DE3610347A1 - Lagervorrichtung - Google Patents
LagervorrichtungInfo
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- DE3610347A1 DE3610347A1 DE19863610347 DE3610347A DE3610347A1 DE 3610347 A1 DE3610347 A1 DE 3610347A1 DE 19863610347 DE19863610347 DE 19863610347 DE 3610347 A DE3610347 A DE 3610347A DE 3610347 A1 DE3610347 A1 DE 3610347A1
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- B65G—TRANSPORT OR STORAGE DEVICES, e.g. CONVEYORS FOR LOADING OR TIPPING, SHOP CONVEYOR SYSTEMS OR PNEUMATIC TUBE CONVEYORS
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- B65G1/02—Storage devices
- B65G1/04—Storage devices mechanical
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Description
Die Erfindung betrifft eine Lagervorrichtung mit mindestens
einem Umlaufregal mit auf einer Umlaufbahn bewegbaren
Regalfächern, die Lagerflächen für das Einlagern von mit
Gebinden versehenen Gegenständen aufweisen und von denen
jedes durch Ansteuern eines Fachantriebes in eine Haltestation
einfahrbar ist.
Umlaufregale, die auch als Paternosterregale bezeichnet
werden, dienen im allgemeinen dazu, Gegenstände, die z.B.
aus der Fertigung kommen oder in der Fertigung zum Herstellen
eines Produktes benötigt werden, zu lagern.
Als Gebinde dienen hierbei Behälter, Paletten oder andere
Lagerhilfsmittel zum Aufnehmen oder Zusammenhalten von
einem oder mehreren Gegenständen. Solche Gegenstände sind
beispielsweise Schrauben, elektronische Bauteile, vormon
tierte Zwischenprodukte od.dgl.. Zum Einlagern der Gegen
stände in das jeweilige Umlaufregal werden diese z.B.
in als Gebinde dienende Behälter gelegt, die zum Einlagern
auf den freien Lagerflächen des in der Haltestation befindli
chen Regalfaches abgestellt werden. In der Regel ist ein
Behälter für eine bestimmte Art von Gegenständen, bei
spielsweise Schrauben einer bestimmten Größe, vorgesehen.
Auch werden die Gegenstände oftmals mit ihrer Originalver
packung in das Umlaufregal eingelagert.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, die bisher
bekannten Lagervorrichtungen zu verbessern.
Diese Aufgabe ist gemäß der Erfindung bei einer Lagervor
richtung der eingangs genannten Art dadurch gelöst, daß
zwischen dem Umlaufregal und einem Entnahmeplatz für Gebinde
mindestens eine Führung für ein Regalbediengerät mit einer
Handhabungsvorrichtung vorhanden ist, daß die Gebinde
und die Handhabungsvorrichtung aneinander angepaßt sind,
und daß für das Regalbediengerät und die Handhabungsvorrich
tung mindestens ein ansteuerbarer Antrieb vorhanden ist,
der das Regalbediengerät entlang der Führung verfährt
und die Handhabungsvorrichtung betätigt.
Die zwischen dem Umlaufregal und dem Entnahmeplatz verlau
fende Führung, entlang der das Regalbediengerät verfahrbar
ist, ermöglicht es, die Gebinde maschinell vom Umlaufregal
zum Entnahmeplatz und umgekehrt zu transportieren. Dadurch,
daß das Regalbediengerät eine betätigbare Handhabungsvor
richtung aufweist, die an die Gebinde angepaßt ist, ist
ein maschinelles Handhaben, d.h. Ein- und Auslagern aller
Gebinde im Entnahmeplatz und im in der Haltestation
befindlichen Regalfach mit nur einer Handhabungsvorrichtung
möglich. Für das Verfahren des Regalbediengerätes entlang
der Führung und das Betätigen der Handhabungsvorrichtung
ist ein Antrieb vorhanden, der ansteuerbar ist. Das Ansteuern
des Antriebes kann beispielsweise durch eine Bedienungsperson
von einem zentralen Bedienpult aus oder rechnerunterstützt
erfolgen.
Die erfindungsgemäße Lagervorrichtung ermöglicht es somit,
daß das Handhaben und Transportieren der Gebinde maschinell
erfolgt und daß die hierzu notwendigen Steuersignale zum
Ansteuern des Antriebes von der Bedienungsperson am zentralen
Bedienpult gegeben werden können. Dabei kann eine Video-Kamera
am Regalbediengerät vorgesehen sein, die der Bedienungsperson
die Überwachung der maschinellen Handhabung der Gebinde
und deren Transport auf einem Bildschirm ermöglicht.
Die erfindungsgemäße Lagervorrichtung kann insbesondere
dann verwendet werden, wenn mehrere Umlaufregale durch
das Regalbediengerät angefahren werden müssen.
Die Führung kann dabei zumindest am jeweiligen Umlaufregal
entlang des in der Haltestation befindlichen Regalfaches
verlaufen. Dies hat gegenüber einer Anordnung, bei der die Füh
rung quer zu dem in der Haltestation befindlichen Regalfach auf
die Lagerfläche zu verläuft, den Vorteil, daß die Führung bei
geradliniger Ausbildung ein Minimum an Platz benötigt und somit
auch mit einem minimalen Materialverbrauch verbunden ist.
Bei einer besonderen Ausführung kann die Führung quer zu dem
in der Haltestation befindlichen Regalfach auf die Lagerflä
che zu verlaufen. Dies hat den Vorteil, daß mehrere Regalbe
diengeräte gleichzeitig alle auf der in der Haltestation be
findlichen Lagerfläche gelagerten Gebinde handhaben können.
Bei einer vorteilhaften Ausführungsform können mehrere
Umlaufregale in einer Reihe nebeneinandergestellt sein,
so daß mit einer einzigen geradlinigen Führung ein Regal
bediengerät mehrere Umlaufregale anfahren kann.
Auch kann mindestens eine weitere Führung oberhalb oder
unterhalb und parallel zu der Führung zu einem weiteren
in einer Haltestation befindlichen Regalfach des Umlaufregals
verlaufen. Hierdurch können an dem Umlaufregal in verschie
denen Etagen in einer Haltestation befindliche Regalfächer
durch Regalbediengeräte angefahren werden, die auf überein
ander angeordneten und den einzelnen Haltestationen zugeord
neten Führungen verfahrbar sind. Dies hat den Vorteil,
daß mit mehreren Regalbediengeräten gleichzeitig in verschie
denen Regalfächern eines Umlaufregals Gebinde gehandhabt
werden können.
Das Regalbediengerät und die Handhabungsvorrichtung können
mindestens je einen ansteuerbaren Antrieb aufweisen. Dies
hat gegenüber der Lösung mit nur einem Antrieb, bei dem
ein aufwendiges Getriebe für die getrennte Leistungsübertra
gung des Antriebes an Regalbediengerät und Handhabungsvor
richtung notwendig sein kann, den Vorteil, daß auf ein solches
Getriebe verzichtet werden kann und nur ein geringer kon
struktiver Aufwand zur Verwirklichung dieser Lösung benötigt
wird. Das Regalbediengerät kann weiterhin mindestens eine
Trägerplattform aufweisen. Dadurch wird erreicht, daß
die Handhabungsvorrichtung nur zum Handhaben das Gebinde
greifen muß und zum Transportieren das Gebinde auf die
Trägerplattform abgestellt werden kann.
Bei einer vorteilhaften Ausführungsform kann eine Anzeige
einrichtung vorgesehen sein, die den Ort des Regalbedien
gerätes und/oder der Regalfächer in den Umlaufregalen
und/oder der bewegbaren Teile des Handhabungssystems angibt.
Dies hat den Vorteil, daß bei einer Übermittlung der Anzeige
werte an die Bedienungsperson am Bedienpult dieser das
Ansteuern des Regalbediengerätes, der Regalfächer und
des Handhabungssystems erleichtert werden kann.
Bei einer besonders vorteilhaften Ausführungsform kann
für das maschinelle Handhaben und Transportieren mindestens
eine rechnerunterstützte Steuerung vorgesehen sein, die
mindestens einen Rechner aufweist, der abhängig von den
Rückmeldungen der Anzeigeeinrichtung und des jeweils verwen
deten Programms Steuersignale an die jeweiligen Antriebe
der Umlaufregale, des Regalbediengerätes und der Handhabungs
vorrichtung abgibt. Dies hat den Vorteil, daß das maschinelle
Handhaben und Transportieren der Gebinde vollautomatisiert
werden kann.
Die Lagerfläche eines jeden Regalfaches kann voneinander
abgegrenzte Bereiche darstellen, die in einer Reihe entlang
der Breite des Regalfaches nebeneinanderliegen und auf
denen jeweils nur ein Gebinde abstellbar ist. Diese Anordnung
hat gegenüber einer Anordnung, bei der die Gebinde parallel
zur Zustellbewegung der Handhabungsvorrichtung hintereinander
angeordnet sind, den Vorteil, daß für das Handhaben des
Gebindes die Handhabungsvorrichtung eine in ihrer Länge
im wesentlichen gleichbleibende Strecke zurücklegen muß.
Die damit verbundene Bewegung ist steuerungstechnisch
einfach handhabbar.
Als Gebinde können genormte Grundbehälter verwendet werden,
auf denen weitere Lagerbehälter aufsetzbar sind. Dadurch
ist es möglich, einzelne Gegenstände, die in der Fertigung
zu Baugruppen zusammenmontiert werden sollen, bereits
im Umlaufregal derart zu einem Gebinde zusammenzustellen,
daß alle zur Montage für diese Baugruppe notwendigen Gegen
stände auf einem abgegrenzten Bereich der Lagerfläche
zusammengefaßt sind. Dadurch kann eine effiziente Teilebe
reitstellung für die Fertigung erreicht werden.
Jeder Grundbehälter kann an mindestens einer seiner Außen
flächen eine Transporthilfe, z.B. in Form einer angeformten
Handgriffleiste, für den Angriff der Handhabungsvorrichtung
aufweisen.
Die Führung kann aus einzelnen Führungssegmenten bestehen.
Mit diesen Führungssegmenten entsteht eine Art Baukasten
system, mit dem sich beliebig in der Länge variierbare,
geradlinige Führungen aufbauen lassen.
Jedes Führungssegment besteht aus einem nach oben hin
offenen Hohlprofil. Hohlprofile dieser Art, die aus Aluminium
od.dgl. bestehen können, werden in aller Regel stranggezogen
und sind daher innerhalb gewisser Grenzen in beliebigen
Längen und Formen bei relativ niedrigen Kosten lieferbar.
In der Führung können Leiterbahnen vorgesehen sein, die
die Steuersignale des Rechners und die Energie an die
Antriebe von Regalbediengerät und Handhabungsvorrichtung
sowie die Signale der Anzeigeeinrichtungen an den Rechner
übermitteln. Die in der Führung aufgenommenen Leiterbahnen
sind platzsparend und praktisch, da auf die sonst üblichen
mitzuführenden Kabelbäume bei dieser Lösung verzichtet
werden kann.
Zum Verfahren des Regalbediengerätes entlang der Führung
kann jedes Führungssegment eine Zahnstange aufweisen, in
die ein vom internen Fahrantrieb des Regalbediengerätes
antreibbares Ritzel eingreift. Dies hat den Vorteil, daß
mehrere Regalbediengeräte gleichzeitig entlang einer einzigen
Führung unabhängig voneinander verfahren werden können.
Bei einer vorteilhaften Ausführungsform kann zum Verfahren
des Regalbediengerätes entlang der Führung für jedes Füh
rungssegment ein mittels eines Antriebes antreibbarer
Trieb vorhanden sein, der ein um Umlenkrollen geführtes
endloses Zugmittel aufweist, das mit einem am Regalbe
diengerät vorgesehenen Mitnehmerelement zusammenwirkt.
Dies hat den Vorteil, daß das Regalbediengerät selbst
keinen internen Fahrantrieb aufweisen muß. Dadurch kann
das Regalbediengerät sowohl in der Größe als auch im Gewicht
reduziert werden. Außerdem kann aus Platzgründen ein außer
halb des Regalbediengerätes angeordneter externer Fahrantrieb
größer dimensioniert werden, so daß für das Regalbediengerät
größere Antriebsleistungen zur Verfügung gestellt werden
können, was sich wiederum günstig auf die Verfahrzeiten
des Regalbediengerätes auswirken kann.
Wird hierfür ein geeigneter Antrieb, z.B. ein Getriebebremsmotor,
verwendet, ist mit diesem ein sehr genaues Anhalten und damit
ein genaues Positionieren des Regalbediengerätes entlang
der Führung möglich.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn die einander benachbar
ten Umlenkrollen der benachbarten Führungssegmente mittels
einer Kopplungseinrichtung für einen gleichsinnigen Drehsinn
verbunden werden können. Dann können mit einem einzigen externen
Fahrantrieb, der vorzugsweise an einem der freien Enden der
beiden äußersten, in der Führung angeordneten Führungsseg
mente vorgesehen ist, beliebig viele Zugmittel für das Verfahren
des Regalbediengerätes angetrieben werden und so die Führungsbahn
ohne zusätzliche Fahrantriebe beliebig verlängert werden.
Weitere Merkmale der Erfindung sind in der folgenden Beschrei
bung von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispie
len von Lagervorrichtungen gemäß der Erfindung im einzelnen
erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine vereinfachte perspektivische Darstellung
eines Umlaufregals eines ersten Ausführungsbei
spiels der Lagervorrichtung;
Fig. 2 eine schematische Darstellung einer Draufsicht
des ersten Ausführungsbeispiels;
Fig. 3 eine Seitenansicht des Greifers der Ausführungs
form nach Fig. 1;
Fig. 4 eine vereinfachte perspektivische Darstellung
eines Teiles eines zweiten Ausführungsbeispiels
während der Handhabung eines Grundbehälters in
der Haltestation am Umlaufregal;
Fig. 5 einen vereinfacht dargestellten Schnitt längs
der Linie V-V in Fig. 6 der Führung des Regalbe
diengerätes des ersten Ausführungsbeispiels;
Fig. 6 einen Schnitt längs der Linie VI-VI in Fig. 5.
Fig. 1 zeigt ein Umlaufregal 10 mit auf einer Umlaufbahn beweg
baren Regalfächern 12, deren Böden die Lagerflächen 14 für
das Einlagern von Gegenständen bilden, die in als Grundbe
hälter 16 ausgebildeten Gebinden angeordnet sind. Jedes Regal
fach 12 ist in bekannter, nicht dargestellter Weise durch
Ansteuern eines Fachantriebes in eine Haltestation 18 einfahrbar.
Zwischen dem Umlaufregal 10 und einem Entnahmeplatz 19 (Fig. 2)
für die Grundbehälter 16 ist eine Führung 20 für ein Regal
bediengerät 22 mit einer Handhabungsvorrichtung 24 vorhanden. An
dem Entnahmeplatz 19 können die Grundbehälter 16 von Hand
entnommen werden. Es ist aber auch denkbar, daß der Entnahmeplatz
19 als Transportvorrichtung ausgebildet ist, beispielsweise
in Form eines Flurförderfahrzeuges, das die Grundbehälter 16
weitertransportiert.
Das Regalbediengerät 22 wird entlang der Führung 20 mittels
eines ansteuerbaren Elektromotors 23 (Fig. 2 und 5) verfahren.
Zum Betätigen der Handhabungsvorrichtung 24 sind ein Elektromotor
26 (Fig. 1) und ein Elektromagnet 28 (Fig. 2) vorhanden.
Mehrere Umlaufregale 10 können in einer Reihe nebeneinander
angeordnet werden, so daß dann die Führung 20 an jedem Umlauf
regal 10 entlang der Haltestation 18 geradlinig verläuft (Fig. 2).
Das Regalbediengerät 22 weist eine Trägerplattform 30 auf, deren
Oberseite in einer horizontalen Ebene mit der in der Haltesta
tion 18 befindlichen Lagerfläche 14 (Fig. 1) und mit einer die
Abstellfläche 21 bildenden Platte des Entnahmeplatzes 19 liegt.
Die einander gegenüberliegenden Kanten des Bodens des in der
Haltestation 18 befindlichen Regalfaches 12 und der Trägerplatt
form 30 sind abgerundet und haben einen geringen Abstand
voneinander, so daß sich die Grundbehälter 16 ohne Schwierigkei
ten über den Spalt zwischen der Trägerplattform 30 und dem Boden
des Regalfaches 12 schieben lassen.
Die der Kante der Trägerplattform 30 gegenüberliegende Kante der
Platte des Entnahmeplatzes 19 ist ebenfalls abgerundet und hat
von dieser einen so geringen Abstand, daß sich die Grundbehälter
16 ohne Schwierigkeiten über den Spalt zwischen Trägerplattform
30 und Abstellfläche 21 schieben lassen.
Auf der Trägerplattform 30 sind die Handhabungsvorrichtung
24 und der Elektromotor 26 für die Betätigung der Handha
bungsvorrichtung 24 angeordnet (Fig. 1). Die Handhabungsvor
richtung 24 hat einen Greifer 32, der mit einer Zahnstange
34 verbunden ist, die in einer Führung 38 längs dieser
auf der Trägerplattform 30 geführt, geradlinige Verfahrbewe
gungen quer zur Führung 20 ausführen kann. Der Antrieb
26 ist auf der Plattform 30 fest angeordnet. Ein vom Antrieb
26 antreibbares Ritzel 36 steht mit der Zahnstange 34
im Eingriff. Die Länge der Zahnstange 34 ist so bemessen,
daß sie auch dann noch in der Führung 38 geführt ist,
wenn der Greifer 32 beim Einschieben des Grundbehälters 16
in das Regalfach 12 voll ausgefahren ist.
Fig. 3 zeigt den Greifer 32, der an seiner dem Umlaufregal
10 zugekehrten Seite eine bewegbare Greiferhand 40 zum
Handhaben eines Grundbehälters 16 aufweist. Für die Greifer
hand 40 ist ein ansteuerbarer Greiferhandantrieb 28, 31,
33 vorhanden, der die Greiferhand 40 zwischen einer Ruhestel
lung und einer Greifstellung (in Fig. 2 strichpunktiert
dargestellt) bewegt. Hierfür weist der Greiferhandantrieb
28, 31, 33 einen zweiarmigen Hebel 31 auf, der um einen
waagerechten Zapfen 33 drehbar gelagert ist. Der Zapfen
33 ist zwischen zwei vertikalen, im wesentlichen das Gehäuse
des Greifers 32 bildenden Seitenwänden 41, die parallel
zur Zahnstange 34 verlaufen, aufgenommen (Fig. 1 und 3).
Der eine Arm des Hebels 31 ist mit der Greiferhand 40
und der andere Arm mit einem in dem Elektromagneten 28
geführten Tauchkern 35 verbunden. In der Greifstellung
ist die Greiferhand 40 zum Greifen des Grundbehälters
16 vorgesehen.
Um den momentanen Ort des Regalbediengerätes 22 entlang der Füh
rung 20 anzugeben, kann z.B. eine aus dem Werkzeugmaschinenbau
bekannte und daher nicht näher erläuterte optische Wegmeß
einrichtung in der Führung 20 vorgesehen sein. Jedes Umlauf
regal 10 weist zur Bestimmung des momentanen Ortes eines
Regalfaches 12 ebenfalls eine Wegmeßeinrichtung auf. Diese
Wegmeßeinrichtungen der Umlaufregale 10 bestehen in ebenfalls
aus dem Werkzeugmaschinenbau bekannter Weise aus durch
optische Sensoren berührungsIos abtastbaren Gray-Code-
Scheiben, die auf den Abtriebswellen der Fachantriebe
montierbar sind (nicht dargestellt).
Um die ein- und ausgefahrenen Stellungen des Greifers
32 anzugeben, sind auf der Trägerplattform 30 zwei berührungs
los arbeitende, an sich bekannte Sensoren S 3 und S 4 (Fig. 1)
vorhanden, die ein elektrisches Signal abgeben, wenn ein mit
der Zahnstange 34 verbundenes Magnetplättchen (nicht darge
stellt) diesen Sensoren S 3 oder S 4 gegenüberliegt. Weiter
ist an der dem Umlaufregal 10 zugekehrten Seite des Greifers
32 ein Sensor S 1 (Fig. 2) vorhanden, der ein elektrisches
Signal abgibt, wenn er mit dem Grundbehälter 16 in Berührung
kommt. Die Greiferhand 40 weist an ihrer Oberseite ebenfalls
einen Sensor S 2 auf, der bei Berührung mit dem Grundbehäl
ter 16 ein elektrisches Signal abgibt.
Für das automatische Ein- und Auslagern und Transportie
ren der Grundbehälter 16 ist eine rechnerunterstützte
Steuerung vorgesehen. Diese Steuerung weist in bekannter
Weise einen am EntnahmepIatz 19 vorgesehenen Rechner 42
(Fig. 2) auf, der eingangsseitig die abgegebenen Signale
der Wegmeßeinrichtungen und der Sensoren S 1, S 2, S 3 und S 4
empfängt und der in Abhängigkeit des jeweils verwendeten
Programms ausgangsseitig Steuersignale an die Antriebe
23, 26, 28 des jeweiIigen Umlaufregals 10, des Regalbedienge
rätes 22 und der Handhabungsvorrichtung 24 abgibt.
Aus Gründen der übersichtIichen Darstellung bei den Ausfüh
rungsbeispielen stellen die Lagerflächen 14 eines jeden
Regalfaches 12 nur vier voneinander abgegrenzte Berei
che 14 a bis 14 d (Fig. 1) dar, die in einer Reihe entlang
der Breite des Regalfaches 12 nebeneinanderliegen und auf
denen jeweils nur ein Grundbehälter 16 abstellbar ist.
Auf jeden genormten Grundbehälter 16 (Fig. 1) sind weitere
Lagerbehälter (nicht dargestellt) aufsetzbar, so daß dann
der Grundbehälter 16 mit den aufgesetzten Behältern ein
Gebinde bildet. Alle Grundbehälter 16 sind gleich ausgebildet
und weisen an ihrer dem Regalbediengerät 22 zugekehrten
Vorderseite eine an diese angeformte Handgriffleiste 44
auf. Diese Handgriffleiste 44 weist an ihrer unteren,
der Greiferhand 40 zugekehrten Seite eine Ausnehmung auf,
in die zum Handhaben der Grundbehälter 16 die Greiferhand
40 in ihrer Greifstellung eingreift.
Die Führung 20 besteht aus zwei verschiedenen Arten von Füh
rungssegmenten 48 a und 48 b, deren Längen ungefähr gleich
der Breite eines Umlaufregels 10 sind und die mittels
Stützen 47 auf dem die Umlaufregale 10 tragenden Boden ange
ordnet sind (Fig. 1). Jedes Führungssegment 46 a und 46 b
besteht aus einem nach oben hin offenen Hohlprofil, in dem
durchgehende Leiterbahnen 48 (Fig. 2 und 6) vorgesehen sind,
die mehrere, parallel verlaufende, gegeneinander isolierte
elektrische Leiter aufweisen können. Beim Aneinanderreihen der
so ausgebildeten Führungssegmente 46 a und 46 b zu der Führung 20
stoßen die einander benachbarten Leiterbahnen 48 derart
aneinander, daß entlang der Führung 20 sich laufend fortsetzen
de Leiterbahnen 48 gebildet werden. Diese Leiterbahnen 48
dienen dazu, die Steuersignale des Rechners 42 und/oder die
Energie an die Antriebe des Regalbediengerätes 22 und
der Handhabungsvorrichtung 24 sowie die Signale der Wegmeß
einrichtungen und der Sensoren S 1, S 2, S 3 und S 4 an den
Rechner 42 zu übermitteln.
Hierfür sind aus dem Modelleisenbahnbau bekannte Schleif
kontakte (nicht dargestellt) an der Unterseite des Regal
bediengerätes 22 angeordnet, die beim Verfahren des Regalbe
diengerätes 22 auf den Leiterbahnen 48 entlangschleifen,
so daß die Schleifkontakte ständig mit den elektrischen
Leitern der Leiterbahnen 48 zusammenwirken. Damit der
Greifer 32 zum Handhaben des Grundbehälters 16 ein- und
ausfahren kenn, ist es notwendig, den Drehsinn des Ritzels
38 durch Umpolen des Elektromotors 26 ändern zu können.
Hierfür sind Relais vorgesehen, die, wenn sie vom Rechner 42
über eine Leiterbahn 48 angesteuert werden, in bekannter,
nicht dargestellter Weise die Anschlüsse des Elektromotors
26 vertauschen. Diese Relais können im Regalbediengerät 22
oder außerhalb desselben angeordnet sein.
Die Fig. 5 und 6 zeigen, daß für jedes Führungssegment
46 a und 46 b ein mittels des Antriebes 23 antreibbarer Trieb
vorhanden ist, der ein um Umlenkrollen 50 a oder 50 b geführtes
endloses Zugmittel 52 aufweist, das mit einem am Regalbe
diengerät 22 vorgesehenen Mitnehmerelement 54 zusammenwirkt.
Die beiden Umlenkrollen 50 a und 50 b sind an den Enden
eines jeden Führungssegmentes 46 a bzw. 46 b in noch zu
beschreibender Weise derart gelagert, daß sie hälftig über
die Enden des jeweiligen, sie aufnehmenden Führungssegmentes
46 a, 46 b hervorstehen. Als Zugmittel ist ein Flachriemen
52 vorgesehen, der auf seiner dem Mitnehmerelement 54
zugewandten Seite eine Verzahnung 56 aufweist, die mit
dem Mitnehmerelement 54 zusammenwirkt. Für den Flachrie
men 52, der um die beiden Umlenkrollen 50 a oder 50 b eines
jeden Führungssegmentes 46 a bzw. 46 b geführt ist, sind
Flachriemenführungen 60 a und 60 b vorgesehen, die sich durch
gehend zwischen den beiden Umlenkrollen 50 a bzw. 50 b erstrecken,
ohne diese zu berühren. Die Flachriemenführungen 60 a und
60 b sind mittels Stegen 66 a bzw. 66 b mit den unteren Böden
der Führungssegmente 46 a, 46 b mittels Schrauben verbunden.
Für die Lagerflächen der Flachriemenführungen 60 a und
60 b kann ein besonders geeignetes gleitfähiges Material
verwendet werden, das die Abnützung der Flachriemen 52
bei deren Umlauf gering hält.
Die zwei verschiedenen Arten von Führungssegmenten 46 a und
46 b unterscheiden sich dadurch, daß die Umlenkrollen 50 a und
50 b und die Flachriemen 52 mit ihren Führungen 60 a bzw. 60 b
in verschiedenen Höhen über den Böden der Führungssegmente 46 a
und 46 b derart angeordnet sind, daß beim Aneinanderreihen
der einzelnen Führungssegmente 46 a und 46 b, um die Führung 20
zu bilden, die einander benachbarten Umlenkrollen 50 a und 50 b
der aneinanderstoßenden Führungssegmente 46 a und 46 b überein
ander angeordnet sind. Dabei sind die höher angeordneten Um
lenkrollen 50 b der Führungssegmente 46 b auf einem vertikal
angeordneten Lagerzapfen 62 b gelagert, der mit einer Lagerplat
te 64 b verbunden ist, die mit der Oberseite der höher angeord
neten Flachriemenführung 60 b verbunden ist. Die tiefer angeord
neten Umlenkrollen 50 a der Führungssegmente 46 a sind auf einem
vertikal angeordneten Lagerzapfen 62 a gelagert, der mit einer
Lagerplatte 64 a verbunden ist, die mit der Unterseite der
tiefer angeordneten Flachriemenführung 60 a verbunden ist. Die
Umlenkrollen 50 a und 50 b sind in bekannter und daher nicht
näher dargestellter Weise drehbar, aber axial unverschiebbar
auf den Lagerzapfen 62 a bzw. 82 b gelagert. Damit bei der Füh
rung 20 die einander benachbarten Umlenkrollen 50 a und 50 b der
benachbarten Führungssegmente 46 a bzw. 46 b zur Leistungsüber
tragung des Antriebes 23 miteinander koppelbar sind, ist eine
Kopplungseinrichtung 68, 70 vorgesehen, die beim dargestell
ten Ausführungsbeispiel aus zwei in jeder Umlenkrolle
50 a und 50 b vertikal verlaufenden durchgehenden Bohrungen
68 besteht, in die Paßstifte 70 einführbar sind. Sollen
zwei übereinanderliegende Umlenkrollen 50 a und 50 b miteinan
der gekoppelt werden, müssen die Bohrungen 68 beider Umlenk
rollen 50 a und 50 b miteinander in Deckung gebracht werden,
was bei der Montage von Hand erfolgt. Anschließend werden
die beiden Paßstifte 70 in die Bohrungen 68 eingetrie
ben, so daß die beiden übereinanderliegenden Umlenkrollen 50 a
und 50 b fest miteinander verbunden sind. Die Paßstifte 70
weisen an ihren Enden Bohrungen mit Innengewinden (nicht dar
gestellt) auf, mittels deren sie aus den Bohrungen 68 wieder
entfernt werden können.
Wie insbesondere Fig. 6 zeigt, ist das Mitnehmerelement 54
mittels einer Schraubverbindung mit einer nach unten ragenden
Strebe 71 der Trägerplattform 30 des Regalbediengerätes 22
verbunden. Das Mitnehmerelement 54 ist als zylinderförmiger
Zapfen ausgebildet, so daß das Mitnehmerelement 54 mit der
Verzahnung 56 der Flachriemen 52 eine Triebstockverzahnung
bildet. Dadurch ist es möglich, neben einer geradlinigen Füh
rung 20 auch den in Fig. 2 gezeigten kurvenförmigen Verlauf zu
erreichen. Damit das Mitnehmerelement 54 in Eingriff mit der
Verzahnung 56 der Flachriemen 52 gehalten wird, ist für
das Mitnehmerelement 54 eine U-förmige Führung 72 aus
gleitfähigem und abriebfesten Material in einer der vertikal
verlaufenden Seitenwände des Führungssegmentes 46 a, 46 b
vorgesehen. Das Mitnehmerelement 54 kann auch aus einer
Platte bestehen, die eine Verzahnung aufweist, die mit
der Verzahnung 56 der Flachriemen 52 zusammenwirkt.
Damit das Regalbediengerät 22 mit geringer Reibung entlang
der Führung 20 verfahren werden kann, sind an der Unterseite
des Regalbediengerätes 22 vier Rollen 74 angeordnet, deren
Laufflächen 75 auf zwei durch die Hohlprofile der Führungs
segmente 46 a, 46 b gebildeten Schienen 76 abrollen (Fig. 6).
Die Rollen 74 sind mit Führungsflanschen 74′ versehen und in
bekannter Weise drehbar, aber axial unverschiebbar in
Haltern 77 gelagert, die mit der Unterseite der Träger
plattform 30 des Regalbediengerätes 22 mittels Schrauben
verbunden sind. Als Antrieb 23 für das Regalbediengerät
22 ist ein Getriebebremsmotor vorgesehen, dessen Abtriebs
leistungen mittels des Rechners 42 so steuerbar sind,
daß das Regalbediengerät 22 in zwei verschiedenen Geschwin
digkeiten, im Eil- und Langsamgang entlang der Führung
20 verfahrbar ist. Soll das Regalbediengerät 22 die Fahrt
richtung ändern, wird der Getriebebremsmotor in bekannter
Weise umgepolt.
Um die automatische Funktionsweise der beschriebenen Ausfüh
rungsform der Lagervorrichtung darzustellen, wird im fol
genden ein Auslagerungsvorgang eines Grundbehälters 16
aus einem Umlaufregal 10 sowie dessen Transport und dessen
Übergabe auf die Abstellfläche 21 des Entnahmeplatzes 19
im folgenden beschrieben.
Eine der Voraussetzungen für das automatische Funktionieren
der erfindungsgemäßen Lagervorrichtung ist, daß der Rechner
42 über einen internen oder externen Speicher verfügt,
in dem die Daten über die Lage eines jeden Umlaufregals 10
und über die vom Regalbediengerät 22 notwendigerweise
zurückzulegenden Strecken speicherbar sind, um von dem Entnah
meplatz 19 zu dem vorbestimmten abgegrenzten Bereich 14 a,
14 b, 14 c, 14 d (Fig. 1) der in der Haltestation 18 befindlichen
Lagerfläche 14 zu gelangen. Im Speicher können auch die
Daten über die Gegenstände abgespeichert werden, die sich
in den einzelnen Gebinden befinden, die in den Umlaufregalen
10 auf den abgegrenzten Bereichen 14 a bis 14 d abgestellt
sind. Werden Gebinde in den Umlaufregalen 10 erneut eingela
gert, wird auf geeignete Weise, z.B. manuell, in den Rechner
Stückzahl und Art der einzulagernden Gegenstände eingegeben,
der diese Daten in seinem Speicher abrufbar speichert.
Wird nun in der Fertigung ein bestimmter Gegenstand, bei
spielsweise Schrauben einer bestimmten Größe, die sich
in einem Grundbehälter 16 befinden, benötigt, ermittelt
der Rechner unter Zuhilfenahme der abgespeicherten Daten
den genauen Handhabungsort, also in welchem Umlaufregal
10, auf welchem Regalfach 12 und auf welchem abgegrenzten
Bereich 14 a, 14 b, 14 c, 14 d der Lagerfläche 14, sich der diesen
Gegenstand aufnehmende Grundbehälter 16 befindet. Anschlie
ßend steuert der Rechner den Antrieb 23 des Regalbedienge
rätes 22 an, das sich beispielsweise am Entnahmeplatz 19
befindet, um die durch den Rechner 42 vorbestimmte Strecke
entlang der Führung 20 zu verfahren. Dies erfolgt im Eilgang.
Dabei überwacht die Wegmeßeinrichtung den momentanen Ort
des Regalbediengerätes 22. Kurz vor Erreichen des durch
den Rechner 42 vorbestimmten Handhabungsortes, zeigt die
Wegmeßeinrichtung dies dem Rechner an, der daraufhin den
Antrieb 23 in den Langsamgang schaltet. Hat das Regalbedienge
rät 22 den Handhabungsort erreicht, zeigt dies die Wegmeßein
richtung an und der Antrieb 23 wird abgeschaltet. Während
des Verfahrens des Regalbediengerätes 22 zu dem Handhabungs
ort steuert der Rechner 42 den Fachantrieb des Umlaufregals
10, in dem der gesuchte Grundbehälter 16 eingelagert ist,
so lange an, bis die Wegmeßeinrichtung des Umlaufregals
10 dem Rechner anzeigt, daß das gewünschte Regalfach 12
sich in der Haltestation 18 befindet. Ist dies erfolgt,
befindet sich die Handhabungsvorrichtung 24 nun gegenüber
dem auszulagernden Grundbehälter 16. Jetzt steuert der
Rechner 42 den Elektromotor 26 des Greifers 32 an, der
daraufhin in Richtung auf den Grundbehälter 16 zu ausfährt.
Stößt der Greifer 32 mit seinem Sensor S 1 an die Vorderseite
des Grundbehälters 16 an, bekommt der Rechner 42 von diesem
Sensor S 1 ein Signal und stellt daraufhin den Antrieb
26 ab. Anschließend steuert der Rechner den Elektromagneten
28 an, dessen Tauchkern 35 weiter in die Spule des Elektro
magneten 28 einfährt und über den Hebel 33 die Greifer
hand 40 in die Greifstellung bewegt. Berührt die Greifer
hand 40 die Unterseite der Ausnehmung der HandgriffIeiste
44, wird der Sensor S 2 betätigt, der ein Signal an den
Rechner 42 abgibt. Solange die Sensoren S 1 und S 2 erregt
werden, geben diese Signale an den Rechner 42. Wenn das
Regalbediengerät 22 am Handhabungsort ist und wenn Sensor
S 1 und Sensor S 2 erregt sind, polt der Rechner 42 den
Antrieb 26 des Greifers 32 mittels des Relais um und steuert
diesen an. Daraufhin wird der Greifer 32 so lange eingefah
ren, bis das mit der Zahnstange verbundene Magnetplättchen
in den Bereich des Sensors S 4 kommt. Sobald dies der Fall
ist, gibt der Sensor S 4 ein Signal an den Rechner 42,
der daraufhin den Antrieb 26 des Greifers 32 abstellt.
Nun befindet sich der auszulagernde Grundbehälter 16 auf
der Trägerplattform 30 und der Greifer 32 in der eingefah
renen Stellung.
Wenn das Regalbediengerät 22 am Handhabungsort ist und
wenn der Rechner 42 Signale der Sensoren S 1, S 2 und S 4
erhält, steuert er den Antrieb 23 zum Verfahren des Regalbe
diengerätes 22 durch Umpolen derart an, daß dieses zu
dem Entnahmeplatz 19 im Eilgang zurückfährt. Die Wegmeßein
richtung gibt dabei dem Rechner 42 ständig Auskunft über
den momentanen Ort des Regalbediengerätes 22 entlang der
Führung 20, so daß bei Erreichen des Entnahmeplatzes 19
der Antrieb 23 in den Langsamgang geschaltet wird und
nach Erreichen der Abstellfläche 21 durch den Rechner
42 abgeschaltet wird.
Ist das Regalbediengerät 22 an der Abstellfläche 21 ange
kommen und der Antrieb 23 durch den Rechner 42 abgeschaltet,
steuert dieser den Antrieb 26 des Greifers 32 so lange
an, bis das Magnetplättchen der Zahnstange 34 nun dem
Sensor S 3 gegenüberliegt. Ist dies der Fall, befindet
sich der Greifer 32 in der ausgefahrenen Stellung und
der Grundbehälter 16 ist auf die Abstellfläche 21 des
Entnahmeplatzes 19 übergeschoben. Wenn Sensor S 3 betätigt
ist und wenn das Regalbediengerät 22 sich am Entnahmeplatz 19
befindet, stellt der Rechner 42 den Elektromagneten 28
ab und die Greiferhand 40 wird in die Ruhestellung zurück
bewegt und kommt somit außer Eingriff mit der Ausnehmung
der Handgriffleiste 44. Wenn das Regalbediengerät 22 am
Entnahmeplatz 19 ist und wenn Sensor S 2 nicht mehr betätigt
und Sensor S 3 betätigt ist, polt der Rechner 42 den Antrieb
26 des Greifers 32 um, so daß der Greifer 32 eingefahren
wird, bis wiederum Sensor S 4 betätigt und damit der Rechner
42 die Meldung zum Abschalten des Antriebes 26 erhält.
Im übrigen sind für den Rechner 42 drei verschiedene Pro
gramme für das Auslagern, das Einlagern und das Umsetzen
des Grundbehälters 16 von einem Umlaufregal 10 in ein
anderes vorgesehen, so daß die in den Rechner 42 eingehenden
Signale der Sensoren S 1, S 2, S 3 und S 4 und der beiden
Wegmeßeinrichtungen dem jeweiligen Programm angepaßte
Ausgangssignale des Rechners 42 an die Antriebe 23, 26,
28 von Regalbediengerät 22 und Handhabungsvorrichtung
24 verursachen. Eine nähere Beschreibung der Funktionsweise
beim Einlagern und Umsetzen erübrigt sich daher, da hier
gegenüber dem oben ausführlich beschriebenen Auslagern
keine wesentlichen Unterschiede bestehen.
Gegenüber dem im ersten Ausführungsbeispiel gezeigten
externen Fahrantrieb 23 des Regalbediengerätes 22, der
außerhalb desselben angeordnet ist, kann ein interner
Fahrantrieb, vorzugsweise ein Elektromotor, im Regalbe
diengerät 22 selbst vorgesehen sein. Dies ermöglicht es,
die Führungssegmente 46 a und 46 b gleich auszubilden, wenn
statt des im ersten Ausführungsbeispiel verwendeten Triebes
eine Zahnstange (nicht dargestellt) verwendet wird, die
entlang eines jeden Führungssegmentes verläuft. Beim Anein
anderreihen der so ausgebildeten Führungssegmente zu der
Führung 20 stoßen die einander benachbarten Zahnstangen
derart aneinander, daß entlang der Führung 20 eine sich
laufend fortsetzende Zahnstange gebildet wird. In diese
Zahnstange der Führung 20 greift ein vom internen Fahran
trieb des Regalbediengerätes 22 antreibbares Ritzel.
In der Darstellung des folgenden Ausführungsbeispiels
in der Fig. 4 sind diejenigen Teile, die dem ersten Ausfüh
rungsbeispiel nach den Fig. 1 bis 3 und 5 und 6 entsprechen
mit um jeweils 100 vergrößerten Bezugszahlen bezeichnet,
so daß durch die Verwendung dieser Bezugszahlen auf die
Beschreibung des ersten Ausführungsbeispieles Bezug genommen
wird.
Fig. 4 zeigt die Handhabungsvorrichtung 124, die auf der
Trägerplattform 130 angeordnet ist. Die Handhabungsvorrich
tung 124 hat als Greifeinrichtung einen Greifer 132, der
eine horizontale, auf der Trägerplattform 130 verschiebbare
Platte aufweist, auf der der Elektromotor 126 für die
Betätigung der Handhabungsvorrichtung 124 fest angeordnet
ist.
Der Elektromotor 126 weist ein Ritzel 136 auf, das mit
einer auf der Trägerplattform 130 befestigten Zahnstange
134 im Eingriff ist, die quer zur Führung 120 auf der
Oberseite der Trägerplattform 130 verläuft. Die Länge
der Zahnstange 134 ist so bemessen, daß das Ritzel 136
auch dann noch mit ihr im Eingriff ist, wenn der Greifer
132 beim Einschieben des Grundbehälters 116 in das in
der Haltestation befindliche Regalfach 112 voll ausgefahren
ist.
An der dem Umlaufregal zugekehrten Seite des Greifers
132 weist dieser eine starr mit ihm verbundene Greiferhand
140 auf, die eine Gabel bildet. Die beiden Zinken 143
der Gabel haben voneinander einen horizontalen Abstand,
der etwas größer ist als die Breite des aufzunehmenden
Grundbehälters 116. Die beiden Zinken 143 sind je aus
einem Winkel gebildet und so angeordnet, daß die Schenkel
182 b einander zugekehrt sind und in einer gemeinsamen
Horizontalebene liegen und die anderen Schenkel 182 a aus
dieser Horizontalebene vertikal nach unten ragen. Dabei
bilden die horizontal verlaufenden Schenkel 182 b Auflage
flächen für zwei an den Seitenwänden des Behälters 116
angeordnete leistenförmige Transporthilfen 144, die parallel
zur Bahn des Greifers 132 in der unteren Hälfte des Grund
behälters 116 angeordnet sind. Die Winkel der Zinken 143
sind in Führungen 186 geführt, die auf der Trägerplattform
130 fest angeordnet sind. Die Führungen 186 können auch
teleskopartig ausgebildet sein. Die Länge der Winkel und
der Führungen 186 ist so bemessen, daß sie auch dann die
Winkel noch führen, wenn der Greifer 132 beim Einschieben
des Grundbehälters 116 in des Regalfach 112 voll ausgefahren
ist.
Für die beiden vertikalen Schenkel 182 a des Greifers 132
weist jede Lagerfläche 114 des Umlaufregals sich teilweise
über ihre Tiefe erstreckende Schlitze 188 auf, deren Längen
der für das Ein- und Auslagern notwendigen Zustellbewegung
des Greifers 132 angepaßt sind und die an ihren dem Regalbe
diengerät 122 benachbarten Enden offen sind. Die Schlitze
188 8 begrenzen seitlich die Bereiche 114 a, 114 b, 114 c,
114 d, auf denen je ein Grundbehälter 116 abstellbar ist.
Die Höhe der die Führung 120 tragenden Stützen ist dabei
so bemessen, daß die Schenkel 182 b, wenn der Greifer 132
ausgefahren ist, sich sowohl in einem Abstand über der
in der Haltestation befindlichen Lagerfläche 114 als auch
in einem Abstand unter den leistenförmigen Transporthilfen
144 des dort gelagerten Grundbehälters 116 befinden.
Um die ein- und ausgefahrenen Stellungen des Greifers
132 anzuzeigen, sind auf der Trägerplattform 130 den Sensoren
S 3 und S 4 des ersten Ausführungsbeispiels entsprechende
Schalter S 5 bzw. S 6 vorgesehen, die durch einen an der
Unterseite des Greifers 132 angeordneten Nocken betätigt
werden.
Soll ein Grundbehälter 116 von dem abgegrenzten Bereich
114 b der Lagerfläche 114 ausgelagert werden, fährt das
Regalbediengerät 122, wie bereits im ersten Ausführungs
beispiel beschrieben, in die in Fig. 4 gezeigte Stellung.
Ist das entsprechende Regalfach 112 in der Haltestation,
fährt der Greifer 132 aus und die beiden Zinken 143 greifen
mit ihren vertikalen Schenkeln 182 a in die ihnen gegen
überliegenden Schlitze 188. Ist der Greifer 132 voll aus
gefahren, betätigt er den Schalter S 5, so daß über die
bereits beschriebene Steuerung der Antrieb 126 des Greifers
132 abgeschaltet wird.
In der ausgefahrenen Stellung des Greifers 132 befinden
sich die horizontal verlaufenden Schenkel 182 b zwischen
der Lagerfläche 114 und der Unterseite der Transporthilfen
144. Um die Schenkel 182 b in Anlage mit den Transporthilfen
144 zu bringen, wird in der ausgefahrenen Stellung des
Greifers 132, also wenn der Schalter S 5 betätigt ist,
das Regalfach 112 durch Ansteuern des Fachantriebes des
betreffenden Umlaufregals mittels der Steuerung um eine
vorbestimmte Strecke abgesenkt, sodaß die Transporthilfen
144 auf den Schenkeln 182 b aufliegen und die Lagerfläche
114 von der Unterseite des Behälters 116 abgesenkt ist.
Ist dies der Fall, wird der Antrieb 126 derart angesteuert,
daß der Greifer 132 in das Regalbediengerät 22 einfährt.
Diese Einfahrbewegung wird nach Überfahren des Schalters
S 6 gestoppt. Der Grundbehälter 116 befindet sich dann
außerhalb des Regalfaches 112. Bei einem Einlagerungs
vorgang, bei dem ein Grundbehälter 116 auf einen abgegrenzten
Bereich 114 a, 114 b, 114 c, 114 d eines in der Haltestation
befindlichen Regalfaches 112 gebracht werden soll, muß
vorher die Lagerfläche 114 in der Haltestation durch Ansteu
ern des Fachantriebes um die vorbestimmte Strecke abgesenkt
werden, so daß beim Ausfahren des Greifers 132 aus dem
Regalbediengerät 122 heraus der Grundbehälter 116 nicht
am Boden des Regalfaches 112 hängenbleiben kann. Soll
anschließend der Grundbehälter 116 von den durch die Schenkel
182 b gebildeten Auflageflächen abgehoben werden, wird
das Regalfach 112 durch den Fachantrieb um die vorbestimmte
Strecke angehoben.
Auf dem vorderen, der Trägerplattform 130 zugekehrten
Rand der Lagerfläche 114 kann eine mit dem Boden des Regalfa
ches 112 fest verbundene, leistenförmige Aufkantung (nicht
dargestellt) vorhanden sein, die entlang der Stirnfläche
des Bodens verläuft.
Diese Aufkantung dient dazu, mit Sicherheit zu verhindern,
daß der auf der Lagerfläche 114 sich befindende Grundbehälter
116 aus dem Regalfach 112 herausfallen kann, wenn dieser
durch den Fachantrieb bewegt wird. Ist eine solche Aufkan
tung vorgesehen und sollen die Schenkel 182 a der Greifer
hand 140 durch die Schlitze 188 geführt werden, müssen
die Schlitze 188 ebenfalls durch die Aufkantung hindurchge
hen, so daß diese in einzelne Segmente geteilt wird. Außerdem
muß zum Ein- und Auslagern des Grundbehälters 116 die
Lagerfläche 114 mit der Aufkantung so weit abgesenkt werden,
daß die Unterseite des Grundbehälters 116 die Oberseite
der Aufkantung nicht mehr berühren kann. Je nachdem, wie
weit oben die beiden Transporthilfen 144 an den beiden
Seitenwänden des Grundbehälters 116 angeordnet sind, brauchen
die Schlitze nur noch durch die Aufkantung zu gehen oder
überhaupt nicht mehr vorgesehen zu werden.
Für die Übermittlung der Steuersignale des Rechners 42
an die Antriebe des Regalbediengerätes 22, 122 und der
Handhabungsvorrichtung 24, 124 und für die Übermittlung
der Signale der Wegmeßeinrichtungen und der Sensoren an
den Rechner 42 kann statt der oben genannten Leiterbahnen
48 eine Datenfunkanlage vorgesehen sein, die drahtlos
über eine mit dem Rechner 42 verbundene Sende- und Empfangs
station in Verbindung mit einer Empfangs- bzw. Sendestation
des Regalbediengerätes 22, 122 steht.
Statt der oben genannten Wegmeßeinrichtung zum Anzeigen
des momentanen Ortes des Regalbediengerätes 22, 122 können
entlang der Führung induktive Geber (nicht dargestellt)
vorgesehen sein. Jeder dieser induktiven Geber ist den
in der Haltestation befindlichen abgegrenzten Bereichen
14 a, 14 b, 14 c, 14 d, 114 a, 114 b, 114 c, 114 d gegenüberliegend
und diesen zugeordnet an der Führung 20, 120 angeordnet.
Die induktiven Geber können mittels des Rechners 42 in
einen erregbaren Zustand gebracht, also kurz gesagt "scharf
gemacht" werden. Ist ein induktiver Geber scharf gemacht
und bewegt sich ein mit dem Regalbediengerät 22, 122 verbun
denes Magnetplättchen an ihm vorbei, gibt er ein elektrisches
Signal an den Rechner 42. Soll das Regalbediengerät 22,
122 beispielsweise zu dem in der Haltestation befindlichen
abgegrenzten Bereich 14 c, 114 c eines vorbestimmten Umlauf
regals 10 fahren, wird ein in Fahrtrichtung vor dem induk
tiven Geber des abgegrenzten Bereiches 14 c, 114 c liegender
induktiver Geber, z.B. 14 d, durch den Rechner 42 scharf
gemacht. Kommt das Regalbediengerät 22, 122 mit seinem
Magnetplättchen an diesem scharf gemachten induktiven
Geber vorbei, gibt dieser ein Signal an den Rechner 42,
der das bisher im Eilgang verfahrene Regalbediengerät
22, 122 durch Ansteuern seines Antriebes in den Langsamgang
bringt. Nach diesem Umschalten des Antriebes des Regalbe
diengerätes 22, 122 in den Langsamgang wird der dem abge
grenzten Bereich 14 c, 114 c direkt gegenüberliegende Geber
durch den Rechner 42 scharf gemacht. Erreicht das Regalbe
diengerät mit seinem Magnetplättchen diesen Geber, gibt
dieser ein Signal an den Rechner 42, der daraufhin den
Antrieb des Regalbediengerätes 22, 122 abschaltet, so
daß dieses dem abgegrenzten Bereich 14 c, 114 c für die
nachfolgenden Handhabungsvorgänge des Grundbehälters 16, 116
genau gegenüberliegt. Falls in der Fahrtrichtung vor dem
anzufahrenden, abgegrenzten Bereich, z.B. 14 d des in Fig. 2
äußerst rechts angeordneten Umlaufregals 10, sich kein
weiterer Bereich befindet, wird für das Scharfmachen des
Gebers vor dem Bereich 14 d ein zusätzlicher Geber angeordnet.
Anstelle der induktiven Geber können entsprechend vom
Rechner 42 angesteuerte, im "scharfgemachten" Zustand
aufleuchtende Leuchtdioden vorgesehen sein. Diese können
in den der Trägerplattform 30, 130 gegenüberliegenden
Stirnflächen der Böden eines jeden Regalfaches 12, 112
angeordnet sein. Diese Leuchtdioden sind derart angeordnet,
daß jede Leuchtdiode einem bestimmten abgegrenzten Bereich
14 a, 14 b, 14 c, 14 d, 114 a, 114 b, 114 c, 114 d der Lagerflächen
114 zugeordnet ist. Dabei sind die Leuchtdioden einzeln
durch den Rechner 42 ansteuerbar, so daß diese nach dem
Ansteuern aufleuchten. Auf dem Regalbediengerät 22, 122
ist ein optischer Sensor angebracht, der, wenn er mit
einer aufleuchtenden Leuchtdiode in Berührung kommt, ein
Signal an den Rechner 42 abgibt. Soll das Regalbediengerät
22, 122 zu einem vorbestimmten, bereits in der Haltestation
befindlichen, abgegrenzten Bereich 14 a, 14 b, 14 c, 14 d,
114 a, 114 b, 114 c, 114 d fahren, wird dessen Leuchtdiode
angesteuert und damit zum Leuchten gebracht. Alle anderen
Leuchtdioden leuchten nicht. Der Rechner 42 verfährt das
Regalbediengerät 22, 122 so lange entlang der Führung
20, 120, bis der optische Sensor durch die Leuchtdiode
erregt wird. Ist dies der Fall, wird der Antrieb des Regal
bediengerätes 22, 122 abgeschaltet und der Ein- oder Ausla
gerungsvorgang kann, wie oben beschrieben, beginnen. Die
Steuerung kann auch in der für die induktiven Geber beschrie
benen Art durchgeführt werden.
Anstelle des auch das Ein- und Auslagern steuernden Rech
ners 42 kann ein Hauptrechner vorgesehen sein, der nur
die Fachantriebe der Umlaufregale 10 und den Fahrantrieb
des Regalbediengerätes 22, 122 steuert.
Zusätzlich zu diesem Hauptrechner weist dann das Regalbe
diengerät 22, 122 eine eigene rechnerunterstützte Steuerung
auf. Diese Steuerung steuert im wesentlichen die mit dem
Ein- und Auslagern des Grundbehälter 16, 116 verbundenen
Handhabungsvorgänge. Hierzu empfängt die Steuerung eingangs
seitig die Signale der Sensoren und gibt ausgangsseitig
Steuersignale an den jeweiligen Antrieb der Handhabungsvor
richtung 24, 124.
Im folgenden wird an einem speziellen Ausführungsbeispiel
der Steuerung das Zusammenwirken des Hauptrechners und
der rechnerunterstützten Steuerung an Hand eines Auslage
rungsvorganges beim ersten Ausführungsbeispiel beschrieben.
Mittels der oben beschriebenen induktiven Geber oder der
Wegmeßeinrichtung wird das Regalbediengerät 22, wie oben
erläutert, zu dem vorbestimmten Handhabungsort verfahren.
Während dieses Verfahrens steuert der Rechner 42 den Fachan
trieb des betreffenden Umlaufregals 10 an, so daß der
auszulagernde Grundbehälter 16 in die Haltestation 18
einfährt. Gleichzeitig steuert er, wie oben beschrieben,
eine dem abgegrenzten Bereich 14 a, 14 b, 14 c, 14 d zugeordnete
Leuchtdiode an, auf dem der auszulagernde Grundbehälter
16 gelagert ist. Ist das Regalbediengerät 22 am Handhabungs
ort, wird der oben beschriebene optische Sensor des Regalbe
diengerätes 22 durch die Leuchtdiode erregt und gibt ein
Signal an die rechnerunterstützte Steuerung, die den Antrieb
26 des Greifers 32 ansteuert, so daß dieser ausfährt.
Der anschließende Auslagerungsvorgang wird, ebenso wie
oben in Verbindung mit dem Rechner 42 beschrieben, von
der rechnerunterstützten Steuerung des Regalbediengerätes
22 durchgeführt. Nach Abschluß des Auslagerungsvorganges
gibt der Sensor S 4 ein Signal an den Hauptrechner, der
den Antrieb 23 des Regalbediengerätes 22 betätigt.
Diese eigene rechnerunterstützte Steuerung des Regalbedien
gerätes 22 kann in Verbindung mit einem Regalbediengerät
22 mit eigenem Antrieb bei einer weiteren Ausführungsform
so ausgebildet werden, daß der interne Fahrantrieb des
Regalbediengerätes 22 und die Antriebe 26 und 28 der Hand
habungsvorrichtung 24 nicht mit dem Hauptrechner verbunden
werden müssen. Zu diesem Zweck weist die eigene Steuerung
des Regalbediengerätes 22 eine Schnittstelle auf, über
die sie am Entnahmeplatz 19 mit dem Hauptrechner selbsttätig
koppelbar ist, um vom Hauptrechner mit allen notwendigen
Daten geladen zu werden, die für die Steuerung eines oder
mehrerer Zyklen für die Antriebe des Regalbediengerätes
22 für einen bestimmten Vorgang notwendig sind. Dadurch
kann dann das Regalbediengerät 22 ohne mit dem Hauptrechner
in Verbindung stehen zu müssen, selbsttätig an den eingespei
cherten abgegrenzten Bereich 14 a, 14 b, 14 c oder 14 d fahren
und den eingespeicherten Ein- oder Auslagerungsvorgang
durchführen. Hierbei kann am Regalbediengerät 22 ein geeig
neter Sensor vorgesehen sein, der entlang der zu verfahrenden
Strecke angebrachte Positionierpunkte zählt, wobei nach
Erreichen eines bestimmten Zählerstandes von dem Eilgang
in den Langsamgang geschaltet wird und nach Erreichen
eines weiteren vorbekannten Zählerstandes angehalten wird.
Bei den dargestellten Ausführungsbeispielen weist jede
Lagerfläche 14, 114 vier abgegrenzte Bereiche 14 a bis 14 d
bzw. 114 a bis 114 d auf. Da die Anzahl der abgegrenzten
Bereiche jedoch von der Größe der Gebinde und von der Breite
der Lagerflächen 14, 114 der Umlaufregale 10 abhängt, kann
die Anzahl der abgegrenzten Bereiche sehr verschiedene Werte,
z.B. 10 u.a., annehmen.
Alle in der vorstehenden Beschreibung erwähnten sowie
auch die nur allein aus der Zeichnung entnehmbaren Merkmale
sind als weitere Ausgestaltungen Bestandteile der Erfindung,
auch wenn sie nicht besonders hervorgehoben und insbesondere
nicht in den Ansprüchen erwähnt sind.
Claims (34)
1. Lagervorrichtung mit mindestens einem Umlaufregal
(10) mit auf einer Umlaufbahn bewegbaren Regalfächern
(12, 112), die Lagerflächen (14, 114) für das Einlagern
von mit Gebinden (16, 116) versehenen Gegenständen
aufweisen und von denen jedes durch Ansteuern eines
Fachantriebes in eine Haltestation (18) einfahrbar
ist, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Umlauf
regal (10) und einem Entnahmeplatz (19) für die
Gebinde (16, 116) mindestens eine Führung (20, 120)
für ein Regalbediengerät (22, 122) mit einer Handha
bungsvorrichtung (24, 124) vorhanden ist, daß die
Gebinde (16, 116) und die Handhabungsvorrichtung
(24, 124) aneinander angepaßt sind und daß für das
Regalbediengerät (22, 122) und die Handhabungsvor
richtung (24, 124) mindestens ein ansteuerbarer Antrieb
vorhanden ist, der das Regalbediengerät (22, 122)
entlang der Führung (20, 120) verfährt und die Handha
bungsvorrichtung (24, 124) betätigt.
2. Lagervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, dan die Führung (20, 120) zumindest am
jeweiligen Umlaufregal (10) entlang des in der Halte
station (18) befindlichen Regalfaches (12, 112) ver
läuft.
3. Lagervorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, dan das Regalbediengerät (22, 122)
und die Handhabungsvorrichtung (24, 124) mindestens
je einen ansteuerbaren Antrieb (23, 26) aufweisen,
der vorzugsweise ein Elektromotor ist.
4. Lagervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, da
durch gekennzeichnet, daß das Regalbediengerät (22, 122)
mindestens eine Trägerplattform (30, 130) aufweist.
5. Lagervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Handhabungsvorrichtung
(24, 124) mindestens einen durch den Antrieb (26, 126)
betätigbaren Greifer (32, 132) zum Erfassen eines Gebindes
(16, 116) aufweist, der für die Handhabung des Gebindes
(16, 116) quer zum Verlauf der Führung (20, 120) zwischen
einer eingefahrenen und einer ausgefahrenen Stellung
verfahrbar ist.
6. Lagervorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß für den Antrieb (26, 126) des Greifers (32, 132) eine
Zahnstange (34, 134) vorhanden ist, in die ein vom Antrieb
(26, 126) antreibbares Ritzel (36, 136) eingreift.
7. Lagervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß der Greifer (32, 132) zum
Erfassen eines Gebindes (16, 116) mindestens eine Greifer
hand (40, 140) aufweist.
8. Lagervorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß für die Greiferhand (40) mindestens ein ansteuerbarer
Greiferhandantrieb (28, 31, 33) vorhanden ist, der die
Greiferhand (40) zwischen einer Ruhestellung und einer
Greifstellung bewegt, wobei in der Greifstellung die
Greiferhand (40) zum Greifen des Gebindes (16) vorgesehen
ist, daß die Trägerplattform (30) zum Abstellen minde
stens eines Gebindes (16) vorgesehen ist und daß die
Oberseite der Trägerplattform (30) zumindest bei der
Handhabung eines Gebindes (16) in einer horizontalen
Ebene mit der in der Haltestation (18) befindlichen
Lagerfläche (14) und mit einer Abstellfläche (21) des
Entnahmeplatzes (19) liegt.
9. Lagervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß die Greiferhand (140)
starr mit dem Greifer (132) verbunden ist.
10. Lagervorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Greiferhand (140) des Greifers
(132) eine Gabel bildet.
11. Lagervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine Anzeige
einrichtung vorgesehen ist, die den Ort des Regal
bediengerätes (22, 122) und/oder der Regalfächer
(12, 112) in dem Umlaufregal (10) und/oder der be
wegbaren Teile der Handhabungsvorrichtung (24, 124)
angibt.
12. Lagervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß als Anzeigeeinrichtung
mindestens zwei Wegmeßeinrichtungen vorgesehen sind,
die den momentanen Ort des Regalbediengerätes (22, 122)
und mindestens eines Regalfaches (12, 112) im Umlauf
regal (10) angeben.
13. Lagervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß als Anzeigeeinrichtung
mindestens ein Sensor (S 1, S 2, S 3, S 4, S 5, S 6) vorgesehen
ist, der die ein- und ausgefahrenen Stellungen der
bewegbaren Teile der Handhabungsvorrichtung (24, 124)
angibt.
14. Lagervorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, daß mindestens für das automa
tische Ein- und Auslagern und Transportieren entlang
der Führung (20, 120) mindestens eine rechnerunter
stützte Steuerung vorgesehen ist, die mindestens einen
Rechner (42) aufweist, der abhängig von den Rückmeldungen
der Anzeigeeinrichtung und des jeweils verwendeten
Programms Steuersignale an die jeweiligen Antriebe
des Umlaufregals (10), des Regalbediengerätes (22, 122)
und der Handhabungsvorrichtung (24, 124) abgibt.
15. Lagervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, daß mindestens in einer
die Lagerfläche außen begrenzenden Aufkantung Schlitze
(188) vorhanden sind, deren Längen, soweit sie sich
in die Lagerflächen hinein erstrecken, der für das
Ein- und Auslagern notwendigen Zustellbewegung des
Greifers (132) angepaßt sind und die an ihren dem
Regalbediengerät (122) benachbarten Enden offen
sind.
16. Lagervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15,
dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerflächen (14, 114)
eines jeden Regalfaches (12, 112) voneinander abgegrenz
te Bereiche (14 a, 14 b, 14 c, 14 d, 114 a, 114 b, 114 c, 114 d)
darstellen, die in einer Reihe entlang der Breite
des Regalfaches (12, 112) nebeneinanderliegen und
auf denen jeweils nur ein Gebinde (16, 116) abstellbar
ist.
17. Lagervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16,
dadurch gekennzeichnet, daß die Bereiche (114 a, 114 b, 114 c,
114 d) seitlich durch die Schlitze (188) begrenzt
sind.
18. Lagervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 17,
dadurch gekennzeichnet, daß jedes Gebinde mindestens
einen genormten Grundbehälter (16, 116) aufweist,
auf den weitere Lagerbehälter aufsetzbar sind.
19. Lagervorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekenn
zeichnet, daß alle Grundbehälter (16, 116) gleich
ausgebildet sind.
20. Lagervorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 19,
dadurch gekennzeichnet, daß der Grundbehälter (16, 116) an
mindestens einer seiner Außenflächen eine mit der Greifer
hand (40, 140) zusammenwirkende Transporthilfe (44, 144)
aufweist.
21. Lagervorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeich
net, daß die Transporthilfe an der dem Regalbediengerät
(22) zugekehrten Vorderseite des Grundbehälters (16)
vorgesehen ist und aus einer an den Grundbehälter (16)
angeformten Handgriffleiste (44) besteht, die für die
Handhabung des Gebindes mittels der Greiferhand (40)
vorgesehen ist.
22. Lagervorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet,
daß die Transporthilfe an beiden, quer zu der Vorderseite
des Grundbehälters (16) verlaufenden Seitenflächen dersel
ben vorgesehen ist und aus mindestens einer an jeder
Seitenfläche angeformten Leiste (144) besteht.
23. Lagervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 22,
dadurch gekennzeichnet, daß die Führung (20, 120) aus
im wesentlichen gleichen Führungssegmenten besteht.
24. Lagervorrichtung nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet,
daß die Länge eines jeden Führungssegmentes im wesentli
chen gleich der Breite eines Umlaufregals (10) ist.
25. Lagervorrichtung nach Anspruch 23 oder 24, dadurch gekenn
zeichnet, daß jedes Führungssegment aus einem nach oben
hin offenen Hohlprofil besteht und daß in der Führung
(20, 120) Leiterbahnen (48) vorgesehen sind, die die
Steuersignale des Rechners (42) und die Energie an die
Antriebe von Regalbediengerät (22, 122) und Handhabungs
vorrichtung (24, 124) sowie die Signale der Anzeigeein
richtungen an den Rechner (42) übermitteln.
26. Lagervorrichtung nach einem der Ansprüche 23 bis 25,
dadurch gekennzeichnet, daß zum Verfahren des Regalbedien
gerätes (22, 122) mittels eines internen Fahrantriebes
entlang der Führung (20, 120) jedes Führungssegment eine
Zahnstange aufweist, in die ein vom Fahrantrieb des
Regalbediengerätes (22, 122) antreibbares Ritzel eingreift.
27. Lagervorrichtung nach einem der Ansprüche 23 bis 25,
dadurch gekennzeichnet, daß zum Verfahren des Regalbedien
gerätes (22, 122) entlang der Führung (20, 120) für jedes
Führungssegment (46 a, 46 b) ein mittels eines Antriebes
(23) antreibbarer Trieb vorhanden ist, der ein um Umlenk
rollen (50 a, 50 b) geführtes endloses Zugmittel (52) auf
weist, das mit einem am Regalbediengerät (22, 122) vorge
sehenen Mitnehmerelement (54) zusammenwirkt.
28. Lagervorrichtung nach Anspruch 27, dadurch gekennzeich
net, daß als Zugmittel ein Flachriemen (52) vorgesehen
ist, der auf seiner dem Mitnehmerelement (54) zugewandten
Seite eine Verzahnung (56) aufweist, die mit dem Mitneh
merelement (54) zusammenwirkt.
29. Lagervorrichtung nach Anspruch 27 oder 28, dadurch gekenn
zeichnet, daß zum Verfahren des Regalbediengerätes (22, 122)
mittels eines externen Fahrantriebes (23) eine Kopplungs
einrichtung (68, 70) vorgesehen ist, mittels deren die
einander benachbarten Umlenkrollen (50 a, 50 b) der benach
barten Führungssegmente (46 a, 46 b) für einen gleichsinnigen
Drehsinn verbindbar sind.
30. Lagervorrichtung nach einem der Ansprüche 27 bis 29,
dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eines der beiden
äußersten, in der Führung angeordneten Führungssegmente
(46 a, 46 b) an seinem freien Ende den externen Fahrantrieb
(23) aufweist.
31. Lagervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 30,
dadurch gekennzeichnet, daß der Fahrantrieb des Regalbe
diengerätes (22, 122) ein Getriebebremsmotor ist.
32. Lagervorrichtung nach einem der Ansprüche 14 bis 31,
dadurch gekennzeichnet, daß die rechnerunterstützte
Steuerung einen Hauptrechner und das Regalbediengerät
(22, 122) eine eigene rechnerunterstützte Steuerung
für die Ein- und Auslagerungsvorgänge aufweist.
33. Lagervorrichtung nach Anspruch 32, dadurch gekennzeichnet,
daß für die Steuerung des Regalbediengerätes (22, 122)
mit internem Fahrantrieb ihre eigene rechnerunterstützte
Steuerung eine Schnittstelle aufweist, über die sie
mit dem Hauptrechner zur Aufnahme von in diesen eingege
benen Daten verbindbar ist, die dazu erforderlich sind,
alle Antriebe des Regalbediengerätes (22, 122) für das
Verfahren und das Durchführen von Ein- und Auslagerungs
vorgängen zu betätigen.
34. Lagervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 33,
dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine weitere
Führung oberhalb oder unterhalb und parallel zu der
Führung (20, 120) zu einem weiteren in einer Haltestation
befindlichen Regalfach (12, 112) des Umlaufregals (10)
verläuft.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863610347 DE3610347A1 (de) | 1986-03-27 | 1986-03-27 | Lagervorrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863610347 DE3610347A1 (de) | 1986-03-27 | 1986-03-27 | Lagervorrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3610347A1 true DE3610347A1 (de) | 1987-10-01 |
Family
ID=6297387
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19863610347 Withdrawn DE3610347A1 (de) | 1986-03-27 | 1986-03-27 | Lagervorrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
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