DE3641682A1 - Dichtung fuer einen kugelgewindetrieb - Google Patents
Dichtung fuer einen kugelgewindetriebInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Dichtung nach
dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Eine Dichtung der angegebenen Art ist aus der
US-PS 27 57 548 bekannt. Die darin gezeigte Dich
tung besteht aus mehreren Dichtringen mit unter
schiedlichem Aufbau und aus verschiedenen Werk
stoffen. Trotz der guten Anpassung der inneren
Dichtlippen an die Gewindespindel ergibt sich aber
keine ausreichende Dichtung bei der Anwendung zur
Verstellung von Landeklappen in Flugzeugen. Die
Dichtung muß dabei nämlich sowohl das Eis auf der
Spindel entfernen als auch gegen bestimmte, von
außen kommende Medien wie Hydrauliköl beständig
sein. Dabei ergibt sich aber das weitere Problem,
daß die hierfür geeigneten Dichtungswerkstoffe
nicht für die Schmiermittel, die im Kugelgewinde
trieb verwendet werden, resistent sind. Weiterhin
müssen trotz hoher Temperaturschwankungen von ca.
-55°C bis +85°C die Dichtungen funktionsfähig
bleiben.
Es ergibt sich daher die Aufgabe eine Dichtung
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 für die
Anwendung in Flugzeugen so weiter zu verbessern,
daß sie auch bei den dort auftretenden besonderen
Betriebsverhältnissen funktionsfähig bleibt.
Die Aufgabe wird durch den kennzeichnenden Teil
des Anspruchs 1 gelöst. Die Ansprüche 2 bis 5
enthalten weitere Ausgestaltungen.
Dadurch daß der der Vordichtung benachbarte Dicht
ring aus einem Material besteht, das bezüglich
Hydrauliköl beständig ist, werden die Dichtlippen
nicht zerstört. Durch die spezielle Gestaltung
wird verhindert, daß das Hydrauliköl zum inneren
Dichtring gelangt. Letzterer besteht aus einem
Material, das gegen Schmiermittel beständig ist
und bewirkt somit unterstützt durch die spezielle
Gestaltung der Dichtlippen eine sehr gute Abdich
tung gegen das Austreten von Schmiermittel. Die
speziellen Gestaltungen der Dichtlippen bestehen
aus am Umfang verteilten Freiräumen, in denen das
eventuell eingedrungene Medium nach Entfernung von
der Spindel durch Abstreifkanten über schräge
Förderflächen zur Zwischenlagerung gesammelt wird.
Nach Umkehr der Dreh- und Bewegungsrichtung wird
der größte Teil dieses angesammelten Mediums
wieder herausgefördert. Dies erfolgt beim äußeren
Dichtring nach außen. Dabei handelt es sich um
Eis, Hydrauliköl und sonstigen Schmutz. Der innere
Dichtring fördert das Schmiermittel wieder in die
Spindel zurück, weswegen die speziellen Gestal
tungsmerkmale gegenüber dem äußeren Dichtring
spiegelbildlich angeordnet sind. Damit alle
Dichtringe im Bereich der Dichtlippen auch bei
extremen Temperaturschwankungen funktionieren, sind
sie mit radialem Spiel im Gehäuse eingebaut. Da
durch ist eine bessere Anpassung an Form und Lage
änderungen der Spindel möglich.
Nach einer bevorzugten Ausführung sind die Dicht
ringe bzw. Dichtringgruppen zumindest teilweise in
L-förmigen Blechringen eingegossen. Dadurch wird
ihre Stabilität erhöht und es ergeben sich leichter
einbaubare Baueinheiten.
Damit das Eis noch besser von der Vordichtung aus
chemisch beständigem Metall von der Spindel abgge
schabt wird, befinden sich auf einem Teil der
Außenfläche Zähne, wobei deren asymmetrische
Spitzen mit scharfer Kante gegen die mit Eis ver
sehene Spindel vorstehen, wenn diese in das Ge
häuse hineingedreht wird.
Um die Dichtwirkung sowohl von außen nach innen
als auch von innen nach außen noch zu verstärken,
können an Dichtringabschnitten oder an einem
Dichtring aus einer Gruppe im Dichtlippenbereich
auf einer Seite Flächen vorgesehen werden, die
senkrecht auf der Spindelachse stehen, während sie
auf der anderen Seite so schräg geneigt sind, daß
sich eine Verjüngung im Dichtlippenbereich ergibt.
Die geraden Flächen verbessern dabei den Abstreif
effekt, während die Abschrägungen die Dichtlippen
elastischer und damit anpassungsfähiger machen.
Die Erfindung wird an Hand von zwei Beispielen
näher erläutert, wobei die Figuren Teilquerschnit
te durch einen Kugelgewindetrieb im Dichtungsbe
reich zeigen.
Gemäß der Fig. 1 ist zwischen der Spindel 1 und
dem Gehäuse 2 die Dichtung 3 angeordnet. Letztere
umfaßt die Vordichtung 4 aus Metall, die der Spin
del 1 mit geringem Spalt 5 gegenübersteht und so
zusammen mit den an ihr angebrachten Zähnen 4′ zum
Aufreißen und Abhalten des auf der Spindel 1 abge
lagerten Eises dient. Um das Aufreißen zu begün
stigen, sind die asymmetrischen Zähne 4′, wie der
Ausschnitt A zeigt, mit möglichst scharfen Kanten
4′′ gegen die mit Eis versehene, sich bewegende
Spindel 1 gerichtet.
An die Vordichtung 4 schließt sich zunächst ein
Dichtring 6 an, der mit einem großen Freiraum 7
versehen ist. Im Lippenbereich dieses Dichtrings 6
sind am Umfang verteilte Abstreifkanten 8 mit
anschließend zum Freiraum 7 schräg geneigten
Förderflächen 9 vorgesehen. Um eine gewisse ra
diale Vorspannung des Dichtrings 6 zu erzeugen,
ist noch eine umlaufende Schraubenfeder 10 in
einer Nut 11 vorgesehen. Der Dichtring 6 besteht
aus einem Material, das gegen Hydrauliköl beständig
ist.
Das gleiche gilt für den anschließenden Dichtring
12, der die Dichtung weiter verbessern soll. Letz
terer besitzt ebenfalls einen Freiraum 13, der
kleiner sein kann als der Freiraum 7. Die ebene
Fläche 12 ist auf der Außenseite angeordnet und
die schräge Fläche 12′′ auf der Innenseite. Die
insbesondere durch das letzte Merkmal erzeugte
Verjüngung des Dichtrings ergibt eine elastische
und damit besser anliegende Dichtlippe 12′′′.
Die innere Dichtung kann den gleichen Aufbau
besitzen, wie die oben beschriebene. Dabei müssen
alle Merkmale nur spiegelbildlich umgekehrt wer
den. Bei den Beispiel nach der Figur findet aber
ein anderer Dichtring 14 Verwendung. Dieser ist
einteilig und wird im Bereich des Gehäuses 2 mit
einem eingegossenen L-förmigen Verstärkungsring 15
versehen. Der Dichtring 14 besitzt einen ersten mit
Schraubenfeder 16 beaufschlagten Dichtteil 17, der
Abstreifkanten 18 und schräge Förderflächen 19
umfaßt, und einen zweiten Dichtteil 20 mit der
geraden Fläche 20′ und der schrägen Fläche 20′′. Die
Funktionsabschnitte sind hier jeweils so gerich
tet, daß ein Durchlassen von Schmiermitteln nach
außen möglichst verhindert wird. Zwischen den
beiden Dichtteilen 16 und 20 befindet sich der
Freiraum 21.
Damit trotz der hohen Temperaturschwankungen eine
bessere Anpassung an die Spindel 1 möglich ist,
sind alle Dichtungen gegenüber dem Gehäuse 2 mit
einem radialen Spalt 22 versehen, wobei hier noch
ein elastischer Ring 23 dazwischen geschaltet ist.
Alle Dichtringe müssen im übrigen noch mit Ver
drehsicherungen versehen sein.
Die Fig. 2 zeigt eine leicht handhabbare und
einbaubare Einheit einer Dichtung. Die Vordichtung
25 besitzt hier deshalb im Teilquerschnitt eine
L-förmige Gestalt. Dabei werden alle Dichtringe 26
in der Bohrungsfläche 25′′ des radialen Schenkels
25′ radial mit kleinem Spalt 29 umfaßt. Die Be
festigung im Gehäuse 2 erfolgt über einen umge
bogenen Halteabschnitt 27, der in eine Nut 28 des
Gehäuses 2 eingeschnappt ist.
Claims (5)
1. Dichtung für einen Kugelgewindetrieb bestehend
aus mehreren am Gehäuse drehfest angeordneten
Dichtungen aus verschiedenem Material und
einer metallischen Vordichtung, die der Gewin
despindel mit sehr kleinem Spalt gegenübersteht
oder an ihr anliegt, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Dichtring oder eine Gruppe von Dicht
ringen (6, 12) im der Vordichtung (4) benach
barten Bereich aus Material besteht, das bezüg
lich von außen kommender Medien, wie Hydraulik
öl beständig ist, während ein innerer Dichtring
(14) oder eine Gruppe von Dichtringen aus einem
Material besteht, das gegen Schmiermittel
beständig ist, wobei die Dichtringe (6, 12, 14)
zur Spindel (1) hin am Umfang verteilte Frei
räume (7, 13, 21) besitzen, die inneren Be
grenzungsflächen abschnittsweise als schräg
geneigte Abstreifkanten (8, 18) sowie zu den
Freiräumen (7, 13, 21) hin gerichtete Förder
flächen (9, 19) ausgebildet sind und die
Dichtringe (6, 12, 14) mit radialem Spiel (22)
im Gehäuse (2) eingebaut sind.
2. Dichtungen nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Vordichtung (4) außen
mit Zähnen (4′) versehen ist, wobei die asymme
trischen Spitzen so angeordnet sind, daß sie
gegen die mit Eis versehene, sich nach innen
bewegende Spindeloberfläche mit möglichst
scharfen Kanten (4′′) vorstehen.
3. Dichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß Dichtringabschnitte (20) oder
ein Dichtring (12) aus einer Gruppe von Dicht
ringen in Dichtlippenbereich auf einer Seite
Flächen (12′; 20′) besitzen, die senkrecht auf
der Spindelachse stehen und auf der anderen
Seite Flächen (12′′, 20′′) haben, die schräg
geneigt sind, wobei bei den Dichtungen (6, 12),
die gegen Medien von außen beständig sind, die
ebene Fläche (12′) bevorzugt außen und bei den
Dichtungen (14), die gegen Schmiermittel be
ständig sind, bevorzugt innen angeordnet sind
und die schrägen Flächen (12′′; 20′′) so geneigt
sind, daß sich eine Verjüngung im Dichtlippen
bereich ergibt.
4. Dichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Dichtringe (14) bzw.
Dichtringgruppen zumindest teilweise in im
Teilquerschnitt L-förmigen Verstärkungsringen
(15) eingegossen sind.
5. Dichtung nach Anspruch 1, 2, 3 oder 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Verdichtung (25) im
Teilquerschnitt L-förmig ausgebildet ist, wobei
ihr axialer Schenkel (25′) alle Dichtringe (26)
oder Gruppen von Dichtringen mit seiner Boh
rungsfläche (25′′) umgibt und wobei am Ende des
axialen Schenkels ein nach außen, um mehr als
90° umgebogener Halteabschnitt (27) vorgesehen
ist, der in eine Nut (28) des Gehäuses (2)
eingeschnappt ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863641682 DE3641682A1 (de) | 1986-12-08 | 1986-12-08 | Dichtung fuer einen kugelgewindetrieb |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3641682A1 true DE3641682A1 (de) | 1988-06-16 |
Family
ID=6315587
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
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1986
- 1986-12-08 DE DE19863641682 patent/DE3641682A1/de not_active Withdrawn
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |