DE3531681A1 - Flugbahnbestimmung mit opto-elektronischer zeilenkamera - Google Patents
Flugbahnbestimmung mit opto-elektronischer zeilenkameraInfo
- Publication number
- DE3531681A1 DE3531681A1 DE19853531681 DE3531681A DE3531681A1 DE 3531681 A1 DE3531681 A1 DE 3531681A1 DE 19853531681 DE19853531681 DE 19853531681 DE 3531681 A DE3531681 A DE 3531681A DE 3531681 A1 DE3531681 A1 DE 3531681A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- rocket
- missile
- image
- observation
- trajectory
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Withdrawn
Links
- 230000005693 optoelectronics Effects 0.000 title claims abstract description 5
- 238000000034 method Methods 0.000 claims abstract description 17
- 238000012804 iterative process Methods 0.000 claims abstract 2
- 238000004364 calculation method Methods 0.000 claims description 3
- BULVZWIRKLYCBC-UHFFFAOYSA-N phorate Chemical compound CCOP(=S)(OCC)SCSCC BULVZWIRKLYCBC-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 3
- 238000012937 correction Methods 0.000 description 4
- 239000011159 matrix material Substances 0.000 description 4
- 230000001133 acceleration Effects 0.000 description 2
- 238000011156 evaluation Methods 0.000 description 2
- 235000015842 Hesperis Nutrition 0.000 description 1
- 235000012633 Iberis amara Nutrition 0.000 description 1
- 244000007853 Sarothamnus scoparius Species 0.000 description 1
- 230000001174 ascending effect Effects 0.000 description 1
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 description 1
- 238000005352 clarification Methods 0.000 description 1
- 238000001514 detection method Methods 0.000 description 1
- 238000004090 dissolution Methods 0.000 description 1
- 238000005516 engineering process Methods 0.000 description 1
- 238000012886 linear function Methods 0.000 description 1
- 238000013178 mathematical model Methods 0.000 description 1
- 238000005259 measurement Methods 0.000 description 1
- 230000003287 optical effect Effects 0.000 description 1
- 230000005855 radiation Effects 0.000 description 1
- 238000005070 sampling Methods 0.000 description 1
- 239000004065 semiconductor Substances 0.000 description 1
- 239000002689 soil Substances 0.000 description 1
- 230000001360 synchronised effect Effects 0.000 description 1
- 238000012549 training Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01C—MEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
- G01C11/00—Photogrammetry or videogrammetry, e.g. stereogrammetry; Photographic surveying
- G01C11/02—Picture taking arrangements specially adapted for photogrammetry or photographic surveying, e.g. controlling overlapping of pictures
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Multimedia (AREA)
- Physics & Mathematics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Radar, Positioning & Navigation (AREA)
- Remote Sensing (AREA)
- Length Measuring Devices By Optical Means (AREA)
- Navigation (AREA)
Description
Es ist die Aufgabe gestellt, die Flugbahn ballistischer Raketen in der
Startphase und der daran anschließenden Freiflugphase von Beobachtungs-
Satelliten aus zu bestimmen.
Es wird vorgeschlagen, die Start-Region(en) mit einem oder mehreren zeitlich
aufeinanderfolgenden Satelliten zu überfliegen, die jeweils eine
mehrzeilige opto-elektronische Abtast-Kamera tragen. Eine derartige Kamera
ist bereits aus den deutschen Patentschriften DE 29 40 871 C 2 ("Photogrammetrisches
Verfahren für Fluggeräte und Raumflugkörper . . .") und
DE 30 43 577 C 2 (Zusatzanmeldung) sowie der Anmeldung P 32 19 032.8
("Stereophotogrammetrisches Aufnahme- und Auswerteverfahren . . .") bekannt.
Die Abb. 1 zeigt Ausbildungsformen einer derartigen Kamera, die nach dem
an sich bekannten Push-broom-Prinzip arbeitet. Hierbei sind in der Bildebene
einer Kamera, dessen Objektiv ständig offen ist, quer zur Flugrichtung
drei (A, B, C) oder mehr (N) lineare Halbleitersensoren (in der
Regel sog. CCD-Sensoren mit mehreren tausend diskreten Sensorelementen)
quer zur Flugrichtung angeordnet.
In einer anderen Ausbildungsform sind die Sensorzeilen in den Bildebenen
mehrerer Objektive, deren optische Achsen gegeneinander geneigt sind, angeordnet
(siehe Abb. 1.b). In der Abb. 1.b ist jeweils eine Sensorzeile
in der Bildebene der Objektive gezeichnet, es können auch mehrere Sensorzeilen
je Objektiv angeordnet sein, um die Zahl der Beobachtungen zu erhöhen.
Diese Linearsensoren tasten synchron und zeilenweise das überflogene Objekt,
z.B. das Gelände ab und erzeugen auf diese Weise mit jedem Linearsensor
je einen Bildstreifen des gleichen Objektes aber aus jeweils unterschiedlicher
Perspektive (Abb. 2 und Abb. 3).
Gemäß der o.g. Patentschriften und Anmeldungen ist es damit möglich:
a. die Orientierungsparameter (Positionen X t , Y t , Z t , und Neigungen ω t , ϕ t , t ) der Kamera zu jedem Zeitpunkt t längs der Flugbahn und
b. die Koordinaten X i , Y i , Z i beliebiger Geländepunkte P i
zu ermitteln.
a. die Orientierungsparameter (Positionen X t , Y t , Z t , und Neigungen ω t , ϕ t , t ) der Kamera zu jedem Zeitpunkt t längs der Flugbahn und
b. die Koordinaten X i , Y i , Z i beliebiger Geländepunkte P i
zu ermitteln.
Die Voraussetzung für die Bestimmung der Objektpunkte P i ist, daß ihre
Bildpunkte in den von den Linearsensoren A, B, C . . . N erzeugten Bildstreifen
durch Korrelation identifiziert und ihre Bildkoordinaten bestimmt werden.
Weiterhin war bisher vorausgesetzt, daß diese Objektpunkte P i in dem gemeinsamen
Koordinatensystem unveränderlich sind.
Für die vorliegende Aufgabenstellung entfällt diese elementare Voraussetzung,
da die aufsteigende Rakete als Funktion der Zeit ihre Position
verändert. Der Sachverhalt ist in der Abb. 4 dargestellt. In den Bahnpunkten
R A , R B , R C der Rakete wird sie jeweils von den Linearsensoren A,
B, C des Beobachtungssatelliten erfaßt, der zu den betreffenden Zeitpunkten
t A , t B , t C die Positionen P A , P B und P C einnimmt. In der Abb. 4 ist die
Zielerfassung mit drei Sensoren A, B, C dargestellt, es können aber auch
mehr (N) Sensorzeilen sein, um die Beobachtungsdichte zu erhöhen.
Die Rakete wird über das Objektiv ständig in die Bildebene der Abtastkamera
abgebildet und das Bild kreuzt infolge der Relativbewegung zwischen Satellit
und Rakete zu den Zeitpunkten t A , t B , t C , . . . t N die Sensoren A, B, C, . . . N
in den Pixeln m A , m B , m C , . . . m N deren Bildkoordinaten x A , y A , x B , y B , x C , y C ,
. . . x N , y N bestimmbar sind (siehe Abb. 5).
Die Identifizierung dieser Durchgangspunkte ist leicht möglich, da die Licht-
oder Wärmestrahlung der Rakete ein deutliches, detektierbares Signal auf
dem Sensor verursacht und dessen Zeitpunkt t durch den synchronen Abtasttakt
der Sensoren exakt bestimmt ist.
Sofern es sich nur um eine zu erfassende Rakete handelt, die beim Durchgang
durch die Sensorzeile ein deutlich detektierbares Signal erzeugt, entstehen
keine Probleme, da das Raketenbild jede Sensorzeile nur einmal
kreuzt. Sind jedoch mehrere Raketen zu detektieren, entstehen Schwierigkeiten
bei der Zuordnung der Signale zu den betreffenden Raketen. Da aber die Bildspuren
der Raketen wegen der kontinuierlichen Relativbewegung zwischen
Satellit und Rakete ebenfalls kontinuierlich sind, ergibt sich daraus
eine bestimmte, zumindest eine eingeengte Zuordnung. Je mehr Sensorzeilen
vorhanden sind, desto eindeutiger ist diese Zuordnung. Die Durchgangspunkte
einer Rakete durch die Sensorzeilen A, B, C, . . . N müssen zwangsläufig auf
einer kontinuierlichen, glatten Kurve liegen. Auch dieses Problem kann mit
dem Ansatz einer bestimmten Kurvenfunktion und durch Ausgleichsrechnung
gelöst werden.
Für jeden derartigen Sensor-Durchgangspunkt wird nun ein Kollinearitäts-
Gleichungspaar aufgestellt, das eine Gerade darstellt, die
- die Momentanpositionen R A , R B , R C , . . . R N der Rakete mit den jeweiligen Koordinaten X r , Y r , Z r
- die Momentanpositionen P A , P B , P C , . . . P N des Satelliten bzw. der Kamera mit den jeweiligen Koordinaten X t , Y t , Z t
- und die Bildkoordinaten x und y des Durchgangspunktes enthält.
- die Momentanpositionen R A , R B , R C , . . . R N der Rakete mit den jeweiligen Koordinaten X r , Y r , Z r
- die Momentanpositionen P A , P B , P C , . . . P N des Satelliten bzw. der Kamera mit den jeweiligen Koordinaten X t , Y t , Z t
- und die Bildkoordinaten x und y des Durchgangspunktes enthält.
Diese Gleichungen lauten:
Darin ist c k die Brennweite (Kammerkonstante) der Kamera und die Koeffizienten
a 11 . . . a 33 sind die Koeffizienten der Drehmatrix der Kamera, die
Funktionen ihrer Neigungskomponenten ω, ϕ und zum Zeitpunkt t sind.
a 11 = cos ϕ · cos
a 12 = - cos ϕ · sind (3)
a 13 = sin ϕ
a 21 = cos ω · sin + sin ω · sin ϕ · cos
a 22 = cos ω · cos - sin ω · sind ϕ · sin
a 23 = - sin ω · cos ϕ
a 31 = sin ω · sin - cos ω · sin ϕ · cos (3)
a 32 = sind ω · cos + cos ω · sin ϕ · sin
a 33 = cos ω · cos ϕ
a 12 = - cos ϕ · sind (3)
a 13 = sin ϕ
a 21 = cos ω · sin + sin ω · sin ϕ · cos
a 22 = cos ω · cos - sin ω · sind ϕ · sin
a 23 = - sin ω · cos ϕ
a 31 = sin ω · sin - cos ω · sin ϕ · cos (3)
a 32 = sind ω · cos + cos ω · sin ϕ · sin
a 33 = cos ω · cos ϕ
Es wird nun davon ausgegangen, daß in den Kollinearitätsgleichungen (1)
und (2) die Position und Neigungsparameter der Kamera zum Zeitpunkt t
genau bekannt sind. Ihre Kenntnis beruht auf der Ermittlung durch das
eingangs erwähnte und in den Patenten beschriebene Verfahren, das hier
und in der Literatur als DPS-Verfahren bezeichnet wird (siehe auch
O. Hofmann, P. Nav´, H. Ebner: DPS - A Digital Photogrammetric System for
Producing Digital Elevation Models and Orthophotos by Means of Linear
Array Scanner Imagery, Photogrammetric Engineering and Remote Sensing,
Vol. 50, No. 8, August 1984, pp. 1135-1142) und als bekannt vorausgesetzt
werden kann.
Die Positions- und Neigungsermittlung des Satelliten bzw. der Kamera durch
das DPS-Verfahren ist hier nicht zwingend notwendig, es könnten auch andere
Verfahren dafür eingesetzt werden. Aber die Benützung des DPS-Verfahrens
liegt hier auf der Hand, da sowohl für diese Orientierungs- und Bahndatenbestimmung
des Satelliten und die Bahnermittlung der zu beobachtenden Rakete
die gleichen Mittel eingesetzt werden und sämtliche Berechnungen in einem
einheitlichen Koordinatensystem und in einem homogenen Prozess stattfinden
können.
Unbekannt und gesucht sind die Bahndaten der Rakete. Sie lassen sich allgemein
durch folgende Funktionen darstellen:
X R = F x (X s , Y s , Z s , α, β, b, t)
Y R = F y (X s , Y s , Z s , α, β, b, t)(4)
Z R = F z (X s , Y s , Z s , α, β, b, t)
Y R = F y (X s , Y s , Z s , α, β, b, t)(4)
Z R = F z (X s , Y s , Z s , α, β, b, t)
Darin bedeuten:
X s , Y s , Z s Startkoordinaten der Rakete
α Azimutwinkel der Abschußrichtung
β Höhenwinkel der Abschußrichtung
b Beschleunigung
t Zeitpunkt
X s , Y s , Z s Startkoordinaten der Rakete
α Azimutwinkel der Abschußrichtung
β Höhenwinkel der Abschußrichtung
b Beschleunigung
t Zeitpunkt
Die Startkoordinaten X s , Y s , Z s der Abschußrampe können als bekannt vorausgesetzt
werden. Sie werden durch Voraufklärung ermittelt und können unmittelbar
mit dem gleichen System genau erfaßt werden.
Der Zeitpunkt t ist ebenfalls bekannt (Durchgangszeitpunkt der Rakete durch
den Linearsensor, siehe oben).
Annähernd bekannt sind wahrscheinlich die Beschleunigung b der Rakete in
der Startphase, wir können sie auch als Unbekannte einführen. In der Freiflugphase
ist b = 0. Es kommen sicher weitere Korrekturparameter hinzu, die
aber mehr oder weniger bekannt sein dürften und hier der einfachen Darstellung
wegen unberücksichtigt bleiben.
Unbekannt und zu ermitteln sind die Azimutrichtung α und der Erhebungswinkel
β der Raketenabschußrichtung.
Es genügt aber, für diese Unbekannten zunächst grobe Näherungswerte α 0,
β 0, b 0 usw. einzuführen. Wahrscheinlich reicht es aus, von einem senkrechten
Start mit dem Azimut α = 0° und dem Erhebungswinkel β = 90° auszugehen.
Mit diesen bekannten und genäherten Daten ergeben sich aus Gl.(4) zunächst
genäherte Positionsdaten X r , Y r , Z r der Rakete zu den Zeitpunkten t.
Setzt man diese in die Gleichungen (1) und (2) ein, dann erhält man die
berechneten Bildkoordinaten und . Infolge der eingeführten Näherungswerte
für die Abschußrichtungen α und β und die Beschleunigung b und ggf.
weiterer unbekannter aber genäherter Flugparameter weichen diese berechneten
Bildkoordinaten und von den gemessenen Bildkoordinaten x und y ab.
Es ergeben sich aus den gemessenen und den berechneten Bildkoordinaten
folgende Fehler bzw. Beobachtungsgleichungen:
v x = - x = f x (X r , Y r , Z r ) - x (5)
v y = - y = f y (X r , Y r , Z r ) - y
v y = - y = f y (X r , Y r , Z r ) - y
Für jeden gemessenen Durchgang der Rakete durch einen Linearsensor kann
ein derartiges Fehlergleichungspaar aufgestellt werden, und je mehr Durchgänge,
d. h. je mehr Sensorzeilen vorhanden sind, desto genauer wird die
Bestimmung. Es ist dabei belanglos, ob diese Durchgangsbeobachtungen in einer
Kamera erfolgen oder von verschiedenen Kameras in aufeinanderfolgenden
Satelliten beobachtet werden, vorausgesetzt, daß sämtliche Messungen in
einem einheitlichen Zeit- und Koordinatensystem erfolgen.
Sämtliche Beobachtungen werden nun nach der bekannten Methode der kleinsten
Quadrate einer Ausgleichung unterzogen, so daß die Fehlerquadratsumme
sämtlicher Fehler v (Gl. 5) zu einem Minimum wird:
[vv] → Min (6)
mit dem Ergebnis, daß die unbekannten, zunächst genäherten Parameter den
wahrscheinlichsten Wert annehmen.
Die o. g. Beobachtungsgleichungen (5) sind nicht-lineare Funktionen der
Unbekannten α, β, b usw., sie müssen nach Taylor linearisiert werden:
In Matrizenschreibweise ergibt sich
v = M dX - H (8)
Darin ist M die Koeffizientenmatrix der partiellen Ableitungen δ x und δ y nach
den Unbkannten α, β, b, deren Korrekturen d α, d β, db als Vektor dX zusammengefaßt
sind. H ist der Absolutvektor der Glieder ( - x) und ( - y), die
mit den Näherungswerten berechnet sind. Dieser Korrektur-Vektor dX wird
durch Bildung und Auflösung des Normalgleichungs-Systems
(M T G M) dX = M T G H (9)
in bekannter Weise bestimmt. G ist darin die Gewichtsmatrix, die die
Genauigkeit der Beobachtungen repräsentiert.
Mit den berechneten Korrekturwerten dX (d α, d β, db) werden die genäherten
Ausgangswerte α 0, β 0, b 0 usw. verbessert. Mit den verbesserten Werten wird
ein neuer Durchgang berechnet. Dieser Iterationsprozess wird so lange fortgesetzt,
bis eine gewisse Restfehlergrenze der Fehler v unterschritten ist.
Da im vorliegenden Fall nur relativ wenige Beobachtungen zu verarbeiten
und nur wenige Unbekannte zu ermitteln sind, ist die Rechenzeit sehr kurz.
Um die Raketenbahn-Parameter bestimmbar zu machen, müssen stets mindestens
so viele Beobachtungen vorliegen wie unbekannte Parameter zu ermittlen
sind, möglichst aber mehr. Jeder Sensorzeilen-Durchgang liefert zwei
Beobachtungen x und y.
Dieses mathematische Modell erlaubt durch die sog. Gewichtsbestimmung der
ausgeglichnen Unbekannten in einfacher Weise eine zuverlässige Genauigkeitsaussage
für die Ergebnisse.
Für die Meßwerterfassung kann auch eine Flächenkamera eingesetzt werden,
damit erhöht sich lediglich die Zeilenzahl und die Anzahl der Meßpunkte,
das Auswerteprinzip bleibt aber das gleiche.
3.1 Das Verfahren ist einfach und homogen. Es ermöglicht eine lückenlose und
genaue Erfassung und Flugbahnbestimmung fremder Raketen nach einem einfachen
Schema.
3.2 Mit einem einzigen System, das völlig autark, ohne besondere externe Hilfsmittel
arbeitet, sind sowohl die Eigenpositionen und Orientierungsdaten
der Beobachtungs-Satelliten als auch die Bahnparameter fremder Raketen und
beliebig viele Bodenpunkte bestimmbar.
3.3 Der Einsatz linearer Sensoren ermöglicht trotz großer Auflösung die
Erfassung eines breiten Beobachtungsgebietes. Die Benützung von Flächenkameras,
Tracking-Technologien und bewegten mechanischen Teilen entfällt.
3.4 Der Einsatz von IR-Sensoren macht das System Allwetter-fähig.
3.5 Als Abtast-Kamera kann statt eines Push-broom-Abtasters ein optisch-
mechanischer Scanner mit mehreren Abtastrichtungen eingesetzt werden
(siehe Deutsche Patentanmeldung Nr. P 35 17 671.7).
3.6 Als Abtastkamera kann auch eine opto-elektronische oder eine optisch-
mechanische Flächenabtastkamera benützt werden.
Claims (2)
1. Verfahren und Vorrichtung zur Ermittlung der Flugbahn einer Rakete durch
einen oder mehrere Beobachtungssatelliten, dadurch gekennzeichnet,
a. daß die Beobachtung der Rakete(n) mit einer an sich bekannten mehrzeiligen opto-elektronischen oder optisch mechanischen Abtastkamera erfolgt, wobei die Durchgänge des Raketenbildes durch die Linearsensoren detektiert und ihr Zeitpunkt t sowie die Bildkoordinaten x und y dieses Durchgangspunktes ermittelt und registriert werden;
b. daß für jede Durchgangs-Beobachtung ein Kollinearitäts(Geraden)- Gleichungspaar zwischen dem Beobachtungs-Satelliten und der Rakete aufgestellt wird, das die bekannten Orientierungsparameter des Satelliten und die bekannten und unbekannten aber angenäherten Daten der Raketenbahn zum Zeitpunkt t enthält und berechnete Bildkoordinaten und ergeben;
c. daß aus diesen berechneten Koordinaten , und den gemessenen Kokordinaten x und y jeweils die Fehlergleichungen (Differenzen) v x = - x und v y = - y gebildet werden und daß
d. durch bekannte Ausgleichungsverfahren nach der Methode der kleinsten Quadrate das Minimum der Fehlerquadratsumme [vv] → Min und in einem iterativen Prozess die wahrscheinlichsten Werte der gesuchten Bahnparameter der Rakete(n) gefunden werden.
a. daß die Beobachtung der Rakete(n) mit einer an sich bekannten mehrzeiligen opto-elektronischen oder optisch mechanischen Abtastkamera erfolgt, wobei die Durchgänge des Raketenbildes durch die Linearsensoren detektiert und ihr Zeitpunkt t sowie die Bildkoordinaten x und y dieses Durchgangspunktes ermittelt und registriert werden;
b. daß für jede Durchgangs-Beobachtung ein Kollinearitäts(Geraden)- Gleichungspaar zwischen dem Beobachtungs-Satelliten und der Rakete aufgestellt wird, das die bekannten Orientierungsparameter des Satelliten und die bekannten und unbekannten aber angenäherten Daten der Raketenbahn zum Zeitpunkt t enthält und berechnete Bildkoordinaten und ergeben;
c. daß aus diesen berechneten Koordinaten , und den gemessenen Kokordinaten x und y jeweils die Fehlergleichungen (Differenzen) v x = - x und v y = - y gebildet werden und daß
d. durch bekannte Ausgleichungsverfahren nach der Methode der kleinsten Quadrate das Minimum der Fehlerquadratsumme [vv] → Min und in einem iterativen Prozess die wahrscheinlichsten Werte der gesuchten Bahnparameter der Rakete(n) gefunden werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Satelliten
mit entsprechenden Mehrzeilen-Abtastkameras die Rakete bzw. die Zeilendurchgänge
dieser Rakete beobachten und in einem einheitlichen Zeit- und
Koordinatensystem die Berechnung der Raketen-Bahnparameter erfolgt.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19853531681 DE3531681A1 (de) | 1985-09-05 | 1985-09-05 | Flugbahnbestimmung mit opto-elektronischer zeilenkamera |
| EP19860905211 EP0235213A1 (de) | 1985-09-05 | 1986-09-05 | Verfahren zur ermittlung der flugbahn einer rakete |
| PCT/DE1986/000357 WO1987001441A1 (fr) | 1985-09-05 | 1986-09-05 | Procede de determination de la trajectoire d'un missile |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19853531681 DE3531681A1 (de) | 1985-09-05 | 1985-09-05 | Flugbahnbestimmung mit opto-elektronischer zeilenkamera |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3531681A1 true DE3531681A1 (de) | 1987-03-12 |
Family
ID=6280184
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19853531681 Withdrawn DE3531681A1 (de) | 1985-09-05 | 1985-09-05 | Flugbahnbestimmung mit opto-elektronischer zeilenkamera |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| EP (1) | EP0235213A1 (de) |
| DE (1) | DE3531681A1 (de) |
| WO (1) | WO1987001441A1 (de) |
Family Cites Families (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3219032C3 (de) * | 1982-05-19 | 1988-07-07 | Messerschmitt-Bölkow-Blohm GmbH, 8000 München | Stereophotogrammetrisches aufnahme- und auswerteverfahren |
-
1985
- 1985-09-05 DE DE19853531681 patent/DE3531681A1/de not_active Withdrawn
-
1986
- 1986-09-05 EP EP19860905211 patent/EP0235213A1/de not_active Withdrawn
- 1986-09-05 WO PCT/DE1986/000357 patent/WO1987001441A1/de not_active Ceased
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| WO1987001441A1 (fr) | 1987-03-12 |
| EP0235213A1 (de) | 1987-09-09 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2940871C2 (de) | Photogrammetrisches Verfahren für Fluggeräte und Raumflugkörper zur digitalen Geländedarstellung | |
| DE3708683C2 (de) | Verfahren zur Bestimmung von Lageänderungen einer bewegten Bildsensorplattform | |
| DE1926841C3 (de) | Vorrichtung zur Erfassung von Inhaltsänderungen eines Bildes mit willkürlicher Verteilung der Strahlungsenergie gegenüber einem Referenzbild | |
| DE2628379C2 (de) | Seitensicht-Impuls-Doppler-Radargerät | |
| EP1681533A1 (de) | Verfahren und geodätisches Gerät zur Vermessung wenigstens eines Zieles | |
| DE4112361A1 (de) | Dreiachsen-fluglagenregelung fuer ein raumfahrzeug unter verwendung eines polarsternsensors | |
| DE102009040468A1 (de) | Tragbare mobile Erfassungseinrichtung und Verfahren zur dreidimensionalen geometrischen Erfassung einer Umgebung | |
| Breton et al. | Pre-flight and in-flight geometric calibration of SPOT5 HRG and HRS images | |
| EP1119741A1 (de) | Kombiniertes erd-sternsensorsystem und verfahren zur bahn- und lagebestimmung von raumflugkörpern | |
| Bouillon et al. | SPOT5 HRG and HRS first in-flight geometric quality results | |
| DE3915633C2 (de) | ||
| DE4416557A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Stützung der Trägheitsnavigation eines ein entferntes Ziel autonom ansteuernden Flugkörpers | |
| DE10292353B4 (de) | Vorrichtung zur autonomen Navigation von Satelliten | |
| JPH0249111A (ja) | 走査による天体観測並びに宇宙航空機の角速度の測定のための方法、それを実行するための観測装置およびその観測装置を備えた宇宙航空機 | |
| DE2654103C2 (de) | Nachtleitvorrichtung für Fernlenkkörper | |
| DE69512487T2 (de) | Sensoreinrichtung zur Erderfassung für einen Satelliten oder Ähnliches mit einer pyroelektrischen Detektormatrix | |
| DE3531681A1 (de) | Flugbahnbestimmung mit opto-elektronischer zeilenkamera | |
| DE2932468C1 (de) | Suchkopf | |
| DE69411045T2 (de) | Sterndetektor mit ladungsgekoppelter Matrix, Verfahren zur Detektion und Anwendung zur Neueinstellung eines Raumfahrzeuges | |
| DE3517671A1 (de) | Vorrichtung zum bildpunktweisen erfassen der oberflaechengestalt eines entfernten objektes | |
| DE2250251C3 (de) | Schaltungsanordnung zum optronischen Abtasten von Geländeprofilen | |
| DE3012601A1 (de) | Verfahren und einrichtung zur zeilenweisen aufnahme von gegenstaenden | |
| EP4020373B1 (de) | Verfahren zum ermitteln eines 3d-modells einer umgebung | |
| Wang et al. | A method for generating true digital orthophoto map of UAV platform push-broom hyperspectral scanners assisted by lidar | |
| DE102007044314B4 (de) | Digitale Zeilenkamera |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| 8130 | Withdrawal |