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Vorrichtung und Verfahren zur
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automatischen Bereitstellung von Kleinkindnahrung Die Erfindung betrifft
eine Vorrichtung und ein Verfahren zur automatischen Bereitstellung von Kleinkindnahrung.
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Statt oder in Ergänzung zur Ernährung mit Muttermilch werden Kleinkinder
üblicherweise zunächst mit Babyfläschchen und dann mit zunehmendem Alter und Körpergewicht
mit vorbereiteter Fertignahrung aus Gläschen ernährt. Der Inhalt der BabyEläschchen
besteht aus einem Fertignahrungsanteil, insbesondere Milchpulver, und einem damit
vermischten Wasseranteil. Die jeweiligen Anteile werden nach der Herstellerangabe
entsprechend dem bekannten Körpergewicht des Kleinkinds gemischt. Der Inhalt vorbereiteter
Fertignahrung aus Gläschen variiert in seiner stofflichen Konsistenz in zahlreichen
Geschmacksrichtungen.
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Zur Bereitstellung ist lediglich eine entsprechende Erwärmung des
Inhalts auf eine für den Verzehr durch das Kleinkind geeignete Temperatur erforderlich.
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Bisher ist es üblich, Babyfläschchen manuell durch Einführen eines
entsprechenden Fertignahrungsanteils in ein vorbereitetes Fläschchen, durch Zugießen
von nahezu kochendem Wasser, durch Schütteln der verschlossenen Flasche zwecks Vermischung
der Bestandteile und durch anschließende entsprechende Abkühlung auf Trinktemperatur
bereitzustellen. Dieses Verfahren ist nicht nur recht zeitaufwendig, sondern erfordert
auch ein gewisses Geschick zum Hantieren und genauen Dosieren der entsprechenden
Anteile, was insbesondere bei nächtlichen Zubereitungen seitens einer durch Geschrei
eines hungrigen Kleinkindes aus dem Schlaf gerissenen Person nicht immer problemlos
ist. Um diese nächtlichen Zubereitungsmaßnahmen zu umgehen, besteht auch die Möglichkeit,
ein fertig zubereitetes Babyfläschchen in einem Fläschchenwärmer über einen längeren
Zeitraum auf Trinktemperatur zu halten. Dies hat jedoch deutliche geschmackliche
Einbußen zur Folge. Für die Bereitstellung von vorbereiteter Fertignahrung aus Gläschchen
ist es bisher üblich, entweder das Gläschen umständlich in einem Wasserbad allmählich
zu erwärmen oder das Gläschen nach geeigneter Einstellung des Flaschenwärmers langsam
auf die Verzehrtemperatur zu bringen.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung und ein
Verfahren zu schaffen, mit der bzw. nach dem Kleinkindnahrung schnell und zuverlässig
automatisch bereitgestellt werden kann.
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Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung gelöst, die durch den Anspruch
1 gekennzeichnet ist. Ein die Aufgabe lösendes Verfahren ist in dem Anspruch 18
angegeben.
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Bevorzugte Merkmale, die die Erfindung vorteilhaft weiterbilden,
sind
in den jeweils nachgeordneten Ansprüchen enthalten.
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Die Erfindung schafft demgemäß eine Vorrichtung zur automatischen
Bereitstellung von Kleinkindnahrung, bestehend aus einem Vorratsbehälter für Wasser,
dem mittels einer Dosiereinrichtung ein auf das Gewicht des Kleinkinds abstimmbarer
Wasseranteil entnehmbar ist, einer Wärmebehandlungseinrichtung für den entnommenen
Wasserteil, in der dieser schnell durch Kochen sterilisierbar und anschließend auf
wenigstens eine Mischtemperatur .zum Einführen in ein Babyfläschchen schnell abkühlbar
ist, einem Vorratsbehälter für Fertignahrung, dem mittels einer Dosiereinrichtung
ein auf das Gewicht des Kleinkinds abstimmbare Fertignahrungsanteil entnehmbar und
dem Babyfläschchen zuführbar ist, einer Mischeinrichtung zur Vermischung des Fertignahrungsanteils
und des Wasseranteils in dem Babyfläschchen und aus einer einstellbaren Zubereitungssteuereinrichtung,
die wenigstens das Zuführen des Fertignahrungs-und des Wasseranteils , die Wärmebehandlungseinrichtung
und die Mischeinrichtung steuert.
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Bevorzugt besteht die Zubereitungssteuereinrichtung aus einem Mikrocomputer,
der mit einer Dateneingabe-Einrichtung für die Gewichtseingabe des Kleinkinds und
eine dementsprechende Steuerung des Zubereitungsablaufs verbunden ist.
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Als Dosiereinrichtungen sind vorzugsweise elektromagnetische Ventile
mit einem konstanten Strömungsquerschnitt vorgesehen, deren öffnungsdauer abhängig
von dem Gewicht des Kleinkinds steuerbar ist. Die Wärmebehandlungseinrichtung weist
bevorzugt einen temperaturgesteuerten Schnellerhitzer und einen temperaturgesteuerten
Schnellkühler mit einer jeweils kleinen Baugröße auf. Eine kleine Baugröße ist auch
für die Mischeinrichtung vorgesehen, die bevorzugt aus einem elektrischen Resonator
, beispielsweise einem im Ultraschallbereich arbeitenden Piezo-Element,besteht.
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Nach einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist der entnommene
Wasseranteil mit Hilfe wenigstens einer elektrischen Pumpe, insbesondere einer Induktionspumpe,
gesteuert zu dem Babyfläschchen transportierbar. Dabei ist es besonders günstig,
wenn zunächst ein überwiegender Teil des sterilisierten Wasseranteils dem vorhandenen
Schnellkühler zur Abkühlung auf die erste Mischtemperatur zuführbar und danach in
das Babyfläschchen zur Mischung mit dem gesamten Fertignahrungsanteil eingebbar
ist, und daß danach der Rest des Wasseranteils dem Schnellkühler zur Abkühlung auf
eine zweite niedrigere Mischtemperatur zuführbar und darauf in den vorgemischten
Inhalt des Babyfläschchens einmischbar ist. Hierdurch läßt sich eine besonders schnelle
und gleichmäßige Mischung des Fläschcheninhalts erzielen. Von Vorteil ist in diesem
Zusammenhang weiterhin, wenn für die Wasseranteile eine auf die Einfüllöffnung des
Babyfläschchens gerichtete Sprühdüse vorgesehen ist.
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Für die Bereitstellung eines Milchfläschchens ist es im Hinblick auf
die Automatisierung und die damit verbundene Zeitersparnis von Vorteil, wenn eine
automatisch gesteuerte Babyfläschchen-Zuführeinrichtung vorgesehen ist, die bevorzugt
aus einem automatisch fortschaltbaren Transportkarussell besteht, durch das einzelne
Babyfläschchen zu der Mischeinrichtung, insbesondere dem Resonator, beförderbar
sind, wobei die Zuführeinrichtung nach einer weiteren vorteilhaften Ausgespaltung
zur Befüllung mit leeren Babyfläschchen aus der Vorrichtung, insbesondere aus dem
Gehäuse der Vorrichtung, wenigstens teilweise herausziehbar ist.
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Nach eier bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung weist die Vorrichtung
eine zusätzliche Einrichtung zur temperaturgesteuerten Schnellerwarmung eines Fertignahrungsgläschens
auf, zu der ein Teil der Wärmebehandlungseinrichtung gehört, insbesondere ein Mikrowellenerhitzer.
Hierdurch ist der Einsatz der erfindungsgemäßen Vorrichtung nicht nur auf den Zeitraum
begrenzt, in dem es um die automatische Bereitstellung von
Kleinkindnahrung
in Form von Milchfläschchen geht, sondern kann auch gleichzeitig und nach dieser
Ernährungsphase in günstiger Weise für die schnelle und zuverlässige automatische
Bereitstellung von Kleinkindnahrung in Form von vorbereiteter Fertignahrung aus
Gläschen verwendet werden.
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Für die einwandfreie und problemlose Arbeitsweise der Vorrichtung
ist es günstig, wenn die Vorrichtung eine Funktionsbereitschafts-überwachungseinrichtung
aufweist. Vorteilhaft ist nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ein optischer
und/oder akustischer Signalgeber für die erfolgte Bereitstellung der Kleinkindnahrung
vorgesehen, Für die Handhabung der Vorrichtung ist es weiterhin cünstlg, wenn die
Vorratsbehälter abnehmbar sind und jeweils ein beim Anbringen an die Vorrichtung
betätigbares Auslaßventil aufweisen. Bevorzugt besitzen die Vorratsbehälter jeweils
einen Füllstandanzeiger für eine einfache Kontrolle der Behälterfüllung.
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Die Erfindung schafft weiterhin ein Verfahren zur automatischen Bereitstellung
von Kleinkindnahrung, bei dem einem Wasservorratsbehälter ein als Nahrungsanteil
auf das Gewicht des Kleinkinds abgestimmter Wasseranteil entnommen und zur Sterilisierung
schnell erhitzt wird, bei dem ein überwiegender Teil des erhitzten Wasseranteils
auf eine erste Mischtemperatur schnell abgekühlt und dann in ein Babyfläschchen
eingeführt wird, bei dem gleichzeitig mit dem Abkühlen des überwiegenden Wasserteils
von einem Vorratsbehälter für Fertignahrung ein auf das Gewicht des Kleinkinds abgestimmter
Fertignahrungsanteil in das Babyfläschchen eingeführt wird, bei dem die in das Babyfläschchen
nacheinander eingeführten Anteile gemischt werden und bei dem der restliche Wasseranteil
während des Mischens der vorgenannten Anteile auf eine zweite Mischtemperatur schnell
abgekühlt und danach der vorgemischten konzentrierten Fertignahrung in dem Babyfläschchen
zugemischt wird.
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Bevorzugt werden die Wasserentnahme und die Fertignahrungsentnahme
jeweils mit einer Dosiereinrichtung vorgenommen, deren Entnahmezeit in Korrelation
mit dem Gewicht des Kleinkinds gebracht wird. Als überwiegender Wasseranteil werden
2/3 des Wasseranteils in einem Schnellkühler auf die erste Mischtemperatur von etwa
450C abgekühlt und dann in das BabXfläschchen zur Mischung mit dem darin bereits
eingeführten gesamten Fertignahrungsanteil eingesprüht, während der restliche Wasseranteil
in der Schnellkühlereinrichtung auf die zweite Mischtemperatur von etwa 200C abgekühlt
und danach mit einer Zeitverzögerung in das Babyfläschchen eingesprüht wird. Hierzu
wird der gesamte Wasseranteil mit wenigstens einer elektrischen Pumpe befördert.
Das Mischen der Nahrungsanteile wird bevorzugt mit einem vor dem Einsprühen der
Wasseranteile in Betrieb genommenen elektrischen Resonator vorgenommen.
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Nach einer bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens
ist weiterhin vorgesehen, daß nach der Entnahme des bereitgestellten Babyfläschchens
automatisch ein neues leeres Babyfläschchen auf den Resonator in Füllstellung gebracht
wird. Die Steuerung der Fläschchenzubereitung wird vorteilhaft mit einem Mikroprozessor
vorgenommen, in den über eine Dateneingabe- und -Anzeigeeinrichtung das Gewicht
des Kleinkinds eingegeben wird. Nach einer bevorzugten weiteren Ausbildung des Verfahrens
wird mit der Schnellerhitzungseinrichtung gleichzeitig oder alternativ eine vorbereitete
Fertignahrung in einem Glas temperaturgesteuert erwärmt.
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Um eine einwandfreie und problemlose Durchführung des Verfahrens zu
erreichen, wird wenigstens teilweise eine Überprüfung der Funktionsbereitschaft
der einzelnen elektrischen Aggregate sowie des Vorhandenseins eines zu füllenden
Babyfläschchens bzw. eines zu wärmenden Fertignahrungsgläschens vorgenommen. Günstig
ist es weiterhin, wenn die erfolgte Bereitstellung der Kleinkindnahrung optisch
und/oder akustisch angezeigt wird.
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Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung sind dem
anschließenden Beschreibungsteil zu entnehmen, in dem ein Ausführungsbeispiel der
Erfindung unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert wird.Es
zeigen Figur 1 eine perspektivische Gesamtansicht einer Vorrichtung zur automatischen
Bereitstellung von Kleinkindnahrung gemäß der Erfindung; Figur 2 eine Vorderansicht
der Vorrichtung gemäß Fig.1; Figur 3 eine Draufsicht auf die Vorrichtung gemäß Fig.
1, wobei die Vorratsbehälter für Wasser und für Fertignahrung abgenommen sind; Figur
4 eine schematische perspektivische Darstellung der Vorrichtungsbestandteile, die
im Innern des Vorrichtungsgehäuses angeordnet sind; Figur 5 eine perspektivische
Teilansicht der Vorrichtung gemäß Figur 1, wobei die Zuführeinrichtung zur Befüllung
mit leeren Babyfläschchen aus de Gehäuse der Vorrichtung herausgezogen ist; Figur
6 ein Ablaufdiagramm zur Veranschaulichung des Verfahrens gemäß der Erfindung; und
Figur 7 eine dreidimensionale graphische Darstellung , die für ein Fertignahrungsbeispiel
jeweils die Abhängigkeit des Wasseranteils und des Fertignahrungsanteils in Abhängigkeit
von dem Körpergewicht des Kleinkinds, den im Zusammenhang zwischen Fertignahrungsanteilen
und Wasseranteilen für verschiedene Fertignahrungszusammensetzungen sowie in einer
räumlichen Kurve den Gesamtzusammenhang der jeweiligen Parameter zeigt.
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In Figur 1 ist eine perspektivische Gesamtansicht einer Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Vorrichtung 10 dargestellt.
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Die Vorrichtung besitzt ein Gehäuse 11, auf dem ein Vorratsbehälter
12 für Wasser und ein Vorratsbehälter 14 für Fertignahrung,
insbesondere
für Milchpulver, abnehmbar angeordnet sind. Das Gehäuse 11 besitzt eine in etwa
quaderförmige Gestalt, wie sich aus den Figuren 2 und 3 ergibt. Es besteht aus formstabilem
und hitzebeständigem Kunststoff und sitzt auf einem Sockel 15, der an das Gehäuse
11 angeschraubt ist und in vorteilhafter Weise zur Aufnahme einer elektrischen AnschluBleitung
dient.
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In der in Figur 2 dargestellten Vorderansicht des Gehäuses 11 sind
jeweils links und rechts im Bereich der vorderen Seitenkanten ces Gehäuses eine
Fachklappe 16 und eine Fachklappe 17 angelenkt. Die Fachklappen 16 und 17 erstrecken
sich über die gesamte Höhe des Gehäuses 11 und nehmen jeweils etwa 1/3 der Breite
der Vorderseite des Gehäuses ein. Sie besitzen jeweils mit der Vorderseite fluchtend
angeformte Handgriffe 18 und 9 sowie jeweils ein großes Klarsichtfenster 20 und
21, durch die das Vorhandensein eines Gläschens bzw. eines Fläschchens in dem jeweiligen
Fach visuell kontrolliert werden kann.
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Den Handgriffen 18 und 19 sind jeweils Griffmulden 22 und 23 zugeordnet,
die an der Vorderseite des Gehäuses 11 (siehe Fig. 2) längs der Vorderkante der
jeweiligen Handgriffe eingeformt sind.
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An den Seitenflächen des Gehäuses 11 , von der in Figur 1 die rechte
Seitenfläche 25 dargestellt ist, sind Lüftungsschlitze 26 vorgesehen. Die Gehäuseoberseite
weist einen schmalen vorderen Abschnitt 28 auf, der etwa unter einem Winkel von
40° nach unten geneigt ist. Auf diesem Abschnitt 28 ist in der Mitte eine Tastatur
29 und eine LCD-Anzeige 30 angeordnet. Über die Tastatur 29 kann das Körpergewicht
des Kleinkinds auf einen nicht dargestellten Mikrocomputer eingegeben und auf der
LCD-Anzeige 30 kontrolliert werden.
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Der Abschnitt 28 enthält ferner eine Starttaste 31 für die Bereitstellung
eines Milchfläschchens , diverse Signalleuchten 32 für Funktionskontrollen und ein
optisches Signal für die erfolgte gewünschte Bereitstellung , eine Starttaste 33
für
das Bereitstellen eines Fertignahrungsgläschens und eine Taste 34, die beispielsweise
für das Ein-und Ausschalten der Vorrichtung vorgesehen ist und deren Einschaltzustand
durch eine im Sockel 15 vorgesehene Kontrolleuchte 35 signalisiert wird.
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Auf dem Gehäuse 11 ist zwischen den abnehmbaren Vorratsbehältern 12
und 14 ein Aufbewahrungsbehälter 37 für Sauger, Überwurfmuttern zur Befestigung
der Sauger an dem Milchfläschchen und sonstiges geeignetes Zubehör angeordnet.
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Auch der Vorratsbehälter 37 kann von dem Gehäuse 11 abnehmbar ausgebildet
sein. Er weist an seiner vorderen Oberseite eine eingeformte Griffmulde 38 auf,
mit deren Hilfe die Bedienungsperson unter einen Deckel 39 zum Öffnen des Vorratsbehälters
37 zu greifen vermag.
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Der Vorratsbehälter 12 für Wasser hat etwa ein Fassungsvermögen von
2 Litern. Diese Wassermenge reicht aus, um etwa 10 Babyfläschchen zuzubereiten.
Zur Kontrolle der Füllmenge ist an der dem Abschnitt 28 zugewandten Seite des Vorratsbehälters
12 ein schmales Sichtfenster 40 vorgesehen. Die Oberseite des Vorratsbehälters 12
ist mit einem Deckel versehen, der aus den Teilen 41 und 42 besteht, wobei der Teil
42 über eine Mulde 13 nach oben verschwenkbar ist. Der Vorratsbehälter 14, der ein
Fassungsvermögen von etwa 300 Gramm Fertignahrung besitzt, weist ein Sichtfenster
44 zur Füllstandskontrolle und einen oberen Deckel 45 auf. Die Außenkonturen der
Deckel 39, 41, 42 und 45 sowie der Vorratsbehälter 12, 14 und 37 folgen im wesentlichen
denen des Gehäuses 11.
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Wie aus Figur 3 zu ersehen ist, weist das Gehäuse 11 an seiner Oberseite
Führungsausnehmungen 46 und 47 auf, die für das lagegerechte Einsetzen der Vorratsbehälter
12 und 14 mit entsprechend an diesen angeformten Ansätzen vorgesehen sind.
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In Figur 3 ist von dem nicht abgenommenen Vorratsbehälter 37
nur
der Deckel 39 zu sehen. An der Oberseite des Gehäuses 11 sind gemäß Figur 3 weiterhin
eine Einlaßöffnung 48 für Wasser und eine Einlaßöffnung 49 für pulverisierte Fertignahrung
vorgesehen. In die Einlaßöffnungen 48 bzw. 49 sind nicht dargestellte unterseitige
Stutzen der entsprechenden Vorratsbehälter 12 und 14 einsetzbar, wobei diese Stutzen
Auslaßverschlußventile aufweisen, die beim Aufsetzen der Vorratsbehälter auf das
Gehäuse geöffnet werden. Unterhalb der Einlaßöffnungen 48 und 49 sind nicht dargestellte
Elektromagnetventile angeordnet, die bei Erregung einen konstanten Durchlaßquerschnitt
freigeben, wobei die Dosierung der jeweiligen Wasser- bzw. Fertignahrungspulvermenge
durch die öffnungsdauer der Magnetventile vorgenommen wird.
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Die Vorrichtung 10 besitzt einen Grundriß von etwa 350 x 180 mm, ist
etwa 310 mm hoch , wobei die Höhe der Vorratsbehälter etwa 100 mm beträgt. Das Gehäuse
11 , der Sockel 15 und die Vorratsbehälter mit ihren zugeordneten Deckeln sind jeweils
an ihren nach außen weisenden Kanten abgerundet.
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In Figur 4 sind in einer schematischen perspektivischen Darstellung
ein Teil der wichtigen inneren Aggregate der Vorrichtung 10 dargestellt. Bei 51
ist ein Elektromagnetventil angedeutet, das unterhalb der Einlaßöffnung 48 der oberen
Gehäuseseite angeordnet ist. Das Elektromagnetventil 51 steht mit einer U-förmigen
Wasserheizschlange 52 in Verbindung, an deren oberen Ende ein Ausdehnungs- bzw.
Belüftungsrohr 53 vorgesehen ist. Das andere Ende der Wasserheizschlange ist mit
einer Induktionspumpe 54 verbunden, die oberhalb des Fachs 55 angeordnet ist, das
für das Erwärmen eines Fertignahrungsgläschens vorgesehen ist. Der Induktionspumpe
54 ist ein Schnellkühler 56 in gleicher Höhe wie die Induktionspumpe 54 nachgeordnet,
an den sich eine weitere Induktionspumpe 57 in gleicher Höhe anschließt. Die Induktionspumpe
57 ist über eine abgewinkelte Rohrleitung mit einer auf die Einfüllöffnung eines
Milchfläschchens gerichteten Sprühdüse 58
verbunden. Neben der
Sprühdüse 58 weist die Austrittsöffnung 59 eine von einem Elektromagnetventil 60
herunterreichenden Leitung für die Zufuhr von pulverförmiger Fertignahrung in die
Eintrittsöffnung des Milchfläschchens 61.
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Die beiden Induktionspumpen 54 und 57, die Elektromagnetventile 51
und 60 sowie eine nicht dargestellte , die Wasserheizschlange 52 sowie wahlweise
das Fach 55 für Fertignahrungsgläschen beaufschlagende Mikrowel lenerhitzungseinrichtung
sind in nicht dargestellter Weise mit einem im Bereich des Abschnitts 28 vorgesehenen
Mikrocomputer verbunden. Die genannten Bauteile einschließlich des Schnellkühlers
56 weisen eine besonders geringe Baugröße auf. Der Schnellkühler 56 ist als Lamellenkühler
oder als elektrisch betriebenes Kühlelement ausgebildet.
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Das Babyfläschchen 61 steht auf einem Resonator 62, der beispielsweise
aus einer kleinbauenden Piezo-Elementanordnung besteht und in nicht dargestellter
Weise ebenfalls mit dem Mikrocomputer zur Ansteuerung verbunden ist.
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Figur 5 zeigt eine weitere Einzelheit der Ausbildung der erfindungsgemäßen
Vorrichtung 10, die aus einer Zuführeinrichtung in Form eines automatisch fortschaltbaren
Transportkarussells 65 besteht, durch das einzelne nicht dargestellte Babyfläschchen
auf den in Figur 4 dargestellten Resonator 62 beförderbar sind. Das Transportkarussell
65 ist an einem Teil der linken Seitenfläche 66 angeformt und besitzt einen nicht
dargestellten Antriebsmotor, der ebenfalls von dem Mikrocomputer zum schrittweisen
Fortbewegen einzelner Karussellfächer 67 vorgesehen ist. Das Transportkarussell
65 kann zur Befüllung mit leeren Babyfläschchen nach Art einer Schublade aus dem
Gehäuse 11 herausgezogen werden, wobei der Anschluß des Elektromotors zum Fortschalten
des Transportkarussells über nicht dargestellte Einsteckkontakte vorgenommen wird.
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Die Vorrichtung ist weiterhin in nicht dargestellter Weise mit einer
Funktionsbereitschafts-Uberwachungseinrichtung versehen, die vor Beginn der Bereitstellung
nicht nur die Funktion der einzelnen elektrischen Aggregate überprüft, sondern auch
beispielsweise mit Hilfe eines Mikroschalters eine Inbetriebnahme ohne ein in dem
Babyfläschchenfach vorhandenes Babyfläschchen bzw. ohne ein in dem Fach 55 vorhandenes
Fertignahrungsgläschen verhindert und gegebenenfalls die ermittelte Störung auf
der Anzeigeeinrichtung oder durch eine Signallampe anzeigt.
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Nacnfolc-end wird das Verfahren zur automatischen Bereitstellung von
Kleinkindnahrung unter ergänzender Bezugnahme auf das Ablaufdiagramm gemäß Figur
6 sowie die graphische Darstellung gemäß Figur 7 näher erläutert.
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Nach Einschalten des Stroms, z.B. mit der Taste 34, und dem Aufleuchten
der Kontrolleuchte 35 erfolgt ein Test auf Funktionsbereitschaft, ggf. mit Störungsanzeige.
Danach wählt die Bedienungsperson durch Tastendruck aus, ob eine vorbereitete Fertignahrung
aus Gläschen oder ein zuzubereitendes Babyfläschchen bereitgestellt werden soll.
Beispielsweise kann durch Druck auf die Taste 33 (vergl. Fig. 3) ein in dem Mikrocomputer
gespeichertes Programm Gläschenwärmen in Betrieb gesetzt werden, wonach zunächst
die Funktionsbereitschafts-Uberwachungseinrichtung für die hierzu erforderlichen
elektrischen Aggregate, in diesem Fall des Mikrowellenerhitzers, sowie das Vorhandensein
eines zu wärmenden Gläschens (Mikroschalterbetätigung) sowie das Schließen der Fachklappe
16 geprüft werden. Falls die Prüfung an irgendeinem Punkt negativ ausfällt, gibt
die Funktionsbereitschafts-Uberwachungseinrichtung eine optische und/oder akustische
Storungssignalanzeige.
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Falls die Prüfung positiv ausfällt, nimmt der Mikrowellenerhitzer
seinen Betrieb auf und erwärmt das Gläschen in ca.
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60 Sekunden auf die vorgesehene Verzehrtemperatur. Sobald diese Temperatur
erreicht ist, gibt die Vorrichtung ein optisches
und/oder akustisches
"Gläschen-Bereit" Signal ab. Wenn das Gläschen dem Fach 55 nicht entnommen wird,
wird seine Temperatur mit Hilfe eines Thermoschalters, der auch den Mikrowellenerhitzer
beim Erreichen der vorgesehenen Verzehrtemperatur abschaltet, auf dieser Verzehrtemperatur
gehalten. Wird jedoch das Gläschen, das auf einem an dem unteren Ende der Fachklappe
rechtwinklig angeformten Abschnitt einsetzbar ist, durch öffnen der Fachklappe 16
aus dem Fach 55 herausbewegt und entnommen, wird das Programm Gläschen wärmen automatisch,
beispielsweise durch einen Fachklappenschließkontakt, beendet.
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Wählt die Bedienungsperson beispielsweise durch Betätigung der Taste
31 bei der Vorrichtung die Bereitstellung eines Babyfläschchens auf, ist es zunächst
erforderlich, daß das Gewicht des Kleinkinds, beispielsweise in Gramm, über die
Tastatur 29 eingegeben wird, wobei die Eingabe über die LCD-Anzeige 30 kontrollierbar
ist. Dieses Gewicht kann auch über eine Memory-Taste gespeichert und abgerufen werden,
so daß die erneute Gewichteingabe nur bei dessen Veränderung erforderlich ist. Anschließend
überprüft die Funktionsbereichtschafts-USerwachungseinrichtung, ob der Mikrowellenerhitzer
im Bereich des Wasserheizrohres 52, die Induktionspumpen 54 und 57, der Resonator
62 sowie das Transportkarusell 65 betriebsbereit sind, ob wenigstens ein zu füllendes
Babyfläschchen in einem Fach 67 in dem vor dem Resonator befindlichen Fach 67 des
Transportkarusells 65 vorhanden ist, und ob in den Vorratsbehältern 12 und 14 eine
jeweils ausreichende Nahrungsanteilmenge enthalten ist. Falls die Überrpüfung an
irgendeiner Stelle negativ ausfällt, wird ein optisches und/oder akustisches Störungssignal
abgegeben. Wenn der Test positiv ausfällt, wird einerseits ein Babyfläschchen auf
den Resonator 62 geschoben, der entsprechend dem eingegebenen Körpergewicht des
Kleinkinds über das Elektromagnetventil 60 dosierte Nahrungsmittelanteil, beispielsweise
Milchpulver, in das Fläschchen eingegeben und der Resonator in Betrieb gesetzt.
Parallel hierzu erfolgt
über das Elektromagnetventil 51 eine entsprechend
dem eingegebenen Gewicht des Kleinkinds dosierte Abgabe eines Wasseranteils in die
Wasserheizschlange 52. Der gesamte Wasseranteil wird dann mittels des Mikrowellenerhitzers
zum Kochen gebracht, um das Wasser zu sterilisieren. Anschließend werden 2/3 des
benötigten Wassers für das Babyfläschchen von der Indukticnspumpe 54 in die Kühlerflächen
des Schnellkühlers 56 gepumpt und auf eine Temperatur von etwa 450C angekühlt.
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Dieser abgekühlte Teil des benötigten Wassers wird anschließend von
der Induktionspumpe 57 über die Sprühdüse 58 in das Babyfläschchen eingesprüht,
das sich auf dem im Betrieb befindlichen Resonator 62 befindet und bereits den gesamten
Nahrungsanteil enthält. Mit Hilfe des Resonators erfolgt ein Vermischen zu einer
Kleinkindnahrung mit einer überhöhten Konzentration, während das restliche Wasser
durch die Induktionspumpe 54 den Kühlerflächen des Schnellkühlers 56 zugeführt und
auf eine Temperatur von ca. 200C abgekühlt wird.
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Nach einer Zeitverzögerung von ca. 10 Sekunden wird das abgekühlte
Restwasser mit Hilfe der Induktionspumpe 57 über die Einsprühdüse 58 in das Babyfläschchen
eingesprüht und unter fortgesetzter Wirkung des Resonators 62 in diesem mit der
bereits vorhandenen Füllung innig vermischt, wobei dann die zubereitete Nahrunasmischung
eine trinkfertige Temperatur besitzt. Nach Abstellen des Resonators wird durch ein
optisches und/oder akustisches Signal angezeigt, daß ein Fläschchen bereitgestellt
ist. Das fertige Fläschchen kann dann durch Öffnen der Fachklappe 17, die ebenfalls
eine vor in Betriebnahme der Vorrichtung zu überprüfenden Schließschalter aufweist
und an deren unteren Ende eine rechtwinklig angeformte Aufnahme für das Babyfläschchen
vorhanden ist, entnommen werden. Die Zeitdauer der Zubereitung beträgt insgesamt
ca. 30 Sekunden. Falls das Babyfläschchen nach der automatischen Bereitstellung
nicht entnommen wird, kann zusätzlich eine thermostatgesteuerte Wärmeinrichtung
zum Warmhalten des Babyfläschchens vorgesehen sein.
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In Figur 7 ist ein Beispiel für den Zusammenhang zwischen dem Körpergewicht
eines Kleinkindes und den jeweils zugeordneten Anteilen an Fertignahrung und Wasser
dargestellt, das für ein derzeit überwiegend im Handel erhältliches Milchpulver
entsprechend dem Packungsaufdruck gilt. Für Milchpulver bzw. mit Wasser anzusetzende
Fertignahrung anderer Hersteller gelten Korrelationen zwischen dem Körpergewicht
und den jeweiligen Fertignahrungs- und Wasseranteilen, die sich nach den Herstellerangaben
richten und die in entsprechender Weise in den Mikrocomputer einprogrammierbar sind.
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Die Kurve A stellt bei dem vorliegenden Beispiel die Abhängigkeit
des Fertignahrungsanteils vom Körpergewicht des Kleinkinds dar, während die Kurve
B den zugeordneten Wasseranteil als Funktion des Körpergewichts des Kleinkinds zeigt.
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Zwischen dem Fertignahrungsanteil P und dem Körpergewicht des Kleinkinds
GK besteht bei dem dargestellten Ausfi;hrungsbeispiel die Beziehung P = a x GK mit
a = 0,0054 für GK < 5 5.300 Gramm und a = 0,0047 für GK > 5.300 Gramm.
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Der Zusammenhang zwischen dem Wasseranteil W und dem Körpergewicht
GK läßt sich bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel durch folgende Gleichung
wiedergeben: W = b x GK mit b = 0,0333 für GK < 5 5.300 Gramm und b = 0,0289
für GK > 5.300 Gramm: Die Kurve C zeigt die lineare Beziehung zwischen dem Fertignahrungsanteil
und dem zugeordneten Wasseranteil. Mit D ist eine in dem durch die drei Koordinaten
aufgespannten Raum dargestellte Kurve bezeichnet, die zur Darstellung der Gesamtzusammenhänge
zwischen
dem Körpergewicht , dem Fertignahrungsanteil und dem Wasser dient und die für die
automatische Ablaufsteuerung zur Bemessung der öffnungszeiten der Elektromagnetventile
51 und 60 berücksichtigt wird.