DE3640985A1 - Halbfertigteil fuer den betondeckenbau - Google Patents
Halbfertigteil fuer den betondeckenbauInfo
- Publication number
- DE3640985A1 DE3640985A1 DE19863640985 DE3640985A DE3640985A1 DE 3640985 A1 DE3640985 A1 DE 3640985A1 DE 19863640985 DE19863640985 DE 19863640985 DE 3640985 A DE3640985 A DE 3640985A DE 3640985 A1 DE3640985 A1 DE 3640985A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- semi
- finished part
- concrete
- part according
- reinforcement
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Ceased
Links
- 239000004567 concrete Substances 0.000 title claims abstract description 50
- 238000010276 construction Methods 0.000 title claims abstract description 12
- 230000002787 reinforcement Effects 0.000 claims abstract description 35
- XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N Iron Chemical compound [Fe] XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims abstract description 27
- 238000011065 in-situ storage Methods 0.000 claims abstract description 18
- 239000002131 composite material Substances 0.000 claims abstract description 16
- 239000011178 precast concrete Substances 0.000 claims abstract description 16
- 229910052742 iron Inorganic materials 0.000 claims abstract description 13
- 230000003068 static effect Effects 0.000 claims abstract description 9
- 239000004927 clay Substances 0.000 claims description 4
- 125000006850 spacer group Chemical group 0.000 claims description 3
- 230000003014 reinforcing effect Effects 0.000 claims 2
- 239000011150 reinforced concrete Substances 0.000 claims 1
- 238000009434 installation Methods 0.000 abstract 1
- 238000007493 shaping process Methods 0.000 abstract 1
- 238000009416 shuttering Methods 0.000 abstract 1
- 210000001503 joint Anatomy 0.000 description 8
- 239000000463 material Substances 0.000 description 5
- 229910000831 Steel Inorganic materials 0.000 description 4
- 239000011513 prestressed concrete Substances 0.000 description 4
- 239000010959 steel Substances 0.000 description 4
- 238000009415 formwork Methods 0.000 description 3
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 2
- 239000007787 solid Substances 0.000 description 2
- 206010023230 Joint stiffness Diseases 0.000 description 1
- 229910000746 Structural steel Inorganic materials 0.000 description 1
- 238000009825 accumulation Methods 0.000 description 1
- 238000007792 addition Methods 0.000 description 1
- 230000004888 barrier function Effects 0.000 description 1
- 230000005540 biological transmission Effects 0.000 description 1
- 229940003372 compro Drugs 0.000 description 1
- 238000011161 development Methods 0.000 description 1
- 230000018109 developmental process Effects 0.000 description 1
- 238000009826 distribution Methods 0.000 description 1
- 238000005457 optimization Methods 0.000 description 1
- 238000012805 post-processing Methods 0.000 description 1
- 238000004382 potting Methods 0.000 description 1
- WIKYUJGCLQQFNW-UHFFFAOYSA-N prochlorperazine Chemical compound C1CN(C)CCN1CCCN1C2=CC(Cl)=CC=C2SC2=CC=CC=C21 WIKYUJGCLQQFNW-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 238000007789 sealing Methods 0.000 description 1
- 239000003351 stiffener Substances 0.000 description 1
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E04—BUILDING
- E04B—GENERAL BUILDING CONSTRUCTIONS; WALLS, e.g. PARTITIONS; ROOFS; FLOORS; CEILINGS; INSULATION OR OTHER PROTECTION OF BUILDINGS
- E04B5/00—Floors; Floor construction with regard to insulation; Connections specially adapted therefor
- E04B5/16—Load-carrying floor structures wholly or partly cast or similarly formed in situ
- E04B5/32—Floor structures wholly cast in situ with or without form units or reinforcements
- E04B5/36—Floor structures wholly cast in situ with or without form units or reinforcements with form units as part of the floor
- E04B5/38—Floor structures wholly cast in situ with or without form units or reinforcements with form units as part of the floor with slab-shaped form units acting simultaneously as reinforcement; Form slabs with reinforcements extending laterally outside the element
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Architecture (AREA)
- Physics & Mathematics (AREA)
- Electromagnetism (AREA)
- Civil Engineering (AREA)
- Structural Engineering (AREA)
- Road Paving Structures (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft ein Halbfertigteil für den Beton
deckenbau gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Es ist bekannt, derartige Halbfertigteile sowohl im
Hoch- als auch im Tiefbau für Betondecken zu verwenden,
wobei diese Halbfertigteile als verlorene Schalung ein
gesetzt werden und gleichzeitig die Unterbewehrung ent
halten. Ferner ist auf der Unterbewehrung der Fuß der
notwendigen Gittereisenträger angeordnet, so daß diese
in dem Halbfertigteil fixiert sind und zur Verbindung
mit den Ortbeton dienen. Nachteilig bei solchen Halb
fertigteilen ist die Tatsache, daß aufwendige und um
fangreiche Verbundeisenanordnungen und große Betonmengen
verarbeitet werden müssen.
Zur Vermeidung größerer Betonarbeiten vor Ort werden
daher Fertigteilbauelemente verwendet, die bereits die
volle Deckenstärke aufweisen; dies hat sich in der Praxis
jedoch nur mit Einschränkungen bewährt, da derartige
Bauteile im Verhältnis zur abgedeckten Fläche sehr schwer
sind, so daß sie mit den üblicherweise vorhandenen
Baukränen nicht versetzt werden können. Für ihre Montage
sind Spezialkräne mit hoher Tragfähigkeit insbesondere bei
weiten Ausladungen erforderlich. Die Verwendung von
schmäleren und somit leichteren Fertigteilbauelementen
findet insoweit ihre Grenze, als mit der laufend großen
Reduzierung gerade die Vorteile der schnelleren Verlegung
und preiswerter Konstruktion von großen
Fertigteilbauelementen mit großen Nachteilen von
aufwendigen Stützkonstruktionen und vor allem großer
Fugendichtigkeitsprobleme verbunden sind. Schmälere
Fertigteilbauelemente verursachen zwangsläufig mehr Fugen,
die mit einer Bewehrung versehen werden müssen, zumindest
jedoch einen Verguß benötigen. Derartige Stoßfugen sind
ständige Schwachstellen hinsichtlich der Dichtheit und
Statik.
Als Kompromißlösung der beiden vorstehend dargestellten
konkurrierenden Probleme ist der sich aus der DB-GM 81 31
314 ergebenen Stand der Technik zu sehen, der ein vorge
fertigtes, unterstützungsfreies, dünnes, schalungserset
zendes Betonplattenelement zur Herstellung von Stahlbe
tondecken mit ein oder zwei aufbetonierten Versteifungs
rippen betrifft. Bei diesen Halbfertigteilen ist der we
sentliche Teil der Fläche dünnwandig gestaltet und wird
nur durch ein oder zwei Versteifungsrippen verstärkt. Aus
dem dünnwandigen Bereich ragen Verbundbewehrungen heraus.
Nach der Montage dieses Halbfertigteils werden die Ver
bundbewehrung und die Versteifungsrippen in einer Ortbe
tonschicht vergossen, wobei es sich als vorteilhaft er
wiesen hat, über den Versteifungsrippen noch eine obere
Bewehrungslage vorzusehen und hierüber eine als "Überbe
ton" bezeichnete Lage von Ortbeton vorzusehen. Die Addi
tion der Höhe der Versteifungsrippen mit der Material
stärke des Überbetons führt naturgemäß zu einer starken
Materialanhäufung mit entsprechenden Eigengewichtsproble
men, die beispielsweise dazu führen können, daß derartige
Halbfertigteile nur für begrenzte Spannweiten geeignet
sind und als einziger Vorteil die Möglichkeit haben, wäh
rend der Ortbetoneinbringung nicht unterstützt werden zu
müssen. Betoneinsparung und Eisenstahleinsparung können
jedoch damit nicht erreicht werden.
Aus dem DE-GM 84 06 792 ist eine Spannbetonplatte als
Halbfertigteil für Decken bekannt, die nach ihrer Montage
mit einer Schicht Ortbeton vergossen werden. Zu diesem
Zweck ragen aus den Spannbetonplatten Verbundbewehrungen
heraus. Es liegt in der Natur des Spannbetons, daß derar
tige Platten nicht unter einem Minimum von Materialstärke
gefertigt werden können und sehr aufwending und teuer in
der Konstruktion sind. Der die Spannbetoneisen umgebende
Beton muß zumindest so stark sein, daß er die durch die
Verspannung der Bewehrung auftretenden Zugkräfte aufnehmen
kann. Die Bewehrung kann hierbei auch nicht beliebig in
ihrem Querschnitt und ihrer Anzahl reduziert werden, da
sie letztlich zur Tragfähigkeit der Decke im Endzustand
wesentlich beiträgt. Aus diesem Grunde weist die Spannbe
tonplatte gemäß diesem Lösungsvorschlag eine relativ große
Stärke auf und ist ebenfalls nur ein ungeeigneter Kompro
miß zwischen Fertigbetonteil zur Verbesserung der Statik
und dichtendem Ortbeton, der jedoch viel Verbundeisen und
Betongewicht erforderlich macht.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, ein Halb
fertigteil für den Deckenbau zu schaffen, das trotz einer
möglichst geringen Materialstärke und damit erhebliche
Beton- und Verbundeiseneinsparung in Verbindung mit einer
Schicht aus Ortbeton, eine Decke hoher Tragfähigkeit er
möglicht.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einem Halbfertig
teil für den Deckenbau gemäß Merkmal des Oberbegriffs des
Anspruchs 1 zusammen mit den Merkmalen des kennzeichnenden
Teil des Anspruchs 1 gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich
aus den Unteransprüchen.
Ein besonderer Vorteil der erfindungsgemäßen Lösung ist
darin zu sehen, daß durch die Stützvorsprünge die Beton
dicke des Halbfertigteils stark reduziert werden kann,
weil das erfindungsgemäße Halbfertigteil dadurch zur Ein
leitung von Kräften gemäß der Statik herangezogen bzw.
benutzt werden kann. Der Verbund mit dem nach der Montage
aufzubringenden Ortbeton erfolgt durch übliche Gitterei
senträger, die aus dem Halbfertigteil herausragen. Im mit
Ortbeton vergossenen Zustand stellen die Gittereisenträger
zudem die Längsbewehrung in der Druckzone der Decke dar
und leiten die Last- und Eigengewichtkräfte über diese
Unterbewehrung aus dem Mittenbereich in die seitlichen
Stützvorsprünge ein.
Die erfindungsgemäßen Halbfertigteile kommen beispiels
weise bei einer Spannweite von ca. 6,5 m und einer Stahl
bewehrung von 30 kg pro m2 mit einer Betondicke von 6 cm
aus. Bei einer Ortbetonschicht von 16 cm kann eine Tief
garagendecke mit 60 cm Erdaufschüttung gebaut werden die
sonst in herkömmlicher Bauart eine Stärke von 35 bis 40 cm
haben müßte. Natürlich sind diese Werte je nach der
vorgesehenen Belastung mit den entsprechenden Statikwerten
anzupassen. Dies bedeutet 40 bis 50% Betonersparnis und
ca. 40 bis 50% Stahlersparnis gegenüber dem Stand der
Technik bei gleicher Statik. Diese reduzierte Betondicke
führt ferner zu einem Höhengewinn im Gangbereich der
Decke, der sich insbesondere bei Decken für Tiefgaragen
sehr vorteilhaft bemerkbar macht, weil dadurch die Bauhöhe
bis zu 25 cm reduziert werden kann.
Diese Halbfertigteile sind so leicht, daß sie in ihren
üblichen Größen von den auf der Baustelle vorhandenen
Kränen problemlos transportiert und montiert werden kön
nen. Ein erfindungsgemäßes Halbfertigteil mit einer Ab
messung von 17 m2 wiegt beispielsweise zwei bis drei Ton
nen. Demgegenüber wiegt ein vergleichbares Fertigteil aus
Vollbeton mit Stahlbewehrung acht bis neun Tonnen. Die be
kannten Halbfertigteile mit Ortbeton kommen für dieselbe
Fläche sogar auf ca. 15 Tonnen.
Es liegt auf der Hand, daß diese Gewichtseinsparungen auch
zur leichteren Überbrückung größerer Spannweiten genutzt
werden können, d. h. daß die Konstruktion gemäß der Erfin
dung bei gleicher Deckenstärke wie herkömmliche Decken
eine wesentliche Vergrößerung der Spannweite zuläßt.
Für die Optimierung der erfindungsgemäßen Halbfertigteile
ist es notwendig, den Auflagerbereich so zu verstärken,
daß ein besserer Kraftfluß auf das Auflager erzielt wird.
Die Verstärkung wird in vorteilhafter Weise durch einen
Stützvorsprung in Form einer Rippe ausgebildet. Die Rippe
hat hierbei vorzugsweise einen hammerkopfförmigen Quer
schnitt, wobei die geneigte Fläche in Richtung der Mitte
der Oberfläche der Betonfertigteilplatte verläuft. Es
liegt jedoch auf der Hand, daß auch andere Formen der
Rippe verwendet werden können. So kann beispielsweise bei
einem hammerkopfartigen Querschnitt die Neigungsfläche
konkav und/oder konvex gewölbt sein; auch ist ein rein
rechteckiger Querschnitt der rippenförmigen Stützvor
sprünge möglich, der jedoch keine so gute Kraftvertei
lungsverhältnisse aufweist.
In vorteilhafter Weise können die Rippen durch kurze Be
wehrungsstäbe verstärkt werden. Diese kurzen Bewehrungs
stäbe können entweder aus einer Überlänge der Bewehrung
der Betonfertigteilplatte gebogen werden oder aus kurzen
Stücken von Bewehrungseisen hergestellt werden. Hierbei
ist es vorteilhaft, wenn der kurze Bewehrungsstab mit der
durchgehenden Bewehrung der Betonfertigteilplatte verbun
den wird.
Die Verbindung zweier erfindungsgemäßer Halbfertigteile
sowie der Anschluß zu den umgebenden Bauwerksteilen er
folgt durch Armiereisen die im Stoßbereich zwischen den
Gitterträgern eingesetzt werden. Es ist jedoch auch mög
lich, die Stoßzonen der erfindungsgemäßen Halbfertigteile
in einer Verzahnung auszubilden welche zur genaueren Mon
tage und zur Verbesserung der Kraftübertragung dienen.
Dichtheitsprobleme treten durch die im Vergleich zu dem
erfindungsgemäßen Halbfertigteil starke Schicht des Ort
betons nicht auf, insbesondere wenn dieser als wasser
dichter Sperrbeton ausgeführt wird, was z. B. bei Tiefga
ragen-Decken besonders wichtig ist.
Beim Vergießen des Ortbetons wirkt das erfindungsgemäße
Halbfertigteil wie eine verlorene Schalung. Infolge seiner
dünnen Materialstärke muß es zur Aufnahme der Belastung
(Eigengewicht, Gewicht des Aufbetons für die Verbundbe
tonlage einschließlich in dieser ggf. vorgesehenen Beweh
rung sowie Verkehrslasten bei der Aufbringung der Ver
bundbetonlage) durch eine angemessene Anzahl von Decken
stützen unterfangen werden. Nach Aushärtung des Ortbetons
können die Deckenstützen wieder entfernt werden. Die Un
tersicht des erfindungsgemäßen Halbfertigteils ist vor
zugsweise eben und hat Sichtbetonqualität, so daß der
Nachbearbeitungsaufwand stark reduziert ist und sich im
wesentlichen auf das Verfugen der Stoßfugen beschränkt.
Weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der
erfindungsgemäßen Halbfertigteile ergeben sich aus der
Beschreibung einer Ausführungsform in Verbindung mit der
Zeichnung.
Darin zeigt:
Fig. 1 eine schematisch vereinfachte perspektivische An
sicht eines bekannten Halbfertigteils;
Fig. 2 einen stirnseitigen Querschnitt durch das Halb
fertigteil gemäß Fig. 1;
Fig. 3 eine vereinfacht perspektivische Darstellung einer
Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Halbfer
tigteils;
Fig. 4 einen stirnseitigen Querschnitt durch das Halb
fertigteil gemäß Fig. 3 im Bereich des Stützvor
sprungs.
Gemäß den Fig. 1 und 2 besteht ein bekanntes Halbfertig
teil 2 im wesentlichen aus einer Fertigbetonplatte 4, die
eine Sichtoberfläche 3 und eine Verbundoberfläche 5 sowie
zwei Stirnseiten 7 aufweist. In der Betonfertigteilplatte
4 befindet sich eine Unterbewehrung 6, die aus einzelnen
geflochtenen Eisenstäben oder einer Baustahlmatte bestehen
kann. Auf der Unterbewehrung 6 stehen Gittereisenträger 8,
wobei, wie insbesondere aus Fig. 2 hervorgeht, der größte
Teil der Gittereisenträger 8 aus der Verbundoberfläche 5
der Betonfertigteilplatte 4 herausragt. Die Gittereisen
träger 8, welche ein Obergurteisen 10 tragen, dienen als
Verbundarmierung für eine auf die Betonfertigteilplatte 4
aufzugießende Ortbetonschicht 12. Zwei aneinanderstoßende
Betonfertigteilplatten 4 und 4′ werden vorzugsweise durch
eine Stoßfugenbewehrung 14 in der Schicht aus Ortbeton
miteinander verbunden.
Die Gittereisenträger 8 haben den bekannten dreieckigen
Querschnitt, wobei zwischen dem Obergurteisen 10 und der
Unterbewehrung 6, welche die Untergurtung bildet, mäander
artig gebogene oder einzelne Trägerabstandseisen 11 befe
stigt sind. Die Länge einer Betonfertigteilplatte 4 kann
dabei von 1 bis 10 und mehr Meter reichen, während die
Breite im Regelfall 3 m wegen der Straßentransportierbar
keit nicht übersteigen soll.
In Fig. 3 und 4 ist die erfindungsgemäße Ausbildung des
Halbfertigteils dargestellt, wobei zum besseren Vergleich
mit dem Stand der Technik gemäß den Fig. 1 und 2 die ent
sprechenden Bauteile in den Fig. 3 und 4 mit gleichen Be
zugszeichen versehen sind.
Gemäß den Fig. 3 und 4 weist die Betonfertigteilplatte 4
im Bereich des späteren Auflagers, d. h. im dargestellten
Ausführungsbeispiel an den beiden Stirnseiten 7 je einen
Stützvorsprung 17, bestehend aus einem rechteckförmigen
Teil 16 und einem dreieckförmigen Teil 18, auf. Dieser
Stützvorsprung 17 dient zur Verbesserung der Kraftfluß
einleitung in das Auflager. Zu diesem Zweck sind in dem
rechteckförmigen Teil 16 bzw. dem dreieckförmigen Teil 18
kurze Hilfsbewehrungsstäbe 20 angeordnet. Die kurzen
Hilfsbewehrungsstäbe 20 sind vorzugsweise der Formgebung
des Abstützteils 17 angepaßt. Bei Stützvorsprüngen 17 mit
in etwa hammerförmigen Querschnitt, wie in Fig. 3 darge
stellt, verlaufen die kurzen Hilfsbewehrungsstäbe 20 pa
rallel zur Neigung, d. h. entlang einer Hypotenusenfläche
23, um anschließend nach einem Knick parallel zu einer
Auflagefläche 22 zu verlaufen. Bei Stützvorsprüngen 17 mit
nur rechteckigen Querschnitt 16 können die Hilfsbeweh
rungsstäbe 20 auch eine Bügel- oder Rechteckform aufwei
sen.
Bei Stoßfugen einer Betonfertigteilplatte 4 zu einer be
nachbarten Betonfertigteilplatte 4′ werden
Stoßfugenbewehrungen 14 über der Stoßfuge im Bereich der
Gitterträger 8 eingebracht, bevor die Betonfertigteil
platte 4 mit Ortbeton vergossen wird. An der unteren
Sichtoberfläche 3 werden die mit einer Phase 25 versehenen
Stoßfugen später verspachtelt. Die Betonfertigteilplatte 4
weist im Randbereich Anschlußbewehrungen auf.
Wenn ein Gittereisenträger 8 wegen der gewählten Länge der
Betonplatte geschnitten werden muß, so soll dies so ge
schehen, daß an einem Schnittende darauf geachtet wird,
daß die mit unteren Längsträgereisen 9 verschweißten Trä
gerabstandseisen 11, welche dadurch Untergurtstelle 13
bilden, nicht im Bereich des Stützvorsprunges liegen. Dies
bedeutet, daß möglichst alle Gitterträger zumindest auf
einer Seite unmittelbar mit ihren Untergurtstellen über
den rechteckförmigen Teil 16 der Stützvorsprünge 17 lie
gen. Ggf. ist bei der Konstruktion darauf zu achten, daß
wenigstens jeder zweite Gitterträger mit seinen stirnsei
tigen Untergurtpunkten über den Stützvorsprung zu liegen
kommt. Für diese Statik-Notwendigkeit sind auch Träger
möglich, die beispielsweise aus Wellblech oder leichte
Volleisenkonstruktionen bestehen. Erfreulicherweise hat
sich bei der vorliegenden Erfindung ergeben, daß die von
der Fachwelt nicht für möglich gehaltene Konstruktion sich
nicht nur den Gesetzen der Statik voll unterwirft, sondern
auch bei der Herstellung und beim Transport nicht die be
fürchteten Bruchprobleme durch die beiden seitlichen,
schweren Stützvorsprünge auftreten.
Claims (15)
1. Halbfertigteil für den Betondeckenbau, bestehend aus
einer eine Sichtoberfläche und eine Verbundoberflä
che aufweisenden Betonfertigteilplatte aus
Stahlbeton, in welche eine Unterbewehrung
eingebettet ist, und einer aus der Verbundoberfläche
herausragenden, zur Abstützung einer Oberbewehrung
vorgesehenen Verbundbewehrungen, welche zu einer
Verbundbetonplatte aus Ortbeton vergießbar ist,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Betonfertigteilplatte (4) an ihrer die
Sichtoberfläche (3) bildenden Unterseite mindestens
einen Stützvorsprung (16, 18) aufweist.
2. Halbfertigteil nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Stützvorsprung im Bereich von
mindestens einer der beiden Stirnseiten (7) der
Betonfertigteilplatte (4) angeordnet ist.
3. Halbfertigteil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß in jedem Stützvorsprung (16, 18)
mindestens ein Hilfsbewehrungsstab (20) vorgesehen
ist.
4. Halbfertigteil nach Anspruch 3, dadurch gekennzeich
net, daß jeder Hilfsbewehrungsstab (20) der Form des
Stützvorsprungs (16, 18) angepaßt ist.
5. Halbfertigteil nach Anspruch 3 oder 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß mindestens ein Teil der Hilfsbeweh
rungsstäbe (20) aus einer gebogenen Verlängerung der
Unterbewehrung (6) und/oder der Verbundbewehrung (8)
besteht.
6. Halbfertigteil nach einem der Ansprüche 1 bis 5, da
durch gekennzeichnet, daß der Stützvorsprung (16, 18)
einen rechteckigen Querschnitt (16) aufweist.
7. Halbfertigteil nach einem der Ansprüche 1 bis 5, da
durch gekennzeichnet, daß der Stützvorsprung (16, 18)
einen im wesentlichen dreieckförmigen Querschnitt
(18) aufweist, wobei die Hypothenusenfläche mit der
Sichtoberfläche (3) einen Winkel von mehr als 90°,
vorzugsweise von 120° bis 170° einschließt.
8. Halbfertigteil nach einem der Ansprüche 5 bis 7, da
durch gekennzeichnet, daß der Stützvorsprung (16, 18)
mit einem im Querschnitt rechteckförmigen Teil (16)
und einem sich daran anschließenden dreieckförmigen
Teil (18) so ausgebildet ist, daß die als Sichtfläche
ausgebildete Hypothenusenfläche (23) des im Quer
schnitt dreieckförmigen Teils (18) die Sichtoberflä
che mit einer zu dieser parallelen Stützfläche (22)
verbindet, welche als eine untere Seitenfläche des im
Querschnitt rechteckförmigen Teils (16) des Stütz
vorsprungs ausgebildet ist.
9. Halbfertigteil nach Anspruch 8, dadurch gekennzeich
net, daß die Hypothenusenfläche (23) konkav und/oder
konvex durchgehend oder alternierend ausgebildet
ist.
10. Halbfertigteil nach einem der Ansprüche 1 bis 9, da
durch gekennzeichnet, daß Anschlußbewehrungen vorge
sehen sind, die vorzugsweise haken- oder bogenförmig
ausgebildet sind.
11. Halbfertigteil nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß die Verbundbewehrung in
Form von Gittereisenträgern (8) ausgebildet ist,
welche vorzugsweise aus dreieckförmig verbundenen
Längsträgereisen (9, 10) bestehen, von denen zwei (9)
im Bereich der Unterbewehrung (6) angeordnet sind.
12. Halbfertigteil nach Anspruch 11, dadurch gekenn
zeichnet, daß zumindest jeder zweite Gittereisenträ
ger (8) derart angeordnet ist, daß Untergurtstellen
(7) über dem im Querschnitt rechteckförmigen Teil
(16) des Stützvorsprungs (17) angeordnet sind, wobei
die Untergurtstellen von den im Bereich der Unterbe
wehrung (6) angeordneten Längsträgereisen (9) und den
freien oberen Längsträgerobergurteisen (10) verbundenen
Abstandseisen (11) gebildet werden.
13. Halbfertigteil nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, daß die Stärke der Fertigbe
tonplatte (4) in ihrem Mittelbereich in etwa 4 bis 10
cm beträgt.
14. Halbfertigteil nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, daß der Stützvorsprung eine
größte Stärke von ca. 5 bis 25 cm aufweist, so daß
die Gesamtstärke des Halbfertigteils im Bereich des
Stützvorsprungs ca. 7 bis 55 cm beträgt.
15. Halbfertigteil nach Anspruch 14, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Länge der Abstandseisen (11) und
die Stärke der Längsträgereisen (9) eine der Statik
für eine Ortbetonschicht von 5 bis 50 cm Dicke ent
sprechende Dimensionierung aufweist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863640985 DE3640985A1 (de) | 1986-12-01 | 1986-12-01 | Halbfertigteil fuer den betondeckenbau |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863640985 DE3640985A1 (de) | 1986-12-01 | 1986-12-01 | Halbfertigteil fuer den betondeckenbau |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3640985A1 true DE3640985A1 (de) | 1988-06-16 |
Family
ID=6315193
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19863640985 Ceased DE3640985A1 (de) | 1986-12-01 | 1986-12-01 | Halbfertigteil fuer den betondeckenbau |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3640985A1 (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| ES2089947A2 (es) * | 1993-09-15 | 1996-10-01 | Algaida Gestion S L | Forjados con elementos resistentes de hormigon y aligerados mediante bloques de poliestireno expandido. |
| GB2336607A (en) * | 1998-04-25 | 1999-10-27 | Birchwood Omnia Limited | Slab construction |
| EP3115523A1 (de) * | 2015-07-10 | 2017-01-11 | Mieczyslaw Grobelny | Betonplatte, insbesondere für verbundböden, und ein verbundboden |
| CN116791819A (zh) * | 2023-07-18 | 2023-09-22 | 浙江智造装配式建筑科技有限公司 | 一种双腹杆有底脚平面钢筋桁架及包含其的楼承板 |
| CN118148290A (zh) * | 2024-05-10 | 2024-06-07 | 中国建筑第五工程局有限公司 | 一种基于装配式建筑的模块化叠合板及其施工方法 |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2051713A1 (de) * | 1970-10-21 | 1972-04-27 | Filigranbau Stefan Keller KG, 8000München-Solln | Vorgefertigtes Bauelement für Plattenbalkendecken |
| DE2536309A1 (de) * | 1975-08-14 | 1977-02-17 | Frank Conrad | Verfahren zur herstellung von stahlbetondecken mit mehrseitigen vouten |
| DE2536307A1 (de) * | 1975-08-14 | 1977-02-17 | Frank Conrad | Verfahren zur herstellung von decken |
-
1986
- 1986-12-01 DE DE19863640985 patent/DE3640985A1/de not_active Ceased
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2051713A1 (de) * | 1970-10-21 | 1972-04-27 | Filigranbau Stefan Keller KG, 8000München-Solln | Vorgefertigtes Bauelement für Plattenbalkendecken |
| DE2536309A1 (de) * | 1975-08-14 | 1977-02-17 | Frank Conrad | Verfahren zur herstellung von stahlbetondecken mit mehrseitigen vouten |
| DE2536307A1 (de) * | 1975-08-14 | 1977-02-17 | Frank Conrad | Verfahren zur herstellung von decken |
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| DE-Z.: Betonstein-Zeitung, 1967, H.11, S.A26 * |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| ES2089947A2 (es) * | 1993-09-15 | 1996-10-01 | Algaida Gestion S L | Forjados con elementos resistentes de hormigon y aligerados mediante bloques de poliestireno expandido. |
| GB2336607A (en) * | 1998-04-25 | 1999-10-27 | Birchwood Omnia Limited | Slab construction |
| EP3115523A1 (de) * | 2015-07-10 | 2017-01-11 | Mieczyslaw Grobelny | Betonplatte, insbesondere für verbundböden, und ein verbundboden |
| CN116791819A (zh) * | 2023-07-18 | 2023-09-22 | 浙江智造装配式建筑科技有限公司 | 一种双腹杆有底脚平面钢筋桁架及包含其的楼承板 |
| CN118148290A (zh) * | 2024-05-10 | 2024-06-07 | 中国建筑第五工程局有限公司 | 一种基于装配式建筑的模块化叠合板及其施工方法 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| EP2088244B1 (de) | Stahlbeton oder Verbundbrücke und Verfahren zu ihrer Herstellung | |
| EP2143843A2 (de) | Stahl-Beton-Verbundtrog als Brückenüberbau und Verfahren zu seiner Herstellung | |
| DE2520105A1 (de) | Stahlbetonelement fuer verbundkonstruktionen | |
| DE4023465A1 (de) | Turmbauwerk | |
| DE68917560T2 (de) | Verfahren zum Verbinden eines Matrixmaterials mit einem Funktionsträger und mit diesem Verfahren hergestellte Vorrichtungen. | |
| EP0752033B1 (de) | Bauwerk, bestehend aus vorgefertigten bauteilen | |
| DE2929350A1 (de) | Verbundtraeger fuer gebaeudedecken | |
| DE3640985A1 (de) | Halbfertigteil fuer den betondeckenbau | |
| AT407411B (de) | Bewehrungskörper für eine rippendecke aus gussbeton | |
| DE2503132A1 (de) | Verbundelemente fuer stahlbeton oder andere erhaertungsmassen | |
| DE3540000A1 (de) | Vorgefertigtes hohlkoerper-deckenelement | |
| EP1669505A1 (de) | Stahlverbundträger mit brandgeschütztem Auflager für Deckenelemente | |
| DE19941603C2 (de) | Stahlbetonteil zur Herstellung von Fundamenten für Bauwerke | |
| DE102024111006B4 (de) | Hohldeckenplatte und Verfahren zu ihrer Herstellung | |
| DE69116333T2 (de) | Mehrgeschossiger autoparkplatz mit böden aus vorgefertigen platten | |
| DE8632125U1 (de) | Halbfertigteil für den Betondeckenbau | |
| EP0698700B1 (de) | Deckenkonstruktion und Verfahren zu ihrer Herstellung | |
| DE10350082A1 (de) | Vorgespannte Flachdecken mit Hohldeckenplatten | |
| EP3728756B1 (de) | Stützen-deckenknoten für eine stahlbetondecke und zwei betonstützen im geschossbau | |
| DE1931431A1 (de) | Fahrbahntafel,insbesondere fuer Stadthochstrassen | |
| DE616739C (de) | T-foermiger Deckenbalken mit einer Betondruckplatte und einem senkrechten Eisensteg | |
| AT331470B (de) | Fertigteildecke | |
| DE2403364A1 (de) | Fertigteildecke | |
| AT165399B (de) | ||
| DE2115846A1 (de) | Tragelemente |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| 8131 | Rejection |