DE3518885A1 - Vollmantelschneckenzentrifuge mit nachklaervorrichtung - Google Patents
Vollmantelschneckenzentrifuge mit nachklaervorrichtungInfo
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- B04B2001/2083—Configuration of liquid outlets
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Description
BAYER AKTIENGESELLSCHAFT 5090 Leverkusen, Bayerwerk Konzernverwaltung RP
Patentabteilung Ki/bo/c
Patentabteilung Ki/bo/c
21 Mai 1985
Die Erfindung betrifft eine VoIImantelschneckenzentrifuge,
bestehend aus einem zylindrischen Klärteil, einem konischen
Entfeuchtungsteil, einer ein- oder mehrgängigen,
vor- oder nacheilenden Band- oder Vollblattschnecke einem am Ende des Klärteils oder zwischen Klär- und
Entfeuchtungsteil einmündenden Suspensionszulauf, einem
als Überlaufwehr oder Schälrohr ausgebildeten Flüssigkeitsablauf am Klärteil und einem Feststoffaustrag am
Entfeuchtungsteil«
Zentrifugen dieser Art, (auch als Dekanter bezeichnet) dienen in der Verfahrenstechnik zur Trennung von fester
und flüssiger Phase bei Suspensionen« Die Trennung beruht darauf, daß der Feststoff durch die Zentrifugalkraft nach
außen sedimentiert und daß in der konisch/zylindrischen
rotierenden Trommel eine mit leicht unterschiedlicher "
Drehzahl laufende Schnecke den abgesetzten Feststoff zum Austrag am Entfeuchtungsteil fordert« Bezüglich näherer
Einzelheiten wird auf die Literatur verwiesen (siehe z.B.
Ulimann ε Encyclopaedia der Technischen Chemie, Band I,
35
Le A 23 414
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324-325} DE-OS 2 321 653} GM 1 760 883). 10
Bei Suspensionen mit Feststoffteilchen, die nur langsam
sedimentieren, weil sie sehr klein oder die Dichtedifferenz gegenüber der Flüssigkeit gering ist, oder bei
Suspensionen, deren abgesetzter Feststoff durch die Schnecke und/oder die Überströmung wieder aufgearbeitet
wird, kann eine vollständige Abscheidung der Feststoffe
in einer VoIlmantelschneckenzentrifuge mit wirtschaftlichen Durchsätzen nicht erreicht werden. Es wurde
daher schon lange versucht, das Trennergebnis zu
verbessern. Zu diesem Zweck wurde z.B. die Führung der
Suspension bzw» Flüssigkeit modifiziert. Ferner wurden
lamellenartige axial durchströmte Einbauten entwickelt und/oder die Schneckengänge im zylindrischen Klärteil in
spezieller Weise ausgebildet (z.B. Bandschnecke oder Schnecke mit veränderlicher Steigung). Trotz dieser
Maßnahmen kann jedoch in vielen Fällen eine vollständige Abscheidung nicht erreicht werden« Hier setzt die
Erfindung an.
mantelschneckenzentrifuge der eingangs beschriebenen Art
den Abscheidegrad durch spezielle Einbauten zu verbessern.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelost, daß die
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Schnecke im zylindrischen Klärteil an einem zylindrischen
hohlen Schneckenkern befestigt ist, dessen Mantelfläche
ganz oder teilweise mit einer radial durchströmten Nachklärvorrichtung ausgerüstet ist und daß der Flüssigkeitsablauf unmittelbar am oder innerhalb des Schneckenkernes
liegt.
Die Nachklärvorrichtung besteht vorzugsweise aus einem auf den perforierten Schneckenkern aufgebrachten Filtermittel»
Alternativ kann die Nachklärvorrichtung aus einem Lamellenabscheider bestehen mit einer Vielzahl schrägstehender
und parallel zueinander am Schneckenkern angeordneter Lamellen» Vorteilhaft ist am Ende des Klärteils ein Rückspülablauf vorgesehen» Dieser Rückspülablauf ist vor-
zugsweise als ein sich während des Betriebes der Zentrifuge in periodischen Abständen selbsttätig öffnendes
Siphon ausgebildet»
Mit der Erfindung werden folgende Vorteile erzielt: 25
1« Aufgrund der Tatsache, daß längs des ganzen zylindrischen Teils der Trommel Flüssigkeit abgezogen
wird, vermindert sich die Stromungsgeschwindigkeit zum überlauf hin deutlich» so daß auch noch sehr
leicht aufwirbelbare Feststoffe durch Sedimentation abgetrennt werden können»
2» Die durch die verbesserte Sedimentation immer noch
nicht abgetrennten Teilchen werden beim Abzug der
vorgeklärten Flüssigkeit nach innen durch den Schnek-
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kenkern an der Oberfläche des dort angebrachten Filtermittels
abgeschieden. Um ein Verlegen (Verstopfen) des Filtermittels im Dauerbetrieb durch die hier abgeschiedenen
feinen Teilchen zu vermeiden, muß die Möglichkeit einer periodischen Rückspülung vorgesehen
werden» In einfachen Fällen genügt auch schon das Unterbrechen des Suspensionszulaufes, um die Teilchenagglomerate
an dem Filtermittel nach außen abzuschleudern«
Im folgenden wird die Erfindung anhand von Zeichnungen und Ausführungsbeispielen näher beschrieben.
Es zeigen
..
Fig. 1 eine Vollmantelschneckenzentrifuge mit Innenfilter
und Rückspülsiphon und
Fig» 2 eine Vollmantelschneckenzentrifuge mit einem Lamellenabscheider als Nachklärvorrichtung♦
Gemäß Figur 1 ist in einem Gehäuse 1 eine Trommel 2 drehbar angeordnet. Innerhalb der Trommel 2 befindet
sich eine drehbar angeordnete Förderschnecke 3. Die Trommel 2 und die Schnecke 3 rotieren mit leicht
unterschiedlichen Drehzahlen, so daß eine geringe Differenzfrequenz von Trommel und Schnecke vorhanden ist.
Trommel 2 und Schnecke 3 laufen zum Feststoffaustrag 4 hin
konisch zu (Entfeuchtungsteil II). Am gegenüberliegenden
Ende sind Trommel und Schnecke dagegen zylindrisch ausge-
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bildet (Klärteil I). Die Suspension deren feste Phase abgetrennt
werden soll, tritt durch den axialen Suspensionszulauf 5, der bis etwa an die Grenze zwischen Klärteil
I und Entfeuchtungsteil II durchgeführt ist, in den
Zentrifugenraum ein (Pfeile 6)» Der spezifisch schwerere
Feststoff 7 wird nach außen geschleudert und aufgrund der
Relativbewegung von Trommel 2 und Schnecke 3 zum Feststoffaustrag
4 hin gefördert. Die flüssige Phase bildet dabei den Sumpf 8. Die geklärte Flüssigkeit (Filtrat)
wird im Klärteil mit einem Schälrohr 9 abgezogen und durch
ein zum Suspensionszulauf 5 konzentrisches Rohr 10 aus der Zentrifuge gefördert.
Um schwer sedimentierende Teilchen aus dem Filtrat zurückzuhalten,
ist im Klärteil I in Strömungsrichtung vor dem
Schälrohr 9 eine Nachklärvorrichtung eingebaut. Sie besteht
aus einer perforierten (Perforationen 11) Filtertrommel 12, die im Klärteil I gleichzeitig den Schneckenkern
bildet. Die Filtertrommel 12 ist mit einem geeigneten Filtermittel, z.B. einem Filtertuch, abgedeckt. Das Schäl-
rohr 9 befindet sich - wie oben schon erwähnt - innerhalb
der Filtertrommel 12. Die Mantelfläche der Filtertrommel
12 kann in einzelne Filterelemente, z.B. Filtertaschen, unterteilt sein. Das Filtermittel muß von Zeit zu Zeit
gereinigt werden um eine Verstopfung (Verlegen) zu ver-
meiden. Zu diesem Zweck ist eine Rückspülung des Filters
vorgesehen. Die Rückspülung kann dadurch erfolgen, daß nach Erreichen eines bestimmten Flüssigkeitsstandes in der
Trommel 12 die Suspensionszufuhr unterbrochen wird und
gleichzeitig von der Filtratseite her Rückspül flüssigkeit 35
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(Filtrat) aufgegeben wird« Die normale FiItratabnähme mit
Hilfe des Schälrohrs 9 bleibt dabei abgesperrt. Die dann rückwärts durch das Filtermittel zum stirnseitigen Wehr
strömende Flüssigkeit sorgt für das Abspülen der im Filtermittel befindlichen feinen Teilchen«
10
Eine andere Möglichkeit zur Rückspülung besteht darin» den
Überlauf an der Stirnseite am zylindrischen Teil der Trommel 2 als automatisch arbeitendes Siphon 13 auszubilden»
Der Siphonüberlauf liegt dabei - wie Figur 1 gezeigt» -geringfügig innerhalb des Niveaus des Schalrohrs« Mit
einer solchen Rückspülvorrichtung ist eine rasche Entleerung der Trommel 2 bei verstärkter Rückspülung des
Radius abgeführt wird» daß sich innerhalb des Schneckenkerns genügend Flüssigkeit aufstauen kann« Das Rückspülsiphon 13 konnte auch durch eine regulierbare Abschälvorrichtung ersetzt werden«. Auf diese Weise könnte der
werden» Eine derartige Vorrichtung würde außerdem den Vorteil bieten» daß vor dem Stillstand der Zentrifuge der
Sumpf (Restvolumen der Flüssigkeit) abgeschöpft werden kann«
Die Vollmantel schneckenzentrifuge gemäß Figur 2 ist im
Prinzip ähnlich aufgebaut wie die Zentrifuge nach Figur 1« Die Nachklärvorrichtung im zylindrischen Klärteil I
besteht hier jedoch nicht aus einem Filter sondern einem
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Lamellenabscheider 14. Der Lamellenabscheider 14 wird
durch eine Vielzahl parallel zueinander am Schneckenkern angeordneter schrägstehender Lamellen 15 gebildet« Die
Abscheidelamellen 15 sind in einem Abstand von z.B. 1 mm unter einem Neigungswinkel von 30° bis 60° am Schneckenkern
12 angeordnet« Das Lamellenpaket wirkt ähnlich wie ein statischer Lamellenabscheider oder Tellerseparator»
Die in den Lamellen 15 abgeschiedenen Teilchen werden als zusammenhängende Schicht in die Trommel zurückgeschleudert,
sobald eine gewisse Schichtdicke erreicht bzw. überschritten wird« Der Ablauf für die geklärte Flüssigkeit
ist bei der Zentrifuge nach Figur 2 als einstellbares Überlaufwehr 16 ausgebildet.
Welche Nachklärvorrichtung zu wählen ist (Filtermittel
oder Lamellenabscheider), hängt primär von dem zu trennenden
Stoffsystem ab. Bei geringen Dichtedifferenzen zwischen
Feststoff und Flüssigkeit wird das Filtersystem zur
Nachklärung günstiger sein. Bei höheren Dichtedifferenzen
dürfte die Nachklärung mit Lamellen überlegen sein. Bei
...
sehr feinen Teilchen, deren Rückspülung aus dem Filtermittel
Schwierigkeiten macht, können zusätzlich Filterhilfsmittel, z,B, auf Cellulosebasis, eingesetzt werden.
Deren Dichte sollte dann allerdings geringer oder allenfalls gleich groß sein wie die Dichte der Suspension,
30
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Claims (2)
1. Vollmantelschneckenzentrifuge* bestehend aus einem
zylindrischen Klärteil I, einem konischen Entfeuchtungsteil II, einer ein- oder mehrgängigen, vor- oder
nacheilenden Band- oder Vollblattschnecke (3) einem am Ende des Klärteils I oder zwischen Klär- und
Entfeuchtungsteil einmündenden Suspensionszulauf (5,
6), einem als Überlaufwehr (16) oder Schälrohr (9) ausgebildeten Flüssigkeitsablauf am Klärteil I und
einem Feststoffaustrag (4) am Entfeuchtungsteil II»
dadurch gekennzeichnet, daß die Schnecke (3) im zylindrischen Klärteil I an einem zylindrischen
hohlen Schneckenkern (12) befestigt ist» dessen
Mantelfläche ganz oder teilweise mit einer radial
durchströmten Nachklärvorrichtung ausgerüstet ist und
daß der Flüssigkeitsablauf (9, 16) innerhalb des Schneckenkernes (12) liegt«
2. Vollmantelzentrifuge nach Anspruch 1, dadurch gekenn-
zeichnet, daß die Nachklärvorrichtung aus einem auf
den perforierten (11) Schneckenkern (12) aufgebrachten Filtermittel besteht»
3* Vollmantelzentrifuge nach Anspruch 1, dadurch gekenn-
zeichnet, daß die Nachklärvorrichtung aus einem
Lamellenabscheider (14) mit einer Vielzahl parallel
zueinander und schrägstehender am Schneckenkern (12)
angebrachter Lamellen (15) besteht·
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-χ -
4« Vollmantelzentrifuge nach Anspruch 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß am Ende des Klärteils I ein Rückspülablauf vorgesehen ist.
5» Vollmantelzentrifuge nach Anspruch 4>
dadurch gekennzeichnet, daß der Rückspülablauf aus einem sich während
des Betriebes der Zentrifuge in periodischen Abständen selbsttätig entleerenden Siphons (13) besteht.
Le A 23
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Applications Claiming Priority (1)
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| DE19853518885 DE3518885A1 (de) | 1985-05-25 | 1985-05-25 | Vollmantelschneckenzentrifuge mit nachklaervorrichtung |
Publications (1)
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Family
ID=6271656
Family Applications (1)
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| DE19853518885 Withdrawn DE3518885A1 (de) | 1985-05-25 | 1985-05-25 | Vollmantelschneckenzentrifuge mit nachklaervorrichtung |
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