/M.
Anmelder: Stuttgart, den 19.3-1985
Black & Decker P 4657 W/Pi
Manufacturing Comp.
701 East Joppa Road Towson, Maryland
Vereinigte Staaten von Amerika
Vertreter:
Kohler-Schwindling-Späth
Patentanwälte Hohentwielstraße 41 7000 Stuttgart 1
Verfahren zum Betreiben eines Elektromotors
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum insbesondere mikroprozessor-gesteuerten
Betreiben eines Elektromotors mittels Phasenanschnittsteuerung innerhalb eines Bereiches
des Phasen-Durchlaßwinkels.
Die Erfindung bezieht sich dabei vor allem auf motorisch betriebene Werkzeuge, insbesondere Steuerungen für Elektrowerkzeuge.
Insbesondere bezieht sich die Erfindung auf mikroprozessor-gestützte oder mikrocomputer-gestützte Regelschaltungen
zum Überwachen und Regeln verschiedener Betriebsparameter des Elektrowerkzeuges. Es ist bekannt, zur
Drehzahlregelung von Elektromotoren in Elektrowerkzeugen schaltbare elektronische Leistungsregel-Elemente wie Tyristoren
oder Triacs zu verwenden, um dem Elektromotor periodisch elektrische Energie zuzuführen. Viele Elektrowerkzeuge
für den Heimgebrauch verwenden Universalmotoren, die in einfacher Weise mit derartigen Bauelementen geregelt werden
können.
Allgemein gesprochen arbeiten derartige getaktete Drehzahl-Regelschaltungen
in der Weise, daß sie den Motorstrom in periodischen Abständen ein- und ausschalten, und zwar in
Bezug auf den Nulldurchgang des Wechselstromes bzw. der Wechselspannung. Diese periodischen Zeitabstände werden
synchron zur Wellenform der Wechselspannung eingestellt und als "Durchlaßwinkel" gemessen, und zwar in der Einheit von
Winkelgraden. Der "Durchlaßwinkel" bestimmt innerhalb der Wechselspannungs-Wellenform den Bereich, in dem dem Motor
elektrische Energie zugeführt wird. So entspricht beispielsweise ein Durchlaßwinkel von 180° pro Halbwelle einem vollständigen
Durchlaß, bei dem der gesamte, ununterbrochene Wechselstrom dem Motor zugeführt wird. In entsprechender
Weise entspricht ein Durchlaßwinkel von 90° einem Zustand, bei dem dem Motor Spannung beginnend mit der Mitte einer
gegebenen Halbwelle zugeführt wird und damit ungefähr der Einspeisung von etwa der halben verfügbaren Energie zum
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Händen eines erfahrenen Handwerkers befindet, kann dieser zwar bei einer Steuerung aus der Abnahme der Motordrehzahl
erkennen, welche Leistung gefordert wird und ob ggf. eine schädigende Überhitzung auftritt. Ein Betrieb mit konstanter
Drehzahl ist hingegen mit derartigen Werkzeugen nicht möglich.
Im Gegensatz zu Anordnungen mit offener Regelschleife sind auch echte Drehzahl-Regelschaltungen bekannt, die mit geschlossener
Regelschleife arbeiten. Bei Regel-Anordnungen sind Mittel vorgesehen, um entweder die Drehzahl des Motors
oder den Motorstrom zu erfassen, und daraus ein Rückkoppelsignal abzuleiten, das repräsentativ für den Augenblickswert
der Motordrehzahl ist. Das Rückkoppelsignal wird mit einer vom Benutzer vorgewählten gewünschten Drehzahl verglichen
und die Abweichung festgestellt. Die Abweichung wird dann dazu herangezogen, um die Drehzahl zu erhöhen oder zu vermindern,
so daß eine im wesentlichen konstante Drehzahl erreicht wird. Obwohl es auf diese Weise möglich ist, mit
einer Regelung Anordnungen zu schaffen, die einen Motor bei relativ konstanter Drehzahl halten, und zwar in weiten
Bereichen unabhängig von der auf den Motor wirkenden Last, sind auch diese Anordnungen nicht ohne Probleme.
Ein wesentliches Problem bei Regelschaltungen ist, daß der Motor möglicherweise bei hoher Last und niedrigen Drehzahlen
überhitzt wird. Moderne Elektrowerkzeuge verwenden Kühlgebläse, die vom Motoranker angetrieben werden und die vom
Motor erzeugte Hitze abführen. Solche Kühlgebläse vermindern jedoch ihre Wirkung, wenn die Motordrehzahl absinkt, und
zwar bis zu einem Punkt, an dem die Überhitzung des Motors ein wichtiges Problem werden kann. Bei einer Regel-Anordnung
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kann ein Elektrowerkzeug leicht überhitzt werden, wenn eine
gewünschte Drehzahl eingestellt wird die einer Ankerdrehzahl entspricht, die für eine effiziente Gebläsekühlung (beispielsweise
unterhalb 10 000 min ) unzureichend ist.
Insbesondere wird eine Drehzahlregelung bei einem Elektrowerkzeug,
das einer hohen Belastung ausgesetzt ist, den Durchlaßwinkel mit der Motorlast erhöhen, um eine konstante
Drehzahl einzustellen. Auf diese Weise fließen immer höhere Ströme durch die Motorwindungen und wirken sich als rascher
Temperaturanstieg aus. Ohne ausreichende Gebläsekühlung wird das Elektrowerkzeug schnell überhitzt, und es kann permanenter
Schaden an den geschmierten Lagern oder anderen Komponenten des Elektrowerkzeuges entstehen.
Selbst in den Händen eines erfahrenen Handwerkers kann der Zustand der Überhitzung nicht erkennbar werden, bevor es
tatsächlich zu spät ist. Der Betrieb bei konstanter niedriger Drehzahl kann nämlich den falschen Eindruck vermitteln,
daß dem Motor nur eine geringe Leistung zugeführt wird, selbst dann, wenn die Leistung tatsächlich aufgrund der
Wirkung der Drehzahlregelung sehr hoch ist. In diesem Zustand kann es sehr schnell zu Überhitzungen und Schäden
kommen.
Es sind bereits thermische Schutzschaltungen und Überstromschutzschaltungen
bekannt, um das Überhitzungsproblem anzugehen, allerdings muß die Empfindlichkeit derartiger Schaltungen
sehr hoch sein, um einen effektiven Schutz zu bieten, und daher kommt es häufig dazu, daß der Motor irrtümlich
abgeschaltet wird, wenn der Benutzer das Werkzeug nur kurzzeitig überlastet, ohne daß Irgendein·;; Gefahr einer Dauerschädigung
für das Werkzeug b .steht.
Andere bekannte, umfangreicher ausgestattete Elektrowerkzeuge verfügen über eine Drehzahlregelung mit einer sog. "Anti-
-Rückschlag"-Punktion (Anti-Kickback), die die Netzspannung
vom Werkzeug abschaltet, wenn eine drohende Rückschlag-Situation erkannt wird.
Von einem Rückschlag-Zustand spricht man dann, wenn ein sehr
schneller Lastwechsel am Werkzeug stattfindet, beispielsweise dann, wenn das Werkzeug ein Werkstück erfaßt oder sich
darin verklemmt, so daß es zu einem Rückstoß auf das Werkstück oder Werkzeug kommt. Rückschlagprobleme treten insbesondere
bei Elektrowerkzeugen mit hohem Drehmoment auf.
Es sind bereits verschiedene Anti-Rückschlag-Erkennungsschaltungen
vorgeschlagen worden. Eine dieser bekannten Einrichtungen überwacht die Änderung des Motorstromes,
während eine andere bekannte Vorrichtung die Änderung der Motordrehzahl überwacht. Ein Beispiel eines bekannten Systems,
das die Änderung des Motorstromes auswertet, findet sich in der US-PS 4 249 117 und ein anderes Beispiel, bei
dem eine Veränderung der Motordrehzahl erkannnt wird, ist in der US-PS 4 267 914 beschrieben.
Obwohl sich die beiden genannten Rückschlag-Erkennungsschaltungen als nützlich erwiesen haben, hat sich doch gezeigt,
daß es schwierig ist, derartige Schaltungen an einen weiten Bereich von Betriebsdrehzahlen anzupassen. Um beispielsweise
eine genügende Empfindlichkeit bei hohen Betriebsdrehzahlen zu haben, war es erforderlich, die Rückschlag-Erkennungsschaltungen
nach dem Stand der Technik so auszulegen, daß sie u.U. irrtümlich einen Rückschlag bei niedrigen Betriebs-
drehzahlen erkannt haben. Darüber hinaus ist es bislang nicht möglich gewesen, eine bestimmte Rückschlag-Erkennungsschaltung
an eine breite Anzahl von Elektrowerkzeugen anzupassen. In diesem Zusammenhang muß man nämlich berücksichtigen,
daß Hochlast-Bohrmaschinen mit Halb-Zoll-Bohrern beispielsweise
eine hohe Getriebeübersetzung haben und daher ein sehr hohes Drehmoment erzeugen. Bei derartigen Bohrmaschinen
ist demzufolge eine sehr hohe Empfindlichkeit bei der Rückschlagerkennung wünschenswert. Im Gegensatz dazu
haben Viertel-Zoll-Bohrmaschinen nur eine relativ kleine Getriebeübersetzung und erzeugen weniger Drehmoment, so daß
schnelle Geschwindigkeitsänderungen bei Änderung der Last nicht ungewöhnlich sind und daher die Empfindlichkeit der
Rückschlag-Erkennung durchaus gering sein sollte. Rückschlag-Erkennungsschaltungen
nach dem Stand der Technik können, zusammengefaßt, nicht in einfacher Weise an eine
Vielzahl von Anforderungen an die gewünschte Empfindlichkeit für eine Vielzahl von Elektrowerkzeugen angepaßt werden.
Die vorliegende Erfindung stellt, allgemein gesprochen, demgegenüber eine mikroprozessor-gestützte oder mikrocomputer-gestützte
Regelschaltung zur Verfügung, die sowohl von den Vorteilen eines Betriebes mit Regelung als auch mit
Steuerung Gebrauch macht, um die Motordrehzahl einzustellen, wobei jedoch gleichzeitig die zu diesen Einrichtungen weiter
oben jeweils genannten Probleme vermieden werden. Zusätzlich ergibt die vorliegende Erfindung ein Anti-Rückschlag-System,
die auf die prozentuale Änderung der Motordrehzahl reagiert und damit eine ausreichende Empfindlichkeit bei hohen Drehzahlen
ergibt, ohne bei niedrigen Drehzahlen überempfindlich
zu reagieren. Das erfindungsgemäße Anti-Rückschlag-System
kann leicht an unterschiedliche Empfindlichkeitswünsche
angepaßt und demzufolge bei einem weiten Bereich von Elektrowerkzeugen
angewendet werden.
Erfindungsgemäß werden eine Regeleinrichtung und ein Verfahren zum Betreiben eines Elektromotors mittels Phasenanschnittsteuerung
innerhalb eines Bereiches des Phasen-Durchlaßwinkels beschrieben. Die Drehzahl-Drehmoment Betriebscharakteristik
des Motors wird in unterschiedliche Betriebsbereiche unterteilt, um eine kombinierte Steuerung/Regelung
mit offener bzw. geschlossener Regelschleife zu erreichen. Ein erster Betriebsbereich wird definiert, der einem Durchlaßwinkel
unterhalb eines vorbestimmten ersten Winkelwertes entspricht. Ein zweiter Betriebsbereich von Durchlaßwinkeln
wird definiert, die zwischen dem vorbestimmten ersten Winkelwert und einem vorbestimmten zweiten Winkelwert, der
größer als der erste Winkelwert ist, liegen. Ein dritter Betriebsbereich von Durchlaßwinkeln wird definiert, die
größer als der vorbestimmte zweite Winkelwert sind. Erfindungsgemäß wird einer der vorgenannten Betriebsbereiche
ausgewählt und, je nach ausgewähltem Betriebsbereieh, werden die folgenden Schritte ausgeführt:
Wenn der erste Betriebsbereieh ausgewählt wurde, wird der
Motor mit offener Regelschleife gesteuert betrieben. Wenn der zweite Betriebsbereich ausgewählt wird, wird der Motor
in einer Hybridanordnung betrieben, wobei der Durchlaßwinkel in Abhängigkeit von der Belastung verändert wird, um eine
vorgewählte konstante Drehzahl zu stabilisieren, und zwar so lange wie der dazu jeweils erforderliche Durchlaßwinkel den
gewählten Durchlaßwinkel nicht überschreitet. Mit anderen Worten, der Motor wird begrenzt geregelt betrieben, und zwar
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mit ausgewählten Durchlaßwinkeln unterhalb des vorbestimmten zweiten Winkelwertes. Steigt die Belastung weiter an, wird
die Motordrehzahl allerdings nicht konstant gehalten, sondern kann vielmehr entsprechend der Drehzahl-Drehmoment-Charakteristik
des Motors (gesteuert) absinken.
Wird der dritte Betriebsbereich gewählt, wird der Motor mit geschlossener Regelschleife geregelt betrieben. In dem
dritten Betriebsbereich wird der vorgewählte Durchlaßwinkel als die gewünschte Betriebsdrehzahl interpretiert und der
Motor wird bei der gewünschten Drehzahl betrieben, bis die Leistungsgrenze des Motors erreicht ist.
Der Benutzer des Blektrowerkzeuges wählt einen der Betriebsbereich aus (durch Verwendung eines manuell betätigbaren
Drückerschalters o.dgl.), in dem ein Analogsignal entsprechend
dem vorgewählten Durchlaßwinkel erzeugt wird. Im ersten Betriebsbereich ist der vorgewählte Durchlaßwinkel
kleiner als der erste Winkelwert und der Motor wird bei dem vorgewählten Durchlaßwinkel betrieben, der konstant bleibt,
während die Motordrehzahl sich in Abhängigkeit von der einwirkenden Last verändern kann. Im zweiten Betriebsbereich
ist der vorgewählte Durchlaßwinkel kleiner als der zweite Winkelwert und größer als der erste Winkelwert und der Motor
wird bei einer vorbestimmten Drehzahl betrieben, die im wesentlichen der Leerlaufdrehzahl des Motors beim ersten
Winkelwert entspricht. In diesem zweiten Bereich wird der Durchlaßwinkel automatisch vergrößert oder verkleinert, um
die vorbestimmte Drehzahl zu stabilisieren, und zwar so lange, wie der gewünschte Durchlaßwinkel den vorgewählten
Durchlaßwinkel nicht überschreitet. Wenn die Belastung sich so weit erhöht, daß der Durchlaßwinkel den vorgewählten
Durchlaßwinkel erreicht, wird der Durchlaßwinkel gleich dem vorgewählten Durchlaßwinkel gehalten und die Motordrehzahl
kann darüber hinaus absinken, wenn die Belastung sich noch weiter erhöht. Im dritten Betriebsbereich ist der vorgewählte
Durchlaßwinkel größer als der zweite Winkelwert und wird als gewünschte Drehzahlinformation interpretiert. Diese
gewünschte Drehzahl wird konstant gehalten und der Durchlaßwinkel kann sich verändern, um die konstante Drehzahl zu
stabilisieren.
Das vorliegende Verfahren und die vorliegende Vorrichtung ergeben ferner die Möglichkeit, drohende Rückschlag-Zustände
dadurch zu erkennen, daß ein erster für die Drehzahl-Periodendauer des Motors in einem ersten Zeitintervall repräsentative
Wert bestimmt wird. Ein erster Grenzwert wird bestimmt, der auf einem Prozentsatz des ersten Wertes beruht.
Ein zweiter Wert, repräsentativ für die Drehzahl-Periodendauer des Motors in einem zweiten Zeitintervall, wird anschließend
bestimmt. Wenn der zweite Wert den ersten Wert um mindestens den ersten Grenzwert übersteigt, wird ein vorbestimmtes
Ergebnissignal erzeugt. Insbesondere wird das erste Grenzwertsignal zum ersten Wert hinzuaddiert, um so einen
'w" ersten Prüfwert zu erzeugen und der erste Prüfwert wird mit
dem zweiten Wert verglichen. Wenn der zweite Wert den ersten Prüfwert übersteigt, wird das vorbestimmte Ergebnissignal
erzeugt. Das vorbestimmte Ergebnissignal führt zu einem Abschalten bzw. Unterbrechen der Leistungszufuhr zum Motor
und kann ferner ein Abbremsen bewirken, um die Drehzahl des Motors zu vermindern. Zusätzlich kann erfindungsgemäß eine
Sicherheitseinrichtung vorgesehen sein, durch die eine Leitungsunterbrechung im Anti-Rückschlagbetrieb so lange
aufrechterhalten wird, bis ein entsprechender Befehl vom
Benutzer erkannt wird. Dieser Befehl kann beispielsweise das
Rücksetzen des Drückerschalters in seine Ausschaltstellung sein.
Pur das weitere Verständnis der Erfindung, ihrer Ziele und
Vorteile, verglichen mit Motorregelungen nach dem Stand der Technik, werden nachstehend Ausführungsbeispiele anhand von
beigefügten Zeichnungen und Plußdiagrammen beschrieben.
Es zeigen:
Pig. 1 einen schematischen Stromlaufplan einer mikrocomputer-gestützten
Regelschaltung nach der Erfindung;
Pig. 2 ein Drehzahl-Drehmoment-Diagramm für einen erfindungsgemäß geregelten Motor zur Erläuterung der
verschiedenen Betriebsbereiche gemäß der Erfindung;
Pig. 3 ein Flußdiagramm zur Erläuterung der Schritte für
eine kombinierte Verwendung einer Steuerung/Regelung zum erfindungsgemäßen Betreiben eines Motors;
Pig. 4 ein Flußdiagramm zur Erläuterung eines bevorzugten Verfahrens zum Erhalten eines Analogsignals, das
die gewünschten Betriebsparatmeter darstellt und zweckmäßigerweise im Rahmen der vorliegenden Erfindung
verwendet werden kann;
Pig. 5 ein Flußdiagramm zur Erläuterung einer Anti-Rückschlag-Erkennung
und zum Erzeugen eines Ergebnissignales entsprechend der Erfindung.
Fig. 1 zeigt einen Stromlaufplan einer elektronischen Schaltung gemäß der vorliegenden Erfindung. Die Regelschaltung
umfaßt einen Mikrocomputer 10, der in bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung eine MC1 46 80 5F2 Single Chip 8 Bit
Mikrocomputereinheit (MCU) sein kann, die auf dem Chip die erforderlichen Elemente enthalten kann, beispielsweise
Oszillator, CPU, RAM, ROM, I/O und den Taktgenerator (Timer). Das nachstehend beschriebene Ausführungsbeispiel
verwendet einen Mikrocomputer, es versteht sich jedoch, daß die Lehre der vorstehenden Erfindung auch dann realisiert
werden kann, wenn man stattdessen andere Formen digitaler Schaltkreise verwendet, beispielsweise integrierte Schaltkreise
in diskreter Logik.
Der Mikrocomputer 10 wird über eine Stromversorgungsschaltung 12 mit Leistung versorgt, die eine 115 bis 120 V oder
220 V-Wechselspannung in ein +5 V-Gleichspannungssignal
umwandelt. Ein 800 KHz-Resonator 14 ist mit den Oszillatoranschlüssen (Anschlüsse 4 und 5) verbunden, so daß ein
stabiles Taktsignal zum Betrieb des Mikrocomputers 10 zur Verfügung steht.
Der Mikrocomputer 10 verfügt über eine erste Gruppe von acht Eingangs/Ausgangsleitungen, Port A, eine zweite Gruppe von
acht Eingangs/Ausgangsleitungen, Port B und eine dritte Gruppe von vier Leitungen, Port C. Der Zustand jeder Leitung
Port A und Port B ist programmsteuerbar. Port C ist ein Port mit festliegenden Eingängen. In Fig. 1 sind die die Ports A,
B und C umfassenden Leitungen alphanumerisch gekennzeichnet, und zwar als PA5, PBO, PC2 usw., wobei die Zahl der binären
Leitungszahl (0 bis 7) und der Buchstabe (A, B oder C) dem jeweiligen Port entspricht.
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Der Mikrocomputer 10 weist ferner einen Rücksetzanschluß mit der Bezeichnung RESET, einen maskierbaren Unterbrechungsanschluß (interrupt request) mit der Bezeichnung IRQ sowie
die üblichen Versorgungsanschlüsse mit der Bezeichnung V,^
und Vgg auf. Die mit TIMER und NUM bezeichneten Anschlüsse
sind mit Vgg verbunden, wobei dies eine potentialfreie
Masse 64 ist.
Die Erfindung umfaßt ferner eine Signalverarbeitungsschaltung 20 mit einem Gleichrichter 62, einem Einschalt/Rücksetzkreis
62, einem Zündstrom-Steuerkreis 66 und einem Drehzahlsignal-Verarbeitungskreis 68. Die Signalverarbeitungsschaltung
20, die weiter unten noch ausführlich beschrieben wird, liefert ein Drehzahlsignal an den Unterbrechnungseingang
IRQ des Mikrocomputers 10. Die Signalverarbeitungsschaltung 20 erzeugt ferner ein Rücksetzsignal für
den RESET-Anschluß des Mikrocomputers 10. Auf der anderen Seite empfängt die Signalverarbeitungsschaltung 20 ein
Triac-Zündsignal vom Mikrocomputer 10. Als Antwort auf das Triac-Zündsignal erzeugt die Signalverarbeitungsschaltung 20
ein Schaltsignal auf einem Anschluß 21, der zu einem Triac 22 führt, der seinerseits die Leistungszufuhr zu einem
Motor 23 einstellt. Ein Tachometer 24 oder ein entsprechender
Motordrehzahl-Sensor bestimmt die Drehzahl oder Drehzahl-Periodendauer des Ankers des Motors 23· Das Tachometer
24 erzeugt ein sinusförmiges Signal, dessen Frequenz ein Maß für die Drehzahl oder Drehzahl-Periodendauer des Motors
23 ist. Dieses Signal wird der Signalverarbeitungßschaltung
20 zugeführt, die das Signal verarbeitet und dem Unterbrechnungseingang IRQ zuführt, von wo ab es dann durch
den Mikrocomputer 10 verarbeitet wird, wie weiter unten noch beschrieben wird.
35ΐσ$19
au.
Die Signalverarbeitungsschaltung 20 umfaßt den Gleichrichter 62, der zwischen einem Knotenpunkt 63 und der potentialfreien
Masse 64 angeordnet ist. Der Gleichrichter 62 kann durch eine Diode dargestellt werden, die so geschaltet
ist, daß sie Strom in einer Richtung von der Masse 64 zum Knotenpunkt 63 leitet, so daß der Knotenpunkt 63 im wesentlichen
auf dem Potential der potentialfreien Masse oder zumindest eine Diodenspannung darunter liegt. Die Signalverarbeitungsschaltung
20 umfaßt ferner den Zündstrom-Steuerkreis 66, der vorzugsweise einen Stromschalter enthält, um
ein Stromsignal zum Zünden des Triacs 22 in Abhängigkeit vom Triac-Zündsignal des Mikrocomputers 10 zu erzeugen. Der
Zündstrom-Steuerkreis 66 trennt demzufolge den Mikrocomputer 10 vom Triac 22 und liefert den Strom, der zum Zünden
des Triacs 22 erforderlich ist.
Die Signalverarbeitungsschaltung 20 umfaßt weiterhin einen Drehzahlsignal-Verarbeitungskreis 68, beispielsweise einen
Schmitt-Trigger. Der Schmitt-Trigger wandelt das sinusförmige Signal des Tachometers 24 mit relativ langsamem Anstieg
und Abfall in Impulse mit schnellem Anstieg und schnellem Abfall um und führt diese dem Mikrocomputer10 zu.
Die Signalverarbeitungsschaltung 20 umfaßt schließlich den Einschalt/Rücksetzkreis 70, der an den V^-Anschluß der
Stromversorgungsschaltung 12 angeschlossen ist und ein Rücksetzsignal für den Mikrocomputer 10 erzeugt, wenn die
gesamte Anordnung in Betrieb genommen wird.
In der Stromversorgungsschaltung 12 ist eine Diode 72 angeordnet, die an den Anschluß PA5 des Mikrocomputers 10 ange-
schlossen ist und ein Nulldurchgang-ErkennungssLgnal liefert.
Wenn eine Leitung 74 der Stromversorgungsschaltung 12 positiv im Verhältnis zur entgegengesetzten Seite der Wechselstromversorgungsleitung
ist, fließt Strom durch Widerstände 76 und 77 und eine Diode 78. Der Knotenpunkt 63
befindet sich daher um eine Diodenspannung unterhalb der potentialfreien Masse 64 und der Anschluß PA5 nimmt daher
einen logischen LO-Zustand an.
Sobald eine Leitung 75 während der nächsten Halbschwingung positiv wird, versperren die Dioden 72 und 78 den Stromdurchfluß.
Aus diesem Grunde liegt kein Spannungsabfall mehr über dem Widerstand 76 und der Anschluß PA5 befindet sich
auf Vpß-Potential und nimmt einen logischen HI-Zustand an.
Man erkennt, daß der Anschluß PA5 demzufolge alternierend zwischen LO- und HI-Zuständen hin- und hergeschaltet wird,
und zwar synchron zu jeder Halbwelle des Wechselspannungssignals, so daß der Anschluß PA5 abgefragt werden kann, um
die Nulldurchgänge zu erkennen.
Die vorliegende Erfindung stellt eine Anordnung zum Regeln der Motordrehzahl zur Verfügung, die mit einer Anzahl unterschiedlicher
Arten und Größen von Motoren für einen weiten Anwendungsbereich von Elektrowerkzeugen verwendet werden
kann.
Um die Betriebsdaten der Schaltung an vorgegebene Betriebsparameter oder an ein vorbestimmtes Elektrowerkzeug anzupassen,
ist zusätzlich eine Schaltbrückeneinheit 26 vorgesehen. Einige der Leitungen von Port A, Port B und Port G können an
eine logische LO-Spannung oder eine logische HI-Spannung angeschlossen werden, um eine oder mehrere vorbestiminte
gewünschte Betriebscharakteristiken dem Mikrocomputer 10
mitzuteilen. In Fig. 1 ist beispielsweise eine Schaltbrük-
ke 32 dargestellt, die an den Anschluß PA4 angeschlossen
ist, um ein logisches HI-Signal auf das vierte Bit des Ports A zu schalten.
Es versteht sich, daß die jeweilige Anordnung der Schaltbrücken 32 und die Art, in der der Mikrocomputer 0 die
Bitmuster der Schaltbrückeneinheit 26 interpretiert, von der jeweiligen Steuerung des Mikrocomputers 10 abhängt, wie der
Durchschnittsfachmann weiß.
Die Schaltbrückeneinheit 26 kann auf verschiedene bekannte Weisen realisiert werden, beispielsweise mit Drahtbrücken,
Schaltern oder mit einer gedruckten Leiterplatte, bei der die entsprechenden Leiterbahnen offen oder kurz geschlossen
sind.
Die Erfindung umfaßt ferner Mittel zum Erzeugen eines Analogsignales,
das dem gewünschten Betriebsparameter des Motors entspricht, der in der Praxis vom Benutzer des Elektrowerkzeuges
gewählt wird. Häufig stellt der gewünschte Betriebsparameter eine Motordrehzahl dar oder einen Zündwinkel
des Triacs o.dgl. und wird mittels eines manuell betätigbaren Drückerschalters vorgegeben.
Obwohl eine Vielzahl von Systemen denkbar ist, mit denen die erforderlichen Befehle an die Regeleinheit in Abhängigkeit
von den Wünschen des Benutzers gegeben werden kann, ist im vorliegend beschriebenen Ausführungsbeispiel ein Einstellwiderstand
34 vorgesehen, der als Wandler für die Position des
Drückerschalters dient. Der Einstellwiderstand 34 liegt in Reihe mit einem Kondensator 36, der seinerseits an Masse
angeschlossen ist. Durch geeignete Einstellung der Eingangs/Ausgangsleitung PB1 wird der Kondensator 36 abwechselnd
über den Einstellwiderstand 34 geladen und entladen. Die Ladezeit ist proportional zum Widerstandswert des Einstellwiderstandes
34, der in Abhängigkeit von der manuell einstellbaren Position des Drückerschalters eingestellt
wird. Demzufolge ist die Lade- bzw. Entladezeit ein Maß für die Position des Drückerschalters. Durch geeignete Dimensionierung
des Kondensators 36, de3 Einstellwiderstandes 34 und der Zeitsteuerung, wie nachstehend noch geschildert,
kann ein Analogsignal erzeugt werden, das den gewünschten Betriebsparameter in Übereinstimmung mit der Position des
Drückerschalters darstellt. Dieses Analogsignal kann dann in ein Digitalsignal umgewandelt werden, wie es für den Mikrocomputer
10 benötigt wird.
Vorstehend wurde zwar die Erzeugung und Einspeisung des gewünschten Betriebsparameters bzw. die Auswahl einer gewünschten
Drehzahl als Beispiel dargestellt, es können jedoch auch andere Anordnungen verwendet werden, ohne den
Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen. Allgemein gesprochen kann eine große Anzahl von digitalen oder analogen
Wandlern verwendet werden, die über eine entsprechende Schnittstelle (beispielsweise Analog/Digitalwandler) mit dem
Mikrocomputer IO wechselwirken.
Unter Beachtung der vorstehenden Erläuterungen soll n<m
anhand der Flußdiagramme der Pig. 3 und 5 und des Diagramms von Pig. 2 die Erfindung und die Wirkungsweise des erfindungsgemäßen
Verfahrens weiter erläutert werden.
351Ö619
In Pig. 2 sind Drehzahl/Drehmomentverläufe des Motors bei unterschiedlichen Durchlaßwinkeln dargestellt. Eine oberste
diagonale Linie 44 stellt den Zustand vollständiger Leitung dar (180°). Die Fläche darunter ist in drei Betriebsbereiche
unterteilt, nämlich einen ersten Bereich 46, einen zweiten Bereich 48 und einen dritten Bereich 50.
Der erste Bereich 46 ist nach oben durch eine diagonale Linie 52 begrenzt, die einem Durchlaßwinkel von etwa 70
entspricht.
Der zweite Bereich 48 ist von der diagonalen Linie 52 und
einer diagonalen Linie 54 begrenzt, die einen Durchlaßwinkel von etwa 88° darstellt. Der zweite Bereich 48 wird ferner
von einer horizontalen Linie 56 begrenzt, die einer konstanten
Drehzahl von 10 000 min entspricht. Wie man aus
Fig. 2 entnehmen kann, schneidet die horizontale Linie die Drehzahlachse in einem Punkt A und die diagonale Linie 54 in
einem Punkt B.
Der dritte Bereich 50 ist oben durch die oberste diagonale Linie 44 begrenzt und unten durch eine horizontale Linie 58,
die einer Motordrehzahl oberhalb 10 000 min" entspricht.
Eine Fläche 60 liegt außerhalb der vorstehend beschriebenen drei Bereiche und stellt den Zustand niedriger Drehzahlen
bei hohen Betriebs-Drehmomenten dar, bei dem sich möglicherweise eine unerwünschte Überhitzung einstellen kann.
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33 *
Die Einflußgrößen, die die Motortemperatur bestimmen, sind im wesentlichen der Motorstrom und diejenigen Mittel, die
zum Abführen der vom Motor erzeugten Hitze vorgesehen sind. Bei den meisten Elektrowerkzeugen ist ein Kühlgebläse vorgesehen,
das direkt vom Anker des Motors angetrieben wird. Demzufolge ist bei niedrigen Drehzahlen und hohen Lasten die
Kühlwirkung, die von dem Gebläse beigetragen wird, nicht ausreichend, um eine Überhitzung zu verhindern. Die Fläche
60 in Fig. 2 stellt demnach die potentielle, gefährliche Überhitzungs-Zone dar, in der die Kühlwirkung, die vom
Gebläse beigetragen wird, unzureichend ist, um die Aufheizung zu kompensieren, die von hohen Motorströmen und hohen
Drehmomenten verursacht wird.
Im Gegensatz zu Überlast-Schutzanordnungen nach dem Stand der Technik, die lediglich versucht haben, einen Überhitzungszustand
zu erkennen und den Motor dann abzuschalten, bevor ein Schaden auftritt, strebt die vorliegende Erfindung
darüber hinaus an, eine signifikante Temperaturerhöhung überhaupt dadurch zu vermeiden, daß der Motor möglichst
nicht in dem Bereich betrieben wird, in dem die meisten Überhitzungsprobleme auftreten. Wie weiter unten noch ausführlich
erläutert werden wird, gestattet es die vorliegende Erfindung, das Elektrowerkzeug in jeder der oben beschriebenen
drei Bereiche 46, 48 und 50 zu betreiben, während andererseits sorgfältig vermieden wird, Bedingungen einzustellen,
die in die Gefahrenzone der Fläche 60 fallen würden.
Die vorliegende Erfindung verwendet die oben beschriebenen drei Betriebsbereiche, um eine kombinierte Steuerung/Regelung
mit offener bzw. geschlossener Regelschleife zu realisieren. In dem ersten Bereich 46 wird der Motor gesteuert
* 30-
betrieben, wodurch die Motordrehzahl und das Drehmoment
gegensinnig verknüpft werden, wie dies durch die diagonalen Drehzahl/Drehmomentkurven im ersten Bereich 46 illustriert
wird. Jede der diagonalen Linien des ersten Bereiches 46 stellt einen individuellen, vom Benutzer vorgewählten Durchlaßwinkel
dar. Wenn beispielsweise der Benutzer einen Durchlaßwinkel von weniger als ungefähr 70° über die Position des
Drückerschalters einstellt, wird die Drehzahl des Motors ausschließlich in Abhängigkeit von der einwirkenden Last
»w bestimmt.
Im zweiten Bereich 48 wird der Motor kombiniert mit offener/geschlossener
Regelschleife betrieben. Liegt der vom Benutzer vorgewählte Durchlaßwinkel zwischen ungefähr 70°
(Punkt A) und ungefähr 88° (Punkt B), ist die Regelschaltung so ausgelegt, daß eine nominelle Betriebsdrehzahl von
10 000 min eingestellt wird, unabhängig von dem speziellen Durchlaßwinkel zwischen 70° und 88°, der gerade
gewählt wurde. Wird der Motor dann mit einer Last oberhalb der Leerlauflast tQ belastet, arbeitet die Regelschaltung
zunächst mit geschlossener Regelschleife und versucht, die Motordrehzahl bei 10 000 min" zu stabilisieren, indem der
Durchlaßwinkel bis zum vom Benutzer gewählten Durchlaßwinkel erhöht wird. Sollte allerdings der vom Benutzer gewählte
Durchlaßwinkel nicht ausreichend sein, um die Motordrehzahl bei 10 000 min" unter der vorliegenden Belastung aufrechtzuerhalten,
kann die Motordrehzahl darüber hinaus mit offenem Regelkreis abfallen. Wenn beispielsweise ein Durchlaßwinkel
von 88° vorgewählt wird und eine zunehmende Last auf den Motor wirkt, wird die Motordrehzahl zunächst konstant
auf 10 000 min" stabilisiert, während sich der
Durchlaßwinkel vom Leerlauf-Durchlaßwinkel von 70° entlang
BAD
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der horizontalen Linie 56 bis zum Punkt B entsprechend der
Drehmomentlast t. erhöht. Wenn die Last noch über diesen
Punkt hinaus ansteigt, fällt die Motordrehzahl entlang der
diagonalen Linie 54 ab, was einer gesteuerten Drehzahl-Drehmomentkurve
bei einem Durchlaßwinkel von 88° entspricht.
Im dritten Bereich 50 wird der vom Benutzer gewählte Durchlaßwinkel
als gewünschte Drehzahl interpretiert. Demzufolge entsprechen Durchlaßwinkel, die in den dritten Betriebsbereich
50 fallen, im Verhältnis 1:1 gewünschten Betriebsdrehzahlen.
Die Drehzahlregelung wird diese konstante Drehzahl durch Erhöhung oder Verminderung des Durchlaßwinkels in
Abhängigkeit von der wirksamen Last stabilisieren, bis schließlich eine vollständige Leitung erreicht ist. Eine
vollständige Leitung (180°), die durch die oberste diagonale Linie 44 dargestellt wird, stellt die Maxiraalleistung dar,
die vom Motor abgegeben werden kann. Arbeitet der Motor im dritten Bereich 50 bei vollständiger Leitung, führt jede
weitere Erhöhung der Last auf den Motor zu einer Abnahme der Motordrehzahl entlang der diagonalen Linie 44·
Mit Bezug auf Fig. 3 wird das bevorzugte Verfahren für eine
kombinierte Steuerung/Regelung der Drehzahl nachfolgend anhand eines Plußdiagramms erläutert. Nach dem Rücksetzen
des Systems werden die Eingang/Ausgang-Ports abgefragt, um die Betriebsparameter für das jeweilige Elektrowerkzeug, bei
dem die Erfindung verwendet wird, zu laden. Als nächstes werden eine niedrige Anfangsdrehzahl, ein niedriger Durchlaßwinkel
und ein hoher Rückschlag-Test-Grenzwert geladen, um die Anfangsbedingungen auf sichere Werte zu standardisieren.
Nachdem die Anfangswerte vorgegeben wurden, wird die Wechselspannungs-Wellenform abgefragt, um zu erkennen,
welche Art Halbschwingung anliegt, und es wird ggf. der gewünschte, vom Benutzer vorgewählte Parameter dadurch
eingegeben, daß ein Unterverfahren "Analogeingang" durchgeführt wird, das weiter unten noch ausführlich anhand von
Fig. 4 erläutert werden wird.
Allgemein gesprochen fragt das Unterverfahren Analogeingang den manuell betätigbaren Drückerschalter bzw. den Einstellwiderstand
34 ab und erzeugt einen digitalen Wert, der den vom Benutzer gewählten Durchlaßwinkel darstellt. Das Verfahren
wartet dann auf einen Nulldurchgang der Netzspannung, um die Zeitsteuerung des Verfahrens mit der Wechselspannungs-Wellenform
zu synchronisieren. Sofern der Drückerschalter tatsächlich gedrückt wurde, wird der Augenblickswert der
Motordrehzahl bestimmt oder mit Hilfe des Tachometers 24 gemessen. Der Augenblickswert der Motordrehzahl oder der
Drehzahl-Periodendauer wird in einen Speicher geladen, der demzufolge den jeweils letzten Augenblickswert der Drehzahl
enthält.
Als nächstes prüft das Rückschlag-Erkennungsverfahren, das weiter unten ausführlich zu Fig. 5 noch erläutert wird, ob
ein Rückschlag-Zustand droht. Wenn dies der Fall ist, werden Maßnahmen zu dessen Vermeidung ergriffen, wenn dies nicht
der Fall ist, wird nach dem Verfahren weiterhin festgestellt, ob die Halbschwingung der Netzspannung gerade oder
ungerade ist. Bei einer geraden Halbschwingung verzweigt sich das Verfahren in einen Abschnitt, in dem die gewünschte
Drehzahl auf der Grundlage des vom Benutzer vorgewählten Durchlaßwinkels bestimmt wird. In einer ungeraden Halbschwingung
läuft das Verfahren um die Drehzahlbestimmung herum und zählt stattdessen auf Null herunter, so daß der
BAD
Triac 22 zu einem entsprechenden Zeitpunkt gezündet wird, der aus dem gewünschten Durchlaßwinkel abgeleitet ist.
Das Herunterzählen auf Null umfaßt dabei einen Verfahrensschritt, bei dem geprüft wird, ob der Triac 22 früh oder
spät in der Halbschwingung gezündet werden soll. Dies tut man deswegen, weil man die Zeit kompensieren oder ausgleichen
will, die benötigt wird, um die Berechnungen für die Drehzahlregelung auszuführen and das Unterverfahren Analo^-
eingang abzuarbeiten.
Soll der Triac 22 früh während der Halbschwingung gezündet werden, wird ein Kompensationswert zur Zündzeit hinzuaddiert,
um die Zeit zu kompensieren, die zum Ausführen der Berechnungen für die Drehzahlregelung benötigt wird. Dann
wird das Herunterzählen auf Null gestartet und der Triac 2;-' gezündet und anschließend wird das Unter-verfahren Analogeingang
durchgeführt.
Wenn der Triac 22 spät in der Halbschwingung gezündet wird, wird zunächst das Unterverfahren Analogeingang durchgeführt
und nach Abarbeiten dieses Unterverfahrens wird der Wert deü
Zündzeitpunktes kompensiert, um die Zeit zu berücksichtigen, die für das Abarbeiten des Unterverfahrens benötigt wurde,
abzüglich der Zeit, die die Berechnung für die Drehzahlregelung
in Anspruch genommen hat. Schließlich wird das Herunterzählen auf Null gestartet und der Triac 22 gezündet.
BAD ORIGINAL
Ik-
Pur die weitere Betrachtung des Flußdiagramms gemäß Pig. 3
wird davon ausgegangen, daß ein Betrieb in einer geraden Halbschwingung vorliegt, so daß das Verfahren bei der Berechnung
für die Drehzahlregelung angekommen ist, die am Punkt D beginnt. Das Verfahren prüft als Nächstes, ob der
vom Benutzer vorgewählte Durchlaßwinkel kleiner als 88° ist. Wenn er kleiner als 88° ist, wird die gewünschte Drehzahl
automatisch auf 10 000 min" eingestellt. Ist der vom
Benutzer vorgewählte Durchlaßwinkel hingegen größer als 88°, wird der gewünschte Durchlaßwinkel wiederum in eine vom
Benutzer gewünschte vorgewählte Drehzahl umgewandelt. Die Umwandlung beruht auf einer linearen Annäherung und verwendet
eine Gleichung von der Art y = ax + b, wobei y die Drehzahl, χ den vom Benutzer"vorgewählten Durchlaßwinkel und
a sowie b Konstanten bezeichnen, die so gewählt sind, daß bei χ = 88° die Größe y gerade 10 000 min" und bei χ =80ΰ
die Größe y gerade zur maximal zulässigen Betriebsdrehza! 1 für das jeweilige Elektrowerkzeug wird.
Sobald die gewünschte Drehzahl bestimmt wurde, prüft OUw
Schaltung als nächstes, ob die gewünschte Drehzahl eine vorgegebene Maximaldrehzahl überschreitet, die fur dan
jeweilige Elektrowerkzeug festgelegt ist. Angenommen, daß die gewünschte Drehzahl unterhalb der maximalen Drehzahl.
liegt, wird eine Berechnung durchgeführt, um den jeweiligen Durchlaßwinkel zu bestimmen, der zum Erreichen und Stabilisieren
der gewünschten Drehzahl benötigt wird. Beträgt der vom Benutzer vorgewählte Durchlaßwinkel weniger as 38°,
bestimmt die Schaltung, ob der vom Benutzer vorgewählte Durchlaßwinkel größer als der für eine volle Rüdckopp1 m.?
benötigte Durchlaßwinkel ist, bei dem die gewünschte i>rei;-zahl
stabilisiert wird. Wenn der vom Benutzer vorgewählte
BAD
Durchlaßwinkel größer als der Durchlaßwinkel für volle
Rückkopplung ist, so stellt die Schaltung den gewünschten Durchlaßwinkel gleich dem für volle Rückkopplung erforderlichen
Durchlaßwinkel ein und es wird auf diese Weise eine Art Regelung mit geschlossener Regelschleife erreicht. Ist
jedoch der vom Benutzer vorgewählte Durchlaßwinkel nicht größer als der für volle Rückkopplung erforderliche Durchlaßwinkel,
wird der gewünschte Durchlaßwinkel gleich dem vom Benutzer vorgewählten Durchlaßwinkel eingestellt und die
Schaltung arbeitet als Steuerung mit offener Re^elschleife.
Wenn daher beispielsweise der vom Benutzer vorgewählte Durchlaßwinkel gleich 85° ist und nur 75° Durchlaßwinkel
benötigt werden, um den Motor bei der gerade auf den Motor wirkenden Last auf einer Drehzahl von 10 000 min" ku
halten, stellt die Regelschaltung gerade 75° Durchlaßwinkel ein. Darüber hinaus wird die Regelschaltung in diesem Fall
anstreben, die Motordrehzahl von 10 000 min" zu stabilisieren, indem der Durchlaßwinkel im erforderlichen Ausmaß
erhöht wird, und zwar bis zu einem Maximalwert von 85° - dem vom Benutzer vorgewählten Durchlaßwinkel - bevor bei ansteigender
Belastung die Drehzahl des Motors abfallen darf. Wenn andererseits der vom Benutzer vorgewählte Durchlaßwinkel
größer als 88° ist, nimmt die Schaltung von selbst den Zustand einer Regelanordnung mit geschlossener Regelschleife
ein, und der gewünschte Durchlaßwinkel wird gleich dem Winkel für volle Rückkopplung eingestellt.
Ist der gewünschte Durchlaßwinkel einmal eingestellt, beginnt der Verfahrensschritt des Herunterzählens auf Null und
der Triac 22 wird in Abhängigkeit vom gewünschten Durchlaß-
BAD OP^
26 -..'.ι
winkel gezündet. Nach der Zündung des Triacs 22 wird ein
neuer Rückschlag-Grenzwert bestimmt, der im Rückschlag-Erkennungsverfahren verwendet wird, das weiter unten noch
beschrieben wird.
Unter Bezug auf Fig. 4 soll nun nachfolgend das Unterverfahren "Analogeingang" im einzelnen beschrieben werden. Das
Unterverfahren beginnt damit, daß ein Schleifenzähler geladen wird, der dazu dient, ein vorgegebenes Zeitintervall
darzustellen, in dem die analoge Position des Drückerschalters abgefragt wird. Es wird ferner ein Schwellwert-Zähler
gelöscht, der dazu dient, einen Wert zu speichern, der die Position des Drückerschalters darstellt.
Die Schaltung prüft, ob die Netzspannung sich in einer ungeraden oder einer geraden Halbschwingung befindet. In der
ungeraden Halbschwingung wird der Kondensator 36 über den Einstellwiderstand 34 geladen, während die vorbestimmte
Zeitsteuer-Schleife abgearbeitet wird, die jedes Mal prüft, ob der Kondensator 36 bereits auf einen Wert oberhalb eines
Schwellwertes des Eingang/Ausgang-Ports aufgeladen wurde.
Bei jedem Durchlauf der Schleife bis zu dem Zeitpunkt, an dem der Kondensator 36 über den Schwellwert hinaus aufgeladen
wurde, wird der Schwellwertzähler inkrementiert. Demzu ■
folge ist der vom Schwellwertzähler festgehaltene Wert am Ende der ungeraden Halbschwingung ein Maß für die Geschwindigkeit, mit der der Kondensator 36 über den Einstellwiderstand
34 aufgeladen wurde. Da die Ladegeschwindigkeit durch
die Analogposition des Einstellwiderstandes 34 bestimmt wird, die ihrerseits durch den Benutzer über den Drückerschalter eingestellt wurde, ist der Stand des Schwellwert
BAD
*:"'"" 351Ö619
Zählers bzw. dessen "Ladezahl" ein Maß für den gewünschten oder vom Benutzer vorgewählten Durchlaßwinkel.
In entsprechender Weise wird während jeder geraden Halbschwingung
der Kondensator 36 über den Einstellwiderstand 34
entladen, während eine ähnliche Zeit.steuer-Schleife bestimmt,
wielange es dauert, um den Kondensator 36 unter die Eingangs-Schwellwertspannung zu entladen. Die "Entladezahl"
wird dann mit der vorhergehenden "Ladezahl" gemittelt und der vom Benutzer gewünschte Durchlaßwinkel wird aus dem
Mittelwert errechnet, indem man eine lineare Annäherung der Form y = ax + b verwendet, wobei y den vom Benutzer vorgewählten
Durchlaßwinkel darstellt, χ den zuvor bestimmten Mittelwert und wobei ferner a und b Skalierungs-Konstanten
sind.
Der in dieser Weise bestimmte, vom Benutzer vorgewählte Durchlaßwinkel wird dann mit dem zuvor vorgewählten Durchlaßwinkel
verglichen, und es wird bestimmt, ob der Absolutwert der Differenz zwischen diesen beiden Werten einen
vorbestimmten "Hysterese"-Grenzwert überschreitet.
Ist dies nicht der Fall, kehrt das Unterverfahren in das
Hauptverfahren zurück. Überschreitet der Absolutwert hingegen den Hysterese-Grenzwert, ersetzt der neue, in der genannten
Weise bestimmte und vom Benutzer vorgewählte Durchlaßwinkel den zuvor vom Benutzer vorgewählten Durchlaßwinkel
und die Steuerung kehrt in das Hauptverfahren zurück.
Der Zweck dieses Verfahrensschrittes ist es, ein "Zittern"
des Elektrowerkzeuges infolge von relativ kleinen Änderungen
BAD
des vom Benutzer vorgewählten Durchlaßwinkels zu verhindern, insbesondere im Betrieb des Elektrowerkzeuges mit voller
Rückkopplung.
Pig. 5 veranschaulicht das Verfahren zum Vermeiden eines
Rückschlages.
Es beginnt am Rücksetz-Eingangspunkt des Hauptverfahrens, das weiter oben in Zusammenhang mit Fig. 3 bereits beschrieben
wurde. Nach dem Laden der Speicher und dem Abwarten eines Nulldurchganges der Netzspannung prüft die Schaltung,
wie oben beschrieben, ob der Drückerschalter betätigt wird. Wird der Drückerschalter nicht betätigt, kreist die Schaltung
durch die anfänglichen Schritte der Vorgabe von Daten, bis schließlich erkannt wird, daß der Drückerschalter vom
Benutzer betätigt wurde.
Sobald dies geschehen ist, wird die Drehzahl des Motors mit einer Drehzahlmeßeinrichtung bestimmt, beispielsweise dem
Tachometer 24· In dem beschriebenen bevorzugten Ausführungebeispiel
wird die Drehzahl allerdings als Zeitintervall geraessen, nämlich als Periodendauer zwischen zwei Impulsen
des Drehzahlsensors. Das bevorzugte Ausführungsbeispiel verwendet den Tachometer 24, und zwar im wesentlichen aus
Kostengründen. Allerdings erzeugt ein derartiges Tachometer 24 bei geringen Drehzahlen nur eine für Drehzahlmessungen
unzureichende Ausgangsspannung.
Um Fehler zu vermeiden, wird daher im Verfahren festgestellt,
ob die gemessene Drehzahl unterhalb dieser Schwelle für einen zuverlässigen Betrieb des Tachmeters 24 liegt.
BAD
351Ö619
-3J.
Hierzu bestimmt das Verfahren, ob die Periodendauer zwischen
Tachometerimpulsen nahe oder oberhalb eines Grenzwertes für den jeweiligen Sensor liegt.
Liegt die gemessene Periodendauer in der Nähe oder oberhalb des Grenzwertes, verzweigt sich das Verfahren um die eigentliche
Anti-Rückschlag-Erkennung herum und fährt fort, wie dargestellt.
Reicht die gemessene Drehzahl für zuverlässige Ablesungen
des Tachometers 24 aus, bestimmt das Verfahren, ob die zuletzt gemessene Drehzahl-Periodendauer größer als der
Anti-Rückschlag-Grenzwert ist, der bei einem vorhergehenden Durchgang durch das Verfahren festgelegt wurde. Wenn die
zuletzt gemessene Drehzahl-Periodendauer größer ist alt; der Anti-Rückschlag-Grenzwert, wird ein Rückschlag-Zustand
erkannt, und das Verfahren verzweigt in eine Fangstelle, die durch eine Endlosschleife dargestellt wird und verhindert,
daß der Triac, Thyristor oder sonstige Schalter gesundet werden. Ein Ausweg aus der Endlosschleife ist nur dadurch
möglich, daß der Drückerschalter gelöst oder abgeschaltet wird, woraufhin das Verfahren wieder an den Rüeksetzpunkt A
in der Nähe des Anfanges des Hauptverfahrens zurückkehrt.
Nach der Anti-Rückschlag-Prüfung fährt das Verfahren fort, indem der Triac oder Thyristor zum jeweiligen Zeitpunkt
gezündet wird, wobei allerdings die zur Bestimmung des Durchlaßwinkels benötigte Zeit berücksichtigt wird. Kino
genaue Beschreibung dieser Verfahremsschritte findet, rAch
oben in der Beschreibung zu Pig. 3-
BAD OEiCIUAL
Nach dem Zünden und der Auswahl des gewünschten Betriebsbereiohes
in Abhängigkeit von dem vom Benutzer vorgewählten Durchlaßwinkel (vgl. Beschreibung weiter oben zu Fig. ?)
bestimmt das Verfahren, ob eine Phasensteuerung mit offener
Regelschleife bei niedriger Leistung gewählt wurde oder nicht.
Wenn eine derartige Phasensteuerung gewählt wurde, muß der Betrieb im ersten Betriebsbereich 46 von Fig. 2 erfolgen.
Liegt ein Betrieb im ersten Bereich 46 vor, wird ein sehr hoher Anti-Rückschlag-Grenzwert in den entsprechenden Speicher
geladen. Auf diese Weise wird die Rückschlag-Funktion
praktisch ausgeschaltet, wenn das Elektrowerkzeug bei niedrigen Drehzahlen und niedriger Motorleistung betrieben wird,
weil dann ein Rückschlag kein Problem darstellt.
Findet der Betrieb nicht im ersten Bereich 46 statt, wi I
der Kingangs/Ausgangs-Port abgefragt, am den Wert der Anti-Rückschlag-Empfindlickeit
zu bestimmen. Dieser Wert kar-n beim Hersteller mittels einer geeigneten Schaltbrücke 32 m
der ggf. vorhandenen Schaltbrückeneinheit 26 voreingestellt werden. Ist die Rückschlag-Empfindlichkeit "ohne Grenzwert"
gewählt, wird der Anti-RUcksehlag-Grenswert auf einen ü^-h;
hohen Wert eingestellt. Ist eine andere als die "ohne Grenzwert" Empfindlichkeit durch die Schaltbrückeneinheit 2o
vorgewählt, wird die Ablesmng der am Eingang eingestellten
Auswahl vom Eingangsport in einen numerische Ernpfindlichkeitowert
umgewandelt.
Die Drehzahl-Periodendauf-T des Motors, die mittels d<- :■
Tachometers 24 festgestellt und im Drehzahlspeicher abi?ele-:'twurde,
wird durch Division durch einen vorbestimmten Wert
BAD
■""'■■" '""■■ 351Ö619
skaliert. In der Praxis wird die Drehzahl-Periodendauer, die
als ßinärzahl dargestellt ist, um 5 Digits nach rechtrs verschoben, was einer Division durch die Zahl 32 gleichkommt.
Die skalierte Drehzahl-Periodendauer wird dann mit dem Empfindlichkeitswert multipliziert and das Produkt dem
Wert der Drehzahl-Periodendauer hinzuaddiert. Dieses Produkt wird dann als neuer Anti-Rückschlag-Grenzwert abgelegt und
später gegenüber der nächsten Drehzahl-Periodendauer geprüft, die nach dem nächsten Nulldurchgang der Netzspannung
bestimmt wird.
Das Anti-Rückschlag-Verfahren verwendet daher die Augenblickdrehzahl
des Motors, um zu bestimmen, ob ein Rückschlag-Zustand vorliegt. Die Grenzwerte werden berechnet,
indem eine prozentualen Veränderung herangezogen wird, mit der die augenblickliche Betriebsdrehzahl zum Erkennen eines
Rückschlages verliehen wird.
Wird beispielsweise während einer Halbschwingung der Motor bei einer Drehzahl betrieben, deren Periodendauer 100 Zählerschritten
von jeweils 40 \isec entspricht und ist der Anti-Rückschlag-Paktor auf 10 $ eingestellt, wird dann ein
drohender RUckschlag-Zustand erkannt, wenn in der nächsten Halbschwingung die Periodendauer 110 Zählschritte überschreitet.
Beträgt die Periodendauer weniger als 110 Zählschritte, wird als "lernendes System" ein neuer Grenzwert
auf der Grundlage der gemessenen Periodendauer errechnet, eingegeben und das Verfahren fortgesetzt.
Im Gegensatz zu Rückschlag-Erkennungsverfahren nach dem Stand der Technik, die versucht haben, den Rückschlag dadurch
zu erkennen, daß man die Änderungsgeschwindigkeit detj
BAD ORIGINAL
Motorstromes (dl/dt) oder die Änderungsgeschwindigkeit der
Motordrehzahl (dn/dt) erkannte, erkennt das vorliegende Verfahren den Rückschlag-Zustand als eine prozentuale Änderung
der Motordrehzahl. Die vorliegende Erfindung benötigt daher keine Beschaltung mit Strommeßwiderständen und auch
keine Analog/Digitalwandler, wie man sie für die dl/dt-Technik
benötigt. Darüber hinaus ist die Technik mit prozentualer Veränderung bei hohen Drehzahlen genauer im Gegensatz zu
dn/dt-Methoden nach dem Stand der Technik, die naturgemäß kleine Drehzahlveränderungen bei hohen Drehzahlen schlechter
erkennen können.
Die vorstehende Beschreibung bezieht sich nur auf das dargestellte
Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung, es versteht sich jedoch, daß die Erfindung auch abgewandelt
werden kann, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung
einschließlich der beigefügten Patentansprüche zu verlassen.
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Leerseite -