DE3508885A1 - Anlage zur wiederverwendung von abwaesser, insbesondere aus dem wasch-, dusch-, bad- bzw. kuechenbereich - Google Patents
Anlage zur wiederverwendung von abwaesser, insbesondere aus dem wasch-, dusch-, bad- bzw. kuechenbereichInfo
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Description
-
- ANLAGE ZUR WIEDERVERWENDUNG VON ABWASSER,
- INSBESONDERE AUS DEM WASCH-. DUSCH-, BAD-BZW. K8CHENBEREICH Die Erfindung betrifft eine Anlage zur Wiederverwendung von Abwässer, insbesondere aus dem Wasch-, Dusch-, Bad- bzw. Küchenbereich.
- Ublicherweise wird Frischwasser für die Toilettenspülung, Heizungsanlage, Waschmaschine bzw. Hof- und Gartenbewässerung bellutzt. Für diese Wasserentnahmestellen ist es jedoch nicht notwendig, daß das einen hohen Reinheitsgrad aufweisende Frischwasser verwendet wird.
- Aus der DE-OS 32 10 789 ist eine Wasser-Wärme-Energie-Sparanlage als kombiniertes System bekannt, bei dem Regenwasser oder Brauchwasser zum Betreiben von Waschmaschinen, zum Garten sprengen, zur Toilettenspülung und zur Autowäsche vorgeschlagen wird.
- Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht darin, eine Anlage zur Wiederverwendung von Abwässer, insbesondere aus dem Wasch-, Dusch-, Bad- bzw. Küchenbereich vorzuschlagen, die es ermöglicht, die Abwässer bei Wasserentnahlnestellf3ll zu verwenden, die keinen hohen Reinheitsgrad des verwendeten Wassers verlangen.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemaß dadurch gelost, daß das Abwasser in einen Behälter geleitet wird, in dem es vorgeklärt und anschließend den geeigneten Wasserentnahmestellen, insbesondere der Heizungsanlage, der Toilettenspülung bzw. der Hof- und Gartenbewässerung zugeführt wird.
- Vorzugsweise wird das gereinigte Abwasser in einem weiteren Behälter gesammelt, aus dem es mittels einer Pumpe je nach Bedarf seiner Wiederverwendung zugeführt wird.
- Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsfotm weist der Behälter, in den das Abwasser geleitet wird, eine Klärkammer mit einem Zulauf und einem Ablauf auf, in der ein herausnehmbarer, teilweise siebartiger Behälter eingesetzt ist.
- Gemäß einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform ist dem seitlichen Zulauf eine Prallwand bzw. dem Ablauf eine Tauchwand vorgeordnet.
- Vorzugsweise sind die Seitenwände des herausnehmbaren Behälters im unteren Drittel siebartig ausgebildet und der Behälterboden weist eine geschlossene Fläche auf.
- Gemäß einer weiteren besonders bevorzugten AusSührungsform weist der Behälter eine weitere Kammer zur Aufnahme und Speicherung des geklärten Wassers auf, in die das geklärte Wasser aus der K1lirkt3mmer über eine Zulaufröhre geLeitet wird.
- Vorzugsweise ist in der zur Aufnahme und Speicherung des geklärten Wassers vorgesehenen Kammer eine Saug-oder Tauchpumpe angeordnet, mit der je nach Bedarf das geklärte Wasser seiner Wiederverwendung zugeführt wird.
- Mit dem erfindungsgemäßen Leitungssystem werden sämtliche Abwässer in einen Klär- und Speicherbehälter geleitet. Die Dimensionierung sowie das Klärsystem wird individuell Je nach 'ie}lmutzwssearallfkommar) und Verschmutzungsgrad festgelegt. Bedeutend hierbei ist, daß das anfallende Schmutzwasser grundsätzlich aus hygienischen Gründen einer Vorklärung unterliegt. Für die Art der Schmutzwasservorklärung sind mehrere Möglichkeiten vorgesehen, die in den Ansprüchen und in den Ausführungsbeispielen dargestellt sind. Aus dem Wasserspeicher wird das geklärte Wasser mittels einer Saug- oder Tauchpumpe in ein zusätzlich anzuordnentes Leitungssystem eingespeist. Dieses Leitungssystem führt das geklärte Wasser zu den Wasserentnahmestellen, der WC-Spülung, der Hof- und Gartenbewässerung, der Waschmaschine und gegebenenfalls dem Warmwasserbereich der Heizungsanlage.
- Ein weiteres Leitungssystem führt sämtliche Feststoffe, z. B. Fäkalien, mittels ausreichender Spülwassermenge in die öffentliche Kanalistion bzw. bei nicht vorhandenem Anschluß in eine Fäkaliengrube.
- IJnter Bezugnahme auf die Schrift DE-OS 3 210 789 ist eine Regenwasserverwendung in Gebäuden abzulehnen.
- Regenwasser darf grundsätzlich nicht dem gebäudeinternen Wasserverbrauch dienen.
- Regenwasser ist nicht unmittelbar in vorhandene Kanalisationssysteme einzuleiten, onciern muß unbedingt über die Erdoberflache (wasserdurehlässige, unbefestigte Flächen; Sickergräben etc) mittelbar dem Grundwasser, zum Zwecke der Trinkwasseranreicherung, zugeführt werden.
- Die erfindungsgemäße Anlage ist vielfach verwendbar.
- Insbesondere in Einfamilienhäusern, Zwei- und Mehrfamilienhäusern, Hochhäusern, sämtlichen öffentlichen Gebäuden, Gaststätten und Hotels, Krankenhäusern, Sanatorien, Bürogebäuden und Fabrikanlagen ist es sinnvoll, kein Frischwasser, sondern erfindungsgemäß die vorgeklärten Abwässer zu verwenden, sofern das Wasser für Toilettenanlagen, Waschmaschinen, Heizungsanlagen bzw. zur Bewässerung vorgesehen ist.
- Das verschmutzte Abwasser wird über ein Klärsystem in ein Auffangbecken geleitet. Das gereinigte Wasser wird mittels einer Pumpe je nach Bedarf (Saug- oder Unterwasserpumpe) über ein Rohrleitungssystem der Wiederverwendung zugeführt. Die Größe der Anlage wird dem entsprechenden Bedarf angepaßt.
- Bei der Verwendung der erYindungsgemäßen Anlage wird ein hoher Prozentsatz (ungefähr 30 bis 40 %) des bisherigen Trinkwasserverbrauchs tatsächlich eingespart.
- Die Einsparung wirkt sich natürlich im gleichen Umfang auf die Abwassermenge aus - natürlich werden Energiekosten in beträchtlichem Umfang gesenkt -Die Toilettenspiilung erfährt keinerlei Einschränkung, es können, wie bislang, acht bis neun Liter Wasser verwendet werden. Somit bedarf es keinem Spülwasserregulierungssystem, dadurch wird der Feststofftransport (Fäkalien) nicht gefährdet. Die hygienischen Bedingungen werden durch diese Einrichtung immer erhalten. Das Rohrleitungssystem läßt keinen Anschluß an die üblich vorhandenen Trinkwasserleitungen zu. Aufgrund der Erfindung wird weniger Grundwasser benötigt, wodurch ein Schutz des Waldes, der Baudenkmäler, der Umwelt durch die Absenkung des Grundwassers vermieden wird.
- Ferner sind keine neuen Stauseebauten erforderlich und eine natürliche, ausreichende Grundwasseranreicherung ist auf lange Sicht gewährleistet.
- Zum Schutz der Verbraucher für Trink- und Abwasser ist noch hinzuzufügen: Sollte der Verbrauch wie bisher erfolgen, nämlich daß das reine Trinkwasser für Toilettenspülung, Waschmaschinen bzw. Heizungsanlagen verwendet wird, muß in Zukunft damit gerechnet werden, daß nur noch mit großem technischen Aufwand Trinkwasser dem Verbraucher zur Verfügung gestellt werden kann. Ebenso wird das Abwasserkanalsystem nicht so stark in Anspruch genommen wie bisher, wenn das Abwasser erfindungsgemäß zumindest teilweise wiederverwendet wird.
- Die Erfindung wird nun anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert.
- Es zeigt: Figur 1 eine Skizze des erfindungsgemäßen Leitungssystems, Figur 2 einen Längsschnitt eines erfindungsgemäßen Behälters.
- Gemäß Figur 1 führen die Rohrleitungssysfeme 15, 16 17 und 18 das Abwasser in den verschiedenen Reinigungszuständen. Die mit den Bezugszeichen 20, 21 und 22 gekennzeichneten Behältnisse zur Einleitung von Schmutzwasser aus dem Wasch-, Dusch-, Bad bzw.
- Küchenbereich sind mit der Leitung 15 verbunden, über die das verschmutzte Abwasser zur Vorklärung in die Klärkammer 1 eingeleitet wird. In dieser Klärkammer 1 findet die Vorklärung statt. Diese Vorklärung kann auf verschiedene bekannte Weise durchgeführt werden. In Figur 1 führt die Leitung 15 zu einem Behälter, in dem die Klärkammer 1 zusammen mit der Speicherkammer 2 zur Aufnahme des geklärten Wassers dargestellt ist. Zwischen der Vorkammer 1 und der Speicherkammer 2 befinden sich die Schwimmfilter 23 und 24. In der Speicherkammer 2.ist der Trockenfilter 25 angeordnet. Je nach Bedarf wird aus der Speicherkammer 2 das vorgeklärte Wasser mittels der Pumpe 11 über einen Pumpenschacht in die Leitung 16 geführt. Die Rohrleitung 16 führt zur Hof- und Gartenbewässerung, zur Heizungsanlage (Warmwasserbereieh). Ferner führt die Rohrleitung 16 das vorgeklärte Abwasser zur Wiederverwendung in die Spülvorrichtung 30 zur Fäkalienspülung und zur Waschmaschine 31. Ferner führt die Leitung 18 das Wasser aus dem Uberlauf 12 an der Speicherkammer 2 zur Anschlußmöglichkeit 19, die beispielsweise ein üblicher Kanalanschluß ist. Zu dieser Anschlußmöglichkeit 19 werden auch über die Leitung 17 Feststoffe abgeführt (Fäkalien).
- In Figur 2 ist als Ausführungsbeispiel ein Behälter dargestellt, der aus zwei Kammern besteht.
- Der im Längsschnitt dargestellte Behälter weist die Klärkammer 1 und die Speicherkammer 2 auf. Das über den Zulauf 5 in die Klärkammer 1 (Sedimentationskammer) geleitete Abwasser wird in dieser Klärkammer auf an sich übliche Weise gereinigt. Das über den Zulauf in die Klärkammer 1 gelangte Wasser wird von der Prall- wand 7 nach unten geleitet. Tn der Klärkammer 1 befindet sich der heraustiehmbare Beh.ilL*r '3, ()g dessen Behälterboden 14 geschlossen ist. Die Seitenwände 13 des Behälters 9 sind im unteren Drittel siebartig ausgestalet.
- Das im Innern des Behälters 9 befindliche Wasser ist demgemäß geklärt. Dieses geklärte Wasser gelangt über den Ablauf 6 in die Speicherkammer 2. Dieser Zulauf wird üblicherweise mittels der Zulaufröhre 10 ausgestaltet. Dem Ablauf 6 ist die Tauchwand 8 vorgeordnet.
- Das in der Speicherkammer 2 befindliche geklärte Abwasser kann je nach Bedarf über die niveauregulierte Saug- oder Druckpumpe 11 seiner Bestimmung zugeführt werden. Mit dem Bezugs zeichen 12 ist der ueberlauf gekennzeichnet, mit den Bezugszeichen 3 und 4 die Revisionsöffnungen.
- Ein Mehrkammerbecken gewährleistet einen hohen Abwasserreinigungsgrad. Grundsätzlich können die Aufbereitungsbehälter variable Klärsysteme, je nach Bedarf, biologisch, chemisch oder in einer kombinierten Form enthalten.
- Die in die Klärkammer gelangenden Schwimmstoffe sowie evtl. Feststoffablagerungen werden durch das Herausnehmen des Behälters 9 aufgefangen und durch Reinigen des Behälters beseitigt. Die Behälterreinigung kann auch durch Absaugen erfolgen, jedoch sind durch die beschriebene Behälterreinigung Kosten zu sparen.
- Bezugszeichenliste 1 Klärkamm r 2 Speicherkammer 3 Revisionsöffnung 4 Revisionsöffnung 5 Zulauf 6 Ablauf 7 Prallwand 8 Tauchwand 9 Behälter 10 Zulaufröhre 11 Saug- oder Tauchpumpe 12 Uberlauf 13 Seitenwand des Behälters 9 14 Boden des Behälters 9 15 Leitung 16 Leitung 17 Leitung 18 Leitung 19 Anschlußmöglichkeit (Kanalanschluß) 20, 21, 22 Behältnisse zur Einleitung von Schmutzwasser aus Wasch-, Dusch-, Bad- bzw.
- Küchenbereich 23 Schwimmfilter 24 Schwimmfilter 25 Trockenfilter 30 Spülvorrichtung zur Fäkalienspülung 31 Waschmaschine
Claims (7)
- Ansprüche 1. Anlage zur Wiederverwendung von Abwässer, insbesondere aus dem Wasch-, Dusch-, Bad- bzw. Küchenbereich, dadurch gekennzeichnet, daß das Abwasser in einen Behälter geleitet wird, in dem es vorgeklärt und anschließend den geeigneten Wasserentnahmestellen, insbesondere der. Heizungsanlage, der Toilettenspülung, der Waschmaschine bzw. der Hof-und Gartenbewässerung zugeführt wird.
- 2. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das gereinigte Abwasser in einem weiteren Behälter gesammelt wird, aus dem es mittels einer Pumpe je nach Bedarf seiner Wiederverwendung zugeführt wird.
- 3. Behälter für eine Abscheidevorrichtung zur Wiederverwendung von Abwasser, insbesondere für eine Anlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß er eine Klärkammer (1) mit einem Zulauf (5) und einem Ablauf (6) aufweist, in der ein herausnehmbarer, teilweise siebartiger Behälter (9) eingesetzt ist.
- 4. Behälter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß dem seitlichen Zulauf (5) eine Prallwand (7) bzw.dem Ablauf (6) eine Tauchwand (8) vorgeordnet ist.
- 5. Behälter nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenwände (13) des herausnehmbaren Behälters (9) im unteren Drittel siebartig ausgebildet sind und daß der Behälterboden (14) eine geschlossene Fläche aufweist.
- 6. Behälter nach Anspruch 3, 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß er eine weitere Kammer (2) zur Aufnahme und Speicherung des geklärten Wassers ausweist, in die das geklärte Wasser aus der Klärkammer (1) einer eine Zulaufröhre (10) eingeleitet wird.
- 7. Behälter nach mindestens einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in der Kammer (2) zur Aufnahme und Speicherung des geklärten Wassers eine Saug- oder Tauchpumpe (11) angeordnet ist, mit der je nach Bedarf das geklärte Wasser seiner Wiederverwendung zugeführt wird.
Priority Applications (1)
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| DE19853508885 DE3508885A1 (de) | 1984-06-01 | 1985-03-13 | Anlage zur wiederverwendung von abwaesser, insbesondere aus dem wasch-, dusch-, bad- bzw. kuechenbereich |
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| DE3420478 | 1984-06-01 | ||
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