DE3610319C2 - - Google Patents
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- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01F—MIXING, e.g. DISSOLVING, EMULSIFYING OR DISPERSING
- B01F35/00—Accessories for mixers; Auxiliary operations or auxiliary devices; Parts or details of general application
- B01F35/50—Mixing receptacles
- B01F35/511—Mixing receptacles provided with liners, e.g. wear resistant or flexible liners
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Description
Die Erfindung betrifft einen Mischer mit mindestens einer Mischwelle
umfassend einen Mischtrog mit einer von Verschleißschutzkacheln belegten,
annähernd zylindrischen Troginnenfläche und mindestens
ein der Troginnenfläche benachbart liegendes, um die
Mischtrogachse umlaufendes Mischorgan mit einer der von
den Verschleißschutzkacheln gebildeten Auskleidungs
innenfläche angenähert folgenden Mischorgankante, welche
einen Anstellwinkel gegen eine zur Mischerachse parallele,
sie schneidende Mantellinie des Mischtrogs aufweist,
wobei die Verschleißschutzkacheln in annähernd mantellinien
parallelen Reihen mit
annähernd mantellinienparallelen Reihentrennfugen zwischen be
nachbarten Reihen und mit unter einem Winkel zu den
Reihentrennfugen verlaufenden Einzelkacheltrennfugen
zwischen den Einzelkacheln jeder Reihe angeordnet sind.
Ein solcher Mischer ist beispielsweise aus der DE-PS
12 37 936 bekannt. Die Verschleißschutzkacheln sind
in der Regel austauschbar und können nach eingetretenem
Verschleiß bestimmungsgemäß ausgetauscht werden, so daß
die Mischtrogkonstruktion erhalten bleibt. Solche Misch
trogauskleidungen werden insbesondere bei Zwangsmischern
zum Vermischen von pulverigen, körnigen und plastischen
Mischgütern angewandt, z. B. bei Mischern zum Verarbeiten
von Baustoffmischungen.
Bei der bekannten Ausführungsform nach der DE-PS 12 37 936
sind die Verschleißschutzkacheln mit rechteckigem Umriß
ausgebildet, wobei die Einzelkacheltrennfugen benach
barter Reihen in Umfangsflucht miteinander liegen.
Es wurde nun festgestellt, daß bei der bekannten Aus
führungsform an den Einzelkacheltrennfugen ein rascherer
Verschleiß eintritt als an den in Mantellinienrichtung
liegenden Reihentrennfugen und als an den die Auskleidungsinnen
fläche bildenden Innenflächen der Kacheln.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Mischer
der eingangs genannten Art so auszugestalten, daß der
vorzeitige Verschleiß der quer zur Reihenlängsrichtung
der Kachelauskleidung verlaufenden Einzelkacheltrennfugen
weitgehend vermieden wird.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird vorgeschlagen, daß die Ein
zelkacheltrennfugen einzelner Reihen gegen die Einzel
kacheltrennfugen anderer Reihen in Mantellinienrichtung
versetzt sind und daß die Einzelkacheltrennfugen gegen
eine Umfangslinie im Sinne einer Annäherung an die
Parallelstellung zur Mischorgankante geneigt sind.
Es wurde gefunden, daß durch diese Maßnahmen der Ver
schleiß der Kacheln im Bereich der Einzelkacheltrenn
fugen wesentlich vermindert werden kann. Die Ursache für
diesen vorteilhaften Effekt ist nicht voll geklärt.
Es könnte sein, daß dieser vorteilhafte Effekt teilweise
darauf zurückzuführen ist, daß der Linientransport von
Mischgut längs der Einzelkacheltrennfugen durch deren
Versatz im Bereich aufeinanderfolgender Reihentrennfugen
unterbrochen wird und damit die abrasive Wirkung des
Mischguts auf die die Einzelkacheltrennfugen bildenden
Bereiche der Kacheln herabgesetzt wird. Er könnte weiter
darauf zurückzuführen sein, daß durch die Winkelannäherung
der Einzelkacheltrennfugen an die Parallelstellung zur Misch
organkante, welche zu einer Verkleinerung des Winkels zwischen
dem Geschwindigkeitsvektor der resultierenden Mischgutbewe
gung im Bereich der Mischorgankante und einer der Troginnen
fläche folgenden Normallinie auf die jeweilige Einzelkachel
trennfuge führt, die Linienbewegung des Mischguts längs
der jeweiligen Einzelkacheltrennfuge weitgehend unterdrückt
wird.
Es ist günstig für das Abnutzungsverhalten, wenn die Einzel
kacheltrennfugen jeder Reihe gegenüber den Einzelkachel
trennfugen der unmittelbar benachbarten Reihen in Mantel
linienrichtung versetzt sind.
Zu vollständigen Belegung der Troginnenflächen können
an den Enden der Reihen Ausgleichskacheln vorgesehen werden.
Es empfiehlt sich,
die Einzelkacheltrennfugen jeweils um die Länge
iher Projektion auf die Reihenlängsfugen gegeneinander
in Reihenlängsrichtung zu versetzen.
Durch
diese Maßnahme wird erreicht, daß mit einer einzigen Ausgleichs
kachel neben den Normalkacheln eine Troginnenfläche ausge
kleidet werden kann. Die Ausgleichskachel unterscheidet
sich dann von den Normalkacheln nur dadurch, daß die eine
ihrer quer zur Reihenlängsrichtung verlaufenden Endkanten
parallel zur zugehörigen Umfangslinie verläuft. Insbesondere
können die normalen Verschleißschutzkacheln parallelogrammförmig und
die Ausgleichskacheln trapezförmig sein. Die Befestigungsstellen der
Verschleißschutzkacheln an der Troginnenfläche können dabei in den Eck
punkten eines Rechteckrasters mit zur Umfangsrichtung und zur Mantel
richtung parallelen Seiten angeordnet sein.
Bei Ausrüstung des Mischers mit Mischorganen unterschied
licher Anstellwinkel kann man durch entsprechende Kachel
anordnung im Bereich eines jeden Mischorgans einerseits
für die Versetzung der Einzelkacheltrennfugen einzelner
Reihen gegen die Einzelkacheltrennfugen benachbarter Reihen
sorgen und andererseits die Forderung erfüllen, daß die Einzelkachel
trennfugen gegen eine Umfangslinie geneigt sind im Sinne einer
Winkelannäherung des Geschwindigkeitsvektors der resul
tierenden Mischgutbewegung im Bereich der jeweiligen
Mischorgankante an eine der Auskleidungsinnenfläche
folgende Normallinie auf die jeweilige Einzelkachel
trennfuge. Dies würde zu einer optimalen Standzeit
der gesamten Auskleidung führen. Man kann sich aber
kompromißweise auch mit einer Lösung abfinden dahin, daß bei
Ausrüstung des Mischers mit Mischorganen unterschied
lichen Anstellwinkels die Neigung der Einzelkacheltrenn
fugen gegen die Umfangslinie für sämtliche Kacheln die
gleiche ist und auf den Anstellwinkel der in größter
Zahl vorhandenen Mischorgane gleichen Anstellwinkels
abgestimmt ist. Diese Lösung kann man beispielsweise
wählen, wenn bei einem Doppelwellenzwangsmischer an
den beiden Enden jeder Welle Materialüberführungsorgane
zur Mischgutüberführung von dem Bereich der einen Welle
in den Bereich der anderen Welle vorgesehen sind und
diese Überführungsorgane eine den normalen Misch
organen entgegengesetzte Anstellwinkelneigung besitzen.
Auf jeden Fall kann auch dann, wenn der Mischer mit Misch- oder Überführungs
organen unterschiedlichen Anstellwinkels ausgerüstet ist,
der Vorteil ausgenutzt werden, der sich aus der Versetzung
der Einzelkacheltrennfugen aufeinanderfolgender Reihen
in Reihenlängsrichtung gegeneinander ergibt.
Die Verschleißschutzkacheln können an der Troginnen
fläche in einem eine jeweils annähernd zentrale Befesti
gungsstelle umgebenden Anlagebereich an der Troginnen
fläche anliegen und außerhalb dieses Anlagebereichs von der
Troginnenfläche einen kurzen, annähernd konstanten Abstand
haben. Bei dieser Ausführungsform ist gewährleistet,
daß beim Befestigen der Verschleißschutzkachel beispiels
weise mittels einer Spannschraube keine Biegebean
spruchungen in die Kachel eingeleitet werden können,
gleichwohl aber eine Abstützung der Kacheln an der Trog
innenfläche möglich ist.
Es empfiehlt sich, daß die Kacheln längs der Reihen
trennfugen an der Auskleidungsinnenfläche annähernd mit
ihren Kantenflächen zusammenstoßen und zur Troginnenfläche hin sich er
weiternde oder vorzugsweise parallele Spalte bilden. Auf diese
Weise wird den Kacheln eine gewisse Taumelfähigkeit
belassen und die Gefahr eine Zerstörung durch gegen
seitige Aufprägung innerer Spannungen verhindert.
Zur leichteren Ausgestaltung und zur Vermeidung von
innerer Spannungen können die Kacheln auf ihren Außen
flächen, d. h. denjenigen Flächen, die an der Troginnen
fläche anliegen mit Aussparungen versehen sein. Diese Aus
sparungen können in Richtung der Mantellinie länglich sein.
Die Erfindung betrifft weiter eine für die Auskleidung eines Mischtrogs
geeignete Verschleißschutzkachel, insbesondere bei einem Mischer der
oben beschriebenen Art, welche mit mindestens einer Befestigungsstelle
und mit mindestens zwei in ihrer Längsrichtung zueinander parallel ver
laufenden Kantflächen ausgeführt ist.
Um diese Kacheln verschleißunempfindlich auszugestalten, wird vorge
schlagen, daß von den beiden anderen Kantflächen mindestens eine mit
ihrer Längsrichtung unter einem von 90° verschiedenen Winkel zu den
beiden in ihrer Längsrichtung zueinander parallel verlaufenden Kant
flächen verläuft.
Die Winkelabweichung kann dabei etwa 9° betragen.
Zur Anpassung der Verschleißschutzkachel an eine Mischtrogform wird
vorgeschlagen, daß sie zylindrisch gekrümmt ist. Dabei empfiehlt es
sich, sowohl aus Gründen der Verschleißschutzwirkung als auch aus
Gründen des einfachen Einbaus, daß zwei mit ihrer Längsrichtung
zueinander parallel verlaufende Kantflächen parallel zu einer Man
tellinie der zylindrischen Krümmung verlaufen.
Um beim Einbau parallele Spalte zwischen benachbarten Kacheln zu
erhalten, kann vorgesehen sein, daß die Kantflächen auf den Seiten
flächen der Verschleißschutzkacheln im wesentlichen senkrecht stehen.
Für die Normalkacheln einer Auskleidung empfiehlt es sich, daß sie
einen parallelogrammförmigen Umriß besitzt. Die Ausgleichskacheln
wird dann bevorzugt in der Weise gestaltet, daß sie einen trapez
förmigen Umriß besitzt, wobei eine der die Trapezschenkel des Um
risses bildenden Kantflächen mit ihrer Längsrichtung senkrecht zu
den beiden mit ihrer Längsrichtung zueinander parallelen Kantflächen
verläuft. Die Befestigungsstelle kann als ein Befestigungsloch aus
gebildet sein.
Die Figuren erläutern die Erfindung anhand
von Ausführungsbeispielen. Es stellt dar
Fig. 1 eine Ausführungsform einer erfindungs
gemäßen Kachelauskleidung bei einem Doppelwellen
zwangsmischer mit zwei Mischorganen unterschied
lichen Anstellwinkels;
Fig. 2 ein Schema gemäß Fig. 7a zu dem linken Misch
organ in Fig. 1;
Fig. 3 eine Rückansicht einer Verschleißschutzkachel
zu der Auskleidung gemäß Fig. 1;
Fig. 4 einen Schnitt nach Linie VI-VI der Fig. 3;
Fig. 5 eine Rückansicht auf eine Ausgleichskachel zu
der Auskleidung gemäß Fig. 1;
Fig. 6 eine perspektivische Ansicht eines Doppelwellen
zwangsmischers zur Einführung in die Erfindung, jedoch
nicht mit erfindungsgemäßer Gestaltung der Kachelaus
kleidung;
Fig. 7 ein Mischorgan im Bereich einer Einzelkacheltrenn
fugen und
Fig. 7a eine Abwicklung zu Fig. 6 mit einem Mischorgan
und einer Kachelauskleidung entsprechend dem
Stand der Technik.
Der in Fig. 6 beispielhaft dargestellte Doppelwellenzwangsmischer,
der hinsichtlich der Art der Kachelauskleidung nicht der Erfindung entspricht
umfaßt einen Doppelkammermischtrog, der aus zwei Misch
trögen 10 zusammengesetzt ist. In jedem der beiden Misch
tröge 10 ist eine Mischwelle 12 angeordnet. Die Misch
wellen 12 tragen in ihrem mittleren axialen Abschnitt
Mischorgane 14 in Form von Mischschaufeln, welche so an
geordnet sind, daß sie das Mischgut in den beiden Misch
trögen 10 gegenläufig befördern und gleichzeitig von
Mischtrog zu Mischtrog aufeinanderzubewegen, während
an den Enden der beiden Mischwellen 12 Überführungsorgane
16 angeordnet sind, welche dafür sorgen, daß an den
Enden der beiden Mischtröge 10 das Mischgut von dem je
weils einen Mischtrog in den jeweils anderen Mischtrog
überführt wird. Für die vorliegende Betrachtung ist
hierbei nur von Interesse, daß die Überführungsorgane 16
einen unterschiedlichen Anstellwinkel gegenüber den
Mischorganen 14 besitzen.
Ein Mischtrog 10 besitzt eine zylindrische Troginnen
fläche 18, welche eine Umfangslinie U und eine Mantel
linie M aufweist. Die Mantellinie M ist parallel zur
Achse A der Mischwelle 12. Die Troginnenfläche 18
ist mit einer Kachelauskleidung 20 belegt. Die Kachel
auskleidung 20 ist von Verschleißschutzkacheln 22 ge
bildet. Die Verschleißschutzkacheln 22 sind in Kachel
reihen 22 A, 22 B usw. angeordnet. Man erkennt, daß die Ver
schleißschutzkacheln 22 der Reihen 22 A und 22 B gegen
einander versetzt sind, wobei zwischen den Reihen 22 A,
22 B usw. Reihenstoßfugen 24 parallel zur Mantellinie M
gebildet sind und zwischen den einzelnen Verschleißschutz
kacheln 22 jeder Reihe Einzelkacheltrennfugen 26 gebil
det sind. Die Einzelkacheltrennfugen 26 sind in Reihen
längsrichtung, d. h. in Mantellinienrichtung M gegen
einander versetzt. Die Kacheln sind zur Vereinfachung der Darstellung
in der Form rechteckig, so daß die Einzelkacheltrennfugen in Umfangs
richtung U verlaufen, was nicht der Erfindung entspricht.
Bei der zum Stand der Technik gehörigen Ausführungsform,
die in Fig. 7a in Abwicklung dargestellt ist, waren die
Verschleißschutzkacheln 22 so angeordnet, daß die Ein
zelkacheltrennfugen 26 miteinander fluchteten.
Gemäß Fig. 7a sind die Mischorgane 14 mit ihren Misch
organkanten 28 unter einem Winkel α gegen die Mantel
linie M angeordnet. Die Umfangsgeschwindigkeit der Misch
organkante ist mit v u bezeichnet. Zufolge des Anstell
winkels a findet eine Gleitbewegung des Mischguts längs
der Mischorgankante 28 statt, und zwar mit einer Gleit
geschwindigkeit v g . Die resultierende Geschwindigkeit des
Mischguts am Orte X der Mischorgankante 28 ist mit v r be
zeichnet. Diese resultierende Geschwindigkeit v r ergibt
sich durch vektorielle Überlagerung der Umfangsge
schwindigkeit v u und der Gleitgeschwindigkeit v g , deren
Größe wiederum vom Anstellwinkel a und vom Reibungs
koeffizienten des Mischguts längs der Mischorgankante
28 abhängig ist. In der Fig. 7a erkennt man ferner die
Normallinie N zu der Einzelkacheltrennfuge 26. Der
zwischen der Normallinie N und dem Geschwindigkeits
vektor v r der resultierenden Geschwindigkeit einge
schlossene Winkel ist mit γ bezeichnet. Man erkennt,
daß bei Annahme eines Anstellwinkels α von etwa 45°
und bei den angegebenen Größen der Umfangsgeschwindigkeit
v u und der Gleitgeschwindigkeit v g der Winkel γ zwischen
der Normallinie N und dem resultierenden Geschwindigkeits
vektor v r erheblich größer ist als 45°. Dies bedeutet, daß
es eine erhebliche Komponente der resultierenden Ge
schwindigkeit v r in Richtung der Einzelkacheltrennfuge
26 gibt. Diese Komponente parallel zur Einzelkacheltrenn
fuge 26 des resultierenden Geschwindigkeitsvektors v r
führt dazu, daß eine ausgeprägte Linienbewegung des Misch
guts längs der Einzelkacheltrennfugen 26 stattfindet, die
zu einer vorzeitigen Abnutzung der Verschleißschutz
kacheln 22 längs der Einzelkacheltrennfugen 26 führt.
Diese Linienbewegung des Mischguts längs der Einzelkachel
trennfugen 26 ist bei der bekannten Ausführungsform gemäß
Fig. 2a umso ausgeprägter, als die Einzelkacheltrennfugen
26 miteinander in Flucht parallel zu der Umfangslinie U
liegen. Dies führt gemäß Fig. 7 zu einer Abnutzung der
Verschleißschutzkacheln 22 längs der Einzelkacheltrenn
fuge 26 zwischen den einander zugekehrten Kantflächen
30 der Verschleißschutzkacheln. Dieser Verschleiß führt
zu Auskolkungen, in denen sich Mischgutteilchen 32 fest
setzen können, so daß sie von der Mischorgankante 28
längs der ausgekolkten Einzelkacheltrennfuge 26
transportiert werden. Dies kann weiter zu Beschädi
gungen an der Mischorgankante 28 führen, wie in Fig. 7
gestrichelt eingezeichnet. Auf diese Weise kommt es
zu Standzeitverlusten sowohl durch vorzeitigen Ver
brauch der Verschleißschutzkacheln 22 als auch - was
noch schwerwiegender ist - zu einer vorzeitigen Abnutzung
der kostspieligen Mischorgane 14.
Man erkennt aus der Fig. 7a, daß die Reihenstoßfugen
24 weniger gefährdet sind als die Einzelkachelstoßfugen
26, weil die Geschwindigkeitskomponente der resultieren
den Geschwindigkeit v r in Richtung der Reihenstoßfugen
24 (diese Geschwindigkeitskomponente ist nicht einge
zeichnet) wesentlich geringer ist als die Geschwindig
keitskomponente in Richtung der Einzelkachelstoßfugen 26.
Diese Tatsache muß aufgrund der üblicherweise bei ca.
45° liegenden Werte des Anstellwinkels α und der üblichen
Reibungskoeffizienten zwischen dem Mischgut und den Misch
organkanten 28 als gegeben hingenommen werden. Dies be
deutet, daß in erster Linie die Einzelkacheltrennfugen 26
anfällig gegen vorzeitigen Verschleiß sind, und daß es
bei Versuchen um die Erhöhung der Standzeit der Kachelaus
kleidung insbesondere darum geht, im Bereich der Einzel
kacheltrennfugen 26 eine Verbesserung zu erzielen. In der
Fig. 7a und in den Fig. 1 und 2 ist der
Winkel zwischen den Einzelkacheltrennfugen 26 und den Reihen
trennfugen 24 jeweils mit ε bezeichnet.
Bei der Ausführungsform nach den Fig. 1 und 2 sind
die Verschleißschutzkacheln 22 wieder in Reihen 22 A,
22 B usw. angeordnet, wobei die Reihentrennfugen 24 wieder
um parallel zu der Mantellinie M verlaufen.
Da aber die Einzelkacheltrennfugen 26 ge
geneinander versetzt sind, kann die bei der Ausführungs
form gemäß Fig. 7a auftretende ausgeprägte Linienbewe
gung über mehrere miteinander fluchtende Einzelkachel
trennfugen 26 nicht mehr stattfinden und es ist deshalb die
gemäß Fig. 7 zu erwartende Auskolkung wesentlich redu
ziert und damit auch die Gefahr einer Beschädigung der
Mischorgane 28.
Die Einzelkacheltrennfugen 26 sind gemäß Fig. 1 und 2 gegen
über der Umfangslinie U unter einem Winkel β geneigt,
wie in Fig. 2 dargestellt. Dies bedeutet, daß der Ge
schwindigkeitsvektor v r an die Normallinie N auf die
Einzelkacheltrennfuge 26 angenähert ist; der Winkel γ
ist kleiner geworden. Dies führt dazu, daß die Geschwin
digkeitskomponente des resultierenden Geschwindigkeits
vektors v r parallel zu der Einzelkacheltrennfuge 26 we
sentlich kleiner geworden ist. Mit anderen Worten: es findet
nicht mehr die ausgeprägte Linienbewegung längs der Einzelkacheltrennfugen
26 statt und das Gut wird im wesentlichen senkrecht über
die Einzelkacheltrennfuge 26 durch die Mischorgankante
28 hinweggeschoben. Es hat sich gezeigt, daß auf diese
Weise die beim Stand der Technik gemäß Fig. 7 einge
tretene Auskolkung längs der Einzelkacheltrennfuge 26
und die daraus resultierende Beschädigung der Mischorgan
kante 28 noch weiter reduziert ist.
Man erkennt in Fig. 1 und 2, daß der Versatz der Einzel
kacheln 22 in Reihenlängsrichtung, d. h. in Richtung der
Mantellinie M gleich der Projektion p einer Einzel
kacheltrennfuge 26 auf eine Reihentrennfuge 24 ist. An
den Enden der Reihen 22 A, 22 B usw. sind Ausgleichskacheln
34 vorgesehen, deren quer zur Mantellinie M verlaufende
Endkanten 36 mit der Mantellinie einen 90° Winkel bilden.
Man erkennt aus der Fig. 1 weiter, daß man an beiden
Enden der Reihen 22 A, 22 B usw. mit einem einzigen Typ
von Ausgleichskacheln 34 auskommt.
Man erkennt in der Fig. 1, und zwar in ihrer rechten
Hälfte, auch das Überführungsorgan 16 aus Fig. 6, dessen
Anstellwinkel mit δ bezeichnet ist. Wegen des anderen
Anstellwinkels w (auch dieser ist z. B. mit etwa 45° angenommen) sind die
Verhältnisse an der Kante des Überführungsorgans
16 wesentlich ungünstiger als in Fig. 2 für die Misch
organkante 28 des Mischorgans 14 dargestellt. Dies be
deutet, daß die im Bereich der Überführungsorgane 16 vor
gesehenen Einzelkacheltrennfugen 26 einer verstärkten
Abnutzung unterliegen, sofern nicht andere Maßnahmen
zur Abnutzungsverhinderung getroffen werden. Man könnte
natürlich im Bereich der Überführungsorgane 16 die Neigung
der Einzelkacheltrennfugen 26 zur Umfangslinie U ver
ändern, um auch hier die vorteilhaften Ergebnisse gemäß
Fig. 2 zu erzielen. Man kann sich aber auch damit ab
finden, daß im Bereich der Überführungsorgane 16 die Ver
besserung nur durch den auch hier vorhandenen Versatz
der Einzelkacheltrennfugen um das Maß p in Mantellinien
richtung M erzielt wird. Man hat dann den Vorteil, daß
man mit einer einzigen Normalkachel und mit einer einzi
gen Ausgleichskachel auskommt. Wenn wirklich die im Be
reich der Überführungsorgane 16 gelegene Einzelkacheltrenn
fugen vorzeitig abgenutzt werden und damit ein Standzeit
verlust eintritt, so bleibt immerhin noch der Vorteil,
daß man in dem größeren Bereich der Mischorgane 14 (siehe
Fig. 6) die Verschleißschutzkacheln 22 länger erhalten
bleiben und damit das Ausmaß der notwendigen Ersatz
reparatur verringert bleibt.
In den Fig. 3 und 4 ist eine Normalkachel 22 für die
Ausführungsform nach den Fig. 1 und 2 dargestellt. Der
Winkel der Einzelkacheltrennfuge 26 gegen die Umfangs
linienrichtung U ist mit β eingezeichnet und ist mit
ca. 9° angenommen. Man erkennt aus Fig. 4, daß die Normalkachel
22 auf ihrer Rückseite eine vorspringende zentrale An
lagefläche 38 im Bereich einer zentralen Befestigungs
öffnung 40 aufweist. Ferner erkennt man, daß die
Normalkachel 22 auf der Rückseite mit Ausnehmungen 42
ausgeführt ist.
Die in Fig. 5 dargestellte Ausgleichskachel 34 ist ent
sprechend ausgebildet.
Gemäß Fig. 4 ist die Reihentrennfuge 24 als paralleler Spalt
ausgebildet, der sich von der Innenfläche der Kachelaus
kleidung zur Innenfläche des zylindrischen Trogs hin
mit gleichbleibender Spaltbreite erstreckt.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich, sind die Befestigungs
bohrungen 40 in den Eckpunkten eines Rechteckrasters
angeordnet.
Claims (25)
1. Mischer mit mindestens einer Mischwelle, umfassend einen
Mischtrog mit einer von Verschleißschutzkacheln belegten,
annähernd zylindrischen Troginnenfläche (18) und mindestens
ein der Troginnenfläche (18) benachbart liegendes, um
die Mischtrogachse (A) umlaufendes Mischorgan (14) mit
einer der von Verschleißschutzkacheln (22) gebildeten
Auskleidungsinnenfläche angenähert folgenden Mischorgan
kante (28), welche einen Anstellwinkel (α) gegen eine
zur Mischerachse (A) parallele, sie schneidende Mantel
linie (M) des Mischtrogs (10) aufweist, wobei die Ver
schleißschutzkacheln (22) in annähernd mantellinien
parallelen Reihen (22 A, 22 B usw.) mit annähernd mantel
linienparallelen Reihentrennfugen (24) zwischen benach
barten Reihen (22 A, 22 B usw.) und mit unter einem Winkel
(ε) zu den Reihentrennfugen (24) verlaufenden Einzel
kacheltrennfugen (26) zwischen den Einzelkacheln (22) jeder
Reihe (22 A, 22 B usw.) angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet,
daß die Einzelkacheltrennfugen (26) einzelner Reihen
(22 A, 22 C usw.) gegen die Einzelkacheltrennfugen (26) anderer
Reihen (22 B, 22 D usw.) in Mantellinienrichtung (M) versetzt
sind und daß die Einzelkacheltrennfugen (26) gegen eine
Umfangslinie (U) im Sinne einer Annäherung an die Parallel
stellung zur Mischorgankante (28) geneigt sind.
2. Mischer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Einzelkacheltrennfugen (26) jeder Reihe (22 B) gegenüber
den Einzelkacheltrennfungen (26) der unmittelbar benachbarten
Reihen (22 A, 22 C) in Mantellinienrichtung (M) versetzt sind.
3. Mischer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß an den Enden mindestens eines Teils der Reihen (22 A,
22 B usw.) Ausgleichskacheln (34) vorgesehen sind.
4. Mischer nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeich
net, daß die Einzelkacheltrennfugen (26) gegen die Umfangs
linie (U) unter einem Winkel (β) von ca. 9° geneigt sind.
5. Mischer nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeich
net, daß die Einzelkacheltrennfugen (26) derart gegen eine
Umfangslinie (U) geneigt sind (β), daß eine Verkleinerung
des Winkels (γ) zwischen dem Geschwindigkeitsvektor v r
der resultierenden Mischgutbewegung im Bereich der Mischorgan
kante (28) und einer der Troginnenfläche (18) folgenden
Normallinie (N) auf die jeweilige Einzelkacheltrennfuge
(26) eintritt.
6. Mischer nach einem der Ansprüche 1-5, dadurch gekennzeich
net, daß die Verschleißschutzkacheln (22) parallelogramm
förmig sind und daß etwaige Ausgleichskacheln (34) trapez
förmig sind.
7. Mischer nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Einzelkacheltrennfugen (26) jeweils um
die Länge (p) ihrer Projektion auf die Reihentrennfugen
(24) gegeneinander in Reihenlängsrichtung (M) versetzt
sind.
8. Mischer nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Befestigungsstellen (40) der Ver
schleißschutzkacheln an der Troginnenfläche (18) in den
Eckpunkten eines Rechteckrasters mit zur Umfangsrichtung
(U) und zur Mantellinienrichtung (M) parallelen Seiten
angeordnet sind.
9. Mischer nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekenn
zeichnet, daß bei Ausrüstung des Mischers mit Mischorganen
(14, 16) unterschiedlichen Anstellwinkels (α, δ), die Nei
gung (β) der Einzelkacheltrennfugen (26) gegen die Um
fangslinie (U) für sämtliche Kacheln (22) die gleiche ist
und auf den Anstellwinkel (α) der in größerer Zahl vor
handenen Mischorgane (14) gleichen Anstellwinkels (α)
abgestimmt ist.
10. Mischer nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Verschleißschutzkacheln (22) an der
Troginnenfläche (18) in einem eine jeweils annähernd zen
trale Befestigungsstelle (40) umgebenden Anlagebereich (38)
an der Troginnenfläche (18) anliegen und außerhalb dieses
Anlagebereichs (38) von der Troginnenfläche (18) eine
kurzen, annähernd konstanten Abstand haben.
11. Mischer nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Kacheln (22) längs der Reihentrennfugen
(24) an der Auskleidungsinnenfläche annähernd mit ihren
Kantflächen zusammenstoßen und zur Troginnenfläche (18)
hin parallele Spalten bilden.
12. Mischer nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Verschleißschutzkacheln auf ihren Außen
flächen, d. h. zur Troginnenfläche (18) hin, mit Aussparun
gen (42) versehen sind.
13. Mischer nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet,
daß die Aussparungen (42) in Richtung der Mantellinie
(M) länglich sind.
14. Viereckige Verschleißschutzkachel, geeignet für die Auskleidung
eines Mischtrogs, insbesondere bei einem Mischer nach
einem der Ansprüche 1 bis 13, mit mindestens einer Be
festigungsstelle (40) und
mit mindestens zwei in ihrer Längsrichtung zueinander
parallel verlaufende Kantflächen, dadurch gekennzeichnet,
daß von den beiden anderen Kantflächen mindestens eine
mit ihrer Längsrichtung unter einem von 90° verschiedenen
Winkel (ε) zu den beiden in ihrer Längsrichtung zuein
ander parallel verlaufenden Kantflächen verläuft.
15. Verschleißschutzkachel nach Anspruch 14, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Winkelabweichung (β) ca. 9°
beträgt.
16. Verschleißschutzkachel nach einem der Ansprüche 14 und
15, dadurch gekennzeichnet, daß sie zylindrisch gekrümmt
ist.
17. Verschleißschutzkachel nach Anspruch 16, dadurch gekenn
zeichnet, daß zwei mit ihrer Längsrichtung zuein
ander parallel verlaufende Kantflächen parallel zu
einer Mantellinie der zylindrischen Krümmung verlaufen.
18. Verschleißschutzkachel nach einem der Ansprüche 14 bis
17, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsstelle
(40) auf der zur Anlage an der Troginnenfläche bestimmten
Seitenfläche von einem gegenüber dieser Seitenfläche er
habenen Anlagebereich (38) umgeben ist.
19. Verschleißschutzkachel nach einem der Ansprüche 14 bis
18, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsstelle
(40) annähernd im Zentrum der Seitenflächen der Verschleiß
schutzkachel (22, 34) angeordnet ist.
20. Verschleißschutzkachel nach einem der Ansprüche 14 bis
19, dadurch gekennzeichnet, daß sie auf ihrer zur Anlage
an der Troginnenfläche bestimmten Seitenfläche mit Aus
sparungen (42) versehen ist.
21. Verschleißschutzkachel nach Anspruch 20, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Aussparungen (42) länglich in Richtung
einer Mantellinie der zylindrischen Krümmung sind.
22. Verschleißschutzkachel nach einem der Ansprüche 14 bis
21, dadurch gekennzeichnet, daß die Kantflächen auf den
Seitenflächen der Verschleißschutzkachel (22, 34)
im wesentlichen senkrecht stehen.
23. Verschleißschutzkachel nach einem der Ansprüche 14 bis
22, dadurch gekennzeichnet, daß sie einen parallelogramm
förmigen Umriß besitzt.
24. Verschleißschutzkachel nach einem der Ansprüche 14 bis
23, dadurch gekennzeichnet, daß sie einen trapezförmigen
Umriß besitzt, wobei eine der die Trapezschenkel des
Umrisses bildenden Kantflächen mit ihrer Längsrichtung
senkrecht zu den beiden mit ihrer Längsrichtung zuein
ander parallelen Kantflächen verläuft.
25. Verschleißschutzkachel nach einem der Ansprüche 14 bis
24, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsstelle
als Befestigungsloch (40) ausgebildet ist.
Priority Applications (6)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863610319 DE3610319A1 (de) | 1986-03-26 | 1986-03-26 | Mischer |
| EP87103699A EP0241723B1 (de) | 1986-03-26 | 1987-03-13 | Mischer |
| ES87103699T ES2023130B3 (es) | 1986-03-26 | 1987-03-13 | Mezclador. |
| AT87103699T ATE64546T1 (de) | 1986-03-26 | 1987-03-13 | Mischer. |
| DE8787103699T DE3770856D1 (en) | 1986-03-26 | 1987-03-13 | Mischer. |
| JP62070554A JPS62237933A (ja) | 1986-03-26 | 1987-03-26 | 混合機 |
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|---|---|---|---|
| DE19863610319 DE3610319A1 (de) | 1986-03-26 | 1986-03-26 | Mischer |
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Owner name: BHS-SONTHOFEN MASCHINEN- UND ANLAGENBAU GMBH, 8752 |