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DE3641680A1 - Stoff zum schutz gegen den rindenfrass des grossen braunen ruesselkaefers (hylobius abietis) an jungen forstpflanzen - Google Patents

Stoff zum schutz gegen den rindenfrass des grossen braunen ruesselkaefers (hylobius abietis) an jungen forstpflanzen

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Publication number
DE3641680A1
DE3641680A1 DE19863641680 DE3641680A DE3641680A1 DE 3641680 A1 DE3641680 A1 DE 3641680A1 DE 19863641680 DE19863641680 DE 19863641680 DE 3641680 A DE3641680 A DE 3641680A DE 3641680 A1 DE3641680 A1 DE 3641680A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
open
substance
weevil
young
woodland
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19863641680
Other languages
English (en)
Inventor
Hans Dr Niemeyer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
NIEDERSAECHSISCHES MINISTERIUM
Original Assignee
NIEDERSAECHSISCHES MINISTERIUM
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by NIEDERSAECHSISCHES MINISTERIUM filed Critical NIEDERSAECHSISCHES MINISTERIUM
Priority to DE19863641680 priority Critical patent/DE3641680A1/de
Publication of DE3641680A1 publication Critical patent/DE3641680A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N61/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing substances of unknown or undetermined composition, e.g. substances characterised only by the mode of action
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N25/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators, characterised by their forms, or by their non-active ingredients or by their methods of application, e.g. seed treatment or sequential application; Substances for reducing the noxious effect of the active ingredients to organisms other than pests
    • A01N25/24Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators, characterised by their forms, or by their non-active ingredients or by their methods of application, e.g. seed treatment or sequential application; Substances for reducing the noxious effect of the active ingredients to organisms other than pests containing ingredients to enhance the sticking of the active ingredients

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
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  • Pest Control & Pesticides (AREA)
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  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Toxicology (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)
  • Pretreatment Of Seeds And Plants (AREA)
  • Catching Or Destruction (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf einen Stoff zum Schutz junger Forstpflanzen (Nadelbäume) gegen den Rindenfraß des Großen braunen Rüsselkäfers, bestehend aus einem Gemisch aus offenpo­ rigem Dispersionskleber und Gesteinsmehl, das auf das Stämmchen der Pflanze allseits appliziert wird.
Der Große braune Rüsselkäfer (Hylobius abietis) ist in forstli­ chen Nadelbaumpflanzungen Mittel- und Nordeuropas der weitaus schlimmste Kulturschädling. Im Jahr der Pflanzung, oft auch noch 1 oder 2 Jahre später, befressen die Käfer vorwiegend im unteren Teil der Pflanze die Rinde des Stämmchens derart, daß bis auf das Holz reichende, mehr oder weniger ausgedehnte Lö­ cher entstehen, wodurch die Pflanze bei starkem Befall ab­ stirbt. In der Bundesrepublik Deutschland müssen in jedem Jahr mehrere Tausend Hektar Nadelholzkulturen mit Insektiziden gegen diesen Käfer behandelt werden. In Skandinavien sind noch weit größere Flächen gefährdet.
Zur Bekämpfung sind derzeit in der Bundesrepublik Deutschland nur drei Insektizide, alle mit 80% Lindan als Wirkstoff, zuge­ lassen. Diese Mittel werden 1%ig in Wasser verdünnt und entwe­ der vor der Pflanzung appliziert, indem ganze Pflanzenbündel in die Insektizidbrühe getaucht werden, oder nach der Pflanzung z. B. durch Anspritzen mittels Zangendüse bzw. Andrücken mittels Schwammzange (letzteres in Schweden). Die Insektizidanwendung ist zwar wirksam und wirtschaftlich, doch ökologisch uner­ wünscht. Wegen besonders scharfer Wasserschutzgebietsauflagen ist das Tauchen in Insektizidbrühe auf großen Flächenanteilen im Walde nicht möglich. Vor allem für sehr kleine, maschinell gepflanzte Bäume geeignete mechanische Mittel bestehen aus einem Plastikkragen (Hersteller: Tenova / Schweden) oder einem strumpfartigen Kunststoffgewebe (Hersteller: Vinetta / Schwe­ den) um die Pflanze. Beide Verfahren haben sich in Deutschland als wenig geeignet erwiesen, weil die Käfer über natürliche Brücken aus Gräsern, Kräutern oder Reisig leicht die künstli­ chen Hindernisse überwinden und in derem Schutz umso ungestör­ ter fressen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Stoff zum Schutz gegen den Rindenfraß des Großen braunen Rüsselkäfers an­ zugeben, der, unmittelbar auf den gefährdeten Teil des Stämm­ chens aufgebracht, die Pflanze vor tödlichem Fraß schützt, ohne toxisch zu wirken und ohne das Wachstum der Pflanze zu beein­ trächtigen.
Diese Aufgabe wird mit einem Stoff der eingangs geschilderten Art gemäß der Erfindung dadurch gelöst,
  • - daß der Stoff aus einem Gemisch von offenporigem Dispersions­ kleber und Gesteinsmehl besteht,
  • - daß der Anteil des Gesteinsmehls hoch genug ist, um ein Durchfressen der Käfer sicher zu verhindern,
  • - daß das Gemisch flüssig genug ist, um mit einem Spezialgerät an das Stämmchen der Pflanze gespritzt werden zu können,
  • - daß der offenporige Dispersionskleber bald antrocknet und über einen ausreichend langen Zeitraum einen wirksamen Belag aus Gesteinsmehl auf der Rinde hält.
Das Gesteinsmehl hat die Aufgabe, den Käferfraß giftfrei zu verhindern. Andere mineralische Stoffe, wie z. B. Quarzsand, oder natürliche Fraßhemmstoffe, wie z. B. der Extrakt des Neem­ baumes Azadirachtha indica, haben in Laborversuchen mit an lebende Fichtenpflanzen gesetzten Käfern (ein schärferer Test als Freilandprüfungen!) keine ausreichende Wirkung gezeigt. Der offenporige Dispersionskleber allein, ohne Zusatz, wurde nahezu hemmungslos durchfressen. Eine fast hundertprozentige Fraßre­ duktion konnte dagegen mit einer Mischung aus offenporigem Dis­ persionskleber und Gesteinsmehl zu gleichen Volumenteilen erzielt werden.
Der offenporige Dispersionskleber dient als Träger des Ge­ steinsmehls und erhält über einen ausreichend langen Zeitraum einen funktionsfähigen Belag auf der Rinde. Als ausreichend wird nach den Zulassungsrichtlinien der Biologischen Bundes­ anstalt für Land- und Forstwirtschaft ein Schutzbelag gegen den Großen braunen Rüsselkäfer angesehen, der wenigstens 1 Vegeta­ tionszeit seine schadensmindernde Wirkung (80% Reduktion gegenüber Unbehandelt als Mindestanforderung bei Insektiziden) behält. Aus dem Anwendungsbereich Schälschutzmittel (Pflanzen­ schutzmittelverzeichnis, Teil 4, Forst) ist bekannt, daß offen­ porige Dispersionskleber mit Quarzsand über mindestens 3 Jahre wirksam gegen das Schälen (Abbeißen der Rinde durch Hirsche) bleiben.
Die besondere Art des Trägerstoffs, offenporiger Dispersions­ kleber, gewährleistet Luftdurchlässigkeit und Elastizität des Belags, so daß keine Pflanzenschädigungen auftreten und der Belag dem Dickenwachstum des Stämmchens soweit standhält, daß keine Risse entstehen, durch welche die Käfer hindurchnagen könnten.
Prinzipiell kann der Stoff gemäß der Erfindung auf beliebige Weise auf die Rinde des Stämmchens aufgetragen werden, bei­ spielsweise mittels Zangenbürsten (wie zur Applikation von manchen Wildverbißschutzmitteln), mittels Schwammzange (eine schwedische Entwicklung zur Applikation von Insektizidbrühen), mittels Handschuh (insbesondere, wenn dessen Handfläche schwammartig gestaltet ist) und vorzugsweise mittels Spritz­ gerät. Letzteres ermöglicht einen besonders niedrigen Zeitauf­ wand je behandelte Pflanze, den lückenlosesten Belag auch bei Stämmchen mit vielen Zweigen, einen zusätzlichen Schutz der Zweigansätze und eine ergonomisch günstige Arbeitsweise, vor­ ausgesetzt, das Spritzgerät ist entsprechend gestaltet.

Claims (4)

1. Stoff zum Schutz junger Forstpflanzen gegen Rindenfraß des Großen braunen Rüsselkäfers, bestehend aus einer giftfreien Flüssigkeit mit einem ebenfalls giftfreien fraßverhindernden Bestandteil, die allseits auf das Stämmchen aufgebracht wird und antrocknet, dadurch gekennzeichnet,
  • - daß der fraßverhindernde Bestandteil Gesteinsmehl ist,
  • - daß das Gesteinsmehl in offenporigem Dispersionskleber suspendiert ist,
  • - daß beide Bestandteile ungiftig auch für die Käfer sind.
2. Stoff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der als Träger fungierende offenporige Dispersionskleber eine Visko­ sität aufweist, die einerseits noch die Applikation des Stoffes mittels Spritze gestattet, andererseits aber das Ab­ sinken des Gesteinsmehls verhindert.
3. Stoff nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
  • - daß keiner der Bestandteile schädigend auf die Pflanze wirkt,
  • - daß der offenporige Dispersionskleber nach Antrocknen zu­ sammen mit dem Gesteinsmehl einen elastischen Belag ge­ währleistet, der wenigstens 3 Jahre seine fraßabwehrende Wirkung auch unter den Witterungsverhältnissen des Frei­ lands und bei zunehmender Dicke des Stämmchens der Pflanze beibehält.
4. Stoff nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeich­ net, daß die volumenbezogenen Mischungsanteile von offenpo­ rigem Dispersionskleber und Gesteinsmehl in bevorzugter Aus­ führung etwa 1:1 betragen.
DE19863641680 1986-12-05 1986-12-05 Stoff zum schutz gegen den rindenfrass des grossen braunen ruesselkaefers (hylobius abietis) an jungen forstpflanzen Withdrawn DE3641680A1 (de)

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