DE3525667A1 - Fluessigkeitsspeicherraum mit einer spueleinrichtung - Google Patents
Fluessigkeitsspeicherraum mit einer spueleinrichtungInfo
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E03—WATER SUPPLY; SEWERAGE
- E03F—SEWERS; CESSPOOLS
- E03F5/00—Sewerage structures
- E03F5/10—Collecting-tanks; Equalising-tanks for regulating the run-off; Laying-up basins
- E03F5/101—Dedicated additional structures, interposed or parallel to the sewer system
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E03—WATER SUPPLY; SEWERAGE
- E03F—SEWERS; CESSPOOLS
- E03F9/00—Arrangements or fixed installations methods or devices for cleaning or clearing sewer pipes, e.g. by flushing
- E03F9/007—Devices providing a flushing surge
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- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
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- Public Health (AREA)
- Water Supply & Treatment (AREA)
- Sewage (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft einen Flüssigkeitsspeicherraum,
insbesondere Regenbecken, mit mindestens einer Spülschwallspeicherkammer,
die sich mit steigendem Sammelflüssigkeitsniveau
von selbst mit Sammelflüssigkeit füllt und die bei
leergelaufenem Speicherraum über eine Spülöffnung die
gespeicherte Sammelflüssigkeit als Spülschwall auslaufen
läßt, wobei diese Spülöffnung durch einen vom Sammelflüssigkeitsniveau
betätigten Verschluß verschlossen und freigegeben
wird, nach P 35 03 509.9.
Flüssigkeitsspeichrräume werden überall dort eingesetzt, wo
stoßweise anfallende Flüssigkeitsmengen zunächst aufgefangen
und verzögert weitergegeben werden, um nachfolgende Einrichtungen
nicht überlasten.
Derartige Flüssigkeitsspeicherräume werden häufig als
Regenrückhaltebecken, Regenklärbecken, Regenüberlaufbecken und
Staukanäle bei der Abwasserbeseitigung verwendet.
Bei starken und lang andauernden Regenfällen fallen stoßartig
Regen- oder Mischwassermengen an, die um ein Vielfaches
die Kapazitäten des Kanalnetzes und der Kläranlagen übersteigen.
Solche Regenwasserstöße werden durch vorübergehende
Speicherung in z. B. Regenbecken oder Kanalstauräumen aufgefangen
und zeitlich verzögert weitergegeben.
Die ankommenden Wassermengen führen gerade zu Beginn des
Regenereignisses eine erhebliche Schmutzfracht mit sich, da
die im Kanalisationssystem abgelagerten Schmutzstoffe durch
den Regenwasserstoß mitgerissen werden.
Während der Speicherung lagern sich die Schmutzstoffe zum
großen Teil am Boden der Speicherräume ab und bilden dort
einen Bodenschlamm. Im Zuge der Entleerung muß dieser
Bodenschlamm über den Ablauf entfernt werden. Da die
Strömung in den Speicherräumen jedoch zu gering ist, und die
damit verbundene Schleppkraft des Wassers für den Transport
der Ablagerungen meist nicht ausreicht, bleibt nach der
Entleerung des Flüssigkeitsspeicherraums der überwiegende
Teil des Bodenschlamms zurück.
Gemäß der P 35 03 509.9 wird dieses Problem mit Hilfe einer
im Zulaufbereich des Flüssigkeitsspeicherraumes angeordneten
Spülschwallspeicherkammer gelöst, die sich mit steigendem
Sammelflüssigkeitsniveau von selbst mit Sammelflüssigkeit
füllt, die durch eine eine Zulauföffnung verschließende
Rückschlagklappe in dieser Spülschwallspeicherkammer zurückgehalten
wird, und die bei leergelaufenem Speicherraum über
eine Spülöffnung die gespeicherte Sammelflüssigkeit als
Spülschwall auslaufen läßt. Die Spülöffnung wird durch einen
vom Sammelflüssigkeitsniveau gesteuerten Verschluß verschlossen
und freigegeben.
Der Vorteil dieses Flüssigkeitsspeicherraums besteht darin,
daß der Flüssigkeitsspeicherraum ohne Fremdenergie selbsttätig
nach dem Leerlaufen des Flüssigkeitsspeicherraums mit
einem kräftigen Spülschwall aus der Spülschwallspeicherkammer
gespült wird. Alle Spülvorgänge werden mit Sammelwasser
durchgeführt, so daß keine Betriebskosten anfallen.
Gemäß einer besonderen Ausführungsform der P 35 03 509.9 ist
die Grundfläche des Flüssigkeitsspeicherraums rechteckig.
Mehrere Spülschwallspeicherkammern sind nebeneinander angeordnet,
vorzugsweise rechts oder links des Zulaufs.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform der P 35 03 509.9 ist
die Grundfläche des Flüssigkeitsspeicherraums kreisförmig
oder polygonal. Bei einem derartigen Flüssigkeitsspeicherraum
bildet die Hauptkammer einen außenliegenden
Kreisringabschnitt, der durch einen geraden Trennwandabschnitt,
einen kreisförmigen Trennwandabschnitt und durch
einen geraden Trennwandabschnitt von der Vorkammer getrennt
ist.
Die Spülschwallspeicherkammer ist hierbei ebenfalls seitlich
des Zulaufs angeordnet.
Es hat sich nun gezeigt, daß es auch Regenbecken gibt, die
aufgrund ihrer Ausgestaltung und der Anordnung von Zulauf
und Ablauf eine andere Anordnung der Spülschwallspeicherkammer(n)
erfordern.
Es wurde nun gefunden, daß bei allen denkbaren Arten von
Speicherräumen, dann eine optimale Spülwirkung erzielt wird,
wenn diese Spülschwallspeicherkammer(n) im Bereich der
Sohlhochpunkte des Speicherraums angeordnet ist/sind. Unter
Sohlhochpunkte ist hierbei der höchste Punkt der Sohle des
Speicherraumes z. B. die Beckensohle, zu verstehen. Soll bei
Becken mit einer Ablaufrinne eine separate Spülung dieser
Ablaufrinne - im allgemeinen nach der Spülung des gesamten
Beckens - durchgeführt werden, so ist gemäß einer Ausführungsform
mindestens eine Spülschwallspeicherkammer vorgesehen,
die in die Ablaufrinne entleert.
Damit der Spülschwall mit den Schmutzstoffen in die
Ablaufrinne geleitet wird, ist im Flüssigkeitsspeicherraum
eine Rundung vorgesehen.
Nachfolgend werden beispielhaft verschiedene Ausführungsformen
der Erfindung unter Hinweis auf die Zeichnungen näher
erläutert.
Es zeigen:
Es zeigen:
Fig. 1-3 Draufsichten auf rechteckige Becken mit unterschiedlichen
Anordnungen der Spülschwallspeicherkammern, wobei in Fig. 2 zusätzlich eine
weitere Spülschwallspeicherkammer für die Ablaufrinne
eingezeichnet ist.
Fig. 4 Eine Draufsicht auf ein rundes Becken.
Die Fig. 1 zeigt einen rechteckigen Flüssigkeitsspeicherraum
1 mit den Wänden 2 a, 2 b, 2 c und 2 d, bei dem der Zulauf 3 und
der Auslauf 4 an den gegenüberliegenden Wänden 2 a, 2 c
angeordnet sind. Die Sohlhochpunkte verlaufen längs der
Seitenwände 2 b, 2 d, an denen die Spülschwallspeicherkammern
5 angeordnet sind. Die Ablaufrinne oder Trockenwetterrinne 7
verläuft in Beckenmitte. Die Spülschwallspeicherkammern 5
werden durch die Zulauföffnungen 6 mit Sammelflüssigkeit
gefüllt. In besonderen Anwendungsfällen kann auf die
Zulauföffnungen 6 verzeichtet werden; in diesem Fall wird
die Wand 8 als Überlaufschwelle ausgebildet und die
Flüssigkeit dringt bei gefülltem Becken 1 von oben in die
Spülschwallspeicherkammer 5 ein. Es ist auch möglich, die
Zulauföffnungen 6 mit der Wand 8 als Überlaufschwelle zu
kombinieren.
Die Spülöffnungen (nicht dargestellt) der Spülschwallspeicherkammern
5 werden mittels einer in sich geschlossenen
Hydraulik 10 von Schwimmern 1 betätigt. Hydraulik und
Schwimmeranordnung sind so ausgelegt, daß nach der Entleerung
die Verschlußklappen der Spülschwallspeicherkammern 5
nacheinander geöffnet werden. Dadurch wird erreicht, daß die
Ablaufrinne 7 nicht durch die beiden Spülschwalle überlastet
wird.
Die Fig. 2 zeigt eine andere Ausführungsform eines rechteckigen
Beckens 1. Hier verlaufen die Sohlhochpunkte
ebenfalls längs der Seitenwände 2 b, 2 d, nur ist jetzt der
Zulauf 3 mit dem Ablauf 4 identisch. Zur separaten Spülung
dieser Ablaufrinne kann eine weitere Spülschwallspeicherkammer
9 vorgesehen sein, die vorzugsweise am Rinnenhochpunkt
angeordnet ist. Sie kann auch alleine nur zur Spülung der
Rinne 7 angeordnet sein. Es ist auch möglich, zusätzlich an
der Stirnwand 2 c weitere Spülschwallspeicherkammern 5
anzuordnen.
Die Fig. 3 zeigt eine Ausführungsform eines recheckigen
Beckens, bei dem die Sohlhochpunkte längs der Wand 2 a
verlaufen. Die an dieser Seitenwand angeordnete Spülschwallspeicherkammer
5 bewirkt eine Spülung in Richtung auf die
Wand 2 c. Durch eine Rundung 12 wird der Spülschwall direkt
in die Rinne 7 geleitet, aus der die Schmutzstoffe durch den
ständigen Durchfluß selbsttätig ausgetragen werden.
Bei dem in Fig. 4 beispielhaft gezeigten kreisförmigen
Becken 1 verlaufen die Sohlhochpunkte am Umfang des Beckens.
Mit den dort angeordneten Spülschwallspeicherkammern 5 wird
eine radiale Spülwirkung erzielt.
Claims (3)
1. Flüssigkeitsspeicherraum, insbesondere Regenbecken, mit
mindestens einer Spülschwallspeicherkammer, die sich mit
steigendem Sammelflüssigkeitsniveau von selbst mit Sammelflüssigkeit
füllt und die bei leergelaufenem Speicherraum
über eine Spülöffnung die gespeicherte Sammelflüssigkeit als
Spülschwall auslaufen läßt, wobei diese Spülöffnung durch
einen vom Sammelflüssigkeitsniveau betätigten Verschluß
verschlossen und freigegeben wird, nach P 35 03 509.9,
dadurch gekennzeichnet, daß diese Spülschwallspeicherkammer(n) (5) im
Bereich der Sohlhochpunkte des Speicherraumes (1) angeordnet ist (sind).
2. Flüssigkeitsspeicherraum, insbesondere Regenbecken, mit
mindestens einer Spülschwallspeicherkammer, die sich mit
steigendem Sammelflüssigkeitsniveau von selbst mit
Sammelflüssigkeit füllt und die bei leergelaufenem Speicherraum
über eine Spülöffnung die gespeicherte Sammelflüssigkeit als
Spülschwall auslaufen läßt, wobei diese Spülöffnung durch
einen vom Sammelflüssigkeitsniveau betätigten Verschluß
verschlossen und freigegeben wird, nach P 35 03 509.9,
dadurch gekennzeichnet, daß bei Speicherräumen (1) mit
Ablaufrinne(n) (7) mindestens eine Spülschwallspeicherkammer
(9) am Rinnenhochpunkt vorgesehen ist, die in die Ablaufrinne(n)
entleert.
3. Flüssigkeitsspeicherraum, insbesondere Regenbecken, mit
mindestens einer Spülschwallspeicherkammer, die sich mit
steigendem Sammelflüssigkeitsniveau von selbst mit Sammelflüssigkeit
füllt und die bei leergelaufenem Speicherraum
über eine Spülöffnung die gespeicherte Sammelflüssigkeit als
Spülschwall auslaufen läßt, wobei diese Spülöffnung durch
einen vom Sammelflüssigkeitsniveau betätigten Verschluß
verschlossen und freigegeben wird, nach P 35 03 509.9,
dadurch gekennzeichnet, daß im Flüssigkeitsspeicherraum (1)
eine Rundung (12) vorgesehen ist, die den Spülschwall mit
den Schmutzstoffen in die Ablaufrinne (7) leitet.
Priority Applications (7)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19853525667 DE3525667A1 (de) | 1985-07-18 | 1985-07-18 | Fluessigkeitsspeicherraum mit einer spueleinrichtung |
| EP19860901067 EP0211058B1 (de) | 1985-02-02 | 1986-01-31 | Flüssigkeitsspeicherraum mit spüleinrichtung |
| DE3660775A DE3660775C5 (de) | 1985-02-02 | 1986-01-31 | Flüssigkeitsspeicherraum mit spüleinrichtung. |
| PCT/EP1986/000047 WO1986004629A1 (fr) | 1985-02-02 | 1986-01-31 | Espace de retenue de liquide avec dispositif de rinçage |
| US06/912,100 US4800907A (en) | 1985-02-02 | 1986-01-31 | Storage space for liquids, with a flushing device |
| DE8686901067D DE3660775D1 (en) | 1985-02-02 | 1986-01-31 | Liquid storage space with scavenging device |
| AT86901067T ATE37409T1 (de) | 1985-02-02 | 1986-01-31 | Fluessigkeitsspeicherraum mit spueleinrichtung. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19853525667 DE3525667A1 (de) | 1985-07-18 | 1985-07-18 | Fluessigkeitsspeicherraum mit einer spueleinrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3525667A1 true DE3525667A1 (de) | 1987-02-12 |
Family
ID=6276099
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19853525667 Ceased DE3525667A1 (de) | 1985-02-02 | 1985-07-18 | Fluessigkeitsspeicherraum mit einer spueleinrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3525667A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1039052A2 (de) | 1999-03-20 | 2000-09-27 | Karl Kraus | Verfahren zum Reinigen eines Flüssigkeitsspeicherraums, Flüssigkeitsspeicherraum und Spültrommel |
-
1985
- 1985-07-18 DE DE19853525667 patent/DE3525667A1/de not_active Ceased
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1039052A2 (de) | 1999-03-20 | 2000-09-27 | Karl Kraus | Verfahren zum Reinigen eines Flüssigkeitsspeicherraums, Flüssigkeitsspeicherraum und Spültrommel |
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Legal Events
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