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DE3529302A1 - Verfahren zum herstellen von elektrisch leitenden oberflaechen auf nichtleitern - Google Patents

Verfahren zum herstellen von elektrisch leitenden oberflaechen auf nichtleitern

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Publication number
DE3529302A1
DE3529302A1 DE19853529302 DE3529302A DE3529302A1 DE 3529302 A1 DE3529302 A1 DE 3529302A1 DE 19853529302 DE19853529302 DE 19853529302 DE 3529302 A DE3529302 A DE 3529302A DE 3529302 A1 DE3529302 A1 DE 3529302A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
paint
electrically conductive
surface paint
metal
lacquer
Prior art date
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Ceased
Application number
DE19853529302
Other languages
English (en)
Inventor
Volker Betz
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Individual
Original Assignee
Individual
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Publication date
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Publication of DE3529302A1 publication Critical patent/DE3529302A1/de
Ceased legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25DPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PRODUCTION OF COATINGS; ELECTROFORMING; APPARATUS THEREFOR
    • C25D5/00Electroplating characterised by the process; Pretreatment or after-treatment of workpieces
    • C25D5/54Electroplating of non-metallic surfaces
    • C25D5/56Electroplating of non-metallic surfaces of plastics

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Electrochemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Paints Or Removers (AREA)
  • Laminated Bodies (AREA)
  • Electroplating Methods And Accessories (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von elektrisch leitenden Oberflächen auf Nichtleitern, wie beispielsweise Kunststoffen, welche galvanisch metallbeschichtet werden.
Bei den bisher bekannten Verfahren zur Galvanisierung von elektrischen Nichtleitern wird eine erforderliche oberflächliche Leitfähigkeit dadurch erreicht, daß die Oberfläche mit chemischen Mitteln aufbereitet (Beizen) und danach fein verteilte Edelmetallpartikel in die gebeizte Oberfläche eingebettet werden (Aktivierung). Um schließlich eine ausreichende elektrische Leitfähigkeit zu erreichen, muß zusätzlich auf die mit Edelmetallen aktivierte Oberfläche chemisch noch eine Metallschicht, beispielsweise aus Nickel, welches aus einem Nickelsalz mit einem Reduktionsmittel besteht, aufgebracht werden. Erst danach ist der Oberflächenwiderstand eines elektrischen Isolatormaterials so weit herabgesetzt, daß Metalle elektrolytisch abgeschieden werden können.
Diese Verfahrensweise führt jedoch nur bei einigen Isolationsstoffen, wie beispielsweise bei ABS-Polymerisaten, zu guten Galvanisierungsergebnissen. In den meisten Fällen werden selbst bei unterschiedlichen Verfahrensmodifikationen dieser Art keine ausreichende haftfeste Metallbeschichtung erzielt. Zudem werden gerade durch die chemische Vorbehandlung bei Kunststoffen die mechanischen Eigenschaften, wie Zähigkeit und Festigkeit, nachteilig beeinflußt.
Der Erfinder hat sich zum Ziel gesetzt, ein Verfahren der o. g. Art zu entwickeln, bei welchem diese Nachteile vermieden, jedoch eine genügende elektrische Leitfähigkeit der Oberfläche erzielt wird.
Zur Lösung dieser Aufgabe führt, daß der Nichtleiter vor der galvanischen Metallbeschichtung mit einem elektrisch leitfähigen Oberflächenlack beschichtet wird.
Bei diesem Verfahren wird das Material des zu beschichtetenden Nichtleiters in keinster Weise in Anspruch genommen. Durch die geeignete Auswahl des Oberflächenlacks können sogar Verbesserungen in den mechanischen Eigenschaften des Nichtleiters erzielt werden.
Weiterhin entfallen einige zusätzliche Arbeitsschritte der bisher bekannten Verfahren. Anstelle des Beizens, Aktivierens und der chemischen Metallabscheidung muß nur die Oberflächenlackierung vorgenommen werden.
Bevorzugt wird als Oberflächenlack ein Zweikomponentenlack verwendet, der beispielsweise aus Polyester- oder aus Polyacrylatharzen versetzt mit Isocyanat-Härtern besteht.
Die elektrische Leitfähigkeit des Oberflächenlacks wird insbesondere durch das Einbringen von fein verteiltem Ruß und/oder Metallpulvern erzeugt. Hier bietet sich besonders Nickelpulver oder nicht korridierendes Eisenpulver an. Die Menge des eingebrachten Pulvers, die Art und die Verteilung im elektrisch leitfähigen Lack bestimmen maßgeblich die Herabsetzung des Oberflächenwiderstandes bei den lackierten Nichtleitern mit Werten bis unter 1 Ohm pro Zentimeter. Diese elektrischen Leitfähigkeitswerte reichen aus, um auf den so behandelten Oberflächen nach dem üblichen Verfahren elektrolytisch Metalle abscheiden zu können. Als Beispiel wurde für die oberflächliche Leitfähigkeitsausstattung von Kunststoffen mit einem Zwei-Komponentenlack aus Polyester- oder Polyacrylatharz mit Isocyanat-Härter ein Zusatz von 2 bis 5% fein verteiltem Nickelpulver als besonders geeignet ermittelt. Hierduch verringert sich der Oberflächenwiderstand des Nichtleiters auf unter 50 Ohm pro Zentimeter und ermöglicht somit eine elektrolytische Metallabscheidung.
Die Haftung des leitfähigen Oberflächenlacks kann zusätzlich noch durch einen Haftvermittler erhöht werden.
Vorgesehen ist auch, daß der Oberflächenlack aus mehreren Schichten aufgebaut ist, wobei mindestens die äußerste Lackschicht als Leitlack elektrisch leitfähig ausgestattet wird, während die anderen Schichten der optimalen Haftung zwischen Leitlack und Nichtleiter bzw. Leitlack und Metallschicht dienen. Durch die gute Haftung des Leitlacks auf der Substrat-Oberfläche wird insgesamt auch eine haftfeste Bindung der galvanisierten Metallschicht auf den elektrischen Nichtleitern ermöglicht.
Durch die Oberflächen-Lackierung wird außerdem bewirkt, daß Inhomogenitäten auf der Substrat-Oberfläche ausgeglichen werden und nach der Metallisierung nicht mehr sichtbar sind.
Weiterhin kann auch das Aussehen der galvanisierten, metallbeschichteten Endoberfläche durch Füllen des Oberflächenlacks, z. B. mit verschiedenartigen Pigmenten wunschgemäß verändert werden. Oberflächenstrukturen zwischen rauh, matt bis hochglänzend sind somit in einfacher Weise herstellbar. Besonders homogene und hochglänzende Metalloberflächen werden erreicht, wenn die aufgetragenen Lackschichten noch vor der Metallabscheidung mechanisch nachpoliert werden.

Claims (9)

1. Verfahren zum Herstellen von elektrisch leitenden Oberflächen auf Nichtleitern, wie beispielsweise Kunststoffen, welche galvanisch metallbeschichtet werden, dadurch gekennzeichnet, daß der Nichtleiter vor der galvanischen Metallbeschichtung mit einem elektrisch leitfähigen Oberflächenlack beschichtet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Oberflächenlack ein Zwei-Komponentenlack verwendet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Oberflächenlack aus Polyester- oder aus Polyacrylatharzen mit Isocyanat-Härtern besteht.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß dem Oberflächenlack fein verteilter Ruß und/oder fein verteiltes Metallpulver zur Herabsetzung des elektrischen Oberflächenwiderstandes zugesetzt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß dem Oberflächenlack 2 bis 5% fein verteiltes Nickelpulver zugesetzt wird.
6. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß dem Oberflächenlack zumindest ein Haftvermittler zugesetzt wird.
7. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Oberflächenlack aus mehreren Schichten aufgebaut ist, wobei mindestens die äußerste Lackschicht als Leitlack elektrisch leitfähig ausgestattet wird, während die anderen Schichten der optimalen Haftung zwischen Leitlack und Nichtleiter bzw. Leitlack und Metallschicht dienen.
8. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß dem Oberflächenlack Pigmente zur Strukturierung der galvanischen Metallbeschichtung beigefügt werden.
9. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzielung hochglänzender, elektrolytisch abgeschiedener Metallschichten auf den Nichtleitern der aufgebrachte Oberflächenlack aufpoliert wird.
DE19853529302 1985-08-16 1985-08-16 Verfahren zum herstellen von elektrisch leitenden oberflaechen auf nichtleitern Ceased DE3529302A1 (de)

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