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DE3519666A1 - Verfahren zum hartbrennen von eisenerzpellets auf einem wanderrost - Google Patents

Verfahren zum hartbrennen von eisenerzpellets auf einem wanderrost

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Publication number
DE3519666A1
DE3519666A1 DE19853519666 DE3519666A DE3519666A1 DE 3519666 A1 DE3519666 A1 DE 3519666A1 DE 19853519666 DE19853519666 DE 19853519666 DE 3519666 A DE3519666 A DE 3519666A DE 3519666 A1 DE3519666 A1 DE 3519666A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
pellets
hard
grate
traveling grate
mbar
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19853519666
Other languages
English (en)
Inventor
Karlheinz 6380 Bad Homburg Boss
Fred Dr. 6072 Dreieich Cappel
Rolf-Peter 6395 Weilrod Dadazynski
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
GEA Group AG
Original Assignee
Metallgesellschaft AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Metallgesellschaft AG filed Critical Metallgesellschaft AG
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Priority to EP86200715A priority patent/EP0204355B1/de
Priority to DE8686200715T priority patent/DE3661025D1/de
Publication of DE3519666A1 publication Critical patent/DE3519666A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B1/00Preliminary treatment of ores or scrap
    • C22B1/14Agglomerating; Briquetting; Binding; Granulating
    • C22B1/24Binding; Briquetting ; Granulating
    • C22B1/2413Binding; Briquetting ; Granulating enduration of pellets

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

METALLGESELLSCHAFT AG 31. Mai 1985
Reuterweg 14 SCHR/LWÜ/2178P
6000 Frankfurt/M. 1
Prov. Nr. 9197 L
Verfahren zum Hartbrennen von Eisenerzpellets auf einem
Wanderrost
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Hartbrennen von Eisenerzpellets auf einem Wanderrost unter oxidierenden Bedingungen mittels hindurchgeleiteter heißer Gase, wobei die Pellets festes, kohlenstoffhaltiges Material eingebunden enthalten, das einen Teil der zum Hartbrennen erforderlichen Wärmemenge liefert.
Das Hartbrennen von Eisenerzpellets bei Temperaturen von etwa 1200 bis 1350 0C erfolgt auf geraden oder runden Wanderrosten, die mit Gashauben versehen sind, und die auch als Pelletbrennmaschinen bezeichnet werden. Diese Pelletbrennmaschinen haben - in Laufrichtung gesehen - verschiedene Behandlungszonen, nämlich Trockenzone, Brennzone und Kühlzone. Diese Zonen können unterteilt sein, wie z.B. in Vortrocknungs- und Nachtrocknungszone, Aufheizzone, Verbrennzone, Hauptbrennzone, Nachbrennzone und erste und zweite Kühlzone.
Beim oxidierenden Hartbrennen liegt der Eisengehalt der fertigen Pellets weitgehend in der höchsten Oxidationsstufe vor, d.h. als Fe^O-. Beim Hartbrennen von magnetitischen oder Magnetit (Fe-O.) enthaltenden Pellets ist die mittels der heißen Gase einzubringende Wärmemenge geringer als bei hämatitischen Pellets, da die Oxidation von Fe_O- zu Fe5O3 exotherm verläuft. Die spezifische Durchsatzleistung einer
Pelletbrennmaschine hSngt in starkem Maße von der Höhe des Magnetitgehaltes des zu verarbeitenden Erzes ab und steigt mit zunehmendem Magnetitgehalt. Deshalb wurden viele Versuche gemacht, die Durchsatzleistung bei der Verarbeitung von Hämatiten zu steigern. Dazu wurde festes, kohlenstoffhaltiges Material in feinkörniger Form in die Pellets eingebunden. Dadurch tritt zwar eine beträchtliche Steigerung der spezifischen Durchsatzleistung ein, jedoch nimmt die Druckfestigkeit der Pellets bei Gehalten über etwa 1,3 % C-. stark ab und auch die spezifische Durchsatzleistung fällt bei höheren Cf^x" Gehalten wieder ab. Bis zu diesem C-. -Gehalt wird eine Steigerung der Durchsatzleistung bei guter Pelletqualität erzielt, die Abgasmengen und die Temperaturen werden reduziert („Aufbereitungs-Technik", Nr. 12, 1973, Seiten 783 - 788). Ein C-. -Gehalt von etwa 1,3 % Cf. ergibt bei seiner Verbrennung etwa so viel Wärme, wie bei der Oxidation von Fe_O. zu Fe_O erzeugt würde, und würde etwa zur Reduktion von Fe3O3 zu Fe3O4 ausreichen. Ein Einbinden von festem, kohlenstoffhaltigem Material in Magnetit-Pellets führte zu einer starken Erniedrigung der Festigkeit der Pellets.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei erhöhter Durchsatzleistung der Pelletbrennmaschine und guter Pelletqualität den Energieverbrauch möglichst geringzuhalten.
Die Lösung der Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß dadurch, daß der C-. -Gehalt des in die Pellets eingebundenen festen, kohlenstoffhaltigen Materials 1,3 bis 1,8 Gew.-%, bezogen auf trokkene Aufgabemischung bei hämatitischen Erzen oder bezogen auf den hämatitischen Anteil in Mischungen von Erzen, beträgt, die Grünpellets mit einer Temperatur von 30 bis 500C auf den Wanderrost chargiert werden oder auf dem Wanderrost auf diese Temperatur durch Drucktrocknung vorgewärmt werden, die warmen Pellets durch eine Saugtrocknung geleitet und anschließend im Saugzug mit einem Unterdruck von 20 bis 40 mbar mit heißen
— "3 —
4-
Gasen von 1250 bis 13500C hartgebrannt werden. Die Pellets können aus reinen hamatitischen Erzen oder aus einem Gemisch von hämatitischen und magnet!tischen Erzen bestehen. Das feste, kohlenstoffhaltige Material kann aus Kohlen mit niedrigem Gehalt an flüchtigen Bestandteilen - wie z.B. Koks oder Anthrazit - oder aus Kohlen mit hohem Gehalt an flüchtigen Bestandteilen - wie z.B. bituminöse Kohlen oder Braunkohlen - bestehen. Bei Kohlen mit niedrigem Gehalt an flüchtigen Bestandteilen wird der Cf. -Gehalt im oberen Bereich eingestellt. Bei Kohlen mit hohem Gehalt an flüchtigen Bestandteilen wird der Cf. -Gehalt im unteren Bereich eingestellt. Das kohlenstoffhaltige Material wird in der für das Pelletieren erforderlichen Korngröße in die Mischung eingebracht. Der für den jeweiligen Betriebsfall günstigste Cf. -Gehalt kann empirisch ermitelt werden. Bei einer trockenen Mahlung* des Erzes auf Pelletierfeinheit erwärmt sich das Mahlgut so weit, daß die geforderte Aufgabetemperatur der Grünpellets von 30 bis 500C erreicht werden kann, wenn eine stärkere Wärmeabführung verhindert wird und eventuell mit wärmerer Pelletierflüssigkeit gearbeitet wird. Bei einer nassen Mahlung kann die geforderte Aufgabetemperatur im allgemeinen nur in sehr warmen Gegenden erreicht werdfen, wobei eventuell mit aufgewärmter Trübeflüssigkeit gearbeitet werden muß. In allen Fällen, in denen die geforderte Aufgabetemperatur von 30 bis 50°C nicht erreicht wird, werden die Grünpellets auf dem Wanderrost in einer vorgeschalteten Drucktrocknung auf diese Temperatur vorgewärmt. Die Drucktrocknung erfolgt durch warme Gase, die von unten durch das Bett gedrückt werden. Dabei muß die Temperatur von 30 bis 500C von der Mitte bis zur Oberfläche des Bettes erreicht werden. Im unteren Teil des Bettes liegt die Temperatur höher. Bei der Vorwärmung werden etwa 10 bis 15 % des Feuchtigkeitsgehaltes ausgetrieben.
Eine vorzugsweise Ausgestaltung besteht darin, daß die Saugtrocknung mit heißen Gasen von 300 bis 4000C und einem Unterdruck von 20 bis 40 mbar erfolgt.
Die Saugtrocknungnung der warmen Pellets erfolgt durch Hindurchsaugen der heißen Gase durch das Bett von oben nach unten. Die Saugtrocknung wird so lange durchgeführt, bis die obere Schicht des Bettes trocken ist. Dies ist nach etwa 2 bis 3 min der Fall. Mit dieser Arbeitsweise werden besonders gute Ergebnisse erzielt.
Eine vorzugsweise Ausgestaltung besteht darin, daß auf dem Wanderrost eine Rostbelag-Schicht von 5 bis 7 cm Höhe aus gebrannten Pellets chargiert wird.
Durch die Verringerung der Rostbelag-Schicht, die sonst Dicken von etwa 9 bis 11 cm hat, wird die Durchsatzleistung des Wanderrostes erhöht. Die Verringerung der Schichthöhe ist durch den einpelletierten Kohlenstoffgehalt möglich.
Eine vorzugsweise Ausgestaltung besteht darin, daß die Basizität der Pellets auf 0,6 bis 1,2, vorzugsweise 0,7 bis 0,9, eingestellt wird.
Diese Basizität ergibt besonders gute Qualitäten der Pellets.
Eine vorzugsweise Ausgestaltung besteht darin, daß die die Vorwärmung der Grünpellets durch Drucktrocknung auf dem Wanderrost mit gasen von 200 bis 3000C, vorzugsweise 250 bis 3000C, und einen Unterdruck von 20 bis 50 mbar erfolgt.
Dadurch wird eine gute Vorwärmung der Grünpellets erzielt, wenn ihre Aufgabetemperatur unter der geforderten Temperatur liegt.
Die Erfindung wird anhand von Beispielen näher erläutert.
Das Hämatit-Konzentrat hatte folgende Analyse (in Gew.-%, bezogen auf trockenes Erz):
Λ.
Fe gesamt 66,6
Fe11 0,9
SiO2 2,6
Al3O3 0,93
CaO <0,05
MgO <0,05
TiO2 0,06
P <0,03
Glühverlust 1,8
Aufmahlungsgrad <0.045 mm = 80 - 86%
Der Koks hatte folgende Analyse (in Gew.-%, bezogen auf trockene Kohle):
Cfix 8^1
Asche 13,9
Flüchtige 5,3
Aufmahlungsgrad <0,2 mm = 100%
Das Brennen der Pellets wurde auf einer Pfanne von 26,5 cm Durchmesser durchgeführt.
Die Pellets wurden unter Zusatz von 2 Gew.-% Cu(OH)2 und Gew.-% CaCO- hergestellt, wodurch die Basizität 0,7 betrug. Die Menge der einpelletierten C,. ist in der Tabelle angegeben. Die Feuchtigkeit der Grünpellets lag zwischen 8,8 und 9,3 Gew.-%.
Versuch Nr.
Tabelle I
1. Brennstoffzusatz
Cf. -Gehalt Gew.-%
1,38 1,38 1,38 1,58 1,38
2. Aufgabetemperatur 0C 20 37 38 20 41 20
3. Brennschema
Drucktrocknung
Zeit min 3
Temperatur (Gas) 0C 290
Druck mbar 35
290 40
Saugtrocknung
Zeit min
Temperatur (Gas) 0C Unterdruck mbar
2,7 3,2 3,2 3,2 3,2 3,2
350 370 360 400 360 360
30 40 40 40 40 40
Brennen
Zeit min 18,1 13,5 13,5 14,3 13,5 15
Temperatur (Gas) 0C 1320 1320- 1320 1320 1320 1320
1250
Unterdruck mbar 30-40 40 40 40 40 40
Kühlen
Zeit
Druck
min 9,9 8,8 9,5 9,6 10,5 10,3 mbar 45 45 45 45 45 45
Gesamtversuchszeit
min 33,7 25,5 26,2 29,1 27,2 28,5
Leistung tato/m 23,8 36,6 36,4 32,5 34,7 33
Fortsetzung Tabelle
Versuch Nr.
4. Spez.Abgasmengen
Drucktrocknung Nm /kg 0,63 - 0,3
Saugzone Nm3/kg 2,68 1,94 2,1 1,89 1,85 1,87
Kühlzone Nm3/kg 2,47 1,88 2,07 1,64 1,90 1,63
5. Gebläseenergie kWh/t 15,12 8,68 10,11 9,4 8,58 7,58
6. Gebrannte Pellets
Druckfestigkeit
Durchschnitt N/P 4700 4328 4511 4120 4170 3200
ISO-Abrieb-Test
-0.5 mm % 6,5 3,9 4,6 3,67 5,9 4,1
Reduktionsverhalten
NTZ-Test (5000C)
-0.5 mm % 4,5 3,7 3 4,3 5,5 16,5
Druckerweichungstest
(Burghard-Test) 1050 0C
DR/dt40 %/min 1,2 1,15 1,16 1,05 1,1 1,12
Rückstaudruck mbar 0,7 1,7 1,8 1,9 2,0 5,4
7. Betthöhe
Rostbelag cm 10 6 6 6 6 6 Grünpellets cm 31 37 37 37 37 37
.Jo —
Die Vorteile der Erfindung bestehen darin, daß die Durchsatzleistung der Pelletbrennmaschine beträchtlich gesteigert werden kann, wobei Pellets mit guter Qualität erzeugt werden, der Gesamtwärmeverbrauch verringert und die erforderliche elektrische Gebläseenergie ebenfalls verringert wird. Außerdem kann ein beträchtlicher Teil der erforderlichen Wärmeenergie durch minderwertige und billige Brennstoffe eingebracht werden.

Claims (5)

Patentansprüche
1. Verfahren zum Hartbrennen von Eisenerzpellets auf einem Wanderrost unter oxidierenden Bedingungen mittels hindurchgeleiteter heißer Gase, wobei die Pellets festes, kohlenstoffhaltiges Material eingebunden enthalten, das einen Teil der zum Hartbrennen erforderlichen Wärmemenge liefert, dadurch gekennzeichnet, daß der C,. -Gehalt des in die Pellets eingebundenen festen, kohlenstoffhaltigen Materials 1,3 bis 1,8 Gew.-%, bezogen auf trockene Aufgabemischung bei hämatitischen Erzen oder bezogen auf den hämatitischen Anteil in Mischungen von Erzen, beträgt, die Grünpellets mit einer Temperatur von 30 bis 500C auf den Wanderrost chargiert werden oder auf dem Wanderrost auf diese Temperatur durch Drucktrocknung vorgewärmt werden, die warmen Pellets durch eine Saugtrocknung geleitet und anschließend im Saugzug mit einem Unterdruck von 20 bis 40 mbar mit heißen Gasen von 1250 bis 13500C hartgebrannt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Saugtrocknung mit heißen Gasen von 300 bis 4000C und einem Unterdruck von 20 bis 40 mbar erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Wanderrost eine Rostbelag-Schicht von 5 bis 7 cm Höhe aus gebrannten Pellets chargiert wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Basizität der Pellets auf 0,6 bis 1,2, vorzugsweise 0,7 bis 0,9, eingestellt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorwärmung der Grünpellets durch Drucktrocknung auf dem Wanderrost mit Gasen von 200 bis 3000C, vorzugsweise 250 bis 3000C, und einen Unterdruck von 20 bis 50 mbar erfolgt.
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