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DE3538328A1 - Verfahren zum selektiven abscheiden von wolfram auf leitenden und halbleitenden oberflaechen eines substrates - Google Patents

Verfahren zum selektiven abscheiden von wolfram auf leitenden und halbleitenden oberflaechen eines substrates

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DE3538328A1
DE3538328A1 DE19853538328 DE3538328A DE3538328A1 DE 3538328 A1 DE3538328 A1 DE 3538328A1 DE 19853538328 DE19853538328 DE 19853538328 DE 3538328 A DE3538328 A DE 3538328A DE 3538328 A1 DE3538328 A1 DE 3538328A1
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DE
Germany
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substrate
solution
chlorine
tungsten
hydrogen
Prior art date
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Application number
DE19853538328
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English (en)
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DE3538328C2 (de
Inventor
Michael Risley Rexford N.Y. MacLaury
Robert Winston Schenectady N.Y. Stoll
Ronald Harvey Schenectady N.Y. Wilson
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
General Electric Co
Original Assignee
General Electric Co
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Publication date
Application filed by General Electric Co filed Critical General Electric Co
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    • H10P95/00
    • H10P14/432

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  • Chemical Vapour Deposition (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Electrodes Of Semiconductors (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Condensed Matter Physics & Semiconductors (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Computer Hardware Design (AREA)
  • Microelectronics & Electronic Packaging (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Internal Circuitry In Semiconductor Integrated Circuit Devices (AREA)

Description

Die vorliegende Erfindung bezieht sich allgemein auf die Bildung von Wolframmetallfilmen auf Substraten. Sie bezieht sich besonders auf die selektive Bildung von Wolframmetallfilmen auf leitenden und halbleitenden Oberflaechen eines mit einem Muster versehenen Substrates.
10
Bei der Entwicklung von Festkoerperschaltungen ^* gibt es fortlaufend Bestrebungen, die Abmessungen der
Vorrichtungen in integrierten Schaltungen zu reduzieren und so die Arbeitsgeschwindigkeit zu erhoehen. Da die Abmessungen von Vorrichtungen auf Substraten, wie beispielsweise Siliciumplaettchen, staendig kleiner werden, werden die Oeffnungen in Isolierschichten zwischen Leitern und Halbleitern kleiner und die Seitenabmessungen naehern sich der Abmessung senkrecht zur Silicium- oberflaeche, was steile Seiten zum dichten Packen und zum Erreichen der notwendigen hohen Dichte verlangt. Die Bedeckung der steilen Seiten durch den nachfolgenden Leiter wird schwierig, und die mit Ausnehmungen versehene Oberflaeche macht die Lithographie fuer die nachfolgenden Schichten schwierig.
Es besteht ein Bedarf zur Verbesserung der Bildung leitender Filme auf diesen mit dicht gepackten Siliciumplaettchen. Ein Verfahren zur Vermeidung dieser Schwierigkeit waere das selektive Aufwachsen eines Metalls auf den leitenden und halbleitenden Oberflaechen. Chemische Aufdampfung von Wolfram auf derartige Oberflaechen waere ein geeignetes Verfahren zur Erreichung dieses Zieles. Die Umsetzung von Wolframhexafluorid mit Silicium ist von Natur aus selektiv, jedoch selbstbeschraenkend, weil der aufgebrachte Wolframfilm
schliesslich das gesamte Silicium bedeckt und einen Wolframfilm mit nur 10 bis 40 nm hinterlaesst. Um dickere Wolframfilme aufzubringen, muss Wasserstoff zur Redizierung des Wolframhexafluorids verwendet werden und es muessen Mittel zur Vermeidung unerwuenschter Wolframabscheidung gefunden werden.
Die Vermeidung von Wolframwachstum auf Isolatoroberflaechen hat sich bei Versuchen, dicke Wolframfilme selektiv auf leitenden und halbleitenden Oberflaechen aufzuwachsen, als schwierig erwiesen, wie bei Saraswat et al in "Selective CVD of Tungsten for VLSI Technology", Stanford University, Mai 1984, offenbart. In Faellen, in denen chemische Abscheidungsverfahren aufgewendet werden, bezieht sich die Schwierigkeit besonders auf die Kernbildung und das Wachstum von Wolfram auf den Isolatoroberflaechen nach ungefaehr 100 nm Wolframwachstum auf den Leiteroberflaechen. Die Selektivitaet der Wolframdampfabscheidung haengt von sehr vielen Verfahrensbedingungen ab, wie beispielsweise Temperatur, Druck und Konzentration des Reaktanten. Es ist erwuenscht, die Selektivitaet der Wolframdampfabscheidung unter allen Verfahrensbedingungen zu vergroessern.
Durch die vorliegende Erfindung wird ein Verfahren zur Foerderung der selektiven Wolframaufdampfung auf leitenden und halbleitenden Oberflaechen eines Substrates geschaffen. Ein derartiges Verfahren umfasst die Kontaktierung des Substrates mit einer Fluorwasserstoff loesung, Entfernung der nahezu gesamten Fluorwasserstoff loesung vom Substrat und Kontaktierung des Substrates mit einer Halogen enthaltenden Loesung, wobei das Halogen aus der aus Chlor und Brom bestehenden Gruppe ausgewaehlt wurde. Durch die vorliegende Erfindung wird auch ein Verfahren zur selektiven Abscheidung
von 100 nm oder mehr Wolframmetall auf leitenden und halbleitenden Substratoberflaechen geschaffen, wobei das Verfahren die Behandlung der substratoberflaeche mit einer Fluorwasserstoffloesung, Entfernung nahezu der gesamten Fluorwasserstoffloesung vom Substrat, Kontaktieren des Substrates mit einer ein Halogen enthaltenden Loesung, wobei das Halogen aus der aus Chlor und Brom bestehenden Gruppe ausgewaehlt wurde, und die Wolframaufdampfung mit einer aus Wolframhexafluorid und Wasserstoff bestehenden Gasmischung bei einer im Bereich von 200 bis 3500G liegenden Temperatur umfasst.
Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, die Kristallkernbildung und das Wachstum von Wolfram auf Isolatoroberflaechen zu verhindern.
Eine andere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, die Selektivitaet der Wolframdampfabscheidung auf leitenden und halbleitenden Oberflaechen unter allen bei der Dampfabscheidung vorkommenden Bedingungen zu steigern.
Eine andere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht in der Schaffung eines Verfahrens, mit dem Wolfram selektiv auf mit einem Muster versehenen halbleitende und leitende Substratoberflaechen mit einer Dicke oberhalb 100 nm aufgedampft werden kann.
Andere Aufgaben ergeben sich aus der nachfolgenden detaillierten Beschreibung.
Das durch die vorliegende Erfindung geschaffene Verfahren zur Verhinderung des Wolframwachstums auf isolierten Oberflaechen ist hauptsächlich ein Oberflaechen-Herstellungsverfahren fuer ein Substrat. Geeignete Substrate sind solche mit leitenden und/oder
halbleitenden Oberflaechen. Geeignete leitende Oberflaechen sind Oberflaechen von Metallen und deren Legierungen, einschliesslich, z.B. Platin, Molybdaen, Titan, Wolfram, Tantal und aehnliche, einschliesslich deren Mischungen. Andere geeignete Leiter sind Uebergangsmetallsilicide, wie beispielsweise Wolframsilicid, Molybdaensilicid, Titansilicid, Tantalsilicid, Platinsilicid und aehnliche. Geeignete halbleitende Oberflaechen sind Siliciumoberflaechen. Dieses Verfahren zeigt klare Vorteile da, wo die Substrate mit einem Muster versehene halbleitende Oberflaechen haben, auf denen selektive Wolframdampfabscheidung erwuenscht ist.
Der hier verwendete Begriff "isolator" bezieht sich auf Siliciumnitride (Si^N.), Siliciumoxyni-
tride (Si N O ) und Siliciumoxide, wie beispielsx y ζ
weise Siliciumdioxid (SiO2) und bestimmte siliciumreiche und siliciumarme "Siliciumdioxide", die von 1 : 2 abweichende Si : 0 Verhaeltnisse haben. Diese SiIiciumoxide werden durch Plasmaabscheidung oder chemische Aufdampfung von Silicium und Sauerstoff oder thermische Oxidation von Silicium erhalten. Sie sind in der Regel durch einen Brechungsindex gekennzeichnet, da es schwierig ist, die Abweichung von der SiO2 Stoechiometrie auszudruecken. Siliciumoxide mit einem Brechungsindex von 1,45 bis 1,51 fallen in den Bereich des hier verwendeten Begriffes "Isolator". Die Siliciumoxynitride und Siliciumnitride koennen auch durch einen Brechungsindex gekennzeichnet sein; der Begriff "Isolator" schliesst jedoch alle Siliciumnitride und SiIiciumoxynitride ein, ohne Ruecksicht auf den Wert des Brechungsindexes. Die bevorzugtesten Substrate sind mit Muster versehene Siliciumplaettchen, die zur Bildung integrierter Schaltungen verwendet werden. Die isolatoroberflaechen auf derartigen Plaettchen werden kennzeichnenderweise durch Siliciumdioxid geschaffen und
die halbleitenden Oberflaechen durch Silicium, das polykristallin oder monokristallin sein kann.
Die Steigerung der Wolframdampfabscheidung auf leitende und halbleitende Oberflaechen schliefst die Kontaktierung des Substrates mit einer Fluorwasserstoffloesung ein, um sich mit allen moeglichen Oxiden, die sich auf den leitenden und halbleitenden Oberflaechen entwickeln, umzusetzen und eine wahre leitende oder halbleitende Oberflaeche freizusetzen. Die Konzentration der Fluorwasserstoffloesung kann bei etwa 0,05 ■*> bis 50 Gew;- % Wasser liegen, um eine Entfernung der
Oxide zu erreichen. Die Temperaturen, bei denen dieses Waschen mit Fluorwasserstoff stattfindet, liegen bevorzugt im Bereich von etwa 00C bis etwa 45°C. Der
Fluorwasserstoff kann das Isolatormaterial vom Substrat aetzen, nachdem Oxide von der leitenden Oberflaeche entfernt wurden. Es Wird deshalb bevorzugt, verduennte Loesungen von Fluorwasserstoff zu verwenden, d.h. zwisehen etwa 0,5 bis 2 Gew.- % HF, bei Raumtemperatur zur Verminderung des Isolatormaterialverlustes. Ferner wird es bevorzugt, das Substrat nur begrenzt dem Fluorwasserstoff auszusetzen, etwa 10 bis 60 Sekunden, wobei 20 ^ bis 30 Sekunden am meisten bevorzugt werden.
25
Der Kontakt mit der Fluorwasserstoffloesung kann durch Spuelen mit Wasser beendet werden, bevorzugt mit de-ionisiertem Wasser. Wenn das Substrat mit de-ionisiertem Wasser ausgewaschen wird, verhindert das die Bildung von Restsalzen durch Neutralisierung mit Fluorwasserstoff. Dieses Auswaschen wird bevorzugt so ausgefuehrt, dass ein moeglichst geringes Aussetzen gegenueber Wasser und Luft erfolgt, um die Rueckbildung von Oxiden auf den leitenden und halbleitenden Oberflaechen zu verhindern. Eine Auswaschungsdauer von 5 bis 30 Sekunden wird bevorzugt. Mehrfachwaschungen koennen die
Dauer des Wasserkontaktes Verringern. Die Substrate koennen, wenn gewuenscht, vor der Weiterverarbeitung getrocknet werden. Dies kann unerwuenscht sein in Faellen, in denen die Rueckbildung der Oxidschicht auf den leitenden und halbleitenden Oberflaechen wichtig ist. Die Auswaschung kann gleichzeitig mit dem Aussetzen des Substrates gegenueber einer ein Halogen enthaltenden Loesung geschehen, wenn diese Loesung waessrig ist.
Bei Entfernung der Fluorwasserstoffloesung vom Substrat werden die Isolatoroberflaechen einer Halogen enthaltenden Loesung ausgesetzt, wobei das Halogen aus der aus Chlor und Brom bestehenden Gruppe ausgewaehlt wurde.
Die Halogen enthaltende Loesung kann entweder waessrig .oder organisch sein, vorausgesetzt dass ein geeigneter, Chlor oder Brom enthaltender Bestandteil geloest darin verbleiben wird. Geeignete Brom oder Chlor enthaltende Bestandteile sind Chlorgas, Chlorwasserstoff, Bromgas, Bromwasserstoff und chlorierte oder bromierte Kohlenwasserstoffe, bevorzugt mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen. Diese chlorierten und bromierten Kohlenwasserstoffe schliessen Methylenchlorid, Methylenbromid, Ethylenchlorid, Propylenchlorid, Tetrachlorkohlenstoff und Butylchlorid, Butylbromid, Chloroform und aehnliche ein. Durch diese chlorierten und bromierten Kohlenwasserstoffe kann die Halogen enthaltende Loesung allein geschaffen werden oder sie koennen mit anderen organischen Loesungsmitteln, in denen sie loeslich sind, verduennt werden.
Die Substratoberflaechen werden den Chlor und Brom enthaltenden Loesungen bevorzugt bei einer im Bereich von 0 bis 200°C liegenden Temperatur ausgesetzt. Die Oberflaechen werden den Loesungen bevorzugt
waehrend etwa 1 bis 30 Minuten ausgesetzt. Die Konzentrationen der Chlor und Brom enthaltenden Bestandteile liegt bevorzugt im Bereich von etwa 0,1 bis 100 Gew.- % des geloesten Mediums. Besonders bevorzugt Konzentrationen fuer waessrige Loesungen liegen im Bereich von etwa 5 bis 40 Gew.- % des Loesungsmittelmediums.
Wenn das Aussetzen gegenueber der Chlor und Brom enthaltenden Loesung beendet ist, wird das Substrat vorzugsweise gewaschen, um die Halogen enthaltende Loesung zu entfernen. In Faellen, in denen die Chlor und Brom enthaltenden Bestandteile in einem waessrigen Loesungsmittel vorliegen, ist Wasser das bevorzugte Loesungsmittel zum Waschen des Substrates, wobei de-ionisiertes Wasser besonders bevorzugt wird. In Faellen, in denen die Chlor- und Brombestandteile in einer organischen Loesung vorliegen, koennen diese Bestandteile mit Wasser oder einem organischen Loesungsmittel, in dem sie loeslich sind, ausgewaschen werden.
Nach der Entfernung von nahezu der gesamten, Halogen enthaltenden Loesung, wird das substrat vorzugsweise getrocknet, um die Waschloesung zu entfernen. Dieser Vorgang kann mit bekannten Verfahren, wie z.B.
Schleudertrocknen, vorgenommen werden. Wenn das Substrat nun getrocknet ist, ist es zur Wolframaufdampfung vorbereitet. Die Aufdampfung wird bevorzugt sofort ausgefuehrt, um die Bildung von Oxiden auf den leitenden und halbleitenden Oberflaechen zu verhindern.
Die Wolframaufdampfung auf die Substrate kann in jeder bekannten, fuer die chemische Wolframaufdampfung geeigneten Vorrichtung ausgefuehrt werden. Bekannte Verfahren zur Aufdampfung von Wolframmetall koennen unter allen Verfahrensbedingungen angewendet werden. Die durch die vorliegende Erfindung geschaffene Steigerung
der Selektivitaet fuer die Wolframaufdampfung auf die leitenden und halbleitenden Oberflaechen wird durch die Verfahrensbedingungen nicht beeinflusst.
Bei dem durch die vorliegende Erfindung geschaffenen Verfahren zur selektiven Wolframaufdampfung wird die Oberflaeche fuer das Substrat wie oben beschrieben vorbereitet und anschliessend wird Wolfram mit einer Gasmischung aus Wolframhexafluorid und Wasserstoff in einem chemischen Aufdampfungsofen aufgedampft. Eine Verduennung mit Wasserstoff ist notwendig zur Verminderung des Wolframhexafluorids und zum Aufdampfen auf die leitenden und halbleitenden Oberflaechen. Die Mischungen von Wolframhexafluorid und Wasserstoff liegen bevorzugt im Bereich von 1 : 3 bis 1 : 1000. Die Ofentemperatur liegt im Bereich von etwa 2000C bis 3500C, und die Stroemungsgeschwindigkeit von Wolframhexafluorid liegt vorzugsweise im Bereich von etwa 0,1 bis 50 cm /min unter Standardbedingungen (im Englischen "SCCM"). Durch Stroemungsgeschwindigkeiten und Gasmischungen innerhalb dieses Bereichs werden 100 nm oder mehr Wolfram in weniger als einer Stunde· abgeschieden. Diese Zeitdauer aendert sich mit der Wasserstoffkonzentration in der Gasmischung, um einen Druck von etwa 13 bis etwa 1330 Pa zu erhalten. Diese Bedingungen, durch die hoehere Aufdampfungsraten erreicht werden, werden bevorzugt. Selektive Aufdampfung von Wolframmetallfilmen oberhalb 100 nm auf leitenden und halbleitende Oberflaechen wird mit diesen Verfahren ohne Aufdampfung auf Isolatoroberflaechen erhalten. Selektive Filme mit einer Dicke von 200 nm werden erwartet, wenn die WaIframaufdampfung innerhalb der bevorzugten Bereiche fuer Temperatur, Stroemungsgeschwindigkeit und Wasserstoffkonzentration vorgenommen wird.
Eine Alternative zur Aufdampfung des gesamten Wolframmetalls auf einmal besteht darin, einen Wolframmetallfilm auf die leitenden und halbleitenden Oberflaechen nach der Entfernung des nahezu gesamten Fluor-Wasserstoffs aufzudampfen. Filme mit einer Dicke von nm koennen aufgrund der zwischen Wolfram und halbleitenden Oberflaechen stattfindenden selektiven Reaktion erhalten werden. Nach der Aufdampfung dieses duennen Wolframfilms wird die Behandlung der Oberflaeche f-ortgefuehrt, indem das Substrat Chlor- oder Bromionen ausgesetzt wird, gefolgt von einer weiteren Wolframaufdampfung.
Durch die nachfolgenden Beispiele werden bestimmte Ausfuehrungsformen der vorliegenden Erfindung veranschaulicht. Die vorliegenden Beispiele dienen nicht zur Beschraenkung der Aufgabe der vorliegenden Erfindung auf die offenbarten Ausfuehrungsformen.
Beispiel 1
Ein behandeltes Siliciumplaettchen mit Isolatoroberflaechen aus Siliciumdioxid and halbeitenden Oberflaechen aus polykristallinem Silicium wurde einer 1%- igen Fluorwasserstoffloesung 20 Sekunden lang ausgesetzt, gefolgt von zweimaligem Spuelen mit de-ionisiertem Wasser und Schleudertrocknen. Dann wurden die Plaettchen 5 Minuten lang in kochende konzentrierte Chlorwaserstoffsaeure (37,5%) getaucht, gefolgt von zweimaligem Spuelen mit de- ionisiertem Wasser und Schleudertrocknen. Die Plaettchen wurden sofort in einen Hochtemperaturofen bei einem Druck von etwa 45 Pa ueberfuehrt. Eine Gasmischung aus Wolframhexafluorid und Wasserstoff wurde etwa 1 Stunde lang ueber die Plaettchen geleitet. Das Molverhaeltnis von Wolfram-
hexafluorid zu Wasserstoff lag im Bereich von etwa 1 : 5. Nach dem Entfernen der Plaettchen aus dem Ofen zeigten sie keine wolframabscheidung auf den Isolatoroberflaechen, und sie hatten einen Wolframmetallfilm auf den halbleitenden Oberflaechen mit einer Dicke von mehr als 100 nm.
Beispiel 2
Ein Siliciumplaettchen mit isolatoroberflaechen aus einer 400 nm dicken Schicht Siliciumdioxid und halbleitenden Oberflaechen aus Silicium/ die durch 80 ,um-Loecher in der Siliciumdioxidschicht zugaenglieh ist, wurde 20 Sekunden lang mit einer 1%- igen Fluorwasserstoffloesung behandelt, gefolgt von zweimaligem Spuelen mit de- ionisiertem Wasser und Schleudertrocknen. Das behandelte Siliciumplaettchen wurde auf etwa 300 0C erhitzt und eine Gasmischung aus Wolframhexafluorid und Wasserstoff ueber das Plaettchen geleitet, um einen Wolframfilm mit einer Dicke von etwa 50 nm zu bilden. Auf den Isolatoroberflaechen wurde nichts abgeschieden. Dann wurde das Siliciumplaettchen entfernt, 5 Minuten lang mit kochendem konzentrierten Chlorwasserstoff behandelt, mit de- ionisiertem Wasser gewaschen, getrocknet und in einen Hochtemperaturofen bei einem Druck von etwa 65 Pa ueberfuehrt. Eine Gasmischung aus Wolframhexafluorid und Wasserstoff (Molverhaeltnis 1:5) wurde etwa eine Stunde lang ueber die Plaettchen geleitet. Nach Entfernung aus dem Ofen zeigte die isolatoroberflaeche keine Wolframabscheidung, und auf der halbleitenden Siliciumoberflaeche befand sich ein Wolframfilm mit einer Dicke von mehr als 100 nm.
Beispiel 3
Ein behandeltes Siliciumplaettchen mit durch Plasmaaufdampfung (Brechungsindex = 1,5) gebildeten Siliciumoxidoberflaechen und halbleitenden Oberflaechen aus polykristallinem Silicium wurde 20 Sekunden lang einer 1%- igen Fluorwasserstofffloesung ausgesetzt, gefolgt von zweimaligem Spuelen mit de- ionisiertem Wasser und Schleüdertrocknen. Anschliessend wurden die Plaettchen 3 Minuten lang in kochende konzentrierte Chlorwasserstoffsaeure (37,5%) getaucht, gefolgt von zweimaligem Spuelen mit de- ionisiertem Wasser und Schleudertrocknen, Sodann wurden die Plaettchen sofort in einen Hochtemperaturofen ueberfuehrt. Eine Gasmischung aus Wolframhexafluorid und Wasserstoff wurde etwa 90 Minuten lang bei etwa 227°C und einem Druck von etwa 70 Pa ueber die Plaettchen geleitet. Das Molverhaeltnis von Wolframhexafluorid zu Wasserstoff lag im bereich von etwa 1 : 60. Nach Entfernung aus dem Ofen zeigten die Plaettchen keine Wolframabscheidung auf den Isolatoroberflaechen, und die halbleitenden Oberflaechen hatten einen Wolframmetallfilm mit einer Dicke von mehr als etwa 100 nm.
Beispiel 4
Ein Siliciumplaettchen mit durch plasmaabscheidung gebildeten Siliciumoxynitrid- Oberflaechen (Brechungsindex = 1,8) und halbleitenden Oberflaechen aus polykristallinem Silicium wurde wie in Beispiel 3 beschrieben behandelt. Die Plaettchen wurden sofort in einen Hochtemperaturofen ueberfuehrt und Wolfram wurde wie in Beispiel 3 beschrieben aufgedampft. Nach Entfer-
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nung aus dem Ofen zeigten die Plaettchen keine Wolframabscheidung auf den Isolatoroberflaechen, und die halbleitenden Oberflaechen hatten einen Wolframmetallfilm mit einer Dicke von mehr als etwa 100 nm.
Beispiel 5
Ein Siliciumplaettchen mit durch Plasmaabscheidung gebildeten Isolatoroberflaechen aus Siliciumnitrid (Brechnungsindex = 1,99) und halbleitenden Oberflaechen aus polykristallinem Silicium wurde wie in Beispiel 3 beschrieben behandelt. Die Plaettchen wurden sofort in einen Hochtemperaturofen ueberfuehrt und mit Wolfram bedampft, wie in Beispiel 3 beschrieben. Nach der Entfernung aus dem Ofen zeigten die Plaettchen keine Wolframablagerung auf den Isolatoroberflaechen, und die halbleitenden Oberflaechen hatten einen Wolframmetallfilm mit einer Dicke von mehr als etwa 100 nm. 20
Beispiel 6
Ein Siliciumplaettchen mit durch chemische Aufdampfung bei geringem Druck aufgebrachten Isolatoroberflaechen aus Siliciumoxid (Brechungsindex = 1,46) und halbleitenden oberflaechen aus polykristallinem Silicium wurde wie in Beispiel 3 beschrieben behandelt. Die Plaettchen wurden sofort in einen Hochtemperaturofen ueberfuehrt und Wolfram wurde aufgedampft, wie in Beispiel 3 beschrieben. Nach der Entfernung aus dem Ofen zeigten die Plaettchen keine Wolframablagerung auf den Isolatoroberflaechen, und die halbleitenden Oberflaechen hatten einen Wolframmetallfilm mit einer Dicke von mehr als 100 nm.
Beispiel 7
Ein behandeltes Siliciumplaettchen mit Isolatoroberflaechen aus Siliciumdioxid und halbleitenden Oberflaechen aus polykristallinem Silicium wurde 20 Sekunden lang einer 1%- igen Pluorwasserstoffloesung ausgesetzt, gefolgt von zweimaligem Spuelen mit de- ionisiertem Wasser und Schleudertrocknen. Anschliessend wurden die Plaettchen bei Raumtemperatur in Methylenchlorid getaucht, gefolgt von zweimal;igem Spuelen mit de- ionisiertem Wasser und Schleudertrocknen. Die Plaettchen wurden sofort in einen Hochtemperaturofen ueberfuehrt, und eine Gasmischung aus Wolframhexafluorid und Wasserstoff wurde 1 Stunde lang bei etwa 290 0C ueber die Plaettchen geleitet. Das Molverhaeltnis von Wolframhexafluorid zu Wasserstoff lag im Bereich von etwa 1 : 30. Nach Entfernung aus dem Ofen zeigten die Plaettchen keine Wolframabscheidung auf den Isolatoroberflaechen und die halbleitenden Oberflaechen hatten einen Wolfrämmetallfilm mit einer Dicke von mehr als etwa 100 nm.

Claims (20)

Verfahren zum selektiven Abscheiden von Wolfram auf leitenden und halbleitenden Oberflaechen eines Substrates Patentansprueche 20
1. Verfahren zum Foerdern der selektiven Dampfabscheidung von Wolfrain auf leitenden und halbleitenden Oberflaechen eines Substrates, das Isolatoroberflaechen enthaelt, wobei das Verfahren die folgenden Schritte umfasst:
(a) Kontaktieren des Substrates mit einer Fluorwasserstoff loesung;
(b) Entfernen des nahezu gesamten Fluorwasserstoffes vom Substrat;
(c) Kontaktieren des Substrates mit einer ein Halogen enthaltenden Loesung, wobei das Halogen aus der aus Chlor und Brom bestehenden Gruppe ausgewaehlt wurde; und
(d) Entfernen der nahezu gesamten, das Halogen · enthaltenden Loesung vom Substrat.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die ein Halogen enthaltende Loesung eine Loesung aus Chlor und Brom ist, die aus der Gruppe von Chlorwasserstoff, Bromwasserstoff, Chlorgas, Bromgas, chlorierte Kohlenwasserstoff mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen und bromierte Kohlenwasserstoffe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen ausgewaehlte Bestandteile enthaelt.
3. Verfahren nach Anspruch 2, wobei das Halogen Chlor ist.
4. Verfahren nach Anspruch 3, wobei das Substrat Isolatoroberflaechen enthaelt, die durch einen Bestandteil der aus Siliciumdioxid, Siliciumnitrid und SiIiciumoxynitrid bestehenden Gruppe geschaffen werden.
5. Verfahren nach Anspruch 4, wobei das Substrat ein mit einem Muster versehenes Siliciumplaettehen ist.
6. Verfahren nach Anspruch 5, wobei die Konzentration des Fluorwasserstoffs im Bereich"von etwa 0,05 bis 50 Gew.- % des waessrigen Mediums liegt.
7. Verfahren nach Anspruch 2, wobei die Fluorwasserstoff loesung mit de-ionisiertem Wasser ausgewaschen wird.
8. Verfahren nach Anspruch 3, wobei die Chlor enthaltende Loesung eine waessrige Loesung von Chlor enthaltenden Bestandteilen ist, die aus der aus Chlorgas und HCl bestehenden Gruppe ausgewaehlt wurden.
9. Verfahren nach Anspruch 3, wobei die Chlor enthaltende Loesung eine organische Loesung von Chlor enthaltenden Bestandteilen ist, die aus der aus Methy-
lenchlorid, Ethylenchlorid, Kohlenstofftetrachlorid, Propylenchlorid, N-Butylchlorid, Chloroform, Chlorwasserstoff, Bromwasserstoff, Chlorgas und Bromgas bestehenden Gruppe ausgewaehlt wurden.· ■
10. Verfahren nach Anspruch 8, wobei die Konzentration der Chlor enthaltenden Bestandteile in der waessrigen Loesung im Bereich von etwa 0,5 bis 50 Gew.- % liegt.
11. Verfahren nach Anspruch 10, wobei die Tempe-(
liegt.
ratur der Loesung im Bereich von etwa 0°C bis 2000C
12. Verfahren nach Anspruch 8, wobei die Chlor enthaltende Loesung mit de-ionisiertem Wasser ausgespuelt wird.
13. Verfahren nach Anspruch 2, das zusaetzlich die Aufdampfung von Wolframmetall mit einer Dicke von etwa 50 nm umfasst, nach der Entfernung von nahezu des gesamten Fluorwasserstoffs vom Substrat.'
14. Verfahren zum selektiven Abseheiden von 100 oder mehr nm Wolframmetall auf den leitenden und halbleitenden Oberflaechen eines Isolatoroberflaechen enthaltenden Substrates, wobei das Verfahren die folgenden Schritte umfasst:
(a) Kontaktieren der Substratoberflaechen mit einer Fluorwasserstoffloesung;
Cb) Entfernen der nahezu gesamten Fluorwasserstof floesung;
(c) Kontaktieren des Substrates mit einer Halogen enthaltenden Loesung, wobei das Halogen aus der aus Chlor und Brom bestehenden Gruppe ausgewaehlt wurde;
(d) Entfernen der nahezu gesamten, ein Halogen enthaltenden Loesung von der Substratoberflaeche; und
(e) Abscheiden von Wolfram aus einer Gasmischung aus Wolframhexafluorid und Wasserstoff auf dem Substrat bei einer im Bereich von etwa 200 bis 35O0C liegenden Temperatur.
15. Verfahren nach Anspruch 14, wobei die Halogen enthaltende Loesung eine Loesung aus Chlor und Brom ist, die Bestandteile enthaelt, die aus der aus Chlorwasserstoff, Bromwasserstoff, Chlorgas, Bromgas, chlorierten Kohlenwasserstoffen mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen und bromierte Kohlenwasserstoffe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen bestehenden Gruppe ausgewaehlt wurden.
16. Verfahren nach Anspruch 15, wobei die Gasmischung aus Wasserstoff und Wolframhexafluorid im Verhaeltnis von etwa 3 : 1 bis 1000 : 1 zusammengesetzt ist und die Stroemungsgeschwindigkeit des Wolframhexafluorids im Bereich von eti
Standardbedingungen liegt.
fluorids im Bereich von etwa 0,1 bis 50 cm /min unter
17. Verfahren nach Anspruch 15, wobei die WoIframabscheidung bei einer im Bereich von etwa 225 bis 325 C liegenden Temperatur durchgefuehrt wird.
18. Verfahren nach Anspruch 15, wobei das Substrat durch Siliciumdioxid, Siliciumnitrid und SiIiciumoxynitrid geschaffene Isolatoroberflaechen enthaelt.
19. Verfahren nach Anspruch 18, wobei das Substrat ein mit einem Muster versehenes Siliciumplaettchen ist.
20. Verfahren nach Anspruch 15, das zusaetzlich die Wolframablagerung auf dem Substrat bei einer Dicke von etwa 50 nm nach der Entfernung der nahezu gesamten Fluorwasserstoffloesung vom Substrat umfasst.
DE19853538328 1984-11-05 1985-10-28 Verfahren zum selektiven abscheiden von wolfram auf leitenden und halbleitenden oberflaechen eines substrates Granted DE3538328A1 (de)

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DE19853538328 Granted DE3538328A1 (de) 1984-11-05 1985-10-28 Verfahren zum selektiven abscheiden von wolfram auf leitenden und halbleitenden oberflaechen eines substrates

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