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DE3508663A1 - Kraftfahrzeug mit allradantrieb - Google Patents

Kraftfahrzeug mit allradantrieb

Info

Publication number
DE3508663A1
DE3508663A1 DE19853508663 DE3508663A DE3508663A1 DE 3508663 A1 DE3508663 A1 DE 3508663A1 DE 19853508663 DE19853508663 DE 19853508663 DE 3508663 A DE3508663 A DE 3508663A DE 3508663 A1 DE3508663 A1 DE 3508663A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
wheels
drive
rear wheels
power
shaft
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Ceased
Application number
DE19853508663
Other languages
English (en)
Inventor
Heinz Dr.-Ing. 4600 Dortmund Kreiskorte
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
KREISKORTE, HEINZ, DR.-ING., 4600 DORTMUND, DE
Original Assignee
Thyssen Industrie AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Thyssen Industrie AG filed Critical Thyssen Industrie AG
Priority to DE19853508663 priority Critical patent/DE3508663A1/de
Publication of DE3508663A1 publication Critical patent/DE3508663A1/de
Ceased legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60KARRANGEMENT OR MOUNTING OF PROPULSION UNITS OR OF TRANSMISSIONS IN VEHICLES; ARRANGEMENT OR MOUNTING OF PLURAL DIVERSE PRIME-MOVERS IN VEHICLES; AUXILIARY DRIVES FOR VEHICLES; INSTRUMENTATION OR DASHBOARDS FOR VEHICLES; ARRANGEMENTS IN CONNECTION WITH COOLING, AIR INTAKE, GAS EXHAUST OR FUEL SUPPLY OF PROPULSION UNITS IN VEHICLES
    • B60K17/00Arrangement or mounting of transmissions in vehicles
    • B60K17/34Arrangement or mounting of transmissions in vehicles for driving both front and rear wheels, e.g. four wheel drive vehicles
    • B60K17/348Arrangement or mounting of transmissions in vehicles for driving both front and rear wheels, e.g. four wheel drive vehicles having differential means for driving one set of wheels, e.g. the front, at one speed and the other set, e.g. the rear, at a different speed
    • B60K17/35Arrangement or mounting of transmissions in vehicles for driving both front and rear wheels, e.g. four wheel drive vehicles having differential means for driving one set of wheels, e.g. the front, at one speed and the other set, e.g. the rear, at a different speed including arrangements for suppressing or influencing the power transfer, e.g. viscous clutches
    • B60K17/3505Arrangement or mounting of transmissions in vehicles for driving both front and rear wheels, e.g. four wheel drive vehicles having differential means for driving one set of wheels, e.g. the front, at one speed and the other set, e.g. the rear, at a different speed including arrangements for suppressing or influencing the power transfer, e.g. viscous clutches with self-actuated means, e.g. by difference of speed

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Arrangement And Driving Of Transmission Devices (AREA)

Description

  • Kraftfahrzeug mit Allradantrieb
  • Die Erfindung betrifft eine Antriebsanordnung für ein Kraftfahrzeug mit Allradantrieb ohne Mittendifferential im Antriebsstrang zwischen Vorder und Hinterachse gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
  • Derartige Fahrzeuge haben den Nachteil, daß bei Kurvenfahrten Momente von der Hinterachse auf die Vorderachse übertragen werden. Bedingt durch den größeren Weg, den die Vorderräder entlang der Schleppkurve zurücklegen, und den kleineren Weg der Hinterräder müßten die Räder der beiden Achsen eigentlich mit unterschiedlichen Drehzahlen umlaufen.
  • Dieses ist aber durch die starre Kopplung zwischen Vorder- und Hinterachse nicht möglich. Um eine Drehzahlangleichung der Räder zu erzielen, werden die eigentlich schneller laufen wollenden Vorderräder abgebremst, während die langsamer laufen wollenden Hinterräder durch die Fahrbahn soweit angetrieben werden bis die mittlere Drehzahl der beiden Vorder-und der beiden Hinterräder trotz unterschiedlich langer Abrollwege gleich ist. Dabei entstehen Verspannmomente, die einerseits von der Größe des aufgezwungenen Schlupfes und andererseits von der Kraftschlußbeiwert-Schlupf-Funktion des Systems Reifen/Fahrbahn abhängen.
  • Bei Kurvenfahrten, insbesondere im Winter, können die auftretenden Verspannmomente über der Haftwertgrenze zwischen Reifen und Fahrbahn liegen, so daß die zur Kurvenfahrt benötigte Haftung in Richtung der Seitenführungskräfte nicht mehr zur Verfügung steht. Da der Vektor aus Längs-und Querkraft für ein stabiles Fahrverhalten maßgebend ist, der Längskraftvektor aus der Leistungsübertragung von den Hinterrädern auf die Vorderräder aber schon oberhalb der Haftwertgrenze liegt, bricht das Fahrzeug aus und kommt von der Fahrbahn ab oder auf die Gegenfahrbahn.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Antriebsanordnung der eingangs erwähnten Art so zu verbessern, daß keine unerwünschten Momente von der Fahrbahn über die Hinter- oder Vorderräder auf das Verteilergetriebe und von da auf die jeweils anderen Räder übertragen werden können.
  • Als Lösung dieser Aufgabe wird daher erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß in der Welle zwischen Getriebe und hinterem Differential eine Überholkupplung eingebaut ist, die eine Momentenübertragung von den Hinterrädern zum Getriebe verhindert.
  • Nicht nur bei Kurvenfahrt, auch bei Geradeausfahrt kann, bedingt durch Unterschiede im Abrollumfang der Reifen, sowohl eine Leistungs- bzw.
  • Momentübertragung von den Hinterrädern auf die Vorderräder erfolgen.
  • Bei unterschiedlichem Abrollumfang ist nicht nur eine Leistungs- bzw.
  • Momentenübertragung von den Hinterrädern auf die Vorderräder, sondern auch in umgekehrter Richtung möglich. Die dabei umgewälzte Leistung (Blindleistung) im Verspannkreis "Vorderräder - Getriebe - Hinterräder -Fahrbahn - Vorderräder" kann weit oberhalb der Motorleistung liegen und zu Schäden an allen im Verspannkreis angeordneten Aggregaten führen.
  • Es wird weiter vorgeschlagen, die Getriebe so auszulegen, daß die Vorderräder mit geringfügig höherer Drehzahl als die Hinterräder angetrieben werden. Dadurch läuft das Fahrzeug unter normalen Straßenbedingungen wie ein vorderradangetriebenes Fahrzeug. Erst nachdem durch das Antriebsmoment ein gewisser Schlupf überschritten wird, greifen automatisch zusätzlich auch die Hinterräder. Bei ungünstigen Toleranzen im Abrollumfang bis zu einer Größe entsprechend der Drehzahlvorgabe der Vorderräder kommt es nicht zur Übertragung einer Verspannleistung von den Vorderrädern über das Getriebe auf die Hinterräder.
  • Der gleiche Effekt kann dadurch erreicht werden, daß bei gleicher Übersetzung im Getriebe der Sollwert des Abrollumfanges für die Vorderräder etwas größer gewählt wird als der Sollwert des Abrollumfanges für die Hinterräder.
  • Die toleranzbedingte Leistungsübertragung bei Geradeausfahrt von den Vorderrädern über das Getriebe auf die Hinterräder kann erfindungsgemäss dadurch vermieden werden, daß zusätzlich zu der Überholkupplung zwischen Hinterrädern und Getriebe auch eine Überholkupplung zwischen Getriebe und Vorderrädern eingebaut wird, die nur eine Leistungsübertragung zu den Vorderrädern, aber keine Leistungsübertragung von den Vorderrädern zum Getriebe zuläßt. Das hat jedoch den Nachteil, daß der Motor ohne zusätzliche Maßnahmen nicht mehr zum Bremsen genutzt werden kann.
  • Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand von schematischen Zeichnungen näher erläutert.
  • Es zeigen Fig. 1 : eine Antriebsanordnung eines allradangetriebenen Fahrzeuges ohne Mittendifferential; Fig. 2 : eine Antriebsanordnung eines allradangetriebenen Fahrzeuges ohne Mittendifferential mit einer erfindungsgemäß angeordneten Überholkupplung zwischen den Hinterrädern und dem Getriebe; Fig. 3 : eine Anordnung gemäß Fig. 2, jedoch mit einer weiteren Überholkupplung zwischen den Vorderrädern und dem Getriebe; Fig. 4 : den Kraftschlußbeiwert µ beim Bremsen als Funktion des Schlupfes bei verschiedenen Straßenzuständen; Fig. 5 : einen etwa in Frage kommenden Kraftschlußbeiwert µ beim Antreiben und Bremen für den Bereich kleiner Schlupfwerte.
  • Entsprechend Fig. 1 werden vom Fahrzeugmotor 1 über das Getriebe 2 die Wellen 3 und 4 angetrieben. Von der Welle 3 wird das Antriebsmoment über das vordere Differential 8, die Achswellen 10 und 11, die Kardangelenke 12 und 13 auf die Vorderräder 14 und 15 übertragen. Die Welle 4 leitet das Antriebsmoment über das hintere Differential 9 sowie über die Achswellen 6 und 7 auf die Hinterräder 16 und 17.
  • Bei einer Kurvenfahrt stehen die Vorderräder in Position 1 4a und 15a.
  • Die Räder folgen den strichpunktierten Linien, wobei SVL für das vordere linke Rad, SVR für das vordere rechte Rad, SHL für das hintere linke Rad und SHR für das hintere rechte Rad gilt.
  • HR Bei einer Rechtskurve legt das Rad in Position 14a links vorn den längsten und das Rad 17 rechts hinten den kürzesten Weg zurück. Die unterschiedlichen Wege links vorn und rechts vorn werden vom vorderen Differential 8 ausgeglichen und geben an die Welle 3 eine mittlere Drehzahl n3, entsprechend dem mittleren Weg der Räder in den Positionen 14a und 15a.
  • An der Hinterachse werden die unterschiedlichen Wege der Räder 16 und 17 im hinteren Differential 9 ausgeglichen und führen zu einer mittleren Drehzahl n4 an der Welle 4.
  • Da der Mittelwert der Wege an den Hinterrädern kürzer ist als der Mittelwert der Wege an den Vorderrädern, müßte beim Abrollen ohne Zwang die Drehzahl n4 der Welle 4 kleiner sein als die Drehzahl n3 der Welle 3. Bei starrer Kopplung der Wellen 3 und 4 müssen die Drehzahlen n3 und n4 aber gleich sein. Eine Folge davon ist, daß bei Kurvenfahrten ohne Mittendifferential ein Schlupf auftreten muß. Ein Schlupf tritt jedoch nur auf, wenn Brems- oder Antriebskräfte am Umfang der Räder eingeleitet werden.
  • Fig. 4 zeigt den Kraftschlußbeiwert µ beim Bremsen als Funktion des Schlupfes S (S = 1 - 100 % bei blockiertem Rad); a trockener Asphalt, u u b nasser Asphalt, c Neuschnee, d Glatteis (siehe Dubbel, 15. Auflage, Seite 837). Der für den Verspannkreis "Vorderräder - Getriebe - Hinterräder - Fahrbahn - Vorderräder" wichtige Bereich für kleine Schlupfwerte ist in Fig. 5 wiedergegeben. Es ist sowohl der Antriebs- als auch der Bremsbereich dargestellt. Entsprechend der Funktion I, die etwa für trockene Fahrbahn gilt, tritt bei einem Schlupf von z.B. 1 % (Antrieb) ein Kraftschlußbeiwert µ von ca. 0,3 auf. Beim Schlupf von - 1 % (Bremsen) liegt der Kraftschlußbeiwert µ bei ca. - 0,3.
  • Bei einem Unterschied der Weglängen (5+5)/2und(S+S SHR)/2 von 2 % und starrer Kopplung der Wellen 3 und 4 müssen die Hinterräder um ca. 1 % in Antriebsrichtung und die Vorderräder um ca. 1 % in Bremsrichtung schlupfen. Entsprechend der angenommenen Kraftschlußbeiwert-Schlupf-Funktion (Fig. 5) tritt bei µ ca. 0,3 bzw. µ ca. - 0,3 an der Hinterachse eine Antriebskraft von ca. 30 % der Achslast und an der Vorderachse eine etwa gleich große Bremskraft auf, ohne daß vom Motor Antriebsleistung zugeführt wird oder die Bremsen betätigt werden. Es handelt sich dabei um Blindleistung und Verspannmomente, die im Verspannkreis mit den Elementen 14a/15a - 12/13 - 10/11 - 8 - 3 - 2 - 4 - 9 - 6/7 - 16/17 - Fahrbahn - 14a/15a umgewälzt werden. Dies sind Leistungen und Momente, die nicht zur Beschleunigung und Verzögerung des Fahrzeuges beitragen, aber alle angesprochenen Elemente belasten.
  • Neben der Belastung aller Komponenten wird dabei auch ein Teil des verfügbaren Kraftschlußbeiwertes zwischen Rad und Fahrbahn verbraucht und steht für Beschleunigung, Bremsen und insbesondere auch für die Seitenführung des Fahrzeuges nicht mehr zur Verfügung. Die nutzbare Haftwertgrenze für das Fahrzeug wird durch die Verspannmomente verringert, die Räder rutschen früher.
  • Bei glatter Fahrbahn ist der maximale Kraftschlußbeiwert entsprechend Kurve II, Fig. 5, viel geringer. Außerdem wird der Maximalwert des Kraftschlußbeiwertes schon bei geringem Schlupf erreicht. Beim Durchfahren einer Kurve mit einem allradangetriebenen Fahrzeug ohne Mittendifferential liegen der aufgezwungene Schlupf und damit die Verspannmomente so hoch, daß von dem geringen Kraftschlußbeiwert nichts mehr für Brems- und Seitenführungskräfte an den Vorderrädern zur Verfügung steht.
  • Um eine Leistungs- und Momentenübertragung von den Hinterrädern auf die Vorderräder zu vermeiden, wird, wie in Fig. 2 dargestellt, vorgeschlagen, eine Überholkupplung 20 in die Welle 4 einzubauen. Mit dieser Anordnung ist es möglich, Leistung vom Getriebe 2 über die Welle 4, die in dieser Richtung gesperrte Überholkupplung 20, die Welle 4', das hintere Differential 9, die Achswellen 6 und 7 auf die Hinterräder 16 und 17 zu übertragen.
  • Die Überholkupplung 20 läßt jedoch keine Leistungsübertragung von den Hinterrädern 16 und 17 in Richtung der Vorderräder 14 und 15 zu. Die Drehzahl n4' der Welle 4' kann gleich oder größer sein als die Drehzahl 4 n4 der Welle 4, aber nicht kleiner.
  • Durch unterschiedlichen Abrollumfang der Räder, der jedoch noch im zulässigen Toleranzbereich liegt, kann es bei allradangetriebenen Fahrzeugen ohne Mittendifferential zu einer dauernden Leistungsübertragung zwischen den Achsen oder zumindest zu einer sehr unterschiedlichen Verteilung der Antriebsleistung auf die Vorder- und Hinterräder kommen.
  • Besonders nachteilig ist dabei auch, daß sich das Fahrzeug entweder wie ein vorderradangetriebenes oder hinterradangetriebenes Fahrzeug verhält, je nachdem, ob der Abrollumfang der Räder vorn oder hinten größer ist.
  • Eine gleiche Leistungsverteilung auf die vier Räder tritt nur bei einem gleichen mittleren Rollumfang der Vorder- und Hinterräder auf. Schon der Unterschied von 1 % im Abrollumfang führt zu erheblichen Verlagerungen der Antriebsleistung. Zwei Prozent Unterschied im Abrollumfang können ausreichen, daß die Vorder- oder Hinterräder bei Geradeausfahrt dauernd bremsen.
  • Unterstellt man, daß der Abrollumfang vorn + 1 % und hinten - 1 % vom Nennmaß abweicht, so ergibt sich bei der in Fig. 5, Kurve I, angegebenen K raftschlu ßbeiwert-S chlupf-Funktion an den Vorderrädern entsprechend ca. 0,3 eine Antriebskraft von ca. 30 % der,Achslastund an den Hinterrädern eine etwa gleich große Bremskraft. Hierbei wurden die für den Fahrwiderstand, das Beschleunigen und Bremsen benötigten Kräfte, Momente und Leistungen außer acht gelassen.
  • Bei einem Fahrzeug mit einem Gesamtgewicht von 1500 kg (Achslast vorn und hinten je 750 kg), tritt an den beiden Vorderrädern zusammen eine Antriebskraft von 750 kg x 0,3 = 225 kg (ca. 2250 N) auf. Die Räder der Hinterachse werden mit gleich großer Kraft gebremst. Bei einer Fahrgeschwindigkeit von 40 m/s (144 km/h) wird dabei eine Blindleistung von N = F x v = 225 kg x 40 m/s = 9000 kgm/s = 120 PS umgewälzt. Überlagert man dieser Blindleistung die Antriebsleistung des Fahrzeuges von z.B.
  • 80 PS, so tritt in erster Annäherung (linearer Anstieg von .L ) an den Vorderrädern eine Antriebsleistung von 120 PS + 40 PS = 160 PS auf.
  • Die an den Hinterrädern durch den Verspannkreis auftretende Bremsleistung von 120 PS wird um 40 PS auf 80 PS reduziert. Das Fahrzeug wird auch bei voller Antriebsleistung mit dauernd bremsenden Hinterrädern fahren.
  • Bei der obigen Betrachtung ist zu berücksichtigen, daß die Abweichung von + 1 % im Abrollumfang noch nicht das Maximum ist, da die Toleranz für neue Reifen bei + 1,5 % bis - 2,5 % liegt, die Kraftschlußbeiwert-Schlupf-Funktion noch steiler verläuft und auch noch ein Einfluß von Reifenverschleiß, Luftdruck und Beladung auf den Abrollumfang auftreten kann.
  • Um die Übertragung von Blindleistung zu verhindern bzw. weitgehend auszuschließen, die bei eingebauter Überholkupplung 20 nur von den Vorderrädern 14 und 15 auf-die Hinterräder 16 und 17 erfolgen kann, wenn der Abrollumfang der Vorderräder größer ist als der der Hinterräder, wird entsprechend Fig. 3 zusätzlich eine Überholkupplung 21 in die Verbindung zwischen den Vorderrädern 14 und 15 und Getriebe 2 eingebaut. Diese gestattet es, Leistung vom Getriebe 2 zu den Rädern 14 und 15 zu übertragen, aber nicht in umgekehrter Richtung. Die Drehzahl n 3' der Welle 3' kann gleich oder größer sein als die Drehzahl n3 der Welle 3, aber nicht kleiner.
  • Bei nur einer Überholkupplung 20 wird vorgeschlagen, das Nennmaß für den Abrollumfang der Hinterräder 16 und 17 etwas kleiner (1 - 3 %) auszuführen als für die Vorderräder, so daß, wenn überhaupt, eine Leistungsübertragung von vorn nach hinten erfolgt, diese erst bei größeren Toleranzen im Abrollumfang auftritt. Das Fahrzeug läuft dabei zunächst wie ein vorderradangetriebenes Fahrzeug. Erst mit steigender Antriebsleistung und steigendem Schlupf beteiligen sich die Hinterräder an der Leistungsübertragung auf die Fahrbahn. Der gleiche Effekt, wie mit unterschiedlich gewähltem Abrollumfang,kann auch erreicht werden, wenn das Getriebe 2 so ausgelegt wird, daß die Drehzahl n3 der Welle 3 etwas größer (1 - 3 %) gewählt wird als die Dreh-3 zahl n4 der Welle 4 Bei einer Antriebsanordnung, bei der zwischen dem hinteren und vorderen Differential ein Mittendifferential eingebaut ist, das aber gesperrt werden kann und dann so wirkt als wenn kein Mittendifferential vorhanden wäre, sind die erfindungsgemäßen Merkmale von Vorteil.
  • - Leerseite -

Claims (4)

  1. Patentansprüche Antriebsanordnung für ein Kraftfahrzeug mit Allradantrieb ohne Mittendifferential bzw. gesperrtem Differential im Antriebsstrang zwischen Vorder- und Hinterachse, dadurch gekennzeichnet, daß in der Welle (4) zwischen Getriebe (2) und hinterem Differential (9) eine Überholkupplung (20) eingebaut ist, die eine Momentenübertragung von den Hinterrädern (16, 17) zum Getriebe (2) verhindert.
  2. 2. Antriebsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der Welle (3) zwischen Getriebe (2) und vorderem Differential (8) eine Überholkupplung (21) eingebaut ist, die keine Momentenübertragung von den Vorderrädern (14, 15) zum Getriebe (2) zuläßt.
  3. 3. Antriebsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für die Vorderräder (14, 15) der Abrollumfang etwa 1 bis 3 % größer als der der Hinterräder (16,17) ist.
  4. 4. Antriebsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Getriebe (2) so ausgeführt ist, daß die Drehzahl der Welle (3,3'), die die Leistung auf die Vorderräder (14, 15) überträgt, etwa 1 bis 3 % höher ist als die Drehzahl der Welle (4, 4'), die die Leistung auf die Hinterräder (16,17) überträgt.
DE19853508663 1985-03-12 1985-03-12 Kraftfahrzeug mit allradantrieb Ceased DE3508663A1 (de)

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Date Code Title Description
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