DE366628C - Sicherungsschalter fuer elektrische Stromkreise mit Quecksilbersaeule - Google Patents
Sicherungsschalter fuer elektrische Stromkreise mit QuecksilbersaeuleInfo
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-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H87/00—Protective devices in which a current flowing through a liquid or solid is interrupted by the evaporation of the liquid or by the melting and evaporation of the solid when the current becomes excessive, the circuit continuity being reestablished on cooling
Landscapes
- Circuit Breakers (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Sicherungsschalter für elektrische Stromkreise, bei
dem eine Quecksilbersäule in bekannter Weise die leitende Verbindung zwischen zwei Kontakten
bildet und sich an einem Teil ihrer Länge trennt, wenn die Stromstärke ein bestimmtes
Maß erreicht hat. Bei den bekannten Anordnungen konnte das bei der Trennung
der Quecksilbersäule zu bildende Gas
ο nicht entweichen, und die das Quecksilber enthaltenden Rohre waren leicht dem Zerspringen
durch die Druckbeanspruchungen des Gases ausgesetzt. Dieser Nachteil wird gemäß der
Erfindung behoben. Das Wesen der Erfindung liegt darin, daß das obere Ende der Quecksilbersäule in offener Verbindung mit
der Außenluft steht und so zu einem Sammelbehälter angeordnet ist, daß unmittelbar nach
der Teilung, der Quecksilbersäule die gesamte
ο Quecksilbermenge oberhalb des sich entwickelnden
Gases in den Sammelbehälter abfließt, wodurch das Gas in die Außenluft entweichen
kann. Infolge des freien Gasaustritts wird die Druckbeanspruchung auf das Rohr
verringert. Der die Quecksilbersäule aufnehmende Hohlraum ist an einem Teil seiner
Länge verengt ausgebildet, wobei der verengte. Querschnitt der jeweilig« abzusichernden
Stromstärke entspricht. Dieser verengte Teil liegt zwischen zwei zylindrischen Hohlräumen.
Die Erfindung ist in den .Zeichnungen beispielsweise dargestellt, und zwar zeigt
Abb. r einen senkrechten Schnitt des Sicherungsschalters in seiner Gebrauchslage.
Abb. 2 ist ein Schnitt in teilweiser Ansicht. .Abb. 3 ist eine Ansicht in teihveisem
Schnitt des Apparates in seiner umgekippten Lage.
Abb. 4 ist eine Aufsicht auf das obere Ver-
B schlußstück. —
Abb. 5 ist eine Ansicht von unten auf das obere Verschlußstück.
Abb. 6 ist eine Aufsicht auf das Gehäuse mit abgenommenem Verschlußstück.
Abb. 7 ist ein Schnitt in Linie 7-7 der Abb. i.
Abb. 8 ist ein Schnitt durch die am unteren Verschlußstück angebrachte Pumpenanordnung.
■
Abb. 9*ist ein Schnitt durch den Kern mit den Kanälen für das Quecksilber.
Abb. 10 ist eine Aufsicht auf den Kern.
Mit A ist die in dem Gehäuse B befindliche Quecksilbersäule bezeichnet. Die beiden Kontakte
C, C'1 dienen zur Stromzuführung, während D ein Sammelbehälter ist. Das Gehäuse
B besteht aus Porzellan oder einem an- deren geeigneten Material und ist an seinen
Enden mit zwei abnehmbaren Verschlußstükken b, hx versehen. Diese Verschlußstücke
sind unter Zwischenlage der Dichtung b2 auf das Gehäuse aufgesetzt. Durch das Verschlußstück
b gehen zwei Entlüftungskanäle d, welche eine Verbindung zwischen dem oberen
Teil des Sammelbehälters D und einer Ausnehmung d1 herstellen.· In dem Körper des
Gehäuses befindet sich ein Kern E, welcher aus Zement, Porzellan, Silizium oder einem
anderen geeigneten Material besteht. Dieser Kern kann fest mit dem Gehäuse verbunden
sein, er kann auch so angeordnet sein, daß er herausgenommen werden kann. Zwischen dem
Gehäuse und dem Kern sind die Dichtungen e, ex angebracht. Durch den Kern geht
der Kanal für die Quecksilbersäule A. Der kleinste Querschnitt dieses Kanales entspricht
der zur Verwendung kommenden Stromstärke. Der engste Teil des Kanales befindet sich in
der Mitte zwischen den Enden der Quecksilbersäule, wie es in den Abb. 1 und 2 darge-
stellt ist. Die oberen und unteren Enden des Kanales sind durch eine Versenkung etwas
erweitert, so daß die flachen Behälter e2 entstehen, welche sich mit Quecksilber füllen
und eine Kontaktfläche gegenüber den oberen und unteren Kontakten C1 C1 bilden. Bei dem
Ausführungsbeispiel bestehen diese Kontakte aus unter Federwirkung stehenden Kolben,
die gleitbar in Hülsen c, cl angebracht sind,
ίο welche an den Verschlußstücken b, b1 sitzen.
Die Muttern cx. dienen zum Festhalten der Kontakte C1 C1 in ihren Hülsen. Diese Teile
bestehen aus einem Material, welches von Quecksilber nicht angegriffen wird. Die Feder
des unteren Kontaktes ist stärker als die Feder für den oberen Kontakt, so daß der
Kern ständig gegen die Dichtung e gedrückt wird. Der obere Kontakt C ist bei c2 mit
einem Ausschnitt versehen, wodurch ein Ka-
ao nal für das Quecksilber von dem Sammelbehälter
D aus nach der Quecksilbersäule entsteht. Dieser Kanal mündet in die trichterförmige
Erweiterung d2, um den Durchgang der Flüssigkeit zu erleichtern. Der Kanal
wird so.groß als möglich gemacht, um jedes Abreißen der Quecksilbersäule zu vermeiden,
und um überhaupt einen freien und reibungslosen Durchgang bei der Trennung der Quecksilbersäule
zu gewährleisten.
An die Hülsen c, c1 setzen sich die Kontaktstücke
ca, c* an, welche durch die Seite der
Verschlußstücke hindurchgehen. Der Kontaktholzen c4 ist abnehmbar an dem "Sockelarm c" angelenkt, welcher seinerseits an dem
Sockel c~ sitzt. Der obere Kontaktbolzen c3 kommt verschiebbar mit dem federnden Sok-
• kelarm cs in Eingriff. Zur Verwendung des
Apparates wird dieser mit Quecksilber gefüllt, b'is sich der mittlere Kanal in dem Kern angefüllt
hat und das Quecksilber in den Sammelbehälter überfließt. Sobald nun das obere
Verschlußstück auf das Gehäuse aufgesetzt wird, kann der Schalter in Betrieb genommen
werden. Fließt ein zu starker Strom durch den Apparat hindurch, so wird die Quecksilbersäule
getrennt, und der obere Teil der Säule fließt in den Sammelbehälter D über, so
daß eine Unterbrechung des Stromes stattfindet. Bei diesem Vorgang bildet sich eine
So geringe Gasmenge, die durch die Kanäle d ins Freie entweicht. Um den Schalter wieder in
seinen' Betriebszustand zurückzuführen, wird der Apparat in die Stellung gekippt, wie es in
fler Abb. 3 dargestellt ist, so daß ein Teil des
Quecksilbers aus dem Sammelbehälter zurück in den Kanal hineinfließt. Es liegt nun die
Möglichkeit vor, daß das Quecksilber vor dem engen Querschnitt des Kanals stehenbleibt.
In diesem Zwecke ist ein Kolben F angeordnet, der in einer Ausnehmung/ des Kontaktes
C verschoben werden kann und in seiner normalen Lage durch die Feder f1 nach oben
geschoben wird. Diese Feder ist um das obere Ende der Kolbenstange/2 herumgelegt. Das
Gehäuse wird nun gekippt, um den Raum oberhalb des Kernes E mit Quecksilber zu füllen,
worauf der Kolben F niedergedrückt wird, -so daß das Quecksilber nach unten in den
Kanal des Kernes hineingepreßt wird.
Bei der in der Abb. 8 dargestellten Ausführungsform ist ein Kolben F1 in dem Fußkontakt
C1 angebracht. Dieser Kolben geht durch die Überwurfmutter /3 und die Stopfbuchse/4
hindurch. Die einzelnen Teile der Pumpe bestehen aus einem Material, welches durch Quecksilber nicht angegriffen wird.
Für große Stromstärken ist der Kern E mit zwei oder mehreren Kanälen ausgerüstet,
welche parallel zueinander laufen. Diese Anordnung ist in den Abb. 9 und 10 dargestellt,
bei denen der Kern mit vier Kanälen e3 versehen ist. Um diese Kanäle beim Umkippen
des Schalters gleichmäßig zu füllen, laufen sie in einer gemeinsamen öffnung e4 zusammen,
die sich am oberen oder Füllende befindet. Die unteren Teile der Kanäle laufen parallel
zueinander. Die Kanäle sind nach der Mitte zu verengt.
Claims (2)
1. Sicherungsschalter für elektrische Stromkreise, bei dem eine Quecksilbersäule
die elektrische Verbindung zwischen zwei Kontakten bildet und sich an einem Teil ihrer Länge trennt, wenn die Stromstärke
eine bestimmte Höhe erreicht hat, dadurch gekennzeichnet, daß das obere Ende der Quecksilbersäule in einer offenen
Verbindung n.it der Außenluft und mit ] einem Sammelbehälter steht, der so augeordnet
ist, daß unmittelbar nach der _ Trennung der Quecksilbersäule die gesamte
Quecksilbermenge oberhalb des Gases in den Sammelbehälter fließt, damit ί
das Gas frei in die Außenluft entweichen kann.
2. Sicherungsschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Quecksilbersäule
einen verengten Teil von be- 1 stimmtem, der Stromstärke entsprechendem Querschnitt hat, der an einer Stelle
zwischen zwei zylindrischen oder nicht konischen Teilen der Säule liegt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEI20479D DE366628C (de) | Sicherungsschalter fuer elektrische Stromkreise mit Quecksilbersaeule | ||
| GB1465417A GB121305A (en) | 1917-10-10 | 1917-10-10 | An Improved Electrical Cut-out. |
| FR493725D FR493725A (fr) | 1918-12-10 | Coupe-circuit de sureté |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEI20479D DE366628C (de) | Sicherungsschalter fuer elektrische Stromkreise mit Quecksilbersaeule |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE366628C true DE366628C (de) | 1923-01-09 |
Family
ID=7186155
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEI20479D Expired DE366628C (de) | 1917-10-10 | Sicherungsschalter fuer elektrische Stromkreise mit Quecksilbersaeule |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE366628C (de) |
| FR (1) | FR493725A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1186125B (de) * | 1962-07-31 | 1965-01-28 | Licentia Gmbh | Einrichtung zum Schalten elektrischer Leistungen |
-
0
- DE DEI20479D patent/DE366628C/de not_active Expired
-
1918
- 1918-12-10 FR FR493725D patent/FR493725A/fr not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1186125B (de) * | 1962-07-31 | 1965-01-28 | Licentia Gmbh | Einrichtung zum Schalten elektrischer Leistungen |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR493725A (fr) | 1919-08-20 |
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