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Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine
Prüfvorrichtung zur Durchführung einer Prüfung wie beispielsweise eine
Schnellprüfung gefüllter und etikettierter Flaschen u. ä., und
insbesondere auf eine solche Prüfvorrichtung, die bedienerlehrbar
ist, so daß die Last der Zurverfügungstellung der Programmierung
hierfür vermindert ist.
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Eine solche Vorrichtung für die Schnellprüfung weist
üblicherweise eine Anzahl von Sensoren, eine Anzahl von
Ausgängen, einen Speicher zum Speichern von Ausgangszuständen, die
den Eingangszuständen der Sensoren entsprechen, und Steuermittel
zum Auswählen der im Speicher gespeicherten Ausgangszustände und
zum Erzeugen von den Ausgangszuständen entsprechenden
Ausgangssignalen auf den Ausgängen. Eine solche Vorrichtung bzw.
Steuerung kann typischerweise zur Untersuchung einer Folge von
Flaschen, welche mit Flüssigkeit gefüllt, mit Deckel versehen und
etikettiert sind, dienen, während diese kontinuierlich auf einem
Förderband gefördert werden, um festzustellen, ob oder nicht sie
das korrekte Flüssigkeitsvolumen enthalten, ob oder nicht sie
korrekt mit Deckel bzw. Kappe versehen sind und ob oder nicht sie
korrekt etikettiert sind, wobei eine Anzahl von Sensoren
verwendet wird.
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Gemäß einer einen solchen Aufbau aufweisenden herkömmlichen
Vorrichtung zur Schnellprüfung war es beim Einstellen der
Eingangszustände der Sensoren, die den jeweiligen
Ausgangszuständen entsprechen, für den Bediener notwendig, den
Eingangszustand jedes Sensors zu bestimmen und die Vorrichtung
entsprechend dieser Eingangszustände zu programmieren. Mit anderen
Worten muß der Bediener für jeden möglichen Ausgangszustand
Programmiertätigkeit durchführen, so daß er einen einem ersten
Eingangszustand entsprechenden ersten Ausgangszustand, einen
einem zweiten Eingangszustand entsprechenden zweiten
Ausgangszustand, einen einem dritten Eingangszustand entsprechenden
dritten Ausgangszustand usw. einstellt.
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Im Falle des oben genannten Beispiels wird die Vorrichtung
so programmiert, daß sie an einem einem Normalzustand
entsprechenden
Ausgang ein Ausgangssignal erzeugt, wenn das
Eingangssignal des Sensors zur Feststellung der Ankunft des zu
prüfenden Gegenstands (d. h. der Flasche) am Prüfungspunkt "H"
ist, das Eingangssignal des Flüssigkeitsvolumensensors "H" ist,
das Eingangssignal des Deckel- bzw. Kappenfeststellungssensors
"H" ist, und das Eingangssignal des Etikettfeststellungssensors
"H" ist. Ferner ist sie so programmiert, daß beispielsweise ein
Ausgangssignal an dem Ausgang bzw. Terminal, der einem anormalen
bzw. nicht korrekten Flüssigkeitsvolumen entspricht, erzeugt
wird, wenn nur das Eingangssignal vom Flüssigkeitsvolumensensor
"L" ist, und daß Ausgangssignale an den beiden Ausgängen, die
einem nicht korrekten Flüssigkeitsvolumen und einer nicht
korrekten Etikettierung entsprechen, erzeugt werden, wenn die
Eingangssignale sowohl vom Flüssigkeitsvolumensensor als auch vom
Etikettfeststellungssensor "L" sind.
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Daher mußten bei einer herkömmlichen Prüfvorrichtung viele
Schritte durch den Bediener programmiert werden, wobei viel Zeit
und Arbeit zur Durchführung einer solchen Programmierung
notwendig waren.
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Eine Prüfvorrichtung dieser Art und gemäß dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1 ist aus der US-A-4 476 533 bekannt.
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Es ist die vorrangige Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
eine Prüfvorrichtung zur Verfügung zu stellen, welche die oben
genannten Probleme vermeidet.
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Es ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine
Prüfvorrichtung zur Verfügung zu stellen, die in einfacher Weise
programmierbar ist.
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Es ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine
Prüfvorrichtung zur Verfügung zu stellen, die automatisch
programmierbar ist.
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Es ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine
Prüfvorrichtung zur Verfügung zu stellen, die automatische
Programmierung zur Bestimmung bzw. Feststellung der
Eingangszustände einer Anzahl von Sensoren, die verschiedenen
Ausgangszuständen
entsprechen, während einer vorbereitenden Testlaufphase
des Anlagenbetriebes erlaubt.
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Es ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine
Prüfvorrichtung zur Verfügung zu stellen, welche die Belastung
des Bedieners vermindern kann.
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Die Erfindung ist, wie in Anspruch 1 beansprucht.
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Eine Unteraufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, den
Bediener zu warnen, wenn es wahrscheinlich ist, daß verschiedene
Lehrbedingungen wegen unrichtiger Anbringung bzw. Montage der
Sensoren oder unrichtiger Empfindlichkeitseinstellung während
eines Lehrvorgangs bzw. Lehrbetriebes bei der automatischen
Programmierung als identisch fehlinterpretiert werden, ihn
bezüglich der unrichtigen bzw. unkorrekten Anbringung der
Sensoren oder der unkorrekten Empfindlichkeitseinstellung zu
informieren bzw. beraten, und durch Löschen der Lehrbedingungen,
welche bereits im Speicher gespeichert sind und falsche
Bestimmungen bzw. Feststellungen bewirken könnten, die automatische
Programmierung zu rationalisieren und die Benutzungseffizienz des
Speicherbereiches zu erhöhen.
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Diese Schwierigkeit bzw. dieses Problem wird durch den
Gegenstand des Anspruchs 2 gelöst. In diesem Fall werden, wenn
ein Lernbetrieb durchgeführt wird, wobei die Lehrbefehlsmittel,
die Ausgangsauswahlmittel und die Einschreibbefehlsmittel auf
einem guten bzw. fehlerfreien Produkt angewendet bzw. aktiviert
sind, dem Zustand des Prüfgegenstandes entsprechende Daten den
Sensoren eingegeben. Die zweiten Steuermittel schreiben die E/A-
Daten zum Einschreiben, welche die Eingangsdaten und die
Ausgangsdaten für ein fehlerfreies Produkt auf den durch die
Ausgangsauswahlmittel ausgewählten Ausgängen umfassen, als
Lehrbedingungen in den Speicher, und diese werden zu den
gespeicherten E/A-Daten. Andererseits werden, wenn ein
Lehrbetrieb an einem Gegenstand mit einem bestimmten Fehler
durchgeführt wird, die diesem Fehler des Produktes entsprechenden
Daten einer Anzahl von Sensoren eingegeben. Die E/A-Daten, die
aus diesen Eingangsdaten und den Ausgangsdaten bestehen, welche
die Identität oder den Ort des Fehlers anzeigen, werden in die
Lehrbedingungsübereinstimmungs-Bestimmungsmittel eingegeben. Die
Lehrbedingungsübereinstimmungs-Bestimmungsmittel bestimmen, ob
oder nicht die Eingangsdaten der E/A-Daten zum Einschreiben mit
den Eingangsdaten der in dem Speicher gespeicherten E/A-Daten
übereinstimmen. Im Falle einer Nichtübereinstimmung, oder, mit
anderen Worten, wenn die gespeicherten Eingangsdaten eines
fehlerfreien Produkte s nicht mit den Eingangsdaten zum
Einschreiben eines Gegenstandes, welcher einen Fehler an einer
bestimmten Stelle aufweist, übereinstimmen, geben die
Lehrbedingungsübereinstimmungs-Bestimmungsmittel ein Betätigungssignal auf
die zweiten Steuermittel, und daher werden die neuen E/A-Daten
des Gegenstandes, der an einer bestimmten Stelle einen Fehler
aufweist, im Speicher als Lehrbedingung gespeichert. Wenn jedoch
die neuen Eingangsdaten für das Einschreiben mit den
gespeicherten Eingangsdaten übereinstimmen, geben die dritten Steuermittel
ein Fehlersignal aus, und die gespeicherten E/A-Daten in dem
Speicher werden aus dem Speicher gelöscht.
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Dadurch kann der Bediener, da er durch Ausgabe eines
Fehlersignals, um ihn bezüglich der unkorrekten Anbringung oder
der unkorrekten Empfindlichkeitseinstellung der Sensoren zu
informieren, gewarnt wird, wenn es wahrscheinlich ist, daß
verschiedene Lehrbedingungen wegen einer unkorrekten Anbringung der
Sensoren oder einer unkorrekten Empfindlichkeitseinstellung
während eines Lehrbetriebes bei der automatischen Programmierung
als identisch fehlinterpretiert werden, entsprechend die
unkorrekte Anbringung oder die unkorrekte
Empfindlichkeitseinstellung der Sensoren korrigieren und durch Starten eines
weiteren Lehrbetriebes die automatische Programmierung von neuem
durchführen. Dies erlaubt einen fehlerfreien Betrieb der
automatischen Programmierung. Da auch die Lehrbedingungen, die
von den bereits gespeicherten und mit als übereinstimmend
angesehenen Zustimmung bedachten E/A-Daten herrührten und Grund
einer falschen Bestimmung sein konnten, gelöscht werden, kann die
Benutzungseffizienz des Speicherbereiches verbessert werden.
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Die vorliegende Erfindung wird nun anhand bevorzugter
Ausführungsformen und unter Bezug auf die beigefügten Zeichnungen
näher beschrieben.
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Fig. 1 ist ein schematisches Blockschaltbild der ersten
bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Prüfvorrichtung.
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Fig. 2 ist eine Draufsicht einer Einstellungseinheit der
ersten bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Prüfvorrichtung.
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Fig. 3 ist ein Teilflußdiagramm zur Darstellung eines Teils
eines Programms, das in einem Mikrocomputer, welcher in der
ersten bevorzugten Ausführungsform der Prüfvorrichtung der Fig.
1 beinhaltet ist, gespeichert ist und von diesem befolgt wird,
dies während eines tatsächlichen Betriebes zur Prüfung von
Flaschen.
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Fig. 4 ist eine perspektivische Ansicht, die darstellt, wie
diese Prüfvorrichtung zur Prüfung einer Reihe bzw. einer Folge
von Flaschen verwendet wird.
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Fig. 5 ist eine Zeitdiagramm zur Erläuterung des Betriebes
dieser bevorzugten Form der erfindungsgemäßen Prüfvorrichtung
während einer beispielhaften Periode des Flaschenprüfbetriebes.
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Fig. 6 ist ein Teilflußdiagramm zur Erläuterung eines
weiteren Teiles des Programms, welches in einem Mikrocomputer,
welcher in der ersten bevorzugten Ausführungsform der
Prüfvorrichtung der Fig. 1 beinhaltet ist, gespeichert ist und von
diesem befolgt wird, dies während eines Lernbetriebes beim
Erlernen.
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Fig. 7 ist ein Teilflußdiagramm, ähnlich dem der Fig. 6 für
die erste bevorzugte Ausführungsform, zur Erläuterung eines
ähnlichen Teils eines Programms, welches in einem Mikrocomputer,
welcher in einer zweiten bevorzugten Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Prüfvorrichtung beinhaltet ist, gespeichert ist
und von diesem befolgt wird, gleichfalls während eines
Lernbetriebes beim Erlernen.
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Die vorliegende Erfindung wird nun unter Bezug auf die
bevorzugten Ausführungsformen und die beigefügten Zeichnungen
beschrieben.
Erste bevorzugte Ausführungsform
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Fig. 1-6 beziehen sich auf die erste bevorzugte
Ausführungsform der erfindungsgemäßen Prüfvorrichtung, welche eine
Prüfvorrichtung zum Testen der Annehmbarkeit bzw. Akzeptabilität
einer Folge von gefüllten Flaschen, die entlang einem Fließband
gefördert werden, ist.
Aufbau
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Bei der ersten bevorzugten Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Prüfvorrichtung, welche in Fig. 1 als schematisches
Blockschaltbild dargestellt ist, und deren Einstellungseinheit
in Fig. 2 in Draufsicht dargestellt ist, bezeichnet die
Bezugsziffer 1 eine Eingangsschaltung, welche ihrerseits mit einem
Mikroprozessor, d. h. einer CPU oder Zentraleinheit, verbunden
ist. Diese Zentraleinheit 2 ist mit einer ROM-Einheit 3
verbunden, welche zum Speichern von Systemprogrammen und Konstantem
und ähnlichem dient, sowie mit einem RAM 4 eines nicht flüchtigen
Typs, welcher zum Speichern von Zwischenergebnissen der
Verarbeitung, wie etwa Variablen und ähnlichem, dient, sowie mit
einer Ausgangsschaltung 5, welche bei dieser beispielhaften
bevorzugten Ausführungsform acht Ausgänge aufweist. Ein
Schaltregler 6 ist mit der Zentraleinheit 2, dem ROM 3, dem RAM 4 und
der Ausgangsschaltung 5 verbunden. Dieser Schaltregler 6 wird mit
Wechselspannungsleistung von einer Primärleistungsquelle (von
etwa 100V bis etwa 240V) versorgt, und versorgt nicht nur die
verschiedenen anderen genannten Vorrichtungen mit der notwendigen
gleichstromstabilisierten Leistung, sondern stellt auch das
Auftreten der Leistung-Aus-Bedingung fest und schützt den
Systemspeicher. Sieben der acht Ausgänge der Ausgangsschaltung
5 sind mit Leuchtdioden (LED), welche mit LED 1 - LED 7
bezeichnet sind, verbunden, und ferner ist der andere der Ausgänge der
Ausgangsschaltung 5 mit einem mit Bz bezeichneten Summer
verbunden.
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Wenn, was als vorteilhaft angesehen wird, Photosensoren als
Sensoren S 1 bis S 8 verwendet werden, deren Eingangssignale auf
die Eingangsschaltung 1 gegeben werden, umfaßt die
Eingangsschaltung 1 vorzugsweise Optokoppler oder ähnliches zur Schaffung
einer Isolation gegenüber externen Störungen bzw. externem
Rauschen. Die Ausgangsschaltung 5 kann auch gleichartige
Optokoppler o.a. zur Isolation von äußerem Rauschen umfassen.
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Der durch eine strichpunktierte Linie umgebene und als "A"
bezeichnete Teil der Vorrichtung in Fig. 1 entspricht der
Hauptkörpereinheit dieser ersten bevorzugten Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Prüfvorrichtung, während die mit einer
strichpunktierten Linie umgebene und als "B" bezeichnete Teil
eine Einstelleinheit darstellt, und entfernbar mit der
Zentraleinheit 2 der Hauptkörpereinheit A verbunden ist. Diese
Einstelleinheit B, wie in Fig. 2 gezeigt, ist mit einem Betriebsarten-
Auswahlschalter 7, der zur Auswahl einer der Betriebsarten
"Einstellbetriebsart", "Monitorbetriebsart" und
"Ablaufbetriebsart" eingestellt werden kann, und ferner mit einer Anzeige
vom LCD-Typ 8, verschiedenen Funktionstasten 9 und einer Zehner-
Tastatur 10 versehen.
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Diese Funktionstasten 9 umfassen eine sogenannte Lehrtaste
9a, und diese Lehrtaste 9a entspricht den Lehrbefehlmitteln, wie
sie in den Ansprüchen dieser Patentanmeldung beschrieben sind.
Die Funktionstasten 9 umfassen ferner eine sogenannte
Einschreibtaste 9b, und diese Einschreibtaste 9b entspricht den
Einschreibbefehlsmitteln, wie sie in den Ansprüchen dieser
Patentanmeldung beschrieben sind. Ferner entspricht der RAM 4 dem
"Speicher zum Speichern der den Eingangszuständen der Sensoren
S1 bis S8 entsprechenden Ausgangszustände", wie in den Ansprüchen
beschrieben ist.
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Ferner verbindet die Zentraleinheit 2 die Funktionen der
ersten und der zweiten in Patentanspruch 1 erwähnten
Steuermittel. Mit anderen Worten umfaßt die Zentraleinheit 2:
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1. Die ersten Steuermittel, welche als Teil ihres
tatsächlichen Betriebes die betriebliche Funktion der Auswahl aus den im
RAM 4 gespeicherten Ausgangszuständen entsprechend den von den
Sensoren S1 bis S8 empfangenen Daten, sowie der Erzeugung von den
Ausgangszuständen entsprechenden Ausgangssignalen auf den
Ausgängen aufweisen.
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2. Die zweiten Steuermittel, welche als Teil der
automatischen Programmierung die betriebliche Funktion des Einschreibens
in den RAM 4 der Daten von den Sensoren S1 bis S8 und der
Ausgangsdaten für den Ausgang, wie auf der Zehner-Tastatur 10
ausgewählt, so daß sie eine bestimmte gegenseitige Assoziation
haben, aufweisen.
Ablauf während des tatsächlichen Betriebes
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Nun wird in Fig. 3 ein fragmentarisches Flußdiagramm für
einen Teil des erwähnten Steuerprogramms dargestellt, welches den
tatsächlichen Betrieb der Zentraleinheit 2 gemäß dieser ersten
bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Prüfvorrichtung
steuert. Dieses Flußdiagramm wird nun erläutert. Es sei zu
verstehen gegeben, daß die tatsächlichen Schritte des Programms,
welche von der Zentraleinheit 2 zur Ausführung bzw.
Implementierung dieses Flußdiagramms befolgt werden, in dieser Patentschrift
nicht speziell offengelegt sind; ein solches Programmieren kann
in einer an sich herkömmlichen Weise gemäß dem Flußdiagramm der
Fig. 3 durchgeführt werden, und in dieser Patentschrift werden
daher keine speziellen Einzelheiten angegeben oder vorgeschlagen,
da verschiedene Möglichkeiten der Einzelheiten in einfacher Weise
von einem durchschnittlichen Programmierfachmann je nach Bedarf
hinzugefügt werden können, wenn sie auf den in dieser
Patentschrift dargelegten funktionalen Offenlegungen basieren.
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Vor dem Start des Flußdiagramms der Fig. 3 sind bereits an
geeigneten Stellen des RAM 4 den Eingangszuständen der Sensoren
S1 bis S8 entsprechende Ausgangszustände gespeichert worden.
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Der Betriebsartenauswahlschalter 7 ist in die "ABLAUF"-
Position gesetzt, und dies beginnt die Tätigkeit des Programmes
der Fig. 3 von Schritt #1 an.
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In Schritt #1 werden Eingangsdaten von den Sensoren S1 bis
S8 erhalten, und diese Daten werden in einzelnen bzw. in
individuellen Registern (oder Speicherplätzen) R1 bis R8
gespeichert; dann schreitet der Steuerfluß zum nächsten Schritt
#2 vor.
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In Schritt #2 wird ein Speicherbereich Mn des RAM 4, der den
in den Registern R1 bis R8 gespeicherten Daten entspricht,
bestimmt, und dann schreitet der Steuerfluß zu
Entscheidungsschritt #3.
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In diesem Entscheidungsschritt #3 wird eine Entscheidung
getroffen, ob oder nicht dieser bestimmte Speicherbereich Mn im
RAM 4 tatsächlich existiert. Wenn das Ergebnis dieser
Entscheidung NEIN ist, so daß der Speicherbereich Mn tatsächlich
nicht existiert, schreitet der Steuerfluß als nächstes zu Schritt
#4, um einen Summer Bz zu aktivieren, um den Bediener bezüglich
dieses Fehlerzustandes zu warnen; wenn jedoch das Ergebnis dieser
Entscheidung JA ist, daß also der Speicherbereich tatsächlich
existiert, schreitet der Steuerfluß zu Schritt #5.
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In Schritt #4 wird, wie oben beschrieben, der Summer Bz zur
Warnung des Bedieners aktiviert, wonach der Steuerfluß dieses
Programmfragment bzw. diesen Programmteil ohne weitere Aktivität
verläßt.
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Wenn andererseits das Ergebnis dieser Entscheidung des
Schrittes #3 JA ist, daß also der Speicherbereich Mn tatsächlich
existiert, wird in Schritt #5 damit begonnen, die Ausgabedaten
OUTn dieses entsprechenden Speicherbereiches Mn über die
Ausgangsschaltung 5 auf eine entsprechende Leuchtdiode LEDn zu
geben bzw. zu übertragen, so daß diese Leuchtdiode LEDn leuchtet,
wonach der Steuerfluß zu Schritt #6 fortschreitet.
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In Schritt #6 wird ein Zeitmesser gestartet, wonach der
Steuerfluß zu Entscheidungsschritt #7 fortschreitet.
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In diesem Entscheidungsschritt #7 wird eine Entscheidung
getroffen, ob oder nicht das vorbestimmte Zeitintervall, das
durch den Zeitmesser festgestellt werden soll, abgelaufen ist.
Wenn das Ergebnis dieser Entscheidung JA ist, daß also der
Zeitmesser sein volles, vorbestimmtes Zeitintervall gemessen hat,
schreitet der Steuerfluß als nächstes zu Schritt #8; wenn jedoch
das Ergebnis dieser Entscheidung NEIN ist, daß also der
Zeitmesser noch nicht sein volles, vorbestimmtes Zeitintervall gemessen
hat, schreitet der Steuerfluß als nächstes wieder zu diesem
Entscheidungsschritt #7, und bildet eine enge
Wiederholungsschleife, bis der Zeitmesser tatsächlich sein volles,
vorbestimmtes Zeitintervall mißt bzw. feststellt.
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In Schritt #8, wobei an diesem Punkt bestimmt ist, daß der
Zeitmesser die Messung seines vorbestimmten Zeitintervalls nach
Schritt #5 abgeschlossen hat, wird dann die Ausgabe der
Ausgangsdaten OUTn des Speicherbereichs Mn zur entsprechenden Leuchtdiode
LEDn über die Ausgangsschaltung 5 beendet, und entsprechend
erlischt das Leuchten dieser Leuchtdiode LEDn; dann schreitet der
Steuerfluß zu Schritt #9.
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In Schritt #9 werden die in den Registern R1 bis R8
gespeicherten Eingangsdaten gelöscht, wonach der Steuerfluß
diesen Programmteil verläßt, ohne weiter tätig zu werden.
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Der oben beschriebene Ablauf wird nun in konkreterer Weise
beschrieben, unter besonderer Bezugnahme auf Fig. 4 und 5. Fig.
4 ist eine perspektivische Ansicht, welche die Weise zeigt, in
der die Annehmbarkeit jeder einer Serie bzw. Reihe von Flaschen
geprüft wird, während Fig. 5 ein Zeitdiagramm zur Erläuterung der
Betriebsart darstellt.
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In diesem Fall sind die Funktionen der acht Sensoren S1 bis
S8 wie folgt: Sensor S1 stellt die Ankunft der Flasche 11 fest;
Sensor S2 stellt die Anwesenheit einer Kappe bzw. eines
Verschlusses 12 auf der Flasche 11 fest; Sensor S3 stellt fest, ob
oder nicht der Flüssigkeitspegel in der Flasche 11 korrekt ist;
Sensor S4 stellt die Anwesenheit eines Etiketts 13 auf der
Flasche 11 fest; Sensor S5 stellt fest, ob Etikett 13 in
korrekter Weise an der Flasche 13 befestigt ist oder nicht. Die
Sensoren S6 bis S8 werden in dieser beispielhaften Anwendung
nicht verwendet.
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In dem Zeitdiagramm der Fig. 5 bezeichnen IN1 bis IN8
jeweils durch die Zentraleinheit 2 von den Sensoren S1 bis S8
empfangene Eingangssignale, und in gleicher Weise bezeichnen OUT1
bis OUT8 die Ausgangssignale, die durch die Zentraleinheit 2 auf
die Leuchtdioden LED1 bis LED7 und den elektronischen Summer Bz
übertragen bzw. gegeben werden.
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Die Eingangssignale der Zentraleinheit 2 von dem Sensor S1
zur Feststellung der Ankunft der Flasche 11 wird verzögert.
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Während der ersten beispielhaften Betriebsperiode, d. h.
während des Zeitintervalls T1, in welchem (beispielhaften) Fall
eine tatsächlich ordnungsgemäße Flasche 11 geprüft werden soll,
an der Anstiegsflanke bzw. Anstiegskante des Eingangssignals IN1
von dem Flaschenankunftssensor S1, befinden sich das
Eingangssignal IN2 des Kappenfeststellungssensors S2, das Eingangssignal
IN3 des Flüssigkeitsvolumenfeststellungssensors S3, das
Eingangssignal IN4 des Etikettenfeststellungssensors S4 und das
Eingangssignal INS des Etikettenbestimmungssensors S5 sämtlich im H-
Zustand ("H" wird zur Darstellung von Hochpegelsignalen und "L"
zur Darstellung von Niederpegelsignalen in dieser Patentschrift
durchgehend verwendet), während die Eingangssignale IN6 bis IN8
der übrigen 3 Sensoren S6 bis S8 alle im L-Zustand sind und
während des Betriebes in diesem bleiben. Mit anderen Worten sind
die Pegel der Eingangssignale IN1 bis IN8 zu diesem Zeitpunkt:
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H, H, H, H, H, L, L, L.
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In diesem Fall ist alles in normalem Zustand, und daher wird
nur das Ausgangssignal OUT1, das normale Betriebsbedingungen
anzeigt, auf die Leuchtdiode LED1 ausgegeben, welche dann die
einzige erleuchtete Leuchtdiode darstellt.
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Mit anderen Worten sind die Pegel der Ausgangssignale OUT1
bis OUT8 zu diesem Zeitpunkt.
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H, L, L, L, L, L, L, L.
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Wenn die Zeitmessung in Schritt #8 des Flußdiagramms der
Fig. 3 beendet ist, wird ein Stopsignal ST ausgegeben, und das
Ausgangssignal OUT wechselt auf den L-Pegel, so daß die
Leuchtdiode LED1 ausgeschaltet wird.
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Während der zweiten beispielhaften Betriebsperiode, d. h.
während des beispielhaften Zeitintervalls T2, in welchem
(beispielhaften) Fall eine Flasche 11, welche tatsächlich eine
fehlende Kappe 12 aufweist, zu prüfen ist, ist an der
Anstiegskante des Eingangssignals IN1 des Flaschenankunftssensors S1 das
Eingangssignal IN2 von dem Kappenfeststellungssensor S2
beispielhaft auf dem L-Pegel. Die zwei Impulse relativ schmaler
Breite, welche in dem exemplarischen Eingangssignal IN2 enthalten
sind, werden durch Reflexion des Lichtes an der Öffnung der
Flasche 11 bewirkt, und werden nicht in besonderer Weise
festgestellt, da sie bzgl. der Anstiegskante des Eingangssignals
IN1 versetzt sind. Die übrigen Eingangssignale IN3 bis IN8 sind
gleich den während des Zeitintervals T1 empfangenen, welche
bereits erläutert wurden.
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Mit anderen Worten sind die Pegel der Eingangssignale IN1
bis IN8:
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H, L, H, H, H, L, L, L.
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In diesem Fall wird, entsprechend der Tatsache, daß die
Kappe 12 bei dieser Flasche 11 fehlt, nur das Ausgangssignal OUT2
ausgegeben, welches die fehlende Kappe 12 anzeigt, und nur die
Leuchtdiode LED2 wird erleuchtet.
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Mit anderen Worten sind die Pegel der Ausgangssignale AUS1
bis AUS8 zu diesem Zeitpunkt:
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L, H, L, L, L, L, L, L.
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Während der dritten beispielhaften Betriebsperiode, d. h.
während des beispielhaften Zeitintervalls T3, in welchem
(beispielhaften) Fall eine Flasche 11 untersucht werden soll,
welche tatsächlich ein zu niedriges Flüssigkeitsvolumen aufweist,
ist an der Anstiegskante des Eingangssignals IN1 des
Flaschenankunftssensors S1 das Eingangssignal IN3 des
Flüssigkeitsvolumenfeststellungssensors S3 beispielhaft auf dem L-Pegel. Die
übrigen Eingangssignale IN2 und IN4 bis IN8 sind gleich
denjenigen, welche während des Zeitintervalls T1 empfangen wurden,
welche bereits erläutert wurden.
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Mit anderen Worten sind die Pegel der Eingangssignale IN1
bis EIN8:
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H, H, L, H, H, L, L, L.
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In diesem Falle wird, entsprechend der Tatsache, daß nur das
Flüssigkeitvolumen in dieser Flasche 11 niedrig ist, nur das
Ausgangssignal OUT3, welches das niedrige Flüssigkeitsvolumen
anzeigt, ausgegeben, und nur die Leuchtdiode LED3 wird zum
Leuchten gebracht.
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Mit anderen Worten sind die Pegel der Ausgangssignale OUT1
bis OUT8 zu diesem Zeitpunkt:
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L, L, H, L, L, L, L, L.
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Während der vierten beispielhaften Betriebsperiode, d. h.
während des beispielhaften Zeitintervalls T4, in welchem
(beispielhaften) Fall eine Flasche 11 zu prüfen ist, welche
tatsächlich kein Etikett 13 aufweist, ist an der Anstiegskante
des Eingangssignals IN1 des Flaschenankunftssensors S1 das
Eingangssignal IN4 des Etikettfeststellungssensors S4
beispielhaft auf dem L-Pegel. Die übrigen Eingangssignale IN2, IN3
und IN5 bis IN8 sind gleich denjenigen, welche während des
Zeitintervalls T1 empfangen wurden, welche bereits erläutert
wurden.
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Mit anderen Worten sind die Pegel der Eingangssignale IN1
bis IN8:
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H, H, H, L, H, L, L, L.
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In diesem Falle wird, entsprechend der Tatsache, daß das
Etikett 13 bei dieser Flasche 11 fehlt, nur das Ausgangssignal
OUT4 ausgegeben, welches das fehlende Etikett anzeigt, und nur
die Leuchtdiode LED4 zum Leuchten gebracht.
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Mit anderen Worten sind die Pegel der Ausgangssingale OUT1
bis OUT8 zu diesem Zeitpunkt:
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L, L, L, H, L, L, L, L.
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Während der fünften beispielhaften Betriebsperiode, d. h.
während des beispielhaften Zeitintervalls T5, in welchem
(beispielhaften) Fall eine Flasche 11 zu prüfen ist, welche
tatsächlich ein schief aufgebrachtes Etikett 13 aufweist, ist an
der Anstiegkante des Eingangssignals IN1 des
Flaschenankunftssensors das Eingangssignal IN5 des Etikettbetimmungssensors S5
beispielhaft auf dem L-Pegel. Die übrigen Eingangssignale IN2 bis
IN4 und IN6 bis IN8 sind gleich den in dem Zeitintervall T1
empfangenen, und wurden bereits erläutert.
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Mit anderen Worten sind die Pegel der Eingangssignale EIN1
bis EIN8:
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H, H, H, H, L, L, L, L,
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In diesem Falle wird, entsprechend der Tatsache, daß das
Etikett 13 für diese Flasche 11 unkorrekt angebracht ist, nur die
Ausgabe OUT5 ausgegeben, welche das schräge Etikett anzeigt, und
nur die Leuchtdiode LED5 wird zum Leuchten gebracht.
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Mit anderen Worten sind die Pegel der Ausgangssignale OUT1
bis OUT8 zu diesem Zeitpunkt:
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L, L, L, L, H, L, L, L.
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Die ersten Steuermittel, wie sie in den Ansprüchen dieser
Patentanmeldung definiert sind, funktionieren gemäß ODER-Logik.
Mit anderen Worten ist bezüglich der sechsten beispielhaften
Betriebsperiode, d. h. während des beispielhaften Zeitintervalls
T6, in welchem (beispielhaften) Fall eine Flasche 11 zu
untersuchen ist, bei der sowohl die Kappe 12 als auch das Etikett 13
fehlt, an der Anstiegskante des Eingangssignals IN1 des
Flaschenankunftssensors S1 das Eingangssignal IN2 des
Kappenfeststellungssensors S2 beispielhaft auf dem L-Pegel, und gleichzeitig
ist das Eingangssignal IN3 des
Flüssigkeitsvolumenfeststellungssensors S3 beispielhaft auf dem L-Pegel. Die übrigen
Eingangssignale IN4 bis IN8 sind gleich denjenigen, die während des
Zeitintervalls T1 empfangen wurden, welche bereits erläutert
wurden.
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Mit anderen Worten sind die Pegel der Eingangssignale IN1
bis IN8:
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H, L, L, H, H, L, L, L,
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In diesem Fall werden, entsprechend der Tatsache, daß die
Kappe 12 auf dieser Flasche fehlt, und auch der Flüssigkeitspegel
niedrig ist, sowohl die Ausgabe OUT2, welche die fehlende Kappe
anzeigt, als auch die Ausgabe OUT3, welche den niedrigen
Flüssigkeitspegel anzeigt, ausgegeben, und beide Leuchtdioden
LED2 und LED3 werden zum Leuchten gebracht.
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Mit anderen Worten sind die Pegel der Ausgangssignale OUT1
bis OUT8 zu diesem Zeitpunkt:
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L, H, H, L, L, L, L, L.
Automatische Programmierung während des Lehrbetriebs
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Nun ist in Fig. 6 ein fragmentarisches Flußdiagramm für
einen Teil des erwähnten Steuerprogramms dargestellt, welches den
Betrieb der Zentraleinheit 2 während des Lehrbetriebs gemäß
dieser ersten bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Prüfvorrichtung steuert. Dieses Flußdiagramm wird nun erläutert.
Es sei zu verstehen gegeben, daß wie oben, die tatsächlichen, von
der Zentraleinheit 2 befolgten Schritte des Programms zur
Implementierung dieses Flußdiagramms in dieser Patentschrift
nicht in spezieller Weise offengelegt sind; wiederum kann ein
solches Programmieren entsprechend dem Flußdiagramm der Fig. 6
in an sich bekannter Weise durchgeführt werden, und es sind in
dieser Patentschrift keine besonderen Einzelheiten angegeben oder
vorgeschlagen, da verschiedene Möglichkeiten der Einzelheiten in
einfacher Weise von einem Durchschnittsfachmann des
Programmierens je nach Bedarfin einfacher Weise hinzugefügt werden können,
wenn sie auf den funktionalen Offenlegungen dieser Patentschrift
basieren.
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Zunächst wird der Betriebsartenauswahlschalter 7 in die
EINSTELLUNG-Postition gebracht, und dies startet den Betrieb des
Programms der Fig. 6 am Entscheidungsschritt S1.
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In diesem Entscheidungsschritt S1 wird eine Entscheidung
getroffen, ob oder nicht die Lehrtaste 9a aktuell gedrückt ist.
Wenn das Ergebnis dieser Entscheidung NEIN ist, daß also die
Lehrtaste 9a aktuell nicht gedrückt ist, bildet der Steuerfluß
eine enge Schleife und kommt wieder zu diesem
Entscheidungsschritt S1; wenn jedoch das Ergebnis dieser Entscheidung JA ist,
daß also tatsächlich die Lehrtaste 9a gedrückt ist, schreitet der
Steuerfluß zu Schritt S2.
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In Schritt S2 wird der Wert eines Registers N auf Eins bzw.
Einheit gesetzt, wonach der Steuerfluß zu Schritt S3
fortschreitet.
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Im Falle einer Anormalität (einer fehlenden Kappe 12 auf
einer Flasche 11, einem unkorrekten Füllvolumen für eine Flasche
11, oder einem fehlenden oder fehlerhaften Etikett 13 auf der
Flasche 11) wird in Schritt S3 die Nummer 15 möglicher
Kombinationen von Anormalitäten als Wert eines Registers M
eingestellt, wonach der Steuerfluß zu Schritt S4 fortschreitet.
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In Schritt S4 wird eine Anzeige "LEHREN" auf der Anzeige 8
vom LCD-Typ angezeigt, wonach der Steuerfluß zu
Entscheidungsschritt S5 fortschreitet.
-
In diesem Entscheidungsschritt S5 wird eine Entscheidung
getroffen, ob irgendeine der zehn Tasten 10a bis 10j der Zehner-
Tastatur 10 aktuell gedrückt ist oder nicht. Wenn das Ergebnis
dieser Entscheidung NEIN ist, daß also keine der 10 Tasten 10a
bis 10j aktuell gedrückt ist, bildet der Steuerfluß eine enge
Schleife und kommt wieder zu diesem Entscheidungsschritt S5; wenn
jedoch das Ergebnis dieser Entschreidung JA ist, daß also
tatsächlich nun (wenigstens) eine der 10 Tasten 10a bis 10j
aktuell gedrückt ist, schreitet der Steuerfluß zu Schritt S6. Im
folgenden wird beispielhaft angenommen, daß die "1"-Taste 10a
gedrückt ist.
-
In Schritt S6 wird dann ein numerischer Wert X, welcher der
gedrückten Taste entspricht - in diesem beispielhaften Fall 1 -,
in ein Register R0 geladen, wonach der Steuerfluß zu Schritt S7
fortschreitet. In diesem Schritt S7 wird dieser numerische Wert
X - in diesem beispielhaften Fall 1 -, auf der LCD-Anzeige 8
angezeigt, wonach der Steuerfluß zu Entscheidungsschritt S8
fortschreitet.
-
In diesem Entscheidungsschritt S8 wird eine Entscheidung
getroffen, ob oder nicht die Einschreibtaste 9b aktuell gedrückt
ist. Wenn das Ergebnis dieser Entscheidung NEIN ist, daß also die
Einschreibtaste 9b tatsächlich aktuell nicht gedrückt ist, läuft
der Steuerfluß in einer engen Schleife wieder zu diesem
Entscheidungsschritt S8; wenn jedoch das Ergebnis dieser
Entscheidung JA ist, daß also tatsächlich die Einschreibtaste 9b
aktuell gedrückt ist, schreitet der Steuerfluß zu Schritt S9.
-
In Schritt S9 wird eine Anzeige "EINSCHREIBEN" auf der LCD-
Anzeige 8 angezeigt, wonach der Steuerfluß zu
Entscheidungsschritt S10 fortschreitet.
-
In diesem Entscheidungsschritt S10 wird eine Entscheidung
getroffen, ob die Eingangssignale IN1 bis IN8 aktuell von den
Sensoren S1 bis S8 eingegeben werden oder nicht. Wenn das
Ergebnis dieser Entscheidung NEIN ist, daß also die
Eingangssignale IN1 bis IN8 aktuell nicht eingegeben werden, bildet der
Steuerfluß eine enge Schleife und kommt wieder zu diesem
Entscheidungsschritt S10; wenn jedoch das Ergebnis dieser
Entscheidung JA ist, daß also tatsächlich nun die Eingangssignale
IN1 bis IN8 aktuell eingegeben werden, schreitet der Steuerfluß
zu Schritt S11.
-
Da die Zehner-Tastatur-Taste bzw. Zehnertaste 10a, welche
dem normalen Zustand entspricht, gedrückt ist, wird eine Flasche
11, welche keinen Fehler bzw. Defekt aufweist, auf dem Förderband
14 zur Ausführung eines Lernbetriebs gefördert.
-
In Schritt S11 werden die Eingangssignale IN1 bis IN8 von
den jeweiligen Sensoren S1 bis S8 ausgelesen, und ihre Werte
werden in den entsprechenden Registern R1 bis R8 gespeichert,
wonach der Steuerfluß zu Schritt S12 fortschreitet. Zu diesem
Zeitpunkt sind, wie oben erwähnt, die Pegel der Eingangssignale
IN1 bis IN8:
-
H, H, H, H, H, L, L, L.
-
In Schritt S12 werden die E/A-Daten Dn (= D1 = "1", H, H,
H, H, H, L, L, L) in den Speicherbereich Mn (= M1) des RAM 4
eingelesen, wonach der Steuerfluß zu Schritt S13 fortschreitet.
In diesem Schritt S13 werden die Terminal- bzw. Ausgangsnummer
"01 für die E/A-Daten" Dn (= D1) und die Nummer des Sensors
"IN1", der ein Eingangssignal erzeugt hat, wenn das
Ausgangssignal auf diesem Ausgang erzeugt wird, auf der LCD Anzeige 8 als
"01 IN1" angezeigt. Dies beendet die Programmierung der E/A-Daten
im Falle einer Flasche ohne Defekt; dann schreitet der Steuerfluß
zu Schritt S14.
-
Im Schritt S14 wird das Register N um eins erhöht bzw.
inkrementiert, so daß nun N gleich 2 ist; dann schreitet der
Steuerfluß zu Entscheidungsschritt S15.
-
In diesem Entscheidungsschritt S15 wird eine Entscheidung
getroffen, ob oder nicht N gleich 15 ist. Wenn das Ergebnis
dieser Entscheidung JA ist, daß also N tatsächlich gleich 15 ist,
schreitet der Steuerfluß als nächstes zum Ausgang dieses
Programmteils bzw. Programmfragments, wobei keine weiteren
Tätigkeiten ausgeführt werden; wenn jedoch das Ergebnis dieser
Entscheidung NEIN ist, daß also N nicht gleich 15 ist, kehrt der
Steuerfluß als nächstes über die Marke ((1)) zu
Entscheidungsschritt S5 zurück, welcher oben beschrieben wurde. Da in der
erläuterten Betriebsperiode bis jetzt N nicht gleich 15 ist,
schreitet in diesem beispielhaften Fall der Steuerfluß als
nächstes zu Entscheidungsschritt S5.
-
In diesem Entscheidungsschritt S5 sei angenommen, daß der
Bediener die der "2" entsprechende Zehnertaste gedrückt hat, d. h.
die Taste 10b, um eine fehlende Kappe 12 für eine Flasche 11
anzuzeigen. In einem solchen Fall wird in Schritt S6 "2" in das
Register R0 (X=2) gesetzt, und in Schritt S7 wird "2" auf der LCD
Anzeige 8 angezeigt.
-
Dann wird der Betrieb bzw. Ablauf der Schritte S8 bis S10
in der gleichen Weise durchgeführt.
-
Da die Zehnertaste "2" 10b, die einer fehlenden Kappe 12 für
eine Flasche 11 entspricht, bereits gedrückt war, wird eine
Flasche 11, welche keine Kappe 12 aufweist aber sonst normal und
annehmbar ist, für einen Lehrbetrieb von dem Förderband 14
gefördert.
-
In Schritt S11 sind, wie oben erwähnt, die von den Sensoren
S1 bis S8 ausgelesenen und in den Registern R1 bis R8 gesetzten
Daten wie folgt: H,L,H,H,H,L,L,L.
-
In Schritt S12 sind die E/A-Daten Dn (=D2), welche in den
Speicherbereich Mn (=M2) des RAM 4 eingeschrieben sind: "2", H,
-
L, H,H,H,L,L,L.
-
In Schritt S13 werden die Terminal- bzw. Ausgangsnummer "02"
für die E/A-Daten Dn (=D2) und die Nummer des Sensors "IN2", der
ein Eingangssignal erzeugt hat, wenn das Ausgangssignal auf
diesem Ausgang erzeugt wird, auf der LCD Anzeige 8 als "02 IN2"
angezeigt. Dies beendet die Programmierung der E/A-Daten im Falle
einer Flasche 11 mit einer fehlenden Kappe 12 als Defekt bzw.
Fehler; dann schreitet wie oben der Steuerfluß zu Schritt S14.
-
In Schritt S14 wird, wie oben, das Register N um eins
inkrementiert, so daß nun N=3 ist; dann schreitet der Steuerfluß
zu Entscheidungsschritt S15.
-
In diesem Entscheidungsschritt S15 wird, wie oben, eine
Entscheidung getroffen, ob oder nicht N=15 ist. Da in der
beschriebenen Betriebsperiode N noch nicht gleich 15 ist, schreitet
in diesem beispielhaften Fall der Steuerfluß zurück zu
Entscheidungsschritt S5.
-
In dem nächsten Zyklus, in Entscheidungsschritt S5, sei
angenommen, daß nun der Bediener die der "3" entsprechende
Zehnertaste gedrückt hat, d. h. die Taste 10c, um einen niedrigen
Flüssigkeitspegel für eine Flasche 11 anzuzeigen. In einem
solchen Fall wird in Schritt S6 "3" in das Register A0 (X=3)
gesetzt, und in Schritt S7 wird "3" auf der LCD-Anzeige 8
angezeigt. Dann wird die Schrittfolge von S8 bis S10 in der
gleichen Weise durchgeführt: Da die Zehnertaste "3" 10c, die
einem niedrigen Flüssigkeitspegel für eine Flasche 11 entspricht,
gedrückt ist, wird eine Flasche, die einen niedrigen
Flüssigkeitspegel aufweist, aber sonst normal bzw. fehlerfrei und
annehmbar ist, für den Lehrbetrieb bzw. die Lehroperation von dem
Förderband 14 gefördert. In Schritt S12 sind ferner die E/A-Daten
Dn (=D3), die in den Speicherbereich Mn (=M3) des RAM 4
eingeschrieben sind, um somit dem unrichtigen Flüssigkeitsvolumen zu
entsprechen:
-
"3", H,H,L,H,H,L,L,L.
-
Wie oben, in Schritt S13, werden die Ausgangsnummer "03" für
die E/A-Daten Dn (=D3) und die Nummer des Sensors "IN3", der ein
Eingangssignal produziert hat, wenn das Ausgangssignal auf diesem
Ausgang erzeugt wird, auf der LCD-Anzeige 8 als "03 IN3"
angezeigt. Dies beendet die Programmierung der E/A-Daten im Falle
einer Flasche, die einen niedrigen Flüssigkeitspegel als Fehler
aufweist; dann schreitet wie oben der Steuerungsfluß zu Schritt
S14.
-
Im nächsten Zyklus, in Entscheidungsschritt S5, sei
angenommen, daß nun der Bediener die der "4" entsprechende
Zehnertaste, d. h. die Taste 10d gedrückt hat, um ein fehlendes
Etikett 13 für eine Flasche 11 anzuzeigen. In einem solchen Fall
wird in Schritt S6 "4" in das Register R0 (X=4) gesetzt, und in
Schritt S7 wird "4" auf der LCD-Anzeige 8 angezeigt. Dann wird
die Abfolge der Schritte S8 bis S10 in gleicher Weise
durchgeführt: Da die Zehnertaste "4" 10d, die einem fehlenden Etikett
13 für eine Flasche 11 entspricht, gedrückt ist, wird eine
Flasche, die ein fehlendes Etikett aufweist, aber im übrigen
normal und annehmbar ist, vom Förderband 14 für einen Lehrbetrieb
bzw. eine Lehroperation gefördert. Ferner sind in Schritt 12 die
E/A-Daten Dn (=D4), welche in den Speicherbereich Mn (=M4) des
RAM 4 eingeschrieben sind, um somit einem fehlenden Etikett zu
entsprechen:
-
"4", H,H,H,L,H,L,L,L.
-
Wie oben in Schritt 13 werden die Ausgangsnummer "04" für
die E/A-Daten Dn (=D4) und die Nummer des Sensors "IN4", der ein
Eingangssignal erzeugt hat, wenn das Ausgangssignal auf diesem
Ausgang erzeugt wird, als "04 IN4" auf der LCD-Anzeige 8
angezeigt. Dies beendet die Programmierung der E/A-Daten im Falle
einer Flasche 11 mit einem fehlenden Etikett als Defekt bzw.
Fehler; dann schreitet, wie oben, der Steuerfluß zu Schritt S14.
-
Im nächsten Zyklus, in Entscheidungsschritt S5, sei
angenommen, daß der Bediener nun die der "5" entsprechende
Zehnertaste, d. h. die Taste 10e, gedrückt hat, um ein schräges
Etikett 13 für eine Flasche 11 anzuzeigen. In solch einem Fall
wird in Schritt S6 die "5" in das Register R0 (X=5) gesetzt, und
in Schritt S7 wird "5" auf der LCD-Anzeige 8 angezeigt. Dann
erfolgt der Ablauf bzw. die Tätigkeit der Schritte S8 bis S10 in
gleicher Weise. Da die Zehnertaste "5" 10e, die einem schrägen
Etikett 13 für eine Flasche 11 entspricht, gedrückt ist, wird
eine Flasche mit einem schrägen Etikett, die jedoch im übrigen
normal und annehmbar ist, für den Lehrbetrieb vom Förderband 14
gefördert. In Schritt S12 sind die E/A-Daten Dn (=D5), die in den
Speicherbereich Mn (=M5) des RAM 4 eingeschrieben sind, um dem
schrägen Etikett zu entsprechen:
-
"5", H,H,H,H,L,L,L,L.
-
Wie oben in Schritt 13 werden die Ausgangsnummer "05" für
die E/A-Daten Dn (=D5) und die Nummer des Sensors "INS", der ein
Eingangssignal erzeugt hat wenn das Ausgangssignal auf diesem
Ausgangsterminal erzeugt wird, auf der LCD Anzeige 8 als "05 INS"
angezeigt. Dies beendet die Programmierung der E/A-Daten für den
Fall einer Flasche 11 mit einem schrägen Etikett als Fehler; dann
schreitet wie oben der Steuerfluß zu Schritt S14.
-
Im nächsten Zyklus, im Entscheidungsschritt S5, sei nun
angenommen, daß der Bediener die der "6" entsprechende
Zehnertaste, d. h. die Taste 10f gedrückt hat, um eine fehlende Kappe bzw.
einen fehlenden Verschluß 12 und auch einen niedrigen
Flüssigkeitspegel
für eine Flasche 11 anzuzeigen. In einem solchen Fall
wird in Schritt S6 "6" in das Register R0 (X=6) gesetzt, und in
Schritt S7 wird "6" auf der LCD Anzeige 8 angezeigt. Dann erfolgt
der Ablauf bzw. die Tätigkeit der Schritte S8 bis S10 in der
gleichen Weise: Da die Zehnertaste "6" 10f, die einer fehlenden
Kappe 12 und auch einem niedrigen Flüssigkeitspegel für eine
Flasche 11 entspricht, gedrückt worden ist, wird eine Flasche,
die eine fehlende Kappe 12 und einen niedrigen Flüssigkeitspegel
aufweist, aber im übrigen normal und annehmbar ist, für den
Lehrbetrieb vom Förderband 14 gefördert. Und in Schritt S12 sind
die E/A-Daten Dn (=D6), die in den Speicherbereich Mn (=M6) des
RAM 4 eingeschrieben sind, um so einer fehlenden Kappe und einem
niedrigen Flüssigkeitspegel zu entsprechen:
-
"6", H,L,L,H,H,L,L,L.
-
Wie oben werden in Schritt S13 die Ausgangsnummer "06" für
die E/A-Daten Dn (=D6) und die Nummer des Sensors "IN6", der ein
Eingangssignal erzeugt hat, wenn das Ausgangssignal auf diesem
Ausgang erzeugt wird, auf der LCD Anzeige 8 als "06 IN6"
angezeigt. Dies beendet die Programmierung der E/A-Daten im Falle
einer Flasche 11 mit einer fehlenden Kappe und einem niedrigen
Flüssigkeitspegel als Fehler; dann schreitet wie oben der
Steuerfluß zu Schritt S14.
-
Dann wird die Programmierung der E/A-Daten für jede der
übrigen Fehler- bzw. Defektkombinationen in ähnlicher Weise
durchgeführt.
-
Nach Beendigung der Programmierung aller Kombinationen
bewirkt die Imkrementierung um den Wert 1 des Registers N in
Schritt S14, daß N = 15 wird, wonach in Entscheidungsschritt S15
bestimmt wird, daß N tatsächlich = 15 ist, womit das Verfahren
beendet wird.
Zweite bevorzugte Ausführungsform
-
Die zweite bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Prüfvorrichtung ist körperlich bzw. physikalisch in gleicher
Weise aufgebaut wie die erste, oben beschriebene erste bevorzugte
Ausführungsform, und daher wird im Interesse der Kürze der
Darstellung auf eine Beschreibung des Aufbaus im einzelnen
verzichtet. Der wesentliche Unterschied zwischen dieser zweiten
bevorzugten Ausführungsform und der oben beschriebenen ersten
bevorzugten Ausführungsform bezieht sich auf den Betrieb während
der Lehroperation bzw. des Lehrbetriebs, welcher für diese zweite
bevorzugte Ausführungsform durch das Flußdiagramm der Fig. 7
dargestellt ist. Die Darstellung erfolgt in analoger Weise zum
Flußdiagramm der Fig. 6 für die erste bevorzugte
Ausführungsform. In diesem Fall verbindet bzw. kombiniert die Zentraleinheit
2 die Funktionen der ersten Steuermittel, der zweiten
Steuermittel und der dritten Steuermittel, wie in Patentanspruch 2
angegeben. Mit anderen Worten umfaßt die Zentraleinheit 2:
-
1. Die ersten Steuermittel, welche als Teil ihres
tatsächlichen Betriebes die betriebliche bzw. operative Funktion der
Auswahl aus den im RAM 4 gespeicherten Ausgangszuständen
entsprechend den von den Sensoren S1 bis S8 empfangenen Daten und
der Erzeugung von den Ausgangszuständen entsprechenden
Ausgangssignalen auf den Ausgängen haben.
-
2. Die zweiten Steuermittel, welche als Teil der
automatischen Programmierung die betriebliche Funktion des Einschreibens
in den RAM 4 der Daten von den Sensoren S1 bis S8 und der
Ausgangsdaten für den Ausgang, wie auf der Zehnertastatur 10
ausgewählt, so daß sie eine bestimmte gegenseitige Assoziation
aufweisen.
-
3. Die Lehrbedingungsübereinstimmungs-Bestimmungsmittel zur
Bestimmung der Übereinstimmung zwischen den Eingangsdaten der
E/A-Daten zum Einschreiben, die aus den Daten von den Sensoren
S1 bis S8 und den Ausgangsdaten der Ausgänge, wie sie durch die
Tasten der Zehnertastatur ausgewählt sind, bestehen, mit den
Eingangsdaten der E/A-Daten, welche bereits in RAM 4 gespeichert
sind, und im Falle einer Nichtübereinstimmung zur Ausgabe eines
Betätigungssignals für die zweiten Steuermittel; und
-
4. Dritte Steuermittel zur Ausgabe eines Error- bzw.
Fehlersignals im Falle eines Übereinstimmungsergebnisses an den
Lehrbedingungsübereinstimmungs-Bestimmungsmitteln, und zum
Löschen der bereits gespeicherten und als übereinstimmend
angesehenen E/A-Daten aus dem RAM 4.
Ablauf während des tatsächlichen Betriebes
-
Dies geschieht im wesentlichen wie oben bezüglich der ersten
bevorzugten Ausführungsform beschrieben, und folgt einem dem
Flußdiagramm der Fig. 3 entsprechenden Flußdiagramm, daher wird
im Interesse der Kürze der Darstellung auf eine Beschreibung
davon im einzelnen verzichtet.
Automatische Programmierung während des Lernbetriebs
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Ein fragmentarisches Flußdiagramm für den Lernbetrieb in
dieser zweiten bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Prüfvorrichtung ist in Fig. 7 dargestellt, welche der Fig. 6
für die erste bevorzugte Ausführungsform entspricht. In dieser
zweiten bevorzugten Ausführungsform hat die Lernoperation bzw.
der Lernbetrieb zwei Phasen: die Existenz keiner Redundanz in den
Eingangsdaten, und das Auftreten eines gewissen Maßes an
Redundanz in den Eingangsdaten. Das Flußdiagramm wird nun
erläutert. Es sei zu verstehen gegeben, daß, wie oben, die
tatsächlichen Programmschritte, die von der Zentraleinheit 2 zur
Implementierung dieses Flußdiagramms befolgt werden, in dieser
Patentschrift nicht speziell offengelegt bzw. angegeben sind; wie
oben gilt, daß ein solches Programmieren gemäß dem Flußdiagramm
der Fig. 7 in an sich herkömmlicher Weise durchgeführt werden
kann, und keine Einzelheiten werden in dieser Patentschrift
gezeigt oder vorgeschlagen, da verschiedene Möglichkeiten der
Einzelheiten durch einen Durchschnittsfachmann des Programmierens
je nach Bedarf ergänzt werden können, wenn sie auf den
funktionalen Offenlegungen dieser Patentschrift basieren.
Keine Redundanz der Eingangsdaten
-
In diesem ersten Fall wird zunächst der
Betriebsartenauswahlschalter 7 in die "EINSTELLUNG" Position gesetzt, und dies
startet den Ablauf des Programms der Fig. 7 am
Entscheidungsschritt S1.
-
In diesem Entscheidungsschritt S1 wird eine Entscheidung
getroffen, ob die Lehrtaste 9a aktuell gedrückt ist oder nicht.
Wenn das Ergebnis dieser Entscheidung NEIN ist, daß also die
Lehrtaste 9a aktuell nicht gedrückt ist, läuft der Steuerfluß in
einer engen Schleife wieder zu diesem Entscheidungsschritt S1;
wenn jedoch das Ergebnis dieser Entscheidung JA ist, so daß die
Lehrtaste 9a tatsächlich gedrückt ist, schreitet der Steuerfluß
zu Schritt S2.
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In Schritt S2 wird der Wert eines Registers N auf eins bzw.
Einheit gesetzt, wonach der Steuerfluß zu Schritt S3
fortschreitet.
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Im Falle einer Anormalität (einer fehlenden Kappe 12 auf
einer Flasche 11, einem fehlerhaften Füllvolumen der Flasche 11,
oder einem fehlenden oder fehlerhaften Etikett 13 auf der Flasche
11) wird in Schritt S3 die Anzahl 15 verschiedener möglicher
Kombinationen von Anormalitäten als Wert eines Registers M
gesetzt, wonach der Steuerfluß zu Schritt S4 fortschreitet.
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In Schritt S4 wird eine Anzeige "LEHREN" auf der LCD Anzeige
8 angezeigt, wonach der Steuerfluß zu Entscheidungsschritt S5
fortschreitet.
-
In diesem Entscheidungsschritt S5 wird eine Entscheidung
getroffen, ob eine der zehn Tasten 10a bis 10j der Zehnertastatur
10 aktuell gedrückt ist oder nicht. Wenn das Ergebnis dieser
Entscheidung NEIN ist, daß also keine der zehn Tasten 10a bis 10j
aktuell gedrückt ist, läuft der Steuerfluß in einer engen
Schleife wieder zu diesem Entscheidungsschritt S5 zurück; wenn
jedoch das Ergebnis dieser Entscheidung JA ist, daß also
tatsächlich nun (wenigstens) eine der zehn Tasten 10a bis 10j
aktuell gedrückt ist, schreitet der Steuerfluß zu Schritt S6. Im
folgenden sei beispielhaft angenommen, daß die "1" Taste 10a, die
einem Ausgangssignal OUT1 entspricht, gedrückt ist.
-
In Schritt S6 wird ein dieser gedrückten Taste
entsprechender Zahlenwert bzw. numerischer Wert X - in diesem beispielhaften
Fall 1 - in das Register R0 geladen, wonach der Steuerfluß zu
Schritt S7 fortschreitet. In diesem Schritt S7 wird dieser
numerische Wert X - in diesem beispielhaften Fall 1 - auf der LCD
Anzeige 8 angezeigt, wonach der Steuerfluß zu
Entscheidungsschritt S8 fortschreitet.
-
In diesem Entscheidungsschritt S8 wird eine Entscheidung
getroffen, ob oder nicht die Einschreibtaste 9b aktuell gedrückt
ist. Wenn das Ergebnis dieser Entscheidung NEIN ist, daß also die
Einschreibtaste 9b aktuell nicht gedrückt ist, läuft der
Steuerfluß in einer engen Schleife wieder zu diesem
Entscheidungsschritt S8 zurück; wenn jedoch das Ergebnis dieser
Entscheidung JA ist, so daß tatsächlich diese Einschreibtaste 9b
aktuell gedrückt ist, schreitet der Steuerfluß zu Schritt S9.
-
In diesem Schritt S9 wird eine Anzeige "EINSCHREIBEN" auf
der LCD Anzeige 8 angezeigt, wonach der Steuerfluß zu
Entscheidungsschritt S10 fortschreitet.
-
In diesem Entscheidungsschritt S10 wird eine Entscheidung
getroffen, ob oder nicht die Eingangssignale IN1 bis IN8 aktuell
von den Sensoren S1 bis S8 eingegeben werden oder nicht. Wenn das
Ergebnis dieser Entscheidung NEIN ist, daß also die
Eingangssignale IN1 bis IN8 aktuell nicht eingegeben werden, läuft der
Steuerfluß in einer engen Schleife wieder zu diesem
Entscheidungsschritt S10; wenn jedoch das Ergebnis dieser Entscheidung
JA ist, daß also tatsächlich nun die Eingangssignale IN1 bis IN8
aktuell eingegeben werden, schreitet der Steuerfluß zu Schritt
S11.
-
Da die einem Normalzustand entsprechende Zehnertaste 10a
gedrückt ist, wird eine fehlerfreie Flasche 11 zur Ausführung
eines Lehrbetriebs auf dem Förderband 14 gefördert.
-
In Schritt S11 werden die Eingangssignale IN1 bis IN8 von
den jeweiligen Sensoren S1 bis S8 eingelesen, und ihre Werte
werden in den entsprechenden Registern R1 bis R8 gespeichert,
wonach der Steuerfluß zu Schritt S12 fortschreitet. Zu diesem
Zeitpunkt sind, wie oben erwähnt, die Pegel der Eingangssignale
IN1 bis IN8:
-
H,H,H,H,H,L,L,L.
-
In Schritt S12 werden die Eingangsdaten der E/A-Daten,
welche bereits in einem bestimmten Speicherbereich Mn (n=1,2,3.
. . . ) des RAM 4 gespeichert sind, mit den in den Registern R1 bis
R8 gespeicherten E/A-Daten verglichen. Dann schreitet der
Steuerfluß zu Entscheidungsschritt S13.
-
In Entscheidungsschritt S13 wird eine Entscheidung
getroffen, ob diese Daten übereinstimmen oder nicht. Wenn das Ergebnis
dieser Entscheidung JA ist, daß also die Daten bereits
aufgezeichnet worden sind, schreitet der Steuerfluß zunächst zu
Schritt S18; wenn jedoch das Ergebnis dieser Entscheidung NEIN
ist, daß also die Daten nicht redundant sind, schreitet der
Steuerfluß zu Schritt S14. In diesem beispielhaften Fall
schreitet daher, da dies der erste Programmierschritt ist, und
der Inhalt des Speicherbereiches Mn (=M1) typischerweise
L,L,L,L,L,L,L,L ist, in diesem ersten Fall der Steuerfluß zu
Schritt S14.
-
In Schritt S14 werden die E/A-Daten Dn (=D1="1", H,H,H,H,
H,L,L,L) in den Speicherbereich Mn (=M1) des RAM 4
eingeschrieben, wonach der Steuerfluß zu Schritt S15 fortschreitet.
-
In diesem Schritt S15 werden die Ausgangsnummer "01" für die
E/A-Daten Dn (=S1) und die Nummer des Sensors "IN1", der ein
Eingangssignal erzeugt hat, wenn das Ausgangssignal auf diesem
Ausgang erzeugt wird, auf der LCD Anzeige 8 als "01 IN1"
angezeigt. Dies beendet die Programmierung der E/A-Daten im Falle
einer Flasche ohne Defekt; dann schreitet der Steuerfluß zu
Schritt S16.
-
In Schritt S16 wird das Register N um eins inkrementiert,
so daß nun N gleich 2 ist; dann schreitet der Steuerfluß zu
Entscheidungsschritt S17.
-
In diesem Entscheidungsschritt S17 wird eine Entscheidung
getroffen, ob oder nicht N gleich 15 ist. Wenn das Ergebnis
dieser Entscheidung JA ist, daß also nun N gleich 15 ist, verläßt
der Steuerfluß das Programmfragment bzw. den Programmteil, ohne
weiter tätig zu werden; wenn jedoch das Ergebnis dieser
Entscheidung NEIN ist, so daß N noch nicht gleich 15 ist, schreitet
der Steuerfluß über die Marke ((1)) zu Entscheidungsschritt S5
zurück, wie oben beschrieben. Da in der Betriebsperiode, die
gerade erläutert wird, N noch nicht gleich 15 ist, schreitet in
diesem beispielhaften Fall der Steuerfluß zurück zu
Entscheidungsschritt S5.
-
In diesem Entscheidungsschritt S5 sei nun angenommen, daß
der Bediener die der "2" entsprechende Zehnertaste, d. h. die
Taste 10b, gedrückt hat, um eine fehlende Kappe 12 für eine
Flasche 11 anzuzeigen. In einem solchen Fall wird in Schritt S6
die "2" in das Register R0 (X=2) gesetzt, und in Schritt S7 wird
"2" auf der LCD Anzeige 8 angezeigt.
-
Dann erfolgt der Ablauf der Schritte S8 und S9 in gleicher
Weise.
-
Da die einer fehlenden Kappe 12 einer Flasche 11
entsprechende Zehnertaste "2" 10b bereits gedrückt war, wird eine
Flasche 11, welche keine Kappe 12 aufweist, aber im übrigen
normal und annehmbar ist, von der Fördereinrichtung 14 für eine
Lehroperation gefördert.
-
In Schritt S10 wartet der Systemfluß auf ein Eingangssignal
der Sensoren S1 bis S8; dann sind, wie oben erwähnt, in Schritt
S11 die von den Sensoren S1 bis S8 ausgelesenen und in den
Registern R1 bis R8 gesetzten Daten wie folgt:
-
H,L,H,H,H,L,L,L.
-
In Schritt S12 werden die bereits in irgendeinem Bereich der
Speicherbereiche Mn (n=1,2, . . . ) gespeicherten Eingangsdaten mit
in den Registern R1 bis R8 gespeicherten E/A-Daten verglichen,
dies in ähnlicher Weise wie im oben beschriebenen Fall, und dann
schreitet der Steuerfluß zu Entscheidungsschritt S13. In diesem
Schritt S13 wird die Übereinstimmung oder Nichtübereinstimmung
zwischen den beiden Sätzen von Eingangsdaten bestimmt. In diesem
Fall wird auch eine Nichtübereinstimmung festgestellt. Als
Ergebnis schreitet der Steuerfluß zu Schritt S14.
-
In Schritt S14 sind die in den Speicherbereich Mn (=M2) des
RAM 4 eingeschriebenen E/A-Daten Dn (=D2):
-
"2", H,L,H,H,H,L,L,L.
-
In Schritt S15 werden die Terminal- bzw. Ausgangsnummer "02"
für die E/A-Daten Dn (=D2) und die Nummer des Sensors "IN2", der
ein Eingangssignal erzeugt hat, wenn das Ausgangssignal auf dem
Ausgangsterminal erzeugt wird, auf der LCD Anzeige 8 als "02 IN2"
angezeigt. Dies beendet die Programmierung der E/A Daten im Falle
einer Flasche 11 mit einer fehlenden Kappe 12 als Defekt; dann
schreitet, wie oben, der Steuerfluß zu Schritt S16.
-
In Schritt S16 wird, wie oben, das Register N um eins
inkrementiert, so daß N nun gleich 3 ist; dann schreitet der
Steuerfluß zu Entscheidungsschritt S17.
-
In diesem Entscheidungsschritt S17 wird, wie oben, eine
Entscheidung getroffen, ob oder nicht N gleich 15 ist. Da bei der
Betriebsperiode, die gerade beschrieben wird, N noch nicht gleich
15 ist, kehrt in diesem beispielhaften Fall der Steuerfluß zu
Entscheidungsschritt S5 zurück.
-
In dem nächsten Zyklus, in Entscheidungsschritt S5, sei
angenommen, daß der Bediener die der "3" entsprechende
Zehnertaste, d. h. die Taste 10c gedrückt hat, um einen niedrigen
Flüssigkeitspegel für eine Flasche 11 anzuzeigen. In einem
solchen Fall wird in Schritt S6 die "3" in das Register R0 (X=3)
gesetzt, und in Schritt S7 wird "3" auf der LCD Anzeige 8
angezeigt. Dann wird der Ablauf der Schritte S8 bis S10 in der
gleichen Weise durchgeführt: Da die einem niedrigem
Flüssigkeitspegel für eine Flasche 11 entsprechende Zehnertaste "3" 10c
gedrückt worden ist, wird eine Flasche 11 mit einem niedrigen
Flüssigkeitspegel, die aber im übrigen normal und annehmbar ist,
vom Förderband 14 für eine Lehroperation gefördert. In Schritt
11 sind, wie oben erwähnt, die Pegel der Eingangssignale IN1 bis
IN8:
-
H,H, L,H, H, L, L, L.
-
In Schritt 12 werden die bereits in irgendeinem Teil der
Speicherbereiche Mn (n=1,2, . . . ) gespeicherten Eingangsdaten mit
den in den Registern R1 bis R8 gespeicherten E/A-Daten
verglichen, dies in ähnlicher Weise wie in den oben erläuterten
Fällen, wonach der Steuerfluß zu Entscheidungsschritt S13
fortschreitet. In diesem Entscheidungsschritt S13 wird die
Übereinstimmung oder Nichtübereinstimmung zwischen den beiden
Sätzen von Eingangsdaten bestimmt. In diesem Fall wird auch eine
Nichtübereinstimmung bestimmt bzw. festgestellt. Als Ergebnis
schreitet der Steuerfluß zu Schritt S14.
-
In diesem Schritt S14 sind die E/A-Daten Dn (=D3), die in
den Speicherbereich Mn (=M3) des RAM 4 eingeschrieben sind, um
somit einem unrichtigen Flüssigkeitsvolumen zu entsprechen:
-
"3", H,H,L,H,H,L,L,L.
-
Wie oben in Schritt 15 werden die Ausgangsnummer "03" für
die E/A-Daten Dm (=D3) und die Nummer des Sensors "IN3", der ein
Eingangssignal erzeugt hat, wenn ein Ausgangssignal auf diesem
Ausgangsterminal erzeugt wird, auf der LCD Anzeige 8 als "03 IN3"
angezeigt. Dies beendet die Programmierung der E/A-Daten für den
Fall einer Flasche mit einem niedrigen Flüssigkeitspegel als
Defekt; dann schreitet, wie oben, der Steuerfluß zu S16, und dann
über Schritt S17 zu Schritt S5.
-
Im nächsten Zyklus, in Entscheidungsschritt S5, sei
angenommen, daß der Bediener die der "4" entsprechende
Zehnertaste, d. h. die Taste 10d gedrückt hat, um ein fehlendes Etikett
13 für eine Flasche 11 anzuzeigen. In einem solchen Fall wird in
Schritt S6 die "4" in das Register R0 (X=4) gesetzt, und in
Schritt S7 wird "4" auf der LCD Anzeige 8 angezeigt. Dann wird
der Ablauf der Schritte S8 bis S10 in der gleichen Weise
durchgeführt. Da die einem fehlenden Etikett 13 für eine Flasche
11 entsprechende Zehnertaste "4" 10d gedrückt ist, wird eine
Flasche mit einem fehlenden Etikett, die aber im übrigen normal
und annehmbar ist, durch das Förderband 14 für eine Lehroperation
gefördert. Somit sind in Schritt S11, wie oben erwähnt, die
Eingangssignale IN1 bis IN8 wie folgt:
-
H,H,H,L,H,L,L,L.
-
In Schritt S12 werden die bereits in irgendeinem Teil der
Speicherbereiche Mn (n=1,2, . . . ) gespeicherten Eingangsdaten mit
den in den Registern R1 bis R8 gespeicherten E/A-Daten
verglichen, dies in ähnlicher Weise wie in den oben erläuterten
Fällen, wonach der Steuerfluß zu Entscheidungsschritt S13
fortschreitet. In diesem Schritt S13 wird die Übereinstimmung
oder Nichtübereinstimmung zwischen den beiden Sätzen von
Eingangsdaten bestimmt. In diesem Falle wird auch eine
Nichtübereinstimmung bestimmt. Als Ergebnis schreitet der Steuerfluß zu
Schritt S14.
-
In Schritt S14 sind die E/A-Daten Dn (=D4), die in den
Speicherbereich Mn (=M4) des RAM 4 eingeschrieben sind, um so
einem fehlenden Etikett zu entsprechen:
-
"4", H,H,H,L,H,L,L,L.
-
Wie oben wird in Schritt S15 die Ausgangsnummer "04" für die
E/A-Daten Dn (=D4) und die Nummer des Sensors "IN4", der ein
Eingangssignal erzeugt hat, wenn das Ausgangssignal auf diesem
Ausgang erzeugt wird, auf der LCD Anzeige 8 als "04 IN4"
angezeigt. Dies beendet die Programmierung der E/A Daten im Falle
einer Flasche mit einem fehlenden Etikett als Defekt; dann
schreitet, wie oben, der Steuerfluß zu Schritt S16, und dann über
diesen Schritt S16 und Schritt S17 zu Schritt S5 zurück.
-
Im nächsten Zyklus, in Entscheidungsschritt S5, sei
angenommen, daß der Bediener die der "5" entsprechende
Zehnertaste, d. h. die Taste 10e, gedrückt hat, um ein schief
aufgebrachtes bzw. schräges Etikett 13 für eine Flasche 11 anzuzeigen. In
einem solchen Falle wird in Schritt S6 die "5" in das Register
R0 (X=5) gesetzt, und in Schritt S7 wird "5" auf der LCD Anzeige
8 angezeigt. Dann wird die Abfolge bzw. die Tätigkeit der
Schritte S8 bis S10 in der gleichen Weise ausgeführt: Da die
einem schrägen Etikett 13 für eine Flasche 11 entsprechende
Zehnertaste "5" 10e gedrückt worden ist, wird eine Flasche 11 mit
einem schrägen Etikett, die jedoch im übrigen normal und
annehmbar ist, zum Lehrbetrieb vom Förderband 14 gefördert. Somit
sind in Schritt S11, wie oben erwähnt, die Eingangssignale IN1
bis IN8 wie folgt:
-
H,H,H,H,L,L,L,L.
-
Ferner werden in Schritt S12 die bereits in irgendeinem Teil
der Speicherbereiche Mn (M=1,2, . . . ) gespeicherten Eingangsdaten
mit den in den Registern R1 bis R8 gespeicherten E/A-Daten
verglichen, dies in ähnlicher Weise wie im oben beschriebenen
Fall, wonach der Steuerfluß zu Entscheidungsschritt S13
fortschreitet. In diesem Schritt S13 wird die Übereinstimmung oder
Nichtübereinstimmung zwischen den beiden Sätzen von Eingangsdaten
bestimmt bzw. festgestellt. In diesem Falle wird auch eine
Nichtübereinstimmung festgestellt. Als Ergebnis schreitet der
Steuerfluß zu Schritt S14.
-
In Schritt S14 sind die in den Speicherbereich Mn (=M5) des
RAM 4 eingeschriebenen E/A-Daten Dn (=D5), um so einem schrägen
Etikett zu entsprechen:
-
"5", H,H,H,H,L,L,L,L.
-
Wie oben wird in Schritt S15 die Ausgangsnummer "05" für die
E/A-Daten Dn (=D5) und die Nummer des Sensors "IN5" der ein
Eingangssignal erzeugt hat, wenn das Ausgangssignal auf diesem
Ausgang erzeugt wird, auf der LCD Anzeige 8 als "05 INS"
angezeigt. Dies beendet die Programmierung der E/A-Daten im Falle
einer Flasche 11 mit einem schrägen Etikett als Defekt; dann
schreitet wie oben der Steuerfluß zu Schritt S16 und dann über
Schritt S17 zu Entscheidungsschritt S5 zurück.
-
Im nächsten Zyklus, in Entscheidungsschritt S5, sei
angenommen, daß der Bediener die der "6" entsprechende
Zehnertaste, d. h. die Taste 10f gedrückt hat, um eine fehlende Kappe 12
und auch einen niedrigen Flüssigkeitspegel für eine Flasche 11
anzuzeigen. In einem solchen Fall wird in Schritt S6 die "6" in
das Register R0 (X=6) eingeschrieben, und in Schritt S7 wird "6"
auf der LCD Anzeige 8 angezeigt. Dann erfolgt der Ablauf der
Schritte S8 bis S10 in gleicher Weise: Da die der fehlenden Kappe
12 und auch einem niedrigen Flüssigkeitspegel für eine Flasche
11 entsprechende Zehnertaste "6" 10f gedrückt worden ist, wird
eine Flasche, welche eine fehlende Kappe 12 und auch einen
niedrigen Flüssigkeitspegel aufweist, aber im übrigen normal und
annehmbar ist, für einen Lehrbetrieb vom Förderband 14 gefördert.
Ferner sind in Schritt S14 die E/A-Daten Dn (=D6), die in den
Speicherbereich Mn (=M6) des RAM 4 eingeschrieben sind, um so
einer fehlenden Kappe und auch einem niedrigen Flüssigkeitspegel
zu entsprechen:
-
"6", H,L,L,H,H,L,L,L.
-
Wie oben wird in Schritt S15 die Ausgangsnummer "06" für die
E/A-Daten Dn (=D6) und die Nummer des Sensors "IN6", der ein
Eingangssignal erzeugt hat, wenn das Ausgangssignal auf diesem
Ausgang erzeugt wird, auf der LCD Anzeige 8 als "06 IN6"
angezeigt. Dies beendet die Programmierung der E/A-Daten im Falle
einer Flasche 11 mit einer fehlenden Kappe und auch einem
niedrigen Flüssigkeitspegel als Defekt; dann schreitet wie oben
der Steuerfluß zu Schritt S16 und dann über Schritt S17 zurück
zu Schritt S5.
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Dann wird die Programmierung der E/A-Daten für jede andere
Kombination von Defekten in ähnlicher Weise durchgeführt.
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Wenn die Programmierung für alle Kombinationen abgeschlossen
ist, bewirkt die Inkrementierung des Registers N um eins in
Schritt S14, daß N gleich 15 wird, wonach in Entscheidungsschritt
S15 bestimmt wird, daß N tatsächlich gleich 15 ist, womit das
Verfahren beendet wird. Damit ist die Erläuterung des Betriebes
abgeschlossen, bei dem keine Redundanz der E/A-Daten vorliegt.
Redundanz der Eingangsdaten
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Nach Beendigung des Programmierens sämtlicher E/A-Daten oder
während des auf die Programmierung sämtlicher E/A-Daten folgenden
Zyklus kann, zum Zwecke der Gewährleistung der Genauigkeit des
Programmiervorgangs, oder mit anderen Worten zur Feststellung der
Korrektheit der Anbringung und der Empfindlichkeitseinstellung
der Sensoren S1 bis S8 der Lernbetrieb wiederholt werden.
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Insbesondere könnten prinzipiell die Kriterien für die
Korrektheit des Flüssigkeitsvolumens und die Korrektheit der
Einstellung des Etiketts 13 sehr streng sein.
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Daher kann, nach Abschluß der automatischen Programmierung
durch den Lernbetrieb mit dem Zustand bzw. der Bedingung eines
korrekten Flüssigkeitsvolumens, ein Lernbetrieb mit einer Flasche
durchgeführt werden, die ein vom korrekten Flüssigkeitsvolumen
leicht abweichendes Flüssigkeitsvolumen enthält.
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In diesem Falle wird die "3", die dem Ausgangssignal OUT3
für unkorrektes Flüssigkeitsvolumen entspricht, durch Drücken der
Taste 10c auf der Zehnertastatur eingegeben. In Schritt S11
werden die Eingangssignale IN1 bis IN8 der Sensoren S1 bis S8
eingelesen und in den entsprechenden Registern R1 bis R8 gesetzt.
Es sei angenommen, daß die Eingangssignale IN1 bis IN8
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H,H,H,H,H,L,L,L (2)
anstelle von
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H,H,L,H,H,L,L,L (1)
sind.
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Im Fall (1) sollte die Leuchtdiode LED3 erleuchten, während
andererseits im Fall (2) die Leuchtdiode LED1 erleuchten sollte.
Es wird angenommen, daß dies wegen unkorrektem Anbringen oder
unkorrekter Empfindlichkeitseinstellung der Sensoren S1 bis S8
auftritt. Daher ist es notwendig, die Anbringung oder die
Empfindlichkeitseinstellung der Sensoren S1 bis S8 zu
korrigieren.
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So werden in Schritt S12 die bereits in RAM 4 gespeicherten
Eingangsdaten der E/A-Daten mit den in den Registern R1 bis R8
gespeicherten Eingangsdaten verglichen. In Schritt S13 wird die
Übereinstimmung zwischen den beiden Sätzen von Eingangsdaten
festgestellt bzw. bestimmt. Als Ergebnis schreitet der Steuerfluß
zu Schritt S18 vor, und "ERROR" wird auf der Anzeige 8 angezeigt.
In Schritt S19 wird der Speicherbereich Mn des RAM 4, in welchem
die Übereinstimmung der Eingangsdaten stattfand, bezüglich des
Speicherinhalts gelöscht. In Schritt S20 wird der Inhalt des
Registers N um eins dekrementiert bzw. herabgesetzt.
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Nachdem die Anbringung oder die Empfindlichkeitseinstellung
der Sensoren S1 bis S8 korrigiert ist, wird ein ähnlicher bzw.
gleichartiger Lehrbetrieb wiederholt.
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Ein ähnlicher Vorgang wird im Falle eines unkorrekten
Etikettes durchgeführt.
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Wenn die Programmierung sämtlicher Kombinationen
abgeschlossen ist, bewirkt die Inkrementierung des Inhalts des
Registers N um eins in Schritt S16, daß N gleich 15 wird. Wenn
in Schritt S17 bestimmt wird, daß der Wert des Registers N den
Wert 15 erreicht hat, wird der Betrieb bzw. die Tätigkeit
beendet.