DE3642572A1 - System zur uebernahme von stroemungsmitteln auf offener see - Google Patents
System zur uebernahme von stroemungsmitteln auf offener seeInfo
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Description
Die Erfindung befaßt sich mit der Übernahme von
Strömungsmitteln aus einer verankerten Öl- oder
Gasplattform von einem Gefäß aus einer Tonne oder
aus einem Bohrkopf durch ein Empfängerschiff auf
hoher See. Hierbei kann ein hoher Wellengang
herrschen, der eine beträchtliche Relativbewegung
zwischen der Plattform und dem Schiff hervorruft,
und zwar sowohl in bezug auf ein Anheben, eine Quer
bewegung, eine Neigungsbewegung, eine Rollbewegung
und eine Bewegung um die Hochachse.
Bei bekannten Anordnungen wird das Empfängerschiff
an die Plattform oder Boje manövriert und der Über
tragungsschlauch wird von dem Schiff nach der Platt
form oder umgekehrt überführt. Dies ist gefährlich
und schwierig auf offener See, insbesondere unter
extremen klimatischen Bedingungen, die häufig vor
herrschen. Obgleich die Schlauchübertragung mittels
eines an einer Leine verankerten Bodens vorgenommen
werden kann und hierdurch eine Überführung zwischen der
Plattform und dem Empfängerschiff möglich wird, stellt
dies eine manuelle Betätigung dar und die Mannschaft
ist einem beträchtlichen Risiko ausgesetzt. Es ist
daher höchst erwünscht, das Verfahren der Übernahme
von Strömungsmitteln zwischen zwei relativ zueinander
bewegten Teilen wenigstens teilweise zu automatisieren.
Eine Vorrichtung, durch die dies bewerkstelligt werden
kann, ist in der GB-OS 85 18 001 beschrieben. Hier ist
eine Anordnung erläutert, um eine solche Übertragung
auf See durchzuführen und es sind Verbindungsmittel
vorgesehen, über die das Strömungsmittel über
tragen werden kann, und zwar ist eine Sonde und
ein Sondenempfänger vorgesehen, die miteinander in
Eingriff gebracht oder entkuppelt werden können, um
eine Strömungsmittelübertragung mittels eines Schlauches
durchführen zu können. Ein Teil der Verbindungsmittel
ist dabei auf der Plattform oder der Boje montiert
und der andere Teil wird von einem wenigstens teil
weise raumstabilisierten Krangerüst oder einem anderen
Aufbau des Empfängerschiffes getragen. Bei dieser be
kannten Anordnung kann das Empfängerschiff zeitweise
in Eingriffsstellung benachbart zur Plattform ge
bracht werden und die Verbindungsteile werden auto
matisch ausgerichtet, um den Eingriff herbeizuführen,
wobei der ausziehbare Schlauch ausgezogen wird, wenn
sich das Schiff von der Plattform weg in eine zweck
mäßigere Stellung bewegt. Die Verbindungsmittel
bleiben dabei in Eingriff, um eine Strömungsmittel
übertragung zu gewährleisten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine weitere
Anordnung zu schaffen, die die Koppelfolge im wesent
lichen automatisiert, um eine Strömungsübertragung
zwischen dem Schlauch und dem Empfängerschiff vor
nehmen zu können, wobei das Empfängerschiff an einer
unbemannten Speiseplattform oder einer Boje längsgehen
kann, während die Verbindung hergestellt wird und
während danach die Strömungsmittelübertragung erfolgt
und auch während des Endkuppelvorganges, wobei eine
manuelle Handhabung des Übertragungsschlauches in jeder
Arbeitsphase vermieden ist.
Die Erfindung geht aus von einem System zur Über
nahme von Strömungsmitteln auf offener See aus
einer Quelle, beispielsweise einer verankerten Öl
oder Gasplattform, aus einem Behälter, aus einer
Tonne oder aus einem Bohrbrunnenkopf, wobei die
Übernahme bei Wellengang von einem Empfängerschiff
unter Hochseebedingungen stattfindet, wobei auf dem
Empfängerschiff ein wenigstens teilweise raumstabili
siertes Krangerüst angeordnet ist, welches sowohl in
der Höhe als auch im Azimut beweglich ist und wobei
ein Zielsuchsensor und eine Übernahmevorrichtung am
Krangerüst angeordnet ist.
Gelöst wird die gestellte Aufgabe durch die folgenden
Merkmale: eine Klemmeinrichtung, eine Winde, einen
ersten Selbstdichtungsteil einer Verbindungsvorrich
tung und auf der Quelle angeordnet einen Schlauch zur
Übertragung des Strömungsmittels aus der Quelle, ein
zweiter selbstdichtender Teil der Verbindungseinrich
tung an einem Ende des Schlauches, das von der Quelle
entfernt liegt, um automatisch eine Paßverbindung
mit dem ersten Teil der Verbindungsvorrichtung herzu
stellen und einen kontinuierlichen Strömungspfad
zwischen der Quelle und dem Empfängerschiff herzu
stellen; eine Übertragungsschlauchleitung, die an
dem Schlauch befestigt ist, eine Zielsuchvorrichtung,
die an einem Ende der Übertragungsschlauchleitung vor
gesehen ist, das dem Schlauch abgewandt ist, eine
Markierungsleitung, die an einem Ende der Zielvorrich
tung befestigt ist und ausdehnbar am anderen Ende mit
der Quelle verbunden ist, wodurch im Gebrauch dann wenn
ein Empfängerschiff benachbart zur Quelle liegt,
der Zielsensor und die Übernahmevorrichtung auf
dem teilweise raumstabilisierten Krangerüst auf
die Zielvorrichtung derart ausgerichtet werden können,
daß die Zielvorrichtung von dem Zielsensor aufge
nommen werden kann, wobei das Krangerüst so betätigt
wird, daß ein automatischer Eingriff zwischen der
Zielvorrichtung und der Klemmvorrichtung und der Winde
zustande kommt und die Zielvorrichtung von dem Kran
gerüst freigegeben werden kann, und wobei die Klemm
einrichtung freigegeben werden kann und die Winde die
Übertragungsschlauchleitung anzieht und dadurch auch
den Schlauch, bis die ersten und zweiten Teile der Ver
bindungsvorrichtung aufeinandertreffen und automatisch
eine Paßverbindung herstellen, um einen kontinuierlichen
Strömungspfad dazwischen herzustellen und um dadurch
den Schlauch mit dem Empfängerschiff zu kuppeln, und
wodurch der Schlauch von dem Empfängerschiff in einem
Verfahren abgekuppelt werden kann, das im wesentlichen
eine Umkehrung des vorbeschriebenen Verfahrens zur
Kopplung des Schlauches mit dem Empfängerschiff dar
stellt.
Vorzugsweise ist das Krangerüst schwenkbar auf dem
Empfängerschiff mitschiffs montiert, und bei Nicht
gebrauch kann der Kran eingelegt und verstaut werden,
um die Windbelastung zu vermindern, da die Raumstabili
sierung nur während der aktiven Zielsuchung und während
eines Teils des Verfahrens zur Überführung des Zieles
nach dem Empfängerschiff erforderlich ist.
Vorzugsweise wird der Schlauch von der Boje oder
der Plattform in Verbindung mit der Strömungs
mittelquelle getragen und es ist ein Ausleger vor
gesehen, von dem der Schlauch und die Markierungs
leitung getrennt schleifenartig herunterhängen, wo
bei eine geeignete Markierungsleitung innerhalb der
Plattform montiert ist, um die Zielvorrichtungen
in geeigneter Weise ausziehen zu können und um sie über
den Kran nach dem Empfängerschiff zu überführen.
Die Erfindung ergibt ein automatisches Verfahren mit
erhöhter Sicherheit, welches wiederholbar ist und
eine Kopplung gewährleistet, ohne daß die Mannschaft
dem Wetter oder anderen Unannehmlichkeiten ausgesetzt
würde.
Nachstehend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung
anhand der Zeichnung beschrieben. In der Zeichnung
zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung eines
Empfängerschiffs, welches an einer Platt
form längsgegangen ist;
Fig. 2 eine perspektivische Ansicht des Empfänger
schiffes und der Plattform in Übergabe
stellung;
Fig. 3 eine Darstellung der vorgeschlagenen
Schwimmeranordnung;
Fig. 4 eine Ansicht des Ziels gemäß der
Erfindung;
Fig. 5 das Ziel und den laufenden Schäkel
sowie ihre Beziehung zur Übertragungs
schlauchleitung und zur Kupplungs
stange;
Fig. 6 eine perspektivische Ansicht des Decks
des Empfängerschiffes, wobei die Placierung
des "Ziels" an der Schlauchwinde ersichtlich
ist;
Fig. 7 eine schematische Ansicht des raumstabili
sierten Krangerüstes gemäß der Erfindung;
Fig. 8 eine perspektivische Darstellung der
Tastvorrichtung und des Drehgelenkes
sowie ihre Anordnung und Lage gegenüber
dem Sensor;
Fig. 9a
bis 9k eine Folge von Arbeitsgängen beim Einfangen
des Ziels und während der Herstellung der
Verbindung.
Zunächst wird auf Fig. 1 und 2 der Zeichnung Bezug
genommen. Hier ist ein Tankschiff für verflüssigtes
Naturgas dargestellt, welches im folgenden als
"Empfängerschiff" bezeichnet wird. Dieses liegt längs
einer Plattform 2. Die Plattform 2 kann eine von einer
Mehrzahl von ähnlichen Plattformen sein, die
relativ zu einer nicht dargestellten Bohrinsel
oder einem nicht dargestellten Bohrkopf angeordnet
sind, und sie können hiermit über einen Schlauch 3
verbunden sein. Durch diese Anordnung wird es mög
lich, mehrere Empfängerschiffe gleichzeitig zu ver
sorgen. Stattdessen braucht jedoch auch nur eine
einzige Boje oder Plattform vorhanden zu sein, von
der aus ein Empfängerschiff gespeist wird, und die
direkt mit der Bohrinsel verbunden ist.
Gemäß der bevorzugten Anordnung wird das Empfänger
schiff während des gesamten Beladevorganges an einer
Stelle gehalten. Die Plattform 2 weist einen Ausleger
4 mit einem Primär-Auslegerarm 5 und einem Sekundär
auslegerarm 6 auf, die durch ein Abstandsglied 12
miteinander verbunden sind (Fig. 3).
Der mit der Strömungsmittelquelle, d.h. mit einer
Ölquelle oder einer Gasquelle innerhalb der Platt
form verbundene Schlauch 3 läuft durch den Primär-
Auslegerarm 5 und hängt von dem Auslegerkopf 7 nach
unten. Da die Länge aureichend bemessen sein muß, um
das Empfängerschiff 1 genügend weit von der Plattform
entfernt zu halten, d.h. im typischen Fall 30 m oder
mehr zuzüglich der Übertragungsmittel auf dem Deck
des Schiffes, taucht der Schlauch über einen beträcht
lichen Teil seiner Länge in das Meer ein. Am eingetauch
ten Ende besitzt der Schlauch eine selbstabdichtende
Strömungsmittelkupplung 8 (Fig. 3) und einen Anschluß
für eine Übertragungsschlauchleitung 9, die nach oben
verläuft und in einem "Ziel" oder einem Aufnehmer
10 endet (Fig. 3 und 4). Dieser Aufnehmer 10 ist
mit einer Markierungsleitung 11 verbunden, die von
dem sekundären Auslegerarm 6 nach unten verläuft
und die Markierungsleitung 11 läuft an dem Sekundär-
Auslegerarmaufbau entlang und endet beispielsweise
an einer nicht dargestellten drehbaren Vorratstrommel,
damit eine zusätzliche Markierungsleitung ausgezogen
werden kann, wie dies später erläutert wird. An dem
extrem äußeren Ende des Sekundär-Auslegerarms 6
sind Zielmarkierungen 13 an einer Stelle angeordnet,
die fest ist und die relativ zu dem verstauten Auf
nehmer 10 bekannt ist. Wie aus den Fig. 4 und 5
ersichtlich, besteht der Aufnehmer 10 aus einem
zylindrischen Schaftteil 17, der mit einer konzen
trischen Hülse 18 und zwei kreisrunden verjüngten
Flanschen 19 und 20 ausgestattet ist, um einen Spulen
aufbau zu schaffen. Der zylindrische Schaft 17 bzw.
die Welle 17 erstreckt sich weiter nach unten und
endet in einer verjüngten Gabel 22, die eine Schwenk
verbindung 23 mit einem Laufschäkel 24 herstellt.
Dieser Schäkel 24 weist eine Bohrung auf, die obere
und untere Ränder mit großem Radius besitzt, damit der
Schäkel als Leitungshalterung dienen kann, wie dies
noch beschrieben wird. In den Schäkel 24 ist eine
Kupplungsstange 25 mit einem Kugelende 26 und einer
Öse 27 angesetzt, die eine Schwenkbefestigung 28 mit
der Übertragungsschlauchleitung 9 bildet. Eine Öse am
oberen Ende der zylindrischen Welle 17 schafft eine
Schwenkverbindung 29 mit der Markierungsleitung 11,
die einen Anschlag 30 aufweist, der in einem festen
Abstand von dem Ende der Markierungsleitung ent
fernt liegt, um zu gewährleisten, daß der Auf
nehmer an einer geeigneten Stelle unter dem Aus
leger 6 liegt.
Im Mittelschiff weist das Empfängerschiff 1 ein
automatisch raumstabilisiertes Krangerüst 14, eine
Beobachtungskabine 15 benachbart hierzu und eine
Festlegeeinrichtung und eine Winde 16 (Fig. 6) auf.
Das Schiff ist im Mittelabschnitt so modifiziert,
daß eine Führung 31 gebildet wird, um den Schlauch 3
aufzunehmen, wenn er durch die Übertragungs-Schlauch
leitung 9 nach einer Stelle Außen-Bord überführt ist.
Je nach den Meeresbedingungen können sich Empfänger
schiff und Speiseplattform relativ zueinander be
wegen. Sie können sich körperlich in vertikaler
Richtung, seitlich und in Längsrichtung im gleichen
Sinne oder im Gegensinn bewegen, und sie können sich
auch im Winkel um die Querachse, die Längsachse oder
die Hochachse bewegen, obgleich die Bewegungen um
die Querachse und die Hochachse durch die Mitschiffs-
Installation vermindert werden. Der Kran 14, der als
"Skydrant" gemäß dem Britischen Warenzeichen der Firma
British Aerospace PLC ausgebildet ist, und in einer
Ausführungsform in Fig. 7 dargestellt ist, umfaßt vier
Hauptabschnitte, von denen drei unabhängig in der Höhe
von den anderen angeordnet sind.
Einer der Abschnitte ist ein Trägerturm 40, der
auf einem Drehkranz 41 mit gesteuerter Azimut-
Bewegung verschwenkt werden kann. Der Drehkranz 41
ist am Deck 42 in der Nähe der Seitenwand 33 (Fig.
9a) des Empfängerschiffs 1 verankert. Die übrigen
Abschnitte bestehen aus einem inneren Träger 35,
einem zentralen Träger 36 und einem äußeren Träger
37, die jeweils relativ zueinander durch bekannte
Hydraulikmittel beweglich sind. Der Träger 37 kann
in der Länge ausgezogen werden und er trägt einen
am Aufnehmer angreifenden Taster 34 am Ende eines
Drehgelenkes 32.
Der Kran ist schwenkbar und so angeordnet, daß sein
freies Ende, d.h. der am Aufnehmer angreifende
Taster 34 wenigstens teilweise im Raum stabilisiert
ist. Die verschiedenen Bewegungen für diese Schwenk
lagerung werden durch gesteuerte Bewegung der jewei
ligen Kranabschnitte 35, 36 und 37 bewirkt. Eine zu
sätzliche Bewegung in Erstreckungsrichtung des Krans
kann durch die Vorrichtung 38 bewirkt werden, um eine
Anpassung an unterschiedliche seitliche Bewegungen
zwischen der Plattform bzw. der Boje und dem Schiff
beispielsweise durch einen Scherenspreizmechanismus
zu bewirken. Der Taster 34 weist Schwenkeinrichtungen
auf, um eine Drehbewegung zu erzielen. Die Drehbewegung
des Krans 14 liefert das erforderliche Ansprechen wo
durch es möglich wird, die minimierte Masse genau über
eine lange Distanz mit hoher Geschwindigkeit zu be
wegen.
Fernwirksensoren 39, beispielsweise Fernsehkameras,
sind auf dem äußeren Träger 37 montiert und liefern
die Information die erforderlich ist, um auto
matisch den Aufnehmer einzufangen. Wenn der Kran,
wie aus Fig. 9d ersichtlich ist, ausgestreckt ist,
und wenn das Steuersystem das Ziel bzw. den Aufnehmer
10 erkannt hat, dann wird ein formschlüssiges Er
fassen zwischen dem Taster 34 und der zylindrischen
Hülse 18 der Aufnehmerspule bewirkt, wobei der Auf
nehmer von der Markierungsleitung in einem vorbe
stimmten und festen Höhenabstand unter dem Ausleger
6 hängt.
Fig. 9e veranschaulicht dieses Einfangen, während
Fig. 9g den Kran 14 verschwenkt zeigt, um den Auf
nehmer 10 nach dem Aufnahmeschiff 1 zu ziehen, wobei
die Markierungsleitung bzw. die Ausfuhrleitung 11
aus der Boje herausgezogen wird. An dieser Stelle
wird die Kranverschwenkung automatisch von der Raum
achsen-Stabilisierung reprogrammiert, was durch einen
Computer erfolgt, der Signale von Massenkraftsensoren
verarbeitet, um eine Stabilisierung der Schiffsachse
zu erreichen. Die Krangeometrie wird, wie in Fig. 9a
gezeigt, geschlossen und wie aus Fig. 9j hervorgeht,
in eine Stellung gedreht, wie in Fig. 6 dargestellt,
wodurch der Taster 34 den Aufnehmer 10 in im wesent
lichen horizontaler Lage hält, so daß der zylindrische
Abschnitt 17 parallel zu der Klemme 44 liegt und von
dieser erfaßt wird. Die Ausfuhrleitung 11 und die
Übertragungsleitung 9 erstrecken sich von dem Aufnehmer
10 weg und der Ablaufschäkel 24 hat sich so gedreht,
daß die Kupplungsstange 25 auf die Klemme 43 aus
gerichtet ist, durch die er erfaßt wird, wenn der
Aufnehmer die Klemme 44 erfaßt. In diesem Zustand
kann das Kugelende 26 (vgl. auch Fig. 5) veranlaßt
werden, automatisch die kraftabhängige mechanische
Kupplung 21 der Winde 16 zu erfassen und durch Gleit
wirkung eines Schlittens 46 des Tasters 34 wird dann
der Aufnehmer 10 freigegeben und bei entkuppelten
Klemmen 43 und 55 zieht die windenbetätigte Über
tragungsschlauchleitung den Schlauch 3 nach dem
Deck bis die Strömungsmittelkupplung 8 automatisch
an dem Strömungsmitteleinlaß des Schiffes angreift,
und dann kann die Strömungsmittelübertragung bewirkt
werden.
Nach Entkupplung des Tasters 34 vom Aufnehmer 10, der
von der Klemme 44 gehalten wird, wird der Kran ge
dreht und wie in Fig. 9k dargestellt, in eine Park
position überführt. Aus obigem ergibt sich, daß bei
jeder Stufe des Einfangens und während der Strömungs
mittelübertragung die Verbindung zwischen der Boje
und dem Empfängerschiff freiwillig dadurch unter
brochen werden kann, daß entweder der Taster 34 frei
gegeben wird, bevor der Aufnehmer mit dem Deckaufbau
16 in Berührung kommt, oder indem die Klemmen 43 und
45 freigegeben werden, nachdem der Aufnehmer am Ziel
aufbau 16 festgeklemmt ist. Hierdurch wird die Möglich
keit geschaffen, daß die überschüssige Übertragungs
schlauchleitung auf der Außenbordseite des Empfänger
schiffes frei ablaufen kann, so daß der Schlauch,
die Übertragungsschlauchleitung und die Markierungs
leitung alle ordnungsgemäß verbunden bleiben, wäh
rend sie vom Empfängerschiff abfallen. Dadurch wird
eine schnelle Trennung zwischen der Boje bzw. dem
Schwimmkörper und dem Empfängerschiff aus Sicher
heitsgründen in Notfällen möglich, weil sonst be
trächtliche Gefahrenquellen sowohl für die Schwimmer
boje als auch für das Empfängerschiff oder beide auf
treten könnten.
Eine Routineentkupplung nach Vollendung der Strömungs
mittelübertragungsphase wird dadurch erreicht, daß
man den Schlauch und die Übertragungsschlauchleitung
über Bord in gesteuerter Weise auslaufen läßt, bis
die kraftempfindliche mechanische Kupplung durch die
Rückbewegung des Schlittens 46 entkuppelt wird. Dann
wird der Kran so programmiert, daß er mit dem in der
Klemme 44 befindlichen Aufnehmer wieder angreift und
der Kran wird aktiviert, um den Aufnehmer vom Empfänger
schiff nach der Boje nach einer Stelle zu überführen,
wo er sicher vom Taster freigegeben werden kann, um
unter dem Ausleger des Schwimmers in einer Lage zu ver
bleiben, in der der Aufnehmer bereit ist, für die
nächste Übertragung.
Dann wird der Kran so programmiert, daß er in das
Empfängerschiff zurückgeführt und dann wie aus Fig. 9k
ersichtlich, in die Parkstellung gebracht wird.
Nunmehr wird die Arbeitsweise des Strömungsmittel
übertragungssystems unter Bezugnahme auf die Folge
der Zeichnungen 9a bis 9k beschrieben.
Zu Beginn der Schlauchfangperiode wird angenommen,
daß der Kranausleger 14 in der Staustellung abgelegt
ist und alle Systeme abgeschaltet sind. Das Schiff 1
befindet sich in einer stationären Stellung 22 bis 30m
entfernt von der Boje 2 bzw. der Plattform, wobei der
Ausleger ± 5 m von der Mittellinie der Boje 2 in
Richtung vorn-hinten angeordnet ist.
Der Kranausleger 14 wird durch Drehen des gesamten
Kranaufbaus auf dem Drehkranz 41 ausgefahren, bis
die Ausleger senkrecht zur Längsachse des Schiffes
verlaufen. Die Kranträger 35, 36 und 37 werden dann
in einem definierten Programm nacheinander betätigt,
welches die erforderliche Geometrie liefert, und der
Ausleger wird etwa 20 m vom Kran 14 gestreckt, wobei
der äußere Ausleger 37 horizontal in der Stillstands
stellung des Schiffes verläuft. Diese minimale Streck
stellung hält den Kranmast 14 in einer Lage die ge
währleistet, daß keine Kollision stattfinden kann,
selbst wenn die ungünstigste Kombination von Relativ
bewegungen zwischen Schiff und Boje stattfindet, und
das Schiff 1 von der Boje 2 in der minimalen Entfernung
von 22 m liegen.
Wenn der Kranmast 14 ausgefahren ist, dann wird
das Steuersystem aktiviert, um die Einheit gegen
sämtliche Schiffsbewegungen zu stabilisieren, außer
in der seitlichen Achse.
Wenn der Kranmast 14 ausgefahren und stabilisiert
ist, dann werden die Sensoren 39 aktiviert, jedoch
wird an dieser Stelle der Stabilisierungsschaltung
noch kein Eingang geliefert. Die Funktion der Sensoren
besteht darin, die Zielmarkierungen 13 auf dem Aus
legerkopf 7 zu erfassen und eine Information über die
Relativbewegung zwischen Kranmast 14 und Boje 2 zu
liefern. Diese Daten werden während einer Zeitdauer
von etwa 10 Minuten verarbeitet, um die Wirkung des
nicht dargestellten Schiffs-Lokalisierungssystems
abzuschätzen und die Lage des Kranmasten 14 entsprechend
zu verändern.
Wenn der Ausleger ausgefahren ist, wird das Kompen
sationssystem für die seitliche Schiffsbewegung akti
viert und die Information vom Sensor 39 wird der Sta
bilisierungsschaltung zugeführt. Nun wird der Kranmast
in Vertikalrichtung und in Vorwärts-Rückwärtsrichtung
relativ zum Aufnehmen der Bojenmarkierungsleitung ge
steuert. Im Seitenbetrieb erstreckt sich der äußere
Ausleger nach der vorher bestimmten Bezugsstellung,
wobei die seitliche Erstreckung von 0 auf 100%
ansteigt, wenn der Ausleger auf die Bezugsstellung
ausgefahren wird. Nunmehr wird der Taster des Krans
in körperliche Berührung mit dem Aufnehmer gehalten,
wodurch ein Einfangen bewirkt wird.
Das Schließen des Tasters um den Aufnehmer kann
entweder manuell oder automatisch bewirkt werden.
Nachdem der Aufnehmer 10 einmal gefangen ist, wird
der äußere Ausleger 37 in seine minimale Erstreckungs
stellung zurückgezogen, wobei die Markierungsleitung
11 mitgezogen wird. Hierbei wird die seitliche Kom
pensation progressiv abgeschaltet. Auch die Stabili
sierung wird gelöscht und der Kranmast führt die
Schiffsbewegung durch.
Während der nächsten Arbeitsstufe beginnen sich die
Ausleger in einer vorbestimmten Folge zusammenzu
falten. Hierdurch wird der Aufnehmer 10, die Markie
rungsleitung 11 und die Übertragungsleitung 9 nach dem
Schiff eingezogen.
Das Zusammenfalten setzt sich fort. Der zentrale
Träger 36 und der innere Träger 35 eine Form an
genommen haben, die ähnlich ist jener zu Beginn
der Fangfolge. Nunmehr wird jedoch der äußere
Träger 37 so programmiert, daß er sich in eine
Konfiguration begibt, in der er vertikal nach unten
hängt, und zwar zur Vorbereitung der Placierung des
Aufnehmers auf dem Schiffsdeck.
Nunmehr wird der "Skydrant"-Kran 14 in das Schiff 1
eingeschwenkt, indem er auf dem Drehkranz 41 gedreht
wird. Nachdem der Aufnehmer 10 auf dem Deck aufge
setzt ist, werden Klemme 44 und äußerer Träger 37
gestreckt, um den Aufnehmer an der erforderlichen
Stelle abzulegen. Nachdem die Deckklemme 44 den
Aufnehmer 10 erfaßt hat, wird der Taster 34 freigegeben
und der äußere Träger 37 zieht sich zurück.
Wenn der Aufnehmer 10 von der Deckklemme 44 erfaßt
ist, dreht sich der Kran 14 in seine Parkstellung und
er wird in einer vorbestimmten Folge in die Staustel
lung zusammengefaltet. Der Kran 14 verbleibt in der
Verstaustellung bis die Strömungsmittelübertragung
vollendet ist, und dann wird er reaktiviert, um den
Aufnehmer 10 in die Nähe des Auslegers der Boje zu
bringen, und der Vorgang stellt im wesentlichen eine
Umkehrung der oben beschriebenen Folge dar.
Claims (8)
1. System zur Übernahme von Strömungsmitteln
auf offener See aus einer Quelle, beispiels
weise einer verankerten Öl- oder Gasplattform,
aus einem Behälter, aus einer Tonne oder aus
einem Bohrbrunnenkopf, wobei die Übernahme bei
Wellengang von einem Empfängerschiff unter Hoch
seebedingungen stattfindet, wobei auf dem Em
pfängerschiff ein wenigstens teilweise raum
stabilisiertes Krangerüst angeordnet ist,
welches sowohl in der Höhe als auch im Azimut
beweglich ist, und wobei ein Zielsuchsensor
und eine Übernahmevorrichtung am Krangerüst an
geordnet ist,
gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale:
eine Klemmeinrichtung,
eine Winde,
einen ersten Selbstdichtungsteil einer Verbindungs vorrichtung und auf der Quelle angeordnet einen Schlauch zur Übertragung des Strömungsmittels aus der Quelle,
ein zweiter selbstdichtender Teil der Verbindungseinrichtung an einem Ende des Schlauches, das von der Quelle entfernt liegt, um automatisch eine Paßverbindung mit dem ersten Teil der Verbindungsvorrichtung herzu stellen und einen kontinuierlichen Strömungs pfad zwischen der Quelle und dem Empfängerschiff herzustellen;
eine Übertragungsschlauchleitung, die an dem Schlauch befestigt ist,
eine Zielsuchvorrichtung, die an einem Ende der Übertragungsleitung vorgesehen ist, das dem Schlauch abgewandt ist,
eine Markierungsleitung, die an einem Ende der Zielvorrichtung befestigt ist und ausdehnbar am anderen Ende mit der Quelle verbunden ist, wo durch im Gebrauch dann wenn ein Empfängerstift benachbart zur Quelle liegt, der Zielsensor und die Übernahmevorrichtung auf dem teilweise raum stabilisierten Krangerüst auf die Zielvorrichtung derart ausgerichtet werden können, daß die Ziel vorrichtung von dem Zielsensor aufgenommen werden kann, wobei das Krangerüst so betätigt wird, daß ein automatischer Eingriff zwischen der Zielvor richtung und der Klemmvorrichtung und der Winde zustande kommt, und die Zielvorrichtung von dem Krangerüst freigegeben werden kann, und wobei die Klemmeinrichtung freigegeben werden kann und die Winde die Übertragungsschlauchleitung anzieht und dadurch auch den Schlauch, bis die ersten und zweiten Teile der Verbindungsvorrichtung aufeinandertreffen und automatisch eine Paßverbindung herstellen, um einen kontinu ierlichen Strömungspfad dazwischen herzustellen und um dadurch den Schlauch mit dem Empfänger schiff zu kuppeln und wodurch der Schlauch von dem Empfängerschiff in einem Verfahren abgekuppelt werden kann, das im wesentlichen eine Umkehrung des vorbeschriebenen Verfahrens zur Kopplung des Schlauches mit dem Empfänger schiff darstellt.
eine Winde,
einen ersten Selbstdichtungsteil einer Verbindungs vorrichtung und auf der Quelle angeordnet einen Schlauch zur Übertragung des Strömungsmittels aus der Quelle,
ein zweiter selbstdichtender Teil der Verbindungseinrichtung an einem Ende des Schlauches, das von der Quelle entfernt liegt, um automatisch eine Paßverbindung mit dem ersten Teil der Verbindungsvorrichtung herzu stellen und einen kontinuierlichen Strömungs pfad zwischen der Quelle und dem Empfängerschiff herzustellen;
eine Übertragungsschlauchleitung, die an dem Schlauch befestigt ist,
eine Zielsuchvorrichtung, die an einem Ende der Übertragungsleitung vorgesehen ist, das dem Schlauch abgewandt ist,
eine Markierungsleitung, die an einem Ende der Zielvorrichtung befestigt ist und ausdehnbar am anderen Ende mit der Quelle verbunden ist, wo durch im Gebrauch dann wenn ein Empfängerstift benachbart zur Quelle liegt, der Zielsensor und die Übernahmevorrichtung auf dem teilweise raum stabilisierten Krangerüst auf die Zielvorrichtung derart ausgerichtet werden können, daß die Ziel vorrichtung von dem Zielsensor aufgenommen werden kann, wobei das Krangerüst so betätigt wird, daß ein automatischer Eingriff zwischen der Zielvor richtung und der Klemmvorrichtung und der Winde zustande kommt, und die Zielvorrichtung von dem Krangerüst freigegeben werden kann, und wobei die Klemmeinrichtung freigegeben werden kann und die Winde die Übertragungsschlauchleitung anzieht und dadurch auch den Schlauch, bis die ersten und zweiten Teile der Verbindungsvorrichtung aufeinandertreffen und automatisch eine Paßverbindung herstellen, um einen kontinu ierlichen Strömungspfad dazwischen herzustellen und um dadurch den Schlauch mit dem Empfänger schiff zu kuppeln und wodurch der Schlauch von dem Empfängerschiff in einem Verfahren abgekuppelt werden kann, das im wesentlichen eine Umkehrung des vorbeschriebenen Verfahrens zur Kopplung des Schlauches mit dem Empfänger schiff darstellt.
2. System zur Übernahme von Strömungsmitteln auf
offener See nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß Verbindungsmittel
vorgesehen sind, um automatisch die Zielvor
richtung mit der Winde immer dann zu verbinden,
wenn die Zielvorrichtung von der Klemmeinrich
tung erfaßt wird und um die Zielvorrichtung von
der Winde immer dann freizugeben, wenn die auf
die Verbindungsvorrichtung ausgeübte Last ent
weder infolge der Ausbildung oder infolge eines
Unfalls eine vorbestimmte Größe überschreitet.
3. System nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungs
einrichtung derart angeordnet ist, daß die Ziel
vorrichtung freigegeben wird, die noch an der
Übertragungsschlauchleitung und der Markierungs
leitung befestigt ist, wann immer dies erforder
lich ist.
4. System nach den Ansprüchen 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Ver
bindungsvorrichtung eine kraftbetätigte
mechanische Kupplung ist.
5. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das wenigstens
teilweise raumstabilisierte Krangerüst
wenigstens zwei gelenkige Trägerabschnitte
aufweist, die unabhängig in der Höhe relativ
zueinander beweglich sind, und daß der äußere
Träger in der Länge ausziehbar ist, und daß der
Zielsensor und die Übertragungseinrichtung
Mittel aufweisen, die am Ende des äußeren
Trägerabschnitts angeordnet sind.
6. System nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die Übertragungs
vorrichtung von einem Drehgelenk des äußeren
Trägerabschnitts getragen wird.
7. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das Krangerüst
anfänglich während einer Zielsuchphase durch
ein System von Massenkraftsensoren und hydrau
lischen Antrieben im Raum derart stabilisiert
wird, daß im Betrieb der Ziellagensensor und die
Übernahmevorrichtung ständig an einer Stelle im
Raum verbleiben, unabhängig von der Neigungslage,
der Querlage und der Höhenlage, und unabhängig
von Schlingerbewegungen und Stampfbewegungen des
Empfängerschiffes, wobei jedoch sämtlichen
Bewegungen des Empfängerschiffes, die keine
Übergangsbewegungen sind, in Vorwärtsrich
tung und Rückwärtsrichtung gefolgt wird und
dem Zielsensor immer dann gefolgt wird, wenn
der Ziellagensensor die Übernahmevorrichtung,
die auf die Lage der Zielvorrichtung ansprechen,
bei nicht mehr raumstabilisiertem Krangerüst so
gesteuert werden, daß sie den Bewegungen der
Zielvorrichtung folgen.
8. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß Anzeigemittel der
art an der Quelle vorgesehen sind, daß während
einer Zielsuchphase die Anzeigevorrichtung an
einer bekannten Stelle relativ zum Ziel befind
lich ist und dadurch ein Einfangen des Ziels
ermöglicht.
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