DE3535651A1 - Druckminderventil - Google Patents
DruckminderventilInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Druckminderventil für kon
stante Druckverhältnisse bei flüssigen Medien, bestehend
aus einem Ventilgehäuse mit Anschlußflanschen für je
eine Hoch- und Niederdruckleitung, einem den Hochdruck-
vom Niederdruckteil trennenden Ventilsitz für einen in
einem Stufenzylinder geführten Differentialkolben, wobei
der kleine Kolben des Differentialkolbens den Absperrke
gel bildet und der große Kolben dem im Abfluß herrschen
den Druck ausgesetzt ist.
Bei der Wasserversorgung im Untertagebergbau müssen die
durch Höhenunterschiede der Sohlen zur Erdoberfläche
entstandenen Wasserdrücke an die jeweiligen Verbraucher
angepaßt werden. Die Abbautiefen sind allgemein so groß,
daß bei nicht herabgesetztem Druck die Leitungssysteme
und die Verbrauchergeräte in unwirtschaftlichen Abmes
sungen eingebaut werden müssen, damit diese dem hohen
Druck standhalten können. Um dies zu vermeiden und den
benötigten Wasserdruck hinsichtlich der Verbraucherge
räte zu gewährleisten, ist eine Druckminderung im
Rohrleitungssystem erforderlich. In den meisten Fällen
soll eine Druckminderung von der Wasserabnahme unabhän
gig erfolgen. Entsprechend diesen Erfordernissen ver
wendet man Druckminderventile, die den Eingangsdruck
(Hochdruck) in einem bestimmten Verhältnis auf einen
niedrigeren Druck (Niederdruck) herabsetzen. Für jede
einzelne Sohle kann damit der gleiche Niederdruck
hergestellt werden.
Ein Druckmindermittel der eingangs genannten Art ist aus
der DE-PS 9 34 922 bekannt. Wie auch bei anderen Bauarten
wird dabei der Absperrkegel stets von der Hochdruckseite
entgegengesetzt zur Schließrichtung angeströmt. Dies hat
häufig zur Folge, daß sich hinter der Ventilöffnung am
Ventilsitz erhebliche Kavitationsschäden ergeben.
Da die Ringfläche des Ventilsitzes im Bereich schwacher
Strömung zugleich die Meßfläche bildet, ergibt es sich,
daß bei Beschädigung des Ventilsitzes der theoretische,
auf der Ventilsitzfläche anzunehmende Druckzyinder vom
tatsächlichen Druckkegel erheblich abweicht.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Druckmin
derventil der eingangs genannten Art zu schaffen, bei
dem die Beschädigung der Ventilfläche weitgehend vermie
den wird. Die Lösung der gestellten Aufgabe ergibt sich
aus den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruches 1.
Im Gegensatz zum Stande der Technik erfolgt beim
erfindungsgemäßen Druckminderventil die Anströmung des
Ventils in der Weise, daß die Stirnfläche des Absperrke
gels nicht der Hochdruckseite, sondern der Niederdruck
seite des Ventilgehäuses zugewandt ist und das Ventil im
Schließsinne angeströmt wird. Hierdurch erfolgt eine den
Kolben nicht beeinträchtigende Anströmung, so daß sich,
da hinter der Durchtrittsöffnung keine Kolbenfläche mehr
befindet, auch keine Kavitationsschädigungen ergeben
können. Darüber hinaus lassen sich auch Verunreinigungen
oder Fremdkörper auf einfache Weise ausspülen.
Die Steuerflächen des Differentialkolbens liegen in
Ruhezonen, so daß sich eine genauere Einhaltung der
Druckminderung auch bei großen Durchflußmengen erzielen
läßt.
Der zur Erlangung der Druckdifferenz erforderliche
Formwiderstand wird durch den Ventilsitz und den
Differentialkolben gebildet. Je nach dem Maß der
Wasserentnahme nimmt der Differentialkolben eine ent
sprechende axiale Stellung ein und gewährleistet durch
den gebildeten Durchflußwiderstand ein von der Wasser
entnahme weitgehend unbeeinflußtes Reduzierverhältnis.
Die Steuerung des Differentialkolbens erfolgt durch die
Druckbeaufschlagung seiner Stirnflächen, die zugleich
die Meßflächen bilden. Im rein statischen Betrieb, d. h.
wenn keine Wasserentnahme erfolgt, wirken auf den
Differentialkolben in Achsrichtung nur die statischen
Kräfte, verursacht durch die Druckbeaufschlagung der
Stirnflächen. Durch die festen Flächenverhältnisse der
Stirnseiten und das sich einstellende Kräftegleichge
wicht entsteht die gewünschte Druckdifferenz.
Weitere vorteilhafte Merkmale der Erfindung sind in den
Unteransprüchen angegeben.
Nachstehend ist die Erfindung anhand der Zeichnung
beispielsweise näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 ein Druckminderventil nach der Erfindung im
Längsschnitt,
Fig. 2 eine abgewandelte Bauart des Druckminderventils,
im Längsschnitt und
Fig. 3 eine weitere, abgewandelte Bauart eines Druckmin
derventils im Längsschnitt.
Fig. 1 zeigt ein Druckminderventil, bestehend aus einem
Ventilgehäuse 1 mit zwei Anschlußflanschen 2, 3 zum
Anschluß an eine Hoch- und Niederdruckleitung sowie
einem hierzu senkrechten Flansch 4 zur Befestigung des
Ventileinsatzes 5.
Dieser Ventileinsatz 5 besteht aus dem eigentlichen
Ventilsitz 6, einer abgestuften Zylinderbüchse 7, einem
Differentialkolben 8, einer Flanschbrille 9 und den am
Flansch angreifenden Schrauben 10.
Der Differentialkolben 8 ist innerhalb der Zylinderbüch
se 7 geführt und weist an seinem unteren, im Durchmesser
geringsten Ende den am Ventilsitz 6 angreifenden
Absperrkegel 11 auf.
Der Ventilsitz 6 ist, wie die Zeichnung zeigt, auf einer
Trennwand 12 angeordnet, die etwa in einer axialen
Mittelebene des Ventilgehäuses 1 zwischen den Anschluß
flanschen 2, 3 liegt und den Hochdruckteil 13 vom
Niederdruckteil 14 des Ventilgehäuses 1 trennt. Am Boden
des Ventilgehäuse 1 ist noch eine Ablaßschraube 15
vorgesehen.
Wie Fig. 1 ferner zeigt, ist der Niederdruckteil 14 mit
dem Zylinderraum 16 oberhalb des großen Kolbens 17 des
Differentialkolbens 8 durch eine im Ventilgehäuse 1
vorgesehene Verbindungsleitung 18 in der Form einer
Bohrung verbunden.
Bei der Wasserentnahme ergibt sich ein Unterdruck, der
auch auf die Stirnfläche des großen Kolbens 17 wirkt und
ihn anhebt. Dabei stellt sich zwischen den Steuerflächen
des Ventilsitzes 6 und des großen Kolbens 17 einerseits
und dem auf das Ventil einwirkenden Hochdruck ein
gewisser reduzierter Strömungsdruck ein, der dem durch
die Abmessungen des Ventileinsatzes bestimmten Druckmin
derverhältnis entspricht.
Gegenüber dem Stand der Technik ist bei der erfindungs
gemäßen Ausführung die bei Nullabnahme und bei sehr
geringer Abnahme erforderliche Kraft zum Schließen des
Kolbens wesentlich geringer. Die Druckdifferenz zwischen
Ruhe und Fließdruck ist normal.
Der Ventilsitz 6 wird bei dieser Konstruktion in
Schließrichtung angeströmt, so daß sich die Standzeit
des Differentialkolbens 8 und des Ventilsitzes deutlich
verlängert.
Fig. 2 zeigt eine abgewandelte Ausführung. Soweit die
hier verwendeten Teile mit Fig. 1 übereinstimmen, haben
diese die gleichen Bezugszeichen und werden nicht weiter
behandelt.
Die Ausführung nach Fig. 2 unterscheidet sich von
derjenigen nach Fig. 1 dadurch, daß die Verbindungslei
tung zwischen dem Niederdruckteil 14 und dem Zylinder
raum 16 nicht mehr durch eine im Ventilgehäuse vorgese
hene Bohrung 18, sondern durch eine axial durch den
Differentialkolben 8 gehende Bohrung 19 gebildet ist.
Fig. 3 unterscheidet sich von Fig. 2 dadurch, daß die
Verbindungsleitung 20 durch den Differentialkolben nicht
zentrisch, sondern exzentrisch verläuft. Hierdurch ist
es möglich, den Druckausgleich zu verbessern, da sich am
Ventilsitz 6 in der Regel, abweichend vom theoretischen
Denkmodell ein asymmetrischer Druckaufbau ergibt. Dieser
kann durch eine entsprechende Exzentrizität der Verbin
dungsleitung 20 und deren Bemessung ausgeglichen bzw.
berücksichtigt werden.
Claims (5)
1. Druckminderventil für konstante Druckverhältnisse bei
flüssigen Medien, bestehend aus einem Ventilgehäuse
mit Anschlußflanschen für je eine Hoch- und Nieder
druckleitung, einem den Hochdruck- vom Niederdruck
teil trennenden Ventilsitz für einen in einem
Stufenzylinder geführten Differentialkolben, wobei
der kleine Kolben des Differentialkolbens den Ab
sperrkegel des Ventils bildet und der große Kolben
dem im Abfluß herrschenden Druck ausgesetzt ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Niederdruckteil des Ventilgehäuses vor der Stirnseite des Absperrkegels des Differentialkolbens liegt und
daß der Zylinderraum des großen Kolbens durch eine Verbindungsleitung mit dem Niederdruckteil des Ven tilgehäuses verbunden ist.
daß der Niederdruckteil des Ventilgehäuses vor der Stirnseite des Absperrkegels des Differentialkolbens liegt und
daß der Zylinderraum des großen Kolbens durch eine Verbindungsleitung mit dem Niederdruckteil des Ven tilgehäuses verbunden ist.
2. Druckminderventil nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Zylinderraum (16) des großen
Kolbens (17) des Differentialkolbens (8) durch eine
Bohrung (18) im Ventilgehäuse (1) mit dem Nieder
druckteil (14) des Ventilgehäuses (1) verbunden ist.
3. Druckminderventil nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Zylinderraum (16) des großen
Kolbens (17) des Differentialkolbens (8) durch eine
axiale Bohrung (19) im Differentialkolben (8) mit dem
Niederdruckteil (14) des Ventilgehäuses (1) verbunden
ist.
4. Druckminderventil nach Anspruch 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß die axiale Bohrung (20) exzentrisch im
Differentialkolben (8) abgeordnet ist.
5. Druckminderventil nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Trennebene zwischen
dem Hoch- und dem Niederdruckteil (13, 14) des
Ventilgehäuses (1) etwa parallel zur durch die
Anschlußflanschen (2, 3) gehenden Gehäuseachse liegt
und der Stufenzylinder (7) als Satz auswechselbarer
Ventilsitzbüchsen ausgebildet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19853535651 DE3535651A1 (de) | 1985-10-05 | 1985-10-05 | Druckminderventil |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19853535651 DE3535651A1 (de) | 1985-10-05 | 1985-10-05 | Druckminderventil |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3535651A1 true DE3535651A1 (de) | 1987-04-16 |
| DE3535651C2 DE3535651C2 (de) | 1989-04-06 |
Family
ID=6282889
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19853535651 Granted DE3535651A1 (de) | 1985-10-05 | 1985-10-05 | Druckminderventil |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3535651A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE8805758U1 (de) * | 1988-04-30 | 1988-06-30 | Siebeck Metallwerk Gmbh, 4030 Ratingen | Druckminderer für flüssige Medien |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE34186C (de) * | F. SCHICHAU in Elbing, Westpreufsen | Dampfdruck - Minderungsventil als Doppelsitzventil mit Belastungs-Differentialkolben | ||
| DE3219552A1 (de) * | 1982-05-25 | 1983-12-01 | Johannes Erhard, H. Waldenmaier Erben Süddeutsche Armaturenfabrik GmbH & Co, 7920 Heidenheim | Druckminderventil |
-
1985
- 1985-10-05 DE DE19853535651 patent/DE3535651A1/de active Granted
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE34186C (de) * | F. SCHICHAU in Elbing, Westpreufsen | Dampfdruck - Minderungsventil als Doppelsitzventil mit Belastungs-Differentialkolben | ||
| DE3219552A1 (de) * | 1982-05-25 | 1983-12-01 | Johannes Erhard, H. Waldenmaier Erben Süddeutsche Armaturenfabrik GmbH & Co, 7920 Heidenheim | Druckminderventil |
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| Pat. Abstr. of Japan No. 56-110112 P-90, 20.11.1981, Vol. 5/No. 182 * |
Cited By (1)
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|---|---|---|---|---|
| DE8805758U1 (de) * | 1988-04-30 | 1988-06-30 | Siebeck Metallwerk Gmbh, 4030 Ratingen | Druckminderer für flüssige Medien |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3535651C2 (de) | 1989-04-06 |
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