DE3641013A1 - Brueckenwalzensteuerung an farb- und feuchtwerken in druckmaschinen - Google Patents
Brueckenwalzensteuerung an farb- und feuchtwerken in druckmaschinenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Brueckenwalzensteuerung an Farb-
und Feuchtwerken in Druckmaschinen, bei der die brueckenwalze
wahlweise mit der ersten Farbauftragwalze oder der Feuchtmittelauftragwalze
oder mit beiden gleichzeitig in Beruehrungskontakt
gebracht werden kann.
Seit jeher ist man bestrebt, die Druckqualitaet zu verbessern.
In erheblichem Masze wird durch Druckformrueckwirkungen, die
sogenannten Schablonenbildungen, die Qualitaet des Druckes gemindert.
Diese Schablonenbildungen werden beim Farb- sowie beim
Feuchtmittelauftrag wirksam. Durch Anstellen von Brueckenwalzen
an die Auftragwalzen konnten erhebliche Verbesserungen erzielt
werden.
Durch die DD-PS 1 56 238 ist eine Brueckenwalze bekannt geworden,
die in einem durch Exzenter steuerbaren, mit einer Geradfuehrung
versehenen Lagerhebel gelagert ist. Diese Brueckenwalze kann
durch Verdrehen des Exzenters mit der Farbauftragwalze oder
mit der Feuchtauftragwalze oder mit beiden gleichzeitig in Beruehrungskontakt
gebracht werden.
Nachteilig bei dieser Loesung ist, dass bei Anlage der Brueckenwalze
an der Farbauftragwalze das Feuchtwerk nicht gewaschen
werden kann und dass bei Anlage an beiden Auftragwalzen bei Maschinenlauf
ohne Papier (Stopper) das Farbwerk mit Feuchtmittel
uebersaettigt wird.
Ebenso nachteilig ist es, wenn die Brueckenwalze an der Feuchtauftragwalze
anliegt, weil dann das Feuchtwerk ebenfalls nicht
mit gewaschen werden kann.
Ziel der Erfindung ist es, eine Brueckenwalzensteuerung zu
schaffen, mit der die Feuchtmittelfuehrung den Erfordernissen
der Praxis besser anpassbar ist und das gemeinsame Waschen von
Farb- und Feuchtwerk in jeder Grundstellung ermoeglicht wird.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Brueckenwalzensteuerung zu
entwickeln, mit der durch die Brueckenwalze bestehende direkte
Verbindungen zwischen Farb- und Feuchtwerk getrennt werden
oder vorher nicht bestehende direkte Verbindungen zwischen
Farb- und Feuchtwerk durch die Brueckenwalze hergestellt werden.
Erfindungsgemaess wird die Aufgabe dadurch geloest, dass die Winkellage
des um den Mittelpunkt des Farbreibzylinders verschwenkbaren
Hebels, zu dem daran gelenkig verbundenen, die
Brueckenwalze aufnehmenden Lagerhebel, durch eine im Hebel vorgesehene
Stellschraube einstellbar ist und dass durch das Abstellen
der Farbauftragwalze vom Plattenzylinder, bei einem
Stopper, die Brueckenwalze so verschwenkt wird, dass bei vorheriger
Anlage der Brueckenwalze an der Farbauftragwalze der
Beruehrungskontakt erhalten bleibt. Bei vorheriger Anlage der
Brueckenwalze an der Farbauftragwalze und der Feuchtmittelauftragwalze
wird der Beruehrungskontakt zur Feuchtmittelauftragwalze
unterbrochen. Bei vorheriger Anlage der Brueckenwalze an
der Feuchtmittelauftragwalze bleibt der Beruehrungskontakt zur
Feuchtmittelauftragwalze erhalten und wird gleichzeitig zur
Farbauftragwalze hergestellt.
Bei jeder vorherigen Stellung der Brueckenwalze wird immer mit
dem Abstellen der Farbauftragwalze und der Feuchtmittelauftragwalze
vom Plattenzylinder der Beruehrungskontakt von der Brueckenwalze
zur Farbauftragwalze und zur Feuchtmittelauftragwalze
gleichzeitig hergestellt.
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausfuehrungsbeispiel
naeher erlaeutert werden.
In der zugehoerigen Zeichnung zeigen:
Fig. 1: die schematische Darstellung der Brueckenwalzensteuerung
Fig. 2: die Brueckenwalze in verschiedenen Stellungen.
Am Plattenzylinder 1 ist die Farbauftragwalze 2 und die Feuchtmittelauftragwalze
3 angestellt. Die Farbauftragwalze 2 wird
durch den Farbreibzylinder 4 mit Farbe versorgt. Konzentrisch
zum farbreibzylinder 4 ist der die Farbauftragwalze 2 tragende
Lagerhebel 5 angeordnet. Dieser Lagerhebel 5 hat noch einen
ueber die Farbauftragwalze 2 hinausragenden Arm 6, an dem die
Kurvenrolle 7 befestigt ist, die mit der die Abstellung der
Farbauftragwalze 2 bewirkenden, verschwenkbaren Kurve 8 zusammenwirkt.
Am Plattenzylinder 1 ist ebenfalls die Feuchtmittelauftragwalze
3 angestellt. Diese wirkt ueber die Zwischenwalze 9 mit der
im Feuchtmittelbehaelter 10 eintauchenden Schoepfwalze 11 zusammen.
Die Feuchtmittelauftragwalze 3 ist ueber das Gelenkgetriebe
12 gemeinsam mit der Zwischenwalze 9 anstellbar. Das Gelenkgetriebe
12 wird geschaltet durch einen nicht dargestellten
Pneumatik-Zylinder, der die entsprechenden Kommandos von der
Maschinensteuerung erhaelt.
Die Brueckenwalze 13 ist in einem Lagerhebel 14 gelagert, der
mit einem Ende gelenkig mit einem um den Mittelpunkt des Farbreibzylinders
4 verschwenkbaren Hebel 15 verbunden ist. Der
Hebel 15 hat einen Arm 16, an dessen Ende eine Stellschraube
17 angebracht ist, mit der die jeweils erforderliche Winkellage
zwischen Hebel 15 und dem Lagerhebel 14 eingestellt werden
kann.
Die Auffindung der fuer die Einstellung der Brueckenwalze wichtigen
Lagen wird durch eine nicht weiter beschriebene Skalierung
an der Stellschraube 17 bzw. am Arm 16 angebrachten
Skala erreicht.
Die Brueckenwalze 13 ist mit ihren Zapfen in einer nach einer
Seite offenen Nut 18 gelagert.
Zur Verkuerzung der Nut 18 nach unten ist eine Einstellschraube
19 vorgesehen. Zur Begrenzung der Nut nach oben ist die Begrenzungsschraube
20 angebracht.
Die Funktionsweise der Brueckenwalzensteuerung ist folgende:
In Stellung I (Fig. 2) ist die Brueckenwalze 13 an die erste
Farbauftragwalze 2 angestellt und dient somit in erster Linie
zum Abbau der Schablonenbildung. Der in der Nut 18 des Lagerhebels
14 gefuehrte Zapfen der Brueckenwalze 13 wird von der
Einstellschraube 19 getragen. Bei Auftreten eines Stoppers
wird die Farbauftragwalze 2 abgestellt, wodurch gleichzeitig
die Brueckenwalze 13, der Lagerhebel 14 und der Hebel 15 um
den Mittelpunkt des Farbreibzylinders 4 eine Schwenkung ausfuehren.
In dieser Stellung I′ liegt die Brueckenwalze 13 weiterhin
an der Farbauftragwalze 2 an, es hat sich lediglich
der Abstand zur Feuchtmittelauftragwalze 3 vergroessert. In
dieser Stellung wird die Farbzufuhr zum Plattenzylinder 1 durch
Abstellen der Farbauftragwalze unterbrochen. Die Feuchtmittelauftragwalze
3 bleibt angestellt, damit der Feuchtmittelfilm
auf der Druckplatte erhalten bleibt.
In der Stellung I″ ist die Farbauftragwalze 2 und die Feuchtmittelauftragwalze
3 vom Plattenzylinder 1 abgestellt. Der Abstellweg
der Feuchtmittelauftragwalze 3 ist so gross, dass wieder
eine gleichzeitige beruehrung der Brueckenwalze 13 mit der Farbauftragwalze
2 und der Feuchtmittelauftragwalze 3 vorhanden
ist. Mit dieser Stellung I″ ist die Waschstellung von Farb-
und Feuchtwerk gegeben.
In der Stellung II (Fig. 2) liegt die Brueckenwalze 13 gleichzeitig
an der farbauftragwalze 2 und der Feuchtmittelauftragwalze
3 an. Zur Erreichung dieser Stellung wird die Stellschraube
17 soweit verdreht, bis die nach Skala vorgesehene
Stellung erreicht ist. Der von dem Lagerhebel 14 und de Hebel
15 eingeschlossene Winkel hat die groesse α 1.
Weiterhin wird die Einstellschraube 19 soweit herausgedreht, dass
der Zapfen der brueckenwalze 13 nicht mehr beruehrt wird. Die Stellung
II wird vornehmlich dann angewendet, wenn im Fortdruck
viel Feuchtmittel benoetigt wird. Bei Auftreten eines Stoppers
(II′) wird die Farbauftragwalze 2 vom Plattenzylinder 1 abgestellt
und damit auch die Brueckenwalze 13 von der Feuchtmittelauftragwalze
3. Waehrend des Wegschwenkens der Brueckenwalze 13
kommt der Zapfen derselben wieder mit der Einstellschraube 19
in Beruehrung.
Diese Stellung hat besondere Bedeutung bei Maschinenlauf ohne
Papier, da das Farbwerk hierbei nicht mit Feuchtmittel uebersaettigt
werden darf. In der Stellung II″ ist die Farbauftragwalze
2 und die Feuchtmittelauftragwalze 3 vom Plattenzylinder
1 abgestellt. Die Brueckenwalze 13 ist in dieser Stellung
mit der Farbauftragwalze 2 und mit der Feuchtmittelauftragwalze
3 in Beruehrungskontakt.
Mit der Stellung II″ ist das Waschen von Farb- und Feuchtwerk
moeglich.
In Stellung III (Fig. 2) ist die brueckenwalze 13 mit der
Feuchtmittelauftragwalze 3 in Beruehrungskontakt. Zur Erreichung
dieser Stellung wird die Stellschraube 17 soweit verdreht,
bis die nach Skala vorgesehene Stellung erreicht ist.
Der von dem Lagerhebel 14 und dem Hebel 15 eingeschlossene
Winkel hat die Groesse α 2.
Bei dieser Stellung gibt es keine Beruehrung zwischen den Zapfen
der Brueckenwalze 13 und der Einstellschraube 19. Die Stellung
III wird meistens bei guter Vertraeglichkeit von Feuchtmittel
und Farbe ausgewaehlt. Bei Auftreten eines Stoppers (III′) wird
die Farbauftragwalze 2 vom Plattenzylinder 1 abgestellt und
die Brueckenwalze 13 mit Farbauftragwalze 2 in Beruehrung gebracht.
Diese Stellung hat den Vorteil, dass bei einem Stopper, ueber
die Brueckenwalze 13 und die abgestellte Farbauftragwalze 2,
Feuchtmittel dem Farbwerk zugefuehrt wird und somit das verdunstende
Feuchtmittel im Farbwerk laufend ersetzt wird.
Die Stellung III′ kann nur bei guter Wasservertraeglichkeit
der Farbe vorteilhaft angewendet werden.
In der Stellung III″ ist die Farbauftragwalze 2 und die
Feuchtmittelauftragwalze 3 vom Plattenzylinder 1 abgestellt.
Die Brueckenwalze 13 ist gleichzeitig mit der Farbauftragwalze
2 und der Feuchtmittelauftragwalze 3 in Beruehrungskontakt.
In dieser Stellung kann Farb- und Feuchtwerk gleichzeitig gewaschen
werden.
Bei allen diesen Schaltstellungen wird die Brueckenwalze 13
durch ihr Eigengewicht sowie das der Lagerhebel 14 und der
Hebel 15 an die Farbauftragwalze 2 und/oder Feuchtmittelauftragwalze
3 angedrueckt.
Die Schaltstellungen I, II und III stellen dabei die jeweilige
Fortdruckstellung dar. Die Schaltstellungen I′, II′ und III′
sind die Folgeschaltungen zur jeweiligen Grundschaltung bei
Eintreten eines Stoppers. Die Schaltstellungen I″, II″ und
III″ sind ebenfalls Folgeschaltungen aus der jeweiligen Grundstellung
heraus, um das Farb- und Feuchtwerk gemeinsam waschen
zu koennen.
- Bezugszeichenaufstellung
1 Plattenzylinder
2 Farbauftragwalze
3 Feuchtmittelauftragwalze
4 Farbreibzylinder
5 Lagerhebel
6 Arm
7 Kurvenrolle
8 Kurve
9 Zwischenwalze
10 Feuchtmittelbehaelter
11 Schoepfwalze
12 Gelenkgetriebe
13 Brueckenwalze
14 Lagerhebel
15 Hebel
16 Arm
17 Stellschraube
18 Nut
19 Einstellschraube
20 Begrenzungsschraube
Claims (2)
- Brückenwalzensteuerung an Farb- und Feuchtwerken in Druckmaschinen, bei der die die Brueckenwalze aufnehmenden Lagerhebel mit um den Mittelpunkt des Farbreibzylinders verschwenkbare Hebel gelenkig verbunden sind und die Brueckenwalze in Langlochfuehrungen der Hebel gefuehrt wird und durch Eigengewicht an die Farbauftragwalze und/oder die Feuchtauftragwalze angedrueckt wird und die Farbauftragwalzen durch ein Kurvenrollengetriebe und die Feuchtmittelauftragwalze pneumatisch zum Plattenzylinder an- oder abgestellt werden, gekennzeichnet dadurch, dass die Winkellage des um den Mittelpunkt des Farbreibzylinders (4) verschwenkbaren Hebels (15) zu dem daran gelenkig verbundenen, die Brueckenwalze (13) aufnehmenden Lagerhebel (14) durch eine im Hebel (15) vorgesehene Stellschraube (17) einstellbar ist und dass durch Abstellen der Farbauftragwalze (2) vom Plattenzylinder (1), bei einem Stopper, die Brueckenwalze (13) so verschwenkt wird,
- - dass bei vorheriger Anlage an der Farbauftragwalze (2) der Beruehrungskontakt erhalten bleibt;
- - dass bei vorheriger Anlage an der Farbauftragwalze (2) und der Feuchtmittelauftragwalze (3) der Beruehrungskontakt zur Feuchtmittelauftragwalze (3) unterbrochen wird;
- - dass bei vorheriger Anlage an der Feuchtmittelauftragwalze (3) der Beruehrungskontakt zur Feuchtmittelauftragwalze (3) erhalten bleibt und zur Farbauftragwalze (2) hergestellt wird.
- und dass bei jeder vorherigen Stellung der Brueckenwalze (13) immer mit dem Abstellen der Farbauftragwalze (2) und der Feuchtmittelauftragwalze (3) der Beruehrungskontakt von der Brueckenwalze (13) zur Farbauftragwalze (2) und zur Feuchtmittelauftragswalze (3) gleichzeitig hergestellt wird.
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Legal Events
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|---|---|---|---|
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