DE3530066A1 - Verfahren zur temperaturregelung - Google Patents
Verfahren zur temperaturregelungInfo
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Description
-r-
HITACHI, LTD., Tokyo, Japan
Verfahren zur Temperaturregelung
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Temperaturregelung, bei welchem die Temperatur erwärmter
Körper, welche verschiedene Wärmekapazitäten aufweisen, stets auf eine vorbestimmte konstante Temperatur
geregelt werden kann.
Wenn zu erwärmende Körper (im nachfolgenden als
Körper bezeichnet) mittels einer Heizvorrichtung auf eine vorbestimmte Temperatur erwärmt werden, verändert
sich die benötigte Wärmemenge im allgemeinen in Abhängigkeit von der Anfangstemperatur der Körper, der Wärmemenge
der Heizvorrichtung, der Umgebungstemperatur der Körper und der Wärmekapazität der Körper. Wenn die
Heizvorrichtung sich nicht in Kontakt mit den Körpern
befindet, sondern ein begrenzter Spalt zwischen diesen vorhanden ist oder wenn die Körper verschiedene Abmessungen,
Gewichte und spezifische Wärme aufweisen, ist es, um die Körper während der gesamten Zeit auf einer
vorbestimmten Temperatur zu halten, notwendig, die Er-
680-338400115-DE1-We-E
wärmungsbedingungen durch Experimente herauszufinden
und die Wärmemenge der Heizvorrichtung zu jedem Zeitpunkt zu bestimmen.
Wenn Körper, welche verschiedene Wärmekapazitäten und besonders verschiedene Abmessungen, verschiedene Gewichte
und/oder eine verschiedene spezifische Wärme aufweisen, nacheinander den verschiedenen Arbeitsschritten unterzogen
werden, ist es notwendig, zu jedem Zeitpunkt die Wärmemenge der Heizvorrichtung zu verändern.
Je größer die Wärmekapazität der Heizvorrichtung ist,
desto geringer ist die Reaktionsgeschwindigkeit der Heizvorrichtung
bezogen auf ihre Temperatur. Bei Verwendung einer Heizvorrichtung mit einer Ausgangsleistung von ungefähr
6 kW, wird z. B. eine Zeit von 20 min benötigt, um die Temperatur von Raumtemperatur auf ungefähr 250 0C
anzuheben, um die Temperatur von ungefähr 250 0C auf ungefähr
200 0C zu senken, wird eine Zeit von ungefähr 5 min benötigt.
Es wird deshalb ein sehr kompliziertes Regelverfahren benötigt, wenn Körper erwärmt werden sollen, welche
nacheinander die Arbeitsschritte passieren und welche verschiedene Abmessungen, verschiedene Gewichte und verschiedene
spezifische Wärme aufweisen. Dies ist z. B. dann der Fall, wenn Platten von Farbfernsehbildröhren
erwärmt werden sollen, welche unterschiedliche Abmessungen, wie z. B. 14 inches, 20 inches, 26 inches und ähnliche
aufweisen, wobei die Erwärmung jederzeit auf eine vorbestimmte Temperatur und bei hohen Geschwindigkeiten
erfolgen soll.
Bei der Herstellung von Farbfernsehbildröhren ist es
bekannt, daß die Temperatur der Platte oder Bildscheibe
bei dem Verfahren der Herstellung eines Phosphorbildschirms, etwa bei dem Verfahrensschritt der Ausbildung
einer schwarzen, lichtabsorbierenden Matrix und bei dem Verfahrensschritt des Aufbringens von Phosphor den wichtigsten
Faktor darstellt und die wesentlichen Merkmale, die Produktionsmenge und die Produktqualität beeinflußt.
Eine Platte (panel) einer 6-inch Farbfernsehbildröhre
wiegt 316 g und weist einen maximalen Durchmesser von 150 mm auf, eine Platte einer 26-inch Farbfernsehbildröhre
wiegt 13610 g und weist einen maximalen Durchmesser von 663 mm auf. Wenn die Heizvorrichtung eine Ausgangsleistung von 6 kW aufweist und der Abstand zwischen der
Platte und der Heizvorrichtung 100 mm beträgt, ist die Temperaturanstiegsrate bei der Platte der 6-inch Farbfernsehbildröhre
pro Zeiteinheit 2,4 °C/s und bei der Platte für die 26-inch Farbfernsehbildröhre 0,08 °C/s,
der Unterschied der Temperaturanstiegsrate dT/dt, wobei T die Temperatur und t die Zeit bezeichnet, macht einen
Faktor 40 aus.
Es ist das Ziel der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zur Temperaturregelung zu schaffen, bei welchem
die aus dem Stand der Technik bekannten Nachteile nicht auftreten und welches verwendbar ist, um Körper verschiedener
Abmessungen, verschiedener Gewichte und/oder mit verschiedener spezifischer Wärme jederzeit auf eine vorbestimmte
Temperatur zu erwärmen. Im einzelnen ist es ein Ziel der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zur Tem-
peraturregelung zu schaffen, mittels dessen Platten von
Farbfernsehbildröhren verschiedener Ausmessungen jederzeit
auf eine vorbestimmte Temperatur erwärmt werden können, so daß es möglich ist, gleichzeitig Platten
von Farbfernsehbildröhren der verschiedensten Art unter
Beibehaltung einer hohen Präzision zu erzeugen.
Erfindungsgemäß werden die Ziele dadurch erreicht,
daß ein zu erwärmender Körper in die Nähe einer Heizvorrichtung zum Erwärmen dieses Körpers gebracht wird,
daß die Heizvorrichtung in eine von dem zu erwärmenden
Körper entfernte Lage in einen solchen Abstand bewegt wird, daß der Körper mit der gewünschten Temperaturanstiegsrate
erwärmt wird und daß der zu erwärmende Körper über eine vorbestimmte Zeitdauer durch die Heizvorrichtung
erwärmt wird.
Das erfindungsgemäße Verfahren zur Temperaturregelung
verwendet einen Heizapparat, welcher mit einer Heizvorrichtung zur Erwärmung des Körpers ausgerüstet
ist. Weiterhin weist die Heizapparatur eine Bewegungsvorrichtung auf, um den Abstand zwischen der Heizvorrichtung
und dem Körper zu verändern, wobei der Abstand in Abhängigkeit von den Abmessungen, dem Gewicht und der
spezifischen Wärme des Körpers veränderbar ist, um die Temperaturanstiegsrate des Körpers pro Zeiteinheit zu
regeln.
Um Körper verschiedener Abmessungen, Gewichte und/oder spezifischer Wärme mit einer vorbestimmten Temperaturan-
- ir-
stiegsrate zu erwärmen, ist es notwendig, den Abstand
zwischen dem Körper und der Heizvorrichtung in dem oben erwähnten zweiten Arbeitsschritt in Abhängigkeit von den
Abmessungen, Gewichten und spezifischen Wärmen zu verändern. Der Abstand, welcher zur Erwärmung der einzelnen
Körper erforderlich ist, kann durch einfache Experimente ermittelt werden. Wie nachstehend beschrieben wird, kann
der Abstand auch durch Berechnungen ermittelt werden, welche die Experimente teilweise ersetzen können. Weiterhin
ist es möglich, die Temperatur des Körpers während der Erwärmung zu messen und die gemessene Temperatur
einem Steuerschaltkreis der Bewegungseinrichtung für die Heizvorrichtung zuzuführen, um jederzeit den erforderlichen
Abstand beizubehalten.
Der erfindungsgemäße erste Uerfahrensschritt kann im
wesentlichen dadurch vorgenommen werden, daß der Körper vor der Heizvorrichtung angeordnet wird.
Bei Verwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens zur
Temperaturregelung bei der Erwärmung von Körpern ist es möglich, diese auf eine vorbestimmte Temperatur innerhalb
vorbestimmter Heizperioden zu erwärmen, ohne die von der Heizvorrichtung erzeugte Wärmemenge zu verändern,
wobei nacheinander mehrere Körper mit verschiedenen Abmessungen oder verschiedenen Wärmekapazitäten erwärmt
werden können.
Im folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen in Verbindung mit der Zeichnung beschrieben.
Dabei zeigt:
Fig. 1 und 2 schematische Darstellungen der
Beziehung zwischen einer Heizvorrichtung und einem zu erwärmenden Körper, um das der Erfindung
zugrundeliegende physikalische Prinzip zu erläutern;
Fig. 3a eine Seitenansicht des Haupt
teils eines Heizapparates zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens;
Fig. 3b eine perspektivische Ansicht
eines Hauptteils eines Heizapparates zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens;
Fig. 4 eine graphische Darstellung,
welche die Veränderung der Plattentemperaturen von Farbfernsehbilröhren
in Abhängigkeit von der Zeit bei Verwendung eines Erwärmungsverfahrens
nach dem Sta'nd der Technik darstellt;
Fig. 5 eine graphische Darstellung analog
Fig. 4, bei Verwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens; und
Fig. 6 eine Seitenansicht eines Haupt
teils eines weiteren Ausführungsbeispiels eines Heizapparats zur
Verwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens.
Nachfolgend sollen zuerst die physikalischen Grundlagen der vorliegenden Erfindung dargestellt werden.
Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung einer Beziehung zwischen einer Heizvorrichtung 1 und einem zu
erwärmenden Körper 2. Die von der Heizvorrichtung 1 abgegebene Wärmemenge ist Qh, die auf den Körper 2
übertragene Wärmemenge ist Qm und der Wärmeübertragungskoeffizient wird mit K bezeichnet. Es liegt somit die
folgende Beziehung vor:
Qm = K · Qh.
Wenn die Wärmemenge des Körpers 2 mit θ bezeichnet wird, die Wärmemenge des Raumes mit 8c und die spezifische
Wärme des Körpers 2 mit C, ergibt sich für eine Zeiteinheit dt die folgende Gleichung
K · Qh dt - 1 (Θ - Qc) dt = C de,
welche wie folgt umgeformt werden kann: K - Qh - 1 (Q-Qc) = C de/dt,
wobei R den Wärmewiderstand darstellt. Da θ = nrC*T,
ergibt sich die folgende Beziehung:
K-Qh-I (T - T ) = mC S .
κ c at
Da weiterhin K · Qh >>-(T - T ),ergibt sich
K · Qh = mC ~
dt
dt
und somit
dt =-^c Qh'
wobei T die Temperatur des Körpers 2, Tc die Temperatur des Raumes und m das Gewicht (die
Masse) des Körpers 2 bezeichnen.
Der Wärmeübertragungskoeffizient K wird bei der schematischen
Darstellung von Fig. 2 als klein angesehen. Wenn die von einer sehr geringen Fläche dS abgegebene
Wärme der Heizvorrichtung 1 mit Q_ bezeichnet wird, ergibt sich die Wärmemenge Qm, welche von der kleinen Fläche
dS mit den Abmessungen dx und dy von der Heizvorrichtung auf einen scheibenförmigen Körper 2 mit einem
Radius a, welcher in einem Abstand JL von der Heizvorrichtung
entfernt ist, übertragen wird, nach folgender Gleichung:
QTdx-dy
wobei <*i einen festen Winkel angibt, wenn der Körper
2 von der kleinen Fläche dS der Heizvorrichtung 1 aus betrachtet wird, und wobei S eine Fläche x«y
der Heizvorrichtung 1 bezeichnet.
Da weiterhin
Qh =| Qx dx-dy
•'S
ist, ergibt sich der folgende Zusammenhang:
Qh = Ij § dx-dy ^l QS.
Da Q = K -Qh ist, ergibt sich die folgende Beziehung:
v _ Qm _ _ω_
K " Qh " 2-it '
Unter der Voraussetzung, daß der Körper 2 eine flache
Scheibe mit einem Radius a ist, ergibt sich der feste Winkel (ύ aus
2 2
+ a
Als Ergebnis vi/ird die folgende Beziehung erhalten:
2π 1-
I2 + a2
Die Temperaturanstiegsrate dT/dt pro Zeiteinheit verändert
sich proportional zu der Beziehung Qh/mC des Gewichtes m und der spezifischen Wärme C des Körpers 2 und der
Wärmemenge Qh der Heizvorrichtung 1 und verändert sich weiterhin proportional zu der Beziehung ,
1 -
des Radius a des Körpers 2 und des Abstands £ zwischen
dem Körper 2 und der Heizvorrichtung 1.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird somit der
Abstand bzw. die Entfernung £ so geregelt, daß die Temperaturanstiegsrate dT/dt, welche durch die folgende
Gleichung gegeben ist
dT _ Qh /,
3t " mC \
konstant wird, so daß die Temperatur von Körpern schneller einreguliert werden kann, wenn die Körper 2, wel-
ehe ζ. B. Platten von Farbfernsehbildröhren verschiedener
Abmessungen, verschiedenen Gewichts und/oder verschiedener spezifischer Wärme sind, die einzelnen Arbeitsschritte
durchlaufen.
Im Prinzip kann die Entfernung bzvi/. der Abstand j£
durch obige Gleichung berechnet werden. Wie jedoch bereits erwähnt wurde, kann der Abstand Z auch leicht
durch Experimente ermittelt werden. Wenn der Abstand JL mittels Experimenten unter vorgegebenen Bedingungen ermittelt
wurde, kann er bei Änderung sonstiger Faktoren aus dem experimentell ermittelten Wert und mit Hilfe
der obigen Gleichung berechnet werden.
Um die Heizvorrichtung 1 in eine Position zu bewegen, welche sich in einem gewünschten Abstand von dem
Körper 2 befindet, sollte die Art des Körpers durch visuelle Prüfung ermittelt werden und der Vorgang
sollte dann so ausgeführt werden, daß die Heizvorrichtung sich in eine Position bewegt, welche sich in dem
gewünschten Abstand zu dem Körper befindet. Die Heizvorrichtung sollte z. B. in eine Position bewegt werden,
in welcher sie einen geeigneten Abstand von dem Körper einnimmt, wodurch dies durch wahlweises Betätigen
von Knöpfen zur Bewegung der Heizvorrichtung in Abhängigkeit von den Körpern, deren Abmessungen und Eigenart
vorher festgestellt wurden, durchgeführt werden kann. Die Bestimmung der Arten von Körpern und Anweisungen
zur Bewegung der Heizvorrichtung können automatisch ausgeführt werden, anstatt daß sie auf visuellen Ermittlungen
basieren. Weiterhin kann die Reihenfolge der Arten von Körpern, welche nacheinander zugeführt werden,
vorher bestimmt u/erden und die Heizvorrichtung kann gemäß
einem Programm automatisch in ihre Position bewegt werden. Es ist weiterhin möglich, die Temperatur des
Körpers 2 zu messen und die Heizvorrichtung von dem Körper wegzubewegen, wenn die gemessene Temperatur
höher als eine bestimmte Temperatur ist bzw. die Heizvorrichtung zu dem Körper hinzubewegen, wenn die Temperatur
unter einem vorbestimmten Wert liegt. Die Fig. 3a und 3b zeigen in schematischer Darstellung Bewegungseinrichtungen zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens
zur Temperaturregelung. Fig. 3a ist eine Seitenansicht und Fig. 3b zeigt eine perspektivische Ansicht
des Hauptteils der Bewegungseinrichtung.
Ein Stativ 3 lagert eine elektrische Heizvorrichtung 1, welche einen Ausgangswert von ungefähr 6 kW aufweist.
Ein Rahmen 4 umgibt den Umfang der Heizvorrichtung 1, ein bewegbares Teil 5 lagert das Stativ 3 und bewegt
sich in Richtung der Pfeile A, A1. Das bewegbare Teil ist einstückig mit dem Rahmen 4 ausgebildet. Zur Verschiebung
des bewegbaren Teils 5 dienen Führungsschienen 6, Anschläge 7a und 7b begrenzen die Bewegung des bewegbaren
Teils 5. Weiterhin ist eine Basisplatte 8 vorgesehen. Bezugszahlen 9a, 9b, 9c bezeichnen Platten (panels)
von Farbfernsehbildröhren mit den Abmessungen 14 inch, 20 inch und 26 inch, deren Innenseiten der Heizvorrichtung
1 zugewandt sind und von dieser einen Abstand χ. aufweisen.
Die Platten 9a, 9b, 9c werden individuell in Richtung des Pfeils B gedreht und werden nacheinander
schrittweise zugeführt. Diese Platten 9a, 9b, 9c entsprechen dem Körper 2 der Fig. 1 und 2. In Fig. 3b ist weiter-
hin eine Schraube 10 dargestellt, welche in Eingriff mit dem bewegbaren Teil 5 steht und mit einem Antriebsmotor
11 gekoppelt ist. Der Antriebsmotor 11 dreht sich in eine Vorwärts- oder in eine Rückwärtsrichtung, um das bewegbare
Bauteil 5, welches die Heizvorrichtung 1 trägt, in Richtung der Pfeile A, A' zu bewegen. Somit wird der
Rahmen 4 ebenfalls in Richtung der Pfeile A, A' bewegt. Eine Blende 12 ist an einem Ende des Rahmens 4 angeordnet,
während Sensoren 13a, 13b, 13c zwischen dem Rahmen 4 und den der Heizvorrichtung 1 gegenüberliegenden Platten
9a, 9b, 9c derart angeordnet sind, daß sie untereinander einen vorbestimmten Abstand, welcher dem Abstand ü
der Platten entspricht, aufweisen. Die Sensoren 13 ermitteln die Position des Rahmens 4, wenn die Blende 12
durch in den Sensoren 14 ausgebildete Ausnehmungen hindurchbewegt wird, so daß der Rahmen 4 in einer vorbestimmten
Stellung angehalten werden kann.
Unter Verwendung dieser Bewegungsvorrichtung für die Heizvorrichtung wird eine 14-inch-Platte 9a, eine 20-inch-Platte
9b und eine 26-inch-Platte 9c, welche unterschiedliche Abmessungen aufweisen, nacheinander zugeführt, so
daß ihre innere Seite der elektrischen Heizvorrichtung 1 zugewandt ist, welche eine Ausgangsleistung von ungefähr
6 kW aufweist, wobei ein Abstand £ aufrechterhalten wird.
Die Temperatur T der Platte 9a, 9b, 9c wird anschließend gemessen. Die Ergebnisse dieser Messungen sind in den
Fig. 4und 5 dargestellt. In diesen Diagrammen zeigen
schwarze Kreise die Meßwerte der 14-inch-Platte 9a, Punkte X entsprechen den Meßwerten der 20-inch-Platte
9b, während Kreise ο den Werten der 26-inch-Platte 9c entsprechen. In Fig. 4 ist die Veränderung der Platten-
temperatur T über die Zeit t gemäß dem Stand der Technik
aufgetragen, wobei der Abstand Jt auf einem konstanten Wert von 150 mm gehalten wird. In Fig. 5 ist die Veränderung
der Plattentemperatur T über die Zeit t bei Verwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens dargestellt, u/obei
der Abstand JL für eine 14-inch-Platte 250 mm, für
eine 20-inch-Platte 200 mm und für eine 26-inch-Platte
150 mm beträgt. Die Daten der Tabellen 1 und 2 zeigen die entsprechenden Meßwerte der Fig. 4 und 5. Die Plattentemperaturen
der Tabellen 1 und 2 wurden gemessen, nachdem die Platten 120 s erwärmt wurden. Die Raumtemperatur
hatte einen konstanten Wert von 25 0C.
- 17 -
Table
Table 2
Panel Size I
number (inches) (mm)
Panel temp. T (0C)
Panel Size A number (inches) (mm)
| 14 | 150 | 45 |
| 20 | 150 | 40 |
| 26 | 150 | 35 |
| 14 | 150 | 45 |
| 20 | 150 | 40 |
| 26 | 150 | 35 |
| 14 | 150 | 45 |
| 20 | 150 | 40 |
| 26 | 150 | 35 |
| 14 | 150 | 45 |
| 20 | 150 | 40 |
| 26 | 150 | 35 |
| 14 | 150 | 45 |
| 20 | 150 | 40 |
| 26 | 150 | 35 |
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
14
20
26
14
20
26
14
20
26
14
20
26
14
20
26
250
200
150
250
200
150
250
200
150
250
200
150
250
200
150
40 40 40 40 40
40 40 40 40 40 40 40 40 40 40
Die Tabelle 1 zeigt einen konventionellen Vorgang, bei welchem die Platten in einem Abstand H von 150 mm ·
erwärmt wurden. In diesem Fall ergibt sich eine unterschiedliche Plattentemperatur C in Abhängigkeit der Abmessungen
der Platten 9a, 9b, 9c und verändert sich in
- 18 - ' - ■
einem Bereich von 35 0C bis 45 0C. Deshalb ist es unmöglich,
Platten 9a, 9b, 9c verschiedener Größe mit hoher Geschwindigkeit auf eine konstante Plattentemperatur T
zu erwärmen. Bei Verwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens
wird der Abstand £ in Abhängigkeit von der Größe der Platten 9a, 9b, 9c verändert, d. h. der Abstand
j£ nimmt ab, wenn die Größe der Platten 9a, 9b, 9c ansteigt, so daß die Platten mit einer konstanten
vorbestimmten Temperaturanstiegsrate erwärmt werden. Dadurch ist es möglich, die Platten mit hoher Geschwindigkeit,
wie in Tabelle 2 dargestellt, auf eine konstante Temperatur T von 40 0C zu erwärmen. Der Abstand Ji wird
wie nachfolgend verändert. Der Antriebsmotor 11 wird so betätigt, daß der Rahmen 4 sich in einer vorbestimmten
Richtung in Abhängigkeit von Signalen bewegt, welche von den Platten 9a, 9b, 9c in Abhängigkeit erzeugt werden,
die nacheinander der in den Fig. 3a und 3b dargestellten, der Heizvorrichtung 1 gegenüberliegenden
Position zugeführt werden. Der Rahmen 4 bewegt sich in Richtung der Pfeile A, A', wobei die Blende 12, welche
an dem Rahmen 4 befestigt ist, mit den Sensoren 13a, 13b, 13c zusammenwirkt, welche den Größen der Platten
9a, 9b, 9c entsprechen. Der Rahmen 4 wird somit in einer derartigen Position gestoppt, daß die korrespondierende
Platte erwärmt werden kann.
Gemäß dem oben beschriebenen Regulierungsverfahren kann die Plattentemperatur T durch Veränderung des Abstands
JL auf einem konstanten Wert gehalten werden, wobei die Veränderung in Abhängigkeit von der Größe der
Platten 9a, 9b, 9c erfolgt.
In Fig. 6 ist der Hauptteil eines zweiten Ausführungsbeispiels der Bewegungseinrichtung dargestellt, bei welcher
dieselben oder korrespondieren Teile mit denselben Bezugszahlen versehen sind, wie bei dem ersten Ausführungsbeispiel.
Die Einrichtung der Fig. 6 weist einen Rahmen 4 auf, welcher mit mehreren Heizvorrichtungen 1
versehen ist und mit einer Ausnehmung 4a ausgestattet ist. In der Ausnehmung 4a ist ein Infrarotstrahlungssensor
15 gelagert, welcher Wellenlängen in einem Bereich von ungefähr 1 bis 20 μΐη mißt und somit ständig
die Temperatur des Filmes ermittelt, welcher auf der inneren Fläche der Platte 9 aufgebracht ist, wobei diese
Messung unabhängig von der Betätigung einer Antriebseinheit 14 erfolgt, welche die Heizvorrichtung 1 vor- und
zurückbewegt. In Abhängigkeit von der Oberflächentemperatur
im Inneren der Platte, welche gemessen wird, wenn die Infrarotstrahlung in den Infrarotstrahlungssensor 15
gelangt, wird durch Veränderung des Abstands £ die Temperaturanstiegsrate
(dT/dt) oder die Erwärmungsrate geregelt. Wenn die innere Fläche der Platte 9 durch die Wärme
der Heizvorrichtung 1 bestrahlt wird und auf eine vorbestimmte Plattentemperatur Tc erwärmt wird, wird ein
Bewegungssignal in Richtung F an die vor- und rückwärts wirkende Antriebseinheit 14 übermittelt, um die Heizvorrichtung
1 zurückzubewegen. Nachdem die Heizvorrichtung 1 in Richtung Fw bewegt wurde, wird die vorbestimmte Erwärmungstemperatur
Tc mit einer Temperatur Te verglichen, welche von dem Infrarotstrahlungssensor 15 ermittelt
wurde, sobald dieser Infrarotstrahlen, welche von der
inneren Fläche der Platte 9 ausgesendet werden, empfängt. Wenn Tc > Te ist, bewegt sich die Antriebseinheit 14 in
die Richtung R . Wenn Tc < Te ist, bewegt sich die Antriebseinheit
14 in die Richtung Fvi/. Diese Vorgänge werden von einer Steuervorrichtung zur Steuerung der Temperatur
der Platte 9 wiederholt.
Um die Temperatur mit höherer Präzision zu regeln, ist weiterhin ein Sensor 17 vorgesehen, welcher rückseitig
zur Heizvorrichtung 1 angeordnet ist, um die Temperaturanstiegsrate der Platte 9 zu messen. Der Sensor
14 weist einen vorbestimmten Abstand von der Heizvorrichtung 1 auf und wird von der Wärme der Heizvorrichtung
1 bestrahlt, so daß die gewünschte Erwärmung in Abhängigkeit von den Eigenschaften eines Materials,
welches auf der inneren Oberfläche der Platte aufgetragen ist, geregelt werden kann. Bei der oben genannten
Temperaturanstiegsrate, welche durch die nachfolgende Gleichung ausgedrückt werden kann,
dT/dt . us (ι -
ist es leicht einsehbar, daß eine Veränderung der Wärmemenge Qh direkt als Änderung von dT/dt auf die Platte 9
übertragen wird. Um zu erreichen, daß jederzeit eine konstante Energiemenge von der Heizvorrichtung 1 abgegeben
wird, ist ein plattenartiger Wärmesensor, welcher z. B. aus Platin besteht, in der Nähe der Heizvorrichtung
1 angeordnet. Somit ist es möglich, die Oberflächentemperatur der Heizvorrichtung auf eine konstante Temperatur,
z. B. 350 0C, zu regeln, wobei dies durch Steuerung der
Energiezufuhr zur Heizvorrichtung erfolgt, so daß der
„ 21 _ - : ·" - 'Ϊ5-3Ό066
Wärmesensor jederzeit ein konstantes Ausgangssignal erzeugt.
Unter Verwendung des erfindungsgemaßen Verfahrens
ist es möglich, Körper mit unterschiedlichen Abmessungen, Gewichten oder spezifischen Wärmen jederzeit bei
einer konstanten Temperatur zu bearbeiten, wodurch es möglich ist, gleichzeitig die verschiedensten Produkte
zu erzeugen und eine hohe Qualität aufrechtzuerhalten.
Claims (8)
1. Verfahren zur Temperaturregelung, dadurch gekennzeichnet,
daß ein zu erwärmender Körper (2) in der Nähe einer Heizvorrichtung (1) angeordnet wird, daß die Heizvorrichtung
(1) in eine von dem Körper (2) beabstandete Lage bewegt wird, so daß der Körper (2) mit einer gewünschten
Temperaturanstiegsrate erwärmt wird, und daß der Körper (2) über eine vorbestimmte Zeitdauer
erwärmt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Heizvorrichtung (1) in Abhängigkeit von der Größe, dem Gewicht und der spezifischen Wärme des Körpers
(2) bewegt wird.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Temperaturanstiegsrate und die vorbestimmte Erwärmungszeit
jeweils konstant gehalten werden, um den Körper (2) auf die vorbestimmte Temperatur zu erwärmen.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
680-338400115-DE1-We-E
daß der zu erwärmende Körper (2) eine Platte für eine
Farbfernsehbildröhre ist.
5. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem
der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Heizvorrichtung (1) an einem Rahmen (4) gelagert ist, «/elcher mittels einer Antriebseinheit (11,
14) in Richtung auf den Körper (2) und von diesem vi/eg
bewegbar ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5,
gekennzeichnet durch
gekennzeichnet durch
voreinstellbare, nicht bewegbare Positionssensoren (13a, 13b, 13c) zur Ermittlung vorbestimmter Stellungen des
Rahmens (4) und zur Betätigung der Antriebseinheit (11, 14).
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 oder 6,
gekennzeichnet durch
einen an dem Rahmen (4) gelagerten Infrarotstrahlungssensor
(15) zur Messung der Temperatur des Körpers (2) und zur Steuerung der Antriebseinheit (11, 14).
8. Vorrichtung nach Anspruch 7,
gekennzeichnet durch
gekennzeichnet durch
einen Wärmesensor (17), der auf der dem Körper (2) gegenüberliegenden
Seite der Heizvorrichtung (1) angeordnet ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP59174891A JPS6154172A (ja) | 1984-08-24 | 1984-08-24 | ブラウン管の製造方法 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3530066A1 true DE3530066A1 (de) | 1986-03-06 |
| DE3530066C2 DE3530066C2 (de) | 1988-06-23 |
Family
ID=15986483
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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| JP (1) | JPS6154172A (de) |
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| GB (1) | GB2169109B (de) |
Families Citing this family (4)
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