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DE364399C - Schnuervorrichtung, insbesondere fuer Krampfaderverbaende - Google Patents

Schnuervorrichtung, insbesondere fuer Krampfaderverbaende

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Publication number
DE364399C
DE364399C DEST31632D DEST031632D DE364399C DE 364399 C DE364399 C DE 364399C DE ST31632 D DEST31632 D DE ST31632D DE ST031632 D DEST031632 D DE ST031632D DE 364399 C DE364399 C DE 364399C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
cord
tension
leg
points
sections
Prior art date
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Expired
Application number
DEST31632D
Other languages
English (en)
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Individual
Original Assignee
Individual
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Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEST31632D priority Critical patent/DE364399C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE364399C publication Critical patent/DE364399C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43CFASTENINGS OR ATTACHMENTS OF FOOTWEAR; LACES IN GENERAL
    • A43C1/00Shoe lacing fastenings

Landscapes

  • Orthopedics, Nursing, And Contraception (AREA)

Description

  • Schnürvorrichtung, insbesondere für Krampfaderverbände. Die vorliegende Erfindung geht von der Voraussetzung aus, daß Drosselungen und Unterbindungen der Venen schädlich und gefährlich sind, und daß insbesondere Bandagen bei der Behandlung von Krampfadern des Beines nur dann eine günstige Wirkung hervorrufen können, wenn der Gegendruck, den sie auf die erweiterten Venen ausüben, an allen Stellen möglichst gleichmäßig ist. Bei dieser Annahme stützt sie sich auf den Grundgedanken, daß die Gefäßwandungen des gesamten Venensystems der unteren Extremitäten mathematisch genau gegenbelastet, hinsichtlich ihrer Dehnungsbeanspruchung. also vollkommcn entlastet wären, wenn der Patient bis zur Herzhöhe in eine Flüssigkeit gebracht würde, deren spezifisches Gewicht gleich dem spezifischen Gewichte des Blutes wäre. Ein nach diesem Grundgedanken konstruierter doppelwandiger, mit einem in Herzhöhe angebrachten Beutelchen kommunizierend verbundener »hydraulischer Strumpf« würde die Gefäßwandungen des Venensystems nicht nur statisch in allen Stellungen und Lagen des Patienten sondern auch dynamisch beim Laufen und Springen vollkommen entlasten, weil die bei Stößen auftretenden Erscheinungen . innerhalb und außerhalb des Gefäßsystems stets die gleichen wären. Dieser »hydraulische Strumpf« wäre indessen praktisch nicht brauchbar, weil er die überaus wichtige Hautatmung unmöglich macht. Aber der entwickelte Grundgedanke führt auf kürzestem Wege zur Erkenntnis, daß es sich hier um die Erzeugung von Flächendruck handelt, wie er sich in der Hydraulik. von selbst ergibt. Diesen gleichmäßigen Flächfndruck durch Anwendungstarrer, luftdurchlässiger, die Hautatmung begünstigender Körper zu erreichen, stellt eine schwierige Aufgabe dar, bei deren Lösung zunächst die Bedingung zu erfüllen ist, daß zwischen Bein und Umhüllung elastische Einlagen von solcher Form und Größe angeordnet werden, daß sich die Querschnitte der entsprechend gespannten Umhüllung der Form von Kreisen möglichst nähern, - eine Maßnahme, welche nkht Gegenstand dieses Patentes ist. -Durch die vorliegende Erfindung ist nunmehr die Aufgabe gelöst wo-den, daß der von dem Krampfaderverbande erzeugte Flächendruck an allen Stellen des Beines gleich groß wird, oder daß der Flächendruck dem statischen Überdrucke der Blutsäule proportional wird, oder daß ganz allgemein in jedem Querschnitte des 8c ines ein den besonderen Umständen entsprechender Flächendruck hervorgerufen wird. Beachtet man nämlich den Satz, daß die von einem kreisförmig gespannten Zugorgane auf den umspannten Körper ausgeübten Flächendrucke dem Zuge direkt, dem Durchmesser aber umgekehrt proportional sind, so gelangt man zur Lösung dieser Aufgabe dadurch, daß man die Angriffspunkte der Schnur auf den Rändern der Umhül.-ung in urgleichen Abständen verteilt.
  • Gibt man zunächst den Angriffspunkten an allen Stellen den gleichen Abstand und der Schnur an allen Stellen die gleiche Spannung, so sind die von dem Krampfaderverbande erzeugten Flächendrucke den Durchmessern oder auch den Umfängen der einzelnen Querschnitte des Beines umgekehrt proportional. Die unteren, dünneren Teile des Beines sind daher einem höheren Flächendruck unterworfen als die oberen, dickeren Teile. Gibt man aber der Schnur an den einzelnen QLerschnitten des Beines Spannungen, welche den Durchmessern dies r Querschnitte proportional sind, so wird an allen Stellen des Beines der gleiche Flächendruck hervorgerufen. Diese Gleichheit des Flächendruckes ist jedoch nur so lange vorhanden, als die Urg'.eichheit der Schnurspannungen bestehen bleibt. Da aber die Spannungsunterschiede der Schnur bei den Bewegungen der Muskeln alsbald verschwinden, so kann überhaupt nur eine Vorrichtung in Betracht kommen, bei welcher die Gleichheit der Schnurspannung an allen Stellen grundlegende Voraussetzung ist.
  • Gibt man nun den Angriffspunkten an verschiedenen Stellen verschiedene Abstände und der Schnur an allen Stellen die gleiche Spannung, und nimmt man zunächst an, daß die freien Verbindungsstrecken der Schnur mit den Quer-Schnittsellencn c'es Beines übcraa den deichen Winkel bilden, so sind offenbar die auf;retenden Flächendrucke proportional der Anzahl der auf die betreffende Längeneinheit entfallenden Verbindungsstrecken der Schnur. Man kann daher ganz allgemein in jedem Quer. chnitt jeden gewünschten Flächendruck erzeugen, wenn man die Angriffspunkte der Schnur auf den Rändern der Umhüllung so verteilt, daß die mittleren Abstände der Verbindungsstrecken umgekehrt proportional sind den Produkten aus Flächendruck mal Durchmesser der betreffenden Querschnitte.
  • Ein mit dieser Schnürvorrichtung versehener Krampfaderverband besitzt die großen Vorzüge, daß die einmal festgelegten Flächendruckverhältnisse während des Tragens sich nicht ändern, und daß jedermann ohne Aufmerksamkeit oder Geschicklichkeit lediglich durch Anziehen der Schnur nach dem Gefühle Bedingungen erfüllen kann, die eingehenden fachmännischen Überlegungen entsprechen.
  • In der Zeichnung sind schematisch zwei Ausführungsformen der Schnürvorrichtung dargestellt, die sich nur dadurch unterscheiden, daß die freien Verbindungsstrecken A1 A2, A3 A4 der Schnur b mit den Querschnittsebenen des Beines in Abb. x stets den Winkel o°, und in Abb. 2 stets den Winkel u bilden.
  • Zur Berechnung des mittleren Abstandes der freien Verbindungsstrecken der Schnur bedient man sich des soeben angeführten Hauptsatzes zweckmäßig in der Umformung, daß das Produkt aus Flächendruck p mal Durchmesser d der Querschnitte mal mittlerem Abstande h der Verbindungsstrecken der Schnur konstant bleibt, daß also p1 dl hl = P2 d2 h2 = konstant.
  • Soll nun der Flächendruck an allen Stellen des Beines gleich groß werden, so wird p, - p2. Es können daher diese beiden Größen gleich i gesetzt oder auch ganz gestrichen werden, und man findet den mittleren Abs'and h2 der Verbindungsstrecken an irgendeiner Stelle des Verbandes unmittelbar aus der Hauptgleichung, weil die Durchmesser dl und d2 bekannt sind, und die der ganzen Berechnung zugrunde gelegte Größe hl nach Belieben angenommen werden kann.
  • Soll der Flächendruck dem statischen Überdruck der Blutsäule proportional werden, so kann für P, und p2 die zugehörige Höhe der Blutsäule selbst gesetzt, und, da die Durchmesser dl und d2 sowie der Abstand hl bekannt sind, der gesuchte Abstand h2 unmittelbar aus der Hauptgleichung gefunden werden.
  • Soll der Flächendruck in irgendeinem Querschnitt irgendwelchen anderen Voraussetzungen entsprechen, so bringt man p1 und p2 in das gewünschte Verhältnis und findet aus der i-<aiaptgleichui:g, da die Durchmesser dl und s12 und der Abstand hl bekannt sind, den gesuchten Abstand h2, Sollen die Flächendrucke nicht bloß proportional sondern bestimmten Größen gleich sein, so kann die Schnurspannung mit Hilfe einer einfachen Formel errechnet und mit Hilfe einer einfachen Vorrichtung gewährleistet werden, von welcher die Schnur nur unter dieser bestimmten Zugspannung abgegeben wird.
  • Ist der Winkel u, den die freien Verbindungsstrecken der Schnur mit den Querschnittsebenen des Beines bilden, an verschiedenen Stellen desselben Verbandes verschieden, so ist für die aus der überall gleichen Spannung der Schnur sich ergebenden quergerichteten Komponenten cos a in die Hauptgleichung einzuführen.
  • Um die bisher beschriebenen Wirkungen zu sichern, ist es notwendig, daß die Angriffspunkte der Schnur ihre Höhenlage unverändert beibehalten und dennoch in der betreffenden Querschnittsebene leicht verschiebbar sind, damit die von der Schnur ausgehenden Zugkräfte sich möglichst vollkommen auf die Umhüllung fortpflanzen. Die Schnürvorrichtung ist daher mit Versteifungen zu versehen, welche in der Längsrichtung fast gar keine, in der Querrichtung dagegen eine sehr große Nachgiebigkeit besitzen. Diese Bedingung könnte beispielsweise dadurch erfüllt werden, daß auf dem einen Rande der Umhüllung eine nicht kürzbare, und auf dem anderen Rande gar keine Längsversteifung angeordnet würde, was indessen mit dem Nachteil verbunden wäre, daß der Spannungsausgleich nur einseitig, und deshalb unter größeren Reibungswiderständen erfolgen würde. Besser würden schon Längsversteifungen wirken, die aus mehreren dem Abstande der Angriffspunkte entsprechenden Gliedern gelenkig zusammengesetzt und auf beiden Rändern angeordnet wären.
  • Bei den durch Abb. i und 2 dargestellten Ausfültrunhsformen ist diese Bedingung dadurch erfüllt, daß in an sich bekannter Weise eine einzige Schnur b abwechselnd von einem zum anderen Rande über je ein druckstabförmiges Gebilde a geführt wird, welches aus der Vereinigung je zweier benachbarter Angriffspunkte A2 A4 desselben Randes hervorgegangen und ebensolang oder länger ist als die ihm gegenüberliegende nicht versteifte Strecke A1 A3 des anderen Stoffrandes, so daß durch den Widerstand der druckstabförmigen Gebilde das aus der Spannung der Schnur entspringende Kürzungsbestreben aufgehoben (Abb. i) oder in ein nachgiebiges Streckungsbestreben der ganzen Verschnürung um gewandelt wird (Abb. 2). Diese Anordnung bietet den Vorteil, daß die nicht versteiften Strecken der Ränder, ohne Faltenbildung, eine große Nachgiebigkeit in der Querrichtung, und die Schnürvorrichtungen selbst eine große Anpassungsfähigkeit an das Bewegungsspiel der Muskeln besitzen.
  • Um die Reibung der Schnur auf ein Mindestmaß zu- bringen, können die Angriffspunkte der Schnur, wie bekannt, durch Röllchen dargestellt werden.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i.- Schnürvorrichtung, insbesondere für Krampfaderverbände, dadurch gekennzeichnet, daß die Angriffspunkte (Al A3, AZ A4) der Schnur (b) auf den Rändern der Umhüllung (c) in ungleichen Abständen angeordnet sind, damit die gleichmäßig gespannte Schnur entsprechend der auf die Längeneinheit entfallenden Anzahl ihrer freien Verbindungsstrecken (Al A2, A3 A4) an verschiedenen Stellen der Umhüllung verschiedene Zugkräfte und dadurch verschiedene Flächendrucke hervorruft.
  2. 2. Schnürvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die mittleren Abstände (hl, h2) der Verbindungsstrecken den Durchmessern (d1, d2) der betreffenden Querschnitte des umhüllten Beines umgekehrt proportional sind, damit die aus der gleichmäßigen Spannung der Schnur (b) hervorgehende Spannung der Umhüllung (c) an allen Stellen des umspannten Beines den gleichen Flächendruck hervorruft.
  3. 3. Schnürvorrichtung nach Anspruch =, dadurch gekennzeichnet, daß die mittleren Abstände (hl, h2) der Verbindungsstrecken umgekehrt proportional sind den Produkten (P1- dl, p2 - d2) aus Blutdruck (P1, P2) mal Durchmesser (dl, d2) der betreffenden Beinquerschnitte, damit die aus der gleichmäßigen Spannung der Schnur (b) hervorgehende Spannung der Umhüllung (c) in allen Querschnitten des umspannten Beines einen dem statischen Überdrucke der Blutsäule proportionalen Flächendruck hervorruft. q.. Schnürvorrichtung nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet,. daß in an sich bekannter Weise je zwei benachbarte Angriffspunkte (Az, A4) desselben Randes zu einem druckstabförmigen Gebilde (a) vereinigt sind, welches ebensolang oder länger ist, als die ihm gegenüberliegende, nicht versteifte Strecke (Al, A3) des anderen Stoffrandes, damit einerseits die Höhenlage - aller Angriffspunkte unverändert erhalten wird, und anderseits der Ausgleich der von der Schnur (b) ausgehenden Spannungen leicht erfolgen kann.
DEST31632D 1918-12-24 1918-12-24 Schnuervorrichtung, insbesondere fuer Krampfaderverbaende Expired DE364399C (de)

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