DE3614719A1 - Faltschachtelzuschnitt und daraus aufgerichtetes tragepaket - Google Patents
Faltschachtelzuschnitt und daraus aufgerichtetes tragepaketInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Faltschachtelzuschnitt für ein Tragepaket
zur Aufnahme pulverförmiger oder gekörnter Produkte mit mindestens
einer an eine Seitenwand über eine Deckelklappenrillung angeformten
Verschlußklappe im Deckelbereich. Sie betrifft ferner ein Tragepaket
mit einem aufgerichteten Faltschachtelzuschnitt.
Zum Verpacken von Schüttprodukten, wie Waschpulver, werden Faltschach
teln aus Karton, Wellpappe, Kunststoff und dergleichen verwendet. Diese
Behälter besitzen als Tragehilfe häufig einen aus Kunststoff bestehenden
Tragegriff, der an zwei gegenüberliegenden Behälterseitenwänden ange
nietet sein kann. Ein solcher Tragegriff ist nicht nur kostenaufwendig
in der Herstellung und Montage, sondern er stört auch beim Stapeln
und Schrumpfen der einzelnen Pakete. Ferner können ausgerissene Vernie
tungen zu Verletzungen führen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, unter Kostenminimierungsüber
legungen ein Tragepaket zu schaffen, das ohne einen gesondert angebrach
ten Tragegriff auskommt und bei dem dieTragehilfe die Stapelbarkeit
und das Einschrumpfen nicht beeinträchtigt. Für den Faltschachtelzuschnitt
eingangs genannter Art mit mindestens einer an eine Seitenwand über
eine Deckelklappenrillung angeformten Verschlußklappe im Deckelbereich
besteht die erfindungsgemäße Lösung darin, daß eine der Seitenwände
in Deckelnähe mit Abstand von der Deckelklappenrillung einer Verschluß
klappe ein Griffloch besitzt und daß die über die Deckelklappenrillung
an die das Griffloch enthaltende Seitenwand angelenkte Verschlußklappe
in sich durch drei zueinander und zu der zugehörigen Deckelklappen
rillung parallele Kammerrillungen in vier Einzelfelder unterteilt ist.
Für ein aus dem Faltschachtelzuschnitt aufzurichtendes Tragepaket be
steht die erfindungsgemäße Lösung darin, daß die - gerechnet von der
Deckelklappenrillung - ersten drei der vier Einzelfelder der durch die
Kammerrillungen unterteilten Verschlußklappe zum Bilden einer, vorzugs
weise quaderförmigen, Griffkammer hinter dem Griffloch um jeweils
90° nach innen gefaltet sind und das äußerste bzw. vierte Teilfeld in
umgekehrter Richtung um 90° gefaltet und an der Innenfläche der zuge
hörigen Seitenwand unterhalb des Grifflochs befestigt, insbesondere ange
klebt, ist. Hierbei kann es für die Handhabung günstig sein, wenn der
Abstand des Grifflochs von der Rillung nur wenig kleiner oder mindestens
gleich der senkrecht zur Rillung gemessenen Grifflochweite ist. Ferner
wird die Griffkammer etwa quaderförmig, aber nicht größer als unbedingt
erforderlich, wenn die Breite des zweiten Einzelfeldes mindestens etwa
gleich dem Abstand zwischen der Rillung und dem von dieser am wei
testen entfernten Grifflochrand ist, derart, daß das Öffnen des Grifflochs
nicht durch die gebildete Tragekammer behindert wird. Zum Einstellen
der Quaderform und Trage- bzw. Griffkammer sollen schließlich gerechnet
von der Rillung das erste und dritte Einzelfeld in Richtung zu der Ril
lung im wesentlichen gleich breit sein.
Durch die Erfindung wird ein in das Paket integrierter Tragegriff ge
schaffen, der an die Stelle aller derzeitigen außen angebrachten Trage
griffausbildungen tritt. Die erfindungsgemäße Griffkammer ist in der Regel
bis zur Anwendung durch den Verbraucher so lange verschlossen, bis
sie mit den Fingern an einer Perforierung oder dergleichen geöffnet
wird. Durch Eindrücken einer speziell perforierten Griffklappe in die
Seitenwand entsteht das Griffloch. Durch maßgerechte Auslegung der
Verschlußklappen des Pakets kann die Griffkammer pulverdicht ausge
bildet werden. Sie läßt sich weitgehenst kostenneutral herstellen, da
sie lediglich einige zusätzliche Rillungen und Faltungen an einer Ver
schlußklappe sowie eine Perforierung oder sonst geartete Stanzung
zum Bilden des Grifflochs bzw. der Griffklappe in einer Seitenwand
erfordert. Die Form und Ausbildung des Grifflochs ist erfindungsgemäß
in weiten Grenzen variabel; einerseits kommen sehr verschiedene Geome
trien in Frage, andererseits kann ein "Griffloch" auch durch mehrere
Einzellöcher gebildet werden.
Vorzugsweise wird das Griffloch in Richtung parallel zu der Deckelklappen
rillung, an die die mehrfach gerillte Verschlußklappe angelenkt wird,
so breit ausgebildet, daß es Platz zum Hineingreifen mit den vier Fingern
einer Hand bietet. Es ist vorteilhaft, wenn die Perforierung des Grifflochs
überall am vorgesehenen Grifflochumfang jedoch nicht an der der Rillung
am nächsten benachbarten Grifflochkante vorgesehen wird, so daß die
ursprünglich das Griffloch ausfüllende Griffklappe beim Eindrücken
nach oben umgelenkt und die Knicklinie der Griffklappe zusammen mit
diesem als relativ stabiler und die Hand nicht verletzender Tragegriff
ausgebildet wird.
Zum Stabilisieren und Abdichten der Griffkammer kann es schließlich
günstig sein, wenn das an die Rillung angrenzende erste Teilfeld an der
darüberliegenden Deckelfläche befestigt, insbesondere angeklebt, wird.
Es ergibt sich ein auch nach Eindrücken der Grifflochklappe weitgehend
pulverdichtes Paket.
Anhand der schematischen Zeichnung eines Ausführungsbeispiels werden
Einzelheiten der Erfindung erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen flachliegenden Zuschnitt einer Faltschachtel mit
integriertem Tragegriff; und
Fig. 2 eine perspektivische Darstellung des den integrierten
Tragegriff enthaltenden Teils eines aufgerichteten Zu
schnitts nach Fig. 1.
Der Zuschnitt nach Fig. 1 besteht aus den breiten Seitenwänden 1, den
schmalen Seitenwänden 2, einer Klebelasche 3, den an die schmalen
und breiten Seitenwände 1 und 2 angesetzten Bodenverschlußklappen
4 bzw. 5 sowie Deckelverschlußklappen 6 bzw. 7. Die Deckelverschluß
klappen 6 und 7 werden über eine Deckelklappenrillung 8 bzw. 9 an
die zugehörige Seitenwand 1 bzw. 2 angelenkt. Die beim Aufrichten
äußere Deckelverschlußklappe 6 kann mit einer außen angelenkten Ein
stecklasche 10 ausgestattet werden.
Im Ausführungsbeispiel wird eine der Seitenwände 1 oder 2, vorzugsweise
eine der schmalen Seitenwände 2, benachbart zum Deckelbereich mit
Abstand von der Rillung 9 mit einem Griffloch 11 (Fig. 2) ausgestattet.
Das Griffloch 11 soll eine Griffklappe 12 besitzen, die außer an der
der Kantenrillung 9 am nächsten benachbarten Grifflochkante 13 von
einer mit den Fingern einer Hand einzudrückenden Perforationslinie 14
umgeben ist, derart, daß die vorzugsweise gerillte aber nicht perforierte
Grifflochkante 13 beim Eindrücken der Griffklappe 12 wie ein Scharnier
wirkt und die Griffklappe 12 nach innen bis zu 180° umschlagbar ist.
Die über die Deckelkantenrillung 9 an die das Griffloch 11 enthaltenden
Seitenwand 2 angelenkte Verschlußklappe 7 wird in sich durch Kammer
rillungen 15, 16 und 17, die zueinander und zu der Deckelkantenrillung
9 parallel verlaufen, in vier Einzelfelder 18, 19, 20 und 21 unterteilt.
Vorzugsweise soll das Griffloch 11 in Richtung parallel zu der Deckel
klappenrillung 9 eine zum Hindurchgreifen mit den vier Fingern einer
Hand ausreichenden Breite B besitzen. Dieser Grifflochbreite B entspricht
die Breite der Griffklappe 12. Wenn der Abstand a zwischen nicht perfo
rierter Knickkante 13 des Grifflochs 11 der Rillung 9 mindestens gleich
der maximal senkrecht zur Rillung 9 gemessenen Grifflochweite b ist,
wird erreicht, daß die Griffklappe 12 nach innen um 180° um ihre Kante
13 in Richtung auf den Deckelbereich des Pakets aufzuklappen ist und
die Kante 13 eine verstärkte Griffkante bildet. Günstig kann es allerdings
auch sein, die Griffklappe 12 in Richtung senkrecht zu der Rillung 9
breiter als a zu machen. Beim Eindrücken schlägt dann die Griffklappe
12 schräg gegen die Innenfläche des Paketdeckelbereichs und bietet
einen angenehmen Tragegriff.
Fig. 2 zeigt einen den integrierten Tragegriff enthaltenden aufgerichteten
Eckenbereich einer Faltschachtel mit einem Zuschnitt nach Fig. 1. Zum
Bilden einer quaderförmigen Griffkammer 22 werden die ersten drei
(18, 19, 20) der vier Einzelfelder 18 bis 21 der durch die Kammerrillun
gen 15 bis 17 ungeteilten Verschlußklappe 7 hinter dem Griffloch 11
um jeweils 90° nach innen gefaltet; außerdem wird das äußerste bzw.
vierte Teilfeld 21 in umgekehrter Richtung um 90° gefaltet und an der
Innenfläche der zugehörigen Seitenwand 2 unterhalb des Grifflochs 11
befestigt, vorzugsweise auf der Fläche 23 angeklebt. Zum Stabilisieren
kann es günstig sein, wenn auch das an die Rillung 9 unmittelbar angren
zende erste Teilfeld 18 an der nach dem Aufrichten darüberliegenden
Deckelfläche 6 befestigt bzw. angeklebt wird. Von der letzteren Klebung
bzw. Befestigung kann jedoch abgesehen werden, wenn ein wiederverschließ
bares Paket mit mit einer Einstecklasche 10 versehener Deckelverschluß
klappe 6 vorgesehen wird. In diesem Falle können die beiden schmalen
Verschlußklappen 7 an der der Einstecklasche 10 entsprechenden Kante
mit einer Ausstanzung 24 versehen werden. Aus Fig. 2 ergibt sich, daß
gerechnet von der Deckelklappenrillung 9 der gefalteten Verschlußklappe
7 das erste und dritte Einzelfeld 18 und 20 in Richtung senkrecht zu
der Rillung 9 im wesentlichen gleich breit sein sollen und daß die Breite
des zweiten Einzelfeldes 19 größer als der Abstand a + b zwischen der
Rillung 9 und dem von dieser am weitesten entfernten perforierten Griff
lochrand 14 sein soll. Auf diese Weise wird erreicht, daß die Griffkammer
22 eine Quaderform erhält und mit dem vierten, nach einer Klebelasche
ausgebildeten Einzelfeld 21 auf der Innenfläche der schmalen Seitenwand
2 (unterhalb des Grifflochs 11) zu befestigen ist.
- Bezugszeichenliste: 1= breite Seitenwand 2= schmale Seitenwand 3= Klebelasche 4= Bodenverschlußklappe (1) 5= Bodenverschlußklappe (2) 6= Deckelverschlußklappe (1) 7= Deckelverschlußklappe (2) 8= Deckelklappenrillung (6) 9= Deckelklappenrillung (7) 10= Einstecklasche (6) 11= Griffloch 12= Griffklappe 13= Grifflochkante 14= Perforation 15= Kammerrillung (18/19) 16= Kammerrillung (19/20) 17= Kammerrillung (20/21) 18= erstes Einzelfeld 19= zweites Einzelfeld 20= drittes Einzelfeld 21= viertes Einzelfeld 22= Griffkammer 23= Klebefläche 24= AusstanzungB= Breite (11)a= Abstand (9/13)b= Grifflochbreite
Claims (11)
1. Faltschachtelzuschnitt für ein Tragepaket zur Aufnahme pulverförmiger
oder gekörnter Produkte mit mindestens einer an eine Seitenwand (2)
über eine Deckelklappenrillung (9) angeformten Verschlußklappe (7) im
Deckelbereich, dadurch gekennzeichnet, daß
eine der Seitenwände (2) in Deckelnähe mit Abstand von der Rillung
(9) einer Verschlußklappe (7) ein Griffloch (11) besitzt und daß die über
die Rillung (9) an die das Griffloch (11) enthaltende Seitenwand (2)
angelenkte Verschlußklappe (7) in sich durch drei zueinander und zu
der zugehörigen Rillung (9) parallele Kammerrillungen (15, 16, 17) in
vier Einzelfelder (18 bis 21) unterteilt ist.
2. Zuschnitt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand
des Grifflochs (11) von der Rillung (9) mindestens gleich der senkrecht
zur Rillung (9) gemessenen Grifflochweite (b) ist.
3. Zuschnitt nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß gerech
net von der Rillung (9) das erste und dritte Einzelfeld (18, 20) in Richtung
senkrecht zu der Rillung (9) im wesentlichen gleich breit sind.
4. Zuschnitt nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Breite des zweiten Einzelfeldes (19) mindestens
gleich dem Abstand (a + b) zwischen der Rillung (9) und dem von dieser
am weitesten entfernten, perforierten Deckel- bzw. Grifflochrand (14) ist.
5. Zuschnitt nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß das Griffloch (11) ursprünglich mit einer einzudrücken
den Griffklappe (12) verschlossen ist.
6. Zuschnitt nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß das Griffloch (11) parallel zu der Rillung (9) lang
gestreckt ist.
7. Zuschnitt nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß das Griffloch (11) in Richtung parallel zu der Rillung
(9) eine zum Hineingreifen mit den vier Fingern einer Hand ausreichende
Breite (B) besitzt.
8. Zuschnitt nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die Griffklappe (12) des Grifflochs (11) außer an
der der Rillung (9) am nächsten benachbarten Grifflochkante (13) von
einer einzudrückenden Perforierung oder dergleichen (14) umgeben ist.
9. Tragepaket mit einem aufgerichteten Faltschachtelzuschnitt nach
einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch ge
kennzeichnet, daß die ersten drei (18 bis 20) der vier
Einzelfelder (18 bis 21) der unterteilten Verschlußklappe (7) zum Bilden
einer vorzugsweise quaderförmigen Griffkammer (22) hinter dem Griffloch
(11) um jeweils vorzugsweise etwa 90° nach innen gefaltet sind und
daß das äußerste bzw. vierte Teilfeld (21) in umgekehrter Richtung um
vorzugsweise etwa 90° gefaltet und an der Innenfläche der zugehörigen
Seitenwand (2) unterhalb des Grifflochs (11) befestigt, insbesondere ange
klebt, ist.
10. Tragepaket nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das an
die Rillung (9) angrenzende erste Teilfeld (18) an der darüberliegenden
Deckelfläche (6) befestigt, insbesondere angeklebt, ist.
11. Tragepaket nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß
die Griffklappe (12) des Grifflochs (11) nach dem Eindrücken um die
zur Rillung (9) parallele und ihr am nächsten benachbarte Grifflochkante
(13) nach innen umzufalten ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863614719 DE3614719A1 (de) | 1986-04-30 | 1986-04-30 | Faltschachtelzuschnitt und daraus aufgerichtetes tragepaket |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863614719 DE3614719A1 (de) | 1986-04-30 | 1986-04-30 | Faltschachtelzuschnitt und daraus aufgerichtetes tragepaket |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3614719A1 true DE3614719A1 (de) | 1987-11-05 |
Family
ID=6299916
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19863614719 Withdrawn DE3614719A1 (de) | 1986-04-30 | 1986-04-30 | Faltschachtelzuschnitt und daraus aufgerichtetes tragepaket |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3614719A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4440962A1 (de) * | 1994-11-17 | 1996-05-23 | Henkel Kgaa | Tragende Faltschachtel |
-
1986
- 1986-04-30 DE DE19863614719 patent/DE3614719A1/de not_active Withdrawn
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4440962A1 (de) * | 1994-11-17 | 1996-05-23 | Henkel Kgaa | Tragende Faltschachtel |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8141 | Disposal/no request for examination |