DE3530080A1 - Pruefverfahren fuer o-ringe - Google Patents
Pruefverfahren fuer o-ringeInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein neues
und verbessertes Verfahren zum Prüfen von O-Ringen,
insbesondere auf ein Verfahren zum Bestimmen des
Durchmessers und der Dicke und/oder zum Orten von
Fehlern in der Oberfläche eines O-Rings.
Gummiartige Standard-O-Ringe werden häufig als
billige Dichtungen auf nicht kritischen Anwendungs
gebieten verwendet, die verhältnismäßig leichten
Betriebsbedingungen ausgesetzt sind. Sobald
gummiartige Standard-O-Ringe als Dichtungen
in kritischen Anwendungsbereichen schweren
Betriebsbedingungen ausgesetzt wurden, stellten
sich Probleme ein. Meistens rühren diese Probleme
daher, daß O-Rings gewöhnlich mit hohen Produktions
ziffern mit einem Minimum an Sorgfalt hergestellt
werden, um die Kosten der O-Ringe zu minimieren.
Für kritische Anwendungsbereiche müssen deshalb
die O-Ringe zu hundert Prozent geprüft werden.
Die Prüfung von O-Ringen ist ein laborintensives,
zeitraubendes und ermüdendes Verfahren, das
heutzutage von Hand ohne wissenschaftliche
Meßgeräte oder eine automatische Ausrüstung
durchgeführt wird. Jeder O-Ring wird geprüft,
um sicher zu sein, daß sein Innendurchmesser,
sein Außendurchmesser und/oder seine Dicke
innerhalb festgelegter Toleranzgrenzen liegt.
Die Bestimmung des Innen- und/oder Außendurchmessers
eines O-Rings ist schwierig, da der O-Ring einsatz
fertig gebogen ist und dazu neigt sich zu verformen,
sobald er durch eine feste Meßeinrichtung berührt
wird. Wenn der O-Ring durch das Festhalten eines
einzigen radialen Segments in aufrechter Stellung
gehalten wird, neigt der O-Ring dazu, sich unter
dem Einfluß seines eigenen Gewichts zu verformen.
Weiter werden die O-Ringe auf zahlreiche Arten von
Oberflächenfehlern geprüft. Zu solchen Oberflächen
fehlern gehören spröde Stellen, Blasen, übermäßige
Entgratung, Austrieb, Fließfiguren, Fremdstoffe,
Maßabweichungen, Vertiefungen wegen Ablagerungen
in der Form, Unterfüllung, Verschiebungsfehler,
Vertiefungen an der Teilungslinie, Erhöhungen an
der Teilungslinie und Porigkeit.
Spröde Stellen sind Längseinbuchtungen mit einem
breitwinkligen U-förmigen oder W-förmigen Querschnitt
an der Stelle der Trennfuge der Form. Sie werden
durch thermische Ausdehnung über eine Formkante
oder durch vorzeitiges Aushärten verursacht. Blasen
sind Fehler oder Löcher im O-Ring-Körper. Austriebe
bestehen aus einem sehr dünnen, manchmal hauchdünnen,
Material, das sich von den Trennungslinien-Erhöhungen
aus erstreckt. Fließfiguren sind Einbuchtungen, die
durch ein unvollständiges Fließen des Materials, das
den O-Ring bildet, verursacht wird. Fremdstoffe sind
alle nicht zugehörigen eingebetteten Stoffe oder
Niederschläge in der Oberfläche des O-Rings.
Von den weiteren Oberflächenfehlern kommt eine
Maßabweichung dann vor, wenn der Querschnittsradius
in den beiden Ringhälften verschieden ist. Dies
wird durch eine Differenz in den Abmessungen der
Formenhälften verursacht. Vertiefungen wegen
Ablagerungen in der Form werden verursacht durch
einen Aufbau von ausgehärteten Ablagerungen, die
in der Form hängen und zu Vertiefungen und zu
einer rauhen Oberflächenstruktur des O-Rings führen.
Eine unzureichende Füllung der Form führt zu
unregelmäßig verteilten und unregelmäßig geformten
Vertiefungen beliebiger Struktur an der Oberfläche.
Verschiebungsfehler sind nicht fluchtende O-Ring-
Hälften, die durch eine seitliche Verschiebung
eines Formteils gegenüber dem anderen verursacht
wird. Teilungslinien-Vertiefungen sind flache,
tellerförmige Einbuchtungen an einer Teilungslinie
und stammen von Fehlern im Formrand. Vertiefungen in der Teilungslinie
sind fortlaufende Grate an der Teilungslinie und
kommen von beschädigten oder zu stark abgerundeten
Formkanten. Porigkeit schließlich ist das Vorkommen
von zahlreichen sehr kleinen Poren oder eine
Schwammigkeit im O-Ring.
Das Prüfen von O-Ringen ist schwierig und zeitaufwendig.
Wenn die O-Ringe unter kritischen Bedingungen eine
gewünschte Dichtwirkung garantieren sollen, müssen
die O-Ringe nämlich genau mit den gewünschten
Abmessungen geformt und frei von Oberflächenfehlern
sein. Ein O-Ring für ein kritisches Verwendungsgebiet
hat daher üblicherweise eine Innen- oder Außendurch
messer, der um höchstens 0,13 mm schwanken darf, und
eine Dicke, die um höchstens 0,075 mm variieren darf.
Wenn das Erzielen der gewünschten Dichtwirkung eine
präzise Dimensionierung eines O-Rings erfordert,
darf der O-Ring höchstens äußerst kleine Oberflächen
fehler aufweisen. Oberflächenfehler mit einer Breite
von 0,05 mm können nämlich unter gewissen Bedingungen
bereits zu einem Versagen der Dichtung führen.
Die Erfindung stellt ein neues und verbessertes
Verfahren zum Prüfen von O-Ringen vor. Das Verfahren
ermöglicht es, daß die Abmessungen eines elastisch
verbiegbaren O-Rings, der dazu neigt, sich unter dem
Einfluß seines eigenen Gewichts zu verformen, bestimmt
werden können. Zusätzlich ermöglicht das Verfahren das
Erkennen von Oberflächenfehlern des O-Rings.
Um einen elastischen O-Ring genau zu vermessen, ohne
ihn zu verformen, wird der O-Ring mit senkrecht
stehender Mittelachse auf einen lichtdurchlässigen
Objektträger gelegt. Auf den O-Ring und durch den
Objektträger wird Licht gestrahlt, so daß der O-Ring
einen Schatten wirft. Die Durchmesser- und/oder
Dicke-Abmessungen des O-Rings werden durch ein
Vermessungen der Abstände zwischen Teilen des vom
O-Ring geworfenen Schattens bestimmt.
Der O-Ring wird auf Oberflächenfehler dadurch
geprüft, daß Licht auf einen schmalen Bereich
der Innen- oder Außenoberfläche des O-Rings gestrahlt
wird. Der O-Ring wird dann um seine Mittelachse
gedreht. Bei einem Fehler in der Oberfläche des
O-Rings schwankt das vom O-Ring reflektierte Licht,
wenn er gedreht wird. Um die gesamte Oberfläche des
O-Rings prüfen zu können, kann der O-Ring um eine
Achse gedreht werden, die quer zur Mittelachse des
O-Rings und tangential an einem Kreis durch die Mitte
des Querschnitts des O-Rings liegt.
Es ist daher ein Vorteil der Erfindung, daß ein neues
und verbessertes Verfahren zum Prüfen eines elastisch
verbiegbaren O-Rings geschaffen wird, der dazu neigt,
sich unter dem Einfluß seines eigenen Gewichts zu
verformen. Bei dem Verfahren soll eine Mehrzahl von
Abmessungen des O-Rings durch ein Ausmessen des
Abstands zwischen Teilen des vom O-Ring geworfenen
Schattens ermittelt werden.
Ein weiterer Vorteil der Erfindung ist, daß ein neues
und verbessertes Verfahren zum Prüfen eines O-Rings
geschaffen wird, bei dem das Vorkommen eines Fehlers
in der Oberfläche des O-Rings durch ein Feststellen
der Schwankungen in der Lichtstärke des von der Ober
fläche des O-Rings reflektierten Lichts ermittelt
wird.
Die oben geschilderten und weitere Vorteile und
Merkmale der Erfindung werden in folgenden
Beschreibungen in Verbindung mit der Zeichnung näher
erläutert. Dabei ist
Fig. 1 eine Draufsicht auf einen O-Ring;
Fig. 2 ein radialer Querschnitt, der die Dicke des
O-Rings von Fig. 1 und die Lage seiner Oberflächen
bereiche angibt;
Fig. 3 ist eine schematische Darstellung einer
Vorrichtung, die gemäß einem Merkmal des Verfahrens
zum Ermitteln der Abmessungen eines O-Rings betrieben
wird;
Fig. 4 ist eine Vorderansicht der in Fig. 3
gezeigten Vorrichtung mit einer Lichtquelle und
einem Lichtempfänger, die in senkrechter Richtung
zum O-Ring angeordnet sind; der O-Ring liegt auf
einer waagerechten Fläche eines lichtdurchlässigen
Objektträgers;
Fig. 5 ist eine schematische Darstellung ähnlich
Fig. 4, hierbei sind aber die Lichtquelle und der
Lichtempfänger gegenüber dem O-Ring und dem licht
durchlässigen Objektträger geneigt;
Fig. 6 ist ein radialer Querschnitt eines O-Rings
ähnlich Fig. 2, der einen Verschiebungsfehler
aufweist;
Fig. 7 ist eine schematische Darstellung einer
Vorrichtung, die gemäß einem Merkmal des erfindungs
gemäßen Verfahrens zum Orten von Fehlern auf den
Innen- und Außenflächen eines O-Rings betrieben
wird;
Fig. 8 ist eine Vorderansicht längs der Linie 8-8
von Fig. 7, die die Lage eines Paars von O-Ringen -
die gerade auf Oberflächenfehler überprüft werden -
gegenüber einer senkrechten Achse zeigt, um die eine
Haltevorrichtung der O-Ringe gedreht wird;
Fig. 9 ist eine schematische Darstellung der Art,
mit der Fehler auf der Innenfläche eines O-Rings
mit Hilfe der Vorrichtung nach Fig. 7 ermittelt
werden;
Fig. 10 ist eine schematische Darstellung der
Methode, mit der Fehler auf der Außenfläche eines
O-Rings mit Hilfe der Vorrichtung nach Fig. 7
ermittelt werden;
Fig. 11 ist eine schematische Darstellung von
Steuervorrichtungen in Verbindung mit der in den
Fig. 3 und 7 gezeigten Vorrichtung;
Fig. 12 ist eine schematische Darstellung einer
Auflege-Einrichtung im Eingriff mit einem geprüften
O-Ring auf einer Drehscheibe auf der Vorrichtung
nach Fig. 3 und mit dem nächstfolgenden O-Ring,
der dem Prüfplatz zugeführt wird;
Fig. 13 schließlich ist eine schematische Darstellung
der Art, in der ein O-Ring dem Prüfplatz durch die
Auflege-Einrichtung von Fig. 12 zugeführt wird, und
der Art, in der die Auflege-Einrichtung abgehoben
wird, bevor sie zur Aufnahme eines nächstfolgenden
O-Rings zurückgestellt wird.
Die Erfindung schafft ein Verfahren zum Ausmessen
eines elastischen verformbaren O-Rings 10 (Fig. 1)
und/oder zum Orten von Fehlern in der Oberfläche
des O-Rings. Der O-Ring 10 ist leicht aus seiner
kreisförmigen Gestalt, gezeigt in Fig. 1, biegbar.
Wenn also der O-Ring mit waagerecht liegender Mittel
achse 14 durch ein unteres radiales Segment gehalten
wird, neigt der O-Ring dazu, sich unter dem Einfluß
seines eigenen Gewichts zu verbiegen. Wegen der
verhältnismäßig kleinen Kraft, die zum Verformen
des O-Rings 10 erforderlich ist, ist ein genaues
Vermessen des inneren und/oder äußeren Durchmessers
des O-Rings schwierig. Das Orten von verhältnis
mäßig kleinen Fehlern in der Oberfläche des O-Rings 10
ist ebenfalls schwierig.
Gemäß einem der Merkmale der Erfindung kann eine
Vorrichtung 18 (siehe Fig. 3) den O-Ring 10 genau
vermessen. Wenn der O-Ring 10 vermessen werden soll,
wird er auf eine waagerechte Fläche 22 eines drehbaren
und lichtdurchlässigen Objektträgers 24 gelegt. Durch
den lichtdurchlässigen Objektträger 24 wird Licht
gestrahlt, so daß der O-Ring einen Schatten wirft.
Der Innendurchmesser, der Außendurchmesser und/oder
die radiale Dicke eines O-Rings kann durch ein
Ausmessen des Abstands zwischen Kanten des Schattens,
der vom O-Ring geworfen wird, ermittelt werden.
Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung wird eine
Vorrichtung 28 (siehe Fig. 7) zum Aufspüren von
Fehlern in der Oberfläche des O-Rings 10 verwendet.
Die Vorrichtung 28 umfaßt einen Innenflächen-
Prüfplatz 30, auf dem eine ringförmige Innenfläche 34
(siehe Fig. 2) und die in radialer Richtung innen
liegenden Hälften der unteren und oberen Ober
flächen 36 und 38 zum Aufspüren von Oberflächen
fehlern abgetastet werden. Die Vorrichtung 28 (siehe
Fig. 7) umfaßt einen Außenflächen-Prüfplatz 32, auf
dem eine Außenfläche 40 (Fig. 2) und die in radialer
Richtung außenliegenden Hälften von oberen und
unteren Oberflächen 36 und 38 zum Aufspüren von
Oberflächenfehlern abgetastet werden.
Obwohl ein O-Ring 10 je nach Wunsch viele Abmessungen
innerhalb eines großen Bereichs von Abmessungen haben
könnte, werden die Vorrichtungen 18 und 28 zum Prüfen
von O-Ringen mit einer Dicke oder einem radialen
Querschnittsdurchmesser 44 (Fig. 2) von etwa 1,8 mm
verwendet. Diese O-Ringe weisen Innendurchmesser auf,
die im Bereich von 15,60 mm für verhältnismäßig
kleine O-Ringe bis 132,95 mm für verhältnismäßig
große O-Ringe liegen. Natürlich können auch O-Ringe
mit davon verschiedenen Abmessungen mit den
Vorrichtungen 18 und 28 geprüft werden.
Wenn die Vorrichtung 18 zum Messen des Innen-
und/oder Außendruckmessers des O-Rings 10 verwendet
wird, kann der Durchmesser mit einer Genauigkeit
von ± 0,0025 mm bestimmt werden. Die Vorrichtung 80
mißt nämlich den Durchmesser des O-Rings 10, ohne
ihn zu berühren und solange er auf der waagerechten
Fläche 22 liegt. Der O-Ring zeigt daher fast keine
Neigung dazu, sich während der Zeit der Messung zu
verformen.
Mit der Vorrichtung 28 ist es möglich, schnell und
leicht verhältnismäßig kleine Oberflächenfehler an
beliebigen Stellen der Oberfläche eines O-Rings 10
zu finden. Die Oberflächenfehler, die mit der
Vorrichtung 28 gefunden werden, können eine Länge
von weniger als 0,05 mm haben. Die speziellen
O-Ring-Abmessungen und die Genauigkeit der Messung
sind hier wegen der Deutlichkeit der Darstellung
aus mehreren Blickwinkeln dargestellt. Die
Erfindung soll dadurch aber nicht auf irgend
welche speziellen O-Ring-Abmessungen oder einen
speziellen Genauigkeitsgrad der Messungen
eingeschränkt werden.
Die körperlichen Abmessungen des O-Rings 10 werden
gemessen, um zu ermitteln, ob sein Innendurchmesser,
sein Außendurchmesser und/oder seine Dicke innerhalb
vorgeschriebener Toleranzbereiche liegen oder nicht.
Obwohl die Toleranzbereiche abhängig von der
Umgebung, in der ein O-Ring verwendet werden soll,
variiert, können Toleranzbereiche von ±0,0025 mm
für O-Ringe an kritischen Stellen vorgeschrieben
sein. Die Vorrichtung 18 (Fig. 3 bis 5) kann
für ein genaues Ausmessen der körperlichen
Abmessungen eines O-Rings verwendet werden, um
herauszufinden, ob er in den vorgeschriebenen
Toleranzbereichen liegt.
Um die Verformung des mit der Vorrichtung 18 zu
vermessenden O-Rings 10 zu minimieren, liegt der
O-Ring auf der flachen waagrechten Fläche 22 der
Drehscheibe oder des Objektträgers 24 . Die Drehscheibe
24 besteht aus optischem Glas und ist um ihre Mittel
achse mit Hilfe eines Motors 48 drehbar (Fig. 4).
Der Motor 48 ist mit der Drehscheibe 24 über ein
passendes Getriebe 50 verbunden. Der O-Ring 10 liegt
auf der Drehscheibe 24, die Mittelachse 14 des
O-Rings steht senkrecht auf der Drehscheibe 24
und ist identisch mit der Drehachse der Drehscheibe.
Eine Laser-Schatten-Meßvorrichtung 54 vermißt den
O-Ring 10, ohne ihn zu berühren. Die Laser-Schatten-
Meßvorrichtung 54 überstreicht einen großen Teil
des O-Rings 10 und liefert in einer einzigen
Abtastung ein Ausgangssignal zum Kennzeichnen des
Innendurchmessers, des Außendurchmessers und der
Dicke des O-Rings. Da diese Messungen ohne eine
Berührung des O-Rings 10 vorgenommen werden und
der O-Ring auf der horizontalen Fläche 22 liegt,
verformt sich der O-Ring während der Messung sehr
wenig oder gar nicht. Daher können genaue Meßergebnisse
schnell und leicht erhalten werden.
Die Laser-Schatten-Meßvorrichtung 54 umfaßt einen
Sender 58, der einen Laserstrahl 62 (Fig. 4) aussendet.
Der Laserstrahl streicht über einen großen Teil des
O-Rings 10 mit einer sehr hohen und gleichförmigen
Geschwindigkeit. Der Abtaststrahl erscheint als eine
Lichtlinie oder Lichtfläche, die sich vom Sender 58
zum Empfänger 64 erstreckt. Die Mittelachse 14 des
O-Rings 10 liegt in der Ebene, die vom Laserstrahl 62
überstrichen wird. Der Empfänger 64 sammelt das hinter
dem O-Ring 10 übriggebliebene Licht und wandelt das
Licht in elektronische Signale um, die ein Maß für
den Abstand zwischen den Kanten des Schattens, der
vom O-Ring geworfen wird, sind. Die Abstände zwischen
den Kanten des O-Ring-Schattens entsprechen dem Innen
durchmesser 68 (Fig. 1), dem Außendurchmesser 70 und
der Dicke 44 (Fig. 2) des O-Rings 10. Während der
Vermessung des O-Rings dringt das Licht 62 (Fig. 4)
vom Lasersender 58 durch den lichtdurchlässigen
Drehteller 24. Ein Teil des Lichts wird durch den
O-Ring 10 an diametral gegenüberliegenden Stellen
ausgeblendet, dadurch wird ein Schatten auf den
Empfänger 64 geworfen. Der auf den Empfänger 64
geworfene Schatten weist zwei diskrete Abschnitte
auf. Jeder dieser Abschnitte hat eine Breite, die
gleich dem Querschnittsdurchmesser oder der Dicke 44
(siehe Fig. 2) des O-Rings 10 ist.
Der Abstand zwischen den sich am nächsten liegenden
Rändern der beiden vom O-Ring 10 geworfenen Schatten
abschnitte entspricht dem Innendurchmesser 68 (Fig. 1)
des O-Rings. Der Abstand zwischen den am weitesten
auseinanderliegenden Rändern der beiden Schatten
bereiche entspricht dem Außendurchmesser 10 (Fig. 1)
des O-Rings 10. Der Lasersender 58 und der Laser
empfänger 64 (Fig. 3) können viele verschiedene
Bauarten aufweisen. In einem speziellen Fall waren
sie ein Teil eines Laser-Telemetrie-Systems, das im Handel
erhältlich ist (Zygo Corporation, Serie 1500).
Da der O-Ring 10 mit seiner senkrecht stehenden
Mittelachse 14 auf der flachen waagrechten Oberfläche
22 der optisch durchlässigen Drehscheibe 24 liegt,
verformt er sich nur minimal. Die Wirkung der
Schwerkraft trägt daher nicht dazu bei, den Innen
durchmesser 68 und den Außendurchmesser 70 des
O-Rings zu verformen. Die Schwerkraft trägt aber
dazu bei, die Dicke oder den Querschnittsdurch
messer 44 des O-Rings zusammenzudrücken. Der O-Ring
hat jedoch eine verhältnismäßig hohe Steifigkeit
in der Querschnittsdicke; irgendeine Verformung
wegen der Wirkung der Schwerkraft reicht nicht aus,
die Vermessung zu beeinträchtigen. Wenn der O-Ring 10
in aufrechter Stellung gehalten würde, also mit
waagrecht liegender Mittelachse 14, würde die
Wirkung der Schwerkraft den Innendurchmesser 68
und den Außendurchmesser 70 des O-Rings verformen.
Der O-Ring 10 liegt auf der lichtdurchlässigen
Drehscheibe 24, wobei seine Mittelachse 14 durch
den Rotationsmittelpunkt der Drehscheibe geht. Der
Motor 48 dreht sowohl die Drehscheibe 24 als
auch den O-Ring 10 um die senkrechte Achse 14 des
O-Rings. Beim schrittweisen Weiterdrehen der Dreh
scheibe 24 kann der Laserstrahl 62 (Fig. 4)
diametral über den O-Ring 10 an einer Vielzahl
von Stellen streichen. Der Laserstrahl 62 streicht
über den O-Ring 10 längs einer Ebene, die die
Drehachse der Drehscheibe 24 und die damit
identische Achse 14 des O-Rings umfaßt.
Das Ausmessen des Innen- und/oder Außendurchmessers
des O-Rings 10 an einer Vielzahl von Stellen
ermöglicht das Entdecken eines nicht kreisförmigen
oder ovalen Zustands des O-Rings. Die Vielzahl der
Messungen erlaubt es auch, den Innen- und/oder
Außendurchmesser des O-Rings zu berechnen für den
Fall, daß der O-Ring beim Einbau in eine kreisförmige
Gestalt gebogen würde. Das Drehen des O-Rings 10 um
seine vertikale Mittelachse 14 erlaubt es zusätzlich,
die Dicke oder den Querschnittsdurchmesser 44 (Fig. 2)
auf dem Umfang des O-Rings an einer Vielzahl von
Stellen zu messen.
Der O-Ring 10 kann Fehler aufweisen, die zu einem
nicht kreisförmigen Querschnitt führen. So kann der
O-Ring 10 mit gegeneinander verschobenen O-Ring-
Hälften 70 und 72 gebildet sein (siehe Fig. 6).
Die in Fig. 6 gezeigte Verschiebung wird durch
eine seitliche Verschiebung der einen Formplatte
gegenüber der anderen während des Ausformens des
O-Rings verursacht. Natürlich gibt es auch andere
Fehler, die eine Ursache dafür sein können, daß der
O-Ring 10 einen ungleichmäßigen Querschnitt aufweist.
Wenn der O-Ring 10 keinen kreisförmigen Querschnitt
hat, wie es beispielsweise in Fig. 6 gezeigt ist,
könnte der ungleichmäßige Querschnitt nicht entdeckt
werden, wenn der O-Ring nur aus einer einzigen
Richtung abgetastet wird. Der in Fig. 6 gezeigte
nicht kreisförmige Querschnitt des O-Rings kann
jedoch durch ein Betrachten des O-Rings aus zwei
oder mehr Richtungen und durch ein Vergleichen der
scheinbaren Querschnittsdurchmesser des O-Rings
aufgespürt werden. Wenn der O-Ring, wie in Fig. 2
gezeigt, einen kreisförmigen Querschnitt aufweist,
ist der scheinbare Durchmesser aus jeder Blickrichtung
der gleiche. Wenn der O-Ring, wie in Fig. 6 gezeigt,
einen nicht kreisförmigen Querschnitt aufweist, dann
ist der scheinbare Durchmesser aus verschiedenen
Blickrichtungen verschieden.
Wenn beispielsweise ein O-Ring, wie in Fig. 6
gezeigt, nicht kreisförmig ist oder Maßabweichungen
aufweist, lediglich, wie in Fig. 4 gezeigt, aus der
senkrechten Richtung betrachtet wird, wirft der
O-Ring einen solchen Schatten, daß er eine Dicke
entsprechend dem in Fig. 6 gezeigten Maß 76 zu
haben scheint. Beim Neigen der Laser-Schatten-
Meßvorrichtung 54 wird der Laserstrahl 62, wie in
Fig. 5 gezeigt, längs einer Achse ausgestrahlt,
die gegenüber der Mittelachse 14 des O-Rings 10
gekippt ist. Der Schatten des O-Rings in einem der
Schnittpunkte mit dem Laserstrahl zeigt dann an,
daß der O-Ring eine Querschnittsdicke entsprechend
dem Maß 78 in Fig. 6 aufweist. Der andere Schnitt
des O-Rings mit dem Laserstrahl zeigt an, daß der
O-Ring eine Querschnittsdicke entsprechend dem
Maß 78 A in Fig. 6 hat. Diese zwei Maße 78 und 78 A
geben das Kleinstmaß und das Größtmaß an, das sich
jeweils aus der in Fig. 6 gezeigten Verschiebung
ergibt. Diese zwei Maße können dann mit dem Maß 76
verglichen werden, das gemessen wird, wenn die
Laser-Schatten-Meßvorrichtung 54, wie in Fig. 4
gezeigt, senkrecht gestellt ist. Wenn das Maß 78
an einem Punkt des O-Rings gemessen wird, würde das
Maß 78 A, wie man leicht sieht, am gleichen Punkt
des O-Rings gemessen wie dann, wenn er ohne eine
Änderung der Neigung der Laser-Schatten-Meßvorrichtung
auf der Drehscheibe 24 um 180 Grad gedreht worden
wäre. Da das Maß 76 größer als das Maß 78 und kleiner
als das Maß 78 A ist, gibt ein Vergleich der drei Maße
jedoch an, daß der Querschnitt nicht kreisförmig ist.
Es gibt gewisse Fehler, wie beispielsweise Maß
abweichungen, die es vielleicht erforderlich machen,
daß der O-Ring aus einigen verschiedenen Blick
winkeln betrachtet wird, um zu erkennen, ob der
Querschnitt des O-Rings etwa nicht rund ist. Die
Schatten-Meßvorrichtung 54 ist deshalb vorteil
hafterweise im und gegen den Uhrzeigersinn aus
der in Fig. 4 gezeigten aufrechten Stellung
schwenkbar, um den Querschnitt des O-Rings aus
einigen verschiedenen günstigen Blickwinkeln zu
betrachten. Wenn die Schatten-Meßvorrichtung im
Uhrzeigersinn aus der in Fig. 4 gezeigten aufrechten
Stellung geschwenkt ist, wird der O-Ring so aus dem
Blickpunkt betrachtet, der in den Fig. 3 und 5
mit 80 bezeichnet ist. Wenn die Schatten-Meß
vorrichtung wie in Fig. 4 gezeigt aus der senkrechten
Stellung entgegen dem Uhrzeigersinn geschwenkt wird,
wird der O-Ring aus dem entgegengesetzten, in Fig. 3
mit 82 bezeichneten, Blickpunkt betrachtet. Um den
O-Ring aus verschiedenen vorteilhaften Blickwinkeln
sehen zu können, ist die Schatten-Meßvorrichtung 54
um eine Achse 83 schwenkbar, die in der Ebene der
horizontalen oberen Fläche 22 des lichtdurchlässigen
Objektträgers 24 liegt.
Ein O-Ring 10 kann viele verschiedene Arten von
Oberflächenfehlern aufweisen. Einige dieser Fehler
sind spröde Stellen, Blasen, Wolken, übermäßige
Entgratung, Austrieb, Fließmarken, Maßabweichungen,
Vertiefungen wegen Ablagerungen in der Form, Unter
füllungen, Verschiebung, Vertiefungen an der Teilungs
linie, Erhöhungen an der Teilungslinie und Porigkeit.
Jeder dieser zahlreichen Oberflächenfehler kann zu
einem Versagen einer O-Ring-Dichtung führen. Wenn ein
O-Ring an einer kritischen Anwendungsstelle verwendet
werden soll, muß er daher nach diesen Oberflächen
fehlern abgesucht werden.
Um das Vorkommen von möglichen Fehlern ist der Ober
fläche des O-Rings 10 aufzuspüren, muß die gesamte
Oberfläche des O-Rings abgetastet werden. Die radial
auf der Innenseite liegende Hälfte oder die inneren
180 Grad der O-Ring-Oberfläche wird am Innenflächen-
Prüfplatz 30 (Fig. 7 und 8) abgetastet. Die radial
außenliegende Hälfte oder die äußeren 180 Grad der
O-Ring-Oberfläche wird am Außenflächen-Prüfplatz 32
abgetastet.
Zum Abtasten der O-Ring-Oberflächen auf der Innen
flächen- oder Außenflächen-Prüfstation 30 oder 32
wird ein Lichtstrahl auf einen schmalen Fleck auf
der Oberfläche des O-Rings gestrahlt. Der O-Ring
wird dann um seine Mittelachse 14 gedreht. Wenn der
O-Ring 10 um eine volle Umdrehung um seine Mittel
achse 14 gedreht wird, tastet der Lichtstrahl eine
kreisförmige Linie mit einer der Breite des Licht
strahls entsprechenden Breite ab. Zum Abtasten der
gesamten Innen- oder Außenhälfte der O-Ring-
Oberfläche auf der Innenflächen- oder Außenflächen-
Prüfstation 30 oder 32 wird der O-Ring 10 um einen
Punkt auf der Kreislinie 84 (Fig. 1 und 2)
gedreht, die durch die Mitte des kreisförmigen
Querschnitts des O-Rings geht, wenn der O-Ring
um seine Mittelachse gedreht wird.
Die Vorrichtung 28 zum Aufspüren von Oberflächen
fehlern (Fig. 7) umfaßt eine Spindel 88, die am
Innenflächen-Prüfplatz 30 vorgesehen ist. Die Spindel
88 hat einen zylindrischen Außenteil 90 (Fig. 7
und 9) der den O-Ring 10 umgibt und ihn hält. Die
Spindel 88 ist durch einen Hilfsmotor 92 um ihre
waagrechte Mittelachse drehbar.
Während der Drehung des O-Rings durch die Spindel 88
wird ein gebündelter Lichtstrahl 96 aus einer Licht
quelle 98 (Fig. 9) auf die Innenfläche 34 des
O-Rings 10 gestrahlt. Dazu wird Licht mit Hilfe
eines geeigneten Linsensystems 100 zu einem Strahl 96
gebündelt und durch in einer horizontalen Halte
vorrichtung 105 angeordneten Spiegeln 102 und 104
reflektiert. Der Lichtstrahl 96 trifft auf die
Innenfläche 34 des O-Rings 10.
Der Lichtstrahl wird von der Oberfläche des O-Rings 10
auf einen Spiegel 106 (Fig. 9) reflektiert. Der
Spiegel 106 strahlt das reflektierte Licht auf einen
Teil des Spiegels 104. Der Spiegel 104 strahlt das
reflektierte Licht zurück zum Spiegel 102 und durch
eine Linse 107 auf eine selbstabtastende Photo
diodenanordnung 108.
Das Ausgangssignal der Photodiodenanordnung 108
schwankt mit den Schwankungen der Stärke des von der
Oberfläche des O-Rings 10 reflektierten Lichts. Das
Vorkommen irgendeines der oben erwähnten Fehler auf
der Oberfläche des O-Rings 10 führt zu einer
Schwankung in der Stärke des zur Photodioden
anordnung 108 reflektierten Lichts. Das Ausgangs
signal der Photodiodenanordnung 108 wird zu einer
geeigneten Steuerschaltung geleitet. Jede Schwankung
des Ausgangssignals der Photodiodenanordnung 108
zeigt das Vorkommen eines Oberflächenfehlers auf der
Innenfläche des O-Rings 10 an.
Die selbstabtastende Photodiodenanordnung 108 kann
auf viele verschiedene Arten gebaut sein. In einem
speziellen Fall wurde eine selbstabtastende Photo
diodenanordnung des Typs Reticon der Serie G mit
einer Schaltkarte des Typs Reticon, Serie RC-300,
verbunden. Diese Geräte sind im Handel erhältlich.
In diesem speziellen Fall bestand die Lichtquelle 98
und das Linsensystem 100 aus einer Xenon-Quecksilber-
Lampe in Verbindung mit einem LH-150-Lampengehäuse
und Linsen, beides von Kratos Analytical Instruments.
Zum Stabilisieren der Ausgangsleistung der Lampe
wurde ein LPSA-253-Rückkopplungsverstärker von
Kratos Scoffel Instruments benützt. Natürlich
können, falls gewünscht, andere bekannte Photo
diodenanordnungen, Schaltkarten, Lichtquellen,
Linsen und Rückkopplungsverstärker verwendet werden.
Wenn der O-Ring 10 von der Spindel 88 um seine Mittel
achse gedreht wird, wird ein Fleck aus bebündeltem
Licht mit einem Durchmesser von etwa 0,5 mm auf die
Innenfläche 34 des O-Rings fokussiert. Bei einer
Drehung des O-Rings um eine volle Drehung über
streicht der gebündelte Lichtstrahl 96 eine kreis
förmige Linie längs der Innenfläche des O-Rings.
Der Lichtstrahl 96 hat jedoch eine Stärke, die nur
zum Abdecken eines Teils der Innenfläche des O-Rings
ausreicht. Es wird deshalb durch den Lichtstrahl 96
während einer Umdrehung des O-Rings 10 nur ein
ringförmiger Streifen auf der Innenfläche 34 des
O-Rings nach Oberflächenfehlern abgesucht.
Wegen der verhältnismäßig kleinen Fläche, die durch
den Lichtstrahl 96 beleuchtet wird, muß der O-Ring
um einen Punkt auf der Mittellinie 84 (Fig. 1 und 2)
gedreht werden, um die Kreislinie, die der Lichtstrahl
bei der nächstfolgenden Drehung des O-Rings abtastet,
gegenüber der vorher abgetasteten Kreislinie zu
verschieben. Dazu wird die Spindel 88 und der
Motor 92 in einer Haltevorrichtung 112 (Fig. 7
und 8) gelagert, die um eine Achse 114 mit Hilfe
eines Motors 116 drehbar ist. Die Achse 114 steht
senkrecht auf der Mittelachse 14 des O-Rings und
liegt tangential am Kreis 84, der durch die Mitte
des O-Ring-Querschnitts (Fig. 2) geht.
Der Lichstrahl 96 wird auf die Oberfläche des
O-Rings 10 an einem Punkt fokussiert, der radial
außerhalb des Berührungspunkts der Achse 114 mit
der Kreislinie 84 durch die Mitte des O-Ring-
Querschnitts liegt. Eine Drehung des O-Rings 10
und der Haltevorrichtung 112 um die Achse 114
liefert eine Verschiebung des kleinen Flecks auf
dem O-Ring 10, der durch den Lichtstrahl 96
beleuchtet wird, ohne daß der Abstand zwischen
dem beleuchteten Fleck und dem Linsensystem
geändert wird. Wenn der O-Ring über seine gesamte
Länge einen kreisförmigen Querschnitt hat, wird
der Lichtstrahl 96 während der Drehung des
O-Rings 10 um seine Mittelachse 14 und um die
Achse 114 stets auf die Oberfläche des O-Rings 10
fokussiert. Durch das Drehen des O-Rings 10 um die
beiden Achsen 14 und 114 kann die gesamte innere
Oberfläche des O-Rings 10 ohne ein Nachfokussieren
des Lichtstrahls 96 abgetastet werden.
Die innere Hälfte der Oberfläche des O-Rings 10
wird auf dem Innenseiten-Prüfplatz 30 überprüft.
Die Haltevorrichtung 112 wird um die Achse 114 um
einen Winkel gedreht, der ausreicht, den Licht
strahl 96 über die Oberfläche des O-Rings streichen
zu lassen, die auf der Innenseite einer zylindrischen
Ebene durch den Kreis 84 geht und gleichachsig mit
der Mittelachse 14 des O-Rings liegt. Vorzugsweise
wird die Haltevorrichtung 112 um die Achse 114
langsam weiterverstellt, solange die Spindel 88
um ihre Mittelachse gedreht wird. Dadurch über
streicht der Lichtstrahl 96 eine gleichmäßige
schraubenförmige Linie auf der Innenfläche des
O-Rings. Durch die Drehgeschwindigkeit der Halte
vorrichtung 112 um ihre Achse 114 überlappen sich
die Windungen der Schraubenlinie, die der Licht
strahl 96 beschreibt. Damit ist sichergestellt, daß
jeder Fehler auf der Innenfläche des O-Rings
entdeckt wird.
Oberflächenfehler auf der äußeren Hälfte des
O-Rings 10 werden auf dem Außenseiten-Prüfplatz 92
(Fig. 7) aufgespürt. Der O-Ring 10 wird an einer
Befestigungsvorrichtung 124 befestigt, diese wird
mit Hilfe eines Motors 126 um eine Achse gedreht,
die identisch mit einer waagrechten Mittelachse 14
des O-Rings ist. Ein gebündelter Lichtstrahl 130
(Fig. 10) aus einer Lichtquelle 132 wird auf die
Außenfläche des O-Rings 10 gestrahlt. Das Licht
wird durch eine an sich bekannte Linsenanordnung 134
gebündelt. Das von der Außenfläche des O-Rings 10
reflektierte Licht wird durch ein Linsensystem 137
zu einer selbstabtastenden Photodiodenanordnung 138
zurückgestellt.
Wenn der O-Ring 10 um seine waagrechte Mittelachse 14
gedreht wird, überstreicht der Lichtstrahl 130 die
Außenfläche des O-Rings 10 entlang einer Kreislinie.
Wenn der Lichtstrahl beim Abtasten der Außenfläche
des O-Rings 10 auf irgendwelche Oberflächenfehler
trifft, ändert sich die Lichstärke des Lichts, das
auf die selbstabtastende Photodiodenanordnung 138
zurückgeworfen wird. Diese Änderungen der Lichtstärke
liefert eine Änderung des Ausgangssignals, das von
der Diodenanordnung 138 an eine Steuervorrichtung
übertragen wird, und zeigt das Vorkommen eines
Fehlers in der Oberfläche des O-Rings 10 an.
Der Lichtstrahl 130 bildet einen Lichtfleck auf der
Außenfläche des O-Rings ab. Dieser Lichtfleck hat
einen Durchmesser von etwa 0,5 mm, das ist weniger
als die Breite oder Dicke des O-Rings 10. Um alle
Oberflächenfehler auf der Außenhälfte der O-Ring-
Oberfläche aufzuspüren, muß deshalb der Licht
strahl 130 den O-Ring an einer Vielzahl von Stellen
abtasten. Zum Abtasten an einer Vielzahl von Stellen
wird der O-Ring um seine senkrechte Achse 114
gedreht, die tangential am Kreis 84 liegt und
durch die Mitte des Querschnitts des O-Rings geht
(siehe Fig. 1 und 2). Der Lichtstrahl 130 wird
auf die Oberfläche des O-Rings an einer Stelle
fokussiert, die radial außerhalb des Punkts liegt,
an dem die Achse 114 die Mittelkreislinie 84 des
O-Ring-Querschnitts schneidet.
Zum Abtasten der gesamten äußeren Hälfte der Ober
fläche des O-Rings 10 wird der O-Ring langsam um
sie senkrechte Achse 114 gedreht, solange er langsam
um seine horizontale Mittelachse 14 gedreht wird.
Die Drehgeschwindigkeit des O-Rings 10 um seine
Achse 114 wird so gewählt, daß bei jeder Drehung
des O-Rings 10 der Lichtstrahl 130 um eine Strecke
gedreht wird, die etwas kleiner als der Durchmesser
des Lichtflecks ist, den der Lichtstrahl auf die
Außenseite der Oberfläche des O-Rings 10 wirft.
Deshalb wir die gesamte äußere Hälfte der Ober
fläche des O-Rings 10 durch den Lichtstrahl 130
abgetastet.
Da die Befestigungsvorrichtungen 88 und 124 an den
Innenflächen- und Außenflächen-Prüfstationen mit
der Haltevorrichtung 112 (siehe Fig. 7) wegen der
Drehung um eine gemeinsame Achse 114 verbunden sind,
kann der gleiche Motor 116 zum Drehen von zwei
O-Ringen um die Achse 114 verwendet werden, solange
sie gleichzeitig geprüft werden. Um die Innenfläche
und die Außenfläche von O-Ringen mit etwas
verschiedenen Durchmessern gleichzeitig prüfen
zu können, sind die Befestigungsvorrichtungen 88
und 124 zur vertikalen Achse 114 hin und von ihr
weg verstellbar so, wie es in den Fig. 7 und 8
gezeigt ist. Falls gewünscht, kann natürlich
lediglich die Innenfläche einer Vielzahl von
O-Ringen an einem Platz und nur die Außenfläche
einer Vielzahl von O-Ringen an einem anderen
Platz gleichzeitig geprüft werden.
Eine Steuervorrichtung 114 steuert den Betrieb der
Meßvorrichtung 18 und der Vorrichtung 28 zum
Aufspüren von Oberflächenfehlern (siehe Fig. 11).
Die Steuervorrichtung 144 ist verbunden mit dem
Lasersender 58, der einen Strahl durch den licht
durchlässigen O-Ring-Objektträger 24 sendet. Ein
Ausgangssignal des Empfängers 64 gibt dann die
charakteristischen Abmessungen eines Schattenwurfs
des O-Rings 10 an. Das Ausgangssignal des Empfängers 64
wird zur Steuervorrichtung 144 übertragen. Wenn die
charakteristischen Abmessungen eines O-Rings 10 an
einer ersten Stelle bestimmt wurden, schaltet die
Steuervorrichtung 144 den Motor 48 ein, um die
Drehscheibe 24 um weniger als eine volle Umdrehung
zu drehen. Dadurch können die charakteristischen
Abmessungen des O-Rings an einer weiteren Stelle
bestimmt werden.
Sobald die charakteristischen Abmessungen eines
O-Rings mit der Laser-Schatten-Meßvorrichtungen 54
in deren aufrechter Stellung von Fig. 4 bestimmt
wurden, wird ein Motor 148 durch die Steuer
vorrichtung 144 eingeschaltet und kippt die
Laser-Schatten-Meßvorrichtung in eine Stellung,
in der sie, wie in Fig. 5 gezeigt, gegenüber
der Mittelachse des O-Rings geneigt ist. Die
charakteristischen Abmessungen des O-Rings 10
werden dann für eine Vielzahl von Stellen durch
eine Drehung des O-Rings auf dem waagrechten
Drehteller 24 bestimmt, wobei die Schatten-
Meßvorrichtung 54 geneigt ist. Dies ermöglicht
es, unrunde Querschnitte eines O-Rings an jeder
beliebigen Stelle aufzuspüren.
Zusätzlich zum Steuern des Abmessungsprüfgeräts 18
steuert das Steuergerät 144 die Vorrichtung 28 zum
Aufspüren von Oberflächenfehlern. Die Steuer
vorrichtung 154 schaltet die Lichtquellen 98
und 132 ein (siehe Fig. 9 und 10), dadurch
wird Licht auf die Innenfläche und die Außenfläche
des O-Rings 10 auf den Befestigungsvorrichtungen 88
und 124 geworfen. Ausgangssignale, die der Stärke
des von der Oberfläche des O-Rings reflektierten
Lichts entsprechen, werden zum Steuergerät von den
selbstabtastenden Photodiodenanordnungen 108 und 138
übertragen.
Wenn die Befestigungsvorrichtungen 88 und 124 um ihre
waagrechten Mittelachsen gedreht werden, schaltet die
Steuervorrichtung 144 den Motor 116 ein, der die
Vorrichtung 112 langsam um die senkrechte Achse 114
dreht (Fig. 7). Die auf die O-Ringe 10 auf den
Befestigungsvorrichtungen 88 und 124 geworfenen
Lichtstrahlen 96 und 130 (Fig. 9 und 10) tasten
die Oberfläche der O-Ringe in einer gleichmäßigen
schraubenförmigen Linie mit sich überlappenden
Windungen ab. Dadurch werden alle Oberflächenfehler
auf der Innenfläche und der Außenfläche der O-Ringe 10
erfaßt.
Die Steuervorrichtung 144 ist mit einem nicht
gezeigten Drucker verbunden, der die charakteristischen
Abmessungen eines O-Rings 10, die mit der Vorrichtung
18 gemessen wurden, und das Vorkommen von Oberflächen
fehlern auf den O-Ringen, die von der Vorrichtung 28
gefunden wurden, aufzeichnet. Die Steuervorrichtung 144
berechnet außerdem die Abweichungen der gemessenen
Maße von den geforderten Maßen, sie zeigt die
Abweichungen des einzelnen Stücks von den geforderten
Maßen an und sie liefert eine statistische Auswertung
dieser Daten. Wenn ein Fehler auf der Oberfläche
eines O-Rings festgestellt wurde, zeigt die Steuer
vorrichtung 144 an ihrem Ausgang die Größe des
Fehlers an und außerdem, in welche der verschiedenen
Kategorien von Abnahme oder Ausschuß der O-Ring
fällt.
Zum Auflegen der O-Ringe auf dem lichtdurchlässigen
Drehteller 24 und den Befestigungsvorrichtungen 88
und 124 kann, falls gewünscht, eine automatische
Zuführungseinrichtung verwendet werden. Obwohl das
Vorkommen von Fehlern auf der Oberfläche eines
O-Rings vorzugsweise dadurch aufgespürt wird, daß
Schwankungen in der Stärke des von der Oberfläche
des O-Rings reflektierten Lichts ermittelt werden,
können, falls gewünscht, Schwankungen anderer
Charakteristiken des Lichts zum Ermitteln eines
Fehlers herangezogen werden.
Ein O-Ring 10 könnte von Hand oder mit Hilfe vieler
verschiedener Arten von Auflegevorrichtungen auf die
Drehscheibe 24 gelegt werden. In einem speziellen
Fall wurde eine Vorrichtung 154 zum Auflegen (siehe
Fig. 12) verwendet, um einen geprüften O-Ring 10 a
von der Drehscheibe 24 wegzunehmen und einen nächst
folgenden O-Ring 10 b auf die Drehscheibe 24
aufzulegen. Die Auflegevorrichtung 124 umfaßt
einen Auflegeteil 156 mit einem Leitteil 158,
das eine maßgenaue Ausnehmung für einen geprüften
O-Ring 10 a auf der Drehscheibe 24 aufweist. Eine
kreisrunde Ausnehmung 160 im Auflegeteil 156 erfaßt
einen nächstfolgenden O-Ring 10 b.
Das Auflageteil 156 wird angetrieben durch einen
Motor 162 über ein nicht gezeigtes geeignetes
Getriebe, der Motor verstellt das Auflegeteil aus
der in Fig. 12 gezeigten Stellung nach links.
Wenn sich das Auflegeteil 156 nach links aus der
in Fig. 12 gezeigten Stellung bewegt, stößt das
Leitteil 158 des Auflegeteils den geprüften
O-Ring 10 a von der Drehscheibe 24. Zur gleichen
Zeit schiebt die zylindrische Innenfläche der
Ausnehmung 160 den nächstfolgenden O-Ring 10 b
auf die Drehscheibe 24. Das Auflegeteil 156 wird
in Längsrichtung über eine Strecke bewegt, die
ausreicht, den O-Ring 10 b so auf die Drehscheibe 24
zu legen, daß seine Mittelachse mit der Mittel
achse 14 der Drehscheibe (siehe Fig. 13)
zusammenfällt.
Sobald ein geprüfter O-Ring 10 a von der Drehscheibe
gestoßen und ein nächstfolgender O-Ring 10 b auf
die Drehscheibe gelegt wurde, wird das Auflegeteil 156
abgehoben, um, wie in Fig. 13 schematisch gezeigt,
den O-Ring freizugeben. Das Auflegeteil wird dann
nach rechts gefahren (wie man aus Fig. 13 sieht)
in eine Stellung, in der das Leitteil 158 des
Auflegeteils 156 räumlich frei von der Drehscheibe 22
ist. Der nicht gezeigte nächstfolgende O-Ring wird
dann von der kreisrunden Ausnehmung 150 des Auflege
teils 156 erfaßt. Sobald der O-Ring 10 b geprüft ist,
wird das Auflegeteil 156 nach links gefahren (wie in
den Fig. 12 und 13 gezeigt), stößt den geprüften
O-Ring 10 b von der Drehscheibe 22 und schiebt den
nächstfolgenden nicht gezeigten O-Ring auf die
Drehscheibe.
Die vorliegende Erfindung stellt ein neues und
verbessertes Verfahren zum Prüfen von O-Ringen 10
vor. Das Verfahren ermöglicht es, die Abmessungen
eines elastisch verformbaren O-Rings 10, der dazu
neigt, sich unter dem Einfluß eines eigenen Gewichts
zu verformen, ohne eine Berührung des O-Rings zu
bestimmen. Zusätzlich ermöglicht es das Verfahren,
Fehler auf der Oberfläche des O-Rings aufzuspüren.
Um einen elastischen O-Ring 10 genau zu vermessen,
ohne ihn zu zerstören, wird der O-Ring auf einem
transparenten Objektträger 24 mit senkrecht stehender
Mittelachse 14 plaziert. Auf den O-Ring 10 und durch
den Objektträger 24 wird Licht gestrahlt, so daß der
O-Ring einen Schatten wirft. Die Durchmesser und/oder
die Dicke des O-Rings werden durch ein Ausmessen der
Abstände zwischen Teilen des Schattens, den der O-Ring
wirft, bestimmt.
Der O-Ring 10 wird dadurch auf Oberflächenfehler
geprüft, daß Licht auf einen kleinen Fleck auf der
Innenfläche und/oder der Außenfläche des O-Rings 10
gestrahlt wird. Der O-Ring wird dann um seine
Mittelachse gedreht. Oberflächenfehler in der
Oberfläche des O-Rings 10 verursachen eine Schwankung
des Lichts, das vom O-Ring bei seiner Drehung
reflektiert wird. Um die gesamte Oberfläche des
O-Rings 10 abzutasten, wird der O-Ring um eine
Achse 114 gedreht, die quer zu seiner Mittelachse 14
verläuft und tangential an einem Kreis 14 durch die
Mitte des Querschnitts des O-Rings liegt.
Claims (23)
1. Verfahren zur Prüfung von elastischen biegbaren
O-Ringen, die dazu neigen, sich unter dem Einfluß ihres
Eigengewichtes zu verformen, wenn sie an einem Segment
abschnitt gehalten werden, während ihre Achse horizontal
ausgerichtet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die
O-Ringe auf einen lichtdurchlässigen Träger in einer
solchen Stellung aufgelegt werden, daß ihre Achse senk
recht verläuft, daß der O-Ring mit Licht bestrahlt wird,
welches den lichtdurchlässigen Träger durchdringt, und
daß der von dem O-Ring geworfene Schatten vermessen
wird, indem der Abstand zwischen bestimmten Teilen des
vom O-Ring geworfenen Schattens erfaßt wird, um daraus
eine Durchmessermessung des O-Ringes abzuleiten.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der O-Ring mit einem schmalen Lichtstrahl entlang
einer Wegstrecke abgetastet wird, welche sich durch die
Mitte des O-Rings hindurch erstreckt, daß zur Erfas
sung des Abstandes zwischen den Schattenteilen ein
Schatten untersucht wird, den der O-Ring wirft,
wenn er sich in einer ersten Stellung befindet
und mit einem schmalen Lichtstrahl abgetastet wird,
daß der lichtdurchlässige Objektträger um eine
senkrechte Achse, die durch die Mitte des O-Rings
geht, gedreht wird, um den O-Ring in eine zweite
Stellung zu bringen, daß der O-Ring mit einem
schmalen Lichtstrahl entlang einer Linie, die
durch die Mitte des O-Rings geht, in seiner zweiten
Stellung abgetastet wird, und daß der Abstand
zwischen Teilen des Schattens, der beim Abtasten
des O-Rings in seiner zweiten Stellung mit einem
schmalen Lichtstrahl geworfen wird, ausgemessen
wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß Licht auf den O-Ring längs einer Linie mit einer
Längsachse in einer ersten Winkelstellung gegenüber
der Mittelachse des O-Rings abgestrahlt wird, daß
der Abstand zwischen Schattenkanten, die von einem
Teil des in einer radialen Ebene liegenden O-Rings
beim Bestrahlen mit Licht längs einer Linie in einer
ersten Winkelstellung gegenüber dem O-Ring geworfen
wird, ausgemessen wird, um eine erste Dickenmessung
des O-Rings in einer ersten Stellung längs dem
Umfang des O-Rings durchzuführen, daß Licht auf
den O-Ring längs einer Linie mit einer Längsachse
in einer zweiten Winkelstellung gegenüber der
Mittelachse des O-Rings gestrahl wird, und daß
der Abstand zwischen Schattenkanten, die von einem
Teil des O-Rings in der einen radialen Ebene beim
Bestrahlen mit Licht längs der Linie in der zweiten
Winkelstellung gegenüber dem O-Ring geworfen wird,
ausgemessen wird, um eine zweite Dickenmessung des
O-Rings in der ersten Stellung längs dem Umfang des
O-Rings durchzuführen.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß Licht auf wenigstens einen Teil der Außenfläche
des O-Rings gestrahlt wird und daß Schwankungen im
Licht, das von der Außenfläche des O-Rings reflektiert
wird, ermittelt und damit das Vorkommen von Oberflächen
fehlern in wenigstens einen Teil der Außenfläche des
O-Rings aufgespürt werden.
5. Methode nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß der O-Ring um seine Mittelachse beim Aufstrahlen
von Licht auf wenigstens einen Teil der Außenfläche
des O-Rings gedreht wird und daß Schwankungen des
von der Außenfläche des O-Rings reflektierten Lichts
während der Drehung des O-Rings zum Aufspüren des
Vorkommens von Fehlern auf dem Umfang wenigstens
eines Teil der Außenfläche des O-Rings ermittelt
werden.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß der O-Ring um eine Achse, die quer zur Mittelachse
des O-Rings liegt, gedreht wird und daß Licht auf
wenigstens einen Teil der Innenfläche des O-Rings
beim Drehen des O-Rings um seine Mittelachse gerichtet
wird und Schwankungen des Lichts, das von der Innen
fläche des O-Rings reflektiert wird, und damit das
Vorkommen von Fehlern in der Innenfläche des O-Rings
aufgespürt werden.
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß Licht auf wenigstens einen Teil der Innenfläche
des O-Rings gestrahlt wird und daß Schwankungen des
Lichts, das von der Innenfläche des O-Rings reflektiert
wird, und damit das Vorkommen von Oberflächenfehlern
in wenigstens einem Teil der Innenfläche des O-Rings
aufgespürt werden.
8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß beim Auflegen des O-Rings auf den lichtdurch
lässigen Objektträger der O-Ring mit einem Auflegeteil
auf den Objektträger geschoben wird.
9. Verfahren zum Prüfen eines O-Rings, gekennzeichnet
durch folgende Schritte: Es wird Licht auf einen
kleinen Fleck auf der Innenfläche des O-Rings gestrahlt,
eine erste Kreislinie auf der Innenfläche des O-Rings
wird bei einem Drehen des O-Rings um seine Mittelachse
beim Aufstrahlen von Licht auf seine Innenfläche
abgetastet, Schwankungen des Lichts, das vom ersten
kreisförmigen Teil der Innenfläche des O-Rings
reflektiert wird, und damit das Vorkommen von Fehlern
werden festgestellt, der O-Ring wird um eine Achse
gedreht, die quer zur Mittelachse des O-Rings und
tangential zu einem Kreis durch die Mitte des
Querschnitts des O-Rings liegt, gedreht, eine
zweite Kreislinie der Innenfläche des O-Rings
wird durch ein Drehen des O-Rings um seine Achse
abgetastet, wobei Licht auf die Innenfläche des
O-Rings nach seinem Drehen um eine quer zu seiner
Mittelachse liegenden Achse gestrahlt wird, und es
werden Schwankungen des Lichts, das von dem zweiten
kreisförmigen Teil der Innenfläche des O-Rings
reflektiert wird, und damit das Vorkommen von
Fehlern aufgespürt.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß das Drehen des O-Rings um eine Achse, die quer
zur Mittelachse liegt, gleichzeitig mit dem Drehen
des O-Rings um seine Mittelachse und dem Aufstrahlen
von Licht auf einen Teil der Innenfläche des O-Rings
erfolgt.
11. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß beim Drehen des O-Rings um eine Achse, die quer
zu seiner Mittelachse liegt, der O-Ring über einen
Kreisbogen um die Querachse geführt wird, der dazu
ausreicht, daß das Licht auf einen Teil der Oberfläche
auf einer ersten Seite des O-Rings und danach auf
einen Teil der Oberfläche auf einer zweiten Seite
des O-Rings gestrahlt wird.
12. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß Licht auf einen kleinen Fleck auf der Außenfläche
des O-Rings gestrahlt wird und dabei ein erster
kreisförmiger Teil auf der Außenfläche des O-Rings
durch ein Drehen des O-Rings um seine mittlere Achse
abgetastet wird und daß Schwankungen des Lichts, das
vom ersten kreisförmigen Teil der Außenfläche des
Rings reflektiert wird, und damit das Vorkommen von
Fehlern aufgespürt wird.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet,
daß ein zweiter kreisförmiger Teil der Außenfläche des
O-Rings durch ein Drehen des O-Rings um seine Mittel
achse beim Aufstrahlen von Licht auf seine Außenfläche
nach seinem Drehen um eine Achse, die quer zu seiner
Mittelachse liegt, abgetastet wird.
14. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß ein lichtdurchlässiger Objektträger vorgesehen
wird, daß der O-Ring mit senkrecht stehender Mittel
achse auf den lichtdurchlässigen Objektträger gelegt
wird, daß Licht auf den O-Ring und durch den licht
durchlässigen Objektträger gestrahlt wird, so daß
der O-Ring einen Schatten wirft, und daß der Abstand
zwischen Teilen des Schattens, der vom O-Ring
geworfen wird, zum Bestimmen des Durchmessers
des O-Rings ausgemessen wird.
15. Verfahren zum Prüfen eines O-Rings, gekennzeichnet
durch folgende Schritte: Es wird Licht auf einen
kleinen Fleck auf der Außenfläche des O-Rings gestrahlt,
dabei wird ein erster kreisförmiger Teil auf der
Außenfläche des O-Rings durch ein Drehen des O-Rings
um seine Mittelachse abgetastet, es werden
Schwankungen des Lichts, das vom ersten kreisförmigen
Teil der Außenfläche reflektiert wird, und damit das
Vorkommen von Fehlern aufgespürt, der O-Ring wird um
eine Achse, die quer zur Mittelachse des O-Rings
verläuft und tangential an einem Kreis durch die
Mitte des Querschnitts des O-Rings liegt, gedreht,
beim Aufstrahlen von Licht auf die Außenfläche des
O-Rings wird nach dem Drehen des O-Rings um eine
Achse, die quer zu seiner Mittelachse liegt, ein
zweiter kreisförmiger Teil auf der Außenfläche des
O-Rings durch ein Drehen des O-Rings um seine Mittel
achse abgetastet, und es werden Schwankungen des
Lichts, das von dem zweiten kreisförmigen Teil auf
der Außenseite des O-Rings reflektiert wird, und
damit das Vorkommen von Fehlern aufgespürt.
16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet,
daß gleichzeitig mit dem Drehen des O-Rings um eine
Achse, die quer zur Mittelachse liegt, der O-Ring um
seine Mittelachse gedreht und Licht auf einen Teil
der Außenfläche des O-Rings gestrahlt wird.
17. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet,
daß ein lichtdurchlässiger Objektträger vorgesehen
wird, daß der O-Ring mit senkrecht stehender Mittel
achse auf den lichtdurchlässigen Objektträger gelegt
wird, daß Licht auf den O-Ring und durch den licht
durchlässigen Objektträger gestrahlt wird, so daß
der O-Ring einen Schatten wirft, und daß der Abstand
zwischen Teilen des vom O-Ring geworfenen Schattens
zum Bestimmen eines Durchmessers ermittelt wird.
18. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet,
daß beim Drehen des O-Rings um eine Achse, die quer
zu seiner Mittelachse liegt, der O-Ring über einen
Kreisbogen um die Querachse geführt wird, der dazu
ausreicht, das Licht auf einen ersten Teil der Ober
fläche auf einer ersten Seite des O-Rings und danach
auf einen zweiten Teil der Oberfläche auf einer
zweiten Seite des O-Rings zu strahlen.
19. Verfahren zum Prüfen eines elastischen biegbaren
O-Rings, der dazu neigt, sich unter dem Einfluß seines
eigenen Gewichts zu verformen, gekennzeichnet durch
folgende Schritte: Es wird Licht auf den O-Ring
gestrahlt, so daß der O-Ring einen Schatten wirft,
der Abstand zwischen Teilen des Schattens, der durch
diametral auseinanderliegende Teile des O-Rings
geworfen wird, wird zum Ausmessen eines Durchmessers
des O-Rings ermittelt, der Abstand zwischen Teilen
des Schattens, der durch einen Teil des in einer
radialen Ebene liegenden O-Rings geworfen wird,
wird zum Ausmessen der Dicke des O-Rings ermittelt,
es wird Licht auf einen kleinen Fleck auf der Innen
seite des O-Rings gestrahlt, der O-Ring wird um
seine Mittelachse gedreht, solange Licht auf die
Innenfläche des O-Rings gestrahlt wird, Schwankungen
des von der Innenfläche des O-Rings reflektierten
Lichts und damit das Vorkommen von Fehlern wird
ermittelt, es wird Licht auf einen kleinen Fleck
auf der Außenfläche des O-Rings gestrahlt, der
O-Ring wird um seine Mittelachse gedreht, solange
Licht auf die Außenfläche des O-Rings gestrahlt
wird, und es werden Schwankungen des Lichts, das
von der Außenseite des O-Rings reflektiert wird,
und damit das Vorkommen von Fehlern ermittelt.
20. Verfahren nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet,
daß der O-Ring auf einem lichtdurchlässigen Objekt
träger plaziert wird, daß Licht auf den O-Ring
gestrahlt wird, so daß der O-Ring einen Schatten
wirft, und daß Licht durch den lichtdurchlässigen
Objektträger gestrahlt wird.
21. Verfahren nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet,
daß das Aufstrahlen von Licht auf den O-Ring, so daß
der O-Ring einen Schatten wirft, längs einer Linie
mit einer Längsachse in einer ersten Winkelstellung
gegenüber der Mittelachse des O-Rings erfolgt, daß
das Ausmessen des Abstands zwischen Teilen des
Schattens, der von einem Teil des in einer radialen
Ebene liegenden O-Rings geworfen wird, beim Aufstrahlen
von Licht auf den O-Ring längs einer Linie in einer
ersten Winkelstellung gegenüber der Mittelachse des
O-Rings erfolgt, daß weiter Licht auf den O-Ring längs
einer Linie mit einer Längsachse in einer zweiten
Winkelstellung gegenüber der Mittelachse des O-Rings
erfolgt, und daß der Abstand zwischen Schattenkanten,
die von dem Teil des O-Rings in der einen radialen
Ebene geworfen wird, ermittelt wird, solange Licht
längs der Linie in der zweiten Winkelstellung
gegenüber dem O-Ring ausgestrahlt wird, um eine
zweite Dickenmessung des O-Rings an der ersten Stelle
längs seinem Umfang vorzunehmen.
22. Verfahren nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet,
daß der O-Ring um eine Achse gedreht wird, die quer zu
seiner Mittelachse verläuft und tangential an einem
Kreis durch die Mitte seines Querschnitts liegt,
solange Licht auf einen kleinen Oberflächenbereich
auf der Innenfläche des O-Rings aufgestrahlt wird.
23. Verfahren nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet,
daß der Ring um eine Achse gedreht wird, die quer zu
seiner Mittelachse liegt und durch die Mitte seines
Querschnitts geht, solange Licht auf einen kleinen
Oberflächenbereich auf der Außenfläche des O-Rings
gestrahlt wird.
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