DE3617929A1 - Bildverstaerker fuer das mittlere infrarot - Google Patents
Bildverstaerker fuer das mittlere infrarotInfo
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Description
BESCHREIBUNG
Die vorliegende Erfindung betrifft Bildverstärker für den im folgenden
kurz als "Mittel-Infrarot" bezeichneten Infrarotbereich mittlerer Wellenlängen.
Die derzeitigen Bildverstärker nützen die Photoelektronenemission als
Primärphotodetektionsprozeß aus und sind daher auf die 1 Mikrometer nicht überschreitenden Wellenlängen des sichtbaren und des nahen
Infrarots beschränkt, die zum Beispiel im Mondlicht oder Sternenlicht zur Verfügung stellen und die für die Photoelektronenemission
notwendige Energie aufweisen. Bei diesen Einrichtungen werden •typischerweise Mikrokanalplatten verwendet, um die Elektronen zu
verstärken, welche dann zur Erzeugung eines sichtbaren Bildes auf
einen Leuchtschirm gelenkt werden.
Für Strahlung des mittleren Infrarotbereiches (d. h. durch Wärme
erzeugte Strahlung), welche nicht genügend Energie für eine Photoelektronenemission aufweist, werden indirekte Abbildungssysteme
verwendet, die Anordnungen von Halbleiterelementen enthalten die, über eine Vielzahl von Drähten mit Anzeigevorrichtungen verbunden sind.
Diese Systeme sind daher kompliziert, groß, schwer und teuer.
Es wurde gefunden, daß eine Bildverstärkung im mittleren
Infrarotbereich bei Raumtemperatur und ohne die Notwendigkeit eines Kühlsystems erreicht werden kann, indem mittels einer Linse ein
Mittel-Infrarotbild auf einer thermionisch emittierenden Membran
erzeugt wird und die von der Rückseite der Membran als Folge der auf
die Vorderseite der Membrane fallenden Mittel-Infrarotstrahlung emittierten Elektronen in den Kanälen einer Mikrokanalplatte
vervielfacht werden.
Bei bevorzugten Ausführungsformen wird der Elektronenstrom von der
Mikrokanalplatte zur Erzeugung eines sichtbaren Bildes auf eine
elektrolumineszierende Anzeigevorrichtung gelenkt; ferner kann ein
Modulator verwendet werden, um sich wiederholend die einfallende
Mittel-Infrarotstrahlung passieren zu lassen und zu sperren, und eine
Bilderzeugungsstufe dient dann dazu, Signale zu erzeugen, welche in
Relation stehen zur Differenz zwischen dem Elektronenstrom von der Mikrokanalplatte, wenn die eintretende Mittel-Infrarotstrahlung
durchgelassen wird, und dem Elektronenstrom, wenn die eintretende Mittel-Infrarotstrahlung gesperrt wird.
Im folgenden werden bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung
unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen schematischen Vertikalschnitt eines Ausführungsbeispiels
eines erfindungsgemäßen Bildverstärkers für das mittlere
Infrarot;
Fig. 2 einen schematischen Vertikalschnitt einer Ausführungsform einer
Bilderzeugungsstufe der erfindungsgemäßen Vorrichtung gemäß
Fig. 1;
Fig. 3 die Ersatzschaltung für eine Einheit der Bilderzeugungsstufe
gemäß Fig. 2;
Fig. 4 einen schematischen Vertikalschnitt einer anderen erfindungsgemäßen Bilderzeugungsstufe, und
Fig. 5 eine Ersatzschaltung für eine Einheit der Bilderzeugungsstufe
gem. Fig. 4.
In Fig. 1 ist ein Bildverstärker (10) für das mittlere Infrarot
dargestellt, der ein für das mittelere Infrarot transparentes Linsensystem (11), ein für das mittelere Infrarot transparentes
Fenster (12), einen Mittel-InfrarotbiIdmodulator (14), (z. B. eine
durchlässig ist und während einer genau so langen Periode während
eines jeden Zyklus für Strahlung undurchlässig ist, eine
MikrokanaLpLatte (16) mit 50 bis 100 Mikrometer von Mitte zu Mitte
4 beabstandeten Leitenden KanäLen, einer MaximaLverstärkung von 10 und
einer maximaLen AusgangsLeistung von 10 ELektronen pro KanaL und
Sekunde, eine auf der Vorderseite der MikrokanaLpLatte (16)
angebrachte, eine SiLiciumdioxidträgerschicht (19) und eine Kathode
(20) (CS-O-Ag-MateriaL Typ S1, mit einer niedrigen Austrittsarbeit
von ungefähr 1,2 eV) und eine BiLdextraktions- oder
BiLderzeugungsstufe (22) enthäLt. Die Komponenten (12) bis (22) sind
von einer zwischen den Komponenten (12) und (22) ausgebiLdeten Vakuumabdichtung umgeben.
Die Dicke der Membran (18) beträgt zwischen 10 Nanometer und 10 Mikrometer, vorzugsweise zwischen 1 und 10 Mikrometer; sie soLLte
nicht so dünn sein, daß sie für StrahLung ohne Absorption durchLässig ist und sie soLLte nicht so dick sein, daß in ihr ein Temperaturgradient
infoLge einer KühLung des Außenbereiches auftritt. Sie zeigt eine beträchtLiche thermionische Emission bereits bei geringfügig
erhöhten Temperaturen und hat eine ausreichende eLektrische Leitfähigkeit, um die VerLuste durch ELektronenemission ohne Erzeugung
eines störenden LateraLen eLektrischen FeLdes auszugLeichen.
Wie Fig. 2 zeigt, enthäLt eine erste Ausführungsform der BiLderzeugungsstufe (22) ein GLasausgangsfenster (24), weLches eine
Schicht (26) aus vakuumaufgedampftem, transparentem, eLektrisch Leitfähigem Zinnoxid trägt, über die OberfLäche der Zinnoxidschicht
(26) verteiLt sind Einheiten (23) angebracht, weLche jeweils ungefähr
80 Mikrometer breit, voneinander um 100 Mikrometer von Mitte zu Mitte beabstandet, und in der Draufsicht im wesentLichen quadratisch sowie
zeiLen- und spaLtenweise auf dem GLasfenster (24) angeordnet sind.
Jede Einheit (23) enthäLt eine eLektroLumineszierende Schicht (28), (z. B., aus einem eLektroLumineszierenden MateriaL aus einem MitgLied
der FamiLie der ZinksuLfide und z. B. zwischen 10 und 100 Mikrometer
dick, darüber eine eLektrisch Leitfähige, metaLLische Schicht (30),
ζ. B. aus einer unter der Handelsbezeichnung "Inconel" erhältlichen
Nickel-Chrom-Legierung, darüber eine 1 bis 10 Mikrometer dicke
Glasschicht (32), darüber eine elektrisch leitfähige, metallische Kollektorschicht (34), und ein an die Lagen (28) bis (32) angrenzendes
und unter die Kollektorschicht (34) reichendes Widerstandsmaterial (36).
In Fig. 3, welche die Ersatzschaltung für eine einzelne Einheit (23)
zeigt, stellt I den auf die Kollektorschicht (34) auftreffenden Elektronenstrom dar. Ein Widerstand FL wird durch die Glasschicht (32)
und eine Kapazität (C.) durch die Glasschicht (32) und die auf deren
gegenüberliegenden Seiten befindlichen leitenden Schichten (30) und (34) gebildet. Ein Widerstand (Rp) wird durch die Zinksulfidschicht
(28) und eine Kapazität (Cp) durch die Zinksulfidschicht (28) und die
auf deren gegenüberliegenden Seiten sich überlappenden Bereiche der leitfähigen Schichten (26) und (30) gebildet. Das Material (36) bildet
einen überbrückungs- oder Ableitwiderstand R,. Außerhalb der abgedichteten Komponenten des Intensitätsverstärkers (10) und mit der
Zinnoxidschicht (26) verbunden, befindet sich eine Kapazität (C,). Eine Stromversorgung P ist über einen äußeren Widerstand (R.) mit
der Zinnoxidschicht (26) verbunden. Die Materialien und Dimensionen der Komponenten in jeder Einheit (23) sind so ausgewählt, daß sich
die gewünschten elektrischen Eigenschaften ergeben. Der Wert des Widerstandes (R-.) ist sehr viel größer als der Wert des Widerstandes
(Rp); um dies zu erreichen, ist die Glasschicht (32) so ausgeführt, daß ihr Leckstrom so gering wie möglich ist. Der Wert der Kapazität
(C1) ist sehr viel größer als der Wert der Kapazität (Cp) und der Wert
der Kapazität (C,) ist sehr viel größer als der Wert der Kapazität
(C2), so daß das Verhältnis 1:(1 + C2/C3 + C2ZC1), welche den
Bruchteil der modulierten Komponente des Elektronenstroms, der auf die elektrolumineszierende Schicht (28) auftrifft, so hoch ist, wie
möglich. Das Produkt aus dem Wert der Kapazität (Cp) und dem Wert des
Widerstandes (R.,) ist sehr viel größer als der Wert von 1/w , wobei
w /2 πdie EingangsstrahLungsmoduLationsfrequenz des Modulators (14)
ist. Die tatsächlichen Werte sind wie folgt:
C1 10"13F
C2 10"14F
R1 1015 Ohm
R2 1013 Ohm
R3 5 χ 1012 Ohm
Dadurch wird der Wert der Relaxationszeitkonstante der
elektrolumineszierenden Schicht (28) groß verglichen mit der Strahlungsmodulationsperiode, wodurch die Widerstandsverluste des
modulierten Signals minimiert werden. Die maximal notwendige Durchschlagsfestigkeit der Kapazitäten beträgt 10 Volt/cm.
In Fig. 4 ist ein teilweise schematisierter Vertikalschnitt einer
zweiten Ausführungsform (22') der Bilderzeugungsstufe (22)
dargestellt. Sie enthält ein unteres Glasausgangsfenster (50), auf das eine transparente, elektrisch leitfähige Zinnoxidschicht (52)
aufgebracht ist. Diese trägt Einheiten (54), die jeweils ungefähr Mikrometer breit, von den benachbarten Einheiten ungefähr 100 Mikrometer
von Mitte zu Mitte entfernt, in der Draufsicht im wesentlichen quadratisch und zeilen- und spaltenweise auf dem Glasfenster (50)
angeordnet sind. Jede Einheit (54) enthält eine Glasschicht (58), darauf eine elektrisch leitfähige, metallische Schicht (60), darauf
eine elektrolumineszierende Schicht (62) und als oberen Abschluß eine elektrisch leitfähige Kollektorschicht (64). Neben den Schichten (58)
bis (64) befinden sich eine elektrisch leitfähige Kollektorschicht
(66) sowie Dioden (D1, D_) und ein Widerstand (R,), welche unter der
Schicht (66) liegen und in Fig. 4 schematisch dargestellt sind. Zwischen 100 Mikrometer und 1 mm über den Kollektorschichten (64),
(66) und mit diesen fluchtend, sind Wolframdrähte (68) mit einem Durchmesser von ungefähr 10 Mikrometer aufgespannt.
In Fig. 5 ist die Ersatzschaltung für eine Einheit (54) gezeigt. Durch
die elektrolumineszierende Schicht (62) und die auf deren
gegenüberLiegenden Seiten angebrachten Leitfähigen Schichten (60) und
(64) wird eine Kapazität (C.) gebi Ldet. Eine Kapazität (C1.) wird in
erster Linie durch die GLasschicht (58) und durch auf deren gegenüberLiegenden Seiten befindLichen, sich überLappende Bereiche
der Leitfähigen Schichten (52) und (60) sowie auch durch überLappende
Bereiche der Leitfähigen Schichten (52) und (66) und die Komponenten zwischen diesen gebiLdet. Die MateriaLien und Dimensionen der
Komponenten sind so gewähLt, daß der Wert des Widerstandes (R.)
12 13 13
zwischen 10 und 10 Ohm Liegt und vorzugsweise 10 Ohm beträgt und
-U -15 der Wert der Kapazität (C5) zwischen 10 und 10 Farad Liegt,
ferner ist der Wert der Kapazität (C_) mindestens zehnmaL größer aLs
der Wert der Kapazität (C,); die maximaLe DurchschLagsstärke der
5 ^
Kapazitäten beträgt 10 VoLt/cm.
Kapazitäten beträgt 10 VoLt/cm.
Beim Betrieb wird MitteL-InfrarotstrahLung durch das Linsensystem (11)
auf die Frontmembrane (18) projiziert, um dort ein MitteL-InfrarotbiLd
zu erzeugen, durch die einzeLnen SteLLen der Membrane in verschiedenem
Maße erwärmt werden. Der ModuLator (14) Läßt wiederhoLt die eintretende MitteL-InfrarotstrahLung für eine Zeitspanne (T.)
passieren bzw. sperrt die eintretende MitteL-InfrarotstrahLung, ebenfaLLs für eine Zeitspanne (T.), die Frequenz beträgt dabei 100
Hz. Von der Rückseite der Membran (18) werden ELektronen emittiert, wobei das Maß der Emission von der Temperatur der SteLLen der Membran,
von denen die Emission erfoLgt, abhängt. Die ELektronen treten in die verschiedenen KanäLe der MikrokanaLpLatte (16) ein, wo sie
vervieLfacht werden. Der ELektronenstrom von der MikrokanaLpLatte (16) wird auf die BiLdextraktions- oder BiLderzeugungsstufe (22) geLenkt,
wo der von der thermoionischen Hintergrundemission herrührende (d.h. der nicht durch das auf der Membran (18) gebiLdete BiLd bewirkte)
ELektronenstrom von Gesamtstrom abgezogen wird. Das sichtbare, von der Stufe (22) wiedergegebene BiLd basiert auf dem Differenzstrom.
Die in Fig. 2 und Fig. 3 genauer gezeigte BiLderzeugungsstufe (22)
kann verwendet werden, wenn die vom MitteL-InfrarotbiLd herrührende
thermionische Emission in ihrer Stärke mit der Hintergrundemission
der Membran (18) bei Raumtemperatur vergleichbar ist- Die in Fig. 4 und Fig. 5 genauer gezeigte BiLderzeugungsstufe (221) kann verwendet
werden, wenn die vom Mittel-Infrarotbild herrührende thermionische
Emission wesentlich geringer ist als die Hintergrundemission der
Membran (18) bei Raumtemperatur.
Beim Betrieb der in Fig. 2 und 3 dargestellten Bilderzeugungsstufe
fließt, da der Wert des Widerstandes (R..) sehr groß ist, im
wesentlichen die gesamte Gleichstromkomponente des Elektronenstromes
I der Mikrokanalplatte durch den Nebenschlußwiderstand (R,) und nur
die vom Mittel-Infrarotbild auf der Membran (18) herrührende
Wechselstromkomponente des Elektronenstromes wird auf die
elektrolumineszierende Schicht (28) gelenkt und erzeugt ein sichtbares Abbild des Mittel-InfrarotstrahlungsbiLdes auf der Membran (18).
Beim Betrieb der in Fig. 4 und 5 gezeigten Bilderzeugungsstufe werden
die den KoILektorschichten (64) zugeordneten Drähte (68) und die den
KoLLektorschichten (66) zugeordneten Drähte. (68) abwechselnd in Synchronisation mit dem Durchlassen und dem Sperren der Infrarotstrahlung durch den Modulator (14) zwischen positiven und
negativen Spannungen umgeschaltet. Wenn die Mittel-Infrarotstrahlung
vom Modulator (14) durchgelassen wird, werden die Elektronen von der
MikrokanaLplatte (16) durch das Anlegen einer positiven Spannung an
die Drähte gegenüber den KoLLektorschichten (64) und einer negativen
Spannung an die Drähte gegenüber den KoLLektorschichten (66) alle auf die KoLLektorschichten (64) umgelenkt. Wenn die Mittel-InfrarotstrahLung vom Modulator (14) gesperrt wird, werden die Elektronen von
der MikrokanalpLatte (16) durch Anlagen einer negativen Spannung an die Drähte gegenüber den KbLlektorschichten (64) und einer positiven
Spannung an die Drähte gegenüber den Kollektorschichten (66) aLle auf
die KoL lektorschichten (66) geLenkt.
Wird keine MitteL-InfrarotstrahLung auf die Membran (18) projiziert,
so sind die die Kollektorschichten (64) und (66) treffenden ELektronenströme gleich; die Potentiale an den Kollektorschichten (64)
und (66) sind gleich, und es gibt kein Querpotential an der
elektrolumineszierenden Schicht (62) (Kapazität C, in Fig. 5). Wenn
ein Mittel-Infrarotbild auf die Membran (18) projiziert wird, dann
unterscheiden sich die die Kollektorschichten (64) und (66) treffenden Elektronenströme und an der elektrolumineszierenden Schicht (62) tritt
eine dem Produkt aus der Differenz der Elektronenströme und dem Wert des Widerstandes (R.) gleiche Potentialdifferenz auf und bewirkt die
Wiedergabe eines sichtbaren Bildes.
Die oben beispielsweise beschriebenen Ausführungsformen der Erfindung
lassen sich selbstverständlich in der verschiedensten Weise abwandeln, ohne den Rahmen der Erfindung zu überschreiten. Beispielsweise können
andere Membran- und Kathodenmaterialen verwendet werden (abhängig,
z. B. vom den Betriebstemperaturen und der zu erfassenden Strahlung), und es können abweichende Vorrichtungen verwendet werden, um aus dem
Elektronenstrom die mit den Infrarotbildern in Beziehung stehenden
Signale zu erzeugen. Das oben beschriebene Cs-O-Ag-Kathodenmaterial
hat um 300 K eine brauchbare thermionische Emission; (BaO/SrO)-Ni hat
im Bereich von 400 K bis 700 K eine brauchbare Emission und Ba-W hat im Bereich von 375 K bis 500 K eine verwendbare Emission. Andere
mögliche Kathodenmaterialien mit niedriger Austrittsarbeit sind in
Tabelle 4.1 bei Bleaney et al., "Electricity and Magnetism" (Oxford at the Clarendon Press, 1965), S. 92 aufgelistet.
Es können verschiedene Materialien und Koponenten verwendet werden,
um die in Fig. 3 und 5 dargestellten Ersatzschaltungen zu erhalten
und es können Modifikationen dieser Schaltungen vorgenommen werden, welche auf denselben Prinzipien für die Extraktion von Bildsignalen
basieren. Auch kann in der Bilderzeugungsstufe ein sichtbares Bild
durch Leuchtdioden hervorgerufen werden, Flüssigkristalle oder
Plasmazellenkanäle (siehe z. B. in G.F. Weston und R. Bittleston,
"Alphanumeric DispLays" McGraw HiLL, 1982), können anstatt der
elektroLumineszierenden Materialien verwendet werden. Die Helligkeit
einer durch eine dieser Einrichtungen erzeugten Darstellung kann durch eine zweite Bildverstärkerstufe oder sogar durch eine zweite und eine
dritte Bildverstärkerstufe erhöht werden, so wie es bei einigen bekannten Nachsichtgeräten üblich ist. Eine andere Möglichkeit besteht
darin, den von der Mikrokanalplatte austretenden Elektronenstrom direkt auf einen Leuchtschirm treffen zu lassen und aus der sich
ergebenden sichtbaren Darstellung mittels bekannter optischer Bildverarbeitungstechniken das Infrarotbild zu extrahieren.
- Leerseite -
Claims (12)
- PATENTANSRÜCHE'. Bildverstärker für das mittlere Infrarot ("Mittel-Infrarot"),gekennzeichnet durcheine bilderzeugende Mikrokanalplatte (16), eine vor der MikrokanaLplatte befindliche thermionisch emittierende Membran (18), welche bei Bestrahlung durch Mittel-Infrarotstrahlung Elektronen emittiert undein ein Mittel-Infrarotbild auf die Membran abbildendes Linsensystemwobei die von der Membran emittierten Elektronen in den Kanälen der Mikrokanalplatte vervielfacht werden.
- 2. Bildverstärker nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Einrichtung (22) zur Erzeugung eines sichtbaren Abbildes des Mittel-Infrarotbildes aufgrund des von der Mikrokanalplatte (16) gelieferten Elektronenstromes.
- 3. BiIdverstärker nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch einen Modulator (14), der wiederholt Mittel-Infrarotstrahlung zur Membran durchläßt bzw. von der Membran fernhält, und eine Bildextrahiereinrichtung (22; 22'), durch die Signale gewonnen werden, deren Stärke von der Differenz des Elektronenstromes ohne auf die Membran abgebildetes Mittel-Infrarotbild und des Elektronenstromes mit auf die Membran abgebildetem Mittel-Infrarotbild abhängt.
- 4. Bildverstärker nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtungen zur Bildextraktion und zur Erzeugung eines sichtbaren Bildes (22; 22') eine Vielzahl von durch eine Glasplatte (24; 50) getragene Einzeleinheiten (23; 54) enthalten, wobei jede Einheit ein sichtbares Licht erzeugendes Element (28; 62) enthält.
- 5. BiIdverstärker nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß jede Einheit (23) eine R/C-Schaltung (R2, C.) enthält, so daß die sich verändernde Komponente des ELektronenstromes von der MikrokanalpLatte (16) an dem sichtbares Licht erzeugenden Element (28) auftritt und die sich nicht verändernde Komponente durch andere elektrische Komponenten der Einheit abfließt.
- 6. Bildverstärker nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß jede Einheit (54) zwei den Elektronenstrom aufnehmende Kollektoren (64, 66) enthält und daß eine Einrichtung (68) vorgesehen ist, durch die der ELektronenstrom in Synchronisation mit der durch den Modulator (14) zur Membran durchgelassenen und von dem Auftreffen auf die Membran gehinderten Mittel-Infrarotstrahlung alternierend auf den einen Kollektor (64) und dann auf den anderen Kollektor (66) gelenkt wird.
- 7. Bildverstärker nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß jede Einheit (54) Einrichtungen (D1, D^) enthält, durch die dem sichtbares Licht erzeugenden Element (62) (Signale zugeführt werden, die bezüglich ihrer Stärke von der Differenz der von den Kollektoren (64, 66) aufgenommenen Elektronenflüsse abhängen.
- 8. Bildverstärker nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,daß Elektroden (60, 64) des sichtbares Licht erzeugenden Elementes direkt verbunden mit den oder Bestandteil der beiden Kollektoren (64, 66) sind, welche jeweils mit einem gemeinsamen Widerstand(R-) verbunden sind,
4 - 9. Bildverstärker nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das sichtbares Licht erzeugende Element (28; 62) ein elektrolumineszierendes Element ist.
- 10. BiLdverstärker nach Anspruch 5 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß das sichtbares Licht erzeugende Element (28; 62) aus einem eLektroLuminszierenden Material aus der Familie der ZinksuLfidverbindungen hergestellt ist.
- 11. BiIdverstäker nach einem der Ansprüche 4, 5 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß das sichtbare Licht erzeugende Element (28; 62) eine Leuchtdiode, ein Flüssigkristallelement oder ein Plasmaplattenelement enthält.
- 12. Bildverstärker nach Anspruch 1 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Membran (18) als Kathodenmaterial Cs-O-Ag, ( BaO/SrO)-Ni oder Ba-W enthält.
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