[go: up one dir, main page]

DE367537C - Verfahren zur Herstellung von kuenstlichem Glimmer - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von kuenstlichem Glimmer

Info

Publication number
DE367537C
DE367537C DES51745D DES0051745D DE367537C DE 367537 C DE367537 C DE 367537C DE S51745 D DES51745 D DE S51745D DE S0051745 D DES0051745 D DE S0051745D DE 367537 C DE367537 C DE 367537C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
mica
components
production
artificial mica
crystals
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DES51745D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Ernst Wilke-Doerfurt
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens and Halske AG
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens and Halske AG
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens and Halske AG, Siemens Corp filed Critical Siemens and Halske AG
Priority to DES51745D priority Critical patent/DE367537C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE367537C publication Critical patent/DE367537C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B33/00Silicon; Compounds thereof
    • C01B33/20Silicates
    • C01B33/36Silicates having base-exchange properties but not having molecular sieve properties
    • C01B33/38Layered base-exchange silicates, e.g. clays, micas or alkali metal silicates of kenyaite or magadiite type
    • C01B33/42Micas ; Interstratified clay-mica products

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Silicates, Zeolites, And Molecular Sieves (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von künstlichem Glimmer. ES ist bekannt, künstlichen Glimmer dadurch herzustellen, daß man iSiliciumverbindungen und verschiedene Metalloxyde und andere Bestandteile zusammenschmilzt und langsam :erkalten läßt. Die bisher bekannten Verfahren erfordern aber sehr hohe Temperaturen, andere ergeben nur geringe Ausbeute und für ihre praktische Verwendung zu kleine Kristalle.
  • iGemäß der Erfindung werden größere Kristalle -bei guter Ausbeute unter Anwendung mäßiger Temperaturen,dadurch erhalten, daß man Komponenten des herzustellenden Glimmers als Lösungsmittel für weitere Komponenten benutzt. Man kann es dadurch bei nichtiger Bemessung :des Mengenverhältnisses schließlich so weit !bringen, daß alle verwendeten :Bestandteile, soweit sie nicht flüchtig werden, so gut wie restlos als Komponenten zu Glimmer zusammentreten. Der Mangel .der benannten verfahren. :dagegen beruhte gerade dahin, daß der .Glimmer nur @in Form geringfügiger Kristalle aus einer verhältnismäßig großen Schmelzmasse auskristallisierte, die als Lösungsmittel gedient hatte, ,in erstarrtem Zustande aber ein lästiges Nebenprodukt bildete. Vorteilhaft ist bei dem Verfahren gemäß der Erfindung noch der Zusatz von Fluoriiden, :die der Lösung -die für gute Kristallisation notwend'ig'e Dünnflüssigkeit verleihen.
  • Die Erfindung ist nicht darauf beschränkt, daß ein Lösungsmittel alle übrigen Bestandteile löst; der Vorgang kann sich auch so abspielen, daß durch einen Lösungsvorgang ein _ neues Lösungsmittel entsteht, das seinerseits eine weitere Komponente löst und sofort. Gewisse Ausgangsstoffe können auch als Flüssigkeitoder in Gasform eingeführt :werden.
  • Als Lösungsmittel kommen in erster Linie Sildciumverbindungen in Betracht. Erfindungsgemäß ist die Verwendung eines primitiven @Sdli'kabes besonders vorteilhaft. Unter primitiven Silikaten sollen Verbindungen der Kieselsäure verstanden werden, die nicht mehr als zwei .Metalloxyde enthalten, beispielsweise Natriumcalciumsilikat. Sobald man nämlich Silikate verwendet, wie sie meist in der Natur vorkommen, die aus ,zahlreichen iverschiedenen Stoffen zusammengesetzt sind, so wird .die Entstehung eines gleichmäßig kristallisierten, für praktische Zwecke brauchbaren Glimmers erschwert. ,Das Natriumcalciumsilikat hat als Lösungsmittel außerdem den Vorzug eines nur .mäßig hohen Schmelzpunktes.
  • .Nachstehend wird :ein Ausführungsbeispiel für das Verfahren gemäß (der Erfindung beschrieben. Folgende Bestandteile werden pulverisiert -und innig :miteinander gemischt.
    7 Gewichtsteile Fensterglas,
    - Mg0 (Magnesiumoxyd),
    - K,SiFe (Katiumsilicium-
    huorid),
    g - A, F, (A-1uminiumfluori:d).
    Das Gemisch wird in einem Tiegel, dessen Material mit den Komponenten nicht chemisch reagiert, auf etwa i4so° erhitzt und dieser Temperatur zwei bis drei Stunden lang ausgesetzt. Darauf läßt Iman das Gemisch möglichst langsam erkalten. Je kleiner das zeitliche und auch das örtliche Temperaturgefälle zwischen Schmelzoberfläche und Tiegelboden eingestellt wird, desto größere Kristalle werden erhalten. Das Ergebnis ist ein .erstarrter Schmelzkuchen von Glimmer'kristallen. Den meisten Arten des natürlichen Glimmers ist der so gewonnene synthetische Glimmer für die Verwertung in der Technik insofern überlegen, .als er frei von Eisenverbindungen ist, welche .die Isolierfähigkeit des Glimmers herabsetzen. Die Wahl,der einzelnen Ausgangsstoffe ist für die Erfindung von untergeordneter Bedeutung. Beispielsweise kann das Aluminium durch andere dreiwertige, das Magnesium durch andere zweiwertige Elemente ganz oder teilweise vertreten werden.
  • Der praktische Wert des Ergebnisses ist um so größer, je größer die entstehenden Kristalle sind. Um die Größe der Kristalle günstig zu beeinflussen, muß dafür gesorgt werden, daß die Ausgangsstoffe möglichst rain sind und daß änsbesondere während des Schmelz- und Erstarrungsprozesses aus den Ofengasen oder dem .Schmelztiegel keine Unreinigkeiten eindringen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren,zur Herstellung von künstlichem Glimmer, dadurch gekennzeichnet, ,daß Komponenten des Glimmers als Lösungsmittel für weitere Komponenten verwendet werden. a. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, ,daß Fluoride zugesetzt werden. 3. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, gekennzeichnet durch ein derartiges Mengenverhältnis aller Komponenten, daß ,die Lösungsmittel, soweit sie nicht flüchtig werden, so gut wie restlos als Bestandteile in - den Glimmer eintreten. q.. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß ein nicht mehr als zwei Metalloxyde enthaltendes Sikkat als, wie Natriumcalciumsilikat, Lösungsmittel .verwendet wird.
DES51745D 1919-12-07 1919-12-07 Verfahren zur Herstellung von kuenstlichem Glimmer Expired DE367537C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DES51745D DE367537C (de) 1919-12-07 1919-12-07 Verfahren zur Herstellung von kuenstlichem Glimmer

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DES51745D DE367537C (de) 1919-12-07 1919-12-07 Verfahren zur Herstellung von kuenstlichem Glimmer

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE367537C true DE367537C (de) 1923-01-22

Family

ID=7488391

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DES51745D Expired DE367537C (de) 1919-12-07 1919-12-07 Verfahren zur Herstellung von kuenstlichem Glimmer

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE367537C (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2516983A (en) * 1947-09-15 1950-08-01 Corning Glass Works Micaceous compositions
US2639992A (en) * 1950-07-20 1953-05-26 Garco Products Inc Stabilized pulverulent compositions and process of manufacture thereof
US2675853A (en) * 1952-06-09 1954-04-20 Robert A Hatch Fabrication of synthetic fluorine-micas

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2516983A (en) * 1947-09-15 1950-08-01 Corning Glass Works Micaceous compositions
US2639992A (en) * 1950-07-20 1953-05-26 Garco Products Inc Stabilized pulverulent compositions and process of manufacture thereof
US2675853A (en) * 1952-06-09 1954-04-20 Robert A Hatch Fabrication of synthetic fluorine-micas

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1923729A1 (de) Glasige Loetglaeser
DE367537C (de) Verfahren zur Herstellung von kuenstlichem Glimmer
DE1596949B2 (de) Schnell und bei relativ niedriger temperatur entglasende loetglaszusammensetzungen
AT97924B (de) Verfahren zur Herstellung von künstlichem Glimmer.
AT200106B (de) Verfahren zur Herstellung von reinstem Silizium
DE1018030B (de) Verfahren zur Herstellung von Metallfluoriden
DE430387C (de) Verfahren zur Herstellung einer leicht schmelz- und giessbaren, porzellanartigen Masse
DE658110C (de) Herstellung von Alkali-Beryllium-Fluoriden
DE913676C (de) Verfahren zum Herstellen von Germaniumkristallen
EP0334984A1 (de) Froststabilisiertes Kieselsol und seine Verwendung als Liquid für Einbettmassen auf Phosphatbasis
DE2549167A1 (de) Verfahren zur herstellung von alkalidisilikaten
DE1299787B (de) Verfahren zum Herstellen eines mit Europium aktivierten Yttriumvanadat-Leuchtstoffes
DE910038C (de) Verfahren zum Herstellen kristallin erstarrender Silikatschmelzen
DE487584C (de) Verfahren zur Herstellung von Aluminium und Aluminiumlegierungen
CH216205A (de) Verfahren zur Herstellung von Zirkoniummetall.
DE613260C (de) Verfahren zur Herstellung schwer loeslicher kieselfluorwasserstoffsaurer Salze
DE1596949C (de) Schnell und bei relativ niedriger Temperatur entglasende Lötglaszusammensetzungen
AT145487B (de) Verfahren zur Entfernung des beim Schmelzen von Zirkon im Gemisch mit Zirkoniumdioxyd anfallenden glasigen Siliciumdioxyds.
AT156577B (de) Verfahren zur thermischen Gewinnung der Erdalkalimetalle Kalzium, Strontium und Barium.
DE707481C (de) Verfahren zum Modifizieren von Aluminium und praktisch siliciumfreien Aluminiumlegierungen
AT214901B (de) Verfahren zur Herstellung von Silizium hohen Reinheitsgrades mit einem für Halbleiterkörper geeigneten Gehalt an Dotierelementen
DE672751C (de) Verfahren zur Herstellung von anorganischen Isolierkoerpern
DE567270C (de) Herstellung von Berylliumfluorid
DE524631C (de) Verfahren zur Oberflaechenbehandlung von Gegenstaenden, die ganz oder vorzugsweise aus Korund bestehen
DE915937C (de) Verfahren zur Herstellung von synthetischem Glimmer