DE3530869A1 - Membran fuer einen elektroakustischen wiedergabewandler - Google Patents
Membran fuer einen elektroakustischen wiedergabewandlerInfo
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- H04R7/02—Diaphragms for electromechanical transducers; Cones characterised by the construction
- H04R7/12—Non-planar diaphragms or cones
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf die Membran für einen elektro
akustischen Wiedergabewandler, welche mit ihrer Vorderseite ein
zwischen dem Ohr des Benutzers und dem Wandler bestehendes
Schallfeld begrenzt.
In der Frequenzdarstellung von elektroakustischen Wiedergabe
wandlern können verschiedene Resonanzüberhöhungen- oder Einbrüche
auftreten, die das Klangbild störend beeinflussen. Bekannt sind
Störungen, die einerseits im tieffrequenten Übertragungsbereich
durch das schwingende Membransystem hervorgerufen werden und
andererseits im mittelfrequenten Übertragungsbereich durch Hohl
raumresonanzen - hervorgerufen durch Helmholtzresonatoren -
erklärt werden können. Durch geeignete elektrische und/oder
akustische Bekämpfung im ersteren Fall oder durch akustische Maß
nahmen im letzteren Fall werden in bekannterweise die Frequenzgänge
im jeweiligen Übertragungsbereich dem geforderten Verlauf angepaßt.
Bei der Messung eines Wiedergabewandlers an einem sogenannten Kuppler
oder auch beim bestimmungsgemäßen Gebrauch vor dem Ohr eines Benutzers
wirkt sich jedoch auch noch eine Resonanzstelle im höherfrequenten
Übertragungsbereich - größer als 5 kHz - störend aus, die abstands
abhängig ist und deshalb mit den bekannten Dämpfungsmethoden nicht
oder nur geringfügig beeinflußt werden kann.
Aufgabe der Erfindung ist es, diese im höherfrequenten Übertragungs
bereich bei elektroakustischen Wiedergabewandlern, insbesondere
elektrodynamischen Wandlern, auftretende Resonanzüberhöhung nachhaltig
zu verringern und somit eine Klangverfärbung, die abhängig vom
Abstand des Wandlersystems vom Ohr eines Benutzers ist, zu ver
meiden.
Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß durch eine Membran mit
dem kennzeichnenden Merkmal des ersten Anspruchs. Besondere Ausgestal
tungen einer solchen Membran sind in den Unteransprüchen
angegeben.
Die Membran nach der Erfindung wird in der folgenden Beschreibung
anhand einer Zeichnung beispielsweise erläutert. Im einzelnen zeigt
die
Fig. 1 das Prinzip der Entstehung und der Verbindung
der Resonanzfrequenz,
Fig. 2 den Frequenzgang eines Wandlersystems,
Fig. 3 und 4 besondere Membranausführungen.
Die Erfindung wird beispielsweise an einer Membran für einen elektro
dynamischen Wiedergabewandler in Fig. 1 beschrieben. Die Membran ist
mit der Bezugsziffer 1 bezeichnet und trägt eine Schwingspule 2,
welche sich in bekannterweise in einem nicht näher dargestellten
magnetischen System 3 befindet. Die Membran 1 begrenzt ein Schallfeld 4,
welches sich - größenordnungsmäßig übertrieben dargestellt - zwischen
dem Wandlersystem und dem schematisch dargestellten Ohr 5 eines
Benutzers ausbildet.
Die Fig. 2 zeigt den Frequenzgang eines solchen Wandlersystems mit einer
störenden Resonanzüberhöhung des Schalldrucks A bei ungefähr 7 kHz.
Diese Überhöhung kann mit den bekannten Dämpfungsmaßnahmen nicht ver
ringert oder beseitigt werden, ohne daß auch andere Parameter des
Wandlersystems durch diese Maßnahme beeinträchtigt werden.
Es ist nun gefunden worden, daß die Resonanzüberhöhung im
höherfrequenten Übertragungsbereich durch stehende Wellen 6
hervorgerufen wird, welche sich zwischen dem relativ schall
hartem Dom 1.1 der Membran und dem Ohr 5 bzw. einer Meßkupp
lerfläche 5.1 ausbilden. Bisher sind solche Membranen unter
Berücksichtigung von unter anderem zwei wesentlichen Merkmalen
konstruiert worden: Einerseits unter der Festlegung einer geeig
neten Resonanzfrequenz des schwingenden Systems - meist im
tieffrequenten Übertragungsbereich gelegt - und andererseits
durch eine besondere Formgestaltung zur Vermeidung von Partial
schwingungen. Die Erfindung lehrt nun, die Entstehung von stehen
den Wellen durch Anpassung der akustischen Impedanz der den
höherfrequenten Schall abstrahlenden Membranfläche an die Impedanz
des Schallfeldes zu vermeiden.
Da bei elektrodynamischen Wandlern der beispielsweise genannten
Bauart besonders der Dom 1.1, auch Kalotte genannt, der Membran die
höherfrequenten Schallanteile abstrahlt, wird gemäß einem Unteran
spruch vorgesehen, daß die Fläche dieser Kalotte vorzugsweise im
höherfrequenten Bereich eine Impedanz aufweist, die in der Größen
ordnung der Impedanz des angekoppelten Schallfeldes liegt. Dies
kann dadurch erreicht werden, daß mindestens eine Teilfläche der
Kalotte durch ein akustisch dämpfendes Material, beispielsweise
Filz- oder Gazematerial ersetzt ist. Eine solche Membranausführung
ist in der Fig. 3 dargestellt. Es zeigen die Bezugsziffern 1.1 die
Kalotte und 1.2 das in eine Bohrung der Kalotte eingefügte Dämpfungs
material. Dieses Material kann natürlich auch auf der Kalottenfläche
über der Öffnung angebracht sein. Eine andere Ausführungsform der
Membran nach der Erfindung kann darin bestehen, daß, wie in Fig. 4
dargestellt ist, die Kalotte 1.1 eine Anzahl akustische Widerstände
darstellende Löcher 1.3 aufweist, welche ebenfalls die Impedanz der
Fläche der Kalotte der Impedanz des angekoppelten Schallfeldes
annähert.
Durch diese erfindungsgemäße Ausbildung der Membran ist es möglich,
die unerwünschte Resonanzüberhöhung im höherfrequenten Übertragungs
bereich zu verringern, wie es in Fig. 2 die Kurve b darstellt. Bei
einem bereits für die Praxis vorgesehenen Wandlersystem konnte eine
Verringerung der Überhöhung um 6 dB erzielt und somit eine Klangver
färbung deutlich vermieden werden.
Claims (5)
1. Membran für einen elektroakustischen Wiedergabewandler, welche
mit ihrer Vorderseite ein zwischen dem Ohr eines Benutzers und
dem Wandlersystem bestehendes Schallfeld begrenzt,
dadurch gekennzeichnet,
daß die den höherfrequenten Schall abstrahlende Fläche der
Membran eine akustische Impedanz in der Größenordnung der akustischen Impedanz des
angekoppelten Schallfeldes aufweist.
2. Membran für einen elektroakustischen Wiedergabewandler nach
Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Membran für einen elektrodynamischen Wandler mit einer
Kalotte ausgebildet ist, deren Fläche eine akustische Impedanz in der
Größenordnung der akustischen Impedanz des angekoppelten Schallfeldes
aufweist.
3. Membran für einen elektroakustischen Wiedergabewandler nach
Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Fläche der Kalotte vorzugsweise im höherfrequenten
Übertragungsbereich - größer als 5 kHz - eine akustische Impedanz aufweist,
die in der Größenordnung der akustischen Impedanz des angekoppelten Schall
feldes entspricht.
4. Membran für einen elektroakustischen Wiedergabewandler nach
Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens eine Teilfläche der Kalotte durch ein akustisch
dämpfendes Material ersetzt ist.
5. Membran für einen elektroakustischen Wiedergabewandler nach
Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Fläche der Kalotte eine Anzahl akustische Widerstände
darstellende Löcher aufweist, welche die akustische Impedanz der Kalotten
fläche der akustischen Impedanz des angekoppelten Schallfeldes annähert.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19853530869 DE3530869A1 (de) | 1985-08-29 | 1985-08-29 | Membran fuer einen elektroakustischen wiedergabewandler |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19853530869 DE3530869A1 (de) | 1985-08-29 | 1985-08-29 | Membran fuer einen elektroakustischen wiedergabewandler |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3530869A1 true DE3530869A1 (de) | 1987-03-12 |
| DE3530869C2 DE3530869C2 (de) | 1988-12-22 |
Family
ID=6279666
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19853530869 Granted DE3530869A1 (de) | 1985-08-29 | 1985-08-29 | Membran fuer einen elektroakustischen wiedergabewandler |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3530869A1 (de) |
Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1259949B (de) * | 1964-07-29 | 1968-02-01 | Siemens Ag | Elektroakustischer Wandler mit beiderseits einer Schwingmembran liegenden akustisch wirksamen Raeumen |
| CH600725A5 (de) * | 1974-09-16 | 1978-06-30 | Akg Akustische Kino Geraete | |
| DE7935238U1 (de) * | 1979-12-14 | 1980-03-20 | Saba Gmbh, 7730 Villingen | Kalottenmembran |
| EP0081780A1 (de) * | 1981-12-10 | 1983-06-22 | International Standard Electric Corporation | Elektrodynamischer Wandler |
| DE3416674A1 (de) * | 1983-05-10 | 1984-11-15 | N.V. Philips' Gloeilampenfabrieken, Eindhoven | Elektroakustischer wandler mit einer luftdurchlaessigen membran |
-
1985
- 1985-08-29 DE DE19853530869 patent/DE3530869A1/de active Granted
Patent Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1259949B (de) * | 1964-07-29 | 1968-02-01 | Siemens Ag | Elektroakustischer Wandler mit beiderseits einer Schwingmembran liegenden akustisch wirksamen Raeumen |
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| DE7935238U1 (de) * | 1979-12-14 | 1980-03-20 | Saba Gmbh, 7730 Villingen | Kalottenmembran |
| EP0081780A1 (de) * | 1981-12-10 | 1983-06-22 | International Standard Electric Corporation | Elektrodynamischer Wandler |
| DE3416674A1 (de) * | 1983-05-10 | 1984-11-15 | N.V. Philips' Gloeilampenfabrieken, Eindhoven | Elektroakustischer wandler mit einer luftdurchlaessigen membran |
Non-Patent Citations (2)
| Title |
|---|
| Curt RINT "Handbuch für Hochfrequenz- und Elektro-Techniken", Bd.4, 11.Aufl. 1984, Hüttig Verlag Heidelberg, S.218-220 * |
| Journal Audio Engineering Society, Vol. 31, No. 11, S. 817-825 * |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3530869C2 (de) | 1988-12-22 |
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Legal Events
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| 8331 | Complete revocation |