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Einrichtung zum Prüfen und Sortieren
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von elektronischen Bauelementen, insbesondere integrierten Chips
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Prüfen und Sortieren von elektronischen
Bauelementen, insbesondere integrierten Chips, bei der die Bauelemente durch einen
Prüfkanal geführt und ihre Anschluß-Kontakte dort in Verbindung mit entsprechenden
Prüfkontakten gebracht werden.
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Derartige Einrichtungen sind bekannt (DE-OS 32 17 531, EP-OS 00077650,
US-PS 3,727,757). Mit diesen bekannten Vorrichtungen sollen sog. dual-in-line-Bauelemente
geprüft und sortiert werden. Für die Herstellung der elektrischen Verbindung zwischen
den Anschluß-Kontakte der Bauelemente und den Prüfkontakten wird auf die Prüfkontakte
mittels einer magnetischen Verstellvorrichtung eine Kraft ausgeübt, die zu einer
Bewegung der Prüfkontakte in Richtung auf die Anschlußkontakte führt. Mit anderen
Worten, bei allen diesen bekannten Einrichtungen wird das jeweils zu prüfende Bauelement
im Prüfkanal in Ruhestellung gehalten, während die Prüfkontakte an die Anschlußkontakte
des Bauelementes durch Bewegung herangeführt werden. Die Prüfkontakte müssen dazu
lang und flexibel) d.h. biegbar ausgebildet sein. Wegen Ihrer Länge haben sie eine
relativ hohe Ei geni ndukti vi tät.
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Hinzukommt, daß sie wegen ihrer Länge relativ hohe Kapazitäten untereinander
bilden. Weitere Kapazitäten werden mit den ihrer Bewegung bewirkenden magnetisierbaren
Bauelementen gebildet. Die erwähnten Induktivitäten und Kapazitäten bilden schädliche
Streuimpedanzen, die insbesondere der Verarbeitung von hohen Frequenzen, für die
moderne Bauelemente eingesetzt werden sollen, entgegenstehen.
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Weiterhin sind die vorstehend beschriebenen Einrichtungen nicht zur
Verarbeitung von sog. CC-Bauelementen (chip carrier) geeignet, da diese an allen
vier Kantenbereichen Anschlußkontakte haben.
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Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung der
eingangs beschriebenen Art so zu gestalten, daß die einen Betrieb mit hohen Frequenzen
entgegenstehenden schädlichen Streuimpedanzen reduziert werden und eine Verarbeitung
moderner CC-Bauelemente möglich ist.
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Die Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Bauelementen
in dem Prüfkanal quer zur Transportrichtung verschiebbar und so in Verbindung mit
den ortsfesten Prüfkontakten bringbar sind. Doch die erfindungsgemäße Lösung beruht
auf einem anderen Konstruktionsprinzip.
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Die Prüfkontakte können kürzer gehalten werden und brauchen nicht
mehr ausbiegbar sein. Auch müssen keine magnetisierbaren Elemente in der Nähe der
Prüfkontakte mehr vorgesehen sein, die deren Auslenkung bewirken.
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Stattdessen wird das Bauelement selber gegen die Prüfkontakte bewegt,
wobei die Prüfkontakte selbst keine Änderung erfahren.
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Eine zweckmäßige Ausgestaltung der Erfindung kann darin bestehen,
daß zum Verschieben der Bauelemente im Prüfkanal ein einen Prüfraum enthaltender
Prüfkäfig vorgesehen ist, wobei der Prüfraum einen Teil des Prüfkanales bidlet,
daß die Prüfkontakte von Prüfstiften gebildet sind, die in einem Prüfstifthalter
ortsfest angeordnet sind, und daß ein Verschiebeantrieb für den Prüfkäfig vorgesehen
ist.
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Eine praktische Ausgestaltung des Prüfkäfigs für die Verarbeitung
von Bauelementen mit Goldkontakten, insbesondere CLCC's, kann darin bestehen, daß
der Prüfkäfig
mit Löchern versehen wird, durch den die ortsfesten
Prüfstifte bei Bewegung des Prüfkäfigs in den Prüfraum zur Kontaktierung des Bauelementes
eintauchen können.
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An dem Prüfstifthalter kann zwischen den Prüfstiften ein Raum freigelassen
werden, in dem - falls gewünscht -Erdungskapazitäten untergebracht werden, mit denen
bei der Prüfung die tatsächlichen Verhältnisse simuliert werden können, die beim
Einsatz des zu prüfenden Bauelementes auf einer Leiterplatte herrschen.
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Um eine sichere Verbindung zwischen den Prüfstiften und den Anschlußkontakten
der CLCC's zu gewährleisten, kann der dem Prüfkäfig zugewandte Endbereich der Prüfstifte
gegenüber dem Hauptteil der Prüfstifte teleskopisch verschiebbar gemacht werden,
wobei zusätzlich an diesem Endbereich ein Stiftkopf vorgesehen wird, der vorzugsweise
die Form einer gezackten Krone hat.
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Bei Bauelementen mit verzinnten Anschlußkontakten, insbesondere PLCC's
können gemäß einer anderen Weiterbildung der Erfindung Prüfstifte aus flachem Metallblech
verwendet werden, wobei diese Prüfstifte in Stützschlitzen des Prüfstifthalters
und/oder des Prüfkäfigs geführt sind, derart, daß sie an ihrer dem zu prüfenden
Bauelement abgewandten Kante abgestützt sind. Die Abmessungen sollten dabei so gewählt
werden, daß die Anschlußkontakte des im Prüfkäfig befindlichen Bauelmentes beim
Verschieben des Prüfkäfigs mit der anderen Kante der Prüfstifte in Reibkontakt treten.
Durch den Reibkontakt werdenKorrosionsschichten, die sich bei den verzinnten Anschlußkontakten
bilden können, abgerieben und auch bei diesen Bauelementen eine einwandfreie Kontaktverbindung
gewährleistet.
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Es ist ferner zweckmäßig, die zuletzt erwähnten Prüfstifte
in
dem Bereich, in dem sie Anschlußkontakte der zu prüfenden Bauelemente berühren sollen,
einen verbreiterten Abschnitt zu geben, der am Ende spitz zuläuft.
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Eine fertigungstechnisch günstige Konstruktion ergibt sich, wenn sowohl
der Prüfstifthalter als auch der Prüfkäfig an jeweils zwei gegenüberliegenden Seiten
mit die Stützschlitze für die Prüfstifte enthaltenen Vorsprünge versehen werden.
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Eine Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der
Zeichnungen beschrieben.
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Es zeigen: Fig. 1 eine Seitenansicht der Einrichtung; Fig. 2 eine
Längsschnitt durch das Eingangsmagazin; Fig. 3 einen Querschnitt durch das Eingangsmagazin;
Fig. 4 eine Draufsicht IV in Fig. 1 auf das Eingangsmagazin (ohne Decke); Fig. 5
eine Ansicht V von hinten gegen die Vorrichtung (ohne Stecker); Fig. 6 einen Schnitt
durch die Testeinheit und das Shuttle; Fig. 7a und 7b Schnitte durch die Vereinzelungsvorrichtung
und die Kippvorrichtung in verschiedenen Stellungen; Fig. 8a bis 8c Schnitte durch
die Wendevorrichtung und das Shuttle in verschiedenen Stellungen;
Fig.
9a einen Schnitt durch den Prüfstifthalter und den Prüfkäfig für CLCC's; Fig. 9b
eine perspektivische Darstellung des Prüfkäfigs für CLCC's; Fig. 10a einen Schnitt
durch den Prüfstifthalter und den Prüfkäfig für PLCC's; Fig. lOb eine perspektivische
Explosionsdarstellung vom Prüfstifthalter und Prüfkäfig für PLCC's; Fig. 11 eine
perspektivische Darstellung eines CLCC's; Fig. 12 eine perspektivische Darstellung
eines PLCC's.
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Die in den Figuren Seitenansicht gezeigte Einrichtung ist in einem
Gehäuse 1 untergebracht. Im oberen Teil des Gehäuses ist ein Eingangsmagazin 2 für
die Bauelemente schräg angeordnet, so daß die darin befindlichen Bauelemente durch
die Schwerkraft schräg nach unten rutschen.
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Über dem Eingangsmagazin 2 ist ein Deckel 3 angeordnet, der - um das
Eingangsmagazin 2 zugänglich zu machen -hochklappbar und mittelns federnder Teleskopstangen
4 in dieser hochgeklappten Stellung abstützbar ist.
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Das Eingangsmagazin 2 weist eine Vielzahl von (hier nicht sichtbaren)
Magazinkanälen auf, in denen die Bauelemente angeordnet sind. Ferner ist das Eingangsmagazin
mittels eines Antriebsmotors 5 senkrecht zur Zeichenebene verfahrbar, um einen gewünschten
Magazinkanal in Flucht mit der Eingangsöffnung an einer Prüfeinheit 6 zu bringen.
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In der stationär angeordneten Prüfeinheit 6 werden die Bauelemente
nacheinander einzeln getestet. Die
Prüfeinheit 6 ist dazu über
einen Stecker 7 und ein Kabel mit einem (nicht dargestellten) Auswerte-Computer
verbunden. Aufgrund der dem Auswerte-Computer zugeführten elektrischen Signale stellt
dieser fest, ob die Bauelemente "gut" oder "schlecht" sind. Bei dem "guten" Bauelementen
unterscheidet er noch zwischen verschiedenen Güteklassen.
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Das Auswerteergebnis wird der Einrichtung wiederum über das Kabel
8 zugeführt.
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Unterhalb der Testeinheit ist ein Shuttle 9 angeordnet, welches mit
einem Aufnahmekanal für ein Bauelement versehen ist. Das Shuttle 9 ist an einem
Shuttle-Schlitten 10 angeordnet und um eine senkrecht zur Zeichenebene verlaufende
Achse 11 schwenkbar. Der Shuttle-Schlitten 10 ist ferner auf einer Führungsstange
12 längs verschiebbar angeordnet. Die Führungsstange 12 verläuft ebenfalls senkrecht
zur Zeichenebene.
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Unterhalb des Shuttles 9 ist stationär ein schräg verlaufendes Ausgangsmagazin
13 angeordnet. Dieses weist ebenfalls eine Vielzahl von schräg verlaufenden Magazinkanälen
zur Aufnahme der geprüften Bauelemente auf. Jeder Magazinkanal ist einer Güteklasse
für die Bauelemente zugeordnet. Aufgrund der der Einrichtung von dem Auswerte-Computer
zugeführten Auswertesignale verfährt der Shuttle Schlitten 10 mit dem Shuttle 9
nach Aufnahme eines Bauelementes aus der Prüfeinheit 6 in eine Position, in der
er mit dem der festgestellten Güteklasse entsprechenden Magazinkanal des Ausgangsmagazins
13 fluchtet und übergibt das Bauteil an diesen Magazinkanal.
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Mit der Bezugsziffer 14 sind Bedienungsknöpfe der Einrichtung bezeichnet.
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Aus dem Ausgangsmagazin 13 können dann die sortierten
Bauelemente
durch Abfüllen in Magazinstangen entnommen werden.
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Es ist ebenso möglich, daß die noch nicht geprüften Bauelemente in
die Magazinkanäle des Eingangsmagazins 2 dadurch eingeführt werden, daß ein Stangenmagazin
schräg an den entsprechenden Magazinkanal angesetzt wird, derart, daß das Stangenmagazin
und der Magazinkanal miteinander fluchten.
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Die Fig. 2, 3 und 4 zeigen den Aufbau des Eingangsmagazins 2. Wie
bereits erwähnt, ist das Eingangsmagazin verfahrbar, derart, daß es in einer bestimmten
Position zu der stationären Prüfeinheit 6 gebracht werden kann. Das Ausgangsmagazin
13 ist im Prinzip ebenso wie das Eingangsmagazin 2 aufgebaut, mit dem Unterschied,
daß es jedoch stationär ist. Es genügt deshalb, wenn das Eingangsmagazin 2 detailliert
beschrieben wird.
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Das Eingangsmagazin 2 besteht aus einer schräg angeordneten ebenen
Grundplatte 15. An der Unterseite der Grundplatte 15 sind winkelförmige Trägerelemente
16, 17 befestigt, die Laufrollen 18, 19 und 20 tragen. Die Laufrollen 18 laufen
auf einer sich senkrecht zur Zeichenebene erstreckenden Laufschiene 21. Die Laufrollen
19 und 20 laufen auf sich ebenfalls senkrecht zur Zeichenebene erstreckenden miteinander
verbundenen Laufschienen 22 und 23. An der Laufschiene 23 sitzt eine Halteplatte
24, an welcher der Antriebsmotor 5 für das Eingangsmagazin 2 befestigt ist. Die
Antriebswelle 25 des Antriebsmotors 5 trägt einen Exzenterkopf 26, an dem diagonal
gegenüberliegend zwei Exzenterstifte 27, 28 befestigt sind.
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Diese greifen (nicht dargestellte) Rastausnehmungen einer Transportschiene
29 ein, welche an der Unterseite der Grundplatte 15 befestigt ist und sich senkrecht
zur
Zeichenebene erstreckt. Dieser Antrieb ist bekannt und bereits in der DE-OS 33 40
182 beschrieben.
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Wie man der Fig. 4 entnehmen kann, erstrecken sich die Laufschienen
21 und 22, 23 zwischen zwei Trägerstangen 30, 31, die mit weiteren Rahmenelementen
32, 33 einen Trägerrahmen für das verfahrbare Eingangsmagazin 2 bilden.
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Wie insbesondere der Fig. 3 entnommen werden kann, sitzen auf der
Grundplatte 15 im Schnitt T-förmige Führungsschienen 34, die die Magazinkanäle 35
für die Bauelemente 36 bilden. Die Führungsschienen 34 sind mittels sich quer über
das Eingangsmagazin 2 erstreckenden Verbindungsleisten 37 miteinander verbunden.
Zwischen den einzelnen Führungsschienen 34 verlaufen Spalten 38. Auf diese Weise
bilden die über die Verbindungsleisten 37 zusammenhängenden Führungsschienen 34
ein gitterartiges Gebilde. Dieses kann dann, wenn Bauelemente 36 anderer Größe getestet
werden sollen, gegen ein anderes gitterartiges Gebilde ausgetauscht werden, welches
aus entsprechend angepaßten Führungsschienen 34 besteht. Die Führungsschienen 34
sind lediglich auf die Grundplatte 15 aufgelegt, und das ganze gitterartige Gebilde
ist kann ohne weiteres von der Grundplatte 15 abgehoben.
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In die Spalte 38 zwischen den Führungsschienen 34 ragen in Abständen
Bremsrollen 39, die auf Trägerstangen 40 angeordnet sind. Der Innendurchmesser der
Bremsrolle 39 ist sehr viel größer als der der Trägerstangen 40.
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In Fig. 4 sind die Bremsrollen 39 der übersichtlichkeithalber nur
in einem Spalt 38 gezeigt. Es sind jedoch in jedem der Spalte 38 entsprechende Bremsrollen
angeordnet.
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Wenn sich in den Magazinkanälen 35 keine Bauelemente
36
befinden, so liegen die Bremsrollen auf der Grundplatte 15 auf. Wenn ein Bauelement
36 den Magazinkanal 35 infolge der Schwerkraft herabrutscht, so hebt er nacheinander
die Bremsrollen 39 an und leitet unter diesen durch. Durch die Bremsrollen wird
die Gl ei tgeschwi ndi gkei t der Bauelemente 36 auf ein bestimmtes Maß reduiert.
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Dies ist notwendig, damit die Bauelemente 36 nicht beschädigt werden,
wenn sie am Ende des schrägen Magazinkanals 35 gegen einen Anschlag treffen. Die
Trägerstangen 40 für die Bremsrollen 39 sitzen in Halteschienen 41, 42, welche Teil
des gitterartigen Gebildes sind.
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Wenn aus einem bestimmten Magazinkanal des Eingangsmagazins 2 Bauelemente
entnommen werden sollen, so wird das Eingangsmagazin in die Position gefahren, in
der der Magazi nkanal mit einem Vereinzelungskanal 43 einer Vereinzelungsvorrichtung
44 fluchtet. Die Vereinzelungsvorrichtung 44 soll nachfolgend anhand der Fig. 7a
und 7b beschrieben werden.
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Die Vereinzelungsvorrichtung besteht aus einem Basisteil 45, welches
eine Laufebene 46 für die Bauteile bildet.
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Über der Laufebene ist mit Abstand eine Deckplatte 47 angeordnet,
die mit dem Basisteil den Vereinzelungskanal 43 bildet. Im Basisteil 45 sind verschiebbar
zwei Führungsstangen 48 gelagert, welche an ihrem oberen Ende durch einen Trägerblock
49 und an ihrem unteren Ende durch einen Trägerblock 50 miteinander verbunden sind.
Der obere Trägerblock 49 trägt einen sich nach unten erstreckenden Schieber 51,
welcher in Fig. 7b den Vereinzelungskanal 43 verschließt und in Fig. 7a freigibt.
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Zwischen dem Basisteil 45 und dem unteren Trägerblock 50 sind die
Führungsstangen 48 umgebende Federn 52 angeordnet, die den Schieber 51 in der in
Fig. 7b gezeigten Schließstellung zu halten suchen. Die Betätigung des Schiebers
51 erfolgt durch einen hier nicht dargestellten
Antrieb, welcher
vorzugsweise an dem unteren Trägerblock 50 angreift. Dieser Antrieb kann beispielsweise
ein Elektromagnet oder ein pneumatisch betriebener Zylinder sein.
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An der Unterseite des Basisteiles 45 ist ein Pendelträger 53 befestigt.
An diesem ist um einen Gelenkpunkt 54 ein Pendel rahmen 55 schwenkbar angeordnet.
Außerdem sind in dem Pendelträger 53 zwei Blattfedern 56, 57 eingeklemmt. Eine weitere
Blattfeder 58 geht von dem Pendel rahmen 55 aus. Die drei Blattfedern 56, 57, 58
sind ferner an ihrem einen Ende mit einem Klemmstösselträger 59 verbunden, welcher
mit einem Klemmstössel 60 versehen ist. Dieser erstreckt sich durch eine Öffnung
61 in dem Basisteil 45. Das andere Ende der beiden Blattfedern 56, 57 sowie der
Pendel rahmen 55 sind mit einem Schließteil 62 verbunden, welches an seinem oberen
Ende eine Schließnase 63 aufweist. In Fig. 7a verschließt die Schließnase den Vereinzelungskanal
43, während sie ihn in Fig. 7b freigibt. Zwischen dem Schließteil 62 und dem Pendel
träger 53 befindet sich eine Feder 64, welche das Schließteil 62 nach oben zu drücken
sucht, derart, daß die Schließnase 63 den Vereinzelungskanal 43 verschließt (Fig.
7a).
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An die Vereinzelungsvorrichtung 43 schließt sich eine Kippvorrichtung
65 an, die aus einem Kippteil 66 besteht, welches einen Kippkanal 67 enthält und
um eine Drehachse 68 drehbar. Unterhalb der Kippvorrichtung 65 liegt ein senkrecht
verlaufender Prüfkanal 69.
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Die Kippvorrichtung 65 arbeitet mit der Vereinzelungsvorrichtung 44
zusammen. Das Zusammenwirken ist in den Fig. 7a und 7b dargestellt. Es besteht im
wesentlichen darin, daß das Kippteil 66 in der in der Fig. 7b gezeigten
Aufnahmeposition
auf eine Schulter 70 des Schließteiles 62 drückt und dieses entgegen der Wirkung
der Feder 64 in einer unteren Position hält, in der die Schließnase 63 den Weg zwischen
dem Vereinzelungskanal 43 und dem Ki ppkanal 67 freigibt. Gleichzeitig wird der
Pendel rahmen 55 um den Drehpunkt 54 geschwenkt, mit der Folge, daß diese Bewegung
über die Blattfedern 56, 57, 58 auf den Klemmstösselträger 59 übertragen, welcher
dadurch in eine obere Position gezwungen wird, in der der Klemmstössel 60 durch
das Loch 61 in dem Basisteil 46 hindurch in den Vereinzelungskanal 43 eintaucht
und ein über ihm befindliches Bauelement gegen die Deckplatte 47 preßt und dadurch
am Weiterrutschen nicht hindert.
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Die Funktion der Vereinzelungsvorrichtung ist nun wie folgt: Zunächst
wird der Schieber 51 geöffnet, so daß, wie in Fig. 7a dargestellt, zwei Bauelemente
in den Vereinzelungskanal 43 hineinrutschen können und dort gegen die Schließnase
63 treffen. Die Länge des Vereinzelungskanales 43 ist gerade so bemessen, daß sie
der Länge von zwei Bauelementen 36 entspricht. Dann wird, wie in Fig. 7b gezeigt,
der Schieber 51 wieder geschlossen und die Kippvorrichtung 65 geschwenkt, derart,
daß das Kippteil 66 das Schließteil 62 nach unten drückt.
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Dadurch gibt die Schließnase 63 den Weg zwischen dem Vereinzelungskanal
43 und dem Kippkanal 67 frei. Gleichzeitig wird der Klemmstössel 60 nach oben gedrückt
und preßt das in Transportrichtung vorletzte Bauelement 36 gegen die Deckplatte
47. Das in Transportrichtung letzte Bauelement 36 kann nun in den Kippkanal 67 rutschen.
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Es kann diesen aber nicht verlassen, weil der Kippkanal an seinem
unteren Ende durch ein bogenförmiges Sperrteil 71 verschlossen ist. Danach wird
die Kippvorrichtung
65 wieder in die in Fig. 7a gezeigte Stellung
geschwenkt mit der Folge, daß der Kippkanal 67 mit dem Prüfkanal 69 fluchtet und
daß im Kippkanal 67 befindliche Bauelement in den Testkanal 69 rutschen kann. Gleichzeitig
verschließt die Schließnase 63 wieder den Vereinzelungskanal 43, und der Klemmstössel
60 wird aus dem Vereinzelungskanal 43 zurückgezogen. Dadurch kann das in Transportrichtung
bisher vorletzte Bauelement weiterrutschen, bis es gegen die Schließnase 63 trifft.
Bei erneutem Öffnen des Schiebers 51 kann nun ein weiteres Bauelement aus dem Magazinkanal
in den Vereinzelungskanal 43 rutschen.
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Wenn ein Magazinkanal des Eingangsmagazins leer ist, schließt der
Schieber 51. Nun wird das Eingangsmagazin 2 seitlich verfahren bis der nächste Magazinkanal
vor dem Vereinzelungskanal zu liegen kommt. Nun öffnet der Schieber 51 wieder bis
auch die Bandelemente dieses Magazinkanals abgearbeitet sind. Dieser Vorgang spielt
sich in wiederholter Folge ab.
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Die weitere Verarbeitung der Bauelemente soll anhand von Fig. 6 beschrieben
werden. Wenn die Kippvorrichtung 65 aus der dargestellten geneigten Position (wie
in Fig. 7b) in die vertikale Position (wie in Fig. 7a) geschwenkt wird, fällt das
darin enthaltene Bauteil in den Prüfkanal 69 der Prüfvorrichtung 72. Es trifft zunächst
auf einen Anschlag 73, der in vorgeschobener Position dargestellt ist. Der Anschlag
73 ist über einen Stössel 74 mit dem Kolben 75 eines Pneumatikzylinders 76 verbunden.
Eine Feder 77 versucht den Anschlag 73 in Öffnungsstellung zu halten. Wenn Luft
auf den Pneumatikzylinder gegeben wird, wird der Anschlag 73 entgegen der Wirkung
der Feder 77 in die in Fig. 6 gezeigte Position geschoben.
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Wenn der Anschlag 73 zurückgezogen wird, so fällt das
Bauteil
weiter durch den Prüfkanal 69 in einen Prüfkäfig 78. Der Prüfkäfig ist über einen
Stössel 79 mit dem Kolben 80 eines weiteren Pneumatikzylinders 81 verbunden.
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Eine Feder 82 versucht den Prüfkäfig 78 in der zurückgezogenen dargestellten
Stellung zu halten. Wenn Druck auf den Zylinder 81 gegeben wird, so wird der Prüfkäfig
78 mit den darin befindlichen Bauteil um ein kleines Stück nach rechts verschoben.
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Unterhalb des Prüfkäfigs befindet sich ein weiterer Anschlag 83, der
über einen Stössel 84 mit dem Kolben 85 eines Pneumatikzylinders 86 verbunden ist.
Eine Feder 87 versucht den Anschlag 83 in eine zurückgezogene Stellung zu drängen.
Wenn Luft auf den Pneumatikzylinder 86 gegeben wird, so wird der Anschlag 83 entgegen
der Wirkung der Feder 87 in die in Fig. 6 gezeigte Position vorgerückt. In der vorgeschobenen
Position hält der Anschlag 83 das Bauteil in dem Prüfkäfig.
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Der Prüfkäfig 78 ist in Fig. 9a im Schnitt vergrößert und in Fig.
9b perspektivisch dargestellt. Er besteht aus einem gefrästen Metallteil 138 mit
einer aufgesetzten Kunststoff-Platte 139. Beide schließen einen einen Teil des Prüfkanales
69 bildenden Prüfraum 88 ein.
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Die Kunststoff-Platte 139 ist mit im Viereck angeordneten Löchern
89 versehen. In die Löcher 89 ragen die Endabschnitte von Prüfstiften 90. Beide
Endabschnitte der Prüfstifte 90 sind gegenüber dem Mittelteil teleskopisch verschiebbar.
Die in die Löcher 89 ragenden Endabschnitte der Prüfstifte 90 sind am Ende mit gezackten
Kontaktkronen versehen. Die Prüfstifte sind in einem zweiteiligen Prüfstifthalter
91 angeordnet, der aus Isoliermaterial besteht. Die rechts aus dem Prüfstifthalter
91 herausragenden teleskopisch verschiebbaren Endabschnitte der Prüfstifte 90 werden
mit dem in Fig. 1 gezeigten Stecker 7
in Kontakt gebracht. Es ist
auch möglich, den durch die gestrichelten Linien 92 angedeuteten Teil aus dem Prüfstifthalter
91 herauszunehmen, um so Platz zu schaffen, für Erdungskapazitäten, die ganz nah
an die Endabschnitte der Prüfstifte herangeführt werden können. Mit diesen Erdungskapazitäten
können die Verhältnisse simuliert werden, die nach einem Einlöten der Bauelemente
auf der Leiterplatte herrschen.
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Für den zur vorbeschriebenen Prüfkäfig 78 sowie die entsprechenden
Prüfstifte 90 kommen Bauelemente in Frage, von denen eines in Fig. 11 dargestellt
ist.
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Es handelt sich hierbei um ein sog. CLCC (ceramec leadless chip carrier).
Dieses CLCC besteht aus einem Keramikgrundkörper 93, der in der Mitte mit einer
Erhöhung 94 versehen ist. Von dieser Erhöhung 94 gehen nach allen vier Seiten vergoldete
Kontaktbahnen 95 aus, die sich bis zum Rand des Keramikgrundkörpers 93 erstrecken.
In Fig. 11 sind der Einfachheit halber nur einige Kontaktbahnen 95 angedeutet. Die
Kontaktkronen der sich durch die Löcher 89 des Prüfkäfigs erstreckenden Endabschnitte
der Prüfstifte 90 setzen auf diese vergoldeten Kontaktbahnen 95 auf, wenn der Prüfkäfig
88 gegenüber der in Fig. 9a gezeigten Stellung nach rechts verschoben wird.
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Anstelle der in Fig. 11 gezeigten CLCC's können auch PLCC's verwendet
werden, wie sie in Fig. 12 gezeigt sind. Diese bestehen aus einem Plastikgehäuse
149, von dessen Rand an allen vier Seiten Anschlußkontakte 150 ausgehen, die an
der Unterseite nach innen umgebogen sind. Die Anschlußkontakte sind verzinnt. Da
Zinn korrodiese, kann ein sicherer Kontakt nur gewährleistet werden, wenn die Prüfstifte
in Reibkontakt mit den Anschlußkontakten 150 gebracht werden. In den Fig.
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lOa und lOb sind ein Prüfkäfig 182 sowie ein entsprechender
Prüfstifthalter
140 gezeigt, die diese Bedingung erfüllen.
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Der zweiteilige Prüfstifthalter 140 besteht aus Kunststoffmaterial.
Er ist mit Schlitzen 149 versehen, in die Prüfstifte 141 eingesteckt sind. Die Prüfstifte
sind aus Kontaktblech ausgestanzt. Sie weisen an ihrem linken Ende einen verbreiterten
Kontaktbereich 148 auf. Mit den seitlichen Stirnkanten dieser verbreiterten Kontaktbereiche
148 sollen die Prüfstifte in Reibkontakt mit den Anschlußkontakten der PLLC's treten.
Dazu müssen sie seitlich abgestützt werden. Der Prüfstifthalter 140 weist dazu an
seiner linken Seite oben und unten Vorsprünge 146, 147 auf, die mit Schlitzen 145
versehen sind, in welche die verbreiterten Kontaktbereich 148 der in der oberen
und unteren Reihe angeordneten Prüfstifte 141 über den größten Teil ihrer Breite
eintauchen.
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Der ebenfalls aus Isoliermaterial, vorzugsweise aus Kunststoff hergestellte
Prüfkäfig 142 ist - von oben gesehen - C-förmig ausgebidet und umschließt einen
Prüfraum 88. An den beiden vertikalen Seiten ist der Käfig 142 mit nach innen vorspringenden
Leisten 143, 144 versehen, die ebenfalls Schlitze 145 aufweisen.
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In diese Schlitze tauchen die verbreiterten Kontaktbereiche 148 derjenigen
Prüfstifte 141 ein, die in den beiden vertikalen Prüfstift-Reihen angeordnet sind.
Auch hier tauchen die verbreiterten Kontaktbereich 148 nicht über die ganze Breite
in die Schlitze 145, sondern nur über den größten Teil ihrer Breite. Wenn der Prüfkäfig
142 in Fig. 10a nach rechts verschoben wird, so kommen die verbreiterten und vornangeschrägten
Kontaktbereiche 148 der Prüfstifte 141 mit den Kontaktbahnen 150 der PLCC's (Fig.
12) in Reibkontakt. Der Prüfstifthalter 140 ist auch hier nur einem freien Raum
151 versehen, in dem - falls gewünscht - Erdungskapazitäten untergebracht werden
können.
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Der weitere Gang der Bauelemente soll nunmehr wiederum
anhand
von Fig. 6 beschrieben werden. An dem unteren Teil des Prüfkanales 69, d.h. an denjenigen,
der auf den Prüfkäfig 78 folgt, schließt sich eine Wendevorrichtung 93 an. Diese
besteht aus einem um eine 94 drehbaren Wendeteil 95, welches einen Wendekanal 96
enthält.
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Der Wendekanal 96 ist am Ende geschlossen.
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Wenn der Prüfkäfig 78 nach dem Prüfer eines in ihm befindlichen Bauelementes
in die in Fig. 6 gezeigte Stellung zurückgezogen und der Anschlag 83 nach links
verschoben wird, so fällt das im Prüfraum 88 befindliche Bauelement in den Wendekanal
96. Die Überführung dieses Bauteiles in das Shuttle 9 und von diesem in das Ausgangsmagazin
13 soll nunmehr anhand der Fig. 8a bis 8c beschrieben werden.
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Das Shuttle 9 kann drei Stellungen einnehmen. Fig.
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8a zeigt das Shuttle 9 in Beladestellung. Das Shuttle 9 ist mit einem
Shuttle-Kanal 97 zur Aufnahme eines Bauelementes versehen. Ein das offene Ende des
Wendekanals 96 normalerweise verschließendes Verschlußteil 98 wird entgegen der
Wirkung einer Feder 99 durch das Shuttle zurückgedrückt, so daß der Wendekanal 96
geöffnet wird und das daran befindliche Bauteil in den mit dem Wendekanal 96 fluchtenden
Shuttle-Kanal 97 gleiten kann. Das Herausfallen des Bauteiles aus dem Shuttle-Kanal
97 verhindert eine an dem Shuttle-Schlitten 10 befindliche Schaufel, deren Oberseite
eine um die Schwenkachse 11 des Shuttles 9 verlaufende Zylinderkrümmung aufweist.
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Fig. 8b zeigt das Shuttle 9 in Endladestellung. Hier fluchtet der
Shuttle-Kanal 97 mit einem Magazinkanal des Ausgangsmagazins. Das obere Ende der
Schaufel 100 erstreckt sich gerade bis zur Unterkante des Shuttle-Kanals 97. Ein
im Shuttle-Kanal 97 befindliches Bauteil kann demnach in den ensprechenden Magazinkanal
des Ausgangs-
magazins 13 gleiten. Die Wendevorrichtung 93 ist
wieder nach oben geschwenkt (wie Fig. 6).
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Fig. 8c zeigt das Shuttle 9 in Transportstellung. Diese Transportstellung
ist eine Zwischenstellung zwischen der Beladestellung und der Entladestellung. Einerseits
verschließt die Schaufel 100 das untere Ende des Shuttle-Kanales 97; andererseits
drückt das Shuttle 9 nicht mehr gegen das Verschlußteil 98 (wie in Fig. 8a). Das
Verschlußteil 98 ist daher in vorgeschobener Stellung und würde den Wendekanal 96
verschließen, wenn die Wendevorrichtung 93 nach unten geschwenkt werden würde (wie
in Fig. 8a).
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Der weitere Aufbau des Shuttles 9 und des Shuttle-Schlittens 10 sowie
der Quertransport des Shuttles soll nunmehr anhand von Fig. 5 erläutert werden.
Der Shuttle-Schlitten 10 weist zwei Seitenwangen 101, 102 auf, die durch ein Basisteil
103 miteinander verbunden sind. Zwischen den beiden Seitenwangen 101, 102 erstreckt
sich die Schwenkachse 11 des Shuttles 9. Ferner erstreckt sich zwischen den beiden
Seitenwangen 101, 102 drehbar eine Kugelbüchse 104. Diese ist drehfest mit der Führungsstange
12 verbunden, jedoch auf dieser verschiebbar. Die Führungsstange 12 weist dazu eine
Nute 138 auf, in der eine Kugel reihe der Kugelbüchse 104 zur Erzielung der Längsverschiebbarkeit
und Drehmitnahme läuft. Die Kugelbüchse 104 ist mit einem Ansatz 136, der über einen
Hebel 137 gelenkig mit dem Shuttle 9 verbunden ist und eine 3ehung der Kugel büchse
104 auf das Shuttle 9 überträgt.
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Wie man aus den Fig. 6 sowie 8a bis 8c entnehmen kann, sitzen an der
Unterseite des Basisteiles 103 zwei Rollen 105, 106, die an den gegenüberliegenden
Seiten einer gerätefesten Führungsschiene 107 anliegen. Diese ist
der
übersichtlichkeithalber in Fig. 5 nicht gezeigt.
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Ebenfalls mit dem Basisteil 103 verbunden ist ein Klemmteil 108, mittels
welchem der Shuttle-Schlitten 10 mit einem Zahnriemen 109 verbunden ist. Der Zahnriemen
109 läuft über zwei gerätefeste Zahnrollen 110, 111. Die Rolle 110 ist mit einem
Antriebsmotor 112 verbunden. Wenn der Antriebsmotor 112 in Betrieb gesetzt wird,
so wird der Shuttle-Schlitten über den Zahnriemen 109 auf der Führungsstange 12
verschoben.
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Der Antrieb zum Schwenken des Shuttles 9 wird von einem Schrittschaltmotor
113 (s. Fig. 5) gebildet. Die Antriebswelle 114 des Motors 113 ist über ein Exzentermechanismus
115 mit der Führungsstange 12 verbunden. Ferner trägt die Antriebswelle 114 des
Motors 113 eine Schlitzscheibe 116 mit zwei (nicht dargestellten) Schlitzen, die
von Lichtschranken 117, 118 abgetastet werden. Die beiden Schlitze definieren die
Beladestellung (Fig. 8a) und die Entladestellung (Fig. 8b) des Shuttles 9. Die Transportstellung
(Fig. 8c) ist weniger kritisch als die beiden vorhergenannten Stellungen. Sie wird
lediglich bestimmt durch den Schrittmotor 113 zugeführte Schrittschalt-Impulse.
Die Exzenter-Kupplung zwischen dem Motor 113 und der Führungsstange 12 ermöglicht
eine ausreichende Kraftübersetzung in der Beladestellung des Shuttles 9 (Fig. 8a),
in welcher das Shuttle 9 das Verschlußteil 98 entgegen der Kraft der Federn 99 verschieben
muß.
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Die Fig. 5 zeigt ferner die Antriebe für die Kippvorrichtung 65 und
die Wendevorrichtung 93. Der Antrieb für die Kippvorrichtung wird von einem Schrittschaltmotor
119 gebildet. Die Antriebswelle 120 des Motors 119 ist auch hier wiederum über ein
Exzenter-Gestänge 121 mit einer Verbindungswelle 122 verbunden, welche über
eine
lösbare Kupplung 123 mit der Drehachse 68 der Kippvorrichtung 65 (Fig. 7a und 7b)
gekuppelt ist.
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Das Exzentergestänge 121 ist notwendig, damit die Kippvorrichtung
in der in Fig. 7b gezeigten Kippstellung das Schließteil 62 entgegen der Kraft der
Feder 64 nach unten drücken kann. Auf der Verbindungswelle 122 sitzt ferner eine
Schlitzscheibe 123 mit zwei (nicht dargestellten) Schlitzen, die die beiden Stellungen
der Kippvorrichtung 65 in den Fig. 7a und 7b definieren. Die Schlitze werden durch
Lichtschranken 124 und 125 abgetastet.
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Der Antrieb für die Wendevorrichtung 93 (Fig. 6 und 8a bis 8c) ist
von einem Schrittschaltmotor 126 gebildet.
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Die Ausgangswelle 127 des Motors 126 ist eine Kupplung direkt mit
einer Verbindungswelle 128 verbunden, welche ihrerseits über eine lösbare Kupplung
129 mit der Drehachse 94 der Wendevorrichtung gekuppelt ist. Auf der Verbindungswelle
128 sitzt wiederum eine Schlitzscheibe 130 mit zwei (nicht dargestellten) Schlitzen,
die von zwei Lichtschranken 131, 132 abgetastet werden. Die Schlitze definieren
die beiden in den Fig. 8a und 8b gezeigten Stellungen der Wendevorrichtung 93.
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Die Fig. 5 zeigt die Prüfeinheit 6 noch von der Rückseite.
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Man erkennt die Enden der Prüfstüfte 90 in dem Prüfstifthalter 91,
auf die der Stecker 7 (s. Fig. 1) für den Anschluß zum Auswerte-Computer aufgesteckt
wird.
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Wie bereits erwähnt, müssen bei verschiedenen zu prüfenden Bauelementen
(IC's) sowohl das Eingangsmagazin 2, als auch das Ausgangsmagazin 13 als auch die
gesamte Prüfeinheit 6 ausgewechselt werden. Daneben wurde bei der Konstruktion der
Einrichtung darauf geachtet, daß die Führungskanäle für die Bauelemente für den
Fall stets zugänglich sind, daß ein Bauelement stecken bleiben
sollte.
Dazu sind die Führungskanäle über den größten Teil ihrer Länge C-förmig gestaltet.
In Fig. 6 kann dazu der die Zylinder 81 und 86 sowie den Prüfkäfig 78 enthaltende
Block aus der Prüfeinheit herausgenommen werden, wenn der Hebel 133 nach unten geschwenkt
und eine nur im Ansatz sichtbare um eine Achse 134 schwenkbare Klemmgabel 135 von
dem erwähnten Block weggeklappt wird. Ferner sind die ebenfalls in Fig. 6 sichtbare
Kippvorrichtung 65 und die Wendevorrichtung 93 so konstruiert, daß darin befindliche
Bauelemente auch von einer Seite zugänglich sind. Dies gilt ebenso für die Vereinzelungsvorrichtung
44 und das Shuttle 9.
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Sämtliche Teile, die Bauelemente führende Kanäle enthalten, werden
vorzugsweise aus Metall hergestellt. Bei dem Prüfkäfig müssen jedoch die mit den
Prüfstiften bzw.
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den Kontaktbahnen der Bauelemente in Berührung kommenden Teile aus
Isoliermaterial, vorzugsweise aus Kunststoff bestehen, damit die Prüfstifte bzw.
die Kontaktbahnen keine elektrische Verbindung haben. Das gleich gilt für den Prüfstifthalter.
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In Zusammenhang mit Fig. 5 ist auch noch folgendes zu bemerken. Die
Prüfeinheit 6 ist dort mit seitlichen Platten 150 zur Wärme- bzw. Kälteisolierung
versehen.
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Wenn eine oder beide Platten 150 entfernt werden, so können weitere
Prüfeinheiten 6 angesetzt werden, deren Kippvorrichtung und Wendevorrichtung ebenfalls
von den Schrittmotoren 119 und 126 betätigt werden, indem die entsprechenden Achswellen
einfach gekoppelt werden.
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Auf diese Weise können mehrere Prüfeinheiten 6 parallel betrieben
werden. Die Zahl der parallel betreibbaren Prüfeinheiten 6 hängt von der Zeit ab,
die der Auswerte-Computer benötigt. Diese ist umso länger, je mehr Anschlußkontakte
die Bauelemente haben. Die Auswertezeit kann
also so lang sein,
daß mehrere Prüfeinheiten 6 von einem einzigen Eingangsmagazin 2 nacheinander mit
Bauelementen geladen und von einem einzigen Shuttle nacheinander entladen werden.
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Anstelle eines beweglichen Eingangsmagazins 2 kann auch ein ortsfestes
Eingangsmagazin verwendet werden.
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In diesem Fall kann zwischen dem Eingangsmagazin und der Prüfeinheit
ebenfalls ein Shuttle vorgesehen werden.
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Ebenso ist es möglich anstelle des ortsfesten Ausgangsmagazins ein
bewegliches Ausgangsmagazin zu verwenden und dann das bisher zwischen der Prüfeinheit
und dem Ausgangsmagazin vorgesehene Shuttle einzusparen.
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Die CC-Bauelemente (chip carrier) haben eine freie Rückenfläche. Das
Durchlaufkonzept für diese IC-Bauelemente ist bei der zuvor beschriebenen Einrichtung
so gewählt, daß die Bauelemente auf der freien Rückenfläche sowohl in das Eingangsmagazin
als auch - nach der Prüfung -in das Ausgangsmagazin einlaufen. Allerdings sind die
CC-Bauelemente beim Einlaufen in das Ausgangsmagazin um 1800 gedreht worden, derart,
daß diejenige Stirnfläche, die im Eingangsmagazin in Transportrichtung vorn ist,
im Ausgangsmagazin nunmehr hinten liegt. Diese Drehung ist notwendig, weil die CC-Bauelemente
in der Regel in Magazinstangen transportiert werden, in denen sie hintereinander
in Reihe angeordnet sind. Die ungeprüften Bauelemente werden dadurch in einen Magazinkanal
des Eingangsmagazins eingeführt, daß ein mit ihnen gefülltes Stangenmagazin mit
seinem Füllende an den Eingang des Magazinkanals angesetzt wird, worauf die Bauelemente
in den Magazinkanal rutschen. Die Füllung eines leeren Stangenmagazins mit geprüften
Bauelementen erfolgt dadurch, daß das Füllende des leeren Stangenmagazins
an
den Ausgang des Ausgangsmagazins angesetzt wird, wobei die geprüften Bauelemente
aus dem betreffenden Magazinkanal des Ausgangsmagazins in das Stangenmagazin hineinrutschen.
Die Bauelemente müssen in dem Stangenmagazin eine bestimmte Ausrichtung haben, dergestalt,
daß beispielsweise ein an einer Stirnseite des Bauelementes befindliche Anschlußkontakt
(z.B. NULL-pin) zum Füllende des Stangenmagazins zeigt. Um dies zu gewährleisten,
ist die 180°-Drehung der Bauelemente in der zuvor beschriebenen Weise erforderlich.
Sie wird durch die dem Shuttle vorgeschaltete Wendevorrichtung erreicht.