DE368389C - Muenzenschloss - Google Patents
MuenzenschlossInfo
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- G07—CHECKING-DEVICES
- G07F—COIN-FREED OR LIKE APPARATUS
- G07F17/00—Coin-freed apparatus for hiring articles; Coin-freed facilities or services
- G07F17/14—Coin-freed apparatus for hiring articles; Coin-freed facilities or services for fastenings for doors; for turnstiles
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Description
Es sind bereits Münzenschlösser bekannt
geworden, bei welchem durch Einwurf einer Münze eine Marke ausgegeben wird, durch
deren Einwurf das Schloß geöffnet werden kann.
Ferner sind Münzenschlösser bekannt geworden, bei welchen die Schloßfalle und ein
Schlitten übereinander angeordnet sind und welche -durch die zwischen Vorsprünge dieser
beiden Teile tretende Münze gekuppelt werden.
Gegenüber dem. Bekannten besteht die Erfindung zunächst darin, daß in dem Schloßkasten
zwei unter Federwirkung stehende Schlitten verschiebbar übereinander angeordnet
sind, von welchen der obere eine Aussparung zur Aufnahme der Marke, die auf einer am Schloßkasten angeordneten Unterlage
ruht, und einen Schlitz zur Aufnahme
so der Münze besitzt, welche bei Verschiebung
des unteren Schlittens entgegen der Wirkung der Feder in bekannter Weise als Kupplungsgliedi
zwischen dem untereni und oberen Schlitten (dient, so· daß der obere Schlitten
mitgenommen und dadurch der Auswurf der Marke bewirkt wird, während! bei der Bewegung
dies unteren: Schlittens unter der Wirkung der Feder in seine Ausgangsstellung
eine Sperrung den oberen Schlitten in zurückgezogener Stellung hält, so daß die Münze
freigegeben wird und in einen Sammelbehälter fällt, worauf die Sperrung des oberen
Schlittens ausgelöst wird und dieser unter der Wirkung der Feder in seine Ausgangsstellung
zurückkehrt.
Ferner besitzt gemäß der Erfindung die unter Federwirkung stehende Scbloßfalle,
welche in dem Schloß'kasten in bekannter Weise verschiebbar über einem ebenfalls
unter Federwirkung stehenden verschiebbaren Schlitten angeordnet ist, eine Aussparung zur
Aufnahme der eingeworfenen Marke, welche bei Bewegung des Schlittens entgegen der Wirkung
der Feder in bekannter Weise als Kupplungsglied zwischen Schlitten und Falle dient,
so daß letztere an der Bewegung des Schlittens teilnimmt, wodurch das Schloß geöffnet
wird, während bei der unter der Wirkung der Feder erfolgenden Bewegung des Schlittens
in seine Ausgangsstellung die Falle durch eine Sperrung in Stellung gehalten wird, wodurch,
die Marke ausgelöst und in die Markenausgabeeinrichtung fällt, worauf die Sperrung
der Falle ausgelöst wind und diese unter der Wirkung der Feder in die Schließstellung
zurückkehrt.
Ein weiteres Merkmal der Erfindung besteht darin, daß die unterhalb des oberen
Schlittens angeordnete Unterlage der Marke von einer an dem. Schloßblech angeordneten
Leiste gebildet wird, welche an einem Ende eine mit der Markenausgabeöffnung in dem
Schloßblech übereinstimmende Aussparung und einen mit einer gegen das Schloßblech
geneigten Fläche versehenen, nach oben vorspringenden Ansatz besitzt, durch welchen
die Marke bei der Bewegung des< oberen Schlittens erfaßt, aus diesemi ausgelöst und
in die Auswurföffnung abgelenkt wird.
Gemäß der Erfindung erfolgt die Sperrung des oberen Schlittens und der Falle in dar
zurückgezogenen Stellung durch unter Federwirkung stehende, hinter Vorsprünge des
Schlittens bzw. der Falle greifende Sperr-
schieber, wobei die Auslösungen der Sperrungen durch Zurückziehen der Sperrschieber
durch Arme erfolgt, die an den die Schlitten in Bewegung setzenden Nüssen vorgesehen
sind.
Auf der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung beispielsweise dargestellt, und
zwar zeigt:
Abb. ι eine schaubildliche Ansicht des ίο Schlosses an der Tür eines verschließbaren
Behältnisses, Raumes o. dgl. angeordnet,
Abb. 2 eine Vorderansicht des Schlosses bei abgenommenem Schloßblech in vergrößertem
Maßstabe,
Abb. 3 einen Schnitt nach Linie 3-3 der Abb. 2,
Abb. 4 einen Schnitt nach Linie 4-4 der Abb. 2,
Abb. 5 eine Teilansicht der Innenseite des Schloßbleches,
Abb. 6 einen Schnitt nach Linie 6-6 der Abb. 4,
Abb. 7, 8, 9 und 10 Ansichten der Vorrichtungen
zur Aufnahme der Marken und zum öffnen und Schließen des Schlosses in
den verschiedenen Stellungen,
Abb. 11 einen Schnitt durch eine Marke, Abb. 12 eine schaubildliche Ansicht des
Markeneinwurfes,
Abb. 13, 14, 15 und 17 schaubildliche Ansichten
der Schloßfalle und der zur Ausgabe der Marken und zum öffnen und Schließen
des Schlosses dienenden Schlitten,
Abb. 16 eine Rückansicht eines Schlittens. Das verschließbare Behältnis besitzt eine
Tür i, auf deren Außenseite das Schloß 4 derart angeordnet ist, daß eine im oberen Teil
des Schlosses vorgesehene Falle mit dem an dem Behälterrahmen 2 angeordneten Schließkloben
3 für gewöhnlich in Eingriff steht und dadurch die Tür des Behältnisses verschließt.
Der Schloßkasten wird nach außen hin durch ; das Schloßblech 5 abgeschlossen, welches samt ;
dem Kasten in seinem unteren Teil nach ' außen vorspringt, wie bei 6 gezeigt, so daß j
der untere Teil des Schlosses zur Aufnahme i der eingeworfenen Münzen verwendet werden ι
kann. Zwecks leichteren Herausnehmens der | Münzen ist der untere Teil 5° der Außen- :
platte abnehmbar; er wird durch ein Schloß 5* ; mit besonderer Verriegelung gesichert, zu j
dem ein Hüter den Schlüssel in Händen hat. ί In dem Schloßblech 5 ist eine öffnung 7 '
vorgesehen, welche eine nach unten und außen . geneigte Innenwand 8 besitzt, wodurch eine \
Führung für die Marke gebildet wird, welche , durch diese Öffnung ausgeworfen und in
einer auf der Außenseite des Schloßbleches ; vorgesehenen Tasche 9 aufgefangen wird.
Auf der Innenseite des Schloßbleches ist eine Leiste 10 vorgesehen, welche an einem Ende
eine mit der Öffnung 7 übereinstimmende Aussparung 11 besitzt, die eine der schrägen
Fläche 8 gegenüberliegende schräge Wand 12 bildet, so daß die Marke abgelenkt und in die
Tasche 9 geleitet wird, nachdem sie durch Ingangsetzung der Markenausgabeeinrichtung
nach Einwurf der vorgeschriebenen Münze ausgelöst worden ist. An dem oberen Ende
der Leiste 10 ist ein nach oben vorspringender Ansatz 13 vorgesehen, dessen Außenfläche
gegen das Schloßblech 5, wie bei 14 (Abb. 6) gezeigt, geneigt ist, so daß bei der
Bewegung der Marke längs des Ansatzes und ι dem Streifen durch Verschiebung des die
I Marke tragenden Schlittens, der untere Teil ■ der Marke von der Fläche 14 des Ansatzes 13
I erfaßt, dadurch aus dem Schlitten ausgelöst : und in die Auswurföffnung abgelenkt wird,
ι Auf der Hinterwand des Kastens 4 sind in j der Nähe der geneigten Fläche 8, tiefer bzw.
j höher als diese, Vorsprünge 15 angeordnet, j welche die Schlitten 16 und 17 tragen und
i führen (Abb. 2). Jeder dieser Schlitten be-I sitzt eine Längsbohrung 18, in welcher eine
j Feder 19 und ein Kolben 20 angeordnet ist '■ (Abb. 7). Der Kolben 20 stützt sich dauernd
j gegen die benachbarte Seitenwandung (Um-J schweif) des Schloßkastens und, da die Feder
, 19 für gewöhnlich in ausgedehnter Lage ist, wird das entgegengesetzte Ende der Schlitten
in Berührung mit der anderen Seitenwandung ; des Schlosses (dem Stülp) gehalten, wie in
Abb. 7 gezeigt. Der Schlitten 16 ist über dem : Schlitten 17 angeordnet und ruht auf diesem.
j Wie aus den Abb. 2, 7, 8 klar ersichtlich, be-I sitzt der Schlitten 17 auf seiner Vorderseite
', eine längliche Aussparung 21 und der Schlit-I
ten 16 ebenfalls auf der Vorderseite eine Aus-I sparung 22. Diese Aussparung liegt über der
Aussparung 2i, sie ist jedoch kurzer und nicht so tief wie die letztere. Für gewöhnlich
befindet sich die Aussparung 22 unmittelbar über der Leiste 10 an dem Schloßblech 5;
die Marke 23 ruht alsdann auf der Leiste 10 zwischen dem Schloßblech S und den Seitenflächen
der Aussparung 22. Wenn der Schlitten 16 quer zum Schloßkasten bewegt wird,
so wird die Marke über die geneigte Fläche 14 der Leiste 10 bewegt und wird dadurch
über die schräge Fläche 11 zwischen dieser und der schrägen Fläche 8 geführt, so daß sie
von ihrer Unterlage der Leiste 10 befreit wird und in die Tasche 9 fällt. In Abb. 7
befindet sich die Marke in der Aussparung 22 des Schlittens 16, bevor dieser bewegt worden
ist, während die Schlitten 16 und 17 in Abb. 8 in der Stellung gezeigt sind, in welcher sie
sich nach ihrer Verschiebung quer zum Schloßkasten und nach Auswurf der Marke
befinden. Der Schlitten 16 besitzt unmittelbar hinter der Aussparung 22 einen Längsschlitz
24; an diesen schließt sich ein engerer Längsschlitz
25 an, welcher die von dem Schlitten 17 nach oben sich erstreckende Zunge 26 aufnimmt.
Die Zunge 26 ist an dem Schlitten 17 durch einen Niet 27 befestigt, so daß man
durch Verstellung der Zunge nach Lösen des Nietes ohne Benutzung von mehreren Matrizen
oder Schablonen Münzen von verschiedener Größe verwenden kann. Diese Zunge
26 besitzt eine obere konvexe Kante 28, welche nach unten in eine konkave Kante 29
übergeht, welche als Sitz für die Münze dient, wie in Abb. 7 und 8 gezeigt. Auf der Innenseite
des Schloßbleches 5 ist durch Anbringung einer mit Flanschen versehenen Platte 30 ein
Kanal gebildet, welcher einen Teil der Markenführung bildet. Hinter diesemi Kanal 30
ist in dem Schloßkasten der Münzkanal 31 vorgesehen, welcher aus einem schräg angeordneten
flachen Rohr besteht, wie in Abb. 2 gezeigt. Das untere Ende dieser Münzführung steht in der gewöhnlichen Stellung des
Schlittens 16 unmittelbar über dem Schlitz 24, während sein oberes Ende sich unmittelbar
an einer runden Tasche 32 befindet, welche als Münzeinwurf dient. Diese Tasche besteht aus einer zylindrischen Hülse, deren
inneres Ende geschlossen ist, während ihr vorderes offenes Ende durch die Deckelplatte
nach außen geht. Die Hülse besitzt zwischen ihren Enden einen Schlitz 33, welcher mit der
Münzführungsrinne 31 übereinstimmt, wie in Abb. 2 gezeigt. An dem Schloßkasten sind
hinter dem Schieber 17 senkrechte parallel verlaufende Rippen 34 angeordnet, welche als
Führung für einen Sperrschieber 35 dienen. Dieser Sperrschieber besitzt an seinem oberen
Ende einen Vorsprung 36 in Gestalt eines Zapfens o. dgl., auf welchen eine an dem
Schloßkasten befestigte Blattfeder 37 wirkt, welche das Bestreben hat, den Schieber anzuheben.
Über das obere Ende des Sperrschiebers gleitet mit seiner Unterseite ein an dem Schlitten 16 angeordneter leistenartiger
Vorsprung 38, so daß bei Bewegung des Schlittens 16 um das festgesetzte Maß entgegen
der Wirkung der Feder 19 dias obere Ende des Schiebers mit einem an der Leiste
vorgesehenen Vorsprung 39 (Abb. 16) in Eingriff tritt und den Schlitten entgegen der
Wirkung der Feder 19 zurückhält. Der Schlitten 17 ist an seiner hinteren Seite mit
einem senkrechten Anschlag· 40 versehen,
gegen welchen ein auf einer Nuß 42 mit Knopf angeordneter Arm 41 wirkt. Die Aussparung
43 in dem Schlitten 17 gestattet die freie Bewegung des Armes 41 und des Sperrschiebers
35, welcher gleichzeitig durch den Schlitten 17 in seiner Führung gehalten wird.
Ein im rechten Winkel zu dem genannten Arm. 41 an der Nuß 42 angeordneter zweiter
Arm 41' kann mit einer Nase 44 an dem unteren Ende des Schiebers 35 in Eingriff treten.
Um die Anlagenäche des Schlittens 17 an der
Schloßkasten wandung noch zu verringern, ist er weiter bei 43' ausgeschnitten, so daß er
nur an seinen beiden Enden an den Wandungen des Schloßkastens anliegt, da dies zu
seiner Führung genügt. Die Nuß 42 erstreckt sich durch das Schloßblech und ist mit einem
Knopf 45 versehen.
Wenn die Schlitten 16 und 17 sich in ihrer
gewöhnlichen Stellung befinden, so befindet sich die Nuß 42 mit Arm 41 in der in Abb. 7
gezeigten Stellung. Der Sitz 29 für die Münze bildet zweckmäßig die Fortsetzung der anstoßendem senkrechten Wand der Aussparung
24. Der Abstand zwischen den Wänden der genannten Aussparung ist nur um so viel größer als derDurchtnesser der Münze,
daß sie den D-urchgang der Münze gestattet, so daß eine in die Tasche 32 eingeworfene
Münze durch den Kanal 31 nach unten rollt und durch den Sitz 29 in der Aussparung 24
gehalten wird, wie bei 46 in Abb. 7 gezeigt. Wenn die .Münze sich in dieser Stellung befindet,
wird der Knopf 45 so gedreht, daß sein oberer Arm 41 sich gegen den Anschlag 40
legt und dadurch der Schlitten 17 entgegen der Wirkung der Feder 19 zurückgezogen
wird, wodurch die Marke freigegeben wird und in die Tasche 9 fällt. Die Münze dient als
Kupplung zwischen den Schlitten 16 und 17,
da der Sitz 29 unter die Münze vorspringt und dadurch die Auislaßöffnumg der Aussparung
24 verkleinert, so daß sie geringer ist als der Durchmesser der Münze. Bei der Bewegung
des Schlittens 17 drückt die Zunge 26 die Münze gegen die gegenüberliegende Wandung
der Aussparung 24, so daß die Bewegung des Schlittens 17 auch auf den Schlitten
16 übertragen wirdi. Hierbei wird die Leiste
38 über das obere Ende des Sperrschiebers 35 hinwegbewegt, welcher, sobald der Vorsprung
39 über sein oberes Ende hinweggegangen ist, durch die Feder 37 angehoben wird und
hinter den Vorsprung 39 greift. Wenn der Knopf 45 nunimehr losgelassen wird, so bewegt
die Feder 19 den unteren Schlitten in seine Ausgangsstellung zurück, wodurch der no
Sitz 29 von der Münze wegbewegt wird, während der Schlitten 16 durch den Eingriff
des Sperrschiebers 35 mit der Leiste 38 für eine gewisse Zeit in der zurückgezogenen
Stellung gehalten wird. Da nun die Münze nicht mehr unterstützt ist, fällt sie in den
Münzsammelbehälter ' im unteren Teil des Schloßkastens. Der obere Schlitten 16 bewegt
sich nicht eher zurück, bis der Knopf in seine Ausgangsstellung zurückgebracht worden ist,
wobei der zweite Arm 41' durch Eingriff mit der Nase 44 den Schieber 35 entgegen - der
Wirkung der Feder 37 nach unten bewegt, wodurch der Schieber die Leiste 38 freigibt,
worauf die Feder 19 sich ausdehnt und den Schlitten 16 in seine Ausgangsstellung zurückbewegt.
Die Zurückdrehung des Knopfes 45 und der Nuß 42 erfolgt selbsttätig unter dem Einfluß der auf den Schlitten 17 wirkenden
Feder 19. Der Zeitraum zwischen dem Beginn der Rückwärtsbewegung des unteren
Schlittens 17 und! des oberen Schlittens 16 ist
gerade genügend für die Auslösung der Münze.
Durch den Eingriff der Münzen und die \^erschiebung der Schlitten 16 und 17 wird
!5 eine Marke ausgegeben, welche in das Schloß
eingeworfen wird, um dessen Falle zurückzuziehen und dadurch das Schloß zu öffnen.
Die Marke ist eine Metallscheibe 23, welche auf einer oder beiden Seiten Rinnen 47 von
beliebiger Form besitzt. In dem gezeigten Ausführungsbeispiel besitzt die Scheibe auf
jeder Seite drei Rinnen in einem beliebigen Abstände. Die Marke wird durch einen
Schlitz 48 in dem Mundstück 49 an dem oberen Ende des Schloßkastens eingeworfen.
Die Längswandungen· des Schlitzes 48 sind mit Rippen 50 versehen, welche entsprechend
den Rinnen in der Marke geformt und angeordnet sind. Demnach kann ein Schloß nur
mit einer Marke, welche für dieses Schloß bestimmt ist, geöffnet werden.
Die Falle 51 ist im oberen Ende des Schloßkastens angeordnet. An ihrer Außenseite
besitzt sie eine Längsaiissparung 52 zum :
Durchgang· der eingeworfenen Marke. Die Falle besitzt einen Kopf 53, welcher durch
eine Aussparung in der Seitenwandung fStulp) des Schloßkastens hervorspringen
kann, um mit dem Schließkloben 3 in Eingriff zu treten, wodurch die Tür des Behältnisses
geschlossen gehalten wird. Die Falle wird für gewöhnlich durch Kolben 54 und mit diesen zusammenarbeitende, in Aussparungen
in der Falle angeordnete Federn, welche Anordnung dem Kolben 20 und der Feder 19 entspricht, in der vorgeschobenen
Stellung gehalten. Die Rückseite der Falle ist bei 55 und 56 ausgeschnitten, um die An- .
lagefläche der Falle an dem Schloßkasten und dadurch die Reibung und Abnutzung- zwischen
der Falle und der Kastenwand zu vermindern. Durch diese Ausschnitte in der Falle wird auch die Bildung einer Leiste 57
gestattet, mit welcher ein Sperrschieber 58 zusammenarbeitet, der in der gleichen Weise
wie der Sperrschieber 35 in dem Schloßkasten gelagert ist. Der Schieber ruht auf
einem Schlitten 59. Dieser besitzt auf seiner Rückseite eine nicht sehr tiefe Aussparung
60, welche zur Aufnahme des Sperrschiebers mit seinen Führungen dient. Durch diese
■ Aussparung wird weiter ein senkrechter Anschlag'61
gebildet, gegen welcher der obere Arm 62 einer Nuß 63 wirkt. Diese Nuß 63
ist an den Wandungen des Schloßkastens an dessen oberen Enden über der Nuß 42 mit
Knopf 45 gelagert und trägt einen Knopf 64. Der Schlitten 59 ist weiter auf seiner Rück-
: seite bei 65 ausgeschnitten, um sein Gewicht
sowie die Reibung und Abnutzung zwischen ' ihm! und deim Schloßkasten zu vermindern.
' In der Vorderseite des Schlittens 59 ist eben- : falls eine Längsaussparung 60 vorgesehen, in
welcher an ihrem an dem Kopfende des Rie- ; gels liegenden Ende eine Zunge 67 befestigt
ist, welche der den Sitz für die Münze bildenden Zunge 26 entspricht. Diese Zunge
greift mit ihrem nach oben vorspringenden Teil 68 in die Aussparung 52 in der Falle 57
ein. Die Zunge bildet nach der Mündung des j Mundstücks 49 hin, welche mit einer Öffnung
j 70 in der oberen Wandung des Schloßkastens übereinstimmt, eine konvexe Kante 69. Die
Falle und der Schlitten befinden sich für gewohnlich in einer solchen Stellung, daß der
Abstand zw-ischen der dem konkaven Sitz 71
der Zunge 67 gegenüberliegenden senkrechten Wand der Aussparung 52 und dem Sitz 71
: ungefähr gleich dam Durchmesser der Marke
ist, so daß die Marke:, wie in Abb. 9 gezeigt,
: in Stellung gehalten wird. Der Schlitten wird für gewöhnlich durch die Wirkung des
Kolbens 54 und der mit diesem zusammen- : arbeitenden Feder in vorgeschobener Stellung
: gehalten.
Nachdem die Marke in den Markeneinwurf 49 eingeworfen worden ist, fällt diese sofort
auf den .Sitz 71 und wird durch diesen zwischen ihm und der gegenüberliegenden senkrechten
Wand der Aussparung 52 gehalten. Hierauf wird der Knopf 64 so gedreht, daß der obere Arm 62 mit dem senkrechten Anschlag
61 des Schlittens 59 in Eingriff gebracht und der Schlitten zurückgezogen wird.
Die Marke dient hierbei als Kupplungsglied zwischen dem Schlitten und der Falle, so daß
letztere an der Bewegung des Schlittens teilnimmt und zurückgezogen wird, wodurch das
Schloß geöffnet wird. Bei Freigabe des Knopfes 64 wird der Schlitten unter der Wir- no
kung des Kolbens 54 und der mit ihm zusammenarbeitenden Feder wieder vorgeschoben,
während die Falle, da der Sperrschieber 58 durch Anheben in Eingriff mit der Leiste
57 gebracht worden ist, in Stellung gehalten wird, so daß die Marke freigegeben wird und
durch die Rinne 30 auf die Leiste 10 fällt. Durch die durch die Rückwärtsbewegung des
Schlittens 59 hervorgerufene Drehung der Nuß 63 tritt der untere Arm 62' in Eingriff
mit der Nase des Schiebers 58 und zieht diesen zurück, so daß sich die Falle unter
B68889
der Wirkung der Feder in die Schließstellung bewegt. Die Auslösung der Sperrschieber 58
und 35 erfolgt nicht eher, bis der auf ihn wirkende Nußarm den Weg aus seiner höchsten
Stellung bis ungefähr in seine tiefste Stellung zurückgelegt hat. Hierdurch wird
die Auslösung der Marke bzw. der Münze sofort und wirksam bewirkt und eine unrechtmäßige
Ingangsetzung des Schlosses, , 10 um die Zahlung der Gebühr zu umgehen, verhindert.
Nachdem die Falle in der beschriebenen Weise zurückgezogen worden ist, öffnet der Gebraucher die Tür 1 und legt
seine Gegenstände in das Behältnis, worauf
er die Tür schließt und den Knopf 64 so bewegt, daß die Falle sich in Schließstellung
begiebt. Um die Marke wieder zu erhalten, damit der Gebraucher die Tür zum· zweiten
Male öffnen und die in das Behältnis hineingelegten Gegenstände herausnehmen! kann,
muß er zum zweiten Male eine Münze einwerfen und den Apparat wie oben beschrieben
handhaben, damit eine zweite Ausgabe der Marke erfolgt. Der. Gebraucher behält
diese Marke bei sich, bis er seine Gegenstände aus dem Behältnis herauszunehmen wünscht, dann wirft er diese Marke in den
Schlitz 48 ein und handhabt den Apparat in der vorbeschriebenem Weise, so daß der
Schieber zurückgezogen wird und die Tür geöffnet werden kann.
Claims (4)
- -Ansprüche:i. Münzenschlbß, bei welchem durch Einwurf einer Münze eine Marke ausgegeben wird, durch deren Einwurf das Schloß geöffnet werden kann, dadurch gekennzeichnet, d>aß in dem Schloßkasten(4) zwei unter Federwirkung stehende Schlitten (16, 17) verschiebbar übereinander angeordnet sind, von welchen der obere (16) eine Aussparung (22) zur Aufnahme der Marke (23), die auf einer am Schloßkasten angeordneten Unterlage (10) ruht, und einen Schlitz (24) zur Aufnahme der Miünze besitzt, welche bei Verschiebung, des unteren Schlittens (17) entgegen der Wirkung der Feder in bekannter Weise als Kupplungsglied zwischen dem unteren und! oberen Schlitten dient, so daß der obere Schlitten mitgenommen und dadurch der Auswurf der Marke (23) bewirkt wird, während bei der Bewegung des unteren Schlittens unter der Wirkung der Feder in seine Ausgangsstellung eine Sperrung (35) den oberen Schlitten in Stellung hält, so daß die Münze freigegeben wird und in einen Sammelbehälter fällt, worauf die Sperrung des oberen Schlittens ausgelöst wird •und dieser unter der Wirkung der Feder in seine Ausgangsstellung zurückkehrt.
- 2. Münzenschloß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die unter Federwirkung1 stehende Schloßfalle (51), welche in dem. Schloßkasten in bekannter Weise verschiebbar über einem ebenfalls unter Federwirkung stehenden verschiebbaren Schlitten (59) angeordnet ist, eine Aussparung (52) zur Aufnahme der eingeworfenen Marke (23) besitzt, welche bei Bewegung! des Schlittens (59) entgegen der Wirkung der Feder in bekannter Weise als Kupplungsglied zwisehen Schlitten und Falle dient, so daß letztere an der Bewegung des. Schlittens teilnimmt, wodurch das Schloß geöffnet wird, während bei der. Bewegung des Schlittens unter der Wirkung der Feder in seine Ausgangsstellung die Falle durch eine Sperrung in Stellung gehalten wird, wodurch die Marke ausgelöst und in die Markenausgabeeinrichtung fällt, worauf die Sperrung der Falle ausgelöst wird und diese unter den Wirkung der Feder in die Schließstellung zurückkehrt.
- 3. Mütizenschloiß nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die unterhalb des oberen! Schlittens (16) angeordnete Unterlage (io) der Marke von einer an dem Schloßblech angeordneten Leiste (7) gebildet wird, welche an einem Ende eine mit der Markenausgabeöffnung in dem Schlbßblech übereinstimmende Aussparung (11) und einen mit einer gegen das Schloßblech geneigten Fläche (14) versehenen, nach oben vorspringenden Ansatz (13) besitzt, durch welchen die Marke bei der Bewegung des oberen Schlittens (16) erfaßt, aus diesem ausgelöst und in die Auswurföffnung abgelenkt wird.
- 4. Münzenschloß nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrung des oberen Schlittens (16) und der Falle (51) in der zurückgezogenen Stellung durch unter Federwirkung stehende, hinter Vorsprünge des Schlittens (16) bzw. der Falle (51) greifende Sperrschieber (35, 58) erfolgt, wobei die Auslösung der Sperrungen durch Zurückziehen der Sperrschieber mittels der an den die Schlitten (17, 59) in Bewegung setzenden Nüssen (42, 63) vorgesehenen Arme (41, 62, 41', 62') erfolgt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB98098D DE368389C (de) | 1921-02-06 | 1921-02-06 | Muenzenschloss |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB98098D DE368389C (de) | 1921-02-06 | 1921-02-06 | Muenzenschloss |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE368389C true DE368389C (de) | 1923-02-02 |
Family
ID=6989323
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB98098D Expired DE368389C (de) | 1921-02-06 | 1921-02-06 | Muenzenschloss |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE368389C (de) |
-
1921
- 1921-02-06 DE DEB98098D patent/DE368389C/de not_active Expired
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