (98) zusammensetzt, kann von dem elek
tronischen Steuergerät (56) gemäß Fig. 1 entsprechend der Sperre (48)
oder dem Ventil (84) angesteuert sein. Wird beim Starten des Kraft
fahrzeuges beispielsweise aus der Stellung N der Wählhebel (20) in
die Stellung D verschwenkt und ist dabei die Fußbremse (22) nicht be
tätigt oder es sind die in dem vorbeschriebenen Programmablauf ange
führten Bedingungen nicht erfüllt, so wird über das elektromagne
tische Betätigungsglied (92) die zweite Drosselklappe (90) geschlos
sen und somit unabhängig von der Betätigung der ersten Drosselklappe
(40′) über das Gaspedal (34) eine Leistungsabgabe der Brennkraftma
schine (12) unterbunden.
Die Verwendung einer zweiten Drosselklappe (90) ist insbesondere
dann vorteilhaft, wenn das Kraftfahrzeug beispielsweise mit einer
Antischlupf-Regeleinrichtung zur Vermeidung von Antriebsschlupf aus
gerüstet ist und deshalb eine zweite Drosselklappe und ein entspre
chender Stellmotor anstelle des elektromagnetischen Stellgliedes (92)
zur Verminderung der Leistung der Brennkraftmaschine bereits vorge
sehen sind. Für diesen Fall ist lediglich in die Logik der Antriebs
schlupf-Regelvorrichtung die Logik des elektronischen Steuergerätes
(56) zu integrieren, womit ohne größeren zusätzlichen Aufwand die
erfindungsgemäße Vorrichtung verwirklicht ist.
Mit dem Aktivieren der Sperre (48) oder dem Schließen der Drossel
klappe (90) kann eine Leuchte am Armaturenbrett angesteuert werden,
beispielsweise mit dem Hinweis "Bremse betätigen".
Claims (8)
1. Vorrichtung an einem Kraftfahrzeug mit einer Bremse und einer
Bremsbetätigung, einem Antriebsaggregat mit einer Antriebsquelle
und einem automatischen Getriebe, einem Leistungssteuerglied für
die Antriebsquelle und einer Wähleinrichtung zum Schalten des
automatischen Getriebes von einer Neutralstellung N und/oder einer
Parkstellung P in eine oder mehrere Vor- oder Rückwärts-Fahrstel
lungen, gekennzeichnet durch auf die
Antriebsquelle und/oder das Leistungssteuerglied wirkende Mittel
(Sperre 48, Ventil 84; Drosselklappe 90) die mit der Bremsbetäti
gung und der Wähleinrichtung verbunden sind und die beim Einlegen
einer Fahrstellung aus der Stellung N und/oder P heraus eine
Leistungsabgabe der Antriebsquelle unterbinden, wenn die Bremse
des Kraftfahrzeuges nicht betätigt ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Mittel durch ein (oder mehrere) die
Kraftstoffzufuhr zur Antriebsquelle unterbrechendes Ventil (84)
gebildet sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Mittel eine das Leistungssteuer
glied (34) in seiner Ruhestellung blockierende Sperre (48) ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Mittel bei einer drosselgesteuerten
Brennkraftmaschine (12) als Antriebsquelle durch eine zweite Dros
selklappe (90) im Ansaugsystem gebildet sind.
5. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die eine
Leistungsabgabe unterbindenden Mittel desaktiviert sind, wenn beim
Betätigen der Wähleinrichtung aus der Stellung P die Betriebs
bremse (Fußbremse) des Kraftfahrzeuges und beim Betätigen der
Wähleinrichtung aus der Stellung N die Betriebsbremse oder eine
zweite Bremse (Handbremse) betätigt sind.
6. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch eine Geschwindig
keitserfassungseinrichtung (74), die oberhalb einer definierten
Geschwindigkeitsschwelle des Kraftfahrzeuges die Mittel zum Unter
binden der Leistungsabgabe desaktiviert.
7. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch eine Drehzahlerfas
sungseinrichtung (72), welche bei einer unterhalb einer definier
ten Drehzahlschwelle liegenden Drehzahl der Antriebsquelle die
Mittel zum Unterbinden einer Leistungsabgabe desaktiviert.
8. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch eine Drehzahlerfas
sungseinrichtung (72), die oberhalb einer definierten Drehzahl die
Antriebsquelle abschaltet (Kraftstoffzufuhr, Zündung etc.).
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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ID=6303650
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE19863621247 Granted DE3621247A1 (de) | 1986-06-25 | 1986-06-25 | Vorrichtung an einem kraftfahrzeug |
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