DE3619031C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Mehrkanal-Wiedergabesystem
nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Im allgemeinen der Zuhörer in einem Konzertsaal, auf
dessen Bühne Musik dargeboten wird, den Ton bzw. Schall einer
spielenden Schallquelle direkt und indirekt nach einer
Reflexion an inneren Wänden des Saales. Der direkte Ton, der
den Zuhörer auf direktem Wege von der Schallquelle aus erreicht,
und der indirekte Ton, der den Zuhörer nach einer
Reflexion an den inneren Wänden erreicht, treffen bei dem
Zuhörer aufgrund ihrer unterschiedlichen Laufzeit mit einer
Zeitdifferenz ein. Wegen dieser Zeitdifferenz Δ T, mit der
die Töne den Zuhörer erreichen, hat der Zuhörer das Gefühl,
daß er der Musikdarbietung in einem Konzertsaal zuhört.
Man hat daher ein Vierkanal-Wiedergabesystem geschaffen, bei
dem von einer Schallplatte oder einem Magnetband abgetastete
Audiosignale so wiedergegeben werden, daß der Zuhörer das
wiedergegebene Audiosignal mit einem Raumklang so hören kann,
als ob er sich in einem Konzertsaal befände. Bei diesem
System werden Zweikanal-Stereoaudiosignale wiedergegeben und
von zwei Hauptlautsprechern, so wie sie sind, abgegeben. Außerdem
werden die Zweikanal-Stereoaudiosignale durch beispielsweise
eine digitale Verzögerungsschaltung um eine vorbestimmte
Zeitspanne verzögert und die verzögerten Signale
durch zwei Hilfslautsprecher wiedergegeben, die von den beiden
Hauptlautsprechern unabhängig sind.
Dieses herkömmliche Vierkanal-Wiedergabesystem ist zwar in
der Lage, den Raumklang im Vergleich zu einem herkömmlichen
einfachen Zweikanal-Wiedergabesystem zu verbessern, doch ergibt
sich bei Tönen mit einer Frequenz von mehr als 4kHz
ein unnatürlicher Nachhall, so daß sich nicht der Raumklang
eines echten Konzertsaals erzielen läßt.
Wie akustische Untersuchungen in Gebäuden gezeigt haben,
hängt die Laufzeitdifferenz Δ T zwischen dem direkten und dem
indirekten Ton bzw. Schall nicht nur vom Abstand von der
Schallquelle, sondern auch von der Frequenz des Audiosignals
ab. So nimmt die Zeitdifferenz Δ T mit abnehmender Frequenz
des Audiosignals zu, dagegen nähert sich die Zeitdifferenz
Δ T mit zunehmender Frequenz einem kleinen konstanten Wert.
Bei dem erwähnten herkömmlichen System wird das Audiosignal
gleichmäßig über den gesamten Frequenzbereich unabhängig von
der Frequenz um eine vorbestimmte Verzögerungszeit verzögert.
Wenn daher eine Verzögerungszeit von 100 bis 200 Millisekunden
gewählt wird, um einen hinreichenden Raumklang zu erzielen,
ergibt sich bei hohen Frequenzen mit dieser Verzögerungszeit
ein übermäßiger Nachhall, der zu einem unnatürlichen
Raumklang führt. Wenn die Verzögerungszeit dagegen auf
20 bis 30 Millisekunden verringert wird, um den übermäßigen
Nachhall bei hohen Frequenzen zu vermeiden, läßt sich kein
hinreichender Raumklang erreichen.
Aus der Druckschrift Webers, Johannes: Tonstudiotechnik, 3. Auflage,
München, Franzis-Verlag, 1979, S. 82, ISBN 3-7723-
5523-4 ist es an sich bekannt, daß die Nachhallzeit eines
Konzertsaales bei sinkender Frequenz zunimmt und von mittleren
Frequenzen an mit wachsender Frequenz konstant bleiben
sollte. Sie fällt dort allerdings bei einem tatsächlich gemessenen
"Musikatelier" bei hohen Freqeuenzen weiter ab.
Bei praktisch ausgeführten Anordnungen zur pseudostereophonen
oder pseudoquadrophonen Wiedergabe haben diese Erkenntisse
bisher jedoch keine Anwendung gefunden.
So ist aus der US-PS 35 60 656 ein der Gattung der vorliegenden
Erfindung ähnliches System bekannt, bei dem ebenfalls
in einem Hauptkanal ein Hauptlautsprecher und in einem Hilfskanal
ein Phasenschieber mit nachgeschaltetem Hilfslautsprecher
angeordnet sind. Dieses System dient jedoch zur binauralen
Wiedergabe eines monauralen elektrischen Signals, das
eine Vielzahl von Frequenzen im Audiospektrum aufweist.
Aus der US-OS 43 08 424 ist es ebenfalls bekannt, eine Phasenverschiebung
im zweiten Tonkanal vorzusehen. Hier nimmt
die Phasenverschiebung jedoch sowohl bei zunehmender, als auch
bei abnehmender Frequenz ab.
Nach der DE-OS 21 55 226 werden bei pseudoquadrophonen Anordnungen
die rückwärtigen Signale ebenfalls durch Phasenschieber,
allerdings aus dem zusammengemischten Monosignal, abgeleitet.
Die Phasenschieber sind aus mehreren Grundschaltungen
zusammengesetzt und können unterschiedliche, aber stetig mit
der Frequenz wachsende Phasenverschiebungen bewirken.
Aus der US-PS 43 03 800 ist eine Schaltungsanordnung für quadrophone
Anordnungen bekannt, die ebenfalls Phasenschieber
enthält, zu deren Ausgangssignalen aber jeweils ein Signal
aus dem Kanal zugemischt wird, worauf diese Mischsignale
über Verzögerungsschaltungen den hinteren Lautsprechern
zugeführt werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Mehrkanal-Wiedergabesystem
der gattungsgemäßen Art anzugeben, das eine
Wiedergabe von Audiosignalen mit einem Raumklang ermöglicht,
der dem Hörer mit besserer Annäherung den Raumklang eines
Konzertsaals vermittelt.
Erfindungsgemäß ist diese Aufgabe durch die im Patentanspruch
1 gekennzeichnete Ausbildung gelöst.
Auf diese Weise ergibt sich ein äußerst natürlicher Raumklang
über den gesamten Frequenzbereich, so daß der Hörer
den Eindruck erhält, er befinde sich in einem Konzertsaal.
Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
Die Erfindung und ihre Weiterbildungen werden nachstehend
anhand der Zeichnung bevorzugter Ausführungsbeispiele
näher beschrieben. Es zeigt:
Fig. 1 ein Blockschaltbild eines ersten Ausführungsbeispiels
eines erfindungsgemäßen Mehrkanal-Wiedergabesystems,
Fig. 2 einen Graphen zur Erläuterung der Abhängigkeit
der Phasenverzögerung von der Frequenz,
Fig. 3 eine Zeitdifferenz-Frequenz-Kennlinie von Schall
in einem Konzertsaal,
Fig. 4 ein Schaltbild eines Ausführungsbeispiels einer
Phasenschiebeschaltung, die einen Phasenschieber nach
Fig. 1 bildet,
Fig. 5 den Phasengang der Phasenschiebeschaltung nach
Fig. 4,
Fig. 6 die Abhängigkeit der Verzögerungszeit oder Phasenverschiebung
von der Frequenz bei der Phasenschiebeschaltung
nach Fig. 4 mit der Anzahl der hintereinandergeschalteten
Stufen als Parameter und
Fig. 7 ein Beispiel einer Lautsprecheranordnung in dem
erfindungsgemäßen System.
Nach Fig. 1 werden Stereosignale eines rechten und eines
linken Kanals Eingangsanschlüssen 11 a und 11 b aus einer
Schallquelle, z. B. einem Plattenspieler, einem Bandgerät,
einem Tuner oder dergleichen, zugeführt. Die über die
Anschlüsse 11 a und 11 b zugeführten Signale des rechten
und linken Kanals werden einer Signalverbarbeitung unterzogen,
wie einer Entzerrung, einer Klangregelung und dergleichen,
und zwar jeweils in Vorverstärkern 12 a und 12 b.
Danach werden sie zum einen Leistungsverstärkern 13 a und
13 b zur Verstärkung zugeführt, um Hauptaudiosignale für
die rechten und linken Kanäle zu erzeugen, wobei die
Hauptaudiosignale rechten und linken Lautsprechern 14 a
und 14 zur Tonabgabe zugeführt werden. Zum anderen werden
die Ausgangssignale der Vorverstärker 12 a und 12 b
Phasenschiebern 15 a und 15 b zugeführt, die einen wesentlichen
Teil des erfindungsgemäßen Systems bilden und in
denen ihre Phasen verschoben werden. Die Ausgangssignale
der Phasenschieber 15 a und 15 b werden in Leistungsverstärkern
16 a und 16 b verstärkt, um Hilfsaudiosignale für
die rechten und linken Kanäle zu erzeugen, die dann rechten
und linken Hilfslautsprechern 17 a und 17 b zur Tonabgabe
zugeführt werden. Die Phasenschieber 15 a und 15 b
haben über den gesamten Frequenzbereich eine konstante
Verstärkung. Ferner haben die Phasenschieber 15 a und 15 b
eine Phasenverzögerung, die sich einem kleinen Wert nähert,
wenn die Frequenz abnimmt, und sich einem großen Wert
nähert, wenn die Frequenz einen hohen Wert erreicht.
Die Lautsprecher sind so angeordnet, wie es in Fig. 7
dargestellt ist. Der rechte Hauptlautsprecher 14 a und
der linke Hauptlautsprecher 14 a sind vorne rechts bzw.
vorne links von einem Hörer 20 angeordnet, während der
rechte Hilfslautsprecher 17 a und der linke Hilfslautsprecher
17 b hinten rechts bzw. hinten links vom Hörer 20
so angeordnet sind, daß sie den Hauptlautsprechern 14 a
bzw. 14 b zugekehrt sind. Die Hilfslautsprecher 17 a und
17 b müssen den Hauptlautsprechern 14 a und 14 b nicht genau
gegenüber angeordnet sein, sondern können auch in einem
bestimmten Winkelbereich, z. B. 30°, gegenüber diesen versetzt
angeordnet sein. Ferner können die Hauptlautsprecher
14 a und 14 b vorne rechts und vorne links vom Hörer
in einer höheren Position nach unten geneigt und die
Hilfslautsprecher 17 a und 17 b hinten rechts und hinten
links vom Hörer in einer niedrigeren Position nach oben
geneigt angeordnet sein. In jedem Falle wird der Raumklang
durch eine derartige Anordnung der Hauptlautsprecher und
Hilfslautsprecher verbessert, daß die Schallabgabe nicht
in der gleichen Richtung, sondern im wesentlichen in entgegengesetzer
Richtung aufeinander zu erfolgt.
Der Hörer 20 hört Töne des rechten und linken Kanals aus
den Hauptlautsprechern 14 a und 14 b zusammen mit Tönen,
die eine Positionsverzögerung (und Zeitverzögerung) aufweisen,
aus den Hilfslautsprechern 17 a und 17 b. Der Hörer
kann daher den Raumklang so empfinden, wie wenn er sich
in einem Konzertsaal befände.
Nachstehend werden die Phasenschieber 15 a und 15 b beschrieben.
Für die Laplace-Transformierten eines ursprünglichen
Signals h(t) und eines Signals h(t-Δ t),
das gegenüber dem ursprünglichen Signal im gesamten Frequenzbereich
um die Zeit Δ t vergrößert worden ist, gilt
mit s als komplexe Frequenz:
L[h(t)] = H(s) (1)
L[h(t- Δ t)] = H(s) · e -s · Δ t (2)
L[h(t- Δ t)] = H(s) · e -s · Δ t (2)
Man sieht daher, daß die Übertragungsfunktion eines herkömmlichen
Wiedergabesystems mit einer konstanten Verzögerung
im gesamten Frequenzbereich als e -s · Δ t und die
Verstärkung und Phasenverschiebung jeweils durch die folgenden
Gleichungen, in denen mit f die Frequenz bezeichnet
ist, dargestellt werden können:
|e -s · Δ t |=1 (3a)
∡e -s · Δ t =-2π f · Δ t (3b)
∡e -s · Δ t =-2π f · Δ t (3b)
Der Phasengang bzw. die Frequenzabhängigkeit des Phasenwinkels
bzw. der Phasenverzögerung bei einer herkömmlichen
Verzögerungsschaltung, für die die Gleichung (3a)
gilt, ist in Fig. 2 als gestrichelte Linie I dargestellt.
Die Zeitdifferenz zwischen dem direkten Ton und dem indirekten
Ton in einem Konzertsaal wird größer, wenn die
Frequenz des Tons kleiner wird, und wird kleiner, wenn
die Frequenz zunimmt. Diese Beziehung läßt sich angenähert
durch die folgende Gleichung darstellen, in der
Δ T MIN die Verzögerungszeit bei unendlicher Frequenz und
Δ T o ein Inkrement ist, das einer Verzögerungszeit entspricht,
die bei der Frequenz null zu Δ T MIN addiert werden
muß.
Δ T = Δ T o · e f + Δ T MIN (4)
Die Frequenzabhängigkeit der Zeitdifferenz nach Gleichung (4) ist
in Fig. 3 dargestellt. Setzt man die Zeitdifferenz Δ T nach Gleichung
(2) ein, ergibt sich die Übertragungsfunktion eines
Konzertsaals. Der Phasenwinkel der Übertragungsfunktion
wird durch folgende Gleichung beschrieben:
∡e-s · Δ t = -2π f( Δ Δ T o · e -f + Δ T MIN ) (5)
Der Phasengang nach Gleichung (5) ist in Fig. 2 als
strichpunktierte Linie II dargestellt. Wie Fig. 2 zeigt,
weicht der Phasengang I des herkömmlichen Vierkanal-Wiedergabesystems
vollständig vom Phasengang II eines Konzertsaals
ab, und der Unterschied dieser
Phasengänge ist der Grund für den unnatürlichen Raumklang
bei dem herkömmlichen Vierkanal-Wiedergabesystem.
Die erfindungsgemäßen Phasenschieber 15 a und 15 b nach
Fig. 1 sind so ausgelegt, daß sie einen Phasengang haben,
wie er in Fig. 2 als durchgehende Linie III dargestellt
ist, die der Kennlinie bzw. dem Phasengang II stärker
angenähert ist als der Kennlinie bzw. dem Phasengang I.
Die Phasenschieber 15 a und 15 b bestehen aus mehreren Stufen
(beispielsweise zehn ungeradzahligen Stufen) aus hintereinandergeschalteten
Phasenschieberschaltungen wie die
Phasenschieberschaltung 30 nach Fig. 4. Nach Fig. 4 ist
ein Signaleingangsanschluß 31 mit einem umkehrenden Eingang
und einem nichtumkehrenden Eingang eines Operationsverstärkers
32 über jeweils einen ohmschen Widerstand
R₁ und R p verbunden. Der Ausgang des Operationsverstärkers
32 ist mit einem Ausgangsanschluß 33 und dem
invertierenden Eingang des Operationsverstärkers 32 über
einen ohmschen Rückkopplungswiderstand R₂ verbunden. Ferner
ist der nichtinvertierende Eingang des Operationsverstärkers
32 über einen Kondensator C p mit Masse verbunden.
Die Widerstände R₁ und R₂ haben die gleichen Widerstandswerte,
so daß die Verstärkung über den gesamten
Frequenzbereich gleich Eins ist. Die Übertragungsfunktion
(auch Frequenzgang genannt) G₁ (s) der Phasenschieberschaltung
30 läßt sich durch nachstehende Gleichung darstellen,
in der ₁ die Zeitkonstante R p C p ist:
Die Phasenschieberschaltung 30 hat einen Phasengang, wie
er in Fig. 5 dargestellt ist, d. h. die Phasenschieberschaltung
30 bewirkt in einem oberhalt von 100f₁ liegenden
Frequenzbereich eine Phasenverzögerung um 180° gegenüber
der Phasenlage im Frequenzbereich unterhalb einer
Frequenz von f₁/100.
Die Übertragungsfunktion bzw. der Frequenzgang g(s) eines
Phasenschiebers, der durch Hintereinanderschaltung der
Phasenschieberschaltung 30 in n Stufen gebildet wird (wobei
n eine ganze Zahl und größer als oder gleich zwei
ist), läßt sich wie folgt darstellen:
Der Phasenwinkel ∡ G(s) der Übertragungsfunktion G(s)
wird durch die folgende Gleichung dargestellt, und der
Betrag des Phasenwinkels ∡ G(s) nähert sich mit zunehmender
Frequenz dem Wert -(n 180°).
∡ G(s) = ∡ G₁(s) + ∡ G₂(s) + . . . ∡ G n (s) (8)
Wenn die Zeitkonstanten ₁, ₂, . . ., n der n Phasenschiebeschaltungen
30 alle gleich sind, nimmt die Übertragungsfunktion
G(s) die nachstehende Form an, während
der Phasengang den Verlauf entsprechend der Linie III
in Fig. 2 annimmt.
Die Phasenschieber 15 a und 15 b haben daher jeweils einen
Phasengang III, der sich dem Phasengang II des Konzertsaals
in einem mittleren und niedrigen Frequenzbereich
annähert. Der Hörer nimmt daher die von den Hauptlautsprechern
14 a und 14 b sowie den Hilfslautsprechern 17 a
und 17 b jeweils wiedergegebenen Töne mit einem Raumklang
wahr, der dem eines Konzertsaals äußerst nahe kommt. Außerdem
erscheint eine hohe Tonfrequenzkomponente (beispielsweise
mehr als 1000 Hz) in dem wiedergegebenen Ton dem
Hörer nicht als Echo. Jeder Kanal benötigt lediglich einen
Satz Phasenschieberschaltungen, so daß es nicht erforderlich
ist, andere Schaltungen, wie eine Filterschaltung
oder eine Matrixschaltung, zu verwenden. Der Aufbau
des Systems ist daher einfach.
Die Bauelemente in der Phasenschieberschaltung 30 nach
Fig. 4 können beispielsweise folgende Werte haben:
R₁=R₂=R p =39 kΩ
Kondensator C p =0,08 µF
Die Verzögerungszeit-Frequenz-Kennlinie eines Phasenschiebers
mit n hintereinandergeschalteten Phasenschieberschaltungen
30, die jeweils Bauelemente mit den oben
angegebenen Werten aufweisen, ist in Fig. 6 mit n als
Parameter dargestellt, wobei n die Anzahl der hintereinandergeschalteten
Stufen ist. In Fig. 6 sind jeweils die
Fälle n = 5, 10, 15, . . . 50, 55 und 60 dargestellt.
Es ist auch möglich, einen Phasenschieber auszubilden,
dessen Phasengang dem durch die strichpunktierte Linie
II in Fig. 2 dargestellten Verlauf entspricht, indem
Phasenschieberschaltungen mit verschiedenen Übertragungsfunktionen
hintereinandergeschaltet werden. In diesem
Falle werden die Übertragungsfunktionen G₁(s), G₂(s), . . . G N (s)
durch entsprechende Änderung der Zeitkonstanten
₁, ₂, . . . n geändert, indem Widerstände R p und Kondensatoren
C p mit entsprechend geänderten Werten verwendet
werden.
Anstelle der in Fig. 4 dargestellten Phasenschieberschaltung
kann auch eine Phasenschieberschaltung mit einem anderen
Aufbau verwendet werden. So kann ein digitales Filter
oder dergleichen, das auf der Basis einer Impulsübertragungsfunktion
ausgebildet ist, die sich durch Z-
Transformation der Gleichtung (7) ergibt, anstelle der
Phasenschieberschaltung 30 verwendet werden. Ferner ist
das wiederzugebende Hauptaudiosignal nicht auf das Signal
in dem Zweikanal-Stereosystem beschränkt. Vielmehr kann
es sich auch um ein Signal in anderen Systemen, z. B.
ein Monosystem oder ein Vierkanalsystem und dergleichen
handeln.
Claims (8)
1. Mehrkanal-Wiedergabesystem mit einem Hauptlautsprecher
zur Abgabe eines Eingangsaudiosignals als Hauptkanal-Audiosignal,
einem Hilfslautsprecher zur Abgabe eines Hilfskanal-
Audiosignals, und einem Phasenschieber, dem das Eingangsaudiosignal
zu dessen Phasenverschiebung zugeführt wird und
dessen Ausgangssignal dem Hilfslautsprecher als Hilfskanal-
Audiosignal zugeführt wird,
dadurch gekennzeichnet, daß der Phasenschieber eine Verzögerungszeit-Frequenz-Kennlinie aufweist, bei der die Verzögerungszeit mit abnehmender Frequenz zunimmt und mit zunehmender Frequenz abnimmt.
dadurch gekennzeichnet, daß der Phasenschieber eine Verzögerungszeit-Frequenz-Kennlinie aufweist, bei der die Verzögerungszeit mit abnehmender Frequenz zunimmt und mit zunehmender Frequenz abnimmt.
2. Mehrkanal-Wiedergabesystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Phasenschieber die Übertragungsfunktion
aufweist, wobei n eine ganze Zahl größer als oder gleich
zwei, i eine Zeitkonstante und s die komplexe Frequenz ist.
3. Mehrkanal-Wiedergabesystem nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Zeitkonstante i in der Übertragungsfunktion G(s)
des Phasenschiebers unabhängig von der Anzahl i konstant ist.
4. Mehrkanal-Wiedergabesystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Phasenschieber mehrere hintereinandergeschaltete Phasen
schieberschaltungen (30) mit jeweils gleichem Schaltungsaufbau
aufweist, wobei jede Phasenschieberschaltung einen
Operationsverstärker (32), einen Widerstand R₁ zwischen einem
Eingangsanschluß der Phasenschieberschaltung und dem invertierenden
Eingang (-) des Operationsverstärkers, einen Widerstand
R₂ zwischen dem Ausgang des Operationsverstärkers und
dem invertierenden Eingang, einen Widerstand R p zwischen dem
Eingangsanschluß und dem nicht invertierenden Eingang des Operationsverstärkers
und einen Kondensator C p zwischen dem
nicht invertierenden Eingang des Operationsverstärkers und Masse
und die Übertragungsfunktion
aufweist, wobei ₁ die Zeitkonstante R p C p und s eine komplexe
Frequenz ist.
5. Mehrkanal-Wiedergabesystem nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Phasenschieberschaltungen alle die gleichen Schaltungskonstanten
aufweisen und der Phasenschieber die Übertragungsfunktion
aufweist.
6. Mehrkanal-Wiedergabesystem nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Widerstandswerte der Widerstände R₁ und R₂ jeder der
Phasenschieberschaltungen gleich sind und die Verstärkung
der Phasenschieberschaltung über den gesamten Frequenzbereich
gleich eins ist.
7. Mehrkanal-Wiedergabesystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Phasenschieber eine Phasenverzögerungs-Frequenz-
Kennlinie angenähert nach der folgenden Gleichung aufweist:
-2f f(Δ T o · e-f + Δ T MIN )wobei f die Frequenz, Δ T MIN die Zeitverzögerung bei unendlich
hoher Frequenz und Δ T o ein Zeitverzögerungsinkrement
ist, das sich zu Δ T MIN addiert, wenn die Frequenz gleich null
ist.
8. Mehrkanal-Wiedergabesystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Hauptlautsprecher (14 a, 14 b) und der Hilfslautsprecher
(17 a, 17 b) derart relativ zueinander angeordnet sind,
daß ihre Schallabstrahlrichtungen weitgehend
zueinander entgegengesetzt sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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Family Applications (1)
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Country Status (5)
| Country | Link |
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| JP (1) | JPS61281799A (de) |
| AU (1) | AU5830686A (de) |
| DE (1) | DE3619031A1 (de) |
| GB (1) | GB2177576A (de) |
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