DE3528588A1 - Walze zum ausueben einer presskraft auf eine faserstoffbahn - Google Patents
Walze zum ausueben einer presskraft auf eine faserstoffbahnInfo
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Description
Die Erfindung betriffte eine Walze zum Ausüben einer Preßkraft
auf eine Faserstoffbahn, vorzugsweise Papierbahn, mit den im
Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen Merkmalen.
Bekannte Walzen dieser Bauart (siehe z. B. US-PS 44 14 890) ha
ben einen zumindest überwiegend metallischen Walzenmantel, d. h.
der die tragende Struktur des Walzenmantels bildende Teil ist
aus einem metallischen Rohr gefertigt. Dieser metallische Wal
zenmantel kann unmittelbar mit der zu behandelnden Faserstoff
bahn in Berührung kommen. Es kann aber auch mit einem Überzug,
z. B. aus Gummi, versehen werden. Walzen dieser Art haben sich
bewährt. Sie sind aber nicht in allen Fällen für den Einsatz in
der Entwässerungspresse einer Papiermaschine geeignet. Bei
spielsweise bei der Herstellung von Papiersorten, die Holz
schliff als Rohstoff enthalten, ist es erforderlich, daß die
von der nassen Papierbahn berührte Walzenoberfläche aus Natur
stein, vorzugsweise Granit oder aus einem gleichwertigen Kunst
stein gebildet ist. Dies ist bisher im allgemeinen nur dadurch
realisierbar, daß im wesentlichen der gesamte Walzenkörper aus
Stein besteht.
Eine bekannte Steinwalze dieser Art ist in der US-PS 42 72 873
beschrieben. Sie hat einen aus Stein gefertigten Walzenkörper,
der entweder als rohrförmiger Walzenmantel oder massiv ausge
bildet ist. In beiden Fällen sind an den Stirnseiten scheiben
förmige Spannflansche angeordnet. Diese sind mit Hilfe mehrerer
Spannstäbe derart miteinander verbunden, daß der Stein-Walzen
körper in axialer Richtung vorgespannt ist. Mit anderen Worten:
Der Stein-Walzenkörper steht ständig unter einer axialen
Druck-Spannung. Hierdurch wird folgendes erreicht: Beim Ausüben
einer Preßkraft durch Zusammenwirken mit einer Gegenwalze, wird
in dem von der Gegenwalze entfernten Bereich des Stein-Walzen
körpers das Entstehen einer übermäßig hohen Biegespannung ver
mieden, die den Walzenkörper zerstören könnte. Ein Nachteil
dieser bekannten Steinwalzen ist darin zu sehen, daß trotz der
Vorspannung des Stein-Walzenkörpers nur eine verhältnismäßig
geringe Preßkraft pro Längeneinheit zulässig ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Steinwalze, vor
zugsweise mit einem Walzenmantel aus Naturstein (z. B. Granit
oder einem gleichwertigen Kunststein) zu schaffen, die das An
wenden höherer Preßkräfte als bisher erlaubt.
Diese Aufgabe wird durch die Kombination der im Anspruch 1 an
gegebenen Merkmale gelöst. Danach geht die Erfindung aus von
einer bekannten Walze mit steuerbarer Durchbiegung; d. h. von
einer Walze, in der die Preßkraft hydraulisch vom Walzenmantel
auf einen feststehenden Kern übertragen wird. Die Erfindung
beruht auf der Erkenntnis, daß es mit Hilfe besonderer Maßnah
men gelingt, in einem Stein-Walzenmantel eine zylindrische In
nenfläche als Lauffläche für die Elemente der hydraulischen
Preßkraft-Übertragungseinrichtung herzustellen, die eine aus
reichende Glätte aufweist und die mit genügender Genauigkeit
konzentrisch zur Außenfläche liegt. Bisher konnten diese
Voraussetzungen nur in einem metallischen Walzenmantel geschaf
fen werden. Gemäß der Erfindung gelingt dies jedoch nun auch in
einem Stein-Walzenmantel.
Bei einer ersten Ausführungsfrom der Erfindung wird mit Hilfe
moderner Fertigungseinrichtungen die Lauffläche, an der die
Elemente der hydraulischen Preßkraft-Übertragungseinrichtung
gleiten, unmittelbar an der Innenseite des Stein-Walzenmantels
hergestellt. Die zuvor erwähnten Fertigungseinrichtungen stehen
jedoch nicht in allen Herstellungsbetrieben zur Verfügung. Au
ßerdem kann nicht ganz ausgeschlossen werden, daß bei gewissen
Steinsorten das Gleiten der Elemente der hydraulischen Preß
kraft-Übertragungseinrichtung unmittelbar an der Innenseite des
Stein-Walzenmantels diesen nach längerer Zeit beschädigt.
Deshalb wird bei einer zweiten Ausführungsfrom der Erfindung
vorgesehen, daß die an der Innenseite des Walzenmantels befind
liche Lauffläche aus einer Metallschicht gebildet wird (An
spruch 2). Diese kann Unebenheiten an der Innenseite des
Stein-Walzenmantels ausgleichen oder zumindest den Verschleiß
durch das Gleiten der genannten Elemente hemmen oder ganz ver
meiden. Die Metallschicht kann durch Galvanisieren der Innen
seite des Walzenmantels gebildet werden (Anspruch 3). Eine an
dere Möglichkeit besteht im Einsetzen eines metallischen Innen
rohres in den Stein-Walzenmantel (Anspruch 4). Falls hierbei
zwischen Rohr und Walzenmantel ein Zwischenraum verbleibt, wird
dieser mit einem hart werdenden Stoff ausgegossen. Hierbei kann
man die in der Patentanmeldung P 35 11 038 (Voith-Akte P 4 188)
beschriebenen Stoffe und Arbeitstechniken anwenden (Ansprüche
5, 6).
Dank der erfindungsgemäßen Stützung des Stein-Walzenmantels
durch die hydraulische Preßkraft-Übertragungseinrichtung können
nunmehr wesentlich höhere Preßkräfte ausgeübt werden als bei
herkömmlichen Steinwalzen. Man kann deshalb die erfindungsgemä
ße Walze auch in einer Langspalt-Presse einsetzen, worin die
Walze nicht mit einer zweiten Walze sondern mit einem festste
henden, konkaven Preßschuh und mit einem umlaufenden Preßband
zusammenarbeitet. Die hydraulische Preßkraft-Übertragungsein
richtung erlaubt es unter Umständen sogar, daß auf eine Ein
richtung zur Erzeugung einer axialen Vorspannung im Stein-Wal
zenmantel verzichtet werden kann. Im allgemeinen wird man je
doch versuchen (zumindest aus Sicherheits-Gründen) nach wie vor
eine Vorspann-Einrichtung vorzusehen (Anspruch 7). Hierbei be
reitet es jedoch beträchtliche Schwierigkeiten, innerhalb des
Stein-Walzenmantels sowohl die Elemente zur hydraulischen Preß
kraft-Übertragungseinrichtung als auch die Vorspann-Einrichtung
unterzubringen.
Eine mögliche Lösung dieses zusätzlichen Problems besteht da
rin, daß gemäß Anspruch 8 - bei Verwendung mehrerer Spannstäbe
- jeder Spannstab in einer eigenen, den Walzenmantel durchdrin
genden Bohrung angeordnet ist. Für sich allein ist eine solche
Anordnung der Spannstäbe schon bekannt aus der US-PS 42 72 873,
Fig. 2. Diese bekannte Bauweise hat den Nachteil, daß die Boh
rungen nur unter großen Schwierigkeiten herstellbar sind. Es
ist eine spezielle Bohrvorrichtung erforderlich, die sehr kost
spielig ist und somit nicht in allen Fertigungsbetrieben zur
Verfügung steht.
Eine andere Möglichkeit besteht deshalb darin, daß gemäß An
spruch 9 die Spannstäbe zwischen der Innenseite des Stein-Wal
zenmantels und dem oben schon erwähnten metallischen Innenrohr
angeordnet werden. Diese Bauweise ist bei einer Steinwalze ohne
hydraulische Preßkraft-Übertragungseinrichtung in der schon
erwähnten Patentanmeldung P 35 11 038 vorgeschlagen werden.
Nunmehr hat aber das metallische Innenrohr eine Doppelfunktion:
Zum einen bildet es die Lauffläche für die Elemente der hydrau
lischen Preßkraft-Übertragungseinrichtung, zum anderen dient es
zum Begrenzen eines ringförmigen, unmittelbar an der Innenflä
che des Steinwalzenmantels befindlichen Zwischenraumes, in dem
die Spannstäbe in einen (zunächst flüssigen und dann hart wer
denden) Füllstoff eingebettet werden. Die Spannstäbe sind hier
durch vor Korrosion geschützt und daran gehindert zu schwingen.
Zugleich werden durch das Innenrohr etwa vorhandene Ungleichmä
ßigkeiten der Innenfläche des Stein-Walzenmantels (d. h. etwaige
Abweichungen von der exakt zylindrischen Innenfläche) über
brückt.
Schließlich ist eine dritte Möglichkeit zur Kombination der
Vorspann-Einrichtung mit einer hydraulischen Preßkraft-Übertra
gungseinrichtung im Anspruch 10 angegeben. Diese Anordnung hat
Ähnlichkeit mit einer Konstruktion, die durch die Einspruchs-
Unterlagen zum deutschen Patent 28 18 437 (= US-PS 42 72 873)
bekanntgeworden ist.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand
der Zeichnung beschrieben.
Die Fig. 1 zeigt eine Walze mit kontrollierbarer Durchbiegung
und mit einem Stein-Walzenmantel im Längsschnitt.
Die Fig. 2 zeigt ein von der Fig. 1 abweichendes Ausführungs
beispiel, ebenfalls im Längsschnitt.
Die in Fig. 1 dargestellte Walze hat einen vorzugsweise aus
Granit gefertigten, drehbaren Walzenmantel 10, der an jedem
Walzenende mit einem Lagerflansch 11 bzw. 12 verbunden ist. Der
eine Lagerflansch 11 ist im wesentlichen einteilig und hat ei
nen hohlen Lagerzapfen 11 a, in dem ein Wälzlager 13 angeordnet
ist. Der andere Lagerflansch 12 ist zweiteilig; d. h. er hat
einen ebenfalls hohlen, jedoch kürzeren Lagerzapfen 12 a und als
Verlängerung einen daran angeschraubten Zahnkranz 12 b, in dem
wiederum ein Wälzlager 13 angeordnet ist. Mit dem Zahnkranz 12 b
kämmt ein nicht dargestelltes Antriebszahnrad, um den Walzen
mantel 10 anzutreiben. Falls ein derartiger Antrieb nicht be
nötigt wird, können beide Lagerflansche 11 und 12 gleich ausge
bildet werden.
An jedem Walzenende ist ein Abstützbock 14 vorgesehen mit je
einem rohrförmigen Kragstück 14 a, das in das Innere des Lager
zapfens 11 a bzw. 12 a und 12 b hineinragt. Auf seiner Außenseite
trägt jedes der beiden Kragstücke 14 a eines der beiden Wälzla
ger 13, die als Pendelrollenlager ausgebildet sind. Ein fest
stehender Kern 15, der als ein im wesentlichen massiver Biege
träger ausgebildet ist, erstreckt sich durch das Innere der
gesamten Walze und ist mittels je einer kugeligen Büchse 16 an
der Innenseite der Kragstücke 14 a der Abstützböcke 14 abge
stützt. Die Abstützböcke ruhen z. B. in einem Maschinengestell 9
oder in je einem Schwenkhebel.
An jedem Lagerflansch 11, 12 ist ein Bund 17 angeformt, um den
Walzenmantel 10 und die Lagerflansche 11, 12 gegenseitig zu
zentrieren. Jeder dieser Bunde 17 trägt an seinem Ende eine
Scheibe 18, an die in bekannter Weise in axialer Richtung eine
Umfangsdichtung 19 angedrückt wird, die in einem ringförmigen,
am Kern 15 befestigten Dichtungsträger 20 ruht. Die genannten
Umfangsdichtungen 19 begrenzen den ringförmigen Zwischenraum
zwischen dem Walzenmantel 10 und dem Kern 15. Dieser ringförmi
ge Zwischenraum ist, wie ebenfalls bekannt, mittels zweier
Längsdichtungen 29 (in der Zeichnung ist nur eine sichtbar) in
zwei halbringförmige Kammern 21 und 22 unterteilt. Der einen
Kammer 21 kann Druckflüssigkeit zugeführt werden, zwecks Über
tragung der Preßkraft vom Walzenmantel 10 auf den Kern 20. Die
andere Kammer 22 wird vorzugsweise auf Atmosphären-Druck gehal
ten. Die Längsdichtungen 29 ruhen im Kern 15, sind radial in
diesem verschiebbar und werden an die zylindrische Innenfläche
25 des Walzenmantels 10 angedrückt.
Anstelle der halbringförmigen Druckkammer 21, begrenzt durch
die genannten Umfangsdichtungen 19 und Längsdichtungen 29, kön
nen auch andere Elemente zur hydraulischen Preßkraft-Übertra
gung vorgesehen werden. Beispielsweise könnte in bekannter Wei
se ein an der Innenseite des Walzenmantels gleitender und sich
über dessen ganze Länge erstreckender Gleitschuh angeordnet
werden. Dabei ruht der Gleitschuh auf einer hydraulischen
Druckkammer, die im Kern angeordnet ist. Eine andere, ebenfalls
an sich bekannte Möglichkeit besteht darin, mehrere in einer
Reihe angeordnete kolbenartige Gleitelemente vorzusehen, wobei
jedes dieser Elemente auf einer hydraulischen Kammer im Kern
abgestützt ist und an der Innenseite des umlaufenden Walzenman
tels gleitet.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel liegt an jedem Wal
zenende die Mitte des Wälzlagers 13 in der gleichen Ebene wie
die Mitte der kugeligen Büchse 16. Stattdessen könnten die
Wälzlager 13 auch in geringerer Entfernung vom Walzenmantel 10
angeordnet werden und beispielsweise unmittelbar auf dem Kern
20 ruhen.
Gemäß Fig. 1 sind die beiden Lagerflansche 11 und 12 mit Hilfe
von Spannstäben 23 mit dem Stein-Walzenmantel 10 verspannt. Es
sind mehrere gleichmäßig am Umfang verteilte Spannstäbe vorge
sehen. Jeder der Spannstäbe 23 ist in einer eigenen, den Wal
zenmantel 10 durchdringenden Bohrung angeordnet. Der Durchmes
ser jeder dieser Bohrung muß etwas größer sein als der Außen
durchmesser der Spannstäbe. Der somit in jeder Bohrung verblei
bende ringförmige Spalt wird mit einem hartwerdenden Stoff aus
gegossen. Hierdurch wird ein Schwingen der Spannstäbe 23 ver
mieden und der Korrosion vorgebeugt.
In Fig. 1 ist angenommen, daß die Längsdichtleisten 29 entwe
der unmittelbar an der Innenseite 25 des Stein-Walzenmantels 10
gleiten oder auf einer dort galvanisch aufgebrachten Metall
schicht. Anstelle einer Metallschicht könnte die Lauffläche 25
auch durch eine Kunststoff-Beschichtung gebildet sein.
In Fig. 2 sind die gegenüber Fig. 1 unveränderten Teile, also
insbesondere der Kern 15, die Lager 13 und die Abstützböcke 14,
mit den gleichen Bezugszeichen versehen. Der Stein-Walzenmantel
10′ weist gegenüber Fig. 1 vergrößerte Außen- und Innendurch
messer auf. Dementsprechend sind auch die Außendurchmesser der
Lagerflansche 11′ und 12′ vergrößert. Die Spannstäbe 23 er
strecken sich nunmehr, abweichend von Fig. 1, entlang der In
nenfläche des Stein-Walzenmantels 10′ in geringer Entfernung
von dieser. Unmittelbar radial innerhalb der Spannstäbe 23 er
streckt sich konzentrisch durch das Innere der Walze ein me
tallisches Innenrohr 30. An jedem Ende des metallischen Innen
rohres 30 ist an diesem ein Tragring 31 bzw. 32 befestigt. Mit
Hilfe dieser Tragringe ist das Innenrohr 30 auf Bunden 33 und
34, die an die Innenseite der Lagerflansche 11′ und 12′ ange
formt sind, zentriert. Jedes der Zentrierflächenpaare ist durch
einen Dichtring 35 abgedichtet. Somit besteht zwischen der zy
lindrischen Innenfläche des Stein-Walzenmantels 17′ und dem
metallischen Innenrohr 30 ein abgeschlossener ringförmiger In
nenraum, der gemäß Patentanmeldung P 35 11 038 mit einem zu
nächst flüssigen und dann hart werdenden Füllstoff 36 ausge
füllt wird. Wie in der vorgenannten Patentanmeldung beschrie
ben, können zwischen je zwei benachbarten Spannstäben 23 auf
der Außenseite des Innenrohres 30 Füllstücke angeordnet werden,
so daß sich die Menge des flüssig einzufüllenden Füllstoffes
verringert.
In Fig. 2 bildet die zylindrische Innenfläche 36 des Innenroh
res 30 die Lauffläche für die Längsdichtungen 29. Die Umfangs
dichtungen 19 gleiten an den inneren Stirnseiten der beiden
Tragringe 31 und 32. Die mit Hydraulik-Druck beaufschlagte
Druckkammer ist wiederum mit 21 und die gegenüberliegende, im
wesentlichen drucklose Kammer mit 22 bezeichnet. Die Übertra
gung der Preßkraft vom Stein-Walzenmantel 10′ auf den Kern 15
erfolgt, also nicht allein über die Druckkammer 21, sondern
zusätzlich über den ausgehärteten Füllstoff 36 und über das
Innenrohr 30. Wesentlich ist hierbei, daß gemäß der schon er
wähnten Patentanmeldung P 35 11 038 ein Füllstoff verwendet
wird, der sämtliche Bereiche des Zwischenraumes zwischen Wal
zenmantel 10′ und Innenrohr 30 vollkommen ausfüllt; d. h. der
Füllstoff darf beim Erhärten nicht nennenswert schwinden. Au
ßerdem darf er auch nach längerer Betriebsdauer nicht spröde
werden.
Eine andere, nicht dargestellte Ausführungsfrom der Erfindung
ist die folgende: Die Spannstäbe 23 sind wie in Fig. 1 in indi
viduellen Bohrungen des Stein-Walzenmantels 10 angeordnet. Die
Längsdichtungen 29 gleiten wie in Fig. 2 an der Innenfläche
eines metallischen Innenrohres. Dieses ist, abweichend von Fig.
2 unmittelbar in den Stein-Walzenmantel eingesetzt und haftet
an diesem z. B. durch Kleben und/oder aufgrund einer Vorspan
nung, die durch Unterkühlen des Rohres beim Einsetzen erzeugt
wird. Falls die Innenfläche des Stein-Walzenmantels Ungleichmä
ßigkeiten aufweist, die nicht beseitigt werden können, also
wenn keine exakt zylindrische Innenfläche vorhanden ist, dann
wird das Innenrohr wie in Fig. 2 zentriert und der verbleibende
Zwischenraum mit einem zunächst flüssigem und danach hart wer
denden Stoff ausgefüllt.
Claims (11)
1. Walze zum Ausüben einer Preßkraft auf eine Faserstoffbahn,
vorzugsweise Papierbahn, mit den folgenden Merkmalen:
- a) durch einen rohrförmigen, drehbaren Walzenmantel (10) erstreckt sich ein feststehender Kern (15), der an seinen beiden Enden in je einer Stützeinrichtung (14) ruht;
- b) zwischen dem Kern (15) und dem Walzenmantel (10) be findet sich ein ringförmiger Zwischenraum (21, 22), in dem Elemente (29) einer hydraulischen Einrichtung zur Übertragung der Preßkraft vom Walzenmantel auf den Kern angeordnet sind;
- c) der Walzenmantel (10) ist an jedem Walzenende mit ei nem Lagerflansch (11, 12) verbunden;
- d) die genannten Elemente (29) der hydraulischen Preß kraft-Übertragungseinrichtung sind mit dem feststehen den Kern (15) verbunden und gleiten an einer zur Au ßenfläche des Walzenmantels (10) konzentrischen Innen fläche ("Lauffläche" 25 bzw. 36);
- e) dadurch gekennzeichnet, daß zumindest der überwiegende Teil des Walzenmantels (10) (d. h. der die tragende Struktur des Walzenmantels bildende Teil) aus einem steinartigen Material, Naturstein, Kunststein oder dergleichen, gebildet ist.
2. Walze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die ge
nannte Lauffläche (25 bzw. 36) aus einer Metallschicht ge
bildet ist.
3. Walze nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Lauffläche (25) durch galvanisches Metallisieren des
Stein-Walzenmantels (10) gebildet ist bzw. sind.
4. Walze nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die In
nenseite des Stein-Walzenmantels (10) durch ein metalli
sches Innenrohr (30) ausgekleidet ist, dessen zylindrische
Innenfläche die Lauffläche (36) für die Elemente (29) der
hydraulischen Preßkraft-Übertragungseinrichtung bildet.
5. Walze nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein zwi
schen dem metallischen Innenrohr (30) und der Innenseite
des Stein-Walzenmantels (10) verbleibender Zwischenraum mit
einem festen (d. h. harten) Stoff (36) ausgefüllt ist.
6. Walze nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der fe
ste Stoff (36) in flüssigem Zustand in den Zwischenraum
(31) eingebracht und danach erhärtet ist.
7. Walze nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der fe
ste Stoff (36) vor dem Erhärten bei Raumtemperatur dünn
flüssig und beim Erhärten wenigstens angenähert schwin
dungsfrei ist.
8. Walze nach einem der Ansprüche 1 bis 7, gekennzeichnet
durch eine an sich bekannte, an den Lagerflanschen (11, 12)
angreifende Einrichtung (23) zum Erzeugen einer axialen
Vorspannung im Stein-Walzenmantel (10).
9. Walze nach Anspruch 8, gekennzeichnet durch mehrere achspa
rallele, zum Erzeugen der axialen Vorspannung im Stein-
Walzenmantel (10) dienende Spannstäbe (23), die sich vom
einen Lagerflansch (11) zum anderen (12) erstrecken, wobei
jeder Spannstab (23) in einer eigenen, den Walzenmantel
durchdringenden Bohrung angeordnet ist.
10. Walze nach den Ansprüchen 5 und 8, gekennzeichnet durch
mehrere achsparallele, zum Erzeugen der axialen Vorspannung
im Stein-Walzenmantel (10) dienenden Spannstäbe (23), die
sich vom einen Lagerflansch (11) zum anderen (12) er
strecken, wobei die Spannstäbe (23) zwischen der Innenseite
des Stein-Walzenmantels (10′) und dem metallischen Innen
rohr (30) angeordnet und in gehärtetem Füllstoff (36) ein
gebettet sind.
11. Walze nach einem der Ansprüch 4 bis 7 und nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, daß das metallische Innenrohr an
seinen beiden Enden mittels mehrerer über den Umfang ver
teilter Gewindebolzen mit den Lagerflanschen verbunden ist,
so daß das Innenrohr die axiale Vorspannung im Walzenmantel
erzeugt.
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