DE3531570A1 - Zuendeinrichtung fuer brennkraftmaschinen - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Zündeinrichtung für
Brennkraftmaschinen mit einer Vorkammer an der Zündkerze
und einer als Drosselstrecke ausgebildeten Verbindung an
der Vorkammer zur Brennkammer des Motors.
Bei derartigen Ausführungen, wie sie z.B. in der DE-OS 25
03 811 beschrieben sind, sind Spezialzündkerzen erforder
lich, weil eine Zündeinrichtung notwendig ist, die eine
Mindestenergie von 50 Millÿouls und eine Mindeststromstär
kenspitze vom 150 Milliamper erforderlich ist. Derartige
Zünd-Anlagen erfordern Spezialzündkerzen, und spezielle
Stromerzeuger. Beides ist aufwendig und teuer.
Aufgabe der Erfindung ist es, die Zündeinrichtung so auszu
bilden, daß normale Zündkerzen verwandt werden können, und
nur geringe, konstruktive Änderungen notwendig sind. So
kann z.B. die neue Zündeinrichtung mit der normalen Zündker
ze einfach in vorhandene Motoren eingeschraubt werden, ohne
daß der Zylinderkopf geändert werden muß.
Die Zündeinrichtung geht aus von einer Brennkraftmaschine
mit einer Vorkammer an der Zündkerze und einer als Drossel
strecke ausgebildeten Verbindung von der Vorkammer zur
Brennkammer des Motors. Eine derartige Vorrichtung ist in
der DE-OS 25 03 811 beschrieben.
Nachteile dieser Ausführung werden dadurch vermieden, daß
die Drosselstrecke mindestens so lang ist, wie der Abstand
zwischen Zündelektrode und Beginn der Drosselstrecke.
Durch diese Maßnahme wird erreicht, daß mit normalen Zünd
kerzen, d.h. auch normalem Zündstrom extreme Magergemische
zündfähig gemacht werden. Hier liegt die Erkenntnis zugrun
de, daß die Zündkerze in ein Gehäuse gesetzt wird mit einer
kleinen Vorkammer an der Kerze und Durchströmungskanälen
zu der Brennkammer des Motors. Diese Durchströmungskanäle
sind aufgrund ihrer Länge im Verhältnis zur Höhe der Vor
kammer so ausgebildet, daß das Gemisch aus einem größeren
Teil des Gesamtgemisches zur Zündkerze gebracht wird und
andererseits ein sehr großer Strahl oder mehrere Strahle,
gezündetes, brennendes Gemisch, das Hauptgemisch der Brenn
kammer mit hohem Druck und hoher Geschwindigkeit gebracht
wird, und dort eine schnelle und totale Verbrennung bewirkt.
Diese schnelle Verbrennung ermöglicht einen späteren Zünd
zeitpunkt, was zusätzlich zur Senkung der NOx beiträgt. Die
totale Verbrennung verringert noch höher die CH und den Ver
brauch.
Eine bevorzugte Ausführung besteht darin, daß mehrere Durch
strömungskanäle, die der Drosselstrecke schräg angeordnet
sind, derart, daß die Eingänge an der Brennkammer weiter
auseinanderliegen und die Ausgänge zur Vorkammer der Zünd
kerze enger zusammen sind. Wichtig ist auch noch, daß die
Kanäle so angeordnet sind, daß die verlängerte Richtung der
Kanäle zur Zündkerze auf die Mittelelektrode stößt.
Eine andere Ausführungsform besteht darin, daß ein Durch
strömungskanal zur Zündkerze angeordnet ist, der sich zur
Kerze hin verringert und in Gegenstromrichtung eine Lavall
düse oder Art Lavalldüse bildet. Wichtig ist auch, daß ein
Durchströmungskanal der Zündkerze angeordnet ist, der sich
zur Kerze hin verkleinert und nahe der engsten Stelle die
mittlere Elektrode der Zündkerze angeordnet ist. Eine Aus
führungsform, die sehr wesentlich ist, besteht darin, daß
die Zündeinrichtung mit einer Vorkammer an der Zündkerze
und einem oder mehreren Durchströmungskanälen aus einem
Teil besteht, in den serienmäßige Zündkerzen mit kürzeren
oder etwas längeren Mittelelektroden eingesetzt werden.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dar
gestellt. Dabei gehen aus den Zeichen der Beschreibung wei
tere Erfindungsmerkmale hervor.
Fig. 1 zeigt eine Darstellung der Zündeinrichtung im Zylin
derkopf einer Brennkraftmaschine.
Fig. 2 zeigt eine andere Ausführung der Zündeinrichtung.
Im Zylinderkopf 1 einer Brennkraftmaschine mit Zylinder 2
und Kolben 3 ist eine Zündeinrichtung 4 mit Zündkerze 5 an
geordnet. Die Zündkammer 4 enthält eine Vorkammer 7 im Be
reich der Zündkerze 5 und hat mehrere Strömungskanäle 8 von
der Vorkammer 7 zu der Hauptbrennkammer 6 des Motors. Die
Strömungskanäle 8 sind so angeordnet, daß sie in Richtung
Brennkammer 6 etwas auseinander gehen und in Richtung der
Brennkammer 7 mehr zusammen laufen. Es werden zwei, drei o
der vorzugsweise vier Kanäle vorgesehen. Sie laufen in Rich
tung der Vorkammer 7 aufeinander zu, so daß das durchströmen
de Gas in Richtung Zündkerze 5 auf die Mittelelektrode 9 der
Zündkerze geleitet wird.
Fig. 2 zeigt eine andere Ausführung der Erfindung. Hier ist
ein Kanal 10 angeordnet, der sich etwa in der Mitte der Zünd
kammer 4 zu einem Durchströmungsteil 11 verengt. Die Zündker
ze 5 hat eine längere Mittelelektrode 12, die bis nahe an den
Durchströmungskanal 11 reicht.
Die Arbeitsweise und der Zündvorgang sind wie folgt:
Beim Verdichtungstakt des Motors preßt der Kolben 3 Magerge
misch in die Brennkammer 6. Dabei wird auch Gemisch über die
Strömungskanäle 8 in die Vorkammer 7 der Zündkammer 4 mit ho
hem Druck und hoher Geschwindigkeit gepreßt. Dieses Gemisch
wird im wesentlichen zuerst zur Elektrode 9 geführt und ver
drängt dort das noch vorhandene verbrannte Gas in den Seiten
raum der Vorkammer 7. Da die Eingänge der Durchströmungska
näle 8 auf der Seite der Brennkammer 6 weiter auseinander lie
gen, strömt aus vier verschiedenen Teilen des Hauptgemisches
5 Gemisch zu der Elektrode 9 der Zündkerze 5. Dieses Gemisch
strömt dann seitwärts von der Elektrode in den übrigen Raum
der Vorkammer 7, so daß eine laufende Strömung von vier Ge
mischteilen zur Elektrode 9 der Zündkerze 5 und von dort in
den übrigen Raum der Vorkammer 7 stattfindet. Durch diesen
Vorgang ist gewährleistet, daß zündfähiges Gemisch zur Kerze
kommt und dort gezündet wird.
Das gezündete Gemisch Strömt mit hohem Druck durch die vier
Kanäle 8 in die Brennkammer 6 und zündet gleichzeitig an vier
verschiedenen Stellen das Hauptgemisch in der Brennkammer.
Dieses einströmende brennende Gas ist in der Lage, auch sehr
magere Gemischanteile zu zünden und zu einer raschen Verbren
nung zu bringen. So verläuft die Verbrennung in der Brennkam
mer 6 rascher und kompletter als sonst üblich. Dies ermöglicht
eine spätere Zündung des Hauptgemisches, was zusätzlich eine
Verringerung in der NOx-Bildung bringt und auch die CH senkt.
In Fig. 2 ist eine andere Ausführung der Zündeinrichtung ge
zeigt. Dort ist ein Durchströmungskanal 10 angeordnet, der
sich in Richtung Zündkerze 5 zu einem engen Durchgang 11 ver
kleinert. Die Mittelelektrode 12 ist so lang, daß sie fast
an den Durchgang 11 heran reicht. Die Vorkammer 13 ist so ge
staltet, daß sie mit den Durchgängen 11 und 10 eine Lavall
düse bildet.
Beim Verdichtungstakt des Motors wird über die große Öffnung
des Durchströmungskanals 10 viel Gemisch gepreßt, welches im
Durchgang 11 eine hohe Geschwindigkeit erreicht. So strömt
viel Gemisch mit hoher Geschwindigkeit zur Elektrode 12 der
Zündkerze 5 und füllt unter seitlicher Verdrängung der ver
brannten Restgase die Brennkammer 13. Nach Zündung dieses Ge
misches strömt dies mit hohem Druck und hoher Geschwindig
keit (Lavalldüseneffekt) in die Brennkammer 6 des Motors,
entzündet dort einwandfrei auch sehr magere Gemische, die
rasch vollständig verbrennen.
Durch die Erfindung wird erreicht, daß man serienmäßig preis
werte Zündkerzen verwenden kann und die Strömung mehrerer
Gaskanäle das Gemisch an die Mittelelektrode der Kerze führt,
oder ein breiter Durchgangskanal 10 sich in der Nähe der Mit
telelektrode 12 zu einem Durchgang 11 verengt, und in Aus
gangsströmungsrichtung hohe Geschwindigkeit durch Lavalldü
seneffekt erreicht wird, wodurch das gezündete Gas zu einer
schnellen kompletten Verbrennung des Hauptgemisches führt.
Claims (6)
1. Zündeinrichtung für Brennkraftmaschinen mit einer Vorkam
mer (7, 13) an der Zündkerze (5), dadurch
gekennzeichnet, daß die Drosselstrecke (8, 10, 11)
mindestens so lang ist, wie der Abstand (14) zwischen Zünd
kerze (5) und Beginn der Drosselstrecke.
2. Zündeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß mehrere Durchströmungskanä
le (8) in der Drosselstrecke schräg angeordnet sind derart,
daß die Eingänge an der Brennkammer (6) weiter auseinander
liegen und die Ausgänge zur Vorkammer (7) an der Zündkerze
(5) enger zusammen sind.
3. Zündeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Kanäle (8) so angeordnet
sind, daß die verlängerte Richtung der Kanäle zur Zündkerze
(5) auf die Mittelektrode (9) stoßen.
4. Zündeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß ein Durchströmungskanal (10)
zur Zündkerze angeordnet ist, der sich zur Zündkerze hin ver
kleinert und in Gegenströmungsrichtung eine Lavalldüse oder
Art Lavalldüse bildet.
5. Zündeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß ein Durchströmungskanal (10)
zur Zündkerze (5) angeordnet ist, der sich zur Zündkerze hin
verkleinert und nahe der engsten Stelle (11) der Mittelelektro
de (12) der Zündkerze (5) angeordnet ist.
6. Zündeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Zündeinrichtung mit ei
ner Vorkammer (7) an der Zündkerze (5) und einem oder mehreren
Durchströmungskanälen (10, 8) aus einem Teil (4) besteht, in
den serienmäßige Zündkerzen mit kürzerer oder etwas längerer
Mittelelektrode einsatzbar sind.
Priority Applications (5)
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|---|---|---|---|
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