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Kellnergutschein-Ausgabeapparat. Die bisherigen Registrierkassen sind
des öfteren verschiedentlichen Störungen im Me= chanismus ausgesetzt, welche im
Geschäftsbetriebe, besonders am Sonn- und Feiertagen, sehr empfunden werden, da
an solchen Tagen eine Instandsetzung solcher Kassen nicht sofort möglich ist, weil
ein sachkundiger Mechaniker hierfür nicht gleich zu haben ist. In derartigen Fällen
kann das Personal diese Gelegenheit leicht dazu ausnutzen, um sich Vorteile zu verschaffen,
wobei ,der Besitzer keine Kontrolle ausüben kann und.mitunter schwer geschädigt
wird.
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Vorliegender Ausgabeapparat beseitigt diese Übelstände insofern, als
derselbe infolge seiner Einfachheit fast keiner Reparatur ausgesetzt ist und sich
in .der Herstellung um Vieles billiger stellt als die eingeführten Registrierkassen.
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In der Zeichnung ist als Ausführungsbeispiel ein für vier Kellner
bestimmter, mit Abreißblocks versehener Gutsaheinausgabeapparat dargestellt, und
zwar zeigen: Abb. r die Vorderansicht und den Längsschnitt A-A von Abb. 2, Abb:
2 den Querschnitt B-B von Ab-. z im betriebsfertigen Zustande, Abb. 3 .die Draufsicht
des Apparates, wobei die linke Ansicht auf Abb. 2 den Zustand des Apparates während
des Betriebes und die rechte Ansicht den teils verschlossenen und teils geöffneten
Apparat bzw. die Draufsicht auf A.bb-. q. darstellt; Abb. 4 zeigt den Querschnitt
C-C von Abb. 3 im teils geschlossenen und teils geöffneten Zustande.
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Der Ausgabeapparat .besteht aus einer Fußplatte a, auf welcher links
und rechts je eine mehrmals abgestufte Seitenwand b und bl aufmontiert ist. Auf
jedem Stufenabsatze ist zwischen den Seitenwänden b und bl je eine Pod@estplatte
c, cl, c2, c3 und c4 angeordnet. Zwischen den Podestplatten c-c4, cl-c2, c2-cs,
cI-c.1 befinden sich die Gutscheinmagazine z 2, 3 und q., wovon Magazin i für Kellner
Nr. r, Magazin :z für Kellner Nr. 2 usw. bestimmt
ist. In den Magazinen
i, 2, 3 und 4 befindet sich j e ein Tablett d, auf welchem sich, wie dieses Ausführungsbeispiel
ergibt, 1,5 Gutscheinhalter e befinden. Die Anzahl dieser Haltere kann größer oder
auch kleiner sein und richtet sich nach dem jeweiligen Bedarf eines Geschäftsbetriebes
an den benötigten Sorten von ZahlungsmitteIngutscheinen f, «-elche in die Halter
ein Blockform eingeschoben werden. Als Zahlungsmittel sind hier, wie Abb. 3 zeigt,
5-, lo-, 25-, 50-, 75-Pf--, i-, 2-, 3-a 4-, 5-, l0-, i5-, 2o-, 5o- und loo-M.-Gutscheine
vorgesehen. Das Tablett d hat den Zweck, zu ermöglichen, daß alle Halter e auf einmal
aus dem Magazin i, 2, 3 oder 4 entnommen oder sucheingeführt werden können.
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Der Gutscheinhalter c besteht aus einem U-förmig gebogenen Streifen
Blech von der Breite der lichten Magazintiefe, welcher an den, Enden in je einen
umgebogenen Streifen e" und e2 ausläuft. In dem Gutscheinhalter e befindet sich
außerdem ein beweglicher Boden g, der unter dem Federdruck 1a steht. Zwischen dem
beweglichen: Boden f und den Streifen el und! e2 eines Halters e wird ein Abreißblock
in Stärke von ein oder mehreren hundert Gutscheinen eingeführt. Gehen die Gutscheine
eines Halters ,e zu Ende, wie der lo-Pf.-Gutscheinhalter e in A.bb. r im Schnitt
anzeigt, so kommt durch den Federdruck h der bewegliche Boden g den Streifen e"
und e= immer näher. Der bewegliche Boden g hat daher den Zweck, die Gutscheine f
an die Streifen e' und ez zu transportieren. Nachdem alle Halter e mit Gutscheinen
versehen und mit diesen die Magazine r bis ,4 gefüllt sind, werden letztere bis
zu der Rast I des Apparates geschoben, wie in Abb.2 ersichtlich ist, wobei sich
das Magazin selbsttätig durch einen Riegel r: verschließt. In diesem Zustande ist
aber jedes Magazin r bis 4 ein wenig geöffnet, und zwar so weit, daß das Kellnerpersonal
die Gutscheinwerte noch lesen kann, wie aus der Draufsicht in Abb.3, linke Ansicht,
zu ersehen isst. Um die Gutscheine aus den Magazinen i bis . bequem entnehmen zu
können, ist die Vorderwand der Magazine i bis. vör jedem Gutscheinblock mit einem
halbkreisförmigen Ausschnitt k versehen.
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Während des Geschäftsbetriebes entnimmt nun jeder Kellner seine Gutscheine
f nach Bedarf, und' zwar in der Weise, daß der Kellner i nur aus dem Magazin. r,
Kellner 2 aus dem Magazin 2 usw. seine Gutscheine, welche mit seiner Nummer gekennzeichnet
sind, entnimmt und damit am Büfett zahlt, wobei da Büfettfräulein darauf zu achten
hat, claß auch jeder Kellner nur mit seinen Gutscheinen zahlt.
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Verläßt der Kellner seinen Dienst, so schiebt er sein Gutscheinmagazin
ganz zu, wobei der Riegel i seines Magazins in die Rast II einschnappt, wie die
Magazine 2, 3 und 4 in Abb. 4 dargestellt sind.
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Da jeder Kellner ein besonderes Schloß am Magazin besitzt, so kann
ein Unbefugter das Magazin eines Kellners nicht öffnen.
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Macht der Wirt am Abend Kasse, so schiebt er das Magazin eines jeden
Kellners so weit vor, daß er die Gesamtsumme aus den Gutscheinblocks ablesen kann.
Dieser Vorgang ist auf dem untersten Magazin für Kellner i in Abb. 4 sichtbar, wo
der Riegel in Rast III einschnappt, sowie aus der Draufsicht in Ab:b. 3, rechte
Ansicht, aus welcher die Gesamtsummen eines jeden Gutscheinblocks zu lesen sind,
wie z. B. 4,0 -f- 75,0 280,0 -E- 75,0 -I- 680,0 + 2450,0 -I- 700,0 -4 264.,o
M. in den Gutscheinen von 4 M. bis i00 m.
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Die Rasten I, II und III sind: dazu bestimmt, daß das Kellnerpersonal
die Magazine nicht weiter öffnen kann, als es hierzu befugt ist. Auch sollen die
Gesamteinnahmen des Geschäftsbetriebes weder den Kellnern, noch fremden Personen
zur Einsicht dienen, sondern lediglich nur dein Chef des Lokals, wenn .er Kasse
macht.
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Dieser Apparat läßt sich auch in der Weise ausführen, daß man: die
Gutscheine anstatt in Block- in Rollenform einbaut, wobei jede Rolle auf einer Achse
in dem Gutscheinhalter e beweglich angebracht ist.