DE3535365A1 - Hochspannungs-kondensator-zuendgeraet fuer brennkraftmaschinen - Google Patents
Hochspannungs-kondensator-zuendgeraet fuer brennkraftmaschinenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Hochspannungs-Kondensa
tor-Zündgerät der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 ge
nannten Art.
Ein solches Zündgerät ist z. B. aus dem Buch "Modern Elec
tronic Circuits Manual" McCraw-Hill Book Company, 1980,
Seite 83 bekannt. Dieses bekannte Zündgerät benutzt einen
abschaltbaren, mit f = 10 kHz schwingenden Sperrwandler, der
aus NAND-Gliedern gebildet ist. Mit dem den Zündkondensa
tor entladenden Thyristor ist die Primärwicklung eines
Transformators in Reihe geschaltet, dessen Sekundärwicklung
einen weiteren Thyristor ansteuert, um einen Impuls zum
Abschalten des Spannungswandlers zu erzeugen. Die Dauer
dieses Abschaltimpulses muß so groß sein, daß ein vorzei
tiges Wiedereinschalten des Spannungswandlers so lange
verzögert wird, wie der Hauptthyristor leitend bzw. ioni
siert ist. Wird der Spannungswandler zu früh wieder einge
schaltet, führt der Thyristor sofort wieder Strom, ohne
daß dieser an seiner Gate-Elektrode von einem Zündimpuls
angesteuert werden müßte. Die Abschaltdauer für den Span
nungswandler muß daher so groß gewählt werden, daß der
Thyristor nach dem Entladen der maximal möglichen Hochspan
nung am Zündkondensator, also nach dem Fließen eines maximal
möglichen Stromes durch den Thyristor mit Sicherheit wieder
entionisiert, d. h. vollständig gesperrt ist, bevor der
Spannungswandler erneut eingeschaltet werden kann, um den
Zündkondensator wieder aufzuladen.
Dadurch wird aber die maximale Zündfrequenz begrenzt, bis
zu der noch eine ausreichende Hochspannung am Zündkonden
sator zu erzeugen ist. Zwar wird auch bei dem bekannten
Zündgerät die Dauer des Abschaltimpulses für den Spannungs
wandler in Abhängigkeit von der Zündfrequenz geändert, um
bei ansteigender Frequenz die Abschaltdauer des Spannungs
wandlers zu verringern. Jedoch erfolgt dieses über den im
Stromkreis des Thyristors liegenden Transformator, der,
sobald ein Impuls ausgelöst wurde, den zweiten Thyristor
auslöst, worauf dieser einen von einer R-C-Kombination ver
zögerten Abschaltimpuls an die NAND-Glieder weitergibt.
Die Abschaltdauer wird mit höherer Frequenz zwar kürzer,
kann aber nur einen Näherungswert der tatsächlichen Ver
hältnisse am Hauptthyristor darstellen, der mit einigem
Sicherheitsabstand immer größer sein muß, als das physika
lisch absolut mögliche zeitliche Minimum. Da der Transfor
mator weiterhin bekanntlich nur Stromänderungen zu über
tragen vermag, ist bei dieser bekannten Schaltung nicht
ersichtlich, wie ein fehlerhaft ausgelöster Thyristor aus
seinem Dauer-Leitzustand herauskommen soll, sofern sein
Haltestrom nicht durch Abschalten der Spannungsquelle
unterbrochen wird. Ferner sei anzumerken, daß sich die
Entladezeit des Zündkondensators wesentlich nach der Impe
danz der Zündspule richtet. Bei einer, wie hier veröffent
lichten, Schaltung müßte sich die Abschaltzeit entweder
nach der größtmöglichen Impedanz einer evtl. verwendeten
Zündspule richten, oder aber das Gerät muß jedesmal auf die
zu verwendende Zündspule optimiert werden, wobei hier Fer
tigungs-Toleranzen der Zündspule ebenfalls eine Rolle
spielen. Sollte ferner die Zündfunkenleistung durch Ände
rung von Gerätekomponenten verändert werden, muß jedesmal
erneut die Abschaltzeitdauer durch R-C-Abstimmung justiert
werden.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Zündgerät der im Oberbe
griff des Patentanspruchs 1 genannten Art so weiterzubil
den, daß die Spannungsquelle immer nur so lange abgeschal
tet wird, wie sich der Thyristor tatsächlich, auch unter
sich stets ändernden Arbeitsbedingungen, in seinem leiten
den bzw. noch ionisierten Betriebszustand befindet, wobei
dieser so kurz wie möglich sein soll, und daß Änderungen
von leistungsbestimmenden Komponenten des Gerätes und der
äußeren Zündanlage ohne Einfluß auf die optimale Abschalt
zeit der Spannungsquelle sind, da die Abschaltzeit sich
jederzeit anpaßt.
Bei einem Zündgerät der genannten Art ist diese Aufgabe
durch die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1
angegebenen Merkmale gelöst.
Bei dem erfindungsgemäßen Zündgerät wird mit Hilfe minde
stens eines Komparators die an der Gate-Elektrode des
Thyristors auftretende Spannung unmittelbar überwacht und
mit einer Bezugsspannung verglichen.
Die Erfindung nutzt die Erkenntnis aus, daß die an der Gate-
Elektrode auftretende Spannung jederzeit Aufschluß über den
augenblicklichen Betriebszustand des Thyristors gibt. So
erreicht nämlich die an der Gate-Elektrode auftretende
Spannung immer erst dann ihre konstante Ruhespannung von
ca. mV, wenn der Thyristor entionisiert, d. h. vollstän
dig gesperrt ist. In diesem Zustand des Thyristors kann
dieser nur dann wieder leitend geschaltet werden, wenn er
einen ausreichend großen Impuls an seiner Gate-Elektrode
erhält. Mit Hilfe des mindestens einen Komparators kann
daher ein die Spannungsquelle abschaltendes Ausgangssignal
nur so lange aber auch immer so lange erzeugt werden, wie
der Thyristor leitend bzw. ionisiert ist. Damit ist aber
die Spannungsquelle immer nur so lange abgeschaltet, wie
dieses aus physikalischen Gründen unbedingt erforderlich
ist. Diese kürzestmöglichen Abschaltzeiten der Spannungs
quelle verlängern aber die nutzbaren Aufladezeiten für den
Zündkondensator, so daß höhere Zündfrequenzen, bzw. im
oberen Drehzahlbereich eine höhere Zündspannung UC er
reichbar sind. Ferner paßt sich die Abschaltzeit Komponen
ten-Änderungen optimal an, z. B. nach Änderung der Zünd
spulen-Impedanz, und der damit verbundenen Änderung der
Funkenbrenndauer.
Außerdem ist das erfindungsgemäße Zündgerät auch gegenüber
Störungen sehr unanfällig, da durch die unmittelbare Über
wachung der Gate-Elektrode ein leitender oder ionisierter
Zustand des Thyristors selbst dann festgestellt wird, wenn
dieser Zustand fehlerhaft eingeleitet sein sollte, d. h.
nicht aufgrund eines an die Gate-Elektrode gegebenen Zünd
impulses. Ein fehlerhaft dauerleitender und damit die Span
nungsquelle kurzschließender Thyristor weist an seiner Gate-
Elektrode eine Spannung von ca. 600 Millivolt auf. Auch bei
einem solchen Zustand schaltet das Ausgangssignal des min
destens einen Komparators die Spannungsquelle ab, wodurch
der Haltestrom für den Thyristor unterbrochen und dieser
daher gesperrt wird.
Durch eine gemäß einer im Patentanspruch 2 angegebenen Wei
terbildung die Primärwicklung der Zündspule überbrückende
Reihenschaltung, die aus einer Diode und einer Parallel
schaltung aus einem Widerstand sowie einer Drosselspule
gebildet ist, kann der Thyristor beschleunigt abgeschaltet
werden. Dieses erfolgt im einzelnen dadurch, daß aus dem
von der Zündspule erzeugten positiv polarisierten Rückimpuls
ein kleiner Impuls abgeleitet wird, der seinerseits wiederum,
umgekehrt polarisiert den Zündkondensator auflädt. Nach
Abklingen dieses kleinen Impulses liegt der Zündkondensator
mit umgekehrter Polarität an der Anoden-Kathoden-Strecke
des Thyristors an. Dieses bewirkt die beschleunigte Ent
ionisierung bzw. das Sperren des Thyristors. Der Hauptan
teil des Rückimpulses wird dagegen über die Diode und den
sehr niederohmigen Gleichstrom-Widerstand der Drosselspule
sowie den ihr parallel geschalteten Widerstand an die Zünd
spule zurückgeführt. Trotz Entnahme einer Teilenergie aus
dem Rückimpuls kann daher der Zündfunke ohne Unterbrechung
als Gleichstrom-Zündfunke weiterbrennen.
Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
angegeben.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der
Zeichnung erläutert. Im einzelnen zeigt
Fig. 1 den Stromlaufplan eines bevorzugten Ausführungs
beispiels des erfindungsgemäßen Zündgerätes,
Fig. 2 ein Oszillogramm der am Zündkondensator auftre
tenden Spannungen,
Fig. 3 Oszillogramme der an der Zündspule und der Drossel
spule auftretenden Spannungen,
Fig. 4 ein Oszillogramm der an der Gate-Elektrode auf
tretenden Spannung und
Fig. 5 ein Oszillogramm der am Thyristor zwischen Anode
und Kathode auftretenden Spannung.
Wie aus dem in Fig. 1 gezeigten Stromlaufplan zu erkennen
ist, weist die Spannungsquelle einen Tonfrequenz-Gegentakt-
Sperrwandler, f = 10 kHz, mit zwei Leistungstransistoren TR 1
und TR 4 sowie zwei Treibertransistoren TR 2 und TR 3 auf.
Diese sind in üblicher Weise mit Widerständen R 3, R 7 , R 21
und Dioden D 5 und D 6 beschaltet und mit den Primärwick
lungen eines Transformators T 1 verbunden, dessen Sekundär
seite auf eine Gleichrichter-Brücke D 1 bis D 4 arbeitet.
Der Sperrwandler wird von einem Impulsweiten-Modulator
PWM in Form einer handelsüblichen integrierten Schaltung
angesteuert. Der Modulator gibt an seinem Anschluß 16 eine
Bezugsgleichspannung von 5 Volt ab, die mit Hilfe eines
aus Widerständen R 1 und R 2 gebildeten Spannungsteilers auf
2,5 Volt unterteilt, am Komparator-Anschluß 2 als dessen
Bezug liegen. Am anderen Komparator-Anschluß 1 liegt eine
durch einen weiteren und aus Widerständen R 8, R 9 und R 4 ge
bildeten Spannungsteiler aus der von der Gleichrichter-
Brücke abgegebenen Hochspannung UC unterteilte Spannung.
Dem als Thermistor bzw. NTC-Widerstand ausgebildete Wider
stand R 9 ist eine Zenerdiode Z 1 parallel geschaltet. Kon
densatoren C 1, C 2 und C 3 vervollständigen in der gezeigten
Weise die Schaltung der Spannungsquelle.
Die von der Gleichrichterbrücke abgegebene Hochspannung UC
liegt an einem Zündkondensator C 4, der mit einer Zündspule
SP in Reihe liegt und über eine als dünn gezeichneter Lei
tungszug dargestellte Verbindung zu seiner Aufladung mit
Masse bzw. dem Minuspol einer Bordnetzbatterie verbunden
ist. Der andere Anschluß des Zündkondensators C 4 ist über
einen Thyristor THY mit der Zündspule SP verbunden. Der
Zündspule SP ist eine Reihenschaltung aus der Diode D 9 mit
einer Parallelschaltung einer Drosselspule DR und einem
Widerstand R 16 parallel geschaltet. Zur Diode D 9 liegt
ein Widerstand R 17 parallel. Die Diode D 9 ist gegen die
Entladerichtung des Zündkondensators C 4 geschaltet.
Ein mit einem üblichen Unterbrecher oder einem anderen
Zündimpulsgenerator verbindbarer Anschluß ist über eine
Diode D 10 und einem Widerstand R 19 mit den Eingängen zweier
Komparatoren CP 3 und CP 4 verbunden, wobei die jeweils
anderen Eingänge dieser beiden Komparatoren die vorstehend
genannte Bezugsgleichspannung von 5 Volt erhalten. Die
beiden anderen Anschlüsse des Widerstandes R 19 sind je
weils mit einem Kondensator C 6 und einer Zenerdiode Z 2 ver
bunden, die wiederum mit Masse bzw. dem Minuspol der Batte
rie verbunden sind. Ein Widerstand R 20 versorgt einen
Unterbrecher-Kontakt mit Arbeitsstrom. Die Zenerdiode Z 2
begrenzt die eingehenden Zündsignale auf gleichbleibende
Amplitude. Die miteinander verbundenen Ausgänge der Kompa
ratoren CP 3 und CP 4 sind über einen Kondensator C 5 und eine
Diode D 8 mit der Gate-Elektrode des Thyristors THY verbun
den. Widerstände R 13 und R 14 legen die beiden Anschlüsse
des Kondensators C 5 gleichspannungsmäßig fest. Über den
Widerstand R 18 wird von der vorstehend erwähnten Bezugs
gleichspannung ein Teil an die Gate-Elektrode des Thyri
stors THY gegeben, um dessen Ruhepotential gleichspannungs
mäßig geringfügig, z. B. auf 150 mV, anzuheben. Dabei ist
zu betonen, daß dieses Anheben der bei gesperrtem Thyri
stor an seiner Gate-Elektrode auftretenden Ruhespannung,
die sonst im wesentlichen nur mV ist, auf vorzugsweise
150 mV, das Betriebsverhalten des Thyristors nicht beein
flußt.
Über einen Widerstand R 14 ist die Gate-Elektrode mit Ein
gängen von Komparatoren CP 1 und CP 2 verbunden, um die je
weils an der Gate-Elektrode des Thyristors THY auftretende
Spannung an diese Vergleicher zu geben. Die anderen Ein
gänge dieser Vergleicher erhalten eine Bezugsspannung von
jeweils 50 mV und 380 mV. Diese Bezugsspannungen werden mit
Hilfe eines aus den Widerständen R 10, R 11 und R 12 gebilde
ten Spannungsteilers aus der genannten Bezugs-Gleichspan
nung abgeleitet. Eine mit den Eingängen der Komparatoren
verbundene Diode D 7 schützt diese vor zu großen Eingangs
spannungen. Die miteinander verbundenen Ausgänge der Kom
paratoren CP 1 und CP 2 sind mit dem Kompensationsanschluß 9
des Impulsweiten-Modulators PWM verbunden, der in dieser
Anwendung zum Abschalten des Modulators vorzüglich zu be
nutzen ist.
Das in Fig. 1 dargestellte Zündgerät arbeitet wie folgt:
Wenn der Thyristor THY gesperrt und die Spannungsquelle
eingeschaltet ist, wird am Ausgang der Gleichrichter-Brücke
D 1 bis D 4 eine Hochspannung von maximal 450 Volt erzeugt,
auf die der Zündkondensator C 4 aufgeladen wird, wobei der
Ladestrom vom positiven Ausgang der Gleichrichterbrücke
durch den Kondensator C 4, die Zündspule SP und, parallel
zu diesem Weg, durch die Diode D 9 und die Drosselspule DR
zum negativen Ausgang der Gleichrichterbrücke fließt. Die
Hochspannung UC wird mit Hilfe des Spannungsteilers R 8, R 9
und R 4 auf einen Wert in der Größenordnung von 2,5 Volt
heruntergeteilt, wobei dieser Wert mit der am Komparator-
Anschluß 2 des Impulsweiten-Modulators PWM anliegenden Be
zugsgleichspannung von 2,5 Volt verglichen wird. Der Im
pulsweiten-Modulator ist dabei bestrebt, den Sperrwandler
so zu steuern, daß auch der am Komparator-Anschluß 1 lie
gende Wert auf 2,5 Volt gebracht wird. Da der Widerstand
R 9 als Thermistor ausgebildet und damit temperaturempfind
lich ist, wird die Hochspannung UC nach Maßgabe der an dem
Thermistor R 9 herrschenden Temperatur gesteuert. Wie dieses
in Fig. 2 zu erkennen ist, ändert sich die Hochspannung um
gekehrt proportional zur Temperatur T. Je niedriger also
die Temperatur ist, umso höher wird die Hochspannung UC.
Vorzugsweise wird der Thermistor R 9 der Temperatur des Zünd
gerätes selbst ausgesetzt, die durch die Verlustwärme des
Zündgerätes, aber auch durch die Umgebung desselben be
stimmt ist. Bei kaltem Zündgerät und damit auch kalter
Brennkraftmaschine wird daher eine maximale Hochspannung
UC erzeugt, die durch die Zenerdiode Z 1 begrenzt, einer
Art "Kaltstart-Automatik" vergleichbar, die Brennkraftma
schine mit Zündfunken größerem Energieinhalts versorgt.
Das Zündgerät ist dabei vorzugsweise so ausgelegt und ange
ordnet, daß es sich in etwa gleicher Weise wie die warm
laufende Brennkraftmaschine erwärmt. Dadurch werden der
Brennkraftmaschine in ihrem kalten Zustand Zündfunken mit
erhöhter Energie und Dauer zugeführt, um auch zündunwillige
Gemische sicher zu zünden. Erreicht die Brennkraftmaschine
und damit auch das Zündgerät ihre Betriebstemperaturen, so
wird die Hochspannung UC entsprechend vermindert, da dann
Zündfunken geringerer Energie und Dauer ausreichen und das
Zündgerät nur mit der erforderlichen Leistung betrieben
wird.
Der Thermistor R 9 dient dabei gleichzeitig auch als Über
lastschutz für das Zündgerät, da dieses sich bei hoher
Leitungsaufnahme infolge der Verlustwärme stärker erhitzt,
wodurch die Hochspannung UC zurückgenommen und auch die
Leistungsaufnahme durch das Zündgerät begrenzt wird.
Wenn von dem mit dem Zündimpulsgenerator verbundenen An
schluß ein Zündimpuls an die Komparatoren CP 3 und CP 4 ge
geben wird, erscheint an den Ausgängen dieser Komparatoren
immer dann ein Impuls, wenn der Zündimpuls die Bezugs-
Gleichspannung von 5 Volt überschreitet. Keinen echten Zünd
impuls darstellende Zündimpulse, die z. B. durch Kontakt
prellen eines Unterbrecherkontaktes erzeugt sein können,
werden durch die Schaltung Z 2, R 19 und C 6 unterdrückt. Ein
echter Zündimpuls gelangt über den Kondensator C 5 und die
Diode D 8 an die Gate-Elektrode des Thyristors THY, um diesen
leitend zu schalten. Bei leitendem Thyristor wird der Zünd
kondensator C 4 über die Zündspule SP entladen, wobei der in
Fig. 3 dargestellte negativ polarisierte Spannungsimpuls
USP auftritt.
Über die aus der Diode D 9, der Drosselspule DR und dem
Widerstand R 16 gebildete Schaltung wird ein kleiner Teil
des sehr kräftigen (bis 65 A!), von der Zündspule SP re
flektierten positiv polarisierten Rückimpulses, der dem
negativ polarisierten Initialimpuls folgt, abgeleitet, in
seiner Amplitude von dem Widerstand R 16 auf maximal etwa
40 Volt und in seiner zeitlichen Länge von der Drossel
spule DR auf ca. 40 µs begrenzt. Bei der Verwendung einer
extrem niederohmigen Hochleistungs-Zündspule sollten die
Drosselspule DR einen Wert von vorzugsweise 20 µH, bei
einem Gleichstromwiderstand von maximal 100 mOhm, und der
Widerstand (R 16) einen Wert von 600 mOhm haben.
Der vorstehend angegebene, aus dem Rückimpuls abgeleitete
kleine Impuls UDR (vgl. Fig. 3), stellt für seine Zeit
dauer eine Spannungsquelle dar, die jetzt ihrerseits, vom
Zündspulenanschluß SP+ aus, kurzzeitig einen Aufladestrom
stoß durch den Kondensator C 4 und durch den Thyristor THY
schickt. Beim Abklingen dieses kleinen Impulses liegt der
Zündkondensator C 4 mit umgekehrt polarisierter, reduzier
ter Spannung an den Hauptelektroden des Thyristors THY und
bringt diesen beschleunigt aus seinem noch leitenden Zu
stand, während der Hauptteil des Rückimpulses über die
Diode D 9 und den sehr niederohmigen Gleichstrom-Widerstand
der Drosselspule DR in die Zündspule SP zurückgeführt wird
und hier den Zündfunken ohne Unterbrechung weiterbrennen
läßt.
Beim Leitendwerden des Thyristors THY ändert sich auch die
an seiner Gate-Elektrode auftretende Spannung UG (vgl.
Fig. 4), die an die Eingänge der Komparatoren CP 1 und CP 2
gegeben wird. In Fig. 4 sind dabei mit gestrichelten Linien
auch die beiden Bezugsspannungen der beiden Komparatoren
CP 1 und CP 2 angegeben, wobei die Bezugsspannung des ersten
Komparators CP 2 oberhalb der in Fig. 4 ganz rechts darge
stellten, bereits auf 150 mV angehobenen, Gate-Ruhespannung
liegt, die bei gesperrtem bzw. nicht mehr ionisiertem Thy
ristor auftritt. Die Bezugsspannung am zweiten Komparator
CP 1 liegt dagegen unterhalb dieser Ruhespannung. Wie die
ses aus Fig. 4 zu erkennen ist, geben die Komparatoren
CP 1 und CP 2 an ihren Ausgängen Signale ab, solange die an
der Gate-Elektrode auftretende Spannung die erste Bezugs
spannung überschreitet. Dabei ist zu beachten, daß der
Thyristor THY auch dann noch leitend bzw. ionisiert ist,
wenn der unterhalb der zweiten Bezugsspannung liegende
Impuls auftritt. Das heißt, auch in diesem Fall wird der
Thyristor sofort wieder voll Strom führen, wenn die Span
nungsquelle eingeschaltet würde.
Bei leitendem Thyristor THY gelangen die Ausgangssignale
der Komparatoren CP 1 und CP 2 an den Anschluß 9 des Impuls
weiten-Modulators PWM, hier als Abschaltmöglichkeit ge
nutzt, der damit sofort gesperrt wird, wodurch wiederum
sofort die Spannungsquelle abgeschaltet wird, d. h. keine
Hochspannung UC mehr erzeugt wird. Wie dieses aus den Fig. 1
und 4 zu erkennen ist, wird die normalerweise etwas weniger
als 1 mV über Nullpotential liegende Ruhespannung an der
Gate-Elektrode des gesperrten Thyristors THY z. B. auf 150
mV angehoben, um auch den zweiten Komparator CP 1 mit
einer positiven Bezugsspannung von z. B. 50 mV arbeiten
lassen zu können. Diese Maßnahme ist nötig, weil der Kom
parator CP 1 von einer lediglich positiven Spannung gespeist
wird und dadurch nicht in der Lage ist, Spannungen, die
nahe des Nullpotentials, oder gar negativ sind, zu ver
gleichen. Das geringfügige Anheben der Ruhespannung an der
Gate-Elektrode beeinflußt das Betriebsverhalten des Thy
ristors THY in keiner Weise.
Wie aus Fig. 4 zu erkennen ist, stellt der zweite Kompara
tor CP 1 nach etwa 105 µs das Überschreiten der zweiten Be
zugsspannung fest, ohne daß die erste Bezugsspannung des
ersten Komparators CP 2 ebenfalls überschritten würde. Die
ses bedeutet aber, daß der Thyristor nicht länger ionisiert
ist. Nach Wiedereinschaltung der Spannungsquelle kann der
Thyristor daher nur wieder leitend geschaltet werden, wenn
er an seiner Gate-Elektrode mit einem ausreichend großen
Ansteuerimpuls, d. h. einem echten Zündimpuls, angesteuert
wird.
Unmittelbar nach der Entionisierung des Thyristors THY
verschwindet daher das Ausgangssignal am Kompensations
anschluß 9 des Impulsweiten-Modulators PWM, wodurch die
Spannungsquelle erneut eingeschaltet wird und damit der
Zündkondensator C 4 wieder aufgeladen werden kann. Die vor
stehend angegebene, kürzestmögliche Abschaltzeit von nur
etwa 105 µs ist auch in Fig. 2 eingetragen und bezieht
sich auf die Maximalspannung von UC. Mit geringerer Span
nung UC verkürzt sich die Abschaltzeit der Spannungsquelle
um etwa 5 µs auf etwa 100 µs bei der Minimalspannung von UC.
Bei steigender Drehzahl der Brennkraftmaschine steigt
selbstverständlich auch die Zündfrequenz an, wodurch die
Aufladezeiten für den Zündkondensator C 4 immer kürzer
werden. Dieser Sachverhalt ist ebenfalls in Fig. 2 ange
geben, so daß sich dann die am Zündkondensator C 4 auftre
tende Hochspannung UC umgekehrt proportional zur Zündfre
quenz verringert. Andererseits ist aber auch eine derart
kleiner werdende Ladespannung am Zündkondensator C 4 für
eine sichere Zündung des Gemisches der Brennkraftmaschine
immer noch groß genug, da bei hohen und höchsten Drehzah
len der Brennkraftmaschine und damit stark verkürzter
Verweildauer der Kolben im oberen Totpunktbereich, auch ein
entsprechend energieärmerer und wiederum damit kürzerer
Zündfunke zur Zündung des Gemisches immer noch ausreicht.
Da andererseits aber die Abschaltzeit der Spannungsquelle
durch die unmittelbare Überwachung der an der Gate-Elek
trode auftretenden Spannung und das beschleunigte Entioni
sieren bzw. Sperren des Thyristors so kurz wie möglich ist,
ist selbst bei höchsten Drehzahlen die für die Aufladung
des Zündkondensators C 4 zur Verfügung stehende Ladezeit
immer noch maximal.
Durch die Gate-Überwachung durch Komparatoren, sowie durch
den aus dem Rückimpuls abgeleiteten kleinen positiven
Impuls UDR, der bei seinem Abklingen die Spannung UA, THY
(vgl. Fig. 5) an der Anoden-Kathoden-Strecke des Thyri
stors umpolt und diesen dadurch beschleunigt entionisiert
bzw. abschaltet, kann eine maximale Zündfrequenz bis über
1 kHz erreicht werden. Wobei zu erwähnen sei, daß 800 Hz
bei einem Viertakt-Otto-Motor mit acht Zylindern einer
Drehzahl von 12 000 Umin-1 entspricht. Ferner sei erwähnt,
daß in Verbindung mit einer modernen, handelsüblichen
Hochleistungs-Zündspule als Zündtransformator bei Maximal
spannung UC eine Zündfunkenbrenndauer von effektiv 300 µs
erreicht werden. Mit anderen handelsüblichen höherohmigen
Zündspulen werden bei verminderter Anstiegssteilheit der
Spannung USP (vgl. Fig. 3), 600 bis 700 µs effektiver
Funkenbrenndauer erreicht.
Aus den in den Fig. 4 und 5 gezeigten Oszillogrammen der
an der Gate-Elektrode des Thyristors liegenden Spannung
U G sowie der über der Anoden-Kathoden-Strecke des Thyri
stors gemessenen Spannung U A , THY ist besonders deutlich
der zeitliche und amplitudenmäßige Zusammenhang zwischen
diesen beiden Spannungen zu erkennen. Fig. 5 zeigt dabei
als ein "lupenartiger Ausschnitt" einen Teil des sehr steilen Span
nungsabfalls bei leitend werdendem Thyristor. Gleichzeitig fällt auch
die an der Gate-Elektrode auftretende Spannung steil bis auf unter Nullpoten
tial ab. Da zu diesem Zeitpunkt der Thyristor aber den
aus dem Rückimpuls abgeleiteten kleinen Impuls dann erhält,
steigt die Spannung an der Anoden-Kathoden-Strecke des
Thyristors nochmals geringfügig und kurzfristig an, wonach
sie dann in ihrer Polarität sich umkehrt und zur beschleu
nigten Entionisierung bzw. zum beschleunigten Sperren des
Thyristors führt. Gleichzeitig sinkt auch die an der Gate-
Elektrode auftretende Spannung unter Nullpotential ab.
Diese Spannung klingt dann in der in Fig. 4 gezeigten Weise
auf die dort ganz rechts gezeigte Gate-Ruhespannung ab.
Wie angegeben, wird diese Ruhespannung nach einer Zeit
dauer von etwa 110 µs erreicht. Wie bereits vorstehend er
läutert wurde, verschwinden dann die Ausgangssignale an
den Ausgängen der Komparatoren CP 1 und CP 2, wodurch wiede
rum der Impulsweiten-Modulator PWM und damit auch die
Spannungsquelle erneut eingeschaltet werden.
Aus den vorstehend näher erläuterten Oszillogrammen der
Fig. 4 und 5 ist damit sehr deutlich zu erkennen, daß die
an der Gate-Elektrode des Thyristors jeweils auftretende
Spannung ein exaktes Abbild des jeweiligen Betriebszustan
des des Thyristors ist.
Obwohl bei dem in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel des
Zündgerätes jeweils zwei Komparatoren CP 3, CP 4 für die
Ansteuerung des Thyristors THY vorgesehen sind, kann auch
nur ein einziger zur Ansteuerung benutzt werden. Die Ver
wendung von zwei parallel geschalteten Komparatoren er
höht die Stärke des Ansteuerimpulses bzw. entlastet den
einzelnen Komparator-Ausgangstransistor und bietet sich
ferner an, da ohnehin eine vielverbreitete Form als Vier
fach-Komparator handelsüblich ist, der beim gezeigten Aus
führungsbeispiel die Komparatoren CP 1 bis CP 4 enthält.
Claims (12)
1. Hochspannungs-Kondensator-Zündgerät für Brennkraftma
schinen mit einer im Rhythmus der Zündimpulse abschaltbaren
Spannungsquelle, die als Tonfrequenz-Gegentakt-Sperrwandler
ausgebildet ist, der von einem Impulsweiten-Modulator ge
steuert ist und eine einen Zündkondensator aufladende Hoch
spannung aus einer Bordnetz-Niederspannung erzeugt, und mit
einem den Zündkondensator über eine Zündspule entladenden
Thyristor, der an seiner Gate-Elektrode von den Zündimpul
sen angesteuert und durch Abschaltung der Spannungsquelle
gesperrt wird, dadurch gekennzeichnet, daß
mindestens ein Komparator (CP 1, CP 2) die an der Gate-Elek
trode auftretende Spannung als Parameter des Betriebs-Zu
standes des Thyristors (THY) unmittelbar überwacht und ein
die Spannungsquelle abschaltendes Ausgangssignal nur so
lange erzeugt, wie sich der Thyristor (THY) in seinem lei
tenden Zustand befindet, und daß der Primärwicklung der
Zündspule (SP) eine Schaltung (D 9, R 16, DR) zugeordnet ist,
mit der aus dem Rückimpuls der Zündspule (SP) ein den
Thyristor (THY) beschleunigt sperrender Impuls ableitbar
ist.
2. Hochspannungs-Kondensator-Zündgerät nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltung
eine aus einer Diode (D 9) und einer Parallelschaltung aus
einem Widerstand (R 16) und einer Drosselspule (DR) gebil
dete Reihenschaltung ist, die der Primärwicklung der Zünd
spule (SP) parallel geschaltet ist.
3. Zündgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Bezugsspannung des einen Kompa
rators (CP 2) größer als die an der Gate-Elektrode bei ge
sperrtem Thyristor (THY) auftretende Ruhespannung ist und
daß dieser Komparator (CP 2) das die Spannungsquelle ab
schaltende Signal immer dann erzeugt, wenn die an der Gate-
Elektrode auftretende Spannung größer als die Bezugsspan
nung ist.
4. Zündgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Bezugsspannung eines zweiten
Komparators (CP 1) kleiner als die an der Gate-Elektrode
bei gesperrtem Thyristor (THY) auftretende Ruhespannung
ist und daß dieser zweite Komparator (CP 1) das die Span
nungsquelle abschaltende Ausgangssignal immer dann erzeugt,
wenn die an der Gate-Elektrode auftretende Spannung kleiner
als die Bezugsspannung ist.
5. Zündgerät nach Anspruch 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Gate-Elektrode des Thyristors
(THY) über einen Widerstand (R 18) an einer Bezugsspannung
(5V) liegt, um die Ruhespannung geringfügig über das Null
potential, vorzugsweise 150 mV, anzuheben, damit der, von
einer lediglich positiven Spannung gespeiste, zweite Kompa
rator ein Unterschreiten dieser Gate-Ruhespannung fest
stellen kann.
6. Zündgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die Gate-Elektrode des
Thyristors (THY) über mindestens einen weiteren Komparator
(CP 3, CP 4) angesteuert wird, der an seinem anderen Eingang
eine Bezugsgleichspannung (5V) erhält.
7. Zündgerät nach Anspruch 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß der mindestens eine weitere Kompara
tor (CP 3, CP 4) über eine Reihenschaltung aus einem Wider
stand (R 19) und einer Diode (D 10) von Zündimpulsen ange
steuert ist, wobei der eine Anschluß des Widerstandes (R 19)
über einen Kondensator (C 6) und der andere Anschluß des
Widerstandes (R 19) über eine Zenerdiode (Z 2) mit Masse ver
bunden ist, wodurch ein ungewolltes Zünden, z. B. durch
Kontaktprellen eines Unterbrechers, unterbunden wird.
8. Zündgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß der Impulsweiten-Modu
lator (PWM) die an den Zündkondensator (C 4) von der Span
nungsquelle abgegebene Hochspannung (UC) auf einen der
Temperatur entsprechenden Wert begrenzt und konstant hält.
9. Zündgerät nach Anspruch 8, dadurch gekenn
zeichnet, daß an Komparator-Anschlüssen (1, 2) des
Impulsweiten-Modulators (PWM) ein Thermistor (R 9 NTC) derart
angeschlossen ist, daß die von der Spannungsquelle abge
gebene Hochspannung (UC) umgekehrt proportional zur Tempe
ratur des Thermistors gesteuert wird.
10. Zündgerät nach Anspruch 9, dadurch gekenn
zeichnet, daß die vom Thermistor (R 9 NTC) gemes
sene Temperatur den Betriebsdaten einer Brennkraftmaschine
angepaßt ist, indem die Erwärmung des Zündgerätes, z. B.
infolge seiner Verlustwärme, als Bezugsgröße dient.
11. Zündgerät nach Anspruch 10, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Thermistor (R 9 NTC) einen thermi
schen Überlastschutz für das Zündgerät bildet.
12. Zündgerät nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß dem Thermistor (R 9 NTC)
eine Zenerdiode (Z 1 ) parallel geschaltet ist, die die Hoch
spannung (UC) auf einen Maximalwert begrenzt.
Priority Applications (4)
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| DE19853535365 DE3535365A1 (de) | 1985-10-03 | 1985-10-03 | Hochspannungs-kondensator-zuendgeraet fuer brennkraftmaschinen |
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Family Applications (1)
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