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Beschreibung
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Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
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Eine solche Schaltungsanordnung ist aus der DE-AS 19 64 463 bekannt.
Dort sind jedem nicht beschaltetem Endglied, das eine Aussage über eine geänderte
Rufnummer machen soll, individuelle Schaltmittel zur Entgegennahme, zum Halten und
Durchverbinden des Anrufs über ein steckbares Koordinatenfeld zu einem zentralen
Ansagegerät zugeordnet. Mit Hilfe einer Zählkette und der betreffenden Schaltmittel
wird das Ansagegerät, das auf mindestens elf Spuren einen Hinweistext und die Ziffern
1 bis 0 in endloser Folge enthält, so gesteuert, daß dem anrufenden Teilnehmer nach
dem Hinweistext die nunmehr gültige Zahlenfolge, entsprechend der am Koordinatenfeld
gesteckten Ziffern, aus den übrigen Spuren des Ansagegeräts übermittelt wird.
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Die individuellen Schaltmittel müssen hier für jede geänderte Rufnummer
gesondert an die nicht mehr beschalteten Schritte des Endglieds, also des Leitungswählers,
angeschlossen werden. Ebenso ist pro Teilnehmer mit geänderter Rufnummer ein Koordinatenfeld
erforderlich, an dem die neue Rufnummer individuell gesteckt wird. Das beschränkt
die Einsatzmöglichkeit der bekannten Schaltungsanordnung auf Einzelansagen.
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Nun gibt es aber vielfach massierte Rufnummern-Änderungen. Wenn etwa
eine Vermittlungsstelle erweitert wird, was durch Zuschalten einer weiteren Gruppenwähler-Stufe
geschieht, müssen en bloc 100 Rufnummern geändert werden. Bei einem Freischalten
des Gruppenschrittes 1 am I. Gruppenwähler z. B. für einheitliche Rufnummern der
Sonderdienste müssen sogar mehrere 100 Rufnummern geändert werden. Für solche Änderungen
gibt es zur Zeit nur Hinweis-Übertragungen, die die Ansage: "Bitte erfragen Sie
die neue Rufnummer bei der Auskunft" senden. Auch bei der neu konzipierten automatischen
Ansage geänderter Rufnummern mit Hilfe einer Datenverarbeitungsanlage können Massenumschaltungen
nicht berücksichtigt werden (DE-Z: Unterrichtsblätter der DBP, Jg. 37/1984 Nr. 12,
Seiten 482-491, insbes. S. 482 "1 Ausgangslage»).
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schaltungsanordnung
der eingangs genannten Art so auszubilden, daß sie bei Massenumschaltungen eine
einfache Ansage aller neuen Rufnummern ermöglicht.
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Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 gekennzeichneten Merkmale
gelöst.
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Die mit der Erfindung erzielten Vorteile liegen darin, daß man für
alle Teilnehmer der durch die Änderung betroffenen Gruppe, also 100 oder sogar mehrere
100, nur wenige der im Anspruch 1 gekennzeichneten Schaltungsanordnungen benötigt,
um sämtliche neuen Rufnummern ansagen zu können. Theoretisch genügt nur eine einzige,
aber die könnte gerade besetzt sein, so daß man mindestens doppeln wird.
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Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
gekennzeichnet Die Erfindung wird nachstehend anhand eines in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispiels erläutert.
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Es zeigt Fig. 1 die Schaltungsanordnung der Erfindung, Fig. 2 zwei
Anwendungsbeispiele.
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In Fig. 1 ist die Schaltungsanordnung zur selbsttätigen Ansage geänderter
Rufnummern dargestellt, die an einen Ausgang eines freigeschalteten Schritts eines
Schaltglieds 1, und zwar an alle drei Adern a, b und c, angeschlossen wird.
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Das Schaltglied 1 kann ein I. bis IV. Gruppenwähler sein. Die dargestellte
Anordnung wird dann zweckmäßig an mehrere Ausgänge des betreffenden Gruppenschritts
angeschlossen. Ein Relais D, das an die a-Ader angeschlossen ist, nimmt die Wahlimpulse
auf, die vor dem Freischalten ein oder mehrere weitere Schaltglieder steuern sollten,
und gibt sie über seinen Kontakt d an einen Mikroprozessor 4 weiter, der sie in
einem Schreib-/Lesespeicher 5 speichert. In diesem Speicher 5
sind
durch Vorprogrammierung mittels eines Eingabegeräts 6 ferner bereits fest enthalten
die Ortsnetzkennzahl der das Schaltglied 1 enthaltenden Vermittlungsstelle, sofern
diese benötigt wird, sowie die Ziffern der Rufnummern, die die dem Schaltglied 1
vorausgehenden Schaltglieder und das Schaltglied 1 selbst steuern. Außerdem enthält
der Schreib-/Lesespeicher 5 eine ihm durch das Eingabegerät 6 vermittelte Information
über die Anzahl der vom Relais D aufzunehmenden Impulsserien.
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An die b-Ader ist eine Erkennungsschaltung 2 für das Fernkennzeichen
angeschlossen, die bei Eintreffen des Fernkernzeichens ein Relais E zum Anzug bringt.
Über seinen Kontakt e übermittelt es die Information, daß ein Fernkennzeichen empfangen
wurde, dem Mikroprozessor 4, der sie ebenfalls im Schreib-/Lesespeicher 5 ablegt.
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Die c-Ader wird durch ein Relais Füberwacht, das für die Dauer der
Belegung des Schaltglieds 1 anzieht und den Belegungszustand über seinen Kontakt
f dem Mikroprozessor 4 signalisiert.
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Der Mikroprozessor 4 steuert ein digitales Ansagegerät 3, das seinerseits
aus einem Mikroprozessor 3-1 und einem fest programmierten Speicher 3-2 besteht.
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Der fest programmierte Speicher 3-2 enthält digital gespeichert den
Hinweiston und einen Hinweistext, z. B.
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"Die Rufnummer hat sich geändert. Bitte wählen Sie..." sowie die Ziffern
0...9. Der Mikroprozessor 3-1 ruft diese Ansagetexte in der vom Mikroprozessor 4
vorgegebenen Reihenfolge ab und speist sie über einen Übertrager 7 in die a/b-Adern
ein. Man könnte an sich die Aufgaben des Mikroprozessors 3-1 auch dem Mikroprozessor
4 übertragen, hat dann aber programmtechnisch unübersichtlichere Verhältnisse. Außer
dem Ansagegerät 3 steuert der Mikroprozessor 4 noch ein Relais W sowohl für das
Wahlendezeichen als auch für die Besetztrückmeldung und ein Relais V für das Flackerschlußzeichen.
Die betreffenden Zeichen werden über je einen Widerstand R, R' durch die entsprechenden
Relaiskontakte w, w' und v, v' an die a/b-Adern angelegt. Über weitere Ein- und
Ausgänge Ue kann der Mikroprozessor 4 an die entsprechenden Mikroprozessoren weiterer,
gleichartig aufgebauter Schaltungsanordnungen angeschlossen werden.
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Die Wirkungsweise der Schaltungsanordnung von Fig. 1 soll nun an
zwei Anwendungsbeispielen gemäß Fig. 2 dargestellt werden. Fig. 2a zeigt die Freischaltung
des Gruppenschrittes 1 am 1. GW. Sämtliche Teilnehmer, deren Rufnummer mit 1 begonnen
hat, sind nun auf den Gruppenschritt 7 des 1. GW geschaltet; alle weiteren Ziffern
ihrer Rufnummer bleiben unverändert.
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Die Schaltungsanordnung zur automatischen Ansage geänderter Rufnummern
wird am freigeschalteten Gruppenschritt 1 angebracht, der mindestens zehn, wegen
der Vielfachschaltung jedoch meistens bedeutend mehr Ausgänge hat. Man braucht aber
nicht alle Ausgänge des Gruppenschritts 1 zu beschalten, sondern z. B. vier, da
die Ansagedauer kurz im Verhältnis zu einer mittleren Gesprächsdauer ist und außerdem
ihre Inanspruchnahme mit der Zeit immer geringer wird.
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Mittels des Eingabegeräts wird nun zunächst die Ortsnetzkennzahl eingegeben,
falls diese überhaupt erforderlich ist. Es folgt die Ziffer 7 als erste Ziffer der
neuen Rufnummer. Danach wird eingegeben, wie viele Ziffern-Serien noch max. folgen
werden, das sind im Beispiel von Fig. 2a drei (1 für den II. GW, 2 für den LW) bis
sechs (je 1 für den II., III., IV. und V. GW, 2 für den LW).
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Die Anzahl der zu erwartenden Ziffern-Serien kann für mehrere Hunderter-Gruppen
von Teilnehmern gleich sein; für Hunderter-Gruppen mit vorgezogenen LW-Stufen und
ebenso für Hunderter-Gruppen mit Durchwahl-Nebenstellenanlagen ist sie kleiner.
Diese Gruppen werden bei der Eingabe durch das Eingabegerät 6 besonders gekennzeichnet
und mit der ihnen jeweils zugeordneten Anzahl von nachfolgenden Ziffern-Serien im
Speicher 5 festgehalten. Danach ist die Ansage betriebsbereit.
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Wird der 1. Gruppenschritt von einem Anrufer belegt, so zieht in
der Schaltungsanordnung von Fig. 1 das Relais Fan. Der Mikroprozessor 4 fragt daraufhin
den Kontakt d nach der ersten Wahlimpulsserie ab und den Kontakt e nach dem Fernkennzeichen.
Die erste Impulsserie umfasse z. B. 4 Impulse. Dies wird gespeichert, desgleichen
die Anzahl von Impulsen der zweiten Serie, z. B. 1.
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Die dritte und vierte Serie bestehe je aus 2 Impulsen und die fünfte
und letzte aus 8. Daß fünf Impulsserien kommen werden, wurde bei der Vorprogrammierung
durch das Eingabegerät 6 festgehalten. Nach Ablauf der fünften Serie wird deshalb
unter Steuerung durch den Mikroprozessor 4 das Relais W erregt und legt über seine
Kontakte w und w' das Wahlendezeichen an die a/b-Adern an.
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Jetzt beginnt die Ansage mit dem im Ansagegerät 3 gespeicherten Hinweiston,
dann dem Ansagetext, dem sich ggf. die Ortsnetzkennzahl und schließlich aufeinanderfolgend
die neue Rufnummer, im vorliegenden Beispiel die Ziffern 741228 anschließen. Bleibt
das Relais F weiterhin erregt, wiederholt sich die Ansage vom Ansagegerät 3, wobei
der Mikroprozessor 4 die Anzahl der Wiederholungen überwacht und nach der 3. Ansage
über die Eingangsleitungen Ue abfragt, ob die anderen gleichartigen Schaltungsanordnungen,
die an weitere Ausgänge des Gruppenschritts 1 des 1. GW angeschlossen sind, auch
belegt sind. Falls sie belegt sind, fragt er seinen Schreib-/Lesespeicher 5 daraufhin
ab, ob ein Fernkennzeichen empfangen wurde. Wurde keines empfangen, veranlaßt er,
daß das Relais V anzieht und durch seine Kontakte v und v' Flackerschlußzeichen
an die a/b-Adern anlegt. Ist dagegen ein Fernkennzeichen gespeichert, wird das Relais
W erregt und über dessen Kontakte w, w'Besetzt-Rückmeldung an die a/b-Adern angelegt.
Sie unterscheidet sich vom Wahlendezeichen durch ihre Dauer. In beiden Fällen löst
daraufhin das jeweils vorgeschaltete Schaltglied aus. Das Relais Ffällt ab und stellt
die Gesamtanordnung zurück. Damit hat auch der Prozessor 4 seinen Ausgangszustand
erreicht.
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Fig. 2b zeigt den Fall der Erweiterung einer Vermittlungsstelle um
eine Gruppenwahlstufe. Sämtliche Teilnehmer der Hunderter-Gruppe 20 sind hier auf
sechs Hunderter-Gruppen 651, 652, 653, 654, 655 und 656 verteilt worden.
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Dabei ist folgende Zuordnung getroffen: alte Rufnummer neue Rufnummer
200 x 6510x lx 21x 2x 32x 3x 33x 4x 44x 5x 45x 6x 56x 7x 57x 8x 68x 9x 69x
Die
Schaltungsanordnung von Fig. 1 wird hier am Gruppenschritt 0 (bzw. mehrere an mehrere
Ausgänge dieses Gruppenschrittes) des II. GW-1 angeschlossen, die mit dem 2. Gruppenschritt
des 1. GW verbunden sind.
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Mittels Eingabegerät 6 wird nach Abruf des Ansagetextes die Ortsnetzkennzahl
und danach die gemeinsame Hunderter-Nummer 65 eingegeben. Danach erfolgt die Codierung
der 3. Hunderter-Stelle in folgender Tabelle, die im Speicher 5 abgelegt wird.
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Zehnerzahl 3. Hdt-Zahl 0 1 1 2 2 3 3 3 4 4 5 4 6 5 7 5 8 6 9 6 Schließlich
wird noch die Anzahl der zu erwartenden Wahlimpulsserien, die hier zwei beträgt,
gespeichert.
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Wird nun z. B. die Rufnummer 2056 gewählt, wobei das D-Relais die
Ziffern 5 und 6 aufnimmt und dann das Wahlendezeichen gesendet wird, erfolgt nach
Hinweiston, Ansagetext und ggf. der Ortsnetzkennzahl folgende Ansage 65456, wobei
die 6 und 5 fest vorprogrammiert sind, die 4 aus der Tabelle entnommen ist und die
letzten beiden Ziffern den gewählten entsprechen. Der übrige Ablauf ist wie in Zusammenhang
mit dem ersten Beispiel beschrieben. Natürlich kann man auf diese Weise jeden beliebigen
Zusammenhang zwischen der gewählten alten und der anzusagenden neuen Rufnummer herstellen,
denn beide sind ja bekannt und ihre Zuordnung untereinander auch.
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Die Schaltungsanordnung zur automatischen Ansage geänderter Rufnummern
wird nach jeder Änderung nur eine begrenzte Zeit von einigen Monaten benötigt. Danach
kann sie umprogrammiert und an anderen Stellen, wo wieder Massenumschaltungen vorgenommen
werden, eingesetzt werden.
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Ihr Einsatz ist nicht daran gebunden, daß der betreffende Gruppenschnitt
freigeschaltet wird. Sie kann auch an einen beschalteten Gruppenschnitt angeschlossen
werden, muß dann allerdings hochohmig angeschaltet werden. Dies erreicht man, indem
man dem Relais D und evtl. - nicht zwingend - dem Relais F je eine Verstärkerstufe
vorschaltet und den Eingang der Einrichtung 2 zur Aufnahme des Fernkennzeichens
entsprechend hochohmig ausbildet. Einsatzfälle dafür sind dort gegeben, wo ein weiteres
Schaltglied eingefügt wird, z. B. dem Gruppenschnitt 0 des II. GW- 1 in Fig. 2b
ein III. GW nachgeschaltet wird, dem sich der LW anschließt.
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Sobald der Mikroprozessor 4 erkennt, daß eine nicht mehr gültige
Ziffer gewählt wurde oder eine Ziffer zu wenig, schaltet er das Ansagegerät an,
sonst nicht Beispiel: Der II. GW-1 ist dem Gruppenschnitt 2 des I. GW nachgeschaltet.
Dem Gruppenschnitt 0 des II. GW- 1 sei neu ein III. GW nachgeschaltet, an dessen
Gruppen-
schnitt 3 der LW nunmehr angeschlossen ist. Sämtliche Rufnummern der Gruppe
20 x x werden damit geändert in 203 x x. Sobald am Gruppenschnitt 0 des IL GW-1,
an der die Schaltungsanordnung von Fig. 1 hochohmig angeschlossen ist, eine Wahlinformation
eintrifft, deren 1. Ziffer nicht 3 ist, wird sie aufgenommen und der vorprogrammierten
Ziffernfolge 203 hinzugefügt. Das gleiche geschieht, wenn auf die 3 nur noch eine
Ziffer folgt. Dann wird die Ziffernfolge 203/3 x ausgegeben.
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Trifft dagegen eine den geänderten Verhältnissen entsprechende Wahlinformation
ein, wird keine Ansage vorgenommen. Anrufe, die eine Ansage hervorrufen, sind generell
gebührenfrei, da Gebührenimpulse erst am LW angelegt werden, der in diesen Fällen
nicht erreicht wird.