DE3644560C1 - Sledge drive for a drawing machine - Google Patents
Sledge drive for a drawing machineInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21C—MANUFACTURE OF METAL SHEETS, WIRE, RODS, TUBES, PROFILES OR LIKE SEMI-MANUFACTURED PRODUCTS OTHERWISE THAN BY ROLLING; AUXILIARY OPERATIONS USED IN CONNECTION WITH METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL
- B21C1/00—Manufacture of metal sheets, wire, rods, tubes or like semi-manufactured products by drawing
- B21C1/16—Metal drawing by machines or apparatus in which the drawing action is effected by means other than drums, e.g. by a longitudinally-moved carriage pulling or pushing the work or stock for making metal sheets, rods or tubes
- B21C1/27—Carriages; Drives
- B21C1/30—Drives, e.g. carriage-traversing mechanisms; Driving elements, e.g. drawing chains; Controlling the drive
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- Mechanical Engineering (AREA)
- Metal Extraction Processes (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Schlittenantrieb für
Ziehmaschinen nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Beim Ziehen von Draht besteht eine wichtige Aufgabe darin, den
theoretisch unendlich langen Draht mit gleichmäßiger
Geschwindigkeit durch die Ziehdüse zu bewegen. Anders als bei
endlichen, d. h. meistens wenige Meter langen Stangen oder
Rohren, kommt aufgrund der Länge des Drahtes eine
Ziehmaschine mit einem über die gesamte Länge des zu
ziehenden Teiles beweglichen Ziehschlitten nicht in Frage.
Ein Auszug des Drahtes mit einer Vielzahl von Rollen
schließt sich wegen der Spann- und Flächenpressungsprobleme
und der Länge der erforderlichen Ziehangel meistens aus.
Anwendung finden derzeit Ziehmaschinen mit zwei Schlitten,
die sich beim Ziehen des Ziehgutes durch die Ziehdüse
abwechseln. Derartige Auszugseinrichtungen arbeiten oft mit
zwei in Ziehrichtung hintereinander arbeitenden Ziehschlitten.
Spannwagenantriebe dieser Art haben technische Grenzen,
was ihren Hub und die damit zu erzielende
Geschwindigkeit anbetrifft. Die Kurven dürfen eine gewisse
Steigung nicht überschreiten, sonst werden die Querkräfte, die
von der Kurve auf den Ziehwagen und auf das Maschinengestell
ausgeübt werden, zu groß. Für praktisch relevante Dimensionen
und Materialien von Ziehgut liegt eine Grenze für die
Ziehgeschwindigkeit bei ca. 150 m/min, obwohl auch schon höhere
Spitzenwerte genannt werden.
Eine solche Schlittenanordnung mit einem dazugehörigen
Antrieb der Ziehschlitten ist aus der EP 01 12 805 A1 bekannt.
Die Schlitten werden von je einer drehfest auf einer Welle
angeordneten Kurve, die sich unterhalb der Ziehschlitten in
Ziehrichtung erstreckt, gesteuert. Die Kurve bildet einen
geschlossenen Ring, der die Welle einmal umschlingt. Die Kurve
ist im wesentlichen wie eine geeignete Ellipse auf der Welle
angeordnet. Die Welle rotiert, und die auf der Welle
angeordnete Kurve führt den Schlitten dabei hin und her. Sie
ist als Nut in die Welle eingefräst. Die Seitenflächen der Nut
bilden je eine Spur, auf der sich je eine Rolle des Schlittens
abwälzt. Die Welle ist axial am Maschinengestell abgestützt.
Die Rollen sind an der Unterseite eines Spannwagens
angeordnet, der bei Drehung der Welle über die in die
nutartige Ausnehmung der Kurve eingreifenden Rollen von der
Kurve in seinem Bewegungsablauf gesteuert wird. Die Spuren der
Kurve sind in dem Sinne äquidistant, als sie die zwei im
festen Abstand zueinander angeordneten Rollen am Spannwagen in
jeder Drehlage der Welle mit der Kurve ohne axiales Spiel
führen. Dort ist eine zusätzliche Spur zu der genannten Kurve
vorgesehen, mit der die Spannbacken eines jeden Schlittens
gesteuert werden.
Die zusätzliche Spur bei der bekannten Lösung hat bezüglich
der erzielbaren Ziehgeschwindigkeit keine Relevanz.
Eine weitere derartige Schlittenanordnung ist aus der DE-
AS 19 36 139 bekannt. Dort ist auch eine Möglichkeit gezeigt,
die Ziehgeschwindigkeit, zu erhöhen, ohne die Antriebswelle
mit der Kurve schneller laufen zu lassen oder die Steigung der
Kurve zu erhöhen. Diese Lösung arbeitet mit 2 × 2 Ziehschlitten.
Ein Ziehschlittenpaar ist jeweils übereinander angeordnet und
die zwei Paare von Ziehschlitten sind in Ziehrichtung
hintereinander angeordnet und arbeiten im steten Wechsel. Der
jeweils obere Schlitten spannt den Draht und zieht ihn durch
die Ziehdüse.
Anhand der Betrachtung eines einzelnen Ziehschlittenpaares
soll die Erhöhung der Ziehgeschwindigkeit erläutert werden.
Sie erfolgt dadurch, daß der obere Ziehschlitten relativ zu
dem darunter angeordneten Ziehschlitten eine Bewegung in
Ziehrichtung ausführt, während sich der untere Ziehschlitten,
an der erwähnten Kurve geführt, ebenfalls in Ziehrichtung
bewegt. Die beiden Schlitten eines Schlittenpaares und die
Welle mit der Kurve fahren dort teleskopartig auseinander. Die
Relativbewegung zwischen dem oberen und dem unteren Schlitten
wird dadurch erreicht, daß auf dem unteren Schlitten ein
Zahnrad drehbar gelagert ist, das mit einer am
Maschinengestell befestigten Zahnstange kämmt. Am Zahnrad
gegenüberliegend ist eine zweite Zahnstange vorgesehen, die in
Ziehrichtung am unteren Schlitten gleitend geführt ist. Diese
bewegliche Zahnstange ist am oberen Schlitten befestigt. Wenn
der untere Schlitten eine Hubbewegung ausführt, rollt das
Zahnrad an der festen Zahnstange ab und erteilt der gleitend
geführten Zahnstange eine doppelt so große Hubbewegung und -
Geschwindigkeit im Vergleich zum Unterschlitten.
Diese Lösung hat den Nachteil, daß sie sehr viele Stellen
im Antrieb der Schlitten aufweist, die sich technisch nicht
spielfrei ausbilden lassen und daß von daher an den
Wendepunkten der Schlittenbewegung immer ein Stück Leerlauf
und ein anschließender Ruck die Spannwagengeschwindigkeit
beeinträchtigen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, für
kurvengesteuerte Ziehschlitten einen Antrieb zu finden, der
mit möglichst geringem baulichem Mehraufwand eine Ziehwagen
geschwindigkeit erlaubt, die die Marke von 150 M/min als
Ziehgeschwindigkeit für Drahtziehmaschinen deutlich
übersteigt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die
kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Dabei ist der
ursprünglichen Kurve für Steuerung des Schlittens eine weitere
zugeordnet, die ebenfalls mit einem Spurenpaar ausgerüstet
ist, an dem sich je eine Rolle abstützt. Das zweite,
zusätzliche Rollenpaar ist am Maschinengestell befestigt. Die
beiden Kurven sind relativ zueinander in unbeweglicher
Anordnung. Die Bewegung des Schlittens, der dem oberen
Schlitten bei der bekannten Lösung entspricht, setzt sich
zusammen aus der Bewegung in Ziehrichtung eines Bauelementes
mit den beiden Spuren, das dem unteren Schlitten beim Stand
der Technik entspricht und das relativ zum Maschinengestell
verfahrbar ausgebildet ist und der Bewegung des Schlittens
relativ zu dem Bauelement mit den beiden Kurven. Grundsätzlich
können die beiden Kurven für einen Schlitten direkt auf der
Welle zum Antrieb der Schlitten angeordnet sein; dann muß die
Welle für jeden Schlitten axial beweglich im Maschinengestell
geführt sein, und der Drehantrieb muß in diese Welle
eingeleitet werden. Bevorzugt ist daran gedacht, die Kurven an
einer auf der Welle axial verschiebbaren Hülse auszubilden.
Die Hülse ist drehfest mit der Antriebswelle verbunden. Das
Bauelement mit den Kurven, das Maschinengestell und der
Schlitten fahren teleskopartig auseinander.
Die Erfindung erlaubt es somit, ohne zusätzliche Baugruppen
die Geschwindigkeit des Schlittens zu verdoppeln, ohne die
erwähnten Querkräfte im Gleichmaß zu erhöhen und ohne eine
vielgliedrige Kette von Übertragungselementen einzusetzen, die
viel Spiel hat und zu starkem Verschleiß neigt.
Die bevorzugte Ausprägung dieses Erfindungsgedankens ist
im Anspruch 2 wiedergegeben. Aus fertigungstechnischen Gründen
ist eine Ausbildung der Kurven am äußeren Umfang eines
Zylinders günstiger.
Fertigungstechnische Gründe sind auch entscheidend für die
Ausgestaltung der Erfindung nach Anspruch 3.
Die mit Anspruch 4 verfolgte Weiterbildung der
Erfindung betrifft die optimale Anordnung der Führung der
zweiten zusätzlichen Kurve am Maschinengestell. Grundsätzlich
sollte die vorzugsweise durch Rollen gebildete Führung der
zweiten Kurve auf der selben Mantellinie der Welle oder der
darauf angeordneten Hülse wie die Rollenführung des Schlittens
an der ersten Kurve angeordnet sein. Das verursacht jedoch
eine Längung des Kurvenbereiches, weil beide Kurven und die
Rollenführungen hintereinander passen müssen. Der Schlitten
läßt sich dadurch nicht mehr bis unmittelbar an die Ziehdüse
heranschieben. Verschwenkt man die Kurve, mit der die Hülse am
Maschinengestell geführt ist, und das Rollenpaar zur Führung
der Hülse um den gleichen Winkel α, so lassen sich beide
Kurven konstruktiv ineinander schieben, und der Schlitten kann
wieder näher an die Ziehdüse heranrücken.
Der Schwenkwinkel sollte so klein wie konstruktiv möglich
gehalten werden und in jedem Falle, wie mit Anspruch 5
verfolgt, 90° nicht überschreiten, um ein Kippen der Hülse auf
der Welle und ein dadurch bedingtes Verklemmen der beiden
Elemente zu vermeiden.
Für das Gleitverhalten der Hülse auf der Welle ist es
jedoch optimal, wenn, wie mit Anspruch 6 verfolgt, die beiden
Führungen für die beiden Kurven, also vorzugsweise die beiden
Rollenpaare, auf der selben Mantellinie der Hülse oder der
Welle angeordnet sind. Dabei ist vorzugsweise vorgesehen, die
Kurven gemäß Anspruch 7 auf der Hülse auszubilden, da damit
die Kurven einen gleichartigen Verlauf erhalten, der
fertigungstechnisch und konstruktiv einfacher zu beherrschen
ist.
Bei dieser Anordnung der beiden Rollenführungen auf der
selben Mantellinie, d. h. in der selben Winkellage zur
Drehachse der Antriebswelle, bleibt aber das erwähnte Problem
der vergrößerten Baulänge der Antriebseinrichtung, die den
Ziehwagen daran hindert, nah genug an die Ziehdüse
heranzufahren. Dieses Problem kann gemäß Anspruch 8 dadurch
gelöst werden, daß die eine von beiden Kurven auf den inneren
Umfang der Hülse gelegt wird. Die am Maschinengestell
befestigte Rollenführung muß dann in Form einer Hohlwelle
zwischen die Antriebswelle und die Hülse mit der äußeren Kurve
geschoben werden. Die Führungen und die Kurven sind dann in
unterschiedlichen "Etagen" angeordnet.
Da die in die Hülse eingeschobene Hohlwelle die Hülse auch
in radialer Richtung zumindest an einem Ende führen muß, ist
die Ausgestaltung der Erfindung nach Anspruch 9 vorgesehen.
Die Kurve steht damit der Führung der Hülse an der Hohlwelle
nicht im Wege. Die Hohlwelle kann sich radial nach innen an
der Antriebswelle abstützen.
Eine weitere Möglichkeit, die Annäherung des
Ziehschlittens an die Ziehdüse uneingeschränkt zu erhalten,
ist in Anspruch 10 wiedergegeben. "Auslaufseitig" ist dabei so
zu verstehen, daß die zusätzliche Kurve in Ziehrichtung hinter
der ersten Kurve angeordnet ist. Dadurch wird der
Ziehschlitten zwar von seiner Rückseite weniger zugänglich,
aber es besteht uneingeschränkt die Möglichkeit, einlaufseitig
den Schlitten bis an die Ziehdüse heranzuführen. Da dieses
Kriterium ausschlaggebend ist für die Bemessung der
Ziehangellänge, hat die Zugänglichkeit des Ziehschlittens in
Richtung Ziehdüse Vorrang vor der Zugänglichkeit an der
Auslaufseite, da diese Zugänglichkeit durch Nachfassen des
Ziehwagens beseitigt werden kann.
Die Erfindung findet weiterhin in der konkreteren
Ausprägung nach Anspruch 11 bei einer sogenannten Konti-
Ziehmaschine ihren Ausdruck. Ziehmaschinen dieser Art finden
sich in der Praxis ausschließlich mit einer Ausstattung mit zwei
Ziehschlitten, und die unter der Schlittenbahn angeordnete
Antriebswelle ist regelmäßig zwischen den beiden Schlitten
mit einer Stütze des Maschinengestells abgefangen. Die
Führung an den Kurven erfolgt mit zwei kaliberartig die Kurve
einschließenden Rollen, sowohl am Schlitten als auch am
Maschinengestell. Bevorzugt ist weiterhin eine Ausführung
vorgesehen, bei der eine Hülse auf der Antriebswelle
angeordnet ist, an der die zwei Kurven ausgebildet sind. Diese
Hülse ist drehfest mit der Antriebswelle verbunden und kann
axial auf dieser gleiten. Die beiden Kurven haben unter
Zugrundelegung der eingangs gestellten Aufgabe die Funktion
einerseits die Hülse gegenüber dem Maschinengestell in axialer
Richtung, d. h. Ziehrichtung zu führen und andererseits den
Schlitten relativ zur Hülse zu führen. Die Kurven sind als ein
in ovaler Form um die Hülse gelegter geschlossener Ring steg-
oder schienenförmig ausgebildet. Die Flanken der Schienen
bilden je eine äquidistante Spur, wobei je zwei Spuren eine
Kurve ausmachen.
Darüber hinaus kann vorgesehen sein, jede Kurve nutförmig
in die Hülse einzuarbeiten und die Wangen der Nut als Spur
auszubilden.
Zur Führung der Hülsen am Maschinengestell ist
vorzugsweise die Ausgestaltung der Erfindung nach Anspruch 12
vorgesehen. Diese Maßnahme zeichnet sich durch bauliche
Einfachheit aus, da die ohnehin vorhandene Stütze mit dafür
verwendet werden kann, beide benachbarten Hülsen am
Maschinengestell zu führen.
Die Ausführungsform der Erfindung nach Anspruch 13
zeichnet sich durch eine hohe Steifigkeit und
fertigungstechnische Vorzüge aus.
Die Erfindung wird im einzelnen anhand der Zeichnung näher
erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen
Ziehmaschine, teilweise im Schnitt,
Fig. 2 eine Seitenansicht nach Art von Fig. 1 von
einer geänderten Ausführungsform,
Fig. 3 einen Querschnitt durch eine Ziehmaschine
ähnlich Fig. 4 gem. Linie III-III in Fig. 4,
Fig. 4 eine Seitenansicht nach Art von Fig. 1 für
eine weiter Ausführungsform.
Die Darstellung nach Fig. 1 zeigt eine Ziehmaschine mit einer
Ziehdüse 29 in einem Ziehdüsenhalter 31 mit einem
Maschinengestell 7, in dem zwei Schlitten 1, 2 in Führungen 43
in Ziehrichtung 12 beweglich geführt sind. Das
Maschinengestell 7 hat einen Matrizenbock 30, in dem die
Ziehdüse 29 in einem Halter 30 aufgenommen ist, eine Stütze 36
unterhalb und zwischen den beiden Schlitten 1 und einen
auslaufseitigen Ständer 44. Eine Antriebswelle 8 durchdringt
den Matrizenbock 30, die Stütze 36 und den Ständer 44
unterhalb der Ziehebene 9. Auf der Antriebswelle 8 sind
unterhalb der Schlitten 1, 2 zwei Hülsen 13, 14 axial
verschieblich gelagert aber formschlüssig drehfest durch
Paßfedern 45, 46 mit derselben verbunden. Auf jeder Hülse 13,
14 sind je zwei Kurven 3-6 angeordnet, die von kaliberartig
angeordneten Rollen 32, 33, 37-40 und 47, 48 eingeschlossen
sind. Jeweils eine Kurve 3, 5 einer jeden Hülse 13, 14 ist von
einem Rollenkaliber 32, 33; 47, 48 an den Schlitten 1, 2
eingefaßt, während die andere Kurve an jeder Hülse von einem
aus den Rollen 37, 38; 39, 40 gebildeten Kaliber am
Maschinengestell bzw. an dessen Stütze 36 geführt ist.
Jede der Kurven 3-6 ist erhaben auf der zugehörigen
Hülse angeordnet und besteht aus 2 Spuren 41, 42 an den
Seitenwangen einer jeden Kurve.
Die Welle 8 ist drehangetrieben, die Hülsen 13, 14 drehen
sich zusammen mit ihr. Durch die Führungen 17, 18 der Hülsen
13, 14 am Maschinengestell 7, bzw. dessen zentraler Stütze 36
verschieben sich diese auf der Welle 8 bei deren Drehung um
ihre Längsachse um das Werkstück 49. Durch die Drehung der
Hülsen 13, 14 selbst verschieben sich die Spannwagen 1, 2
relativ zu den Hülsen um den Axialweg 11. Der Gesamtweg der
Schlitten setzt sich zusammen aus den Relativbewegungen 11 und
49. Schlitten und zugehörige Hülse bewegen sich teleskopartig
relativ zur Welle 8.
Die Schlitten 1 und 2 sind wie die Hülsen 13, 14 in
Ziehrichtung hintereinander angeordnet. Die Stütze 36 greift
vom Maschinengestell 7 her zwischen die beiden Hülsen und
führt diese mit den als Rollenkaliber ausgebildeten Führungen
17, 18. Die Stütze 36 erfaßt von der Mitte aus in Ziehrichtung
nach beiden Seiten in den Bereich der Kurven 4, 5 greifend die
Hülsen 13, 14. Dabei ist die Kurve 3 zur Steuerung des
Ziehschlittens 1 relativ zur Hülse 13 einlaufseitig vor der
Kurve 4 zur Steuerung der Hülse relativ zum Maschinengestell 7
angeordnet. Die Anordnung der Kurven 5, 6 auf der
auslaufseitigen Hülse 14 ist dazu klappsymmetrisch um eine
senkrechte Achse durch die Stütze 36.
In Fig. 2 ist eine Ausgestaltung des Schlittenantriebs
gezeigt, bei der wie in Fig. 1 in einem Maschinengestell 52
eine Matrize 50 gelagert ist und zwei Schlitten 53, 54 in
Führungen 55 in Ziehrichtung beweglich aufgenommen sind.
Unterhalb der Ziehebene ist eine drehangetriebene, ortsfeste
Welle 51 vorgesehen, auf der zwei Hülsen 22, 23 drehfest aber
axial beweglich geführt sind. Die Hülsen tragen an ihren
äußeren Längsenden nach innen gerichtete Nasen 56, 57, die in
Längsnuten 58, 59 in der Welle 51 eingreifen. Die beiden
Hülsen 23, 24 sind mit axialem Abstand zueinander angeordnet.
Von ihrer Mitte her greift zwischen und in die Hülsen eine
am Maschinengestell 52 befestigte Hohlwelle 60, an deren Ende
je ein aus den Rollen 24, 25 und 61, 62 gebildetes Kaliber
je eine zugehörige am inneren Umfang 28 der Hülsen angeordnete
Kurve 20, 63 an den Hülsen 22, 23 führt. Die Kurven sind
erhaben in einer Nut ausgeführt. Ihr innerer Umfang 27 steht
hinter dem inneren Umfang 28 der Hülsen nach außen zurück. Die
Kurven 20, 63 behindern die Führung der Hülsen an der
Hohlwelle 60 nicht.
Bei Drehung der Antriebswelle 51 und der damit
verbundenen Hülsen 22, 23 verschieben sich diese axial auf der
Welle 51 in axialer Richtung. Im gleichen Längsabschnitt der
Hülsen sind an deren äußerem Umfang je eine zweite Kurve 21,
64 angeordnet, an denen mit je einem Rollenkaliber geführt,
der darüber angeordneten Schlitten gehalten ist. Die
Besonderheit dieser Ausführung der erfindungsgemäßen Lösung
ist darin zu sehen, daß die beiden Kurven einer Hülse
übereinander angeordnet sind, sozusagen in verschiedenen
"Etagen" des gleichen "Hauses". Dadurch baut der
Schlittenantrieb insgesamt kürzer, da die Kurven übereinander
geschoben sind.
Alle Rollenkaliber zur Führung einer der Kurven sind
unmittelbar unterhalb der Ziehebene und der Ziehschlitten
angeordnet.
Auch die Darstellung nach Fig. 3 zeigt eine
Ausführungsform, die von dem Gedanken getragen ist, die
Führung 90 mit der Rolle 82 an der Kurve 75 möglichst nahe an
die Unterseite des Schlittens 70 zu verlegen ohne in axialer
Richtung Platz zu vergeben. In Fig. 3 wurde dies dadurch
erreicht, daß die Führung durch die Rolle 80′ bezogen auf die
Längsachse der Welle 72 gegenüber der Führung 90 um den Winkel
α verschwenkt angeordnet ist. Diese Schwenkung, die so
klein wie möglich gehalten ist, erlaubt es die Führungen und
die zugehörigen Kurven ineinander zu schieben und so die
Baulänge des Schlittenantriebs zu verkürzen. Der Winkel α
beträgt weniger als 90°.
Bei den Ausführungsformen nach den Fig. 1 und 2 beträgt
dieser Winkel 0°.
Die in Fig. 4 gezeigte Ausführungsform umfaßt einen
Matrizenbock 68, ein Maschinenbett 69, zwei Spannwagen 70, 71,
die in Führungsbahnen 89 am Maschinenbett geführt sind, eine
sich über die gesamte Länge der Ziehmaschine erstreckende
Welle 72, auf der zwei Hülsen 73, 74 geführt sind und die an
ihrem äußerem Umfang je zwei Kurven 75, 76, 77, 78 tragen, die
sämtlich in ihrer konkreten Ausgestaltung wie bei der Kurve 77
gezeigt, ausgebildet sind. Die Hülsen 73, 74 können auf der
Welle 72 in axialer Richtung gleiten und sind gegen Verdrehung
gegenüber der Welle 72 durch Paßfedern 88 gesichert. Die
Welle 72 ist drehangetrieben.
Zwischen den beiden Schlitten ist zur Versteifung des Maschi
nenbettes 69 und zur Befestigung der Rollen 83, 84 ein Ständer
87 angeordnet. An dem Ständer 87 stützt sich das aus den Rol
len 83, 84 gebildete Kaliber zur Führung der Hülse 74 auf der
Welle 72 ab. Die beiden Rollenpaare 79, 80 und 83, 84 am Ma
schinengestell sind einlaufseitig vor den Rollenpaaren 81, 82
und 85, 86 des zugehörigen Schlittens unterhalb des Maschi
nenbettes angeordnet. Die zusammengehörenden Rollenpaare 79,
80 und 81, 82, die an den Kurven einer Hülse 73 angreifen sind
in gleicher Winkellage zur Drehachse der Welle 72 angeordnet.
Claims (15)
1. Schlittenantrieb für eine Ziehmaschine für Draht vom Coil,
der die folgenden Merkmale aufweist:
- a2) die Schlitten (1, 2) sind kurvengesteuert,
- b2) die Kurven (3, 5) sind auf einer rotierenden, im Maschinengestell (7) drehantreibbar gelagerten Welle (8) angeordnet, die sich parallel zur Ziehachse (9) erstreckt,
- c2) die Kurven (3, 5) sind drehfest auf der Welle (8) angeordnet,
- d2) jede Kurve (3) besteht mindestens aus einem Paar äquidistanter Spuren (41, 42), das die Welle im konstanten Abstand von deren Drehachse (10) umschließt und einen Axialweg (11) auf dem Umfang der Welle beschreibt,
- g) die Anordnung aller Spuren (41, 42) eines Schlittens (1, 2) relativ zueinander ist beim Betrieb der Ziehmaschine unverändert,
- f2) die Schlitten (1, 2) sind am Maschinengestell (7) in Ziehrichtung (12) beweglich geführt und an dem Spurenpaar (41, 42) geführt,
- e2) die Schlitten (1, 2) stützen sich in Ziehrichtung an einem gleitend im Maschinengestell in Ziehrichtung geführten Bauelement ab, wobei das Bauelement und der Schlitten teleskopartig auseinanderfahren,
gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale:
- h2) die Welle (8) trägt mindestens 2 Kurven (3-6) für jeden Schlitten (1, 2),
- i2) die Kurven auf der Welle sind Teil des Bauelementes (Hülsen (13, 14)), das schlittenartig in Ziehrichtung beweglich geführt ist,
- k2) die zweite Kurve (4) ist am Maschinengestell (7) geführt.
2. Schlittenantrieb nach Anspruch 1, der das folgende Merkmal
aufweist:
- l) beide Kurven (3, 4) sind am äußeren Umfang der Welle (8) oder einer darauf geführten Hülse (14) angeordnet.
3. Schlittenantrieb nach Anspruch 1, der das folgende Merkmal
aufweist:
- m) die Kurven (3, 4) sind erhaben auf der Welle (8) oder Hülse (14) ausgebildet.
4. Schlittenantrieb nach Anspruch 1, der das folgende Merkmal
aufweist:
- n) in einer Stirnansicht der Antriebswelle (8) sind die Führungen (15, 16) an den Kurven (17) sowohl vom Schlitten (1) als auch vom Maschinengestell (7) gegeneinander um einen Winkel α verschwenkt.
5. Schlittenantrieb nach Anspruch 3, der das folgende Merkmal
aufweist:
- o) der Schwenkwinkel α ist kleiner als 90°.
6. Schlittenantrieb nach Anspruch 1, der das folgende Merkmal
aufweist:
- p) die maschinengestellseitige Führung (17) der Kurve (47 liegt in der gleichen Winkellage zur Drehachse der Welle wie die schlittenseitige Führung (19).
7. Schlittenantrieb nach Anspruch 1, der das folgende Merkmal
aufweist:
- q) die Kurven (3, 4) sind klappsymmetrisch auf der Welle (8) bzw. der darauf geführten Hülse (13) angeordnet.
8. Schlittenantrieb nach einem oder mehreren der
vorangegangenen Ansprüche, der die folgenden Merkmale
aufweist:
- r) eine (20) der beiden Kurven (20, 21) liegt auf dem inneren Umfang der Hülse (22).
- s) in die Hülse (22) ist eine ortsfeste Hohlwelle (60) eingeschoben, an der die Hülse (22) mit einer Kurve (20) und Rollen (24, 25) geführt ist.
9. Schlittenantrieb nach einem oder mehreren der
vorangegangenen Ansprüche, der das folgende Merkmal
aufweist:
- t) die innere Kurve (20) ist als Steg erhaben in einer dem Kurvenverlauf entsprechenden Nut (26) ausgebildet, derart, daß die Umfangsfläche (27) des Stegs hinter den inneren Umfang (28) der Hülse (22) zurücktritt.
10. Schlittenantrieb nach einem oder mehreren der
vorangegangenen Ansprüche, der das folgende Merkmal
aufweist:
- u) die Kurve (4), die die Hülse gegenüber dem Maschinengestell führt, ist auslaufseitig der Kurve (3) angeordnet, die den in unmittelbarer Nähe der Ziehdüse (29) angeordneten Schlitten (1) steuert.
11. Schlittenziehmaschine für Draht mit zwei Ziehschlitten, die
die folgenden Merkmale aufweist:
- v) ein Maschinengestell (30),
- w) einen Matrizenhalter (31) an dem einen Längsende des Maschinengestells (30),
- x) mindestens eine, sich unterhalb der Ziehschlittenbahn in Ziehrichtung längs erstreckende Antriebswelle (8) für die Ziehschlitten (1, 2),
- y) jeder Ziehschlitten (1, 2) ist mit einem kaliberartig ausgebildeten Rollenpaar (32, 33) ausgerüstet, das an einer Kurve (3) auf der Antriebswelle (8) unterhalb der Ziehschlitten (1, 2) geführt ist,
- z) zwischen beiden Schlitten (1, 2) ist eine Stütze des Maschinengestells (7) angeordnet,
gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale:
- ä) auf der Welle (8) ist je Schlitten (1, 2), unterhalb derselben, je eine Hülse (34, 35) mit je zwei Kurven (3, 4; 5, 6) drehfest aber axial in Ziehrichtung (12) beweglich geführt,
- ö) mit der einen Kurve (4) einer jeden Hülse (34) führt sich diese am Maschinengestell (7, 36) und mit der zweiten Kurve (3) führt sie den Schlitten (1) in Ziehrichtung (12),
12. Schlittenantrieb nach Anspruch 11, der das folgende
Merkmal aufweist:
- ü) die die Hülsen (34, 35) führenden Kurven (4, 5) sind an dem der mittleren Stütze (36) des Maschinengestells (7) zugewandten Längsende der Hülsen (34, 35) des Maschinengestells angeordnet.
13. Schlittenantrieb nach einem oder mehreren der
vorangegangenen Ansprüche, der das folgende Merkmal
aufweist:
- ß) das maschinengestellseitige Rollenpaar (79, 80) ist einlaufseitig vor dem zugehörigen schlittenseitigen Rollenpaar (81, 82) angeordnet und am Matrizenblock (68) befestigt
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3644560A DE3644560C1 (en) | 1986-12-27 | 1986-12-27 | Sledge drive for a drawing machine |
| IT23156/87A IT1223583B (it) | 1986-12-27 | 1987-12-22 | Comando slitte per una trafilatrice |
| JP62328178A JP2676614B2 (ja) | 1986-12-27 | 1987-12-24 | 引抜機械用キャリッジ駆動装置 |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3644560A DE3644560C1 (en) | 1986-12-27 | 1986-12-27 | Sledge drive for a drawing machine |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3644560C1 true DE3644560C1 (en) | 1988-06-09 |
Family
ID=6317286
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE3644560A Expired DE3644560C1 (en) | 1986-12-27 | 1986-12-27 | Sledge drive for a drawing machine |
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|---|---|
| JP (1) | JP2676614B2 (de) |
| DE (1) | DE3644560C1 (de) |
| IT (1) | IT1223583B (de) |
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| IT201900008901A1 (it) * | 2019-06-13 | 2020-12-13 | Danieli Off Mecc | Banco di trafilatura per macchina trafilatrice |
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- 1986-12-27 DE DE3644560A patent/DE3644560C1/de not_active Expired
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- 1987-12-22 IT IT23156/87A patent/IT1223583B/it active
- 1987-12-24 JP JP62328178A patent/JP2676614B2/ja not_active Expired - Lifetime
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Also Published As
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| IT8723156A0 (it) | 1987-12-22 |
| JPS63168218A (ja) | 1988-07-12 |
| JP2676614B2 (ja) | 1997-11-17 |
| IT1223583B (it) | 1990-09-29 |
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