DE3642738A1 - Kraftstoffeinspritzpumpe der verteilerbauart fuer brennkraftmaschinen mit leiselauf-einspritzung bei niederem leerlauf - Google Patents
Kraftstoffeinspritzpumpe der verteilerbauart fuer brennkraftmaschinen mit leiselauf-einspritzung bei niederem leerlaufInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Einspritzpumpe für
Brennkraftmaschinen gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Bei Dieselmotoren mit Wirbelkammer- oder Vorkammerbrenn
verfahren wird bei der kritischen Beurteilung der Motora
kustik insbesondere das "Nagelgeräusch" im niederen Leer
lauf des Motors als lästig und unangenehm empfunden. Das
allgemein als "Dieselnageln" bezeichnete Geräusch wird
durch einen zwar kleinen, jedoch steilen Drucksprung in
nerhalb des Verbrennungsraumes verursacht, der zusätzlich
statistisch unregelmäßig auftritt.
Dieser harte Dieselschlag kann vermindert oder sogar ver
mieden werden, wenn während des Zündverzugs nur wenig
Brennkraftstoff in den Zylinder gespritzt wird. Ein ent
sprechender Einspritzverlauf kann durch den Einspritz
nocken oder durch querschnittssteuernde Einspritzdüse, wie
z. B. die Drosselzapfendüse verwirklicht werden. Bei die
sem Einspritzverlauf stellt die nachfolgende Verbrennungs
phase dann höhere Anforderungen an die Mischungsvorgänge,
so daß dieses Vorgehen technisch und wirtschaftlich auf
wendig ist.
Es gilt als inzwischen bekannt, daß der bei Verwendung ei
nes handelsüblichen Einspritzsystems auftretende steile
Zünddruckanstieg durch die Dehnung der Einspritzdauer,
durch eine spätere Einspritzung oder durch eine Mehrfach
einspritzung, soweit gemindert werden kann, daß das infol
gedessen auftretenden "Dieselnageln" kaum bzw. nicht mehr
wahrnehmbar ist. Eine Dehnung der Einspritzdauer kann da
durch erzielt werden, indem eine bestimmte Kraftstoffmenge
während der Nutzhubphase dem Hochdruckraum der Einspritz
pumpe entnommen wird, so daß das Einspritzintervall über
die sonst normale Zeit hinaus verlängert wird.
Eine Einspritzpumpe der oben genannten Bauart ist aus der
DE-PS 25 03 346 bekannt, wo aus dem Pumpenarbeitsraum,
kurz nachdem der Druckhub begonnen hat, jeweils über eine
der am Verteilerkolben angeordneten Längsnuten über eine
Drosselstelle die unmittelbar an der pumpenarbeitsraumsei
tigen Mündungsstelle des Entnahmekanals angeordnet ist,
und ein Magnetventil über einen in den Pumpeninnenraum
mündenden Kanal Kraftstoff absteuert. Dabei wird davon
ausgegangen, daß bei jedem Druckhub des Pumpenkolbens
nacheinander eine der Längsnuten, die sonst für die Kraft
stoffversorgung des Pumpenarbeitsraumes während des Saug
hubs bestimmt sind, als Steuernut dient, durch welche bei
geöffnetem Magnetventil der feste Zeitpunkt der Aufsteue
rung des Entnahmekanals und damit des Beginns der Kraft
stoffentnahme aus dem Pumpenarbeitsraum gesteuert wird.
Da das als Magnetventil ausgebildete Steuerorgan während
des Druckhubs der Einspritzpumpe bei höheren Drehzahlen
den Entnahmekanal gesperrt halten muß, muß das Magnetven
til eine nicht unerhebliche Leistung bringen können, was
einer aufwendigen und komplizierten Konstruktion seiner
Innenausstattung bedarf. Ferner entsteht durch die Anbrin
gung des Magnetventils auf dem Verteilerkopf nach außen
hin eine zusätzliche Öffnung im Pumpengehäuse, die ent
sprechend dem dort herrschenden hohen Druck gut abgedich
tet werden muß.
Aufgabe der Erfindung ist, eine Einspritzpumpe der ein
gangs genannten Art zu entwickeln, mit der auf einfache
und sichere Weise im niederen Leerlauf eine Leiselaufein
spritzung erzielt ohne das Verhalten der Einspritzpumpe
bei Lastbetrieb zu ändern oder nachteilig zu beeinflussen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im kennzeich
nenden Teil des Anspruchs 1 aufgeführten Merkmale gelöst.
Im Betriebspunkt des niederen Leerlaufes wird der Regel
schieber verdreht, wodurch eine Verbindung zwischen dem
Hochdruckraum und dem Pumpeninnenraum geschaffen ist. Die
Unterbringung des Abblaseventils unmittelbar im Regel
schieber hat den Vorteil, daß durch eine einfache Winkel
versetzung eine zweite Ebene von Absteuerbohrung anwendbar
ist ohne zusätzliche Zentralbohrungen im Verteilerkolben
zu benötigen. Die Ausschaltung der Leiselaufeinspritzung
durch Drehung des Regelschiebers hat ebenfalls gegenüber
anderer Systeme, die auf rein hydraulischer Abstimmung (z.
B. Entlastungsventilausführung, Lage der Absteuernut, Dü
senquerschnittsgestaltung) beruhen, den Vorteil, daß die
auf Optimalverbrauch abgestimmte Einspritzanordnung der
Anlage im Verhalten bei Last nicht geändert wird. Die
Drosselbohrung und das Abblaseventil sind vorteilhafter
weise so abgestimmt, daß durch die Kraftstoffabsteuerung,
und dem daraus im Druckraum erfolgten Druckabfall, ein
späteres oder mehrfaches aber jeweils kurzes Öffnen der
Einspritzdüsennadel erreicht wird. Dadurch wird das "Die
selnageln" weitgehend beseitigt, was demzufolge einen lei
seren Motorlauf ergibt.
Die in die axial verlaufende Bohrung des Verteilerkolbens
mündende und radial verlaufende Absteuerbohrung liegt vor
teilhafterweise im Bereich des Regelschiebers und ist zu
der eigentlichen Steuerbohrung so beabstandet und winkel
versetzt, daß sie bei Drehung des Regelschiebers den
Druckraum mit dem Pumpeninnenraum verbindet und bei Über
schreitung des niederen Leerlaufbereichs der Regelschieber
in seiner ursprünglichen Lage zurückgebracht wird und die
Absteuerung außer Funktion setzt. Diese vorteilhafte Aus
führung der Absteuerbohrung erlaubt, daß die Steuerbohrung
mit der Regelschieberkante die Kraftstoff-Förderung unab
hängig von der Winkellage des Regelschiebers bei allen
Drehzahlen und Lastzuständen des Motors normal regelt.
ln der Weiterbildung der Erfindung wird der Regelschieber
vorteilhafterweise von einer Betätigungsstange verdreht,
die mit ihrem Kugelkopf am Umfang des Regelschiebers sitzt
und die Hin- und Herbewegung der Betätigungsstange auf dem
Regelschieber in Form einer Winkelverdrehung überträgt.
Die Betätigungsstange wird durch eine drehzahlabhängige
Steuereinheit bewegt, die vorteilhafterweise eine Hydrau
likeinheit ist, kann aber auch ein Elektromagnet sein
(ähnlich dem elektrischen Abstellventil) der durch einen
Kontaktschalter am Leerlaufanschlag des Fahrhebels ge
schaltet ist. Als Arbeitsdruck für den Kolben wird vor
teilhafterweise der im Pumpeninnenraum herrschende Kraft
stoffdruck benutzt. Die auf der Reglerachse sitzende Reg
lermuffe wird durch die Fliehgewichte in Abhängigkeit von
Last und Drehzahl des Motors verschoben. Die Radialbohrun
gen der Reglermuffe und der Reglerachse sind vorteilhaf
terweise so bemessen und zueinander so beabstandet, daß
bei Motorstillstand und im niederen Leerlauf diese sich
überdecken, so daß Kraftstoff aus dem Pumpeninnenraum über
die hohlgebohrte Reglerachse zum Steuerzylinder der Hy
draulikeinheit hinfließt und den Kolben mit der Betäti
gungsstange verschiebt und den Regelschieber so weit
schwenkt, daß die Absteuerbohrung mit der Drosselbohrung
fluchtet. Der Durchmesser der Radialbohrung der Regler
achse ist vorteilhafterweise größer gestaltet als der der
Reglermuffe, und beide sind zueinander so angebracht, daß
die Drehzahlschwankung im Leerlauf sowie den anfänglichen
Teillastbereich damit gedeckt wird. In dieser Betriebspha
se wird die Beaufschlagung des Kolbens mit Kraftstoff aus
dem Pumpeninnenraum gewährleistet, so daß die Leise
lauf-Einspritzung funktioniert. Bei Überschreitung der
Leerlaufphase überdecken sich die Bohrungen der Regler
achse und der Reglermuffe nicht mehr, und der Kraft
stoffluß zu Hydraulikkolben wird unterbrochen. Die Rück
holfeder schiebt den Kolben mit der Betätigungsstange zu
rück und der Regelschieber wird in seine ursprüngliche La
ge zurückgedreht. Durch diese selbsttätige aber zuverläs
sige Regelung wird die Leiselauf-Einspritzung einfach
durch Gasgeben sofort ausgeschaltet, so daß die akustisch
gunstige verschleppte Einspritzung gezielt nur für den
niederen Leerlauf eingesetzt wird ohne deren ungünstigen
Wirkungen auf Leistung und Kraftstoffverbrauch bei Nenn
drehzahl zu haben.
Die Rückholfeder ist vorteilhafterweise mit dem während
der Leerlaufphase im Pumpeninnenraum herrschenden Druck so
abgestimmt, daß der mit Kraftstoff beaufschlagte Kolben
sich gegen die Federkraft verschiebt und die Betätigungs
stange bewegt. Der Kolben ist vorteilhafterweise mit einer
Axialbohrung versehen, die die Räume vor und unter hinter
dem Kolben zwecks besserer Dämpfung der Hydraulikeinheit
miteinander verbindet, und ist so bemessen, daß der Kraft
stoffluß zum Tank gewährleistet wird ohne den Druck im
Pumpeninnenraum zu beeinflussen.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist in dem Zylin
der der Hydraulikeinheit ein Anschlag vorgesehen, der die
Kolbenbewegung begrenzt. Erreicht der Kolben den Anschlag,
so ist der Regelschieber so weit verdreht und die Verbin
dung zwischen dem Druckraum und dem Pumpenraum ist herge
stellt. Dieser Anschlag verhindert, daß der Kolben bei
einem Druckanstieg, durch Leerlaufdrehzahlschwankungen
oder durch das Fahren im Teillastbereich sich weiter be
wegt und die Bypass-Verbindung zwischen Druckraum und Pum
peninnenraum unterbricht.
Zur weiteren Erläuterung der Erfindung wird auf die Zeich
nungen verwiesen.
Es zeigen:
Fig. 1 einen Axialschnitt durch eine
erfindungsgemäße Einspritzpumpe mit dem
Verteilerkolben und Regelschieber sowie mit
dem mengensteuernden Fliehkraftregler.
Fig. 2 einen Teilschnitt des auf dem
Verteilerkolben angebrachten Regelschiebers
mit dem Steuerventil während der
Kraftstoffabsteuerung bei der Nutzhubphase
des Verteilerkolbens.
Fig. 3 eine schematische Darstellung der
Steueranordnung mit der Hydraulikeinheit,
die den Regelschieber verdreht.
Fig. 4 ein Diagramm, daß die Wirkung der
lastabhängigen Leiselauf-Einspritzung auf
dem Brennraumdruck und den dazugehörigen
Nadelhubverlauf darstellt.
Fig. 5 ein Diagramm, daß den Wirkungsbereich der
Leiselauf-Einspritzung zeigt.
In Fig. 1 ist eine Verteilereinspritzpumpe 1 dargestellt,
deren Innenraum 2 mit Kraftstoff gefüllt ist, dessen Druck
durch ein Drucksteuerventil eingestellt wird und mit der
Motordrehzahl proportional steigt. Ein Verteilerkolben 3
arbeitet in einem Gehäuseteil 4 und schließt mit dem einen
Arbeitsraum 5 ein, zu dem durch die Hubbewegung des Ar
beitskolbens durch den Verbindungskanal 7 und einem der am
Verteilerkolben angebrachten Steuerschlitzen 6 Kraftstoff
vom Pumpeninnenraum gelangt, dort gepreßt und durch die
Drehbewegung des Verteilerkolbens über seine Längsnut 8
und der Verteilernut 9 zu einer der Auslaßleitungen 10 ge
fördert und über ein Druckventil 10′ in die jeweilige Ein
spritzleitung gesperrt wird.
Auf dem Verteilerkolben 3 ist ein Regelschieber 12 glei
tend angebracht, dessen Kante 12′ mit der Steuerbohrung 14
des Verteilerkolbens die Kraftstofförderung regelt. Wird
die Steuerbohrung durch die Kante 12′ freigegeben, so
bricht der Druck in dem Druckraum 5 zusammen, und der dort
noch vorhandene Restkraftstoff fließt durch die Axialboh
rung 8 zum Pumpeninnenraum 2 zurück.
Die Lage des Regelschiebers 12 wird durch den Fliehkraft
drehzahlregler 18 bestimmt. Mit zunehmender Drehzahl wer
den die Fliehgewichte 18′ nach außen bewegt und verschie
ben axial über eine Reglerachse 16 eine darauf gleitende
Reglermuffe 19, die mittels Hebel-Federsystem 15 eine
axiale Verschiebung des Regelschiebers 12 auf dem Ver
teilerkolben hervorruft. Die Reglerachse hat eine radiale
Bohrung 20, die in einer durch die Reglerachse axial ver
laufenden Bohrung 21 mündet. Die Reglermuffe weist eben
falls eine radiale Bohrung 19′ auf, die einen kleineren
Durchmesser, als der der Bohrung 20 hat. Im Stillstand
liegen die Bohrungskanten aufeinander und mit zunehmender
Drehzahl durchläuft die Bohrung 19′ die größere Bohrung 20
in einer Überdeckungsphase, die ab einer noch höher lie
genden Drehzahl zu Ende geht und die Verbindung zwischen
dem Pumpeninnenraum und der in der Regelerachse radial
verlaufenden Bohrung 21 unterbricht.
Gemäß Fig. 3, Lage I fließt bei niederem Leerlauf und dem
anschließenden niederen Teillastbereich Kraftstoff aus dem
Pumpeninnenraum 2 mit dem dort herrschenden Druck durch
die Bohrungen 19′, 20 und 21 zu einer Hydraulikeinheit 30
(Fig. 3), mündet dort durch die Bohrung 33 in den Zylinder
30′ ein, und schiebt den Kolben 28 und die damit verbun
dene Betätigungsstange 27, die mit einem Kugelkopf 27′
durch eine Aussparung 34 am radialen Umfang des Regel
schiebers 12 rastet. Diese dreht den Regelschieber um ei
nen bestimmten Winkel bei der der Kolben gegen einen An
schlag 32 seinen Endhub erreicht, und gemäß Fig. 2 die Ab
steuerbohrung 13 mit der im Regelschieber gebrachten Dros
selbohrung 22 und dem darauf montierten Abblaseventil 25
fluchtend in einer Ebene liegt.
Während der Druckphase des Verteilerkolbens fließt ein
Teil des Kraftstoffs aus dem Druckraum 5 über die Innen
bohrung 8 und die Absteuerbohrung 13 des Verteilerkolbens
durch die Drosselbohrung 22 im Regelschieber und wird über
dem Abblaseventil 25 durch seine Bohrung 26 in den Pumpen
innenraum zurückgefördert. Der Druckabfall im Druckraum 5
hat zur Folge, daß ein späteres Öffnen der Einspritzdüsen
nadel erreicht wird, ggfs. durch die Abstimmung der Dros
selbohrung 22 mit dem Abblaseventil 25 kann auch mehrfa
ches aber jeweils kurzes Öffnen der Einspritzdüsennadel
erreicht werden.
Beide o. g. Einspritzarten der Einspritzzeitverlängerung
mit dem entsprechenden Brennraumdruckverlauf sind in Fig.
4 schematisch dargestellt. Bei der ersten Einspritzart,
Kurven 1 und 1′, hebt die Einspritzventilnadel einmal für
eine relativ längere Zeit ab, und bei der zweiten Ein
spritzart, gemäß Kurven 2 und 2′, hebt die Nadel mehrere
Male für kurze Zeitintervalle hintereinander ab, wodurch
in beiden Fällen ein Motorleiselauf erreicht wird. Über
schreitet der Motor die Leerlauf- und die Teillastbereich
grenze, so verschieben sich, gemäß Fig. 3, Lage II, die
Bohrungen der Reglerachse und der Reglermuffe 19′ und 20
auseinander, so daß keine Überdeckung mehr besteht und der
Kraftstoffzulauf zu der Hydraulikeinheit wird unterbro
chen. Die Rückholfeder drückt den Kolben bis zum Anschlag
32′ zurück. Dieser nimmt die Betätigungsstange soweit mit,
daß die Absteuerbohrung am Verteilerkolben sich nicht mehr
mit der Drosselbohrung des Regelschiebers überdeckt.
Fig. 5 zeigt das Regelgebiet der Einspritzpumpe mit den
Linien konstanter Regelhebelstellung. Der gemäß der Erfin
dung vorgeschlagene Einsatzbereich A der Leiselaufein
spritzung ist darauf schraffiert dargestellt, und der Be
triebspunkt des niederen Leerlaufs innerhalb dieses Be
reichs ist mit B bezeichnet.
Claims (10)
1. Einspritzpumpe der Verteilerbauart für Brennkraft
maschinen mit Verteilerkolben (3), der stirnseitig einen
Druckraum (5) mit einem Gehäuseteil (4) schließt, mit
Axialbohrung (8) sowie damit in Verbindung stehende Steu
erbohrung (14), der durch seine Hubbewegung Kraftstoff vom
Pumpeninnenraum (2) in den Druckraum (5) fördert und durch
seine Rotation diese auf die einzelnen Einspritzleitungen
verteilt, mit einem auf dem Verteilerkolben gleitenden Re
gelschieber (12), dessen Kante (12′) mit der Steuerbohrung
(14) die Kraftstoff-Förderung regelt, wobei sich die Lage
des Schiebers durch einen Fliehkraftregler (18) drehzahl
abhängig einstellt, indem durch die Wirkung von Fliehge
wichten (18′) eine Reglermuffe (19) über eine Reglerachse
(16) sich axial bewegt und durch einen Hebel (15) den Re
gelschieber (12) auf den Verteilerkolben verschiebt, wobei
die Reglerachse mit einer Axialbohrung (21) und einer
darin mündenden Radialbohrung (20) versehen ist, mit einem
Bypass, der bei niederem Leerlauf den Druckraum (5) mit
dem Pumpeninnenraum (2) über eine Drosselbohrung (22) und
Abblaseventil (25) verbindet und der während der Nutzhub
phase den im Druckraum (5) herrschenden Druck durch Kraft
stoffabsteuerung kurzzeitig herabsetzt,
dadurch gekennzeichnet, daß der Bypass im Bereich des Re
gelschiebers (12) im Verteilerkolben (3) als Bohrung ange
ordnet und durch Drehung des Regelschiebers steuerbar ist.
2. Einspritzpumpe nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der Regelschieber (12) eine
radiale Drosselbohrung (22) aufweist, auf der ein gesteu
ertes Abblaseventil (25) sitzt, dessen Ventilkörper (25′)
die Drosselbohrung (22) unter dem Druck einer Feder (24)
dicht schließt und dessen Innenraum mit dem Pumpeninnen
raum (2) durch eine Bohrung (26) verbunden ist.
3. Einspritzpumpe nach einem der vorhergehenden An
sprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Verteilerkolben (3) eine
in die Axialbohrung (8) mündende und zu der Steuerbohrung
(14) winkelversetzte und radial verlaufende Absteuerboh
rung (13) aufweist, die vom Hochdruckraum (5) gesehen hin
ter der Steuerbohrung (14) liegt.
4. Einspritzpumpe nach einem der vorhergehenden An
sprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß im niederen Leerlauf der Re
gelschieber (12) so verdreht liegt, daß die Absteuerboh
rung (13) bei der Nutzhubphase mit der Drosselbohrung (22)
in Verbindung steht und die Steuerbohrung (14) vom Regel
schieber gesperrt bleibt
5. Einspritzpumpe nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der Regelschieber (12) am Um
fang, zu der Drosselbohrung (22) radial versetzt, eine
Aussparung (34) aufweist, in die der Kugelbolzen (27′) ei
ner Betätigungsstange (27) sitzt.
6. Einspritzpumpe nach einem der vorhergehenden An
sprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungsstange (27)
durch eine drehzahlabhängige Steuereinheit (30) hin und
her verschiebbar ist.
7. Einspritzpumpe nach einem der vorhergehenden An
sprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser der Radialboh
rung (20) der Reglerachse (16) größer ist als der der Ra
dialbohrung (19′) der Reglermuffe (19).
8. Einspritzpumpe nach einem der vorhergehenden An
sprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß im Stillstand der Einspritz
pumpe die Radialbohrung (19′) der Reglermuffe (19) am An
fang der Radialbohrung (20) der Reglerachse (16) liegt und
mit zunehmender Drehzahl diese durchläuft.
9. Einspritzpumpe nach einem der vorhergehenden An
sprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinheit eine Hydrau
likeinheit ist, deren Betätigung durch den im Pumpeninnen
raum herrschenden Druck erfolgt, die aus einem Gehäuse
(30) besteht, in dem ein Kolben (28) mit einer axial ver
laufenden Drosselbohrung (29) gleitet, der mit der Betäti
gungsstange (27) verbunden ist, wobei der Kolben bei sei
ner Hubendlage jeweils gegen einen Anschlag (32, 32′) an
liegt.
10. Einspritzpumpe nach einem der vorhergehenden An
sprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (30′) der Hydrau
likeinheit auf der einen Seite des Kolbens (28) eine
Kraftstoffzulaufbohrung (33), und auf der anderen Seite
des Kolbens eine Kraftstoffablaufbohrung (35) aufweist,
und ist mit einer Rückholfeder (31) ausgerüstet, die auf
dem Kolben gegen den Druck des einfließenden Kraftstoffs
wirkt.
11. Einspritzpumpe nach einem der vorhergehenden An
sprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Kraftstoffzulaufbohrung
(33) mit der Axialbohrung (21) der Reglerachse (16) ver
bunden ist, und die Kraftstoffablaufbohrung (35) mit dem
Tank verbunden ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863642738 DE3642738A1 (de) | 1986-12-13 | 1986-12-13 | Kraftstoffeinspritzpumpe der verteilerbauart fuer brennkraftmaschinen mit leiselauf-einspritzung bei niederem leerlauf |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863642738 DE3642738A1 (de) | 1986-12-13 | 1986-12-13 | Kraftstoffeinspritzpumpe der verteilerbauart fuer brennkraftmaschinen mit leiselauf-einspritzung bei niederem leerlauf |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3642738A1 true DE3642738A1 (de) | 1988-06-16 |
Family
ID=6316193
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19863642738 Withdrawn DE3642738A1 (de) | 1986-12-13 | 1986-12-13 | Kraftstoffeinspritzpumpe der verteilerbauart fuer brennkraftmaschinen mit leiselauf-einspritzung bei niederem leerlauf |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3642738A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3929548A1 (de) * | 1989-09-06 | 1991-03-07 | Kloeckner Humboldt Deutz Ag | Vorrichtung zum gleichstellen der foerdermenge von kraftstoffeinspritzpumpen |
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| DE3524387A1 (de) * | 1984-07-10 | 1986-01-23 | Nissan Motor Co., Ltd., Yokohama, Kanagawa | Kraftstoffeinspritzpumpe |
| DE3429128A1 (de) * | 1984-08-08 | 1986-02-20 | Robert Bosch Gmbh, 7000 Stuttgart | Kraftstoffeinspritzpumpe fuer brennkraftmaschinen |
| DE3510221A1 (de) * | 1985-03-21 | 1986-09-25 | Robert Bosch Gmbh, 7000 Stuttgart | Kraftstoffeinspritzpumpe fuer brennkraftmaschinen |
-
1986
- 1986-12-13 DE DE19863642738 patent/DE3642738A1/de not_active Withdrawn
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| Title |
|---|
| JP-Patents Abstracts of Japan, M-121, April 15, 1982, Vol.6 No.58, Ref. 56-167844 (A) * |
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