DE3609064C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Steuerung der
Versetzung eines Schreib-/Lesekopfes nach dem Oberbegriff
des Anspruches 1.
Für gewöhnlich sind Datenaufzeichnungsspuren (im folgenden
mit "Spuren" bezeichnet) konzentrisch oder spiralförmig auf
einem plattenförmigen Aufzeichnungsmedium, beispielsweise
einer optischen Platte, ausgebildet. Eine bestimmte Spur wird
von einem Schreib-/Lesekopf abgetastet und mit einem Laserstrahl
beleuchtet, um Daten zu schreiben oder zu lesen. Wenn
ein Schreib-/Lesevorgang für aufeinanderfolgende Spuren
durchgeführt wird, können die aufeinanderfolgenden Spuren
von dem Laserstrahl durch Bewegung des Schreib-/Lesekopfes
beleuchtet werden. Wenn jedoch wahlfrei auf die Spuren zugegriffen
werden muß, ist ein Annäherungsvorgang nötig, um den
Schreib-/Lesekopf auf eine entfernt liegende Spur einzustellen.
Im einfachsten Fall wird bei einem derartigen Annäherungsvorgang
die Anzahl der von dem Kopf überquerten Spuren gezählt,
während sich der Kopf auf die gewünschte Spur zubewegt.
Wenn auf der Grundlage des Zählzustandes bestimmt
wird, daß der Kopf bis zur Zielspur verfahren worden ist,
wird der Kopf angehalten. Somit kann der Schreib-/Lesekopf
korrekt auf die Zielspur eingestellt werden. Es ist jedoch
hierbei nötig zu erfassen, daß der Kopf einzelne Spuren
überquert, so daß die Zugriffszeit verlängert wird. Da in
neuerer Zeit Spuren mit hoher Packungsdichte und einer Teilung
von 1,6 µm verwendet werden und die Anzahl der Spuren
pro Platte in die Zehntausende geht, ist die gerade beschriebene
Zugriffsmethode unbefriedigend.
Um diesen Nachteil zu umgehen, wurde eine Zugriffsmethode
entwickelt, bei der eine externe Skala verwendet wird. Diese
externe Skale weist Teilstriche auf, deren Teilung größer
ist als die Teilung der Spuren auf der Platte. Eine derartige
Kopfsteuervorrichtung mit einer externen Skala ist in
Fig. 1 dargestellt. Ein plattenförmiges Aufzeichnungsmedium
1 wird von einem Motor 2 in Drehung versetzt. Eine Mehrzahl
von Spuren 11 ist auf dem Medium 1 konzentrisch ausgebildet.
Ein Kopf 3 auf einem Träger 100 tastet diese Spuren 11 ab.
Eine lineare Skala 4 ist auf dem Träger 100 angeordnet und
bewegt sich mit dem Kopf 3. In festgelegtem Abstand sich auf
der Skala 4 Teilstriche 41 ausgebildet. Die Teilstriche 41
werden von einem Skalendetektor 5 gelesen, um den Versetzungsgrad
des Kopfes 3 zu erfassen. Die Skala 4 ist eine optische
oder magnetische Skala oder ein Potentiometer, welches
bei Bewegung des Kopfes 3 betätigt wird.
Wenn beispielsweise die Abstände der Spuren 11 bzw. der
Teilstriche 41 2 µm bzw. 20 µm betragen, entspricht ein
Teilstrich auf der Skala 4 einer Versetzung des Kopfes 3 um
10 Spuren. Es sei angenommen, daß der Kopf, der bei der
Spuradresse 1000 liegt, zu einer Spuradresse 1204 bewegt
wird, so daß der Kopf um 204 Spuren zu der neuen Zielspur
bewegt werden muß. Da 204/10=20,4 beträgt, wird der Kopf
mit hoher Geschwindigkeit um 20 Teilstriche der Skala 4 bewegt
und überquert dann die verbleibenden 4 Spuren nacheinander,
so daß ein Zugriff mit hoher Geschwindigkeit möglich
ist.
Diese Methode, welche eine Skala verwendet, ist jedoch nicht
immer geeignet, den Kopf korrekt auf die Zielspur zu führen.
Wenn die Spuren auf dem Aufzeichnungsmedium während dessen
Herstellung ausgebildet werden, können Fehler bezüglich
Spurabstand und Spurteilung entstehen. Platten werden normalerweise
auf einer Matritze mit genau konzentrischen Spuren
gepreßt. Aufgrund von verschiedenen Preßdrücken können Fehler
jedoch dahingehend auftreten, daß die Spuren nicht immer
gleichbleibenden Abstand haben. Dies trifft auch für die zugehörige
Skala zu. Beispielsweise muß ein Teilstrich der
Skala nicht immer genau 10 Spuren entsprechen. Da jedoch der
Zugriffsvorgang aufgrund der Skala erfolgt, welche Abstandsfehler
der Spuren bzw. der Teilstriche nicht beachtet, kann
der Kopf nicht auf die Zielspur verfahren werden.
Aus der US-PS 44 55 583 ist eine Vorrichtung zur Kompensation
von physischen Änderungen eines Aufzeichnungsmediums,
insbesondere einer sogenannten Floppy Disc, bekannt, Derartige
physische Änderungen werden zum Beispiel durch Schwankungen
in Lufttemperatur und Feuchtigkeit hervorgerufen. Gemäß
der US-PS 44 55 583 ist eine Skala mit Teilstrichen vorgesehen,
wobei der Abstand zwischen den einzelnen Teilstrichen
dem Abstand zwischen den Spuren auf der Floppy Disc
entspricht. Weiterhin sind Einrichtungen zum Bewegen eines
Schreib-/Lesekopfes für einen Spurzugriff zusammen mit einem
Sensor zum Abtasten der Teilstriche auf der Skala vorgesehen.
Als Antwort auf ein Ausgangssignal des Sensors wird der
Kopf auf eine bestimmte Spur zubewegt. Die Skala ist aus einem
flexiblen Material gefertigt, und der Abstand zwischen
der innersten und der äußersten Spur auf der Disc wird gemessen.
Wenn der gemessene Abstand von dem tatsächlichen Abstand
zwischen der innersten und äußersten Spur abweicht,
wird eine Dehnung in der Skala entsprechend geändert, so daß
die Teilung der Teilstriche der Skala ebenfalls geändert
wird.
Die DE-OS 31 30 333 zeigt ein Abspielgerät für Aufzeichnungsplatten,
bei dem eine Selbsteichung oder Selbstkalibrierung
einmal oder mehrmals durchgeführt werden kann, um
einen Durchschnittswert der Anzahl von Spuren pro Schritt
eines Schrittmotors zur Bewegung des Leseschlittens zu erhalten.
Die Selbstkalibrierung wird hierbei jedoch nicht
über das gesamte Aufzeichnungsmedium hinweg durchgeführt,
sondern nur über einen bestimmten Teilbereich. Selbst wenn
angenommen werden soll, daß die Selbstkalibrierung eine
Vielzahl von Malen durchgeführt werden soll, um eine höhere
Genauigkeit zu erhalten, mag es zwar möglich sein, den
Durchschnittswert der Spuranzahl pro Schritte des Schrittmotors
relativ genau anzunähern. Da jedoch stets der Durchschnittswert
gebildet wird, ist es nicht möglich - selbst
wenn diese Selbsteichung wiederholt durchgeführt wird -, örtliche
Fehler der Spurteilung oder Skalierungsteilung zu kompensieren.
Die gattungsgemäße EP 00 89 549 B1 zeigt eine Abtastvorrichtung
für einen "optical disc apparatus" mit einem Berechnungsabschnitt,
in dem ein Spurteilungsdatum von 3 µm als
Anfangswert vorgespeichert wird, wonach dann dieses Datum
abhängig von einem Spuranzahlsdatum von einem Steuerabschnitt
und einem Skalenwert von einem Zähler erneuert wird.
Gemäß der EP 00 89 549 B1 wirkt, wenn der Unterschied zwischen
einer gewünschten Spur und der momentanen Spur größer
als 100 ist, der Berechnungsabschnitt derart, daß das Spurteilungsdatum
durch Multiplikation des Zählerstandes mit der
Skalenteilung (32 µm) und Division des sich ergebenden Produktes
durch die Spuranzahl korrigiert wird. Der Schreib-/Lesekopf
wird wiederholt bewegt, bis die Differenz zwischen
der gewünschten Spur und der momentanen Spur kleiner als 10
wird. Wenn somit nach der Korrektur der Spurteilung wiederholt
auf die gleiche optische Platte oder dergl. zugegriffen
wird, kann der Schreib-/Lesekopf mittels eines einzigen Zugriffvorgangs
nahe an die gewünschte Spur herangebracht werden.
Die Berechnung der Spurteilung bei der EP 00 89 549 B1
erfolgt auf der Voraussetzung, daß die Skalenteilung konstant
ist (z. B. 32 µm), was wiederum zum Ergebnis hat, daß
es bei dieser bekannten Abtastvorrichtung nicht möglich ist,
Fehler in der Skalenmarkierungsteilung zu kompensieren.
Schließlich wird bei der EP 00 89 549 B1 eine vorweg abgespeicherte
Skalenteilung von 3 µm nur dann korrigiert, wenn
die Differenz zwischen einer gewünschten Zielspur und einer
anderen Spur während eines momentanen Zugriffvorganges
durch den Schreib-/Lesekopf größer als 100 ist. Daher ist es
nötig, wenigstens einmal einen Zugriffsvorgang durchzuführen,
der eine längere Zeit benötigt als der, der ohne den
Korrekturprozeß realisierbar wäre.
Demgegenüber ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, Fehler
zu vermeiden, die verursacht werden, wenn die Versetzung
eines Kopfes, der auf eine Speicherplatte zugreift, gemessen
wird, wobei die Skala eine Teilstrich-Teilung hat, die
größer ist als die Spurteilung der Platte,
im besonderen eine Beziehung
zwischen Markierungen oder Teilstrichen auf einer
Skala, die zur Steuerung des Bewegungsbetrages eines
Schreib-/Lesekopfes verwendet wird und der Anzahl von Spuren
zu kalibrieren, über welche der Kopf durch die Skalierung
der Skala hinweg bewegt wird.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß durch die
im Anspruch 1 angegebenen Merkmale.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus
den Unteransprüchen.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der vorliegenden
Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
unter Bezugnahme auf die Zeichnung.
Es zeigt
Fig. 1 ein Blockdiagramm einer bekannten Steuervorrichtung
für einen Schreib-/Lesekopf;
Fig. 2 ein Blockdiagramm einer Steuervorrichtung für einen
Schreib-/Lesekopf gemäß der vorliegenden Erfindung;
Fig. 3 ein Diagramm zur Darstellung der Beziehung zwischen
der Skaleneinteilung und der Spuradressierung
in der Vorrichtung gemäß Fig. 2;
Fig. 4 ein Flußdiagramm zur Erläuterung eines Abtastvorganges
in der Vorrichtung gemäß Fig. 2; und
Fig. 5 ein Flußdiagramm zur Erläuterung eines Zugriffvorganges
in der Vorrichtung gemäß Fig. 2.
In Fig. 2 ist ein scheibenförmiges Aufzeichnungsmedium 1
(in dieser Ausführungsform eine optische Platte) vorgesehen,
welche von einem Motor 2 in Drehung versetzt wird.
Auf der Platte 1 ist eine Mehrzahl von Spuren 11 konzentrisch
ausgebildet. Ein optischer Kopf 3 zum Aussenden
eines Laserstrahls auf die Platte 1, um aufgezeichnete
Daten mittels von der Platte 1 reflektiertem Licht abzutasten,
ist auf einem Träger 100 angeordnet, der bezüglich
der Platte 1 radial beweglich ist. Der Kopf 3 tastet
die Spuren 11 ab, und ein Laserstrahl von dem Kopf 3 fällt
auf eine bestimmte Spur 11. Auf dem Träger 100 ist eine
lineare Skala 4 angeordnet und bewegt sich zusammen mit
dem Kopf 3. In bestimmtem Abstand zueinander sind auf der
Skala 4 Teilstriche 41 ausgebildet. Die Teilstriche 41
können von einem Skalendetektor 5 bei Bewegung des Kopfes
3 abgetastet werden, um die Versetzung des Kopfes 3 zu
erfassen. Während der Bewegung des Kopfes 3 erzeugt der
Detektor 5 fortlaufend Impulse. Die Anzahl von Impulsen
entspricht dem Versetzungsgrad. Wenn sich der Kopf 3
nicht bewegt, werden keine Pulse erzeugt. Die Skala 4
kann eine optische oder magnetische Skala oder ein Potentiometer
sein, das während der Bewegung des Kopfes
betätigt wird. Als Skala 4 und Detektor 5 kann beispielsweise
der Aufbau verwendet werden, der in der US-PS
44 81 613 beschrieben ist.
Ein Ausgang vom Detektor 5 wird einem Zähler 6 zugeführt.
Ein Datum in Übereinstimmung mit dem gewünschten Versetzungsgrad
des Kopfes wird von einer Steuerung 8 in dem
Zähler 6 festgesetzt. Der Zähler 6 zählt die Impulse von
dem Detektor 5 herunter. Wenn der Zählzustand des Zählers
6 zu 0 wird, wird ein Stopsignal einem Trägerbewegungsmechanismus
10 zugeführt. Die Steuerung 8 weist u. a. einen
Mikrocomputer auf. Ein Speicher 9 zur Speicherung
verschiedener Datenarten ist mit der Steuerung 8 verbunden.
Ein Informationsdetektor 31 ist in dem Kopf 3 angeordnet,
um Daten und eine Adresse der Spur 11 zu lesen, auf die
momentan mit dem Kopf 3 zugegriffen wird. Die Spuradressen
sind Zahlen, die den Spuren von den innersten bis zur
äußersten Spur zugeordnet sind und in den entsprechenden
Spuren abgespeichert sind. Ein Ausgangssignal von dem
Detektor 31 wird einem Adressentrenner 7 zugeführt. In
diesem Trenner 7 werden die Spuradressen von den Daten
getrennt. Ein Ausgangssignal des Trenners 7 wird der
Steuerung 8 zugeführt.
Die Steuerung 8 veranlaßt den Träger 100, sich in radialer
Richtung zu der Platte 1 zu bewegen, indem sie den
Bewegungsmechanismus 10 entsprechend steuert. Die Bewegung
des Trägers 100 wird von dem Stopsignal des Zählers
6 beendet. Der Mechanismus 10 beinhaltet u. a. einen
Schwingspulenmotor.
Die Arbeitsweise der bisher beschriebenen Steuervorrichtung
wird nun beschrieben. Vor dem Zugriffsvorgang wird
eine Abtastung durchgeführt. Die Abtastung hat das Ziel,
die Beziehung zwischen dem Abstand der Spuren 11 auf der
Platte 1 und dem Abstand der Teilstriche 41 auf der Skala
4 zu überprüfen. Wenn diese Beziehung überprüft und im
Speicher 9 abgespeichert worden ist, wird diese Abtastung
nur einmal durchgeführt, wenn eine neue Platte 1 zur
Verwendung kommt. Wenn diese Abtastung für jeden Teilstrich
41 der Skala 4 durchgeführt wird, wird die höchste
Genauigkeit erhalten. In diesem Fall muß jedoch die Abtastzeit
verlängert werden, so daß ein geeigneter Abtastintervall
unter Beachtung der Präzision der Platte 1 bestimmt
wird. Gemäß Fig. 3 sei angenommen, daß die Spuradressen
für jeden Teilstrich x der Skala abgetastet
werden. Die Bereiche des Aufzeichnungsmediums, welche x
Teilstrichen der Skala 4 entsprechen, sind als Zonen definiert.
Der Abtastvorgang läuft entsprechend dem Flußdiagramm
gemäß Fig. 4 ab. Wenn der Vorgang gestartet wird, wird im
Schritt S1 die Platte 1 durch den Motor 2 mit konstanter
Geschwindigkeit in Drehung versetzt. In einem Schritt S2
wird der Kopf 3 durch eine entsprechende Bewegung des
Trägers 100 auf die innerste Spur (entsprechend der
Spuradresse T1) bewegt. Danach wird ein Abtastvorgang durchgeführt,
bei dem der Kopf von der innersten zur äußersten
Spur (entsprechend der Spuradresse TM+1) bewegt wird. Der
Abtastvorgang kann auch dadurch erfolgen, daß der Kopf
von der äußersten zur innersten Spur bewegt wird. In einem
Schritt S3 wird ein Laserstrahl erzeugt, und Fokussierungs-
und Spurservovorgänge werden durchgeführt, so
daß das Lesen der Spuradressen vorbereitet ist.
Der Zählwert n eines Zonenzählers wird auf "1" gesetzt,
was anzeigt, daß der Kopf momentan auf der innersten Spur
in einer speziellen Zone liegt. Danach überprüft die
Steuerung in einem Schritt S5, ob die momentane Position
des Kopfes die äußerste Zone überschritten hat. Mit anderen
Worten, die Steuerung 8 überprüft, ob der Zählwert
n=M+1 ist. Wenn die Entscheidung im Schritt S5 JA ist,
wird der Abtastvorgang beendet.
Wenn das Ergebnis im Schritt S5 NEIN ist, wird die
Adresse Tn der innersten Spur in der Zone n gelesen und
im Schritt S6 im Speicher 9 abgespeichert.
Im Schritt S7 wird der Träger 100 um x Teilstriche bewegt.
Bei der Bewegung des Trägers wird der Kopf auf die
innerste Spur der nächstäußeren Zone (n+1) bewegt. Im
Schritt S8 wird die Adresse Tn+1 gelesen umd im Speicher
9 abgespeichert. Im Schritt S9 wird eine Differenz Dn (=Tn+1-Tn)
zwischen Spuradressen Tn+1 und Tn berechnet.
Da die Spuradressen den einzelnen Spuren sequentiell zugeordnet
sind, entspricht die Differenz Dn der Anzahl von
Spuren, welche von dem Kopf bei seiner Bewegung um x
Teilstriche überquert wurden, d. h., die Anzahl von Spuren
innerhalb der Zone n. Im Schritt S10 wird das Verhältnis
von x zu Dn als Rn (=x/Dn) ermittelt. Das Verhältnis Rn
ist ein Parameter, welcher das Verhältnis von Skalenteilstrichen
und Spuranzahl innerhalb der Zone n anzeigt.
Das Verhältnis Rn wird im Schritt S11 im Speicher 9 abgespeichert.
Danach wird im Schritt S12 der Zählzustand
des Zonenzählers um 1 inkrementiert. Danach kehrt der
Ablauf zum Schritt S5 zurück. Diese Abtastung wird fortgesetzt,
bis der Kopf die äußerste Spur der äußersten
Zone erreicht hat. Wenn die Abtastung beendet ist, werden
Parameter R1 bis RM entsprechend den Verhältnissen der
Skalenteilungen zu der Anzahl der Spuren in den entsprechenden
Zonen im Speicher 9 abgespeichert.
Der Zugriffsvorgang findet entsprechend dem Flußdiagramm
gemäß Fig. 5 statt. Eine gewünschte Spuradresse Tb der
Zielspur wird im Schritt S13 eingegeben. Im Schritt S14
wird die momentane Spuradresse Ta erfaßt. Im Schritt S15
überprüft die Steuerung 8, ob eine Bewegung des Trägers
100 notwendig ist. Wenn der Abstand zwischen den Spuren
der Adressen Ta und Tb innerhalb des Bewegungsbereiches
einer Objektivlinse fällt, braucht der Träger 100 nicht
bewegt zu werden. In diesem Fall wird die Objektivlinse
innerhalb des Schreib-/Lesekopfes bewegt, um den Zugriffsvorgang
zu vollenden. Wenn die Steuerung 8 festlegt,
daß eine Bewegung des Trägers nicht nötig ist, wird
im Schritt S27 die Objektivlinse bewegt, um die Feineinstellung
zu bewirken.
Wenn die Entscheidung im Schritt S15 JA ist, werden Zonennummern
A und B (=1 bis M), welche die Adressen Ta
und Tb beinhalten, im Schritt S16 berechnet. Zonennummerberechnungen
werden durch Vergleiche der Adressen der
innersten Spuren der Zonen, die im Speicher 9 gespeichert
sind, durchgeführt. Wenn TnTa(Tb)<Tn+1 ist, wird die
Zonennummer als n gegeben. Im Schritt S17 wird eine Bewegungsdistanz
des Schreib-/Lesekopfes auf den Teilstrichen
der Skala durch die folgende Gleichung gegeben:
Der erste und zweite Term auf der rechten Seite ist ein
Durchschnittswert der Verhältnisse Rn der Skaleneinteilung
zu den Spurnummern in einer Region von Zone A bis
Zone B und entspricht einer Übereinstimmung zwischen einem
Spurintervall und Teilstrichen auf der Skala. Der
Wert l entspricht der Nummer von Skalenteilen zwischen
den Spuradressen A und B. Da l einen Dezimalteil aufweisen
kann, wird l gerundet, und der gerundete Wert wird
eingegeben. Genauer gesagt, im Schritt S18 wird l in einen
Integral- und Dezimalteil zerlegt. Im Schritt S19
wird der Integralteil im Speicher 9 abgespeichert, und im
Schritt S20 wird der Dezimalteil im Speicher 9 abgespeichert.
Dieser Dezimalteil wird dann im Schritt S21 aus
dem Speicher 9 ausgelesen. Weiterhin wird im Schritt S22
der Integralteil aus dem Speicher 9 ausgelesen. Die
Steuerung 8 überprüft im Schritt S23, ob der Dezimalteil
kleiner als 0,5 ist. Wenn die Entscheidung im Schritt S23
JA ist, wird der darauffolgende Schritt S24 übersprungen.
Wenn die Entscheidung im Schritt S23 NEIN ist, wird im
Schritt S24 der Integralteil um 1 inkrementiert. Der Integralteil
wird im Schritt S25 in eine Variable L gesetzt.
In den Schritten S23 bis S25 wird derjenige von
zwei Teilstrichen, die die Zielspur Tb einschließen, erfaßt,
der näher an der Zielspur ist.
Im Schritt S26 wird der Träger 100 um L Teilstriche bewegt.
Danach ist der Kopf nahe der Zielspur eingestellt.
Schließlich wird durch Bewegung der Objektivlinse im
Schritt S27 eine Feineinstellung durchgeführt. Die Bewegung
der Objektivlinse erfolgt durch Energieversorgung
einer Spule in dem Schreib-/Lesekopf. Eine Feineinstellung
kann dadurch durchgeführt werden, daß die Linse Spur um
Spur bewegt wird und die Adresse jedesmal dann gelesen
wird, wenn die Linse bewegt wird. Es können auch Impulse
entsprechend einer Spurdifferenz der Spule zur Bewegung
der Linse zugeführt werden. Nach der Bewegung der Linse
wird die Adresse wieder gelesen, um die Linse um einen
verbleibenden Unterschied zu bewegen.
Bei der Erfindung wird somit die Beziehung oder das Verhältnis
zwischen der tatsächlichen Teilung der Spuren auf
jedem Aufzeichnungsmedium und der tatsächlichen Teilung
auf der Skala gemessen, und der gemessene Wert wird abgespeichert.
Der Kopf kann somit korrekt nahe an die Spur
entsprechend der Zieladresse auf der Grundlage des Verhältnisdatums
und der Skaleneinteilung mit hoher Geschwindigkeit
bewegt werden. Somit kann auch ein korrekter
Zugriffsvorgang innerhalb kurzer Zeitdauer durchgeführt
werden.
Selbstverständlich ist die vorliegende Erfindung nicht
auf die geschilderte Ausführungsform beschränkt. So kann
beispielsweise anstelle des Rundens des Wertes l der Integralteil
von l verwendet werden. Weiterhin ist in der
beschriebenen Ausführungsform der Detektor 5 festgelegt
und die Skala 4 an dem Kopf 3 angeordnet. Es kann auch
die Skala 4 festgelegt werden, und der Detektor 5 kann an
dem Kopf 3 angeordnet werden. Weiterhin kann das Aufzeichnungsmedium
eine magnetische oder kapazitive Scheibe
sein. Schließlich ist die Form des Aufzeichnungsmediums
nicht auf die beschriebene Plattenform beschränkt; es
sind auch band- oder kartenförmige Aufzeichnungsmedien
denkbar.
Claims (6)
1. Vorrichtung zur Steuerung der Versetzung eines Schreib-/Lesekopfes
in Abhängigkeit von einer Anzahl von Spuren zwischen
einer momentan vorliegenden Spur und einer Zielspur
und einer Skala mit Markierungsstrichen einer auf die vorliegende
Spurteilung kalibrierten Skalenteilung, um den Versetzungsgrad
des Schreib-/Lesekopfes zu messen,
dadurch gekennzeichnet,
daß beim Einlegen eines Datenträgers (1) in die Vorrichtung
eine Nachkalibrierung der Skala (4) derart erfolgt, daß eine
Steuereinrichtung (8) eine Bewegung des Schreib-/Lesekopfes
(3) um sämtliche Markierungen (41) auf der Skala (4) und damit
die Gesamtheit der Spuren (11) jedes Datenträgers (1)
veranlaßt, die Anzahl aller Spuren (11) ermittelt und das
Verhältnis der Anzahl von Markierungen (41) zur Anzahl der
Spuren (11) ermittelt und abspeichert, wobei die Steuereinrichtung
(8) weiterhin aufweist:
Einrichtungen (10) zum schrittweisen Bewegen des Schreib-/Lesekopfes (3) um eine festgelegte Anzahl von Markierungen (41) auf der Skala (4);
Einrichtungen (31) zum Lesen einer Spuradresse jedesmal dann, wenn der Schreib-/Lesekopf (3) um die festgelegte Anzahl von Markierungen (41) bewegt worden ist und zum Erkennen der Anzahl von Spuren (11) in einer jeden Zone des Aufzeichnungsmediums (1), wobei eine jede Zone der festgelegten Anzahl von Markierungen (41) entspricht; und
Einrichtungen (9) zum Speichern des für jede Zone ermittelten Verhältnisses (festgelegte Anzahl von Teilstrichen)÷(Anzahl der Spuren).
Einrichtungen (10) zum schrittweisen Bewegen des Schreib-/Lesekopfes (3) um eine festgelegte Anzahl von Markierungen (41) auf der Skala (4);
Einrichtungen (31) zum Lesen einer Spuradresse jedesmal dann, wenn der Schreib-/Lesekopf (3) um die festgelegte Anzahl von Markierungen (41) bewegt worden ist und zum Erkennen der Anzahl von Spuren (11) in einer jeden Zone des Aufzeichnungsmediums (1), wobei eine jede Zone der festgelegten Anzahl von Markierungen (41) entspricht; und
Einrichtungen (9) zum Speichern des für jede Zone ermittelten Verhältnisses (festgelegte Anzahl von Teilstrichen)÷(Anzahl der Spuren).
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Bewegungseinrichtungen (10) den Kopf (3) um
Skalenteilstriche entsprechend einem Produkt aus dem
Verhältnis und der Anzahl von Spuren zwischen momentaner
Spur und Zielspur bewegen und danach die
Kopfposition fein einstellen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Bewegungseinrichtungen (10) den Kopf (3) um
eine Anzahl von Skalenmarkierungen entsprechend
(Durchschnittswert der Verhältnisse zwischen einer
Zone, in der der Kopf momentan angeordnet ist, und
einer Zone, in der die Zielspur angeordnet ist) ×
(Anzahl der Spuren zwischen der momentanen Spur und
der Zielspur) bewegen und danach die Kopfposition
fein einstellen.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Skala (4) zusammen mit dem
Kopf (3) bewegt wird, wobei ein Skalenleser (5) vorgesehen
ist, der die Markierungen (41) der Skala bei der
Bewegung des Kopfes (3) liest.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuereinrichtung (8) und die
Speichereinrichtungen (9) nur einmal vor einem Aufzeichnungs/Wiedergabevorgang
betrieben werden, wenn
der Datenträger (1) eingesetzt wird.
6. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuereinrichtung (8) den Kopf (3)
über alle Spuren (11) des Datenträgers (1) hinwegbewegt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP60054886A JPS61214180A (ja) | 1985-03-19 | 1985-03-19 | ヘツド送り制御装置 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3609064A1 DE3609064A1 (de) | 1986-10-02 |
| DE3609064C2 true DE3609064C2 (de) | 1992-04-30 |
Family
ID=12983069
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19863609064 Granted DE3609064A1 (de) | 1985-03-19 | 1986-03-18 | Steuervorrichtung fuer den schreib/lesekopf einer aufnahme/wiedergabevorrichtung |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US4706234A (de) |
| JP (1) | JPS61214180A (de) |
| DE (1) | DE3609064A1 (de) |
Families Citing this family (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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