DE36682C - Vorrichtung zur Erzeugung künstlicher Nebel, um Pflanzen gegen Frost zu schützen - Google Patents
Vorrichtung zur Erzeugung künstlicher Nebel, um Pflanzen gegen Frost zu schützenInfo
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01G—HORTICULTURE; CULTIVATION OF VEGETABLES, FLOWERS, RICE, FRUIT, VINES, HOPS OR SEAWEED; FORESTRY; WATERING
- A01G13/00—Protection of plants
- A01G13/06—Devices for generating heat, smoke or fog in gardens, orchards or forests, e.g. to prevent damage by frost
- A01G13/065—Frost protection by generating fog or by spraying
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Auf beiliegender Zeichnung, Blatt II, stellt Fig. 5 einen Verticalschnitt des Pyromotors im
Ruhezustande, Fig. 7 denselben Schnitt des Pyromotors in Function, Fig. 6 endlich die
Stirnansicht dar.
Ein mit Quecksilber gefüllter gläserner Apparat b balancirt mit zwei Schneiden auf zwei
stählernen Gleitleisten, welche an dem den Pyromotor einschliefsenden Blechkasten angebracht
sind. Mit Gabel c und den in ihr eingefeilten Pfannen kann b von diesen Gleitleisten
abgehoben und dadurch so lange aufser Thätigkeit gesetzt werden, bis c wieder in
ihre horizontale Lage, Fig. 5 und 7, gebracht wird. Durch Knopf 0 kann c in jeder Lage
fixirt werden. Soll der Pyromotor functioniren, so wird 0 in seiner geschlitzten Führung so
weit von rechts nach links bewegt, dafs c horizontal steht und die Schneiden von b auf
den Gleitleisten balanciren. Nimmt die Wärme ab, so verändert die Contraction des Quecksilbers
den Schwerpunkt des Glasbehälters b in der Weise, dafs derselbe, wie in Fig. 7 ersichtlich,
überschlägt und durch einen an ihm angebrachten Stift auf einen Arm des hier punktirten Winkelhebels α drückt, wodurch
dessen anderer Arm den Hebel d in der Richtung von links nach rechts bewegt. Es
löst d weiter mit seinem oberen kurzen Arm den Sperrhaken der Blattfeder f aus einer
Nuth des Zapfens g aus. Die um den angesetzten Theil von g gelegte Spirale prefst den
in Hülse h beweglichen Zapfen g mit dem in ihn eingepafsten Stift k in die Höhe, wodurch
letzterer mit seinem oben angebrachten Bund rnehrere oben und unten durch cylindrische
Ansätze geführte Gabeln / so weit in die Höhe schiebt, dafs deren vordere Zapfen Z1 aus dem
zwischen den Scheiben m und m1 befindlichen
Raum sich entfernen und mehrere mittelst Oesen oder Schlingen an Z1 angebrachte Drahtleitungen
frei werden. Ein am anderen Ende dieser beliebig langen, zuletzt über eine Rolle
gelegten Drahtleitungen hängendes Gewicht fällt herab und diese Bewegung vermittelt, wie
weiter unten erläutert werden wird, die Thätigkeit der mechanischen Zündvorrichtung. Um
die Function des soeben beschriebenen Pyromotors für verschiedene Temperaturgrade reguliren
zu können, läfst sich b auf einem Schlitten η durch Mikrometerschrauben vor-
und rückwärts bewegen und auf der an η befindlichen Scala für bestimmte Grade einstellen.
Um den Pyromotor für eine zweite Function zu stellen, drückt man auf Knopf e. Der
Sperrhaken der Blattfeder f klinkt in die Nuth von g und die vorher beschriebene Bewegung
der Hebel erfolgt nach rückwärts.
Auf Blatt I bezeichnet Fig. 1 einen Verticalschnitt der mechanischen Zündvorrichtung vor
der Function, Fig. 2 nach der Entzündung; Fig. 3 ist ein Horizontalschnitt nach a-b und
Fig. 4 der innere Apparat p.
Die vom Pyromotor ausgehenden Drahtlei- -tungen stehen jede für sich mit einer mechanischen
Zündvorrichtung derart in Verbindung, dafs durch das Herabfallen des Gewichtes die
Arme q und ^1 von rechts nach links gedreht
werden und den Kopf s um 900 herumdrehen. Der mit Stellschraube versehene Ring i verhindert
durch seinen Knaggen ein weiteres Herumdrehen von s. Durch die Drehung von s werden die Stellschrauben t und tl aus
ihren Nuthen ausgelöst und die Büchse ν fällt mit dem an ihr angeschraubten Stift j, sowie
die in einer Nuth von ρ gleitende Gabel χ bis an das Ende dieser Nuth herab. Ein
durch Splint mit Stift j fixirter Ring ^ dient
als Führung für einen zweiten T-förmigen Ring y derart, dafs y mit zwei Nuthen auf
dem Splint von \ sich auf- und abbewegen läfst. Ist auf y eine Patrone u gelegt, so
wird beim Herabfallen der Büchse ν Ring y durch Aufschlagen auf den Boden der Gabel χ
in die Höhe gedrückt und die Patrone u durch den Druck und Schlag zwischen y und
Ring r entzündet. Durch die Entzündung der Patrone geräth das sehr leicht entzündliche
Gasolin oder ein anderes flüchtiges OeI, mit dem die Büchse ν gefüllt ist, in Brand, fliefst
durch mannigfache kleine Oeffnungen o1 auf
die · unter dem Apparat bereitgehaltenen raucherzeugenden Stoffe, wodurch ein künstlicher
Nebel entsteht, durch welchen die Reben und andere gegen Frost empfindliche Pflanzen geschützt
werden. Für eine zweite Operation wird die Zündvorrichtung wieder in den Zustand,
wie ihn Fig. 1 zeigt, versetzt. Die ganze Zündvorrichtung ist so geschlossen, dafs
selbst bei stetem Verbleiben des Apparates im Freien weder die Patrone, noch das OeI in
Büchse ν unbrauchbar werden kann, und dafs Unberufene ' die Entzündung nicht leicht bewirken
können.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine Vorrichtung zur Erzeugung künstlicher Nebel, um Pflanzen gegen Frost zu schützen, bestehend in einem Quecksilberbehälter, der durch die bei niedriger Temperatur eintretende Veränderung seines Schwerpunktes eine Zündvorrichtung zum Entflammen raucherzeugender Stoffe in Thätigkeit setzt.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE36682T | 1885-12-11 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE36682C true DE36682C (de) | 1886-08-26 |
Family
ID=34070034
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE188536682D Expired DE36682C (de) | 1885-12-11 | 1885-12-11 | Vorrichtung zur Erzeugung künstlicher Nebel, um Pflanzen gegen Frost zu schützen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE36682C (de) |
-
1885
- 1885-12-11 DE DE188536682D patent/DE36682C/de not_active Expired
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